Beiträge von Dinomys

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    Nur eine Rückfrage für mich,


    sollte der domestizierte Mann solche Höflichkeiten wie Tür aufhalten, Wasserkästen ins Auto heben, in den Mantel helfen oder auf anderweitige Hilfe verzichten? Quasi den großteil des Knigges einfach weg lassen?

    Das einfachste ist doch in diesen Fällen: einfach fragen, ob Hilfe gebraucht wird. Ich freue mich z. B., wenn mir Leute im Zug anbieten, beim Ein- und Aussteigen den Kinderwagen mit anzufassen. Manchmal nehme ich das Angebot an, manchmal geht es aber alleine besser, so auch mit Wasserkästen etc. In beiden Fällen bedanke ich mich. Und bei echter Höflichkeit geht es doch genau darum: evtl. Schwierigkeiten des/der anderen sehen und Hilfe anbieten - nicht aufdrängen.


    Anbei: was gerade an diesem In-den-Mantel-helfen so besonders hilfreich sein soll, hab ich nie verstanden...

    Ich hatte mich für eine KH-Geburt entschieden, weil ich so eine Ahnung hatte, dass irgendwas nicht rund laufen wird (so war es dann auch: vorzeitiger Blasensprung, Einleitung nach 24h, Geburtsstillstand während der Presswehen und KS) und ich die Vorstellung, mich unter einer HG oder GH-Geburt verlegen lassen zu müssen, wesentlich schlimmer fand, als von vornherein ins KH zu gehen.
    Ich bin allerdings nicht ins örtliche KH: ich fühlte mich auf dem Info-Abend dort einfach nicht wohl (das ist mein ganz subjektives Gefühl, ich kenne auch einige Frauen, die dort sehr zufrieden waren - will also nichts gegen diese Einrichtung gesagt haben), im Gegensatz zum 1 Stunde entfernten babyfreundlichen anthroposophischen KH, wo ich sofort das Gefühl hatte: "hier biste richtig, hier willste entbinden". Ich fühlte mich dort sehr gut aufgehoben. Am Ende hatte ich alles, was ich mir niemals hatte vorstellen wollen (von Zugang über Einleitung bis Kaiserschnitt), aber dadurch, dass ich den Leuten dort grundsätzlich vertraute, mir immer alles erklärt wurde, gefragt wurde, ob ich mit der oder jener Maßnahme einverstanden bin,... bin ich mit dieser KH-Geburt völlig im Reinen.
    Da das Kindlein in den ersten Lebenstagen ein paar Schwierigkeiten hatte (Trinkprobleme, grenzwertige Gelbsucht,...), war ich auch froh, im KH zu sein, immer Hebammen, Stillberaterinnen und KinderärztInnen greifbar zu haben, wenn ich verzweifelt war oder mich doof anstellte (bin auch kein Naturtalent im Umgang mit Babys).


    Weil so was im Eingangsposting erwähnt wurde: ein Jahr zuvor hatte ich eine frühe Fehlgeburt. Weder von meiner Frauenärztin noch von der untersuchenden Ärztin im örtlichen KH wurde ich bedrängt, ins KH zu gehen, als ich eine Ausschabung ablehnte. Ich bekam dann ein Medikament, das Wehen auslöst und konnte allein zu Hause in Ruhe Abschied zu nehmen.

    Wann stimmt man schon mit einer Zeitschrift immer überein?


    Die EMMA war schon oft meine Rettung, wenn ich mir mal wieder die Frage stellte, ob ich spinne oder die (patriarchale) Welt...


    Jedenfalls auf 40 Jahre! Und viel Standhaftigkeit für die nächsten 40 (wir werden sie leider, leider noch lange nötig haben).

    Bono von U2 wurde von der Zeitschrift "Glamour" zur "Frau des Jahres" gekürt, offenbar setzt er sich gegen Sexismus ein. Das war der Regionalzeitung zwar eine Meldung wert, aber mit der Bemerkung: "das klingt ja erstmal despektierlich".


    Aha. Das klingt vielleicht überraschend oder ungewöhnlich, aber despektierlich? Ich fürchte, da ist ein Leserbrief fällig...

    mal kurz zur Tolkien-Diskussion (zur Info: Fan seit 1984; und Éowyn fand ich schon immer toll, weil glaubwürdig, stark und verletzlich zugleich): ich finde, gerade der Film (den ich genau aus den folgenden Gründen nicht mag) bringt trotz einer weiteren Frau, die mit einem Schwert rumfuchteln darf, eine unschöne und unangenehme Macho-isierung und Militarisierung in die Geschichte; schon allein durch die Gewichtung der Schlachtenszenen: die eigentliche Schlacht von Helms Klamm nimmt im Buch meiner Erinnerung nach ein paar Seiten ein (die man auch ohne Verlust überspringen kann), im Film etwa eine öde quälende Stunde (Vorspulen ging im Kino leider nicht). Ästhetische Betrachtungen und emotionale Reaktionen von Männern (Höhlen von Aglarond) fallen raus, ist nicht machomäßig genug.


    Arwen an der Furt stört mich nicht, weil sie eine Frau ist, oder weil ihre Rolle im Buch anders ist, sondern weil hier Frodos große Szene versaut wird: im Buch ist er allein, (Aragorn und Glorfindel liegen in dem Moment gerade heldenhaft im Straßengraben), schon fast unter dem bösen Zauber, und er stellt sich den Reitern entgegen, beruft sich auf Lúthien (Vorbild für Alleingänge gegen dunkle Herrscher und so Typen), und sagt sinngemäß "nein, ihr kriegt mich nicht". So klar ist er nie wieder, hier entscheidet er sich ( neee, zu komplex, hier lieber ne Biene mit Schwert einbauen, statt über einen komplexen männlichen Charakter nachzudenken).


    Und dann die Szene, die ich einfach nur widerlich finde: wo Sam Gollum verprügelt. Es geht doch genau darum, daß es ihn 200 Seiten lang in den Fingern juckt und er es nicht macht, daß ihn vielmehr Mitleid zurückhält oder er sich gespiegelt sieht. Für Herrn Jackson nicht machomäßig genug, da läßt er mal lieber ein wohlgenährtes Kerlchen ein Skelett verdreschen.


    Der Komplexität von Éowyn ist sowie nicht Rechnung getragen (die Besetzung bzw. was sie spielen muss, ist für mich absolut unglaubwürdig, wenn es auf einen realistischen Kampf ankommt. Sie vollführt da ja einige anmutige Gymnastik mit Schwert, aber...häh? ich nehm ihr die Kriegerin einfach nicht ab).


    Was passiert denn im Buch da genau? Selbstverwirklichung ist nicht, sie darf - selbstverständlich, da Frau - einen senilen Onkel pflegen, sich dabei noch Wormtongue vom Leib halten, macht das alles aus Pflichtbewußtsein mit und hält aus Pflichtbewußtsein den Mund. Sie reflektiert das in ihrer kleinen Ansprache an Aragorn (der die Tatsache, daß er sie nicht mitreiten läßt, nicht mit ihrem Frausein, sondern mit ihrem Posten als Stellvertreter des Königs (das geht übrigens ganz selbstverständlich) begründet). Ausführlicher wird ihre Situation nach ihrer Verwundung von Gandalf thematisiert, der ihrem Brüderchen erklärt, daß sie ihre Situation vielleicht nicht ganz so lustig fand...Mir ist sonst keine Stelle in der Literatur (weder Hoch- noch Trivial-) bekannt, wo das so deutlich ausgesprochen oder überhaupt thematisiert wird.
    Der HdR weist ja in vielen Punkten über die Geschichte hinaus, und ich hoffe mal, daß Éomer seiner Tochter oder seiner Enkelin gegenüber an die Geschichte seiner Schwester denkt...
    Was die Liebesgeschichte mit Faramir angeht: da finden sich halt die, die auch mal gegen die Vorschriften handeln.


    Über die Geschichte hinaus: gutes Stichwort, nämlich Galadriel. Die ist ein abgeklärter Typ, steht etwas über den Dingen, hat einen der Elbenringe in ihrer Obhut (wenn jetzt z. B. nur Frauen die Ringe hüten würden, hätte ich ein Problem: hüten, ach wie weiblich, Herdfeuer etc.), hat sich vom Machtstreben verabschiedet und ist...hilfreich. Galadriels Geschenke bringen mal wirklich was (die Phiole bei Shelob, das Seil, die Samen nach der Befreiung des Auenlandes). Man vergleiche dazu die allgemeine Planlosigkeit dieser Gurkentruppe und die wirklich nützlichen Hinweise, die sonst so unterwegs kommen (Faramir zu Frodo: "Geh nicht nach Cirith Ungol!" Antwort: " Suuuuuper! Danke, bringt mich jetzt unheimlich weiter." // ironie off).


    Dann: Ioreth, über deren "Kräuterweibleinwissen" sich der Gelehrte lustig macht, und die das Heilmittel weiß.


    Gandalf spricht durchaus respektvoll von Gollums Großmutter und nennt sie eine "Matriarchin".


    Für mich war (und ist) der HdR immer das Buch, unter anderem, weil eben die Männer so unkonventionell sind : fürsorglich, aufopferungsvoll, von persönlichen Beziehungen geleitet, nicht macht-/karrieregeil (Aragorn setzt mal locker flockig seine Liebe, sein zu erwerbendes Königreich und die Große Sache aufs Spiel, um zwei völlig unbedeutende Gefangene (Merry und Pippin) zu retten). Meiner Meinung nach fehlt es doch daran: an männlichen Role Models, die stark und sensibel gleichzeitig sind, nicht an entsprechenden Frauenfiguren. Und ich würde sofort nach Mittelerde ziehen, wenn ich die Wahl hätte.


    Das einzige, was mir als genderkackig auffällt, ist die Gegenüberstellung Ents - Entfrauen, also daß die wilde Natur den Männern, die domestizierte den Frauen zugeordnet wird (wobei da in jedem möglichen Fall einer Zuordnung Genderkacke rauskommt).


    Ich fürchte also, der Film verstärkt nur die konventionellen Action-Elemente (stark ist nur, wer prügeln kann, eine Knarre/ein Schwert bedienen kann).



    Darum geht es mir nicht, sondern um den eklatanten Mangel an Frauenfiguren und Frauenbeziehungen in diesem Buch. In diesem Kontext finde ich es schon krass, dass ganze Rassen praktisch nur aus Männern bestehen.


    Was den Frauenbeziehungen-Vorwurf von Lachesis angeht: wo hast du das denn sonst in der Literatur? Wo finden sich denn Frauen, die sich jenseits des Bechdel-Tests unterhalten? Und Kerle als Thema sind ja noch nicht das schlimmste, man kann seitenweise zitieren, wie sich bei Kerstin Kinsella und Sophie Gier die Mädels über Klamotten, die Hochzeit, die Kinder, die Schminke, die Probleme in der Kita etc. etc. unterhalten. Ist es das, was wir wollen? Mir ist in der ganzen Literatur kein Dialog unter Frauen wie in Thomas Manns "Zauberberg " zwischen Settembrini und Naphta bekannt (die sich ständig über Philosophie streiten, wenn sie sich begegnen). Schreibt das mal wer (*in die Runde guck*)?

    Beim Surfen im Internet krieg ich ein Werbebanner für ein Spiel namens "Warthunter" (= Warzenjäger). Klingt nach einer netten Spielidee, nur haben mich die ganzen Panzer und Raketen in der Grafik etwas irritiert. Tja, leider war es nur ein "Warthunder" (=Kriegsdonner).

    gestern in der Zeitung: "Bio - Bedarf kann nicht durch heidnische Produktion gedeckt werden"


    Aha... es ging dann um die "heimische Produktion". Und jetzt denke ich ständig darüber nach, wie eine heidnische Produktion denn aussehen müßte #gruebel :D

    Liebe Raben,


    das Kind (2,5 Jahre) hat sich vorgestern den rechten Schneidezahn ausgeschlagen. Der Zahnarzt meinte, daß alles unproblematisch aussieht und in den meisten Fällen der bleibende Folgezahn nicht gestört wird. Also erst mal Entwarnung.
    So ganz beruhigt bin ich aber noch nicht. Da es bis zum Zahnwechsel ja noch ein paar Jahre sind, würde ich diejenigen, die das auch schon hatten, mal um eure Erfahrungen bitten: gab es Probleme beim Sprechenlernen (sie spricht bisher recht gut, und ich konnte bis jetzt keinen Unterschied zu vorher feststellen)? Kann sich so eine Art Einseitigkeit beim Kauen herausbilden? Kann es sich auf die untere Zahnreihe auswirken? Fällt euch etwas ein, worauf ich achten sollte, oder woran man evtl. Probleme erkennt? Regelmäßige Zahnarztkontrollen sind natürlich vorgesehen.


    Danke schon mal im Voraus.

    An der Pille stört mich vor allem, daß frau den Chemiescheiß essen darf und die Herren über nichts mehr nachdenken brauchen. Das hat für mich nie zu meiner Auffassung von Partnerschaft gepaßt (abgesehen davon, daß ich die Nebenwirkungen scheue und nicht sehr zuverlässig bei der langfristigen Einnahme von irgendwelchem Zeug bin). Bei ONS und am Anfang einer Partnerschaft kam für mich nur Kondom in Frage - oder halt der Verzicht auf schwangerschaftsfördernde Praktiken.
    In meiner ersten längeren Beziehung habe ich Persona verwendet, allerdings mit gleichzeitiger Schleimbeobachtung (ist bei mir immer sehr deutlich). Jetzt praktiziere ich die symptothermale Methode. Es ist kein weiteres Kind geplant, wenn sich eins einschleichen sollte, wäre es aber auch nicht schlimm.


    Abtreibung geht für mich gar nicht (Ausnahme: nach Vergewaltigung).

    Ich hab mir jetzt das Video angeschaut und bin ziemlich fassungslos. Das Sich-Prügeln im Wald wirkt für mich aber keineswegs spaßig und harmlos, sondern sehr paramilitärisch- wehrsportgruppig, vor allem in Verbindung mit den Liegestützen und dem Wehrt-euch-Slogan am Schluß.

    Wegen dem "ich" im ersten Satz braucht man sich heutzutage angeblich nicht mehr verbiegen, kann aber sein, daß es Leute "alter Schule" doch stört. Vielleicht in die Richtung:


    "Sehr geehrte D&H,


    aufgrund von blabla möchte ich mich beruflich verändern und im XY-Bereich tätig werden. Ihr Unternehmen vertritt einen Ansatz, den ich sehr schätze / leistet wertvolle Arbeit im XY-Bereich. Dafür würde ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten gerne zur Verfügung stellen. Ich bin langjährige A mit Erfahrung in B und C. Darf ich Ihnen meine Unterlagen zukommen lassen?"


    Bei vorheriger Anfrage per E-Mail läßt es sich wohl kaum umgehen, daß aus der Mail schon ein kleines Motivationsschreiben wird.



    (Bin grad eh im Bewerbungsformulierungswahn... ;) )

    Hm, paddeln waren wir mit unseren Kindern von Anfang an, schon als sie Babys waren. Das ging ziemlich gut und war mit die entspannteste Urlaubsform für uns. Kommt aber natürlich darauf an, was man unter paddeln gehen versteht. Gemütlich mit dem Kanu über ruhige Flüsse und Seen ist ja was völlig anderes als Wildwasserstrecken zu meistern (das haben wir auch in der Vor-Kinder-Zeit nicht gemacht)


    Wenn ihr es versuchen mögt, kann man sicher hier im Forum auch noch gute Tipps sammeln.

    Danke für Deine Hinweise, werde mal nachdenken, wie man das Boot auf kindgerecht umrüsten kann (aber dieses Jahr wird's vermutlich nichts mehr).

    In der Vor-Kind-Phase wurde hier gern gepaddelt, gewandert und im Winter langgelaufen. Das ist für mich alles kein Sport im eigentlichen Sinn, für mich sind das mehr Mini-Exkursionen in die Natur (für mich ist die Hauptsache, daß man Tiere und Pflanzen zu sehen kriegt). Daß man sich dafür bewegen muß, ist eher ein unangenehmer Nebeneffekt, den ich halt in Kauf nehme ;) .


    Für Paddeln und Langlaufen ist Kind noch zu klein, aber es gibt ausgiebige Spaziergänge.


    Sport im engeren Sinn langweilt mich einfach zutiefst.


    Falls Kind das eines Tages anders sieht, darf sie natürlich Sport treiben, so viel sie will.