Beiträge von Trin

    Hallo,


    Daß ich dich verstehen kann, schrieb ich ja schon. Aber verstehen heißt ja nicht, es auch komplett so zu sehen. Ich denke z.b. ein Teil deiner Sorge entspringt weniger rationaler Information sondern auch dem Unsicherheits-Gefühl , daß die Tamu vermittelt.


    Aber in der Sache selber gibt es nun mal Verträge, Regeln und Abläufe, die kann auch keine Tamu außer Kraft setzen, weil sie gerade emotional belastet ist. Und doch, ich empfinde das beschriebene Verhalten als bevormunden.


    Wenn sie gerade nicht anders kann, so panisch und emotional so am Boden ist, wie du es beschreibst, sollte sie sich mMn tatsächlich krank schreiben lassen und eine Vertretung suchen, die in der Lage ist, die Sache für ALLE Kinder rational anzugehen, ohne einzelne aus irrationalen Gründen abzulehnen. Denn damit macht sie nicht nur euch kirre sondern das wirkt sich auch auf die Kinder aus.


    Ich glaube nämlich nicht, daß sie mit diesem Kind wirklich unbefangen spielen und kuschlen kann oder es lächelnd mit einem anderen Kind Händchen halten oder zusammen in der Wasserschüssel patschen lässt. Ich in ziemlich sicher daß auch ohne Worte unteschwellig ihr Gefühl und ihre Angst dazu rüberkommt, egal wie viel Mühe sie sich gibt, das zu verstecken. Ein vom Arzt als gesund erklärtes Kind da einzuschränken oder ihm das Gefühl zu vermitteln, der direkte Kontakt mit ihm sei besser zu vermeiden, geht aber mMn nicht, das fände ich fatal.

    Schon daß jemand mein kleines Kind bei normalen Alltagsverrichtungen wie dem ankleiden nur noch mit Handschuhen anfasst, wäre mir für mein Kind extrem unangenehm. Was vermittelt das dem Kind?


    Ansonsten müsste sie der Familie schon den Vertrag kündigen (wozu sie vermutlich eine handfeste Begründung braucht) und das Kind bis dahin trotzdem betreuen.

    Aber ich finde es schon problematisch, daß aus ihrer Sicht das eine - laut Arzt gesunde - Kind für sie ein derartiger "Risikofaktor" ist, das andere Kind, daß schon 2x hintereinander erkrankt war aber offenbar nicht (was ich ja auch richtig finde). Selbst Mit Behandlung gäbe es nun mal keine absolute Sicherheit.


    Wie schon geschrieben, ich wünsche euch eine gute Lösung für alle Beteiligten,

    Hallo,


    Wie gesagt, ich denke, daß rumpöbeln keine Art ist, darüber sind wir uns vermutlich einig.

    Daß einem mal der Kragen platzen kann, wenn man immer und wieder und von vielen Seiten zu etwas gedrängt wird, was laut Angabe des Arztes nicht nötig, ja ev. für das kranke Kind sogar unnötig belastend ist, ist irgendwie aber auch nachvollziehbar.


    Für den konkreten Umgang mit den Kindern bleibe ich bei dem, was ich weiter vorne schon schrieb:


    Entweder ist die Einrichtung ausreichend sauber um Kinder ohne gesteigerte Gesundheitsgfährdung zu betreuen und die Kinder sind gesund - dann besteht kein Grund für Maßnahmen, die über eine sinnvolle Alltagshygiene hinaus gehen.

    Oder es besteht tatsächlich durch die Umgebung oder anwesende kranke Kinder reale erhöhte Infektionsgefahr, dann muss man die Betreuung der gesunden Kinder erst mal ganz an einen anderen Ort verlegen und dafür sorgen, daß die tatsächlich erkrankten zu Hause bleiben. Denn dann reicht es nicht, nur an bestimmten Punkten Kontakte einzuschränken.


    Natürlich kann das Gesundheitsamt auch eine Quartantäne aussprechen, die auch gesunde Kinder bei entsprechendem Verdacht auf schwerwiegende ansteckende Erkrankungen für die Inkubationszeit vorbeugend vorübergehend von der Betreuung ausschließt. Nur passiert das im allgemeinen nicht bei einem kurzen Telefonat und nicht auf ein "Ich fühle mich nicht so wohl, wenn das Kind kommt, weil es vielleicht etwas haben KÖNNTE..." hin. Das braucht schon handfeste Begründungen und hat einen klaren Ablauf.


    Ich wünsche euch jedenfalls eine gute Lösung, mit der sich alle Familien wohl fühlen können.

    Hallo,


    Von daher ist es schon allein aus diesem Grund sinnvoll, das Kind aktuell abzulehnen find ich. Attest hin oder her.


    Das sehe ich anders.


    WENN es einen begründeten Verdacht auf eine meldepflichtige Infektionskrankheit gibt, dann MUSS sie das Kind ablehnen, bis der Arzt es gesund geschrieben hat. Selbst dann, wenn sie sich mit dem Kind superduper fühlen würde.

    Liegt ein entsprechendes Attest vor, dann MUSS sie es wieder aufnehmen. Egal was sie diesbezüglich denkt und fühlt.


    Es gibt schließlich einen Betreuungsvertrag, der nicht durch "Ach, damit fühle ich mich aber gerade nicht so wohl... egal, was im ärztlichen Attest steht... " außer Kraft gesetzt werden kann.

    Selbst wenn es da anders drinstehen würde, würde ich an der der Stelle die rechtlichen Relevanz dieser Passage zweifeln, denn zumindest hier müssen sich auch Tagesmütter diesbezüglich an die allgemeingültigen Regeln halten.


    Ich finde, sie braucht sehr dringend Hilfe für sich selber und sollte überlegen, ob die Betreuung bis dahin in Vertretung jemand anderes übernehmen kann.

    Bei uns im KIga wird kein Kind ohne Handschuh gewickelt.


    Aber vermutlich werden zum normalen Anziehen der Kinder keine Handschuhe getragen, die Kinder dürfen sich untereinander beim Spielen anfassen, es wird mit ihnen gekuschelt (und zwar ohne schlechtes Gewissen..), sie dürfen miteinander kuscheln... Das hoffe ich doch?


    In einer Krippe oder Tagesbetreuung, in der die Erzieherinnen nur im Notfall Körperkontakt aufnehmen und das noch mit schlechtem Gewissen, und ihn auch zwischen den Kindern verhindern möchten, würde ich kein Kind haben wollen.

    Doch das sähe ich durchaus als Kindeswohlgefährdend an.

    Hallo,


    Und nein, nach RKI Institut hat sie definitiv nicht überreagiert. Eine komplette Reinigung der Einrichtung ist bspw. dringend notwendig. Im Kiga, jedenfalls unsrigem damaligen, wurde das aber an einem Abend gemacht. (Noro Virus)


    Um das Reinigen ging es doch gar nicht, sondern um diesen Teil:


    Zitat

    Sie war seitdem überpenibel was Hygiene angeht, hat sich einen speziellen Milbensauger angeschafft, täglich wird alles gereinigt, gewaschen und desinfiziert, sie zieht nur noch Handschuhe an wenn sie die Kinder anzieht & säubert und - das macht ihr am meisten zu schaffen - versucht den Körperkontakt einzuschränken, der Kinder untereinander (krieg das mal hin) und mit sich. Und ist dabei todunglücklich bzw. entschudligt sich, daß sie das nicht ganz vermeiden kann ("Ich muss sie doch in den Arm nehmen und trösten.").


    Doch, das finde ich überreagieren und würde mein Kind nicht in so einer Atmosphäre haben wollen.

    Entweder ist die Eintrichtug sauber und die Kinder gesund, dann besteht kein Grund für solche dramatischen Maßnahmen - oder es besteht reale erhöhte Infektionsgefahr, dann gehört die Einrichtung (vorübergehend) geschlossen, die gesunden Kinder sollten anderswo betreut und die erkrankten bis zur Gesundschreibung nach Haus.


    Dann würde "Körperkontakt einschränken" nämlich keine ausreichende und vor allem konsequent durchführbare Prophylaxe darstellen und zum anderen würde das in keinem Verhältnis zu dem stehen, was ein Kleinkind zur gesunden Entwicklung braucht.

    Hallo,


    uch nicht mit Attest, die Tagesmutter darf trotzdem entscheiden was sie verantworten kann und möchte.

    Von daher ist den Eltetn die Wahl zu lassen "zu Hause lassen bis die Mückenstiche verheilt sind" oder trotzdem "prophylaktisch " behandeln bei den Eltern (in Zusammenarbeit mit dem Nephrologen in dem konkreten Fall) das absolut korrekte Vorgehen.


    Im Falle von Krätze nicht. Das ist, soviel ich weiß eine meldepflichtige Krankheit, das heißt, bei begründetem Verdacht muss man hier bei uns eine Gesundschreibung haben, um das Kind aufnahmen zu können. Ist die dann allerdings da, gilt sie und man darf das Kind nicht ausschließen oder weiteren Bedingungen (Abheilen, behandeln...) stellen.


    Daß die Eltern nach dem ganzen drumrum das Gefühl haben, man will ihnen was, man sucht extra was, um sie "rauszuschmeißen" kann ich aber sehr gut verstehen.

    Hallo,


    Noch mal, damit ich es nicht verwechsle - vdas Kind, daß zum 2.Mal die Krätze hatte, ist NICHT das Kind daß heute nicht aufgenommen wurde. Dieses ist laut Arzt gesund, ein ANDERES Kind war zum 2. Mal betroffen, darf aber nach der Behandlung wieder kommen (ohne zu wissen, ob es sich nicht über den bisherigen Weg ein 3.Mal angesteckt hat oder anstecken kann). Richtig so?


    Wenn ein Arzt ein Attest ausstellt, kann man auch als Betreuungseinrichtung bei allem verständlichen "Sicherheitsgefühl"nicht "nach Gefühl" anders entschieden und etwas einfordern, von dem der Art abrät. So lange ihm nicht die Zulassung entzogen wird, ist das bindend.


    Was man kann, ist, ein Kind bei konkretem Verdacht zur Abklärung schicken. aber ich kann auch verstehen, daß die Eltern genervt sind, wenn sie vorher schon mehrfach unter Druck gesetzt wurden und nun das Gefühl haben, daß nun "endlich was gegen sie gefunden wurde".

    Wenn das Kind dann vom Arzt mit der Gesundheitsbescheinigung wiederkommt, dann gilt die eben.


    JEDES Kind kann sich morgen schon irgendwo etwas einfangen, es muss ja nicht die Krätze sein, es gibt auch andere übertragbare Krankheiten. Bei Scharlach fände ich es auch schräg, wenn offensichtlich und vom Arzt bestätigt gesunde Kinder erst nach einer AB-Behandlung wiederkommen dürften.


    "Kindswohlgefährdung" durch die extreme Kontaktverhinderung war mir auch in den Kopf gekommen, ich wollte es nur nicht gleich ganz so drastisch ausdrücken.


    Ich kann deine Sorgen durchaus gut verstehen, wirklich. Gerade mit eurem Hintergrund. Ich habe aber das Gefühl, hier wird an mehreren Stellen weit übers Ziel hinausgeschossen. (Beim Thema Schweigepflicht unter anderem auch - so lange euch der Vater es nicht selber erzählt, geht es nämlich keinen andren etwas an, ob sie das Kind behandeln oder nicht bzw. was zwischen ihm und der Tamu vorgefallen ist.)

    Hallo,


    Das unbehandelte Kind hat aber laut Arzt keine Krätze?


    Hm, dann würde ich die Wahrscheinlichkeit, daß die Kinder es sich nicht von diesem Kind sondern anderswo einfachen für mindestens genau so groß halten. Und ganz isolieren kann man nun mal kein Kind. Ich kenne mich jetzt nicht so wirklich aus, aber ich habe mal gehört, daß zumindest einige Medikamente auch gerade bei Kleinkindern von den Nebenwirkungen her nicht immer ganz ohne sind, weiß aber nicht, ob das noch der aktuelle Stand ist.

    Von daher kann ich die Entscheidung der Eltern schon irgendwie verstehen, gerade wenn das Kind eine andere Erkrankung hat. Rumpöblen muss man natürlich trotzdem nicht.


    Ob die Tagesmutter das nicht kranke Kind nicht aufnehmen darf, obwohl die Sicherheitsbehandlung gar keine Pflicht ist, das hätte ich als betroffene Eltern gerne vom Gesundheitsamt direkt. Auf allen Wegen dazwischen könnte zu viel verschoben worden sein. Hätte man mein - laut Arzt aktuell gesundes ! - Kind abgewiesen, weil ich eine Behandlung zu der ich nicht verpflichtet werden kann, nicht vorgenommen habe, ohne dafür ein klares eindeutiges Schreiben vom Gesundheitsamt dazu in der Hand zu haben, wäre ich allerdings auch ziemlich sauer gewesen.

    Wie wird das denn begründet?


    Viel mehr Sorgen würden mir diese stark eingeschränkten eingeschränkten Kontakte machen. Gerade bei Kleinkindern finde ich körperlichen Kontakt unglaublich wichtig. Und wie viel Zeit bleibt zum trösten, beschäftigen... wenn man ständig hinterher ist, um Körperkontakt zwischen Kleinkindern zu verhindern? Wie sollen sie lernen, sanft miteinader umzugehen, wenn sie sich gar nicht berühren dürfen?

    Bekommen sie vielleicht unterschwellig das Gefühl vermittelt, es sei etwas falsch daran, andere Menschen freundlich zu berühren? Oder daß mit ihrem Körper etwas falsch ist, weil er offenbar "unberührbar" ist?


    Klar, wenn jemand akut ansteckend ist, ist das was anderes (dann gehört das Kind mMn aber auch noch nicht wieder in die Betreuung), aber so rein prophylaktisch? Wie lange will sie das denn so durchziehen? Ich meine, rein theoretisch kann sich jedes Kind überall etwas einfachen und dann "mitbringe".


    Gut, daß sie sich Hilfe holt, ich hoffe, sie können ihr vermitteln, was wirklich nötig ist und was nicht, so daß die Kinder bald wieder ihre Kuscheleinheiten bekommen können.

    Hallo,



    Oder die Scheiss-Zeitvertraege, selbst bei 3, 5 Jahresverträgen hat man staendig das Gefuehl beweisen zu muessen was man kann und dass man bereit ist viel mehr zu leisten. Auch kenne ich es zu genüge, dass man als Wissenschaftler, dass ja aus Leidenschaft machen muss und damit dann auch das Arbeitspensum und die Energie selbstverständlich freiwillig und bereitwillig zu leisten hat. Alles andere sei ein Anzeichen dafuer, dass man eben doch nicht wirklich im tiefsten inneren ein echter Wissenschaftler sei.


    Das kenne ich im Bekanntenkreis auch (da sind es oft sogar nur 1 1/2- 2 Jahre, während man ein Projekt zu Ende bringt, rennt man schon rum, um das nächste an Land zu ziehen...) . Und wenn man nicht mitzieht oder gar nur in 30 Stunden 100% leisten möchte, ist man bei der nächsten Vergabe schlicht raus.

    Oder es ist gleich nur als Teilzeit angelegt (die Arbeit ist aber mehr als genug für eine mehr als 40 stunden Woche und muss natürlich fertig werden ) und die Bezahlung sieht entsprechend .... dürftig aus. Hier auch. bringt man nicht die "volle" Leistung sondern geht nach seinen 6 Stunden ... Ach leider wurde das Folgeprojekt anderweitig vergeben...


    Ist riesengroßer Mist, aber Realität... Ob es der Frau ("Frau" weil es sich in dem Falle tatsächlich um eine Frau handelt) dann wirklich hilft, wenn ihr jemand sagt, "Dann reduzier doch einfach (weiter)? "

    Hallo,


    Träller.. .du liest meine posts nicht richtig..


    Ich war nicht diejenig, die eine Aussage komplett ins Gegenteil verdreht hat.


    Falls das keine Absicht war und die in einem Kontext, in dem es um die Stundenzahl im Beruf ging, tatsächlich nicht vermuten konntest, daß in diesem konkreten Zusammenhang dann auch die Leistung im Beruf gemeint war, tut die Vermutung, daß es Absicht/Zynismus war (weshalb meine Antwort ebenfalls etwas zynisch ausfiel) mir leid.


    Aber ich schrieb ja auch, daß ich versuchen werden, mich diesbezüglich eindeutiger auszudrücken.


    Ich denke aber nach wie vor, dass die eigentliche Frage eine andere War. Denn dass die Leistung nach stundenzahl anwesendheit bemessen, weniger ist, als vor den Kindern, das hätte die ts sicher auch ohne unsere Hilfe rausgefunden.#lol


    Ja, die Frage war eine andere.


    Aber es kamen dann u.a. auch Antworten wie "Ich bin mit den Stunden runtergegangen, damit ich in der Zeit weiter voll da sein kann. Also ist meine Leistung nicht gesunken".

    Und so toll es ist, wenn man die Möglichkeit hat und so sehr ich das jeder Familie wünsche, die das möchte, ist es eben trotzdem ein (in meinen Augen völlig akzeptables) Sinken der Leistungfähigkeit im Beruf. Und nicht jeder kann beruflich beliebig weit runter gehen, da hängt dann wieder vieles andere dran (Rente,ob das Gehalt dann noch reicht, ggf. fehlende Aufstiegschancen, Wird man mit dem Wunsch 20h zu arbeiten überhaupt irgendwo eingestellt, wenn ja, könnte man, wenn man wieder mehr Kapazität hat überhaupt problemlos hoch gehen...?).


    "Dann geh halt (noch weiter) mit den Stunden runter" ist eben leider nicht für alle Familien so problemlos möglich.


    Talpa

    Du fragst, woher das mit den 100% kommt. Du selber wart eine von denen, die weiter vorne geschrieben haben, daß dem Kunden/Arbeitgeber immer und unter allen Umständen 100% zustehen. Innerhalb der jeweiligen (gegebenenfalls vekürzten) Arbeitszeit, klar, aber selbst das finde ich eine extreme Erwartung an Menschen.


    ---


    Ich mache hier im Strang gerade eine interessante Entdeckung. Viele Sachen, die mit anderen Begründungen völlig akzeptiert (daß man nicht überall alles leisten kann z.B., daß man Abstriche machen darf, daß "gut gemacht" völlig akzeptabel ist... ) oder die ganz anders erwartet werden (möglischt KEINE berufliche Pause/ starke Stundenreduzierung für die Familie, falls mal mit der Partnerschaft was schief geht...) sind hier plötzlich ganz anders... weil die Begründung "wegen den Kindern" bzw. "damit wir Kraft für die Familie haben" heißt. Da kann ich mich an ganz andere Diskussionen erinnern...


    Plötzlich sind kleine Fehler unverzeihlich, sollte/darf man mit den Stunden weit runter gehen...

    Ich verstehe nicht, woher das kommt und finde es zugegebenermaßen auch verwirrend.

    Hallo,


    es ist KEIN "elternproblem". sondern viel eher ein mütterproblem. ich hasse das, wenn so getan wird, als würden mütter und die dazu gehörigen männer standardmäßig ansatzweise in einer liga spielen, das tun sie nicht.


    Und ich finde es unfair, Familien absprechen zu wollen, DASS sie es anders leben. Doch die gibt es.


    So wie du keine Familie kennst, die das lebt, kenne ich persönlich keine die das alte Rollenmodell lebt. (Doch nach viel Überlegen fällt mir eine ein, aber die haben einen ganz anderen Hintergrund und die Lebensweise hängt eher zufällig mit dem Geschlecht zusammen, wäre das Geschlecht andersrum, wäre die Arbeitsverteilung vermutlich trotzdem die gleiche)


    Ich denke, Pauschalisierungen helfen da weder in die eine noch die andere Richtung.


    Da WO es ein Problem ist, muss es angegangen werden. Selbstverständlich.


    Da wo aber BEIDE Elternteile sich gleichermaßen einbringen und damit an ihre Grenzen kommen, hilft es keine, zu sagen, der Mann/Vater hätte doch keine Probleme, der müsste oder könnte NOCH mehr übernehmen.

    Hallo,


    Ich könnte wohl in einer 50% Anstellung weit eher eine durchgängig vorhandene Aufmerksamkeit garantieren als in einer 100% Anstellung.


    Ja. Aber dann kannst du es NICHT in Bezug zur (edit: Erwerbsarbeits-) Leistung mit Kindern/Familie bzw. ohne Kinder/Familie setzen - kannst also nicht sagen, das Leben mit Kindern hätte keinerlei Einfluss auf deine (edit: berufliche) Arbeitsleistung.

    Aber genau darum geht es doch nun mal hier im Strang.

    Ich weiß nicht. Die Kritik an der Ausgangsfrage verstand ich eher in Richtung "nicht nur ein Mütterproblem, sondern betrifft Eltern" Aber wie gesagt, das las i h so heraus im Großen und Ganzen.



    Es ist ein Elternproblem. Wobei ich persönlich es nicht schlimm finde, wenn eine Person, die auf Grund ihres biologischen Geschlechts in dieser Gesellschaft üblicherweise als "Mutter" bezeichnet wird, auch von sich als "Mutter" schreibt.


    Sonst wird immer darauf geachtet, daß möglichst die korrekte (weibliche) Bezeichnung verwendet wird, wenn von einer Frau gesprochen wird (was ich ja richtig finde), hier ist es auf einmal ganz, ganz schlimm...


    Aber das hat mit der Ausgangsfrage nichts zu tun. Die war anders. Da ging es darum, ob das Leben mit kleinen Kinder und der Neueinstieg nach einer Pause die berufliche Leistung beeinflussen kann.


    Und da finde ich es unsinnig zu sagen: "Also vorher habe ich in 40 Stunden XY pro Stunde geleistet, jetzt leiste ich noch in 20 (30..) Stunden XY pro Stunde - also schaut, meine Arbeitsleistung im Beruf ist noch genau so groß wie vorher!".

    Ist sie nun mal nicht, dazu braucht man nicht mal einen Taschenrechner.


    Das ist aus meiner Sicht auch absolut nicht schlimm, im Gegenteil ich finde es bewundernswert, wenn man überhaupt Beruf und kleine Kinder und Partnerschaft und vielleicht noch ein Ehrenamt... gut unter einen Hut bekommt, ohne an alle Grenzen zu kommen. Aber es IST - in dem Falle zumindest - in beruflicher Hinsicht nun mal anders als vorher, ohne Kinder. Und warum sollte man das nicht sagen dürfen?

    (Und ja, daß es Eltern gibt, denen es da ganz anders geht, weiß ich auch, aber das sind nun mal nicht alle)

    Ich könnte wohl in einer 50% Anstellung weit eher eine durchgängig vorhandene Aufmerksamkeit garantieren als in einer 100% Anstellung.


    Ja. Aber dann kannst du es NICHT in Bezug zur (edit: Erwerbsarbeits-) Leistung mit Kindern/Familie bzw. ohne Kinder/Familie setzen - kannst also nicht sagen, das Leben mit Kindern hätte keinerlei Einfluss auf deine (edit: berufliche) Arbeitsleistung.

    Aber genau darum geht es doch nun mal hier im Strang.

    "Dann arbeite ich eben 0 Stunden und damit sind 0 Stunden meine 100%, aölso leiste ich nach wie vor 100% ür meinen Arbeitgeber!

    (Auch wenn da statt der 0 eine 20 oder 30 steht...)

    :D so in etwa hab ich das auch gedacht, wollte es aber nicht schreiben^^ außerdem ist es ja auch fein, wenn man das so empfinden kann (sicher gesünder als anders rum) .

    Naja, ich dachte darum geht es? Also um den Grad der geistigen Anwesenheit/Leistungsfähigkeit innerhalb des jeweiligen Anstellungsausmaßes. Nicht um das Anstellungsausmaß als solches.


    Es geht um die Frage, ob die Leistung im Beruf durch das Leben mit kleinen Kinder eventuell beeinträchtigt werden kann.

    Da finde ich es unerheblich, ob es sich um die geleistete Zeit oder die geleistet Arbeit innerhalb einer bestimmten Zeit handelt.

    Der Vergleich müsste sein "Vor den Kindern" und "Mit den Kindern".


    Und da finde ich es nur natürlich, wenn bei nicht wenigen Eltern (nicht allen, das ist mir klar) die Antwort "Ja" ist. Die Leistung im Beruf sinkt bei einigen nun mal, egal ob nun zeitlich oder in Menge der abgearbeiteten Dinge, in der Zahl der kleinen Schusselfehler oder in Flexibilität... Oder auch im Gefühl, wie stark man belastet ist.

    Hallo,


    aber ich würde das nicht als indikator dafür nehmen, dass ich noch genauso leistungsfähig bin wie mit 32 vor dem ersten kind. bin ich nicht.

    Hier hak ich mal ein: was denkt ihr, wie viel des Besprochenen liegt am steigenden Alter? Wer mit Mitte dreißig ein Kind bekommt, ist danach ja nicht nur Mutter/Vater, sondern eben auch Mitte dreißig. Wäre interessant, ob ganz junge Eltern das auch so wahrnehmen...


    Keine Ahnung, was am Alter liegt. Ich kann nur von mir sagen, seit meine Kinder groß sind, seit sich diverse Schulsorgen gelichtet haben, das oft kranke Kind ziemlich stabil ist, bin ich wieder deutlich leistungsfähiger. Sowohl was die Konzentration, Arbeitsgeschwindigkeit... angeht als auch die sonstige Kapazität, innerhalb des normalen Dienstes neue und durchaus umfangreiche Aufgaben zu übernehmen, die mich noch vor ein paar Jahren ganz sicher aus den Schuhen gekippt hätten.


    Ich bin mit weniger bewusster Anstrengung genau so achtsam wie vorher, mir geht der Schreibkram deutlich schneller und flüssiger von der Hand, Ideen kommen wieder einfach aufs Stichwort hin zugeflogen und müssen nicht mehr mühsam im müden Wattekopf zusammengesucht werden... damit werden "Hirnwindungen" frei, mich auch noch um anderes kümmern zu können.


    Sogar gesundheitlich in ich komischerweise stabiler, kaum noch kleine Infekte, mit denen man nicht wirklich "krank" ist, die aber die Leistungsfähigkeit doch beeinträchtigen. Weniger Rückenprobleme, seit zu Hause weniger Rückenbbelastendes anfällt usw.


    Ich fühle mich sicher nicht mehr wie 20, aber körperlich und auch sonst deutlich fiitter als zu der Zeit mit kleineren Kindern (und meine waren nicht mal wirklich "klein" beim Wiedereinstieg, wie gesagt, als ich angefangen habe, war mein 4. Kind immerhin doch schon schon 5 Jahre...)

    @Trin....schreibst du doch in deinem Mail drüber.....


    Du Bist diejenige die ständig von gesunkener Leistung schreibt.


    Ich leiste wesentlich mehr.


    Nun, da wir hier seit -schauengeh - gerade erst 12 Seiten über die Leistung in der Erwerbsarbeit reden, darüber, was dem Arbeitgeber an Leistung "zusteht" (dem dürfte egal sein, wer wie schnell Windeln wechselt, so lange man nicht gerade in der Krippe o.ä. arbeitet) usw. dachte ich tatsächlich, man könnte ja eventuell davon ausgehen, daß, wenn sich ein Post u.a. um die Stundenzahl beruflichen Kontext geht, eventuell .... vielleicht ... unter Umständen ... auch die Arbeitsleistung im BERUF gemeint sein könnte und nicht die, die man in der Familie leistet?

    :D


    Offenbar nicht, ich werde mich bemühen, es für dich jedes Mal ganz genau dazuzuschreiben. #zwinker

    Hallo,


    Ich finde die rumrechnerei ziemlich seltsam.


    Wenn ich VOR den Kindern problemlos 40 Stunden in guter Qualität - wenn auch zugegebenermaßen nie ganz "schusselfrei" - gearbeitet habe und mit Kindern "nur" 30 (20, ... ) in akzeptabler Qualität schaffe, dann IST das doch eine gesunkene Leistung im Vergleich zu vorher. Und mit großer Wahrscheinlichkeit IST das "Kinder haben" eine (Mit)Ursache dafür.


    Da hilft auch kein drumrumrechnen. Ich finde ein - überspitzt gesagt - "Dann arbeite ich eben 0 Stunden und damit sind 0 Stunden meine 100%, aölso leiste ich nach wie vor 100% ür meinen Arbeitgeber! Juhu, also ist meine Leistung im Vergleich zu vorher nicht gesunken und ich kann auch von anderen erwarten, daß ihre Leistung nicht sinkt!" sehr seltsam.

    (Auch wenn da statt der 0 eine 20 oder 30 steht...)

    Hallo,


    Gibt es echt Menschen, die ohne Fehler arbeiten? Ob nun mit oder ohne Kinder - Ich kann es mir nicht vorstellen.


    Offenbar...

    Oder es gibt akzeptable und wenige akzeptable Gründe. Zumindest dürfen Sorgen um die Kinder, Müdigkeit wegen unruhigem Nächten mit schlecht schlafendem Kleinkind offenbar auf keinen Fall die Ursache sein... ;)

    Hallo,


    ich habe es ja schon vorher mal geschrieben, ich finde es seltsam, alles was anstrengend ist auf Krampf vom Kinder haben zu trennen.

    Ohne die Kinder hätte man nun mal keine durchwachten Nächte mit einem plötzlich erkrankten Kind, ohne die Kinder könnte man ein anderes Problem (kranker Partner, kranke Eltern...) eventuell familiär anders auffangen usw. . Ohne das Kind gäbe es sein chronsische Krankheit, die bei jede Mahlzeit und auch teilweise Nachts Kapazitäten braucht, nicht.


    Ich habe weiter vorne schon gefragt, ob man diese Trennung auch bei anderen Sachen vornehmen würde... also daß du müde bist, ist weil du MÜDE bist (was damit, daß du dich um einen kranken Angehörigen sorgst, weil du vor der Arbeit schon eine Menge anderer wichtiger Dinge mit großer Konzentration erledigen musstest, im Grunde doch gar nichts zu tun hat...)


    Ob der Job Erholung ist, hängt sicher neben der Person auch vom Job ab.

    Ich mache meinen wirklich gerne und von ganzem Herzen (wenn auch nicht zu jederzeit ohne Schusselfehler) - aber glaubt mir, sich den ganzen Tag gut um 25 Kinder zu kümmern (und teilweise die Eltern...) mit allem was dazugehört, der Geräuschlulisse usw. ist - vielleicht mag ich da seltsam sein - für mich jedenfalls KEINE Erholung von den eigenen Kindern gewesen. Der Arbeitsweg, auf dem ich teilweise fast eingeschlafen bin oder übelegt habe, was heute noch so ansteht, auch keine Pause. Und 4 kleine, teilweise etwas spezielle eigene Kinder waren auch KEINE Erholung von Job.


    Ganz ehrlich, ich glaube ich bin im Rückblick sogar ein bisschen stolz drauf, das wir das so hinbekommen haben. Und zwar stolz trotz fehlender 100% (auch nicht 100% in den 30 Stunden) , dafür mit häufigen Überlastungsgefühlen und und gelegentlichen Schusselfehlern. Doch, ichwar bzw. wir waren GUT, finde ich. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Und das war unter den damaligen Umständen toll.

    Finde ich jedenfalls. Und finde ich auch bei allen anderen denen es so geht. Seid stolz auf euch und macht euch nicht an den 100%-Erwartungen anderer fertig.