Beiträge von Hagendeel

    Das stimmt natürlich - aber ich glaube auch, es gibt Menschen, die - warum auch immer das so ist - das einfach nicht können - die Bedürfnisse, Wünsche usw. des zu Beschenkenden erkennen oder berücksichtigen.

    Ich finde, in beiden Richtungen ist man frei - man hat als Beschenkter kein Anrecht auf das passende Geschenk, man hat aber auch nicht die Pflicht, unpassende Geschenke zu benutzen. Notfalls stellt man sie and en Straßenrand, schenkt sie weiter, trägt sie ins Sozialkaufhaus, scmeißt sie weg - was auch immer.

    Nebelung : Zu dieser Handtaschengeschichte: Ich kann verstehen, dass das nervt. Ich denke aber: Geschenke sind eben Geschenke, sind nichts, was man als Beschenkte "bestellen" kann. Sie stehen einem nicht zu, deshalb braucht man ja eigentlich auch nicht sauer ein, wenn sie nicht passen. Den Kindern hier habe ich beigebracht, dass sie, auch wenn sie z.B. ein Buch geschenkt bekommen und dieses zufälligerweise schon haben, das NICHT sagen, sondern sich lieb bedanken. Ich persönlich würde mich in so einem Fall bei der Mutter bedanken und die Tasche dann nicht benutzen/weiterverschenken/ins Sozialkaufhaus bringen - was auch immer. Irgendwer wird sich schon drüber freuen.

    Schönes Essen "gönne" ich mir auch ohne dass ich vorher etwas Anstrengendes, Schwieriges bewältigt habe; ich versuche, jeden tag etwas zu essen, das ich gerne mag und das auch etwas "besonderes" ist.

    Im Frühling z.B. Spargel. Im herbst Pflaumenkuchen. Solche Sachen eben.

    Besondere Dinge: Viel lesen. lesen tu ich immer, aber mal so richtig lange am Stück ... Haushalt dann eben mal liegenlassen.

    Kurze Radtour, Abendspaziergang im Park, sowas.

    Etwas Besonderes versuche ich jeden monat zu machen, Museum oder irgendeine Veranstaltung, die mich interessiert.

    Auch in Deutschland gibt es Menschen, die viel zu wenig haben; 20% leben in Armut. Neue Bettwäsche oder sowas ist dann überhaupt nicht drin. Wir gehören nicht zu diesen 20%, brauchen aber auch dauernd irgendwas, was wir momentan nicht kaufen können, und wir benutzen selbstverständlich auch gebrauchte Bettwäsche von der Schwiegermutter usw.Warum auch nicht? ist ja einfach nur Bettwäsche, man kann sie waschen und benutzen.

    Zm Problem der Geschenke bei Leuten, die zu viel haben: da kann man doch "Events schenken, Konzert- oder Museumskarten, oder Zookarten, oder fürs Planetarium oder oder oder ... das kommt hier immer super an, auch bei Kidnern.

    Ich würde wohl auch abwarten - halte das aber nicht für so wichtig. Ob man im Duden oder im Wahrig nachschlägt, die Orthographie müsste ja nun in beiden Büchern gleich sein. Ob Langenscheidt oder Pons-Englisch- bzw. Französischwörterbuch - ist vermutlich auch egal, auch in den unterschiedlichen Tafelweken werden die Formeln an sich ja wohl kaum unterscheiden. Beim Atlas würde ich darauf achten, dass er aktuell und tragbar ist, der Diercke ist ja speziell für Schüler.

    Buch, CD oder DVD waren bei meinem Sohn immer passend für Geschenke für ein Mädchen. Geldgeschenke wäre hier (also bei den Mitschülerinnen meines Sohnes, bei meinen Nichten aber auch) als lieblos (im Stil von "du hast dir keine Gedanken gemacht") rübergekommen.

    In der Klasse meines Sohnes wurde auf dem Elternabend der 5. Kl. nachgefragt, ob denn nicht weiter Antolin gemacht werden könne (also vom Lehrer her angesagt) und die Kinder so Punkte sammeln könnten für den Deutschunterricht .... daraufhin der Deutschlehrer: Antolin??? Das sei nur was für kleine Grundschulkinder, um die überhaupt ins Lesen zu bekommen, wenn es denn anders nicht ginge; und die Fragen bei Antolin seien doch sehr simpel, auf keinen Fall mehr etwas für die 5. Klasse, wo sich die Schüler dann doch schon etwas tiefgeehender mit Literatur beschäftigen sollten.

    Und das an einer Gesamtschule, in der ca. 90%der Schüler Migrationshintergrund hatten und das Niveau des Unterrichts vom Anspruch her jetzt nicht unbedingt hoch war (derselbe Lehrer auf demselben Elternabend: realistischer Anspuch sei, die Kinder zum Hauptschulabschluss zu führen, dass keiner abgehe ohne Schulabschluss. Und dafür würde Antolin auf keinen Fall mehr passen).

    Aber hier hats glaube ich auch eher die Grundschüler motiviert, bei denen zu Hause eben nicht vorgelesen wurde oder so.

    Meine hatten ja Spaß, hin und wieder Antolin zu machen, eben weil die Fragen so (babyeier)leicht waren - eben so zur Entspannung sich nochmal mit dem Buch zu beschäftigen, ein kleines Quiz zu machen. Beide waren/sind nun auch wirklich keine leistungsstarken Schüler gewesen, beide hatten nach meiner Erinnerung immer alle Antolinfragen richtig beantwortet. mein Eindruck war auch: Antolin ist nett, aber nichts Tiefschürfendes. Eben ein absolut niedrigschwelliges Angebot. Und dass es die in der Grudnschule gibt udn dann auch Kinder "Erfolgserlebnisse" durch diese Urkunden udn das Punktesammeln haben, die an soich keine besonders "starken" Schüler sind, fand/finde ich total in Ordnung.

    Fiawin , das verstehe ich schon - wobei körperliche Gewalt für mich schon nochmal eine ganz andere Kategorie wäre.

    Ich kann es mir nur so vorstellen (weil ich es hier nur so kenne), dass diese Urkundengeschichten auch den Kindern doch vermutlich nicht weiter wichtig sind. Die, die eine bekommen, werden sich einen Moment lang freuen, und dann ist es doch auch sehr schnell Schnee von gestern. War jedenfalls hier immer so - an der Grundschule hier gabs auch alle möglichen Urkunden und irgendwelche "Pässe" (1x1-Passe, Füllerführerschein, Rechtschreiburkunde, Geometriepass, was auch immer), Urkunden vor allem bei den Sportfesten, aber auch wegen Känguruhwettbewerb, Matheolympiade usw, teilweise öffentlich, also vor der ganzen klasse ausgeteilt, teilweise individuell. War, soweit ich das mitgekriegt habe, unter den Kindern selbst kein Thema. Wenn meine Kinder eine Urkunde oder einen Pass bekommen hatten, verschimmelte der jedenfalls monatelang im Ranzen (sie hatten das Ding schon meist wieder vergessen, sobald der Schultag zu Ende war und sie einen Fuß vom Schulgelände setzten). Aber klar, in einem leistungsorientiereten Umfeld (von den Elternhäusern der Kinder her) kann das natürlich auch ganz anders sein.

    Hier wars nach meiner Erinnerung auch total unproblematisch - Kind 1 hatte keine Lust dazu, das war o.k. Kind 2 mochte es eine zeitlang, aber dass sie deshalb nun ewig am Computer gehangen hätte, kann ich nicht behaupten - für ein Buch reichten 3-5 min, um diese Fragen zu beantworten. das war in der "Hochzeit" dann 1x die Woche 10 Minuten oder so. Und dann lange wieder gar nicht, und dann mal wieder, wenn sie Lust hatte ....

    Ich würde ja auch warten, bis das Interesse von sich aus kommt - in der 3. Kl. haben meine Kinder hier im Sachunterricht gehabt, was ein Bürgermeister tut, wie eine Wahl abläuft, was ein Rathaus ist. Als Vorschulkinder haben sie sich noch gar nicht it Politik beschäftigt. Das wars. Mein Sohn hatte im der 4. Klasse zwei Bilderbüchjer, eins zu Willy Brandt und eins zu Konrad Adenauer - hat er sich aber aus so einer Schul-Lesekiste ausgesucht, die anderen kidne rwaren da eher an Tierbüchern usw. interessiert. Finde ich auch absolut in Ordnung.


    Ich bin ja in der DDR aufgewachsen und war total froh, dass meine Kinder eine "politikfreie" Kindheit haben durften - bzw., dass sie einfach das lernen/fragen durften, was sie interessiert hat, und mehr eben nicht. Ich musste noch Aufsätze über den westdeutschen "Rewangschissmus" (so habe ich das Wort damals geschrieben, da war ich in der 3. oder 4. Klasse) schreiben.


    Was ich bei meinen jüngeren Neffen und Nichten ganz schön finde: Die lesen gerne "Geomini", da wird in jedem Heft ein Land vorgestellt, anhand von Fotos von einem Kind,das da lebt. Zu den total unetrschiedlichren Lebensverhältnissen gab es dann schon auch "politische" Fragen, die sie gestellt haben, aber da konnte man in Ruhe drauf antworten.


    "Logo" finde ich eigentlich gar nicht gut; so ein bisschen Politik, erin bisschen Unterhaltungssachen kurz vor dem Schlafengehen, wenn dann die Sachen (es werden ja auch Szenen aus Kriegsgebieten gezeigt, jedenfalls in den Folgen, die ich mal gesehen habe) nicht mal ansatzweise aufgearbeitet werden können.

    Hier ging das nach meiner Erinnerung auch: Viel Referate, Arbeitsgruppen, Klassenbrieffreundschaften im Englischunterricht, selbst geschriebene Spielszenen auf Englisch (geht ja mit einfachen Themen schon in der 5. klasse). Vokabelllernspiele, die meine Kinder witzig fanden .... am besten wäre es natürlihc, wenn dein Sohn das im Unterricht einfach mal ansprechen könnte, in der Klassenratstunde oder so.

    Ich erinnere mich, dass in der Kleinkindzeit mener Kinder viele mit dem 2. oder 3. Kind schwangeren Mütter teilweise echt hysterisch wurden, wenn am Kindergarten das Schild "Wir haben Fälle von Windpocken in der ... Gruppe" hing. und viel Angst hatten. Und dann gleich mit dem älteren Kind wieder nach Hause abgedüst sind. Obwohl man sich ja irgendwie überall mit Windpocken anstecken kann, auch im Bus oder so. Diese Hysterie wärevielleicht so nicht aufgetreten, wenn die entsprechenden Mütter als Teenies gene Windpocken geimpft geworden wären. Muss man wahrscheinlich entscheiden, womit man besser leben kann.