Beiträge von Trin

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    Hallo,


    Ich unterschreibe komplett bei Trin , auch zu den eingewanderten Redewendungen aus dem Englischen. Die gab es in meiner Region (Nordost) „früher“ nicht. Besonders fällt mir das auch bei „weil“-Konstruktionen auf, die inzwischen fast nur noch nach dem englischen Satzbau zu hören sind. Noch kämpfe ich dagegen an bei mir und den Kindern, aber den Kampf werde ich verlieren😂.

    Und ja, hier heißt es ausschließlich „zu Weihnachten“ und „zu Ostern“ etc.


    "Etwas macht Sinn" wäre bei mir in der Schule sicher noch angestrichen worden. So wie ""Ich mach die Treppe runter" statt "ich gehe" oder "Ich tu mal den Müll raus bringen".


    "Weil" statt "denn" schleicht sich auch immer mehr rein, auch "Ich bin am...." (Ich bin am lesen, ich bin am putzen" oder gar "am ... mache". (Ich bin am Hausaufgaben machen, Ich bin am Essen machen).


    Ich sag ja nicht mal, daß es "falsch" ist, aber es ist/war für mich eben ungewohnt.

    Inzwischen wundert sich ja kaum noch jemand über Formulierungen wie "Das macht doch keinen sinn" oder auch "Ich habe jetzt erst realisiert, wer hinter diesem Nick steck" o.ä.

    Warum sollte man sich über diese Formulierungen wundern?


    Weil das Formulierungen sind, die erst in den letzten Jahren in die allgemeine deutsche Sprache reingewachsen sind. Ich bin alt genug, um mich darüber "noch gewundert zu haben". ;)


    Etwas "realisieren" hieß zu meiner Kindheit noch "etwas geplantes umsetzen, es wirklich, also "real" machen" aber es hatte nicht die Bedeutung von "etwas verstehen, etwas begreifen". Das ist eine Bedeutungs-Übertragung aus dem englischen.

    Genau so: "Das macht keinen Sinn". Das ursprüngliche "Das ergibt keinen Sinn" bzw. "Das ist nicht sinnvoll" wird durch die wörtliche Übersetzung aus dem englischen "It makes (no) sense" ergänzt (vielleicht auch irgendwann ersetzt).

    Hallo,


    Stecken wären hier lange dünne (meist Natur)Hölzer.


    Stöcke dagegen können kurz oder lang und dick oder dünn sein. Unter einem stecken würde ich mir niemals einen kurzen dicken Stock vorstellen oder ein kurzes Ästchen zum Feuermachen o.ä. , während ein Stock durchaus auch ein langer dünner Wanderstab/Wanderstecken sein kann.


    Gibt es echt Regionen wo man da beides mal zu oder an sagen würde?


    Meistens "zu", aber immer öfter auch "an". Ähnlich wie Preschoolmum schreib "Wir starten zu oder an Ostern mit diesem Projekt, Abgabetermin wäre zu oder an Ostern" , das "an" aber eher da, wo jemand "dienstlich" wirken will (also so in etwas "In 2021...haben wir dieses Projekt begonnen"

    Normalerweise heißt es aber "wir treffen uns zu Ostern, ich wünsche mir zu Weihnachten, zu Pfingsten hab ich Urlaub... " - da passt für mich auch nie "an".


    Ich denke, es gibt generell viel mehr Sprachvermischungen (Umzüge, Vermeidung des Dialektes) und Sprache wandelt sich auch ständig.


    Inzwischen wundert sich ja kaum noch jemand über Formulierungen wie "Das macht doch keinen sinn" oder auch "Ich habe jetzt erst realisiert, wer hinter diesem Nick steck" o.ä.

    Hallo,


    Was sagt man denn statt „an Ostern“?


    Zu Ostern/Weihnachten.

    "An Ostern" hatte ich für eine falsch verwendete Grammatikübertragung gehalten (at christmas). #schäm

    So wie "In 2021 ..." statt "im Jahr 2021..." oder einfach nur "2021... " oder "das macht (keinen) Sinn oder auch 2Da habe ich erst realisiert" (im Sinne von Verstanden).


    Dafür hatten sich im Studium mal Leute wegen der Bewertung einer Aufgabe rumdiskutiert. Sie meinten fest, "die Bach" wäre genau so richtig wie "der Bach". Als Beweis brachten sie Aufsatzhefte (Oberstufe) mit, in denen der Lehrer, der den gleichen Dialekt sprach, "Wir gingen an die Bach" nicht als falsch angestrichen hatte.


    Ich habe kalt, ich bin gesessen, klingt für mich auch falsch. Allerdrings habe ich das auch das erste Mal im Leben von jemandem mit nicht-deutsch-Muttersprachlichem Hintergrund gehört bei dem solche Verwechslungen einfach vorkamen, so daß für mich klar war, daß es daran liegt. Daß es an dem Dialekt liegen könnte, die diese Person beim Deutsch-lernen umgab, ist mir erst viel später in den Sinn gekommen.

    Hallo,


    Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich getuppert werden #tuppern:
    Ich würde mich in diesem Fall über den Wunsch des Babys nach Autonomie hinweg setzen und es ganz normal wickeln. #angstDie Maus ist mit 11 Monaten einfach noch zu klein, um deine ganzen Erklärungen zu verstehen und zu kooperieren.



    Prinzipiell bin ich auch der Meinung es gibt einige Situationen (wenn auch weniger als man oft denkt), in der der Erwachsene einfach wirklich weiß, was fürs Kind besser ist und handeln muss. Und ja, das darf das Kind Mist finden und auch sehr vehement äußern. Bin ich überzeugt davon, daß das was ich tue der einzige Weg ist, kann und muss ich das aushalten.


    Aber je nach dem wie "vehement" das Kind veranlagt ist, kann das aber auch schon bei einem 11-Monate altem Kind in einen echten körperlichen Kampf ausarten, der nur mit sehr viel Krafteinsatz "gewonnen" werfen kann. Und das mehrmals täglich....?


    Das ist ähnlich wie beim Zähneputzen - ich bin immer fasziniert, wenn Eltern schreiben, sie hätten ihrem Kind unter allen Umständen die Zähe geputzt, auch wenn das Kind sich wehrt - aber GEWALT hätten sie natürlich nicht angewendet.

    Bei meinen wäre das nicht möglich gewesen.


    Und sobald "Körpereinsatz" nötig war (da, wo es aus unserer Sicht wirklich lebenswichtig war), führte das auch nicht dazu, daß sie nachgaben, auch nicht nach ein paar Wochen oder Monaten, leider.


    Von daher verstehe ich es sehr gut, wenn man Wege such, die einen nicht erst in so eine Spirale rutschen lassen.


    Allgemein:

    Ich kann mir vorstellen, daß es das Kind auch unter Drucks setzt, wenn gleich 2 Erwachsene an ihm rumhandtieren. Wenn man eh schon emotional an der Grenze ist, baut das eventuell noch mehr Druck auf? Vielleicht doch alleine und mit viel Geduld versuchen... auch wenn es länger dauert. (Erst mal nur das grobe weg, damit das Bad nciht verschmiert, dann irgendwas spielen und ev. och mal für den Rest kurz drüberwischen, ehe man irgendwann eine neue Windel ran macht)

    Wie schnell wird es denn wund? Muß es immer komplett perfekt sein? Nicht falsch verstehen, ich plädiere nicht dafür, daß Kind verdreckt herumlaufen zu lassen, aber vielleicht reicht es ja, die Sache für ein paar Tage etwas entspannter anzugehen und "optisch sauber reicht" gelten zu lassen...


    Ich wünsch euch eine gute Lösung...

    Hallo,


    Ist es möglich , zu erkenne, wann sie groß muss und ihr dann das Abhalten anzubieten? Sicher braucht es eine Gewöhnungszeit und vermutlich klappt es auch nicht jedes Mal - aber wenn ein paar der Stresssituationen so aufgefangen werden könnten, wäre das doch schon ein Gewinn.


    Konsequent sofort wickeln, damit sich gar nichts erst "breitstitzt" macht ihr vermutlich schon.


    Ansonsten kann man wohl nur immer wieder neu rumprobieren, was heute klappt, kann morgen Katastrophe sein und andersrum...


    Alles Gute, Trin

    Hallo,


    Im Gitterbett haben nur 2 unserer Kinder geschlafen und das bis maximal etwas über ein Jahr und nur für den Mittagsschlaf. Danach (eigentlich schon so ab 10 Monaten) sind sie sowieso ständig rausgeklettert und dann war es uns einfach zu gefährlich, unabhängig davon, ob es von der Größe her noch gepasst hätte. Dann lag die Matratze ohne "Umrandung" neben dem Elternbett. Das bot mehr Platz und keine Verletzungsgefahr, so war es für alle angenehmer.


    Als wir das Schlafzimmer umgebaut haben, hatten wir 3 Bodennahe 1mx2m Matratzen - Platz genug für mehrere Familienmitglieder und keine Absturzmöglichkeit durch Gitter.

    (OK, für 6 Leute wurde es dann doch wieder eng, da lang dann noch eine Matte oben quer)


    Ich würde wohl eher dazu tendieren, ein Bett im Eigenbau einzupassen als ein Gitterbett zu kaufen. Dann kann der Bettanbau später ja im Kinderzimmer zur Kuschelecke oder zum Sofa werden.

    Hallo,


    Ganz unterschiedlich. Als mit 10 definitv noch, da waren sie noch ganz intensiv dabei.

    Die großen insgesant länger, ich glaube, sie hatten zum einen das Bedürfnis, zum anderen hatten sie einfach immer die Jüngeren Geschwister oder auch Klassenkameraden (Jahrgangsübergreifende Klassen auch bei den Großen), für die/mit denen sie spielten.

    Mit 13 aber eher nicht mehr, zumindest nicht Sachen wie Playmobil oder so etwas (Barby hatten wir nicht). Aber weg durften die Sachen noch lange nicht. Wobei ich weiß, daß eine Tochter noch in der 7. Klasse Schleichferde mitgenommen hat, um sie in der Freiarbeitszeit um sich rum aufzustellen und in der Pause damit zu sielen 2Weil die Kleinen (Fünftklässler) sich da freuen und gerne mitspielen"


    Auf Arbeit bekomme ich mit, daß die Spanne da sehr groß ist, bei den Viertklässlern sind einige noch so richtige Spielkinder und versinken in ihren Welten. andere bauen intensiv Lego...

    Andere erzählen stolz, daß sie jetzt ein Jugendzimmer haben und kein Spielzeug mehr und das Wichtigste ist dann oft der Laptop und die richtigen Spiele darauf.


    Und ja, mit viel es schwer, Abschied zu nehmen. Wenn sie ausmisteten und mir ehemals heiß geliebte Kuscheltiere, Spieldinge, Bücher o.ä. gebracht wurden "Kannst du da auf Arbeit brauchen? Sonst kann es weg..."


    Da hinkte diese Mutter hier immer ihren Kindern etwas hinterher...

    Hallo,


    "Stöcker" hab ich erst hier im Forum kennengelernt und dachte damals, es wäre ein Verschreiber. So was fällt mir auf und klingt/liest sich für mich "falsch".


    Andere Sachen eher nicht, im Hörbeispiel musste ich mehrmals hinhören, um, zu verstehen, was gemeint ist. Vielleicht, weil in meiner Kindheit, viele Kinderfilmen so ähnlich gesprochen wurde?


    Ich finde es übrigens oft schwer zu unterscheiden, was wirklich Dialekt ist und was ... andere Gründe hat, keine Ahnung, wie sich das dann nennt.


    Hier sagen manche Leute "Bei die/bei de" . Bsp: "Geht ihr heute bei de Entchen?" bzw. eigentlich "Gehder heide beide Entchn?") . Ist das nun tatsächlich Daialekt - oder schlicht falsch? Der Kartoffel, die/de Bach, frühs ... "Mir spieln nachords mim Garl an de Bach, Muddie" "Ar zum Ahmbrohd seider widder da, mir essen heud ä bissl zeidchor!"


    So spricht eigentlich kaum noch jemand, aber einzelne Formulierungen schleichen sich schon hier und da rein.


    Wie gesagt, das was im Film gesprochen wird, klingt für mich nicht "falsch" und irgendwie vertraut, so wurde in den DDR-Filmen oft gesprochen und für mich war es damals als Kind ganz allgemein "berlienerisch" .


    Für meine Ohren klingt das eher als falsches Deutsch.


    Ich würde z.B. in dem Satz sagen: "Wie" und nicht "als". NB oder "klingt das nach schlechtem Deutsch". Oder einfach nur "für mich klingt das falsch". Aber "als" an der Stelle kling tatsächlich "falsch"

    #angst

    Ich bin noch nicht so lange hier im Forum aber ehrlich gesagt schrecken mich solche Aussagen ab, hier nochmal etwas zu schreiben oder zu fragen. Offensichtlich ist nur Hilfe bei existentiellen Problemen erwünscht? Oder gibt es irgendwo für mich nach lesbare Regeln, welche Fragen erlaubt sind und welche nicht? Was bei mir dann aber die Frage aufwirft, woher dann die vielen Plauderthemen "Ich brauche einen neuen Staubsauger" und ähnliches kommen?


    Ne, frag ruhig weiter. Und klar darf man auch sagen, wenn man bestimmte Läden/Farben/Schnitte... nicht mag. Aber vielleicht etwas sensibler ausgedrückt ;)


    Denn für viele hier ist es finanziell nicht machbar, alles in Bioqualität zu kaufen und da sind Enstings und co. nicht das Schlechteste (Meine sind ja schon groß und ich will auch gar keine Werbung machen, aber Ernstings gehörte oft mit zu den Sachen, die tatsächlich durch 4 Geschwister und dann noch weitergegeben werden konnten - also schon irgendwie auch nachhaltig, während manche teuren Wollsachen z.B. nach dem ersten Kind schon recht verwaschen aussahen oder gar nicht vertragen wurden, es ist wie vieles im Leben halt nicht schwarz-weiß... )


    Was den "Subtext" angeht, den jemand erwähnt hat - dazu hatte ich ja auch schon was geschrieben - es gibt ja viele Gründe für das "viel schenken".

    Bei dem was du über die Oma geschrieben hast, scheinen es mir aber, als ob ei euch keine vordergründig negativen Botschaften dahinter zu stecken, sondern daß es für sie wirklich eine Form der Zuwendung, des "Freude machen wollen" ist.


    Allgemein stimme ich Hagendeel zu - sehr viel macht für die Kinder auch aus, wie ICH zu etwas stehe. "Ertrage" ich das Schenken äußerlich tapfer lächelnd und innerlich zähneknirschend, rege mich aber hinterher innerlich oder auch äußerlich auf oder bin enttäuscht, weil ich mir vom Geld der Großeltern andere, bessere Geschenke erhofft hätte (um mal 2 Extreme zu nennen, die so ausgeprägt sicher nicht vorkommen, hoffe ich) , wird es beiden Kindern anderes bewirken als wenn ich es als eine der Formen ansehe, in der sie "Liebe" zeigen (auch wenn sie manchmal danebenliegen).


    Mein Eindruck ist, daß bei der älteren Generation "Liebe zeigen" oft sowieso öfter mal über Materielles läuft und "schenken KÖNNEN" als sehr positiv empfunden wird - weil "Mangel kennen" noch viel näher war als heute (zumindest in deren Elterngeneration). Kann aber auch sein, daß das sich inzwischen geändert hat (Ich bin ja schon älter) . Auch das machte es mir - irgendwann - leichter es gelassener zu sehen.

    Hallo,


    Man kann nicht wissen wie es läuft...


    Ja, man kann Vermutungen anstellen, aber wirklich wissen kann man es nicht. Da spielt einfach zu viel rein, wie das Kidn sich entwickelt, der Freundeskreis, an welche Pädagogen es gerät usw.


    Darum würde ich wie geschrieben für JETZT entscheiden, mit der Option,. die Entscheidung auch wieder zu ändern, wenn es das Bessere scheint.


    Welcher Abschluss am Ende "besser" im Sinne von "nützlicher" ist, weiß keiner. Kommt ja drauf an, wo es danach hingehen soll und welche Möglichkeiten es bei euch da gibt.


    Wie gesagt, hier bei den Kids 2x guter und 1x superguter Realschulanschluß + "aufgesatteltes" Abi, 2x mit ziemlich guten Leistungen, 1x - wir werden sehen (Das ist die Kategorie "nicht-fleißiges Kerlchen, kommt aber bisher passabel durch" ;)

    (Und 1x sehr guter Realschulabschluss, dann Ausbildung nach einem "Umweg", weil der für diesen jungen Menschen so angebracht war.)

    Keiner kann sagen, wie es ausgesehen hätte, wären sie gleich aufs Gymnasium gekommen. Bei einem Kind denke ich, es wäre rein schulisch auch da glatt durchgekommen - aber dieses Kind wollte am klarsten von allen NICHT aufs Gym.


    Obwohl bei uns "auf dem direkten Wege" generell alle G8 machen (schon immer und so wird es vermutlich auch bleiben) , fand ich das zusätzliche Jahr kein Problem und meine Kinder auch nicht. Am Ende wird im Laufe des Lebens vermutlich selten einer fragen, ob sie das Abi mit 18 oder 19 gemacht haben. Selbst dann nicht, wenn es erst mit 20 wäre (passiert ja auch sonst manchmal, wenn jemand wiederholt).


    Daher wie gesagt - so gut es im Moment geht schauen und rumfragen und "für jetzt" entscheiden...


    Schwierig und viel zu früh ist es sowieso. #hmpf

    Hallo,

    Bei ihrem letzten Absatz muss ich trin jetzt mal ganz vehement widersprechen.


    Du widersprichst doch gar nicht mir, sondern den Erfahrungen meiner Mutter als Lehrerin am Gymnasium ;)


    Und die haben nun mal besagt, daß Kinder, die mit relativ moderatem Lernaufwand (von "niemals lernen und komplett ohne jeden Fleiß" war ja keine Rede) in den Grundschuljahren mit großer Wahrscheinlichkeit ganz gut durchs Gymnasium kommen, während Kinder, die durch viel zusätzlichen Aufwand (Nachhilfe, sehr viel zusätzliches lernen zu Hause) sich da trotzbesserer Vornoten teilweise schwerer tun.


    IHRE Erfahrung war eben, daß Schüler/innen, die ihre sehr gute Leistungen (1- 2) in Klasse 4 vorrangig zusätzlichen Aufwand hatten, nicht selten irgendwann an ihre Grenze kamen (und nicht immer damit gelassen umgehen können), während Schüler/innen die mit moderatem Aufwand gute Leistungen (1-3) hatten nicht unbedingt schlechter dastanden. Daß man eben NICHT nur nach den Zahlen auf dem Papier gehen kann, gerade weil die Anforderungen der Grundschulen sehr verschieden sind und daß die emotionale Voraussetzung >(Umgang mit Stress, Umgang damit, wenn es doch mal keine Supernote wird...) auch eine Rolle spielt.


    Daß es für die allermeisten Schüler/innen nicht ohne Fleiß und häusliches Lernen gehen wird, ist auch klar, das hatte ich ja auch geschrieben, ganz im Gegenteil. (dieser Punkt war für meine Tochter z.B. einer der Gründe, nicht ans Gymnasium zu gehen, sie hatte erlebt, wie Freundinnen Sport, Instrument, Pfadfinder... aufgaben. mit der Begründung "durch die Schule leider keine Zeit mehr dafür" - aber auch da, das kann bei jedem Kind und auch jeder Schule anders sein, das war eben IHRE Erfahrung)


    Das sind allgemeine Erfahrungen, es heußt ja nicht, daß es bei einzelnen Kindern nicht auch anders laufen kann. Und natürlich spricht die Herkunftsschule auch mit rein (darauf bezog sich z.B. das oben geschriebene: Was für die einen FÜR eine Schule sprach, sprach für uns teilweise dagegen).


    Es kommt auch sehr darauf an, was das Kind will. Ein Kind, schulisch daß gut, aber vielleicht nicht hervorrangend ist, dem das Lernen insgesamt relativ leicht fällt, und das zusammen mit der Freundin aufs Gymnasium möchte, nicht zu lassen, ist aus meiner Sicht genau so problematisch wie ein Kind, daß notenmäßig mittendrin hängt, aus Sorge, daß es mal kein Abi hat, aufs Gymnasium zu drängen. (Aber selbst da spielen andere Sachen mit rein, falls z.B. eine der Schule eine "geht für uns gar nicht"-Schule ist, das gibt es ja auch).


    Am Ende hängt es sowieso vor allem an der jeweiligen Klassenzusammensetzung und an den jeweiligen Lehrer/innen.


    Lene804


    Vielleicht könnt ihr euch ja bei der Entscheidung vor Augen halten, daß es, auch wenn es manchmal so scheint, ja nicht "für immer" festgemauert sein muss und das auch dem Kind so vermitteln? Ihr nehmt die Schule, die euch gemeinsam im Moment als die bessere scheint und lasst dabei viele Aspekte mit reinspielen, da zählt der Abschluss mMn genau so wie die Freundin, der Weg, die Theatergruppe oder so was.... (Manchmal kann da eine ganz konkrete Leiste helfen, wo man aufschreibt, was für die eine und was für die andere Schule spricht und es dann ganz persönlich gewichtet.)

    Und daß ihr im Gespräch bleibt und sie wechseln kann, wenn es an irgend einem Punkt wirklich nicht passt.

    Das macht ein "Wir versuchen es mit Schule A oder mit Schule B" vielleicht etwas leichter und weniger bedrückend...


    Alles Gute.

    Hallo,


    Ich würde verschiedenes in die Überlegungen einbeziehen:


    Wie sind die Wege? Wer würde mit hinwechseln? Welche Unterstützungen werden angeboten, wenn es doch mal irgendwie hakt?

    Was bieten die Schulen wenn nicht gerade Corona ist, "drumrum" an (AGs, Interessengruppen, Theater, Chor, sonstige Angebote), ist da einiges dabei, was meinem Kind Freude macht, was sie Schule zu SEINER/ IHRER Schule machen kann? Findet sich dazu im Internet was? Was sagt die Schule dort über sich selbst, was sind ihre Schwerpunkte? Klar sagen und schreiben kann man viel, ob es auch umgsetzt wird, ist etwas anderes, aber so eine Tendenz ist ja schon da.


    Hat das Kind außerhalb der Schule ein Hobby, das Zeit braucht? Das schließt sich mit Gymnasium nicht aus, nicht falsch verstehen, aber ich hab leider mehrmals im Umfeld erlebt, daß Kinder dann doch das Instrument oder den Sport aufgaben, weil die Zeit fehlte (Das kann natürlich auch an der Realschule passieren).


    Was sagen andere über die Schule? Ich weiß,. das ist alles gerade schwierig, aber vielleicht findet sich da jemand?

    Nicht nur zufrieden/unzufrieden sondern was genau? Uns ging es so, daß das, was einige an einer Schule toll fanden, für uns ziemlich das war, was eher gegen dies Schule sprach, aber dazu musste man "zwischen den Sätzen hören" sozusagen. Und was andre an einer anderen Schule kritisierten für uns FÜR diese Schule (natürlich gabs auch viele, die diese Schule gut fanden. das waren in der Regel Leute, die in der Beziehung ähnlich gestrickt waren wie wir)


    Der eigentliche Abschluss wäre für mich zweitrangig, aber das kommt ja auch darauf an, wie es im eigenen Bundesland geregelt ist. Zumindest in unserem Bundesland kann man auch nach dem Abschluss der Realschule auf verschiedenen Wegen Abi machen. Fachabitur, an ein Regelgymnasium wechseln (dort Klasse 10 wiederholen, aber was solls, anderswo machen alle das Abi regulär erst nach 13 Schuljahren), alle die ich kenne, die das gemacht haben, sind gut zurechtgekommen. Oder eben berufliches Abitur (dauert 3 Jahre, schließt mit Vollem Abi + Zusatzquali ab) usw.


    Diesen Weg haben 3 meiner Kinder gewählt und sind froh drüber. Sie wollten an einer bestimmten Schule auf eine bestimmte Weise lernen und haben dann eben das Abi rangehängt, weil sie es so wollten.

    Bei bestimmten Berufen ist es auch möglich, nebenbei in der Ausbildung das Fachabitur zu erwerben und so weiter.


    Andererseits gibt es Schulen egal welcher Art, auf die ich ein sensibles Kind nicht gerne schicken würde, sei es wegen dem sozialen Miteinander (das ist nicht von der Schulform abhängig), sei es wegen den Leistungserwartungen (in jeder Richtung) ...


    All das wäre für mich ein Grund zu schauen, was JETZT für mein Kind passt und weniger nach dem "später mal". Aber wie gesagt, ich weiß nicht, wie das anderswo ist.


    Meine Mama war Lehrerin am Gymnasium und sie war der Meinung: Ein Kind, daß ohne große Hilfe und ohne allzuviel zu zusätzlich zu lernen (Also vor einem Test schon mal ins Heft schauen, aber halt nicht tagelang büffeln) von außen mit guten Leistungen und viel Gelassenheit, wenn es doch mal nicht so toll läuft durch die Grundschule rutscht, kommt auf dem Gymnasium mit großer Wahrscheinlichkeit gut zurecht. Bei einem Kind, daß mit sehr viel Lernen und Üben sehr gute Leistungen hatte oder/und sich selbst schnell unter Druck setzt, kann das schon anders aussehen, weil man irgendwann nicht mehr alles mit Fleiß erarbeiten kann.


    Schwere Entscheidung und ja, viel, viel zu früh, leider...

    Alle Gute.

    Hallo,


    Vielleicht hilft hier auch der Perspektivwechsel - wie wäre es für mich, wenn ich mal ein Enkelkind habe und diesem etwas mitbringen möchte, was ich einfach schön und passend finde - und dann wird es mir von den Eltern (also meinen Kindern/Schwiegerkindern) verboten. ich wäre glaube ich ziemlich traurig .. und denk deshalb auch, das ist es nicht wert.


    ich habe durch meine Erfahrungen und vor allem durch viele Jahre Forum gelernt, daß ich da seeeeehr vorsichtig sein werde,. Auch was Schwiegertöchter oder Schwiegersöhne angeht (dazu gibt es ja auch regelmäßig Stränge über "furchtbare" Geschenke...)

    DEN Fehler will ich mal nicht machen, ich werde nachfragen und wahrscheinlich auch nur zu festgelegten Anlässen schenken.


    Aber ich bin sicher, ich werde andere Fehler machen, vermutlich jede Menge. Oder vielleicht sagen meine Kinder mal: Schade. daß die Oma/Mama/Schwiegermama Trin nie einfach so selber mal Geschenke aussucht, sondern immer nachfragt, was wir für uns/fürs Kind haben wollen. Die andere Schwiegereltern/Großeltern haben immer so tolle eigene Ideen und die denken auch zwischendurch mal ans Kind, wenn sie was nettes sehen und schenken dann einfach so was. Macht nix wenn es mal nicht so passt, aber sie meinen es ja lieb ...."

    #zwinker

    Hallo,


    In einem liebevollen Setting werden (die meisten) Kinder sicher auch durch (zu) viele oder unpassende Geschenke allein keine habgierigen, berechnenden Egoisten - übertrieben ausgedrückt.

    Vielleicht stimmt das für die meisten Kinder. Vielleicht wäre meine Tochter tatsächlich von selbst von diesem Trip wieder runter gekommen? Vielleicht war ich zu ungeduldig. Aber die Anzeichen in diese Richtung waren so deutlich, dass es mir zu heftig wurde. Wenn ich nur zu ungeduldig war hatte ich aber zumindest perfektes Timing, denn bis heute wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass es nur eine Koinzidenz gewesen sein könnte und keine Korrelation #weissnicht


    Ich kenne dein Kind nicht und erst recht nicht euer "gesamtes Setting". Wie es gewesen wäre, hätte es nie großartig Geschenke gegeben oder wie es sich entwickelt hätte, ohne einzugreifen, wird keiner wissen. :)


    Wie gesagt, meine Erfahrung ist, daß viele Kinder ganz unabhängig von den Voraussetzungen eine "Sammelphase" durchmachen und daß "haben wollen", nachfragen, einfordern, Nein aushalten ... dazugehört. Bei den einen mehr, bei den anderen wenige, aber irgendwie gehört es zum Lernprozess dazu, genau so wie "behalten vs. teilen" usw.


    Und natürlich darf man entscheiden: ICH mache es nicht so, bei MIR gibt es XY nicht. Oder nur manchmal. Und natürlich darf man auch mit Schenkern reden, wenn man es zu viel findet. Idealerweise findet man einen Konsens. Wenn nicht, ist halt die Frage auch, wie die Beziehung aller Beteiligten ist, ob z.B. ein Verbot da mehr kaputt als gut macht usw.

    Da spielt einfach zu vieles rein, als daß es eine reine "Aus A folgt B"-Sache wäre. Danke ich zumindest.


    Am Ende macht es jeder so, wie es sich für die eigene Familie in der aktuellen Situation richtig anfühlt. Ich wünsche mir im Rückblick, ich wäre "weicher" gewesen, gelassener, entspannter, weniger besorgt ums "Prinzip", zumindest in meinem Denken (gesagt hab ich meistens nicht so viel). Aber das sind halt nur meine eigenen Erfahrungen mit meinen Kindern bei anderen ist es anders...

    Hallo,


    Mhm, ansonsten geht es wohl auch um meine Mentalität. Ich denke mir dann halt, dass es doch schade ist, daß die Oma jetzt dafür Geld ausgegeben hat und von uns wird das nicht richtig wertgeschätzt bzw genutzt. Also das es schade um das ausgegebene Geld ist. Ja, ist nicht mein Geld und die Oma ist eine erwachsene Person, die das selbst entscheiden kann. Aber trotzdem.

    Ich hatte es auch anfangs versucht, habe gesagt, dass ich bei Babykleidung eigentlich auf einen gewissen Textilstandard achte wegen Schadstoffen und so. Eigentlich in der Hoffnung, dass dadurch weniger, aber etwas hochwertigere Sachen gekauft werden. Es gab dann einmal ein Set einer Biomarke, allerdings mit der unüberhörbaren Beschwerde des Opas, dass diese Biosachen ja unverhältnismäßig teuer seien. #flop Naja, die Idee war ja auch, lieber 1 davon als 10 Teile vom anderen zum insgesamt gleichen Preis, aber egal.

    Danach waren wir dann schnell wieder bei den "günstigen" Sachen.


    Hm, aber die Großeltern sind doch erwachsene Menschen. Sie dürfen doch entscheiden wofür sie IHR Geld ausgeben, auch wenn WIR es dafür nicht ausgegeben hätten. Klar dürfen wir uns wünschen, sie würden dafür lieber für uns oder für sich selber X oder Y kaufen. Wenn sie aber trotz entsprechender Hinweise von uns entscheiden, daß es Z fürs Enkelchen ist, dann ist es eben so.


    Ja, ärgerlich ist es, wenn man sich drauf verlässt und dann ohne was dasteht (wie jemand mit dem Schneeanzug schrieb), aber wenn man die Erfahrung mehrmals gemacht hat, weiß man daß man sich doch auf sich verlassen muss und alles andere halt "Bonus" ist - der kommt oder auch nicht. Schade aber auch da - ist halt so.


    Wir entscheiden anhand unserer Prioritäten, was mir mit unseren Ressourcen (finanziell, zeitlich...) tun, andere anhand ihrer Prioritäten über die ihre Ressourcen..

    Ist manchmal nicht leicht auszuhalten, aber ich glaube, das geht unseren Eltern mit uns nicht ja anders... Und wird uns mit unseren Kindern, wenn sie älter werden, auch nicht anders gehen, Und ihnen mit uns...


    Da wo es wirklich kollidiert, muss man Lösungen finden, idealerweise gemeinsam, wenn es nicht geht, für sich selbst.


    Nicht immer einfach, aber irgendwie gehört es wohl auch zum "erwachsen werden" dazu, dem anderen SEIN "erwachsen sein" zuzugestehen ... Das ist mir lange Zeit ziemlich schwer gefallen...

    Hallo,

    Trin ja, das stimmt schon. Bzw ist es jetzt besser, weil weniger geschenkt wird. Dafür ist anderes jetzt schwieriger, weil die Kinder nicht mehr alles mit sich machen lassen. Da kommt die Manipulation anders zum Tragen.


    Was es vor allem eigentlich gar nicht bräuchte, denn wie gesagt - wir haben großes Glück mit überaus interessierten und engagierten Großeltern, die Kinder lieben sie heiß und innig, es hätte die Geschenke dafür gar nicht gebraucht


    Mein Papa hat die ständigen Bonbons auch nicht "gebraucht", um ein toller Opa zu sein. Meine Mama nicht die 10 nie getragenen Unterhemdchen mit Pferdchen drauf, um als Oma geliebt zu werden.

    Aber sie haben aufs Ganze gesehen auch nicht geschadet und das ist die Hauptsache.


    Das ist das, was ich oben meinte - die Geschenke allein machen das Problem nicht und andersrum wird das Problem mMn in den allermeisten Fällen nicht gelöst, wenn man das Schenken als solches verbietet. In einem liebevollen Setting werden (die meisten) Kinder sicher auch durch (zu) viele oder unpassende Geschenke allein keine habgierigen, berechnenden Egoisten - mal ganz übertrieben ausgedrückt.

    Und wenn die Beziehung krieselt - egal ob zwischen Oma und Kind oder den Erwachsenen untereinander, wird es leider auch komplett ohne Geschenkeflut nicht einfach sein, da findet sich immer etwas, was knirscht.


    (Bei emotionaler Manipulation bin ich aber z.B. durchaus deutlich geworden, selbst dann, wenn sie "gut gemeint" bzw. "dem Kind zuliebe" gemeint war - und komischerweise war da das Deutlich werden für mich viel schwieriger als mich über "unpassende" Geschenke zu ärgern... schon komisch... )

    Hallo,


    Hagendeel da haben wir glaube ich sehr unterschiedliche Auffassungen. Oder ich sehe das als Mutter eines Kleinkinder einfach noch aus einer ganz anderen Perspektive als du, weil mein Kind eben bisher keine von mir unabhängige Beziehung zu den Großeltern hat, weil es noch keine Alleine-mit-Oma-Zeit gibt. Vielleicht ändert sich das mit zunehmendem Alter des Kindes, aber ich denke eher nicht.


    Klingt nach einer wirklich lieben Oma, die einfach ihre Liebe über einen weiteren Kanal auslebt...


    Siehe mein Posting ganz vorn - was genau sind deine Sorgen? Realer Platzmangel? Gesteigertes "haben wollen" des Kindes später mal? Ganz was anderes?


    Neben "auf später hoffen" gibt es halt zwei Möglichkeiten: Oma selber entscheiden lassen, was sie mit ihrem Geld macht und sie diesen Part ausleben lassen und da wo möglich nach und nach in Menge und Richtung etwas lenkend einzugreifen (geht meist um so besser je besser man "in Beziehung" ist).

    Oder ein Machtwort sprechen und es verbieten, auch wenn sie dadurch verletzt wird. Die Frage, ist halt, ob es das wert ist... Siehe oben, das kommt auf die Gründe an, es mag welche geben, die dafür sprechen, andere nicht.

    Hallo,


    Hagendeel doch, ich erlebe das ja nun genau so. Die Kinder sprechen es selber aus, dass sie die eine Oma lieber mögen, weil es da immer so viele Geschenke und Geld gibt. Bzw stürzt es mein eines Kind in große Loyalitätskonflikte, weil es genau spürt, was die Beweggründe für das Schenken sind (Bestätigung für die Oma, wie sehr sie geliebt wird, gemessen an der Freude des Kindes), und aber beide Großeltern eigentlich gleich gerne mag, aber das Gefühl hat, das nicht zu dürfen

    Dazu kommt noch, dass die betreffende Oma nicht erwachsen reagiert, sondern beleidigt und mit emotionaler Erpressung. Davor möchte ich meine Kinder schützen


    Bei dem was du beschreibst, sehe ich das Problem eher in der emotionalen Manipulation als in den realen, anfassbaren Geschenken. Kann natürlich auch anders sein, ich weiß ja nur, was ich lese.


    Sicher, daß das anders wäre, würde man die Schenkerei unterbinden? Oder würde die emotionale Manipulation dann nicht doch andere Wege finden?

    Hallo,


    Was ich aber problematischer finde, weil es dann nicht mehr "nur" ums Geld ausgeben und Ressourcen verschwenden geht (und ich fühle mich halt nur begrenzt berufen, anderen Erwachsenen in ihr Konsumverhalten wertend reinzureden): wie soll das weitergehen? Wenn sie älter ist, möchte ich nicht, dass mein Kind bei jedem Besuch der Oma ein Geschenk erwartet! Geschenke sind etwas, das es zu Anlässen gibt, und man wird nicht einfach so mit Sachen zugeworfen! Das ist mir/uns sehr, sehr wichtig, und unter diesem Aspekt würde ich auch ein Gespräch suchen. Das strahlt dann aus auf die Erziehung, und ja: Großeltern dürfen ihre eigene "Erziehung" dem Enkelkind angedeihen lassen, aber ab einem gewissen Ausmaß geht es einfach um Wertevermittlung, die ich für problematisch halte. Und da würde ich doch bitten, das nicht zu tun, und entsprechend begründen.

    Als Beispiel dienen mir da zwei Brüder, die beide zu wirklich JEDER Gelegenheit was bekommen (wir reden hier von: Kinder begleiten die Mitter in den Supermarkt, und dürfen sich zur Belohnung da was aussuchen. Jedes Mal!).


    Ich glaube, bei solchen Entwicklungen spielt zu viel mit rein als daß man es nur an einer Sache festmachen könnte. Sammeln und "haben wollen" ist z.B. eine Phase, die ganz viele Kinder durchmachen (auch langzeitig bzw. immer wieder mal), ganz unabhängig davon wie viel oder wenig sie ganz real haben oder wie oft sie etwas geschenkt bekommen.


    Klar, da wo es mich tatsächlich konkret beeinträchtigt, finde ich es wichtig, es anzusprechen. aber ehrlich auf mich bezogen. "Mich stört, daß ..." (wir in dieser kleinen Wohnung keinen Platz für die vielen Dinge haben z.B.) . Dann könnte man überlegen, ob das Spielzeug z.B. bei Oma bleibt und das Kind dort damit spielt.


    Das Kind erwartet ein Geschenk von Oma? Vielleicht kann man es eine Sache zwischen Kind und Oma lassen? Wenn das Kind diese Erwartung auf andere (andere Oma, mich...) überträgt, kann man erklären, daß Menschen verschieden handeln. Das ist ja auch in anderen Bereichen so. Andere Menschen/Familien, andere Sitten. Manche Kinder bekommen zum Nikolaus oder zu Ostern richtige Geschenke, wie es sie bei uns an Weihnachten oder zum Geburtstag gibt. Dafür gab es von uns auch mal größere Sachen einfach so - für andere Familien ein Unding.


    "Warum bekommt Paul zu Ostern ... und wir nur Eier und Süßes und höchstens was Kleines?" "Pauls Familie macht das eben so". Je älter sie werden, desto mehr kann man begründen, warum man selber es so und nicht anders hält. Das kann des Kind verstehen und akzeptieren - oder es eben auch anders sehen. Es muss nicht alles gut finden, was seine Eltern machen (So wie wir nicht alles gut finden, was unsere Eltern machen, da schließt sich der Kreis... ;))


    Ich würde da versuchen, möglichst wertfrei zu bleiben und nicht aufzuwiegen, ala "Oma A. schenkt dir was, aber Oma B spielt immer schön mit dir, das macht Oma A nicht.." Ich denke, das merken die Kinder von allein. wenn das der Fall ist.


    edit weil überschnitten - ich denke, sie merken schon den Unterschied zwischen Liebe und materieller Selbstdarstellung.

    Daß sie dieses Wissen nutzen, ist allerdings irgendwie auch verständlich - wir würden vermutlich bei freier Wahl auch ins Team von dem Leiter gehen, der uns mehr Geld und Freizeit gibt, so lange die Arbeit dort nicht komplett furchtbar ist, das heißt nicht, daß wir ihn auch mehr mögen...


    Aber ich denke schon, daß sich das mit der Zeit auf für die Kinder sortiert.

    (Bei uns war es z.B. der Faktor Zeit - auf der einen Seite das X.te von XY Enkeln, auf der anderen Großelternseite die einzigen... klar daß da mehr Zeit fürs einzelne war. Aber aufs Ganze gesehen kann ich nicht feststellen, daß das etwas in Bezug aufs "lieb haben" ausgemacht hat.


    Wenn man Sorge hat, daß das Kind tatsächlich emotionalen Schaden nimmt, dann sollte man natürlich eingreifen. und wenn ich selber unter der Situation oder den Folgen leide, darf ich mich natürlich auch schützen.

    Aber vorher sollte man eben auch schauen, wer tatsächlich das Problem hat - ich selber oder das Kind und auch WO das Problem liegt (tatsächlich in den geschenkten Dingen? Oder irgendwie unterschwellig in unsrerer Beziehung unter uns Erwachsenen?) und dann von da ausgehend handeln.