Beiträge von Hagendeel

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    Ich wollte erleben, wie das ist: eigene Bedürfnisse über die eigenen zu setzen. Man weiß ja, dass das mit der Zeit (unter Umständen) weniger ist. ich habe aber immer Menschen, Frauen und Männer, bewundert, die das können, und sehe es als Stärke an. Mit eigenen Kindern kann man genau das erleben.

    Kannst du vielleicht mal mit seiner jetzigen Lehrerin sprechen (natürlich nur, falls di netter) ist, dass sie ihn vielleicht mal anruft und sagt, dass alles gut ist bei seinen Leistungen? Vielleicht glaubt er in diesem Punkt ihr mehr als euch Eltern. Computerzeit würde ich vielleicht auf eine Stunde erhöhen (wenn ihm das gut tut) und ansonsten zusehen, dass er draußen spielt und toben kann.

    Lesen braucht einfach sehr viel Übung - bei manchen Kindern mehr, bei anderen weniger. Ich würde versuchen - wenn du/ihr das schafft - jeden Tag 30min Leseübungszeit einzurichten, in denen ihr auf dem Sofa sitzt und Leselernbücher lest (es gibt ja auch schöne Leselernbücher, Rocco Randal z.B.). Die Lehrerin mal fragen schadet ja sicher auch nicht.

    Lesen lernen ist eben schwer ... er ist ja auch erst in der 1. klasse. Ich kenne viele Kinder, die erst Ende der 1. klasse kapiert hatten, wie Lesen geht. Das spricht natürlich nicht dagegen, es "abklären" zu lassen.

    Die anderen Sachen - Schach, über 100 Saurier + Information dazu, filigrane Comics, hochkomplexe Gespräche, Wortschtz ... klingen absolut nach Hochbegabung.

    Ich würde es auch den Kindern und der Lehrerin überlassen. Auch die Frage, ob sie überhaupt weiterspielen möchten, weiter Unterricht haben möchten. Es ist doch nicht Schule - also etwas, was sie machen müssen - sodnern etwas, was zusätzlich zur Schule in der Freizeit gemacht wird.

    Astarte: Die Geschichte mit Rumpelstilzchen ist ja hammerhart. Bin auch im Osten aufgewachsen, kenne ähnlich krasse Geschichten, aber deine toppt alles.

    Das einzige "Problem" das auftreten könnte, ist ja schon, dass kleine Kinder eher nicht objektiv informiert werden möchten. In dem Alter steht ja die Beziehung zur Erzieherin im Vordergrund, und sie wollen dann in der Regel auch wissen, ob die Erzieherin das selbst auch glaubt (wenn sie z.B. den christlichen Hintergrund des Weihnachtsfestes erzählt). Das war in der Kita meiner Kinder z.B. durchaus der Fall. Die Erzieherin war Spanierin (katholisch), die Kita war städtisch, sie hat damals meinen Kindern gesagt, dass sie katholisch ist und auch daran glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Meine Kinder haben sich mit dieser Antwort dann auch zufrieden gegeben und nicht weiter nachgefagt, für sie war es damit o.k. Aber auf die Frage muss man sich schon einstellen. Und - klar, warum nicht? Kinder lernen so, dass es Menschen mit religiösen Überzeugungen gibt. Nach meinem Eindruck ist sowas für Erwachsene ein Problem ("Hilfe, wir sind nicht religiös, was ist, wenn mein armes Kind Religion kennen lernt"; oder "Hilfe, wir sind religiös, was passiert wenn mein armes Kind merkt, dass es auch nichtreligiöse Menschen gibt") - für die Kinder aber eher nicht, sie können das hinnehmen, dass Erwachsene hier verschieden sind. Und konfessionelle Differenzen sind ihnen in der Regel ja auch ziemlich egal.

    Astarte: Die Geschichte mit Rumpelstilzchen ist ja hammerhart. Bin auch im Osten aufgewachsen, kenne ähnlich krasse Geschichten, aber deine toppt alles.

    Das einzige "Problem" das auftreten könnte, ist ja schon, dass kleine Kinder eher nicht objektiv informiert werden möchten. In dem Alter steht ja die Beziehung zur Erzieherin im Vordergrund, und sie wollen dann in der Regel auch wissen, ob die Erzieherin das selbst auch glaubt (wenn sie z.B. den christlichen Hintergrund des Weihnachtsfestes erzählt). Das war in der Kita meiner Kinder z.B. durchaus der Fall. Die Erzieherin war Spanierin (katholisch), die Kita war städtisch, sie hat damals meinen Kindern gesagt, dass sie katholisch ist und auch daran glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Meine Kinder haben sich mit dieser Antwort dann auch zufrieden gegeben und nicht weiter nachgefagt, für sie war es damit o.k. Aber auf die Frage muss man sich schon einstellen. Und - klar, warum nicht? Kinder lernen so, dass es Menschen mit religiösen Überzeugungen gibt. Nach meinem Eindruck ist sowas für Erwachsene ein Problem ("Hilfe, wir sind nicht religiös, was ist, wenn mein armes Kind Religion kennen lernt"; oder "Hilfe, wir sind religiös, was passiert wenn mein Kind merkt, dass es auch nichtreligiöse Menschen gibt") - für die Kinder aber eher nicht, sie können das hinnehmen, dass Erwachsene hier verschieden sind.

    claraluna: "Elterntag" klingt schon mal anders als "Muttertag". Diese Muttertagspräsente aus der Kita fand ich ehrlich gesagt immer echt ätzend, überhaupt, dass dieser tag dort thematisiert wurde. Trotzdem hätte ich da nie gemeckert oder so, weder vor dem Kind noch vor den Erzieherinnen. Das ist einfach ein Knochen-Job, nicht gut bezahlt, und sie geben sich so viel Mühe mit allem. Und ich kann mir auch einfach nicht vorstellen, dass Kindergartenkinder durch solche Sachen so tief geprägt werden, dass man als Eltern da nicht mehr gegenan kommt. Wie schon gesagt, hier nicht-konfessionelle Kita, Nikolaus usw. wurde selbstverständlich gefeiert, auch mit Aufführungen und Thematisierung des christlichen Hintergrunds alle dieser Feste. Meine Kinder wären glaube ich echt traurig gewesen, wenn in der Vorweihnachtszeit in der Kita gar nichts "Vorweihnachtliches" gelaufen wäre. Einen Laternenumzug zu St. Martin gab es auch. Und Ostersachen zur Osterzeit ... besonders "christlich" ist mein Sohn trotzdem nicht geworden, ich würde immer davon ausgehen, dass ein Kind sich als Jugendlicher/Erwachsener auch von starken religiösen Prägungen der Kinderzeit dann auch lösen kann, wenn das kritische Denken anfängt; selbst wenn so krasse Sachen passieren wie dieser "Fastenpass" in einer kath. Kita denke ich nicht, dass das Kind sein Leben lang zwangsläufig in der Passionszeit fasten wird. Trotzdem würde ich - wenn ich selbst sehr kirchenkritisch wäre - keine konfessionelle Kita wählen. Unwohlsein, Misstrauen, eventuell sogar Konflikte sind da ja eigentlich vorprogrammiert.

    Hast du denn wenig Auswahl an Kitas? Schwierig finde ich es eigentlich nur, wenn konfessionslose Familien quasi "gezwungen" sind, einen kirchlichen Kindergarten zu wählen, weil es einfach keinen anderen in der Nähe gibt.

    Aber falls das nicht so ist und du ja schreibst, dass du Religion sehr skeptisch gegenüberstehst - warum ziehst du denn einen konfessionellen Kindergarten überhaupt in Erwägung? In dem Fall würde ich auf jeden fall einen nicht-konfessionellen wählen.

    Meine Kinder waren in einem nicht-konfessionellen Kindergarten, und auch dort wurde Nikolaus, Weihnachten und Ostern gefeiert. Und zum Muttertag haben sie immer eine Postkarte gebastelt. (Mich hat ehrlich gesagt - wenn überhaupt - nur dieser blöde Muttertag genervt.) Im Bilderbuchregal stand auch eine Kinderbibel. Nach meiner Erinnerung hatte niemand ein Problem damit (wurde jedenfalls auf keinem Elternabend angesprochen). Mir wars komplett egal, Hauptsache,. die Erzieherinnen waren liebevoll zu den Kindern. Von mir aus hätte es auch eine atheistische, buddhistische, islamische, sonstwie orientierte Kita sein können - wenn die Beziehung der Erzieherinnen zu den Kindern stabil und liebevoll ist, werden die Kinder schon keinen Schaden nehmen. Denn es ist doch einfach so, dass der Einfluss, dem die Kinder in ihrem Elternhaus, in ihrer Familie ausgesetzt sind, viel viel größer ist als der Einfluss, dem sie in der Kita ausgesetzt sind. Vor allem in dem Alter.

    Wie läuft es denn mit der besten Freundin? Ich bin immer skeptisch, wenn Kinder hauptsächlich deshalb auf eine Schule wollen, weil die beste Freundin da auch hingeht - die Freundschaft kann sich ja schnell ändern, wenn die Kinder dann in einem neuen Zusammenhang, neue Schule, neue Klasse sind, da ist es ja möglich/wahrscheinlich, dass die "beste Freundin" sich umorientiert, mehr mit anderen Kindern spielt - vielleicht ist das ihr Kummer? Oder, falls es noch die beste Freundin ist, können sie nicht zusammen lernen, zusammen Hausaufgaben machen? Ein Kind dürfen sie ja auch in Coronazeiten treffen (ist zumindest in unserem Bundesland so).

    Note 4 finde ich jetzt nicht so dramatisch - eine 4 ist "Bestanden". Weiß sie das? 4er reichen aus, um die Probezeit zu bestehen. Außerdem zählt die mündliche Note ja in der Regel mehr, wenn sie da ihre Aufgaben parat hat und mitmacht, kann sie im Zeugnis eine 3 bekommen. Was ich aber auch schwierig für eine kleine Fünftklässlerin finde, ist die Busfahrt von über 30 min für einen Weg. Das wäre für mich immer ein Argument, die Schule zu wechseln (falls es denn eine weiterführende Schule bei euch gibt, die fußläufig erreichbar ist und einen Platz hätte). So lange im Bus, mit Maske und dem schwerem Schulranzen, jeden Tag hin und zurück, für ein kleines Mädchen ... das wäre für mich ein absolutes gegenargument gegen diese Schule gewesen (falls ihr denn die Wahl habt und es eine besser erreichbare Schule gibt).

    Ihr habt Recht! So hatte ich das nicht gemeint. Mir selbst hilft es bei solchen Fragen (wie kriege ich es hin, dass ein Fest schön wird, wenn es aus was-auch-immer-für-Gründen ganz anders ablaufen muss als gewohnt) schon, zu überlegen, obd as jetzt alles wirklich so schlimm ist, wie es sich erst einmal anfühlt. Aber Ihr habt Recht, und das ist natürlich auch für jede/n anders.

    Ich hoffe natürlich, Ihr habt trotz fehlender Reise nach Tschechien schöne Ferien! Und ich glaube auch, dass sowas zu schaffen ist, auch Kindern, die die Weihnachtsferien nicht anders kennen, würde ich selbst es zutrauen, das als Herausforderung gemeinsam anzugehen und würde schon im Vorfeld (eigentlich möglichst bald) mit ihnen sprechen: Wie können wir es gemeinsam hinbekommen, ,dass die Weihnachtsferien trotz zum ersten mal nicht stattfindender Reise eben trotzdem auch schön werden können? Was kann jede/r dazu beitragen? Was kann man unternehmen, dass sich jeder möglichst wohl ode rzumindest nicht unwohl fühlt? Die größte Falle ist glaube ich, dass du als Mutter denkst, du wärst dafür verantwortlich, dass alle sich wohl fühlen, und müsstest irgendein "Programm" oder "Strategien" entwickeln, dass Ihr alle möglichst gut durch die Ferien kommt. So wie beim Weihnachtsfest: Wenn die Erwartungen so hoch sind, dass die Weihnachtsfeier gut/harmonisch/was auch immer werden MUSS, klappt es meistens nicht so gut. Sowas kann man eher zusammen hinkriegen.

    Und ehrlich gesagt - ist es wirklich so schlimm? Ich weiß, dass Armin Laschet gesagt hat, das würde das schlimmste Weihnachten seit der Nachkriegszeit - ich glaube, da gab es wirklich schlimmere. 1961, als die berliner Mauer ganze Familien gefühlt für immer auseinanderriss. Der Tsunami am 2., Weihnachtstag 2004. Die Adventszeit 2011, als die NSU endlich aufflog. ich weiß nicht ... das war ja nun alles auch nicht gerade toll. Muss Weihnachten denn jedes Mal so groß gefeiert werden? 5 Personen und 2 Haushalte ist doch eigentlich nicht so schlecht. Gut, deine Kinder können ihre Cousins nicht sehen - aber es ist ja absehbar, dass Corona auch wieder vorbei sein wird, Impfung usw. ist ja zumindest schon in Aussicht, und man dann die Cousins auch wieder treffen kann. Einem 10 und einem 13jährigen Kind kann man das ja eigentlich erklären. ich würde versuchen, trotz allem positiv ranzugehen und auch das mit den Kindern zu besprechen. So lange von euch keiner krank wird und auf der Intensivstation liegen muss, kann man doch eigentlich aus allem etwas machen. Und die Kinder können lernen, wie man aus einer schwierigen Situation trotzdem etwas Schönes machen kann.

    ich würde mich vorher mit den kindern zusammensetzen und genau das besprechen - dass du befürchtest, dass es "Taliban und Terror" geben wird und es dir mit dieser Aussicht nicht gut geht. Ob sie selbst Ideen haben, dass Ihr auch mit den ganzen Coronaeinschränkungen eine gute zeit haben werdet. was sie sich für diese Zeit wünschen. In dem Alter sollten sie das ja formulieren können.

    Können sie und auch du nicht draußen Freundinnen treffen? Generell würde ich darauf setzen, möglichst viel raus zu gehen, wenn das Wetter es erlaubt. Da sind dann ja auch Kontakte möglich.

    Ansonsten: Zusammen Brot backen. Die Kinder in Haushaltstätigkeiten einbinden. jedes Kind ist am Tag für eine Mahlzeit für alle verantwortlich (und darf aber natürlich die anderen um Mithilfe bitten).

    Aber: Du musst sie nicht bespaßen und bist nicht für ein bestimmtes "Programm" verantwortlich. das können sie doch schon selber schaffen.

    Ich würde auch versuchen, alles so einfach wie möglich zu machen.

    Einer geht mit den Kindern raus, der andere richtet das Zimmer her, kann ja auch schon den Tisch decken und den Baum anmachen, wenn er hört, dass die anderen wieder zu Hause sind.

    Essen hat bei uns am besten geklappt, wenne s etwas möglichst Einfaches war. Frikadellen oder belegte Brote oder irgendwas, was die Kinder mögen und man ohne viel Aufwand hinstellen und dann essen kann.

    Matschhose natürlich ausziehen, aber das kann man ja auch im Flut machen. Dann einfach die normalen Sachen anlassen.

    Wir hatten die Geschenke immer abgedeckt (unter einem Bettlaken).

    Wenn es jetzt nicht die Riesen-Geschenkeschlacht wird, kann man sich doch auch erst ml gegenseitig Frohe Weihnachten wünschen, sich in den Arm nehmen, den Weihnachtsbaum bewundern und dann können die Kinder doch auch erst die Geschenke auspacken, spielen und danach etwas essen.

    Je weiniger starr die Erwachsenen an bestimmten "Abläufen" oder gar einer "Dramaturgie" hängen, die aus irgendwelchen gründen unbedingt eingehalten werden muss, desto schöner wird es.

    Ich besitze keine Kreditkarte und auch kein PayPal-Konto. Ich bin auch nicht so die Internetkäuferin ... aber wenn, dann bestelle ich immer auf Rechnung. Bei den Shops, bei denen ich mal was gekauft habe, gin das auch. Und man konnte auch telefonisch oder per E-Mail bestellen. Aber wenn da snicht geht für euch ... warum gebt Ihr denn überhaupt eure telefonnr. raus? Und entsprechende E-Mails bräuchtet Ihr doch gar nicht beantworten, oder?

    Für mich wäre auch klar: Wenn das Kind Todesangst hätte beim Zähneputzen oder Haarewaschen, dann lieber Karies und fettige Hare. Beides ist nicht lebensbedrohlich. Blutabnehmen zum Ausschließen ernster Erkrankungen (wie z.B. Leukämie) wäre für mich was anderes - dann lieber mit Festhalten Blutabnehmen, wenn das Kind so gar nicht kooperieren kann, eine spätere Spritzenphobie des Kindes in Kauf nehmen (die ja auch nicht bis ans Lebensende bestehen bleiben muss, sondern sich je nach Erfahrung verändern kann).

    Für mich käme es dabei auf Alter und Vernunft des Kindes an. Für mich ist aber auch klar: Ich bin die Erwachsene, ich habe Verantwortung fürs Kind. das Kind kann aus Altersgründen eben viele Sachen noch nicht überblicken und abschätzen (z.B.: wenn ich nie Zähne putze, kann ich evtl. Karies bekommen - für einen Einjährigen etwas viel verlangt). Ich würde auf jeden Fall Zähne putzen und es dem Kind zutrauen, damit klarzukommen, auchkurz mal eine unangenehme Situation auszuhalten, in der die Mutter etwas entscheidet, was das Kind blöd findet. Auch bei dieser Blutentnahme-Situation: Selbst wenn das Kind sich wehrt, sich erbricht, weint - Blut abnehmen dauert 2 Minuten, der Piks und das Festgehaltenwerden ist nicht schön, aber auch nicht so schrecklich, das Erbrochene kann man wegwischen oder halt frische Klamotten anziehen, danach kann man trösten, etwas Schönes machen; ich würde es auch einem hochsensiblen Sechsjährigen zutrauen, das zu schaffen. Und einem einjährigen Kind würde ich auch zutrauen, das Zähneputzen, Nägelschneiden usw. auszuhalten, älteren Kindern auch. Aber das ist mein Gefühl zu meinem Kind. Wenn ich als Mutter das Gefühl hätte: Mein Kind wird es absolut nicht schaffen, Zähneputzen zu ertragen, oder Nägel schneiden, oder die Blutabnahme, auch nicht mit Hilfestellung, Beistand und Trost meinerseits, würde ich schon überlegen, ob es rein theoretisch sein kann, dass ich meinem Kind zu wenig zutraue, aber wenn ich zud em Schluss käme, dass das nicht so ist, dann würde ich vermutlich anders entscheiden und als kleineres Übel dann eben das Risiko von Karies in Kauf nehmen, oder Kratzspuren von langen Nägeln, oder das Nichtabklären einer möglichen Krankheit. Aber wirklich vorstellen kann ich mir das nicht (das Kinder das so gar nicht schaffen können).

    Ich finde so etwas ehrlich gesagt nicht besonders schlimm.

    Klar, kein 6jähriges Kind ist erfreut über eine Blutabnahme.

    Vollnarkose oder Lachgas dafür fände ich aber auch überzogen, macht ja auch kein Arzt.

    Eins meiner Kinder war auch so - ängstlich, empfindsam.

    Blutabhahme wurde so gemacht, dass ich das Kind auf dem Schoß hatte und seine Beine eingeklemmt hatte, damit es nicht strampeln konnte. Die Sprechstundenhilfe hat den einen Arm festgehalten, der Doktor den anderen, er hat das Blut abgenommen. Dauerte alles in allem 2 min, Kind hat gebrüllt, konnte sich aber nicht bewegen, den Arm wegreißen oder so, keiner hat geschimpft, auch der Arzt nicht, als alles vorbei war, wurde das Kind getröstet, gelobt, hat kein Trauma davongetragen. Arztuntersuchungen müssen eben manchmal sein. Wenn es für deine Freudnin so schlimm ist, kann sie ja auch rausgehen und die Blutabnahem Arzt und Sprechstundenhilfe überlassen. Das Kind wird das schon schaffen!

    Ich kenne es auch so, dass an Privatschulen auch Lehrer arbeiten dürfen, die durchs 2. Staatsexamen gefallen sind. Oder die gar keine "richtige" Lehrerausbildung haben.

    Was spricht denn für euch gegen die staatliche Schule? Mein Neffe hat auch Asperger/ADHS und war/ist an einer staatl. Schule bestens aufgehoben. Wenn du so unzufrieden bist, der Lehrerin nichts zutraust und dein Kind nicht in die Parallelklasse wechseln kann, würde ich ihn wechseln lassen. Jedes Kind hat Anspruch auf einen Schulplatzan einer staatlichen Schule.

    Allerdings finde ich auch dein hartes Urteil - dass sie "die ganze Klasse in den Abgrund zieht" - schwierig, wenn du selbst ihren Unterricht noch nie gesehen hast. 6 Zahlen und 6 Buchstaben fände ich für die Zeit bis Oktober auch völlig o.k. Gleich in der 2. Woche ein Gespräch einzufordern hätte ich wohl auch nicht gemacht, sondern vielleicht erstmal abgewartet, wie das Kind sich einlebt, mal beim Elternabend nachgefragt, wie es so läuft. In der 1. Klasse geht es ja erstmal hauptsächlich darum, im Schultag anzukommen, und auch die Lehrerin muss die einzelnen Kinder ja erstmal kennen lernen. Was die Schulbegleiterin erzählt, ist eben auch nur ihr Eindruck. Trotzdem würde ich glaube ich das Kind wohl trotzdem wechseln lassen - auf eine staatl. Schule.