Beiträge von Trin

    Hallo,


    Unegal kenne ich als ungleichmäßig/schief. Ich stricke eine Socke fester, die andere lockerer - im Ergebnis sind sie unegal. Ich sortiere Dinge irgendwo ein, wo sie gesehen werden, das Gesamtbild wird unharmonisch, unsymertrisch, eben "unegal".


    Der "Brotpops" ist eben der Brotpos oder auch das Ränftl. Eine ungeschickt zu dick abgeschnittene Scheibe Brot is ä Rungsn.


    Wenn man beim Spielen hinguckt oder durchs Schlüsselloch schaut o.ä. obwohl man das nicht soll, ist das "schlunzen".


    Das Sofa war bei meiner Oma auch das "Kanneppe" (Betonung auf dem 2. e), eine Verhunepiepelung vom französischen Kannapee. Aber heutzutage höre ich das nirgendwo mehr. Genau so wenig wie das Trottewahr (genau so gesprochen) von Trottoir, de Hitsche und andere hübsche Worte

    Kennt jemand Scheuerharder?


    Klar.#wisch


    Nettes Erlebnis: Ich schickte mal im Kindergarten ein Kind (dessen Eltern aus einer anderen Gegend Deutschlands kamen) los, ein Wischtuch aus der Küche zu holen., Zurück kam es mit einem Scheuerhader.


    Für die, die es nicht kennen: Wischtuch nimmt man hier zum Geschirr abtrocknen ("trocken wischen") und den Scheuerhader zum Fußboden scheuern eben.


    Meine Tante, frisch nach ins Rheinland gezogen, arbeitet in einem Supermarkt,. Ein Kund kam auf sie zu und fragte, wo er denn die Aufnehmern fände. Sie irritiert guckend: "Was suchen sie?!?!" "Die Aufnehmer!". Tantchen grübelte und dachte an solche Zangen, um etwas vom Boden aufzuheben. "Ich glaube, so etwas führen wir nicht...". "Doch, ganz sicher.."


    Nach einigem hin und her konnte der Kunde dann deutlich machen, was er sucht. Meine Tante darauf laut und erleichtert: "Ach sagen se doch gleich, daß sie einen Scheuerhader suchen. Nun war es der Kunde, der verwirrt guckte.... Aber am ende haben sie das Gesuchte gefunden und alle waren zufrieden.

    Hallo,


    Das erste Wort kenne ich überhaupt nicht, das zweite würde ich im Zusammenhang schon verstehen, aber nicht aktiv nutzen. Ich kenne "mang" aber eher so als mit geht es so lala, mir ist etwas mau... Aber auch nicht aus dem Alltag.


    Mäklige Esser sind käbsch.


    Spack verstehe ich, es gehört aber bei mir nicht zur Umgangssprache.

    Kodderig kenne ich, sage es auch mal, aber eher selten. Wenn, dann ist mir eher übel oder schlecht.


    Wenige hier kennen das Wort knülle (sein), für mich ist es eine ganz normale Bezeichnung für matt und müde (nach einer Anstrengung) zu sein.

    Na ja, da aber eine derartige Entscheidung direkt ins Leben eingreift, dürfte die Meinungäußerung derer, die davon gegebenenfalls betroffen sind, durchaus eine gewisse Berechtigung haben.

    Wir haben uns jahrelang mit der Zeitumstellung arrangiert. Wäre das ein so massiver unmöglicher Eingriff in unser Leben, wären die Menschen schon längst auf die Barrikaden gegangen.


    Sagen wir mal so, ich bin ja ein paar Jährchen älter und habe mich daher viele Jahre meines Lebens mit der Normal-/Winterzeit "arrangiert". ;)

    Ich habe also den direkten Vergleich - und die Zeit ohne Wechsel gibt es auch schon deutlich länger als die mit Wechsel.


    Wäre die Nicht-Umstellerei und damit die ewige Normal-/Winterzeit damals eine solche Unzumutbarkeit gewesen, hätte man doch vermutlich viel früher die "jährliche Umstellung auf Sommerzeit" oder die "dauerhafte Sommerzeit" erfunden. (Und damals haben die Leute tendenziell noch deutlich länger gearbeitet als viele Leute heute, hätten also viel mehr Grund dafür gehabt).



    Trin : Ja, aber bitte die Meinung aller.


    Sicher. Findest du irgendwo eine gegenteilige Aussage von mir?


    Mein Gefühl ist allerdings: Als "sich die aktuelle Zeit ohne Umstellerei"- Wünschende(r) soll man sich natürlich die Gegenargumente der anderen anhören - was ich absolut richtig finde. Sobald man aber welche für die eigene Meinung bringt, dann ist man ein verständnisloser Platsch und "wischt die Argumente für ewige Sommerzeit vom Tisch" usw.


    Na ja, wie gesagt, entscheiden wird das keiner von uns, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mal unabhänige Forschungsergebnisse, entscheiden werden das vermutlich mal wieder rein wirtschaftliche oder machtpolitische Interessen.

    Hallo,


    Na ja, da aber eine derartige Entscheidung direkt ins Leben eingreift, dürfte die Meinungäußerung derer, die davon gegebenenfalls betroffen sind, durchaus eine gewisse Berechtigung haben. #weissnicht

    Selbst dann, wenn sie am Ende niemanden interessieren weil es mit großer Wahrscheinlchkeit doch eher um wirtschaftliche Interessen gehen wird.


    "Halt die Klappe, wenn du kein Wissenschaftler bist und keine fundierten Beweise für XY vorlegen kannst" funktioniert an dieser Stelle - wie an vielen anderen, wo es nun mal um Menschen und nicht Theorien geht - nicht.

    Hallo,


    Drahtesel, du wiederholst dich.


    Ist das ein Versehen (Ist mir auch schon passiert, als ich nicht gemerkt habe, daß das Forum einen schon abgeschickten Text gespeichert hatte) oder ein Versuch mich bzw. meine Meinung lächerlich zu machen?


    Ersteres kann mal passieren, zweiteres würde ich als massiv unhöfliche und rüde Form der Gesprächskultur empfinden.


    Ich geh zuerst mal von einem Versehen aus und antworte daher nicht so, wie ich sonst antworten würde...


    Miriam An nass und kalt würde ja aber auch keine Dauer-Sommerzeit etwas ändern...? Und ob man bei nass kalt und zeitweise etwas heller tatsächlich nach der Arbeit so viel mehr rausgehen würde?


    Ich gebe zu, nach einem Arbeitstag ist mir selten danach mal eben noch eine Stunde im Wald herumzulaufen, auch rein organisatorisch wäre das selten drin. Klar sitze ich da mal im Garten, aber das würde ich bei den Temperaturen ja unabhängig von den Lichtverhältnissen nicht tun bzw. schrieb ich ja weiter vorne schon, daß ich sofar die dämmigen Sommerabende vermisse, an denen es sich lohnte, ein schönes Windlicht anzuzünden o.ä.. . Im Winterhalbjahr würde es sich das Licht anzünden lohnen. Aber um gemütlich draußen zu sitzen ist es hier zumindest in der Regel selbst am hellichten Mittag zu kalt.

    Und da drehen wir uns wieder im Kreis. Selbst wenn ich zeitig aufstehe, ist mein gesamter Zeitplan von außen vorgegeben: Angesetzte Meetings, Kantinenöffnungszeiten etc. "schubsen" mich immer in den aktuellen Zeitrhythmus. Und dadurch werde ich immer um 23h müde. Egal ob es hell oder dunkel ist, ob Sommer- oder Winterzeit. Und dann brauche ich meine 8,5 h Schlaf und komme morgens nicht früher aus dem Bett. Im Sommer hingegen kriege ich Schlafstörungen wenn um 4 die Sonne aufgeht. Das wäre bei Normalzeit um 3 Uhr.


    Wobei man mMn , wenn es tatsächlich eine frage der Helligkeit im Schlafzimmer ist, wenn man einmal im Bett liegt und schläft mit einer Verdunkelung im Schlafzimmer leichter "Es ist (noch) Nacht, ich möchte nicht schon 4 Uhr aufwachen" simulieren kann als am Abend, wenn man das gesamte Haus und den Garten verhängen oder sich im wachen Zustand auf ein Zimmer beschränken müsste, um einen ähnlichen Effekt zu haben.


    An der Zeit zu der die Sonne aufgeht, ändert sich ja nichts, sie heißt nur anders. Und es müssten dann gezwungenermaßen alle 5 Uhr aufstehen, für die ihre reguläre Aufstehzeit um 6 Uhr schon sehr/zu zeitig ist. Einfach nur, weil 5 Uhr nun 6 Uhr heißt - sich aber ansonsten nichts ändert.


    Und während ein "Ich bin halt ein Frühaufsteher, ich stehe gerne 4 oder 5 Uhr auf, mache schon am Morgen einen Teil meiner Hausarbeit (und brauche dann die Stunde am Nachmittag dafür nicht, kann sie also für anderes nutzen oder einfach eher ins Bett gehen) einzurichten geht, ist es bei einem Schule/Arbeit geht 7 Uhr los, auch wenn es nach Sommerzeit 8 Uhr genannt wird, also muss ich 5 Ihr aufstehen, auch wenn es für ein halbes Jahr 6 Uhr genannt wird, dabei bräuchte ich noch eine Stunde Schlaf mindestens" in der Regel nicht möglich, wirklich etwas zu ändern.


    Aber ja, da drehen wir uns im Kreis.

    Hallo,


    Zitat

    Wie würdet ihr das machen?


    Ich würde um ein Elterngespräch bitten. In Ruhe, ohne Kind dabei, also nicht zwischen (der im Wald ja sowieso nicht vorhandenen) Tür und Angel.


    Dort dann alles der Reihe nach mit Liste in der Hand ansprechen. Das Schöne, aber natürlich auch das, was Bauchweh macht. Erfahrungsgemäß (ich kenne ja beide Seiten) kann man letzteres besser annehmen, wenn man auch positives zu hören bekommt (natürlich nur, wenn derjenige auch wirklich authentisch etwas positives sagen kann, herbeigeredet nützt das nix).


    "Bei sich" bzw. beim eigenen Kind bleiben, wenig verallgemeinern. Zuerst mal davon ausgehen, daß die Betreuer auch eine gute Lösung für das Kind finden wollen....

    "Mein Kind ist überfordert mit der Frühstückssituation, Ich weiß nicht, ob es Absicht der anderen war, aber sein Essen ist schon mehrmals im Dreck gelandet. Wie könnten wir ihm da helfen, einen Platz zu finden, an dem er in Ruhe essen kann?"

    "Der Möpp hat erzählt, daß es Streit mit... gab, aber keiner ihm helfen konnte, weil alle Erzieher beschäftigt waren. Frau... hat wohl nur gesagt, "Wechselt euch ab.", weil sie nicht vom Feuer weggehen konnte. Ich weiß, daß Kinder sich auch mal um Spielzeug streiten , aber ich denke, er ist noch überfordert damit, es selber zu klären und habe Sorge, daß es dann eskaliert. Wie können wir das denn lösen?"


    Wenn man dann merkt, daß Problem wird gar nicht gesehen oder bewusst klein geredet, kann man immer noch auf klare Ansage umschwenken. "Ich will, daß so etwas nicht noch mal passiert." "Ich erwarte, daß mein Kind in so einer Situation Hilfe bekommt, zu lernen, wie man Konflikte auf gute Weise klären kann."


    Kommt darauf keine Reaktion oder gar eine blöde, wäre tatsächlich der Moment gekommen,m wo man überlegt, ob dieser Kindergarten für dieses Kind passt. und zwar unabhängig von Wald oder Haus, Feuer oder kein Feuer... sondern wegen der Grundeinstellung zum Kind.


    Andere Sachen (Ausfahrten, Feuer) interessiert hinterfragen (Warum? Dauerhaft oder vorübergehend?) und sagen, wie es dem eigenen Kind damit geht (Husten, verwirrt...) und gemeinsam Lösungen suchen.


    Wenn z.B. alle anderen das Feuer toll finden und es gut pädagogisch begründet werden kann - was nicht unbedingt heißt, daß ich/du diese Gründe auch so sehen - muss der Möpp eben tatsächlich beiseite gehen, wenn er es nicht verträgt, ob er möchte oder nicht. Mein Allergiekind konnte auch nicht verlangen, daß die ganze Gruppe auf etwas verzichtet, was er nicht verträgt. Das gehört zum Lernen dazu.

    Wenn das Feuer aber tatsächlich dazu führt, daß die Gruppe im Alltagsgeschehen nicht ausreichend begleitet werden kann und es sowieso "einfach nur da ist", ist der Wert des Feuers fraglich. Darüber kann man ja reden.


    Das aufgezwiebelte nach dem Kindergarten und die "wilden Worte" würde ich dabei erst mal außen vor lassen. Kindergarten ist für viele, vor allem für reizoffene Kinder einfach enorm anstrengend, selbst ein kleiner ruhiger netter.... und das äußert sich dann eben nicht unbedingt in ruhig und müde sein, sondern auch so.


    Und daß sie all die Worte ausprobieren, die sie im Laufe des Tages hören, ist in dem Alter auch nichts wirklich ungewöhnliches, nicht einmal für nicht-Kindergartenkinder (die schnappen so was dann auf dem Spielplatz auf).


    Da würde ich eher einen "innerfamiliären Umgang damit" suchen und mich auf das konzentrieren, was im Kiga aktiv und sofort änderbar ist und was man mMn auch als "Grundvoraussetzung einer guten Betreuung" einfordern kann, wie eben regelmäßig wickeln, in Ruhe essen können und bei Streit/Gewalt aktive Hilfe bekommen.

    Hallo,



    Zitat

    Ich glaube, das Feuer ist nur ein punkt , der mich wahnsinnig macht.


    Das war auch mein Gedanke bei deiner Beschreibung. Ob das, was dich stört (und mich sicher auch stören würde), tatsächlich ohne Feuer tatsächlich alles ganz anders wäre?


    Ich finde, du solltest es ansprechen. Also alles, was dir Sorgen macht und dabei auch deine Vermutung äußern, daß eventuell die Feueraufsicht und die damit fehlende Kraft eine (Mit)Ursache sein könnte.


    Von der Reaktion kannst du ja dann abhängig machen, wie es für euch weitergehen könnte. Sehen sie die Probleme? Was sehen sie als Ursachen dafür? Was könnten sie/könntet ihr gemeinsam tun, damit es deinem Kind besser geht?

    Oder wiegeln sie alles ab und finden, es gäbe gar keine Probleme?

    Oder sind generell der Meinung, daß sie ihre Probleme selber regeln sollen? Dann würde sich daran vermutlich auch ohne Feuer nicht so viel ändern....


    Ist das Feuer oder die S-Bahn-Fahrten nur eine vorübergehende Sache, ein Feuer-Projekt bzw. Fahrten zu anderen Orten, um der großen Kälte zu entgehen oder soll es ein Dauerzustand sein?


    Und so weiter.

    Hallo,


    Kein wissenschaftliches Argument, aber sollte sich der Sonnenhöchststand nicht in etwa in der Mitte des Tagesablaufs befinden, um möglichst viel Helligkeit zu Wachzeiten abzuschöpfen?


    Dann müssten wir bei einer Wachzeit von sagen wir mal 16 Stunden aktuell gegen 4 Uhr aufstehen und gegen 8 Uhr zu Bett gehen... Ob das sinnvoll wäre? Und ändert sich etwas daran, wenn 4 Uhr dann 5 Uhr heißt?


    Wem das liegt, der kann das doch sowieso machen. Zeitig aufstehen, einen Teil des Tagesgeschehens schon am morgen erledigen und dann beizeiten ins Bett gehen.


    Mir geht es besser, wenn ich am Abend eine längere Phase habe, die meinem Körper signalisiert, "Es ist dunkel draußen, es ist Abend, kommt zur Ruhe". Das fehlt mir im Sommer z.B. komplett und sorgt u.a. dafür, daß ich nur schwer abschalten und zur Ruhe kommen kann. Und das Schlafzimmer zu verdunkeln ist da auch keine ausreichende Alternative, denn ich halte mich ja nicht stundenlang vor dem zu Bett gehen im Schlafzimmer auf.


    zosa , Dann hatte ich das falsch verstanden. Ja ich finde auch, man sollte die konkreten Bedingungen menschen- bzw. kindgerechter gestalten - im Idealfalle flexibel, so daß jeder nach seinen Bedürfnissen mitgestalten kann - statt für alle "an der zeit zu drehen".

    Hallo,


    Hier die Gegenstimme.... Lagerfeuer finde ich total cool.

    #angst


    Natürlich muss es gut beaufsichtigt sein, aber ich liebe es... Wenn meine Kinder früher von den Pfadfindern kamen, hatte ich immer gar keine Lust, die Waldklamotten zu waschen, weil Lagerfeuerrauch für mich extrem gut riecht (ich hab immer mal heimlich eine Nase voll Lagerfeuergeruch genommen, ehe ich die Sachen irgendwann doch waschen musste).


    Aber für mich ist Lagerfeuer auch nur mit total schönen Erinnerungen verbunden, Urlaub, klettern gehen, mit Freunden sitzen und suchen,mit dem Feuer herum experimentieren als Kind...


    OK, man kann mit dem Umweltaspekt argumentieren, aber ich denke, da ist bei vielen Familien die Fahrt zum Waldkindergarten (die ja oft weiter ist als zum Kiga ums Eck) sicher nicht unbedenklicher.


    Wenn ein Kind Husten bekommt, würde ich das natürlich auch sagen. Für meinen kleinen Asthmatiker war es auch nicht so dolle, wenn er längere Zeit direkt im Rauch stand (allerdings wurde auch darauf geachtet, daß kein Kind das machte).

    Vielleicht kann man sich ja auf "klein und "raucharm + die Feuer-Aufsichts-Person schickt den Möpp ggf. weg" als Kompromiss einigen?

    Hallo,


    Trin Das Konzept "unserer" GT-Schule sah vor, dass mittags 90 Minuten für Essen und draußen spielen Zeit ist. Tja, und dann wurden 2 Stunden mehr ins Kontingent geplant und dann nochmal 2 und nun hat mein Sohn nur noch 2mal pro Woche eine lange Mittagspause, und 3mal nur 45 Minuten (und einmal schon ab 745 Unterricht statt ab 835). Da bleibt dann nach dem Essen nur noch wenig bis keine Zeit mehr. Nachmittags ist 2x Unterricht, 3x AG-Zeit. Bei letzterem kommt es halt drauf an was es ist, ob es drinnen oder draußen stattfindet. Verlässlich draußen sind sie 20 Minuten am Vormittag und 2x pro Woche ca 45 Minuten in der Mittagspause. (Ich freu mich immer wenn Unterricht ausfällt und sie stattdessen draußen spielen).


    Aber es kann doch nicht die Lösung sein, alle Menschen zu zwingen, eine Stunde früher aufzustehen, nur weil die/einige Schulen keine vernünftige Taktung von Anspannung und Entspannung hinbekommen.


    Denn das ist ja e i g e n t l i c h doch genau das, womit für Ganztagsschulen Werbung gemacht wird. Keine Hausaufgaben und genügend Zeit, zwischendurch zu spielen und raus zu gehen, um aufzutanken.


    So wie es ist, ist es für die Kinder Stress pur - und daran würde sich auch nichts ändern, wenn sie noch eine Stunde früher antreten müssten. #weissnicht Dadurch hätten sie immer noch keine effektive Erhohlungspause am Mittag und die finde ich speziell im Ganztagsbereich unabhängig von der Beleuchtung am Morgen und Nachmittag wichtig. Aus meiner Sicht wäre es ein falscher Ansatz, darauf freiwillig zu verzichten, nur weil die Kinder bei einer Zeitverschiebung am Nachmittag vielleicht ein paar Minuten mehr Licht hätten.


    Denn ob sie die Stunde Helligkeit am Nachmittag dann überhaupt wirklich zum spielen hätten ( oder nach so einem Tag oft auch einfach zu knülle sind) bzw. ob für ein paar Wochen spielen in der Dämmerung tatsächlich viel so schlimmer ist als das morgendliche noch frühere Aufstehen oder eine echte Spielzeit am Mittag/Nachmittag ) finde ich fraglich.

    Hallo,


    Sicher wäre es schöner, wenn wir was an unserer Alltagsrealität ändern könnten. Das kann man aber nicht. Die Sommerzeit löst das Problem wohl nicht wirklich, was sich für viele Leute ergibt. Aber es wär halt u.U. wenigstens etwas.


    Für einige. Und für andere würde es das Problem, dann auch im Winter morgens gegen die innere Uhr eine Stunde eher aufstehen zu müssen UND länger am Morgen im Dunkeln sein zu müssen, verhärten. Für mich wäre 5 Uhr aufstehen statt 6 Uhr eben nicht egal und für meine Kinder auch nicht. Es ist der Unterschied zwischen es fällt mir total schwer und ich fühle mich wie gegen eine Wand gedotzt und es fällt mir total schwer und ich fühle mich wie gegen eine Wand gedotzt und mit ist übel noch dazu und ich werde den ganzen Tag nicht richtig wach.


    Für die , die eben keine Morgenmenschen sind, wäre es auch etwas - eine deutliche Verschlechterung.


    An der weiterführenden Schule meiner Kinder gibt es eine Stunde Mittagspause. M ö g l i c h ist so was.

    Ich fände es viel sinnvoller, an so etwas zu arbeiten statt alle zu zwingen den Tag auch im Winter NOCH eher zu beginnen.


    Da haben sie durchaus Zeit, rauszugehen, wenn sie das wollen. Die, die das nicht wollen, sind in der Regel auch nicht die, die sich dann nachmittags begeistert auf den Spielplatz werfen. Und wenn doch, stört dann in dem Alter viele nicht, daß es schon dämmrig bis dunkel ist.


    Und ich frage mich, wie viele sich nach einem so langen Tag ganz real noch mit ihrem Kind aufmachen würden und trotz Eiseskälte (an der sich ja nichts ändern würde) zum Spielplatz gehen usw. und bei wie vielen es eher bei den schönen Plänen bleiben würde...



    (Wer das möchte, weil er nun mal morgens fit ist, kann ja gerne eher aufstehen und z.B. schon einen Teil der Hausarbeit machen o.ä.. Andersrum länger schlafen, weil man es fürs Minimum des Wohlbefindens braucht, ist im Schulkontext gar nicht und im beruflichen kaum möglich. ).


    Ich meine, Winterzeit ist ja jetzt nichts Neues, womit man erst umgehen lernen müsste.


    paulina - Es wird genau so lange eher heller, bis die Zeitumstellung uns erst mal wieder eine ganze Stunde zurück in die Dunkelheit wirft... Das ist jedes Jahr für mich ein ziemlich deprimierender Moment (zusätzlich zur verschobenen Aufstehzeit... )

    Hallo,


    Und ich hatte von Ganztagsschul-Befürwortern bisher immer gehört , daß die tägliche freie Bewegung draußen ganz selbstverständlich fest zum Tagesablauf dazugehört und sogar ein Pluspunkt wäre (weil eben viele Kinder heutzutage sonst nach Schule und HA nicht unbedingt noch mal raus sondern eher an Fernseher und PC gehen würden).


    Wieder was gelernt... und wieder etwas, was für mich nicht f ü r das Prinzip "Ganztagsschule für alle" spricht, im Gegenteil.

    Wie gesagt, ich fände das selbst bei einem rund um die Uhr Sonne-Tag unzumutbar, ganz unabhängig davon, ob die Kinder sichtbare Schäden davontragen oder nicht. es ist aus meiner Sicht einfach nicht kindgerecht.


    Und es bestätigt auch mein Gefühl "da läuft grundsätzlich etwas schief und das liegt nicht an einer Stunde eventueller Zeitverschiebung". Wenn schon so kleine Kinder einen verpflichtenden 8-Stunden-Drinnen-Arbeits-Tag haben müssen, stimmt nun mal grundlegend etwas nicht.

    Hallo,


    Ganz unabhängig von irgendwelchen persönlichen Befindlichkeiten finde ich die Vorstellung erschreckend, daß es Schulen gibt, in denen (offenbar schon Grundschul-) Kinder bis 15, 16 Uhr sind und offenbar tagsüber keine Möglichkeit haben, sich zwischendurch wenigstens mal eine stunde an der frischen Luft auszutoben. Das fände ich selber bei "rund um die Uhr Sonnenschein" eine ziemlich schreckliche Sache.


    Nach so einem Tag wären meine Kinder so platt gewesen, daß sie vermutlich auch nur noch wenig Lust auf draußen-Aktivitäten gehabt hätten (allerdings sind meine auch gerne im Dunkeln noch mal losgezogen).


    Ich schließe mich denen an, die meinen, daß da grundsätzlich etwas schief läuft, was auch nicht mit einer Stunde Zeitverschiebung zu korrigieren wäre. (Dann hätten die armen Kinder nicht mal auf dem morgendlichen Schulweg ein bisschen Licht) .


    Etwas ändern würde da schon alleine die Möglichkeit, zwischendurch mal raus zu gehen, wie es bei uns im Hort z.B. üblich ist. Außer bei extremer Witterung (Sturm, Gewitter, ...) sind wir jeden Tag mindestens eine Stunde am Nachmittag draußen, es gibt Eltern, die lassen ihr Kind extra länger da, weil es - trotz aller guten Vorhaben - zu Hause dann doch tendenziell eher alleine im Zimmer sitzen würde statt draußen zu toben.

    Hallo,


    Und ich genieße es derzeit jeden Tag beim Aufwachen sehr, NICHT das Gefühl zu haben, daß es eigentlich noch mitten in der Nacht ist und ich noch mindestens eine Stunde bräuchte, ehe mein Körper und mein Geist das "Es ist Tag, steh auf, sei aktiv! Leiste was!" akzeptieren können. Eine Stunde eher aufstehen UND dadurch noch eine Stunde länger Dunkelheit am Morgen wären diesbezüglich ziemlich heftig.


    und ich bin froh, daß meine Großen nicht im Stockdunklen zur Schule/Berufsschule müssen. Eis und Dunkelheit wären mit dem Rad definitiv noch blöder als nur Eis.


    Daran, daß es an manchen tagen generell nur dämmrig ist und nicht richtig hell, würde die eine Stunde auch nichts ändern und wärmer oder anderweitig "sommerlicher" wäre es dann ja auch nicht.

    Genau für solche Fragen ist doch ein Schnuppertag toll.


    Beim Waldkindergarten gibt es ja verschiedene Versionen. Es gibt welche, die treffen sich zu einer bestimmten Zeit und ziehen dann los und sind auch erst zu einer festen Zeit zurück. Da ist es natürlich schwieriger, flexibel zu sein. Und andere haben über einen längeren Zeitraum hinweg einen festen Platz, inklusive eigenem Bauwagen usw. , und eventuelle Ausflüge oder anstehende "Umzüge" sind langfristig bekannt. da wäre abholen und bringen gar kein Problem.

    Hallo,


    Der Kiga mit Waldgruppe, in dem ich mal gearbeitet hatte (leider nicht bei den "Waldis"...,) hatte die gleichen Öffnungszeiten wie alle anderen hier - also 6-17 Uhr, wobei sie an kalten Tagen erst kurz vor der Frühstückszeit in den Wald gingen und manchmal je nach Personal auch schon vor 17 Uhr in den "Hauskindergarten" rüberkamen. Aber so von 7.30 - 16.30 waren sie immer draußen.


    Ich weiß ja nicht, wie das anderswo geregelt ist, aber hier muss man zwar bestimmte Betreuungszeiten wählen, darf aber sein Kind innerhalb dieser natürlich jederzeit bringen und abholen, lediglich in der Kernzeit von 9-12 sind Störungen nicht so gerne gesehen (Ausnahmen sind aber auch da möglich) .


    Da würde ich nachfragen, ich kann mir nicht vorstellen, daß man sein Kind da wirklich erst 16.30 abholen darf, wenn man auch eher kommen könnte.


    rheinländerin


    Natürlich ist das lange - aber was soll man denn machen, wenn die Eltern arbeiten gehen? Hier ist das für viele Kinder ganz normal... Arbeitszeit + Pausen + Wege... da kommt das schnell zusammen.