Beiträge von Sedativa

    Hallo,

    in unserem Kindergarten bleiben immer viele Sachen (hauptsächlich Kleidung) liegen.

    Diese wird in einem großen Korb am Eingang gesammelt und auch regelmäßig auf eine Leine im Hof gehangen, damit man seine vermissten (oder auch noch nicht vermissten) Teile wieder finden kann.

    Nun wird dieser Korb aber voller und voller, und heute meinte die Leitung in Anwesenheit einiger Eltern, daß jetzt noch einmal ein Aufruf gemacht wird, und dann werden die tw. schon seit Monaten rumkullernden Sachen weggeworfen.

    Daraufhin erklärte sich eine der Mütter bereit, die übrigen Sachen zu einer Kleiderspende zu bringen.


    Soweit, so gut, nun sind bei den Sachen auch einige wirklich gute, hochwertige Markensachen dabei.

    Meine Frage: findet ihr es okay, wenn sich die Mutter, welche die Sachen "entsorgt", sich vorher noch raussucht, was sie gebrauchen kann?

    Oder ist das nicht okay, weil alles gespendet werden soll, sollte sie sich nicht daran "bereichern".


    Ich habe auf dem Heimweg diese Frage mit meiner Schwester diskutiert (off topic: sie redet wieder mit mir) und wir waren uns nicht ganz sicher, wie wir das sehen.

    Wie seht ihr das?


    Ich selber fände es glaube besser, die Sachen im Kindergarten "zum Mitnehmen für wer es gebrauchen kann" freizugeben, und den Rest zur Spende.


    Gruß, Seda

    Bei meinen beiden älteren Kindern war ich noch ziemlich jung und hatte mich noch nicht einmal ansatzweise mit dem Thema Impfen befasst, für mich galt der Leitsatz "Die Ärzte werden schon wissen, was richtig ist."

    Dementsprechend sind beide nach Stiko durchgeimpft, der eine mehr nach englischem Impfplan (Hepatitis B am 3.LT!), der aber unserem ähnelt bzw. es wurde dann auch nach Stiko fortgefahren, der andere gleich nach Stiko.

    Allerdings gab es damals noch nicht alles, was es heute gibt, z.B. keine Rota-Viren und keine Windpocken.


    Danach habe ich mich zuerst beruflich und dann mit der dritten Schwangerschaft auch privat sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, habe mich belesen, informiert, und bin zu der Schlussfolgerung gekommen, daß ich es doch kritischer sehe, als die meisten anderen. ich bin bei weitem kein Impfgegner, aber ich hinterfrage. Den Einfluss der Pharmaindsutrie, die gängigen Verfahren, die Nutzen-Risiko-Balance der einzelnen Impfungen.

    Ich bin dann jede Impfung/Krankheit einzeln durchgegangen und habe mir meinen persönlichen "Wunsch-Impfplan" erstellt.

    Den werde ich tw. nicht so einhalten können, sondern gewisse Kompromisse eingehen, weil nicht alle Impfstoffe in der von mir gewünschten Kombi bzw. einzeln verfügbar sind, aber das ist okay.


    Mein Vorgehen beim 3. Kind:


    Geimpft, entweder schon erfolgt, oder geplant:

    • Generell wollte ich möglichst nicht im ersten LJ impfen (wegen der Zusatz-Inhaltsstoffe und der Funktion der Immunabwehr).
    • Wir haben aber im 10.Monat begonnen, weil ein Camping-Urlaub anstand, und ich Tetanus erledigt wissen wollte. Da haben wir dann göeichzeitig Keuchhusten (wegen geplantem Geschwisterkind und weil es eine unschöne KH ist), sowie Polio & Diphterie (aus sozialen Gründen) impfen lassen, also die Vierfach TDPP. Die wurde dann noch 3x aufgefrischt.
    • Bei Meningitis habe ich länger überlegt (eben weil nicht gegen die häufigste Form geimpft wird und weil sich Vor- und Nachteile gleich waren) meine Angst vor der Krankheit siegte, wir haben es dann mit etwas über 2 impfen lassen.
    • Masern wollten wir wegen geplantem Geschwisterkind und aus soz. Gründen, aber erst nach dem 15.LM, das wurde dann mit etwas über 2 geimpft, einzeln. Die Einzelimpfung gab es dann nicht mehr zum Auffrischen, aber zum Glück war der Titer ausreichend, so daß das wefallen konnte.

    • Geplant für später: Mumps und Röteln (spätestens zu Beginn der Pubertät, dann in Kombi mit Masernauffrischung als MMR). Windpocken, falls nicht durchgemacht, spätestens zu Beginn der Pubertät (tendiere mittlerweile nach meinem anderen Thread zu Grundschulalter). Hepatitis B, als Jugendlicher (eigene Entscheidung) bzw. bei entsprechender Berufswahl / Reisen. FSME > 12.LJ, falls Risikogebiet.

    Nicht geimpft und nicht geplant:

    • Rotaviren (zu geringes Wirkungsspektrum, zu viele Nebenwirkungen usw.)
    • Pneumokokken (Erregerverlagerung)
    • Hib --> hier gab es Diskussionen, es gab ja mal einen Verdacht, daß diese Impfung mit Diabetes in Zusammenhang stehen könnte, wenn dies auch nicht richtig erwiesen war, hat sich hier mein Partner rigoros gegen die Impfung ausgesprochen, da sein Bruder an Diabetes gestorben ist. Hätte ich alleine entschieden, hätte ich aus gleichen Gründen wir bei Meningitis wohl impfen lassen.
    • HPV (da gibt es meiner Meinung nach nur Gründe dagegen)


    Mein Vorgehen beim 4. Kind:


    Im Prinzip haben wir den gleichen Impfplan für's 4. Kind, allerdings haben wir bisher noch nicht begonnen, sie wird jetzt 1 Jahr alt. Beim letzten Kind war ja Tetanus der Auuslöser für den Impfstart, da habe ich mich zwischenzeitlich ein bißchen mehr entspannt und werde es wirklich nicht vor 12 Monaten machen lassen. Ich denke im Laufe des 2.LJ fangen wir dann an.

    Masern gibt es allerdings bis jetzt meines Wissens nach immer noch nicht wieder als Einzelimpfstoff, das bedeutet, daß wir dann Mumps und Röteln vorziehen würden, um das abgedeckt zu haben.




    Gruß, Seda





    Die persönliche Einstellung zu Windpocken hat (logischerweise) sehr viel mit den gemachten Erfahrungen zu tun.


    Ich finde es nicht fies, auf ein natürliches Durchleben zu hoffen, da ich keine so schlimmen Verläufe kenne (ich weiß schon, daß es sie gibt).

    Meine älteren Söhne hatten sie Windpocken in normal ausgeprägter Form, etliche Pocken, lästig aber aushaltbar. Ich fand das jetzt bei Ihnen nicht so tragisch. Damals gab es keine Impfung.


    Ich verstehe aber, daß man das anders sieht, wenn man einen schlimmen Verlauf erlebt hat oder es noch gar nicht erlebt hat.


    Gruß Seda

    und bist doch auch nicht AE mit den beiden Kleinen (oder habe ich das falsch im Kopf) also der Papa könnte dich bei Krankheit unterstützen.

    Ich bin nicht so richtig AE, der Vater hat mittlerweile eine eigene Wohnung im selben Hause, wir sehen uns aber täglich und er versorgt die Kinder mit ( zumindest auf Ansage).

    Sowohl er, als auch zwei Omas und ein Opa in Rente können bei Krankheit einspringen. Plus, bei Teilen der Arbeit bin ich zeitlich flexibel.


    Gibt es denn die Möglichkeit, wenn du jetzt B wählst und nach ein paar Jahren nicht mehr damit klar kommst, das ihr auf Variante A umstellt?

    Eventuell, das ist nicht ganz sicher, könnte sich aber immer mal wieder ergeben. Andersrum wäre es leichter zu wechseln, von A zu B.


    die einen haben immense Nebenkosten wegen nötigen Büro- oder Praxisräumen, Fahrtkosten, wechselnde schicke Outfits, Grundausstattung etc. Die anderen (wie ich) können im Schlafanzug vorm Laptop sitzen und das war dann auch schon alles, was nötig ist.

    Nebenkosten halten sich in Grenzen, die Grundausstattung habe ich ja schon. Ansonsten unterscheiden sie sich nicht wirklich, weil ich bei A und B ähnliche Kosten hätte, bißchen weniger bei A.


    ich habe glaub ich, früher den gleichen Job gemacht wie du. Und das mit der Scheinselbstständigkeit muss wirklich nicht deine Sorge sein. ich habe mich immer bemüht, einiges an ungeschriebenen Rechnungen auf der hohen Kante zu haben für unvorhergesehenes.Konkret ein Jahresverdienst als Reserve. Ansonsten war ich sehr glücklich mit Variante B.

    Allerdings hatten wir auch ein sehr gutes Netzwerk und meine Kinder waren sehr selten krank. Denn im Krankheitsfall ist der Verdienstausfall ja nicht das einzige Problem, die Arbeit muss ja trotzdem getan werden. Deshalb empfehle ich dir dringend die Anbindung an andere KollegInnen.

    Das hört sich ganz so an ;).

    Ich hatte und habe auch immer Reserven, wobei das ja jetzt nach einer Gesetzesänderung nicht mehr so einfach geht. Ich habe vor den beiden letzten Kindern (als AE) 10 Jahre lang glücklich Variante B gearbeitet, allerdings deutlich mehr Stunden, als ich das jetzt die nächsten Jahre tun möchte. Aus dieser Zeit habe ich ein gutes Netzwerk, sowohl was die Kinderbetreuung betrifft (das wird jetzt noch einfacher, da die Großeltern in Rente gehen), als auch was Kolleginnen betrifft, die falls nötig bei Krankheit o.ä. aushelfen.





    Alles in allem werde ich wohl Variante B nehmen, danke für alle Meinungen und Gedanken!

    Seda

    Und Teenager impfen ist u.U auch nicht so easy: ich habe eine Tochter, die das Recht lässig nimmt und eine andere, für die impfen der absolute Horror ist und trotz emla und sonstiger Vorbereitung panische Ängste dabei hat. Klar, das weiß man nie vorher, aber ich denke es mir manchmal, wenn jemand sagt „dann impfe ich es halt später“...

    Ich denke auch eher an Vorpubertät, so 10-12 Jahre.

    Die Angabe der Häufigkeit habe ich in der weiter oben genannten Tabelle gefunden.

    Wenn ich nur Kinder bis zehn einrechne, ist die Häufigkeit 0,17%. Wenn ich von den Kindern unter zehn nur die

    ca 1/3 Ungeimpften nehme, ist das Risiko bzw die Chance 0,5%.

    Das ist aber nur meine Laienrechnung, weiß nicht, ob man das so machen kann.


    Glitzer*13*50

    Diese Zahl beruhigt mich insofern, daß das Risiko, daß meine Kinder sich und damit ANDERE KINDER (ungeimpfte Babys) anstecken klein genug ist, um guten Gewissens beim nicht - impfen zu bleiben.

    Natürlich wäre es langfristig schöner, es würde sie (meine Kinder) doch vor der Pubertät erwischen, aber dass das nicht sehr aussichtsreich ist, wusste ich ja schon. Ggf erfolgt dann in der Pubertät die Impfung (damit rechne ich).


    Meine Schwester hat sich immer noch nicht gemeldet, ich glaube, sie bockt.

    Bei meinem Eltern waren wir jetzt noch nicht, weil mein Kinder krank sind.


    LG Seda

    Also zusammengefasst:

    Ich hätte bei variante A 1/3 weniger Einkommen, dafür bezahlten Urlaub und Krankschreibung, dies entspräche ca. 1-2 Monatseinkommen von Variante B.

    Ich hätte halt die Sicherheit im Moment der Krankschreibung, muss nicht planen. Spare unbezahlte Arbeitzeit daheim. Hab den Kopf freier.


    Variante B bringt 35% mehr Geld, bzw. nach Einberechnung der Urlaubs- und Kranktage immer noch 30% oder so. bichen weniger wenn man die Verwaltung bedenkt.

    Und Versicherungen? Berufshaftpflicht etc.

    Die habe ich bei beiden Varianten, da ich auch bei A geringfügig selbstständig bin.




    Hier steht allgemein für Freelancer, dass sie 1,5 mal so viel bekommen sollten wie Angestellte. Das wäre dann ja wie bei deinem Angebot Freelancer - vermutlich gibt es doch für deinen Beruf auch Angaben dazu.




    Außerdem: wenn die Praxis dein einziger Auftraggeber ist, wird irgendwann das Finanzamt nachfragen. Das kann böse Nachzahlungsforderungen nach sich ziehen.

    Wenn ich das Einkommen selbstständig VOR Abgaben nehme, habe ich das 3fache. NACH Sozialabgaben das 1,5 fache.


    Das mit dem Auftraggeber verstehe ich jetzt nicht, aber ich glaube, das trifft auf mich nicht zu. Scheinselbstständigkeit wäre das nicht.

    Wenn du dir die Krankentage und den Urlaub noch rausrechnest, kann ich mir nicht vorstellen, dass von 1/3 mehr Gehalt wirklich noch mehr übrigbleibt...


    Aber wenn ich z.B. sage, 20 Urlaubstag, das entspricht ja einem Monat, also ein Monatsgehalt gäbe es "umsonst", oder?

    Und bei 20 Kindkranktagen und 10 von mir, nochmal ein Monatsgehalt,


    Zwei Monatsgehalte des Angestelltengehaltes habe ich innerhalb von 3-6 Monaten mehr verdient mit Variante B.


    Und jobsicherheit? Können die dich dann nicht auch recht einfach wenig beschäftigen, wenn die Auftragslage nicht so gut ist?

    Nein, die Gefahr besteht definitiv nicht. Das ist garantiert.


    . Nachschub: die müssen ja bei Variante B irgendeinen anderen Vorteil haben, wenn sie dir mehr Geld zahlen- da musst du halt schauen, ob du mit dem leben kannst.

    Nein, es hat sonst keine Nachteile. Das ist so gereget. Ich kann mir das aussuchen.


    Wenn du als Angestellte noch 2/3 rauskriegst, ist das doch eine ganze Menge. Als Selbstständige hast du ja viel höhere Kosten, auf jede bezahlte Stunde kommt deine unbezahlte Verwaltungszeit, der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben fällt weg etc. Du musst - wie Hermine schreibt - dann ja auch beschäftigungsflauten selbst abfangen. (Auf den ersten Blick wirken die Einkünfte von Selbständigen immer so hoch, aber wenn man das realistisch betrachtet, geht davon mehr als 1/3 ab.)

    Sozialabgaben habe ich schon großzügig rausgerechnet, ich habe jahrelang so gearbeitet, weiß, wie es geht. habe hier bei der Vergleichsrechnung schon mit dem selbsständigen "netto" Einkommen gerechnet (50%).

    Alo NACH Abgaben hätte ich bei Variante B noch 1/3 mehr als bei A.

    Unbezahlte Buchhaltungszeit kommt natürlich dazu.

    Beschäftigungsflauten gibt es in meiner Branche definitiv nicht.

    Süden , vielen Dank, das klingt sehr gut so.


    Wegen der Zahlen:

    Die Anzahl der registrierten WPfälle pro Bundesland gibt es hier z.b., wahrscheinlich ist die "Dunkelziffer" aber höher. Jetzt suchst du dir die Anzahl der Kinder pro Bundesland raus, dann hast du die Häufigkeit*. Bei WP gilt eine Ansteckungswahrscheinlichkeit von 80-90%. Das heißt, überspitzt gesagt, falls WP auftreten, werden deine Kinder sie bekommen. Und das Baby damit auch, wenn ihr täglich Kontakt habt.

    Mal rechnen (das ist jetzt nur für mich!):

    In Thüringen gab es 2017 328 Windpockenfälle. Bei 431000 Kindern wären das also 0,07%, stimmt das? Okay, nehmen wir mal die Kinder über zehn raus, dann sind das 0,17% Erkrankungs- und Ansteckungsrisiko.

    Ich glaube, damit kann ICH leben.

    Wenn meine Berechnung stimmt.

    Hallo,

    ich habe schon wieder Bedarf an Euren Meinungen, ich hoffe ich gehe niemanden auf den Wecker.


    Es geht um meine berufliche Zukunft nach der Elternzeit.

    Ich habe möglicherweise verschiedene Optionen, Variante A wäre fast komplett angestellt mit stundenweiser Zuarbeit auf Honorarbasis; Variante B wäre minimal angestellt und hauptsächlich auf Honorarbasis.

    Der Einkommensunterschied wäre sehr groß, bei 30h/Woche würde ich mit Variante A nur 2/3 von dem verdienen, was ich bei Varinate B raus hätte.

    Zudem wäre ich bei Variante B zeitlich flexibler, auch hinsichtlich Urlaub, hätte dann aber ggf. Verdienstausfall.

    Bei Variante B käme allerdings mehr Eigenverwaltungskram / Buchführung durch mich hinzu, also wahrscheinlich nochmal ein etliche unbezahlte Stunden.

    Der in meinen Augen große Vorteil von Variante A liegt darin, daß ich mich da bei Krankheit (der Kinder) tatsächlich krank schreiben lassen könnte, inkl. Gehaltsweiterzahlung. Das wäre bei Varinate B nicht möglich, da könnte ich zwar frei machen, hätte aber Dienstausfall.

    Ist also die Frage, wie oft tritt das dann tatsächlich ein? Lohnt es deswegen das geringere Einkommen in Kauf zu nehmen?


    Die (kleinen) Kinder sind 1 und 4.


    Wie seht Ihr das?

    Danke, Seda

    mit Zahlen würde ich ihr nicht kommen @ausrechnen oder willst du's für dich wissen?

    Ja, nur für mich. Mich würde interessieren, wie hoch die Chance ist, daß meine Kinder die WP natürlich bekommen und davon abgeleitet wie hoch das Risiko, daß ein Baby in den Monaten bis zur eigenen Impfung sich ansteckt.


    Naja, ich glaube es geht schon auch ums Prinzip. Wenn ich jetzt deswegen impfen lasse, wäre nicht alles auf einmal wieder in Ordnung, sondern ich würde ihr das mit Sicherehit übelnehmen, mich erpresst fühlen und ihr das offen oder unbewußt vorwerfen. Sie wiederum wäre mit Sicherheit nicht einfach dankbar für mein Entgegenkommen, sonder selbstgefällig nach dem Motto, natürlich hatte sie Recht, warum nicht gleich so.

    Die Stimmung zwischen uns ist jetzt so oder so im Eimer.


    Auf meine letzte Nachricht von vorgestern Abend, in der ich nach Kompromissen frage, hat sie immer noch nicht reagiert.


    Ich hab mich gestern mit einer anderen Schwester über das Thema unterhalten, die meinte, wenn sie in der Rolle der ängstlichen Mutter wäre, hätte sie das einfach anders rübergebracht. ich-bezogener. Daß SIE Angst habe, und daß SIE leider ein bißchen auf Abstand gehen würde, und ich es nicht persönlich nehmen solle, und wir halt mal ein paar Monate nicht so engen Kontakt haben könnten, was sehr schade sei, aber das würden wir schon irgendwie schaffen usw. Daß SIE weiß, daß sie etwas überängstlich sei, aber halt nicht aus Ihrer Haut könne... -- Ich bin sicher, da hätte ich auch ganz anders reagiert. Da hätte ich vielleicht tatsächlich impfen lassen, wenn ich gesehen hätte, daß da auch verständnis für meine Seite ist.






    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist sie noch im Wochenbett (!?) Da würde ich es nicht auf einen großen Disput ankommen lassen, sondern finde es menschlich verständlich, dass sie Angst um das frisch geschlüpfte Baby hat.

    Ja, das Baby ist erst knapp 2 Wochen alt, Ich versteh ja auch ihre Ängste. Aber trotzdem. Es ist jetzt auch nicht so, als würde sie mit dem Kleinen schön zu Hause Wochenbett halten, sie ist fast täglich bei meinen Eltern seit KH-Entlassung und bringt seit heute die Kinder in den Kiga (wir finden alle, sie sollte mehr WB halten, aber sie lässt sich nicht reinreden).



    Wie war das denn, als ihre größeren Kinder Babys waren?

    Da war das Thema nicht relevant, als Ihr erstes Kind geboren wurde, hatte ich noch keine ungeimpften Kinder, ihr zweites Kind wurde 2 Monate nach meinem 3jäjrigen geboren, der war da also selber noch nicht alt genug, um geimpft zu werden.

    Da hab ich ja eine Diskussion ausgelöst. Aber Danke für die vielen Beiträge, es hat mich auch zum Nachdenken gebracht.

    Mir scheint, Euer Problem ist nicht die Impfung bzw. Die fehlende Impfung. Sondern das Problem wird durch den Impfdisput besonders sichtbar. Insofern wird es auch keine Lösung durch das Thema impfen geben.

    Ich glaube auch, dass Euer Konflikt ein anderer ist und Ihr hängt Euch jetzt beide am Windpockenthema auf.

    In dem Moment, in dem ich meine Schwester respektiere, versuche ich ja an einer Lösung zu arbeiten. Mein Gefühl beim Lesen war, dass es Dir ums "Recht- haben" geht?!

    Ja, das denke ich jetzt auch, das das Ursprungsproblem ein anderes ist. Wir haben zwar kein grunsätzliches Problem miteinander, aber sie hat halt so ein paar Charaktereigenschaften, die, wenn sie zu oft hervortreten, einfach anstrengend sind. Und durch ihre Schwangerschaft traten diese Eigenschaften (bestimmen wollen, rechthaberisch sein, keine anderen Meinungen gelten lassen) eben ziemlich hervor, so daß zur Zeit eine etwas gereizte Einstellung bei mir ihr gegenüber herrscht (die ich aber im RL nicht zeige, ich bin da eher der harmonietyp), und wahrscheinlich hat das Impftheme halt jetzt das Fass bei mir zum Überlaufen gebracht. Bei anderen Themen hab ich kurz vor mich hin gemeckert oder mal gelästert, und dann war's gut. Aber das jetzt kann ich halt nicht ignorieren.

    Wobei es mir weniger darum geht, Recht zu haben, sondern darum, daß nicht immer SIE Recht haben soll / Recht hat.


    ... Dass sie übertreibt und es exklusiv an dir ausläßt ( haben deine anderen Schwestern keine Kinder?) ist natürlich gemein. Aber wenn du ihr da mit der WHO kommst, ist das auch rechthaberisch...

    Nein, meine anderen Schwestern haben keine Kinder (eine ist schwanger). Das mit der WHO war nur für Euch, nicht für sie. Wie gesagt, ich belehre sie nicht, ich möchte nur verstanden werden.


    Du hast gerade kein Problem, für Dich ist alles fein: Impfung so, wie Du es für richtig hältst. Passt alles.

    Sie hat das Problem, da sie eine irrational hohe Angst vor einer Ansteckung ihres Babys hat. Das kann man so akzeptieren, bedingt dann aber, dass sie ihre Konsequenzen ziehen muss, wenn sie ihr Baby schützen will. Dazu ist sie bereit. Ihr Ding. Ihre Entscheidung.

    Und genauso würde ich das auch im Familienkreis kommunizieren.

    Vielen Dank dafür, das hilft mir sehr.


    Dein eines Kind hat jetzt Windpocken,

    Nein, war nur Verdacht auf. Er hat Hand-Mund-Fuß.


    Für deine Kinder ist Impfen jetzt aus deiner Sicht nicht die optimale Lösung, richtig?

    Wie groß ist denn der Abstand zum Optimum? 20%? Lohnt sich dafür das Häckmäck?

    Ich möchte die evtl. nachteile einer Impfung nur in Kauf nehmen, wenn es sich lohnt, wenn die Krankheit entsprechend gefährlich ist z.B. Das ist bei Windpocken meiner Meinung nach absolut nicht der Fall, da überwiegen die Vorteile einer natürlichen Immunität. Mein eigentliches Optimum hier wäre also nicht Impfen, sondern durchmachen. Und falls das mangels Ansteckungsquellen nicht passiert, werde ich sie mit 12 oder so impfen lassen, damit sie im Erwachsenenalter geschützt sind. Der Abstand zum Optimum, wenn man jetzt von diesem Impfalter ausgeht wären also be A. 66% und bei G. >90%. Also schon mehr als 20%.

    Abgesehen davon, es geht halt jetzt natürlich auch ums Prinzip. Hätte sie normal mit mir gesprochen und nur Ihre Ängste dargelegt, ohne Bevormundung und "Erpressungsversuch", vielleicht hätte ich es mir sogar überlegt. Aber so hätte das Ganze halt sehr viel von nachgeben / Unterordnen... wobei wir wieder beim Machtkampf wären, ich seh schon.....


    Also konkret: Wäre es jetzt für sie ok gewesen, wenn ihre Kinder sich mit HMF angesteckt hätten, WP wäre aber ganz schlimm gewesen?

    Das wäre zwar auch sehr beuunruhigend für sie gewesen, aber das hätte sie als Schicksal akzeptiert, weil man es ja nicht durch Impfung hätte verhindern können.





    Was würdet Ihr denn jetzt an meiner Stelle machen, es wirklich aussitzen und sie halt Abstand halten lassen inkl. aller unglücklichen Familienmitglieder und Disharmonie, die das bringen wird?

    Nachgeben und wider meiner Prinzipien impfen? Bin doch ich die Egoistische?


    Ganz anders? Was könnte ein Kompromiss sein.



    Ich habe ihr gestern nochmal geschrieben, daß ich Ihr Ängste zwar verstehen kann, aber irrational hoch finde gemessen am realen Risiko, und deswegen nicht meine Impfprinzipien über Bord werfen werde. Und habe sie gefragt, ob wir nicht einen Kompromiss finden können, z.B. meine Kinder vom Baby fernhalten oder Fernbleiben sobald im Kindergarten oder in meinem Bekanntenkreis irgendwo Windpocken auftauchen.

    Kam aber bisher keine Antwort.


    Liebe Grüße, Seda



    P.S. Kann man ausrechnen / herausfinden, tatsächlich WIE hoch das Risiko wäre, daß sich erst meine Kinder irgendwo WP holen und dann noch Ihres anstecken, ehe es geimpft werden kann? So in Zahlen?