Beiträge von Hagendeel

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    Vielleicht möchte sie einfach nur wieder klein sein. Und merkt, dass du Widerstände dagegen hast. Sie ist ja noch im Kindergarten - was ist so schlimm daran, wenn sie kleinkindhaft spricht und die Stifte im Faustgriff hält? Den sie kann es ja richtig. Vielleicht ist sie mt irgendwas überfordert, wird von irgendwem für älter/reifer gehalten, als sie eigentlich noch ist? Ich persönlochz fädne das alles glaube ich erstmal gar nicht weiter schlim. Zur Schule kommt sie doch erst nächstes Jahr.

    Wir hatten auch nie "mein" und "dein" - außer beim Kuscheltier, da hatte jedes Kind eins und das war seins.

    Als das Baby mobil wurde, hatten wir ein Zwillingsställchen, da konnte er Große (damals 3 Jahre) rein- und rausklettern und da drinnen seine kleinteiligen Spielsachen aufbauen. War mir wichtig, weil ich wirklich Angst hatte, dass das Baby davon Zeugs verschluckt - Murmeln, Münzen, Schraueb, sowas eben.

    Das Baby hatte den Rest des Zimmers zur Verfügung. Hat gut geklappt.

    Von einer willensstarken, unbestechlichen, in Bezug auf Spritzen ängstlichen Sebenjährigen kann man kaum erwarten, dass sie aus Vernunft einseht, dass das gemacht werden muss. Dazu ist sie einfach noch zu klein. Astarte: Was würdest du denn machen? Notwendige Behandlungen einfach sein lassen, weil das Kind da Angst vor hat? Ich würde eher versuchen, dem Kind das zutrauen, dass sie das schaffen kann, ohne eine Angststörung zu entwickeln. Und schließe mich Anaba an. Siebenjährige können sowas schaffen, je mehr Brimborium darum gemacht wrd mit ewigen Gesprächen, die fürs Kind auch anstrengend sein können, Bestechungen usw. würe ich auch versuchen zu vermitteln: das ist jetzt blöd, keine Frage, aber du schaffst das.

    Bei uns - ähnliches Verhalten beim Kind, und extrem viele solcher Behandlungen notwendig - lief das gut ab: ich hatte Kind auf dem Schoß, hatte ihre Beine zwischen meinen eingeklemmt, zwei Schwesternhelferinnen hielten an beiden Seiten fest - der Kinderarzt hat auch gesungen! Selbst wenn das im Gebrüll etwas unterging ... und alle waren einfach total lieb, niemand hat gemeckert oder so, die Angst des Kindes wurde wie etwas ganz Normales behandelt. Kind war danach nicht traumatisiert, sondern erleichtert, danach haben wir etwas Schönes gemacht ...

    Isst sie denn gar kein Brot? Das könnte man in der Gastfamilie ja sonst anbieten. Und Nudeln oder Kartoffeln gibt es da ja sicher auch mal. ich würde ddie gastfamilie vorher informieren und fragen, ob sie damit zurechtkommen würden.

    Drei jahre sind ja noch eine lange Zeit ... vielleicht hat es sich ja bis dahin schon geändert.

    Eien Kleinigkeit zum Geburtstag finde ich auch o.k. Andererseits - muss es auch nicht sein. Passender fände ich da kekse oder etwas anderes zum Essen, das auch der Bruder zur Feier des Tages mit wegknuspern kann.

    Aber ich kenne das auch so: Die Töchter meiner Freundin fanden es gerade cool, dass der neue Partner meiner Freundin ihnen nie Geschenke mitbrachte. So hatten sie nicht das Gefühl, ihn nett finden zu müssen. Und sie mochten ihn trotzdem total, von Anfang an. Auch wenn ihr euch alle total gut versteht, kann es für Kinder ja irgenwann trotzdem mal kompliziert werden mit der neuen Partnerin/dem neuen Partner. Und dann wäre es glaube ich für mich auch leichter, wenn ich nicht etablieren würde, Zeugs mitzubringen - sondern einfach nur so komme. Auch wenn dir selbst völlig klar ist, dass du ihn nicht kaufen willst - für ihn kann das anders aussehen.

    sophiek: O.k., danke für den Hinweis! Aus dem Schulunterricht kannte ich dieses Problem bisher absolut nicht; bin mit einer Lateinlehrerin befreundet, die mir das so erzählt hat, auch die Kinder, die selbst Latein als Fremdsprache haben, hatten mir das so erzählt (also, dass sie es sehr angenehm fanden, dass sie in latein das nicht tun mussten, was sie in Englisch machen mussten: eigene Texte in dieser Sprache zu verfassen. Ist wahrscheinlich auch von Bundesland zu Bundesland verschieden!

    Was an Latein einfacher ist als an Französisch, Spanisch: Man muss die Sprache nicht aktiv beherrschen, also keine eigenen Texte auf Latein schreiben, nicht selbst sprechen. Das ist ja eigentlich immer das Schwierigste an Fremdsprachen. Man muss nur übersetzen. Auch die Rechtschreibung - die ja in Französisch geübt werden muss - ist total einfach. Was mühsam ist in Latein: Man muss sehr viel auswendig lernen, Grammtikformen usw. Reine Fleißarbeit. Wenn man sich dazu überwinden kann - und das ist für Kinder ja oft schwer, ist es aber einfacher als die anderen Sprachen. Und Grammatik muss man ja in anderen Sprachen auch lernen. Hier hat eine Nichte Latein, der Unterricht wird voll nett gemacht mit römischen Sagen (diese als Theater nachspielen - auf Deutsch), zur Alltagsgeschichte Roms usw. Ist aber natürlich Glückssache, wie überall eben.

    Du bist auf keinen Fall die schlimmste Mutter der Welt!

    Und ich finde lange Erklärungen für ein 11Montae altes Kind auch eher - vermutlich anstrengend und vielleicht auch verunsichernd für das Baby selbst. Wenn schon die Großen so ein Drama daraus machen - dann muss es ja auch was richtig Schlimmes sein.

    Wir konnten in dem Alter auch nur im Stehen wickeln, alles andere ging nicht. Po abwischen geht auch zu zweit nicht? Für die Situation haben wir festgehalten, auch wenn das Kind geweint hat - alleine mit der linken Hand Kind um den Oberkörper herum festgehalten, mit der rechten abgewischt - so lange dauert das ja eigentlich nicht. Vielleicht ist es am Hilfreichsten, wenn du erstmal dieses schlimme Gefühl überwindest, deinem Kind etwas ganz Schreckliches anzutun? Du wischt einfach nur den Po ab, dein Baby findet das blöd, wehrt sich und weint, das ist doch aus seiner Sicht o.k. Wenns geschafft ist, kann man doch trösten und etwas Schönes machen.

    Klettermax: Das kann ich total gut verstehen.

    Puh, Geschenke sind schon ein Thema - ist ja irgendwie auch spannend, dass da so viele andere Themen mitschwingen - eigene Erwartungen, Erwartungen der Kinder, der schenkenden Großeltern - und gerade dadurch doch ist das ja auch ein gutes "Lernfeld" für Kinder zum Thema "zwischenmenschliches Verhalten". ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die Kleinen schon bald ziemlich genau beobachten: Wie gehen die Erwachsenen eigentlich damit - und miteinander - um? Gibt es da viele Enttäuschungen, Unzufriedenheit, Erwartungen, vielleicht sogar den Wunsch, Vorschriften zu machen, wie sich die Großeltern verhalten sollen? Und das ist doch eigentlich ein produktives Thema, auch für Kinder.

    Bei meinen eigenen Enkeln - falls ich mal welche haben sollte - werde ich mit Geschenken auch sehr vorsichtig sein und auf jeden Fall nachfragen/im Gespräch bleiben. Das Nette an Geschenken finde ich allerdings auch immer den Überraschungseffekt, das Unerwartete, das passiert, wenn man etwas verschenkt/geschenkt bekommt, auch für uns als Eltern - den Teddy, der hier mal von der Oma einfach so mitgebracht wurde (also ohne das mit uns abzustimmen). Die Schokolade, die der Opa plötzlich aus seinem Hut "zauberte". Sowas mag ich halt auch, dieses Spielerische, das Schenken haben kann, völlig jenseits von "pädagogischem Nutzen" oder "sinnvollem Geldausgeben". Dazu gehört halt auch immer ein bisschen das Risiko - passt es, mag das Kind das? (Der superteure Steiff-Teddy wurde hier z.B. vom dreijährigen Kind in hohem Bogen weggeschleudert und nie bekuschelt, was die Oma zum Glück mit Humor genommen hat - das Geschwisterkind dagegen hat dann später viel mit dem Teddy gespielt). Aber einen Perspektivwechsel finde ich persönlich für mich - gerade für solche Konflikte mit den Großeltern/Verwandten - immer auch hilfreich. Es kann dem Ganzen auch seine Wichtigkeit, die Schwere nehmen. Die allermeisten Großeltern wüschen sich einfach eine schöne Beziehung zu ihren Enkeln und geben sich viel Mühe, dies - nach ihren eigenen Möglichkeiten und Ideen - auch praktisch umzusetzen. Und das - auch wenn die Art und Weise, wie das versucht wird (z.B., indem viel Geld ausgegeben wird), einem selbst vielleicht eher unangenehm oder fremd ist - ist dann ja auch eigentlich wieder total anrührend und schön.

    Geschenkte Sachen weggeben - damit habe ich selbst kein Problem. Der Beschenkte hat kein "Anrecht" auf ein passendes Geschenk, der Schenkende hat aber auch kein Anrecht darauf, dass sein Geschenk benutzt wird. Ich selbst würde die Sachen allerdings immer so weggeben, dass die schenkende Oma das nicht mitkriegt - also z.B. ein halbes Jahr später, wenn die Klamotten sowieso zu klein wären.

    Ich - als sehr sparsamer Mensch - versteh das auch, dass es einem Leid tut, wenn die Großeltern ihr Geld für unsinnige Geschenke, die noch nicht mal benutzt werden, zum Fenster rausschmeißen.

    Aber - es ist eben das Geld der Großeltern, sie sind erwachsen, so lange sie mich nicht um Rat fragen, was als Geschenk passen würde, kann man ihnen da schlecht reinreden. Die Sachen kann man ja quasi ungetragen weitergeben, ins Sozialkaufhaus, ins Flüchtlingswohnheim, in die Kleiderkammer - dann sind sie nicht "umsonst" gekauft worden, neuwertige, ungetragene Sachen finden doch meist Abnehmer.

    Parasol: Die Zeit, die das Kind alleine mit Oma sein kann, wird ja aber sicher kommen - bei den meisten Vierjährigen geht das ja, dass sie jedenfalls alleine mit Oma spielen/kochen/was auch immer wollen/können und man z.B. im Nebenraum ist oder so. Oder dass das Kind mal einen Nachmittag bei Oma ist und man geht spazieren und lässt die beiden zu zweit; oder auch mal bei Oma übernachtet, ohne mich - klar kann es sein, dass es totaler Murks ist, was ich schreibe und für euch gar nicht passt. Dann ist das so. Ich selbst aber fände die Enkel-Großeltern- Beziehung so wichtig, dass ich den Großeltern da auch Freiräume einräumen würde, Dinge anders zu machen als ich sie eben gut finde (natürlich bis zu einer Grenze; bei betrunkenen oder gewalttätigen Großeltern hätte ich meine Kinder natürlich nicht gelassen). Dass das Kind Verhaltensweisen kennenlernt, die ich weniger gut finde, wird ja aber ohnehin passieren - wenn das Kind in die Schule kommt, wird es sich auch bald Freunde aussuchen, unabhängig von mir, und in anderen Familien sein, die auch die Dinge völlig anders machen als ich es tue (war bei uns z.B. so, was Ernährung, Fernsehkonsum usw. anging ...) diese Erfahrung "woanders ist es anders als bei mir zu Hause" finde ich für Kinder einfach wichtig, und bei den Großeltern kann diese Erfahrung eben auch schon gemacht werden.

    Ida - das kann ich verstehen - aber löst man das Problem, indem man der Oma vorschreibt, wie sie es zu machen hat? Ansprechen kann man ihr gegenüber das ja schon ("ich habe beobachtet, dass ... wie ist es für dich, wenn ..".). Aber auch solche Konflikte gehören doch zum Leben dazu und können letztlich ein Lernfeld für die Kinder sein, wenn man sie dabei gut begleitet und mit ihnen anspricht, was man beobachtet und wie das für einen selbst ist.

    Ich kann mich Trin anschließen. Und kleine Kinder mögen es doch ohnehin am liebsten, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, mit ihnen spielt, usw. Großeltern, die das tun, werden den "Geschenkeomis" gegenüber schon nicht ins Hintertreffen kommen. So kenne ich es zumindest von den kleinen Kindern, die ich erlebt habe. (Hier wurde auch der Opa geliebt, der weder Geschenke mitbrachte noch großartig mit den Kindern spielte - einfach, weil er eben der Opa war. Allerdings hatte er auch nie die Befürchtung, bei seinen Enkeln "ins Hintertreffen zu geraten" und hat sich mit ihnen gefreut, wenn sie ihm ein Geschenk gezeigt haben, das sie vom anderen Opa bekommen hatten, oder einfach was Nettes dazu gesagt - dass er kein Geschenk gebracht hatte, wurde dann auch von den Kindern nicht weiter thematisiert, das war dann eben so ). Ich selber fände glaube ich sehr wichtig, die Großeltern einfach machen, ausprobieren zu lassen, ohne dauernd in diese Enkel-Großeltern-Beziehung reinzuregieren und ihnen vorzuschreiben, wie sie es denn zu tun haben. Denn auch das registrieren Kinder und speichern es ab - dass die Eltern von den Großeltern erwarten, dass sie sich nach ihren Wünschen richten (also den Wünschen der Eltern), und Geschenke bringen, die sie selbst sinnvoll finden - oder eben keine Geschenke, wenn sie das nicht wollen. Schon kleine Kinder nehmen auch so etwas wahr. Und das würde ich auf keinen Fall wollen.

    Aber das - dass durch die vielen Geschenke beim Kind die Erwartungshaltung ausgelöst werden kann, dass es bei jedem Besuch der Oma ein Geschenk geben muss - ist ja eigentlich ein Problem, dass zwischen Kind und Oma gelöst werden muss und um das ihr euch nicht unbedingt kümmern müsst. Vielleicht stört es die Oma ja gar nicht, wenn das so sein sollte. Und das Kind wird schon wissen, dass auch wenn Oma jedes mal ein Geschenk bringt, andere Personen das nicht tun und es von diesen auch nicht erwartet werden kann. Ich finde es sehr wichtig, dass das Kind eine Beziehung zur Oma haben kann, die - so weit das möglich ist - unabhängig von den Eltern besteht. Es hat seine eigene Beziehung zu den Großeltern, in die seine Eltern ja nicht unbedingt hineinregieren müssen. Wenn es Probleme gibt, wird Oma da eben zu lösen haben und das vermutlich auch ohne Eltern hinbekommen.