Beiträge von Liese

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    In dem Artikel steht, dass die Durchschnittstemperatur im Meerfelder Maar innerhalb von 10-20 Jahren um 4 bis 5 Grad gestiegen ist. Da geht es nicht um die globale Temperatur. Es ist ja auch jetzt schon so, dass die globale Erwärmung sehr unterschiedlich in den verschiedenen Gegenden ankommt und es sogar Regionen gibt, die dadurch kälter geworden sind. Ich denke, der Artikel ist einfach etwas reißerisch aufgemacht. Es wurde nicht an der aktuellen Erwärmung geforscht sondern nur an der früheren Erwärmung in dieser Region. Entsprechend ist die Übertragung in die jetzige Zeit reine Spekulation. Das steht auch in dem Artikel: "Ob es tatsächlich auch in der Gegenwart zu einem so schnellen Wandel kommen kann, weiß Brauer nicht, weil er die Gründe für die schnelle Klimaerwärmung vor 10.000 Jahren noch nicht genau kennt." Von daher würde ich mich weiter an die Prognosen von Forschern halten, die sich explizit mit dem zukünftigen Klimawandel beschäftigen, die sind ja auch schon schlimm genug.

    Mein Ziel wäre eigentlich, dass das Auto bei Stadtbewohnern nach Möglichkeit gar nicht dasteht. Oder wenn doch, dass es so klein ist, dass es vom Energiebedarf keinen so großen Unterschied mehr macht, ob man sich mit dem eigenen Auto oder dem ÖPNV bewegt.

    Aber beim Nachfolger vom 9€ Ticket geht es ja um sofortwirksamen Maßnahmen. Energie sofort zu sparen (weil sie halt sehr knapp werden könnte in den nächsten Monaten) und die Leute von den hohen Kosten zu entlasten.


    Langfristig wird sich sowieso einiges ändern müssen.

    Ja, das war als langfristiger Nachfolger gemeint, weil ich das beim 9-Euro-Ticket halt auch so extrem praktisch fand, dass man sich keine Gedanken über den Tarif machen musste und das gerne dauerhaft hätte. Andererseits halte ich das mit der billigen Dauerflatrate aber langfristig nicht für sinnvoll, daher mein Alternativorschlag.

    Beim Auto sind die Kosten pro Fahrt auch höher, je weniger man fährt, da die Anschaffungs- und Wartungskosten trotzdem anfallen.

    Es geht aber doch auch darum, Menschen zu anderem Verhalten zu bewegen. Wenn wenige Fahrten nicht durch den Preis attraktiv sind, werden sie halt nicht mit den Öffis unternommen, wenn das Auto ohnehin da steht. Es muss sich explizit lohnen, Öffis zu fahren, und zwar merklich.


    Ich sehe grade, das hat Salino auch geschrieben.

    Mein Ziel wäre eigentlich, dass das Auto bei Stadtbewohnern nach Möglichkeit gar nicht dasteht. Oder wenn doch, dass es so klein ist, dass es vom Energiebedarf keinen so großen Unterschied mehr macht, ob man sich mit dem eigenen Auto oder dem ÖPNV bewegt.

    Dazu müsste man eben flächendeckend Scanner installieren. In Deutschland gibt es die ja bisher kaum. Das kostet also.

    Genau, das müsste man dann einmal investieren. In anderen Ländern/Städten haben sie das ja auch irgendwie hinbekommen, warum sollte das hier also nicht gehen? Natürlich wird das nicht von heute auf morgen kommen, aber auch in ein paar Jahren fände ich es noch sehr cool.

    Außerdem war einer größten Vorteile für mich beim 9€ Ticket, dass man sich eben nicht mehr mit Tarifzonen und Mengenrabatten beschäftigen musste, was ja auch in jedr Verkehrverbund wieder anders regelt.

    Müsste man so auch nicht. Du steigst ein, scannst deine Karte, scannst sie nochmal beim Aussteigen, fertig. Idealerweise würde beim zweiten Scan noch der Fahrpreis angezeigt werden. Mengenrabatt würde dann realisiert, indem die Fahrten billiger werden, wenn man häufiger fährt. Aber das wird dann automatisch berechnet und man muss sich nicht damit beschäftigen, wenn man das nicht möchte.

    Aber damit werden doch die bestraft, die nicht so oft fahren müssen (und nutzen dann mehr das Auto).

    Beim Auto sind die Kosten pro Fahrt auch höher, je weniger man fährt, da die Anschaffungs- und Wartungskosten trotzdem anfallen.

    Dazu müsste aber genau erfaßt werden wie oft du fährst. Technisch ist das schon möglich, man müsste aber erstmal eine Menge investieren. Ob sich da der Aufwand lohnt?

    Man müsste seine Karte sowieso bei jeder Fahrt scannen, damit der Fahrpreis berechnet werden kann. Da die Anzahl der Fahrten mitzuzählen, sollte für die Software kein Problem sein.

    Was das 9-Euro-Ticket betrifft, da bin ich bei Spinosa, ich finde auch, dass man für jede Fahrt bezahlen sollte, so, wie man es beim Auto auch tut

    Also keine Monats- und Jahresabos mehr? Aber genau die sind doch für viele der Grund aufs Auto zu verzichten, weil da eben nicht jede Fahrt wie beim Auto zählt.

    Die einzelne Fahrt könnte doch trotzdem billiger sein als die Fahrt mit dem Auto, insbesondere für Vielfahrer. Ich hatte ja danach auch geschrieben, dass ich es dann so machen würde, dass die einzelne Fahrt immer weniger kostet, je öfter man fährt.

    Für Menschen, die nicht so weite Strecken laufen können, könnte ich mir Hilfsmittel wie Elektromobile oder je nach Einschränkung vielleicht auch einfach E-Roller oder E-Fahrräder vorstellen. Die brauchen zumindest weniger Platz und sind energiesparender als ein Auto. Oder man hat halt so ein ganz kleines Auto, wo wirklich nur eine Person mit Gepäck reinpasst. Wenn es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in der Stadt gibt, dann reichen auch solche Autos, die nur 45 km/h schaffen. Damit würde der Parkplatzbedarf schon deutlich sinken. Solche platzsparenden Fahrgelegenheiten sollten dann am besten auch zumindest an häufiger frequentierten Haltestellen zum Ausleihen bereitstehen. Keine Ahnung, ob das so funktionieren würde, aber ich stelle es mir auf jeden Fall besser vor als weiterhin so viele von den großen Autos zu haben. Zumal jedesmal auch das Fahrzeug transportiert werden muss, es würde also sehr viel weniger Energie für den Transport des Transportmittels verschwendet werden, wenn man möglichst kleine Fahrzeuge verwendet.


    Was das 9-Euro-Ticket betrifft, da bin ich bei Spinosa, ich finde auch, dass man für jede Fahrt bezahlen sollte, so, wie man es beim Auto auch tut. Cool fände ich so eine Karte, wie es sie auch in anderen Ländern/Städten teilweise schon gibt, die man einfach bei jedem Ein- und Aussteigen einmal scannt und dann werden automatisch die Fahrtkosten abgebucht. Da könnte man dann z. B. flexibel den Fahrpreis verringern für Menschen, die sehr viel fahren. Aber sie würden dann eben auch noch für die hundertste Fahrt im Monat etwas bezahlen, wenn auch weniger als für die erste.

    Die Webseite, wo ich gebucht hatte, heißt Casamundo, aber die Auftragsbestätigung kam dann von Booking.com inkl. Email, um ein Konto anzulegen, in dem die Buchung dann vorhanden war. WW Travel steht auf der Kreditkartenabrechnung.

    30 Tage finde ich sogar noch im Rahmen, aber das klingt eher nach Kommunikationsproblemen.

    Die 30 Tage habe ich erwähnt, weil sie auch von Booking.com genannt wurden. So lange hat man wohl Zeit, Rechnungen zu begleichen oder eben Geld zurückzuzahlen. Danach ist man im Verzug und es können Verzugszinsen gefordert werden und ich denke auch andere rechtliche Schritte unternommen werden.


    Mir würde es auch reichen, wenn ich sicher wüsste, dass ich das Geld in 6 Monaten wiederbekomme. Aber wenn ich immer wieder Nachrichten an Booking.com schreibe oder anrufe und mir dann immer wieder ein anderer Mitarbeiter entweder etwas schreibt, was zeigt, dass er das Problem nicht verstanden hat, oder dass alles in Ordnung ist oder dass es ihm Leid tut und jetzt alles geklärt wird (danach kommt aber nichts), dann habe ich eher den Eindruck, dass ich mich genauso gut die nächsten 6 Monate mit Nachrichten schreiben beschäftigen kann, ohne dass etwas passiert. Booking.com hat bisher auch nichts davon erwähnt, dass ich mich an WW Travel wenden soll, sondern nur, dass sie meine Forderung an den Vermieter weitergeleitet hätten.

    Was habt ihr denn zum Zeitpunkt der Buchung geglaubt, wer euer Vertragspartner ist?

    Da die Buchungsbestätigung von Booking.com war, dachte ich, dass sie der Vetragspartner wären. Später habe ich aber im Internet aber gelesen, dass im Normalfall wohl die Unterkunft der Vertragspartner ist (klingt auch irgendwie logisch). Wobei ich es ein bisschen komisch finde, dass ich nicht einmal Name oder Adresse des Vermieters von Booking.com erfahren habe. Falls der Vermieter der Vertragspartner sein sollte, ist der Vertrag vermutlich nicht wirksam, weil der Vermieter gar nichts davon wusste. Somit gäbe es keinen Vertrag, sondern nur die unberechtigte Abbuchung durch WW Travel.

    Die Bewertungen, die ich lese, haben am Ende das Geld von der Bank/Kreditkartengesellschaft wiederbekommen bzw auch von Booking.com.

    Ja, die Kreditkartengesellschaft könnten wir vielleicht auch mal probieren, danke!

    Wir haben eine Ferienwohnung in Deutschland bei Booking.com gebucht (bzw. eigentlich über einen anderen Vermittler, aber die Buchungsbestätigung kam dann von Booking.com) und direkt bezahlt. Das Geld wurde von WW Travel von der Kreditkarte abgebucht. Kurz vor Reiseantritt wurde diese Buchung angeblich durch den Vermieter storniert. Das Geld haben wir aber nach mehr als 30 Tagen immer noch nicht zurückbekommen. Ein Anruf beim Vermieter ergab, dass dieser die Zusammenarbeit mit Booking.com (oder WW Travel?) schon deutlich vor unserer Buchung gekündigt hat, diese aber offenbar die Ferienwohnung nicht rausgenommen haben. Das Geld hat er auch nicht bekommen, das hat jetzt vermutlich noch WW Travel.


    Von wem müssen wir das Geld jetzt zurückfordern oder auch eine Anzeige wegen Betrugs richten? An Booking.com oder WW Travel? Der "Schuldige" ist vermutlich WW Travel, da kommen solche Fälle anscheinend häufiger vor. Aber ich war mir gar nicht bewusst, mit WW Travel einen Vertrag abgeschlossen zu haben, darum neige ich eher dazu, das Geld von Booking.com zu fordern. In der Buchungsbestätigung wird weder WW Travel noch der eigentliche Vermiter namentlich erwähnt. Es gibt nur eine Kontaktmöglichkeit per Telefon oder Email via Booking.com, die aber nicht (mehr?) funktioniert. Vermutlich, weil die Ferienwohnung dort mittlerweile nicht mehr angeboten wird. Ich habe dann woanders im Internet eine Kontaktmöglichkeit zum Vermieter gefunden.


    Vor allem sitzt Booking.com in den Niederlanden und WW Travel in der Schweiz. Die Ferienwohnung und auch der Vermieter sind aber in Deutschland. Gibt es da evtl. noch Probleme? Kann ich das trotzdem in Deutschland anzeigen?


    Kennt sich vielleicht jemand mit so etwas aus oder weiß, wie man das herausfindet? Einen Anwalt einschalten lohnt sich nicht so wirklich, da der Betrag nicht alllzu hoch ist, aber eine schriftliche Mahnung oder eine Anzeige bei der Polizei würde ich schon gerne versuchen.


    (Ich habe übrigens schon versucht, das Geld über die im Internet angegebenen Kontaktmöglichkeiten von Booking.com zu fordern, aber da kamen immer nur wenig hilfreiche Antworten oder leere Versprechungen zurück, so dass ich hoffe, dass eine Anzeige das Ganze vielleicht beschleunigt.)

    Zum Beispiel halten nicht einmal die hohen Spritpreise meine Umwelt davon ab, so viel Auto zu fahren. Es ist ein starker Verkehr wie vor der Pandemie. Manche Fahrer kenne ich. Kurzstrecke z. B. von 1, 5 km zum Kiga und Schule.

    Wir hatten einen Weg von etwas weniger als 1 km zum Kindergarten, den ich immer mit 1-2 selbstlaufenden Kindern unterwegs war. Ich habe dafür meistens ca. 45 Minuten gebraucht, gelegentlich auch bis zu 1,5 Stunden. Und eigentlich hätte ich für das Kind gerne einen Kinderwagen mitgenommen, wo es sich reinsetzen kann, wenn es keine Lust mehr hat zu laufen. Oder auch wo ich es überrede, sich reinzusetzen, wenn ich es eilig habe. Aber mir wäre es total peinlich gewesen, für ein vierjähriges Kind, das ohne Probleme diese Strecke laufen kann, mit einem Kinderwagen anzukommen. Mit dem Auto zu kommen, wäre mir aber überhaupt nicht peinlich gewesen. Das ist ja ganz normal und die meisten wissen sowieso nicht, wo ich herkomme oder wo ich danach hinmuss.


    Trägt wahrscheinlich nichts zum Thema bei, ist mir gerade nur eingefallen.

    Im Gegenteil, wenn alles auf die 12 auf Basis ausgerichtet wäre, wäre es sogar einfacher als mit der 10 als Basis. Denn dann wäre nicht nur das Teilen durch 2 und 5 einfach, sondern das Teilen durch 2, 3, 4 und 6 (insbesondere die 3 und 4 fände ich extrem praktisch). Man müsste natürlich alles komplett umstellen, also es heißt dann nicht mehr fünfzehn sonder dreizwölf und die 20 bedeutet 2 x 12, man würde andere Malfolgen lernen usw. Das ist auch der Grund, warum es hoffnungslos ist, die allgemein verwendete Mathematik auf das 12er-System umzustellen, weil sich da alle komplett umgewöhnen müssten. Es ist wirklich schade, dass sich das 10er-System und nicht das 12er-System durchgesetzt hat.

    Die Frage ist, wie wir weiter mit dem Problem umgehen, wenn wir die Umstellung auf erneuerbare Energien abgeschlossen haben. Wenn die Menschen dann finden, dass noch mehr getan werden muss, dann haben sie die Möglichkeit, das mit entsprechendem Aufwand zu tun. Würde man dann erst anfangen zu forschen, würde es noch sehr lange dauern, bis man nennenswerte Mengen an CO2 aus der Atmosphäre entfernen kann. Wenn die Technik jetzt jahrelang weiterentwickelt und optimiert wird, ist es dann möglicherweise nur noch die Frage, wie viel Geld man bereit ist auszugeben, um zusätzliche CCS-Anlagen (oder was auch immer es dann gibt) zu bauen.


    Aber ich habe das Gefühl, wir reden irgendwie aneinander vorbei. Ich habe nirgends geschrieben, dass ich dafür bin, jetzt schon in großem Stil CO2 aus der Atmosphäre zu holen. Und wenn Politiker CCS als Ausrede benutzen, um die Energiewende nicht so stark voranzutreiben oder gar auszubremsen, finde ich das auch sehr ärgerlich (habe ich jetzt noch nicht so konkret mitbekommen, aber ich will nicht bezweifeln, dass das getan wird).


    Oder geht es darum, dass man dann nicht mehr so viel Angst hat, wenn man denkt, es wird irgendwann in der Zukunft eine Lösung für unsere Probleme geben und sich dann nicht mehr so stark für den Klimaschutz engagiert? Das ist natürlich auch ein Problem. Da hilft vielleicht Jettes Argument:

    Ich habe im Moment nicht die Zeit hier gross mitzudiskutieren, aber hierzu möchte ich kurz etwas sagen. Es gibt beim Klima sogenannte Kipppunkte für bestimmte Phänomene. Wenn die einmal überschritten sind kann man nicht einfach wieder zurück selbst wenn man wieder genausowenig CO2 ausstoßen würde wie vor der Industrialisierung. Daher funktioniert die Idee des "Klima zurückkaufen" nicht

    Also jetzt Klima retten hilft auf jeden Fall mehr als in 20 Jahren zu versuchen das Klima irgendwie wieder hinzubiegen.

    Danke, ich freue mich trotzdem, weil ich dachte, er wäre noch viel schlechter als er es inzwischen ist.


    Interessant ist bei dem im Tweet verinkten Artikel auch dieser Absatz:

    Zitat

    The plant is composed of eight boxes about the size of shipping containers, each fitted with a dozen fans that pull in air. CO2 is filtered out, mixed with water, and pumped into deep underground wells, where over the course of a few years it turns to stone, effectively removing it from circulation in the atmosphere.


    (Übersetzung: Die Anlage besteht aus 8 Boxen, die ungefähr die Größe von Schiffscontainern haben, jede ausgestattet mit einem Dutzend Ventilatoren, die Luft ansaugen. CO2 wird herausgefiltert, mit Wasser gemischt und in tiefe Untergrundbrunnen gepumpt, wo es innerhalb von ein paar Jahren zu Stein wird, und so wirkungsvoll aus der Zirkulation in der Atmosphäre entfernt wird.)

    Für das Speicherproblem scheint es also auch eine Lösung zu geben.


    Und nur fürs Protokoll: Ich finde auch, dass unsere Hauptanstrengungen aktuell in Richtung erneuerbare Energien gehen müssen, aber ich freue mich trotzdem, dass es bei CCS schon so große Fortschritte gibt, und dass in diese und ähnliche Richtungen geforscht wird.

    Nachtrag:

    Wenn wir bei 1,5 Grad bleiben und sich die Klimakatastrophe auf etwas häufigere Unwetterkatastrophen beschränkt

    Nur um das klarzustellen, ich weiß, dass die Klimakastrophe jetzt schon wesentlich mehr beinhaltet. Ich wollte damit den heutigen Zustand umschreiben, der ja noch nicht auszureichen scheint, damit so viel getan wird, wie nötig wäre.

    Der Aufwand, den man betreiben müsste, um jetzt noch innerhalb des 1,5 Grad Limits zu bleiben ist NICHTS im Vergleich zum Aufwand, den man betreiben müsste, um mittels solcher Maßnahmen wieder in vernünftige Bereiche zu kommen.


    Der Aufwand jetzt ist uns „zu viel“ - wie soll dann der mindestens ums 10fache größere Aufwand in Zukunft machbar sein?

    Wenn wir bei 1,5 Grad bleiben und sich die Klimakatastrophe auf etwas häufigere Unwetterkatastrophen beschränkt, dann wird sich möglicherweise in Zukunft niemand die Mühe machen, das kann schon sein. Ich denke mal, je stärker die Auswirkungen des Klimawandels desto größer ist auch die Handlungsbereitschaft.


    Ich habe bei der Berechnung von zukünftigen Temperaturen auch öfters welche gesehen, bei denen in die Berechnung eingeflossen ist, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt das CO2-Level durch künstliche Maßnahmen wieder gesenkt wird. Also es scheint auch andere Menschen zu geben, die davon ausgehen, dass solche Technologien in Zukunft verwendet werden.

    Ich verweise dann nochmal auf meine Signatur ;)

    Die ist bei mir ausgeblendet, aber ich glaube, du hattest sie auch schon öfter zitiert. Ich verstehe nur nicht, was das damit zu tun hat, irgendwann mal das CO2, was jetzt schon in der Luft ist und in den nächsten Jahren noch in die Luft geblasen wird, wieder rauszukriegen (darum geht es mir bei der Diskussion gerade). Dass wir von Kohle und Gas wegkommen müssen, sehe ich auch so.

    Das CO2, was die so gewinnen, ist wertvoll, weil es konzentriert ist. Um es in den Boden zu pumpen, ist es pro Anlage viel zu wenig, das würde sich einfach auf der Strecke unterwegs irgendwohin verflüchtigen. Und es wäre auch absurd teuer für diesen Zweck.

    100 Dollar/Tonne klingt doch sehr machbar, finde ich. Dann baut man eben große Anlagen an genau der Stelle, wo man das CO2 speichern will. Ich sehe da jetzt erstmal kein Problem, das sich nicht lösen ließe.

    Nein, ich meine einfach irgendwo etwas hinstellen, das CO2 aus der normalen Umgebungsluft filtert und dann im Boden speichert. Da muss man aber vorher das CO2 aus der Luft filtern, so dass es vermutlich deutlich aufwändiger und teurer ist als wenn man direkt CO2-reiche Luft zum Speichern bekommt.

    Ich halte das für nicht machbar. Du kriegst das CO2 aus der Luft nicht so konzentriert, dass du es in den Boden pumpen könntest.

    Hier habe ich z. B. was zu so einer Anlage gefunden: Rettet diese CO2-Saugmaschine die Erde?

    Außerdem - das ist das Hauptproblem - ist das Lagern von CO2 im Boden eigentlich nicht machbar, weil es ein Gas ist und nicht dort bleiben wird, wo du es hintun willst.

    Irgendwie haben die CCS-Menschen das offenbar hinbekommen. Aber wie problematisch das genau ist und wieviel man damit überhaupt insgesamt speichern könnte, da kann ich nicht mitdiskutieren, weil ich mich damit nicht auskenne.

    So wie es in Australien praktiziert wird eh nicht, weil da fossiler Kohlenstoff genutzt und verbrannt wird. Das CO2, das bei der Verbrennung entsteht, soll dann zum „größten Teil“ wieder aufgefangen werden.

    Okay, danke, ich kapier das jetzt erst, dass da quasi die kohlenstoffreiche Luft direkt nach der Verbrennung aufgefangen wird und nicht CO2 aus der "normalen" Luft gefischt wird. Das ist dann sicherlich schon noch mal deutlich teurer als CCS direkt im Kraftwerk.

    Soweit ich weiß, ist „CCS direkt im Kraftwerk“ im Kern einfach CO2 aus der Luft nach der Verbrennung abfangen.


    Es gibt einen Prozess, bei dem man Methan in Wasserstoff verwandelt wobei elementarer Kohlenstoff anfällt, meinst du das?Das wäre auch keine Lösung. Man muss auch dann das Erdgas im Boden lassen, wenn man nur den Wasserstoff nutzen wollen würde, weil man nicht verhindern kann, dass davon was in die Atmosphäre gelangt.

    Nein, ich meine einfach irgendwo etwas hinstellen, das CO2 aus der normalen Umgebungsluft filtert und dann im Boden speichert. Da muss man aber vorher das CO2 aus der Luft filtern, so dass es vermutlich deutlich aufwändiger und teurer ist als wenn man direkt CO2-reiche Luft zum Speichern bekommt. Das wäre evtl. eine Alternative oder parallele Möglichkeit zu der Variante CO2 in Kohlenstoff und Sauerstoff aufzuspalten und dann nur den Kohlenstoff zu speichern.


    Ich kenne mich da ehrlich gesagt nicht aus, aber halte grundsätzlich Forschung in beide Richtungen für sinnvoll. Wenn es um die Erzeugung von grünem Strom geht, zweifle ich aber nicht daran, dass Solar-, Wind- und Wasserstrom besser sind als Kohle/Gas + CCS.

    Zum ersten: Man reduziert den CO2 Gehalt der Atmosphäre nicht, wenn man fossile Brennstoffe nutzt. Das einzig sinnvolle, was man mit fossilen Brennstoffen machen kann, ist sie im Boden zu lassen.

    Sorry, das hatte ich falsch formuliert. Ich wollte nicht sagen, dass es irgendwo nicht möglich ist, erneuerbare Energie zu nutzen, wenn man Strom braucht, sondern dass es auch nach der kompletten Umstellung auf erneuerbare Energien für die Stromerzeugung noch Prozesse gibt, wo CO2 entsteht. Z. B. bei der Betonherstellung entsteht ein großer Teil der CO2-Emissionen und auch bei der Müllverbrennung wird man es schwer verhindern können, dass CO2 entseht. Das wäre dann vermutlich eine sinnvolle Anwendung für CCS.

    Zum zweiten: Die „Technik“, Kohlenstoff aus der Luft zu holen, ist da. Sie war es auch schon, bevor die Menschen überhaupt auf diesem Planeten erschienen sind.

    Der kritische Punkt ist, dass man die Pflanzen - oder die aus ihnen gewonnene Kohle - halt nicht verbrennen darf sondern sie verbuddeln oder verbauen muss.

    Ja, schon klar, dass man auch einfach normal aufforsten kann, etc. Aber es wäre natürlich extrem praktisch, wenn es Kohlenstofffabriken gäbe, wo man überschüssigen grünen Strom kostengünstig und effizient zur Reduzierung des CO2-Gehaltes in der Luft nutzen könnte, wenn man dann irgendwann mal zu viel hat. Als ich da vor längerer Zeit mal im Internet geguckt hatte, was es so aktuell gibt, klang das leider nicht allzu vielversprechend. Aber da kann sich ja auch noch viel tun bzw. vielleicht gibt es da ja auch schon gute Projekte/Forschungsansätze dazu, die ich nicht gefunden habe.

    So wie es in Australien praktiziert wird eh nicht, weil da fossiler Kohlenstoff genutzt und verbrannt wird. Das CO2, das bei der Verbrennung entsteht, soll dann zum „größten Teil“ wieder aufgefangen werden.

    Okay, danke, ich kapier das jetzt erst, dass da quasi die kohlenstoffreiche Luft direkt nach der Verbrennung aufgefangen wird und nicht CO2 aus der "normalen" Luft gefischt wird. Das ist dann sicherlich schon noch mal deutlich teurer als CCS direkt im Kraftwerk.