Beiträge von verdandiswort

    kennt jemand plant for the planet?

    Habe heute davon im Radio gehört und finde die Aktion klasse!

    2007 von einem 9-jährigen gestartet - Respekt.

    Das Ziel ist 1000 Milliarden Bäume weltweit zu pflanzen.


    Was habe ich heute gemacht?

    Das Auto in der Garage gelassen und ich überlege nun wo Bäume gepflanzt werden könnten.


    Auf Zeit.de gab es vor ein paar Wochen mal einen CO2 Footprint Rechner.


    Schade, dass die Landwirte nicht am Entwurf mitgearbeitet haben, aber sie können sich im Ministeriumsentwurf einbringen. Mir war überhaupt nicht bewusst, dass das Volksbegehren gegen die konventionellen Landwirte gerichtet sein soll. Das stellt doch nur der Bauernverband so dar, der hat mit der Schwarz-Weiß-Malerei angefangen.

    Unter "alle staatlichen Flächen" hätte ich jetzt nie die Flächen der Versuchsanstalt verstanden, genauso wenig wie Schlossgärten, Parkplätze, Ämtergebäude ;-) Man kann es natürlich übertreiben.

    Der Bauernverband hat sich ewig gar nicht geäußert, und das wenige was der Bauernverband bisher geäußert hat ist eher schwach.


    Die Landwirte selbst sind es, ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend, die sich vorher schon äußerten - ganz viel in sozialen Netzwerken. Irgendwann musste der Bauernverband das aufgreifen.


    Ein Blick durch die Brille eines Landwirtes auf die Webseite des Volksbegehrens reicht da, um zu verstehen: hier geht es gegen die Landwirtschaft.



    Zu den staatlichen Flächen:

    ich musste lange googeln, aber ich bin nicht wirklich fündig geworden.

    Im Gesetzesentwurf steht "Staatliche Flächen sind bereits ab 2020 gemäß diesen Vorgaben [EU- Bio] zu bewirtschaften."

    Der Freistaat an sich ist Eigentümer von etwa 30% des Waldes in Bayern. Rest sind kommunale und private Eigentümer. Bei der landwirtschaftlichen Nutzfläche konnte ich keine vergleichbare Aufstellung finden.


    Soweit ich weiß, besitzt der Freistaat direkt außer den selbstbewirtschafteten Lehr- und Versuchsflächen und Almflächen in den Alpen kaum eigene landwirtschaftliche Nutzfläche. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen sind in privater, kirchlicher und kommunaler Hand. Kommunale und kirchliche Flächen sind fast immer an private Landwirte verpachtet. Beide Verpächtergruppen versuchen seit den letzten Jahren bei der Neuvergabe der Pachtflächen ökologisch wirtschaftende Betriebe zu bevorzugen - ist aber regional unterschiedlich erfolgreich. Mancherorts fehlen einfach entsprechende Biobetriebe.

    Aber der Unterschied ist doch, das es im Kulap als einen möglichen Baustein diese freiwillige Verpflichtung zum Schnittzeitpunkt gibt. Wenn es örtlich sinnvoll ist, Abnehmer für Pferdeheu vorhanden sind. Nicht alle Kulap-Flächen haben eine Schnittzeitpunkt-Verpflichtung.


    Ich finde im Video Bauern und Promis so bezeichnend den Satz von Sepp Braun (Biopionier, durft ich während meiner landwirtschaflichen Ausbildung kennenlernen. Er macht wirklich tolle Arbeit!) (Der link nochmal für youtube https://youtu.be/fxuIo19ssAA )

    Zitat sinngemäß "am Gesetzentwurf da haben nur Naturschützer mitgeschrieben". Und der andere Landwirt vom ABL mit seinem Statement - er hofft auf den Landtag und die Regierung für eine sinnvolle Umsetzung.

    Die Ministerin stellt klar heraus, dass die Gesetzesvorlage unveränderbar ist. Aber auch, dass ein Gegenentwurf für den folgenden Volksentscheid in Arbeit ist.


    Irgendwie kommt mir das fast so vor wie Brexit: Bienenretten ist unser Ziel, der Weg ist uns egal - Augen zu und durch?

    Wobei es ja nicht um die Biene geht, sondern grundsätzlich um die Insekten- und Artenvielfalt, bzw. darum ein staatlich verordnetes Biolandwirtschaftsprogramm durchzuboxen.

    Obwohl auch im ökologischen Landbau nicht alles Gold ist was glänzt. Mein größter Kritikpunkt - nicht am Gesetzesentwurf der Initiative, wohl aber an der Werbestrategie: Ja/nein - weiß/schwarz - bio/konventionell. Der konventionelle Landwirt vergiftet nicht seit 40 Jahren beständig die Umwelt - da wäre schon lange nichts mehr übrig. Auch der konventionelle Landwirt arbeitet mit der Natur, nur manchmal unterscheiden sich die Werkzeuge. Das Unkraut im Getreide beseitigt der eine mit Pflanzenschutzmitteln, der andere mit dem Striegel. Artenvielfalt im Weizenacker ist weder Ziel konventioneller noch Ökolandwirtschaft. Wichtig ist, dass das Pflanzenschutzmittel sachgerecht angewendet wird. Und hier ist klar die Kontrolle notwendig,

    Im Gesetzesentwurf steht zudem, alle staatlichen Flächen sollen ab 2020 biologisch bewirtschaftet werden. Das fände ich fatal, denn auch für die nach 2030 noch verblieben 70 % konventionellen Landwirte in Bayern wäre Forschung und Entwicklung auf den unabhängigen staatlichen Lehr-und Versuchsgütern wichtig.

    Bayern investierte bisher viel in eigene Forschung und vorallem auch landwirtschaftliche Beratung, staatlich, ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Bayerische Bauern waren daher bisher der "Agrarindustrie" nicht vollends ausgeliefert.


    Zurück zu den Bienen, Wildbienen und Hummeln. Kennt ihr Phacelia - Bienenweide?

    Wir haben jedes Jahr eine Ecke im Garten dafür reserviert - und sobald die Phacelia blüht brummt und summt es. Vielleicht mögt ihr mitmachen? Phacelia ist ziemlich anspruchslos, also müsste auch auf Balkon und im Topf wachsen, wenn kein Garten vorhanden. Wir kaufen Saatgut in größeren Gebinden, ich könnte anbieten etwas davon abzugeben. Ab Mai etwa. Bitte einfach melden.


    Edit: Die Ministerin geht auch davon aus, dass die 1 Mio. auf alle Fälle erreicht werden (im Video).

    Danke Jaelle !

    Auf Facebook werben etliche Biobauern für das Volksbegehren.

    Ich wette, der Bauernverband unterstützt hier die Interessen der industriellen Landwirtschaft. Er stellt einfach die Behauptung auf, dass die Bauern weniger Fördermittel bekämen für das was im Volksbegehren als Ziel von der Staatsregierung gefordert wird.

    Wie soll denn die Staatsregierung mit weniger Fördermitteln die Artenschutzziele besser erreichen? Ist doch völlig unlogisch. Die neuen Förderprogramme liegen wahrscheinlich schon in den Ministeriums-Schubladen. Bayern hat momentan Geld übrig, zumindest tut Söder so und die Landwirte sind Stammwähler der CSU.


    Da möchte ich kurz Stellung nehmen.


    Es gibt aktuell in Bayern das KuLaP, ein freiwilliges Kulturlandschaftsprogramm vielen verschiedenen Nachhaltigkeits- und Ökobausteinen. Landwirte, die Bio zertifiziert sind, werden dadurch gefördert und auch konventionelle Landwirte erfüllen Bausteine und erhalten Fördermittel.

    40 % der landwirt. Flächen in Bayern sind aktuell im Programm, freiwillig.

    Wenn es eine gesetzliche Pflicht für alle gibt, fällt dieses sehr erfolgreiche Programm weg.


    Industrielle Landwirtschaft - wie ist das definiert? Der größte Biobauer in dem Landkreis in dem ich studiert habe bewirtschaftet 800 ha Fläche und ist Mitglied im BBV (=bayerischer Bauernverband)

    Straßenränder im Allgäuurlaub: sattes Grün, wie alle Wiesen.

    Da es dort aber dieses Jahr viel mehr Niederschläge gab als in Franken und in einigen Gebieten sogar mehr Niederschläge als im normalen Jahresdurchschnitt würde ich da keine Rückschlüsse ziehen.

    Mein Rückschluss ist:

    Im Allgäu und im gesamten Voralpenraum gibt es immer mehr Niederschläge als in Franken. Dort gibt es satte grüne Wiesen und viel Mais. Grün soweit das Auge reicht. Wiesen werden fünf bis sechs mal im Jahr gemäht. Bei nicht-Nutzung von Wiesen erwarte ich dort hauptsächlich Brennesseln, Ampfer, Löwenzahn, oder indisches Springkraut - Pflanzen die in dieser Umgebung mit den guten, nährstoffreichen Böden und vielen Niederschlägen gut gedeihen. Einsaat von Blühstreifen auf Feldern sehr sinnvoll.


    Im Vergleich dazu in den fränkischen Mittelgebirgslagen: wenig Niederschläge, karge Böden. Landwirtschaftliche Nutzung nur mit Erträgen, welche halb so groß sind wie in den Gunstlagen. Wiesen werden 2- 3 mal im Jahr gemäht, sofern es regnet. Aber es blüht. Auf den Wiesen, an den Straßenrändern.


    Per Gesetz Bayernweit gleiche Vorgaben für unterschiedlichste Naturräume halte ich für falsch.

    Hier gibt es schon seit 2 oder 3 Jahren versuchsweise solche Biotope im Raum zwischen Straße und Feld und es ist beeindruckend, was da nach so kurzer Zeit alles fliegt und kriecht. Schmetterlingsarten, die ich schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe, Käfer die ich glaub ich noch nie gesehen habe etc. Und zwar nur da, nicht auf dem Feld und nicht auf den normalen Grünstreifen.

    Das sind Blühstreifen.

    Diese werden von Landwirten egal ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend freiwillig angelegt.
    Freiwillig! Dort wo es sinnvoll und notwendig ist. Zwischen den satten grünen Wiesen und Maisflächen in landwirtschaftlichen Gunstlagen. Bei Maisanbau für Biogas-Nutzung (regenerative Energie) ist ein Blühstreifen meiner Meinung nach ein Muss. Aber ich einer eher kargen Gegend, wo dank weniger Niederschläge und karger Böden auch im Sommer an Wiesen und Straßenrändern Pflanzen blühen macht eine gesetzliche Verpflichtung zur Nichtnutzung von Flächen die Landwirtschaft noch schwieriger.

    Letzten Sommer hatte ich den direkten Vergleich: Straßenränder im fränkischen Steigerwald, blühen, nicht nur Feldwege sondern auch Bundesstraßen: Wegwarte, Klatschmohn, Doldenblüher, ... solange bis der fehlende Niederschlag die Blüte beendete. Straßenränder im Allgäuurlaub: sattes Grün, wie alle Wiesen.


    Ich möchte zu hinzufügen: Die konventionelle Landwirtschaft ist in den vergangenen 30 Jahren viel nachhaltiger und ökologischer geworden, als in der breiten Öffentlichkeit bekannt ist. Aber jede gesetzliche Verpflichtung beschleunigte in der Vergangenheit auch den Strukturwandel hin zu größeren Betrieben.
    Eine große Veränderung zur "Industrialisierung" der Landwirtschaft in Bayern war der Beginn des Biogas-Booms. Die Erzeugung von regenerativer Energie führte zur Vermaisung, aber nur regional in Maisgunstlagen. Ein weiterer Bau von Biogasanlagen finden kaum mehr statt.

    Langversion oder Kurzversion?


    Mich stört daran soviel!

    Die Forderung "Ziel ist, die landwirtschaftlich genutzten Flächen des Landes nach und nach, bis 2025 mindestens 20 % und bis 2030 mindestens 30 %, gemäß den Grundsätzen des ökologischen Landbaus gemäß der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 in der jeweils geltenden Fassung zu bewirtschaften."

    Liest sich wunderbar.

    Fun Fact dazu: Es ist aktuell nicht überall in Bayern möglich als Milchviehbetrieb neu auf Bio umzustellen und Bio-Milchlieferant zu werden. Warum? Die meisten Molkereien haben einen Aufnahmestoff, da der Biomilchmarkt gesättigt ist.


    Also eine Bitte an alle die sich eintragen: Kauft regional und Bio! Ansonsten ist eure Unterschrift nichts wert.




    Edit: Sollten sich 10 % aller Wahlberechtigen eintragen, kommt es zu einem Volksentscheid über den Gesetzentwurf - außer der Landtag stimmt dem Gesetzentwurf vorher zu.

    Ich greife jetzt mal das Zitat heraus:


    • Morgens im Büro ist es mir egal, ob es hell oder dämmrig ist, da hab ich eh nix von.


    Ist das wirklich so? Der Chronobiologe Roenneberg, welcher heute in der Presse zitiert wurde, argumentierte, dass der Start in den Tag im Hellen wesentlich besser gelänge und damit als Prävention gegen Depression und Burn out die Normalzeit aus wissenschaftlicher Sicht zu bevorzugen wäre.


    (Irgendwo hörte ich heute auch, eine ewige Sommerzeit würde bedeuten, dass unsere Gesellschaft dicker, depressiver und grantiger werden würde... )

    Mein Kind wird demnächst 4, ist seit dem Frühjahr abgestillt und isst in etwa die gleiche Auswahl wie deins. Warm wird komplett verschmäht, Obst geht nur Banane und püriert ein bisschen mehr.

    Abstillen hat keine Erweiterung im Speiseplan gebracht, Mundmotorik - Training bzw. Logopädie brachte bisher auch nicht mehr Variation auf den Speiseplan.

    Er würgt und kotzt immer noch, sollte man versuchen ihm etwas Neues schmackhaft zu machen. Oder er selbst aus Versehen etwas ''Falsches'' erwischen. Dafür war es auch als Baby nie gefährlich, dass er Dinge in den Mund nimmt.
    Meine Erklärung: Sehr große Mandeln - HNO wartet noch etwas ab, denkt aber über OP nach, Rachenmandel auch vergrößert. Sobald er mal wieder erkältet ist, stört ihn beim Essen noch viel mehr ... und die Speisekarte reduziert sich auf Weißbrot und Joghurt.

    Ansonsten bin ich einfach ratlos, Kind 1 war immer schon Allesesser und ich habe bei Nummer 2 nichts anders gemacht, auch bzgl. Stillen.


    Also ich lese hier auch mal mit :)


    Stillen fand ich zum Schluss einfach nur noch Mega anstrengend, an Erkältungs- und Kranktagen hat er auch mit 3 noch versucht vollzustillen und mir einen erneuten Milcheinschuss durchs Clustern beschert. Jetzt vermisse ich an diesen "Garnichts Essen will Tagen" die Stillmöglichkeit schon ein bisschen.

    Naja, genau. Bei Pamela lea liest sich das aber so, als widerspräche sie ohne Lektüre des Artikels allein meiner Einlassung über das "Gejammer". Genau das aber steht ja im Artikel. Nontheless verstehe ich eh nicht, wieso man konventionell Milchvieh hält oder sonstwie versucht, als kleiner konventioneller Betrieb in der Landwirtschaft zu überleben. Aber das ist ein anderes Thema.

    Da möchte ich ganz kurz offtopic einhaken:

    Hier in Bayern gibt es lange Warteliste bei den Biomolkereien.

    Einfach mal Umstellen klappt nicht, die Molkereien haben keine unbegrenzten Absatzmöglichkeiten für ihre Bio-Produktschienen.


    Für unsere Gegend (Fränkische Platte, trockenerprobt) wäre aktuell Bio mit noch größeren Dürreverlusten verbunden, da im Biolandbau viel mit Pflug auf dem Acker gearbeitet werden muss, diese Bodenbearbeitung aber ein starker Eingriff in gewachsene Bodenstruktur ist und somit den Wasserkapillareffekt behindert.


    OnTopic: heute Nacht gab es Gewitterleuchten in der Ferne, den ganzen Vormittag über bedeckter Himmel - Regen war nicht dabei.

    Aber die Luftfeuchtigkeit hat sich spürbar erhöht. Schwitzen ohne Bewegung klappt prima.