Beiträge von Trin

    Hallo,


    Hm, spannend, wie unterschiedlich das ist.


    Für mich sind Bauer und Bäuerin gleichwertig. Beide machen, was grade auf dem Hof zu tun ist. Wenn es 2 gibt, ist es ihre Sache, wie sie die Arbeit untereinander aufteilen, wer melken geht und wer aufs Feld...


    Allerdings würde ich bei der Frau Pfarrerin zuerst an eine Frau in Soutane denken, die vermutlich am sonntag den Gottesdienst halten wird (und wenn sie Zeit und Lust hat ja trotzdem auch den Chor leiten wird, falls es keinen Kantor (keine Kantorin gibt) und nicht an "die Frau vom Pfarrer".


    Irgendwie finde ich es komisch, mir vorzustellen, daß ich "das Erzieher" bin statt die Erzieherin

    Aber vermutlich würde man sich an alles irgendwann gewöhnen.

    (Noch viel mehr geliebt hab ich die gute alte Bezeichnung Kindergärtnerin/Kindergärtner bzw. Hortnerin/Hortner, das kling eher nach hegen, pflegen, wachsen lassen, einen sicheren Hort geben statt nach dranrumerziehen...) .

    Hallo,

    Edit: Im Kontext des Films ergibt das Lied irgendwie auch Sinn und man merkt, dass die darin enthaltene Aufzählung von Klischees nur der Kunst dient und nicht der Wahrheit entspricht.


    Ja, ich weiß (auch wenn ich den film nicht kenne). Trotzdem fürchte ich, daß immer wieder mit viel Inbrungst gesungen gesungen doch eher die Kischees hängenbleiben ...


    (Immerhin mögen "meine" auf Arbeit grad mitten im Winter "Das ist der letzte Sommer"... nicht das von Y-titty, sondern auch von Bibi und Tina, das finde ich deutlich angenehmer auszuhalten)

    Hallo,


    Ah - wenn es sich einrichten lässt ganz museums- und ruinenfrei: Highlandgames!

    Aber echte, keine vorrangig für Touris. Das "Drumrum" ist nett und baustammwerfende oder steineschleppende Männer findet vielleicht auch der Teeny interessant?


    Am besten vorher etwas einlesen, dann versteht man besser, was läuft. (Welch ein Aha-Erlebnis, als mir klar wurde, es geht überhaupt nicht darum wie w e i t der Stamm geworfen wird und die Wertung plötzlich Sinn ergab... :D ).


    Und wer sich sportlich betätigen will, kann oft auch spontan bei einem der Wettläufe mitmachen. (Wir wollten allerdings nie...)

    Hallo,


    • Und dann gab es einen "Rap-Battle" mit dem Titel "Jungs gegen Mädchen, Mädchen gegen Jungs" - inhaltlich ein Klischee nach dem andern - und ganz viele Kinder im Publikum haben das mitgegrölt, den ganzen Text auswendig! Und die Mütter alle so begeistert und verständnislos, daß ich das nicht toll fand: "Wieso denn? Die Mädels kontern doch, die lassen sich nichts sagen, die sind halt emanzipiert, ohne verbissen zu sein..."


    Ist das das aus Bibi und Tina? Das lieben unsre Hortkinder nun auch schon in der X. Generation... #eek#heul#angst


    Ich kann es so gar nicht leiden, Soviel ich weiß gibt´s am Ende der CD noch ein Lied, in dem es drum geht, daß daß man doch zusammenhalten müsse, aber ich denke, so "fetzig" vorgebracht, bleiben vermutlich doch die Klischees eher hängen...

    Hallo,


    War da jemand von euch schon mal als Zeltcamper? Wir sind meistens mit Auto und Zelt unterwegs und ich frage mich, ob man Ende Juli Anfang August Campingplätze reservieren muss. Wo nächtigt ihr denn und wie spontan/risikofreudig seid ihr?


    Wir sind immer mit Zelt unterwegs. Vorbuchen - kommt drauf an. Wir haben beides gemacht (also mit Vorbuchung und ohne). Auch ohne hatten wir nie wirklich Probleme, aber wenn es mal voll ist, kommt es halt drauf an, wo man ist. Ist es weit und breit die einzige Möglichkeit oder findet sich nahbei ein anderer Zeltplatz, ist B&B eine Option (wobei nicht alle Kinder nehmen) usw.


    Mit jüngeren Kindern bzw. wenn wir gerne mit Freunden nebeneinander Platz wollten, haben wir sicherheitshalber vorgebucht, einfach damit nichts schief geht, denn meist waren die Zeltplätze so geplant, daß wir am nächsten Tag in der Nähe was erleben wollten, dann wäre es schade gewesen, weiterfahren zu müssen.


    Ich denke, Zeltplätze an "dünn besiedelten" Stellen oder welche, die so liegen, daß von dort aus was gestartet werden soll, würde ich sicherheitshalber vorbuchen. Wir haben meist im Urlaub auch so genug Abenteuer. ;) Ohne Kinder (unsere hätten jedenfalls abends keine Lust mehr auf Unterkunftssuche gehabt) oder wenn es einfach eine Zwischenstation ist, die problemlos verlegt werden kann, nicht unbedingt. Es ist halt anders als in Skandinavien, wo man oft etwas findet, um eine Nacht nach dem Jedermannstrecht zu kampieren. (Wir haben auch in Schottland schon Bauern gefragt, ob wir uns irgendwo hin stellen konnten und es hat oft geklappt, aber wie gesagt, das war in "Vor-Kinder-Zeiten"..


    Zum Autofahren:

    Mein Mann ist bei uns fast immer der Fahrer (nicht, weil ich nicht könnte, aber ich mag es nicht, während er wirklich gerne fährt) und er hatte keine Probleme. Gegebenfalls muss man sich halt mal wie bei diesem Kugelspiel mit Ausweichstelle durch die Passing Places schlängeln, aber es kam selten vor. Allerdings haben wir keinen Camper sondern einen normalen Kleinbus.


    Sein Hinweis: Die ersten 2 Tage klappt es meistens gut, der 3. und 4. sind schwierig. Die Aufmerksamkeit aufs Neue schwindet und die echte Routine ist noch nicht da. Da hilft (oder nervt? :D ) es, wenn die ganze Sippe bei der Abfahrt vom Parkplatz o.ä. ruft: "Keep Left!"


    Mücken:

    Wir haben seit einer harten Erfahrung in Schweden im Urlaub immer Mückenhüte dabei. Wobei man für Schottland tatsächlich besonders engmaschige braucht. Hilfreich ist es auch, wenn sie nicht einfach oben auf dem Kopf aufliegen sondern einen Ring haben wie die Imkerhüte. Alternativ kann man so eine Regenmütze mit Krempe drunterziehen, wenn man so was eh dabei hat.


    Ich bilde mir ein, daß täglich Haferflocken essen (schon vor dem Urlaub) hilft, ich werde im Vergleich zu meiner Familie generell von Mücken deutlich weniger gestochen,. Kann aber auch sein, daß ich einfach nicht so lecker bin. ;)


    Ansonsten - Schottland? WIll auch wieder! Jederzeit!

    (Da derzeit/eventuell auch zukünftig Hund(e) mit in den Urlaub kommen, warten wir erst aber mal raus, was der Brexit da zur Einreise von Haustieren bringt..., ehe wir wieder was in der Richtung planen können .... )

    Hallo,


    Ich finde auch, es sieht wackelig aus, der Schwerpunkt ist so weit oben.... Klar ist er das auch, wenn man das Kind so auf den Schultern hat, aber hm... keine Ahnung...

    Was, wenn man mal stolpert? Ohne festschnallen wäre es mir zu recht heikel, die Hände wegzunehmen - festgeschnallt kann man das Kind aber nicht schnell schützend runterziehen... Und wenn man das Kind doch die ganze Zeit halten muss, dann macht das Ding ja keinen sinn, oder?


    Die Last liegt alleine auf Schultern und Nacken, oder? Ich sehe zumindest nicht, wie die Hüfte mittragen könnte. Für mich wäre das nichts gewesen, denn gerade der Bereich war/ist empfindlich.

    Ohne ausgiebiges Probetragen (Tage, nicht Stunden) würde ich das nicht wagen wollen.


    Eine gute Rucksack-Kraxe wäre auch meine Idee, meine Kinder mochten die - außer zum einschlafen - irgendwann lieber als "rückennahe" Tragen bzw. Tuch, weil sie mehr Bewegungsraum hatten und besser sehen konnten. Und ich fand die Lastverteilung auch angenehmer.

    Hallo,


    Hm, das hatte ich anders verstanden. "Mitgeben" kann man ja auf vielfältige Weise etwas. Ich hatte nicht das Gefühl, es geht darum, daß dann im Alltag "geübt" wird. Ich dachte es geht eher darum, es nicht "zu hoch", zu wissenschaftlich anzusetzen, sondern eben "alltagstauglich", damit man - wenn man das möchte - im Alltag etwa davon einbringen kann.,


    Ich versuch mal ein anderes Beispiel: eine Physiotherapeutische Massage und eine "Baby-Massagekurs". Ersteres ist etwas, was toll ist und ganz viel bewirken kann. Etwas, wo ich mit dem Kind regelmäßig hingehe, aber das "Niveau" so angesiedelt ist, daß ich selber davon recht wenig im Alltag umsetzen kann (außer ich bekomme genaue Instruktionen und ggf. die entsprechenden "Geräte").


    In einem Babymassagekurs geht es eher ums Wohlfühlen und darum, ein paar Sachen auch im Alltag machen zu können (Bauchweh-Massage oder einfach Wohlfühlmassage).


    Und wenn nicht - auch in Ordnung. Dann gehe ich halt einmal in der Woche zum Massage-/Singe-Tanz... Kurs und mache an den anderen Tagen andere Sachen mit dem Kindlein.

    Hallo,


    Ich habe ja viele Jahre diverse Gruppen geleitet, mal war der Schwerpunkt im musikalischen Bereich, mal im religionspädagogischen, aber auch da viel über//mit Musik. Musikgarten habe ich mit meinem einen Kind probiert, uns war es viel zu stressig und hektisch. Aber kann ja sein, daß sie das Konzept inzwischen geändert haben und vieles liegt sicher auch am Ausführenden (wobei das Grundkonzept ja schon recht fix ist)..


    Was mir wichtig wäre:


    • Zeit zum selber ausprobieren und Zeit für eine gemeinsame Runde. IN unserem Eltern-Kind-Kreis gab es immer eine Zeit zum ankommen und spielen, dann eine kurze "thematische" Runde mit gleichem Start- und Schlusslied. Schön ist es, wenn in einem davon alle Kinder (und ev. Begleitpersonen) namentlich vorkommen. Danach wieder "freie Zeit".
    • Eventuell auch eine Identifikationsfigur, die die Kinder begrüßt. (Handpuppe, Kuscheltier...)
    • Nicht zu viel Wechsel, also nicht jede Woche 5 neue Lieder, sondern einen ritualisierten Ablauf aus Bekanntem, mit einem neuen Element (Neues Lied, neues Instrument, Neues Spiel...) . Kinder brauchen gar nicht so viel Wechsel, wie man meint, gerade jüngere finden "Altbekanntes" ziemlich gut.
    • Akzeptieren, wenn ein Kind lieber rumwuseln will, mit der Begleitperson absprechen, wie man es macht, daß es "aus der Ferne" dabei sein kann und die anderen doch nicht so sehr stört (Instrumente für die Zeit hochstellen, dafür Spieltücher auslegen usw.)
    • eine Vielfalt an Möglichkeiten zum ausprobieren, aber nicht in jeder Stunde alles. Also lieber auf 2, 3 Instrumente beschränken statt (wie in dem Musikgarten in dem ich war) ständig Neues auszuteilen und es den Kids, kaum, daß sie es in der Hand hatten, wieder zu entreißen, weil das nächste dran war.
    • Alles, nur bitte keine "Instrumente zum Krach machen".... Das wäre für mich ein Grund, nicht wiederzukommen. Ich fände es wichtig, daß die Instrumente auch dann noch angenehm klingen, wenn sie von Babyfingern "bedient" werden und die sowohl leise als auch wild gehändelt, angenehme Töne erzeugen. Man muss nebendran noch klar denken können, auch wenn´s Kindlein in seiner Begeisterung eine halbe Stunde drauf rumhämmern mag....
    • Wir haben da aus dem Weltladen im Laufe der Zeit eine ganze Sammlung an diversen Holzrasseln, Glöckchen... , die einfach nicht so scheppernd klingen wie viele andere "Baby-Instrumente". Das ist in der Anschaffung erst mal teurer als die klassichen "Baby-Musik-Sets", aber es rentiert sich, finde ich.

    Lieder findet man viele, aber es ist auch nicht schwer, selber welche zu erfinden. Im 5-Ton-Raum kann man eigentlich nichts falsch machen, die klassische Rufmelodie , Pendelmelodie und Dreiklänge einbauen... Ich weiß leider gerade nicht die musikalischen Fachbegriffe dafür... #schäm

    Auf altbekannte Kinderlieder eigne Texte erfinden, dürfte auch in Bezug auf die Gema problemlos sein...

    Hallo,


    Puh, das klingt wirklich anstrengend für euch alle beide.


    Kannst du eine Stellung zum anbieten finden, wo er keine Chance hat, den Kopf nach hinten zu biegen? Also irgendwie in eine Ecke (Quer zum Kopfende des Bettes oder so) gekuschelt oder fest mit deinem Arm abgestützt oder so? Das könnte dir eventuell ein bisschen Angst nehmen.


    Im Halbschlaf anbieten klappt nicht? Oder wenn du statt "Nein" etwas anderes sagst: "Vorsichtig trinken" oder so? Damit es nicht nach Trink-Verbot klingt... Ist aber sicher schwer, wenn man weiß, daß es gleich vermutlich weh ganz arg tut.

    Vielleicht kann ja doch noch mal jemand mit draufschauen und euch einen Tipp geben...


    Das mit dem Rat zum abstillen kenne ich auch, das kam bei meinem ersten Kind schon, als er wenige Wochen alt war und sich manchmal durchbog (im Nachhinein vermute ich als Ursache entweder Erkältung oder das - erst viel später festgestellte - KISS-Syndrom). Da musste ich mir Vorwürfe anhören, ich zwinge mein armes, sich je deutlich sichtbar wehrendes Kind an die Brust... Ja klar. Mag so ausgesehen haben. Einfach mal nachfragen hätte auch geholfen.


    Alles Gute

    Hallo,


    Wie macht ihr denn das dann im Kindergarten? Steht da immer was zur Verfügung?


    Wie es in Kindergärten geregelt ist, ist sicher verschieden.


    Jedenfalls sind die Abstände zwischen den Mahlzeiten meist ja doch recht gering. 8.30 Frühstück (viele der "zeitigen" Kinder haben zu Hause auch schon mal was gegessen) oder gleitendes Frühstück nach Bedarf, je nach Konzept. Dann am Vormittag irgendwann Obstpause (das restliche Obst bleibt zur Selbstbedienung stehen), dann oft 11.00 oder 11.30 Uhr schon wieder Mittagessen, nach der Mittagspause Vesper (so 14.00 Uhr?) Und ja, wenn meine Kinder mal so lange im Kindergarten waren, hatten sie tatsächlich trotzdem oft gegen 16/17 Uhr noch mal Hunger (oft "getarnt" als massiver Stimmungseinbruch - das musste ich auch erst mal erkennen lernen) - fürs Abendessen viel zu früh, also gab´s noch mal was. #weissnicht


    In dem Schulhort in dem ich arbeite, ist es so, daß tatsächlich fast immer Obst zur Verfügung steht (es sei denn es ist alle und noch kein neues da) und die Kinder jederzeit aus ihren Brotdosen essen dürfen. Hat ein Kind nichts mehr, wird oft netterweise untereinander was abgegeben oder zur Not haben wir auch noch etwas Kleines im Schrank.

    Es gibt in den unteren Klassen meist eine feste Vesperzeit (wollen die älteren meist aus Zeitgründen leider nicht mehr), aber dazwischen gibt es natürlich kein "Essensverbot".


    Vormittags gibt es zwar eine offizielle Frühstückspause, aber ich habe noch nie gehört, daß in den anderen Pausen Essen verboten wäre. Manche kommen auch im Frühhort rein und essen erst mal los - da frag ich auch nicht nach, ob sie zu Hause tatsächlich noch nichts gegessen haben oder einfach einen gemütlichen Start alleine oder gar mit mit "Kaffeklatsch-Runde" möchten...

    Hallo,


    Hier gibts drei Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten, die sind dann freundliche Angebote, ob und wieviel die Kinder da essen ist ihre Sache aber zwischendurch gibts dann nichts. Als Getränke gibts hier nur Wasser.


    Das soll keine Wertung sein, oder das alle es so machen sollen, nur als Beispiel, wie das bei uns läuft.


    Mit solchen Aussagen habe ich etwas Schwierigkeiten...


    Hm, wie soll ich das erklären? Wenn jemand schreibt "Ich(!) brauche nur 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten" oder "Bei uns hat die Erfahrung gezeigt, daß bei uns(!) niemand häufiger etwas zu essen braucht als ..." ist es das eine.


    "Hier gibt es" bzw. "Aber dazwischen gibt´s dann nichts" klingt für mich anders, so nach Festlegung von außen, "so hat das zu sein und so wird es dann auch durchgezogen... " . Ich bin fast sicher, daß du es nicht so meinst, aber der Beiklang ist für mich da. Obst und Gemüse standen bzw. stehen hier z.B. immer in Reichweite, ich habe nie einen Grund gesehen, das wegzuräumen.


    Natürlich darf ich über mich selber bestimmen, ausprobieren, was mir gut tut (die offiziellen Empfehlungen dazu ändern sich ja schneller als das Wetter...) ... aber habe ich das Recht, meine Erfahrungen und Bedürfnisse auch auf andere zu übertragen? Habe ich das Recht, andere in ihren Grundbedürfnissen einzuschränken, nur weil sie anders verteilt sind, als bei mir?


    Dürfte z.B. jemand, der 6 kleine Mahlzeiten braucht, einem anderen Menschen die Rationen, die der lieber auf täglich 2 große Mahlzeiten isst und sich nur damit wirklich satt fühlt und dazwischen Pause braucht, einschränken und über den Tag verteilen? "Mehr gibt´s nicht auf einmal, dafür nachher gleich wieder was - halte dich an unsere Essensregeln"...?


    So lange es allen gut geht, ist es das eine. Spannend wird es ja erst, wenn es jemandem nicht gut geht. Kann man sich dann eingestehen, daß es vielleicht die ein oder andere Regel sein könnte, die nicht passt? Ist man dann bereit, sie zu ändern? Oder bleibt man beim "So ist das bei uns. "?


    Wenn es für euch aktuell so passt, dann ist es so. So hätte ich wie gesagt bei meinen ersten 3 Kindern auch noch geschrieben. Aber ich musste lernen, Daß Menschen auch an der Stelle Individuen sind und verschiedene Bedürfnisse haben. Falsches Vorbild kann es nicht gewesen sein, denn bei uns war niemand Daueresser. Und doch ging es allen Beteiligten besser, als wir akzeptiert haben, daß DIESES Kind zu der Zeit tatsächlich andere Bedürfnisse hatte als der Rest von uns (eben kleinere Mengen, dafür häufiger).

    Hallo,


    Kommen gerade Zähne? Oder ist das Kind verschnupft, so daß trinken und atmen gleichzeitig schwierig ist?

    Das war bei uns immer der Auslöser für solche Zeiten. Auch Halsschmerzen könnten es sein, dann verbindet das Kind stillen mit Schmerzen... Gerade die Zähne haben wir leider manchmal erst hinterher mitbekommen, wenn es vorbei war, weil man ja nicht sieht, was "unterirdisch" arbeitet.


    Oft ging es, das Kind im (Halb)Schlaf zu stillen, nur muss man es ja erst mal wo weit bekommen... Da halt nur tragen.

    Die klassischen Tippe zum lösen haben bei uns nicht geholfen (Laut werden, Finger in den Mundwinkel...). Meist ist das Kind dann erschrocken, hat den Kopf weggedrahr, MIT Brust im Mund... und hat geweint... Das hat den blöden Kreislauf noch verschlimmert. Aber einmal habe ich reflexartig den Schmerz veratmet und dem Kind dabei versehentlich etwas ins Gesicht gepustet. Da hat es losgelassen, nach Luft geschnappt und sofort danach war alles wieder gut. Das war dann mein Weg.


    Manchmal hilft es auch, die Stillhaltung zu wechseln,. damit das Kind nicht versehentlich immer wieder die gleiche Stelle erwischt.


    Ansonsten, wenn die Phase länger dauert bzw. bevor deine verständliche Angst größer wird, könntest du dir auch noch mal Stillberatung holen und eine - Langzeitstill-freundliche, das sind leider nicht alle - Hebamme/Stillberaterin draufschauen lassen, ob z.B.. die Haltung gut ist.


    Alles Gute!

    Hallo,


    Das "Immer Hunger"-Kind brauchte interessanterweise auch wirklich etwas sättigendes. Also es aß sehr gerne Gemüsesticks usw. - aber zusätzlich zur Kartoffel oder zum Reis, Nudeln, Couscous usw. Bei vielen Sachen kann man ja Vollkorn wählen, vielleicht hilft das dem Gewissen....


    Und auch das kenne ich - wenn ich versuche richtigen Hunger ausschließlich mit Gemüse zu stillen kann das so weit gehen, daß mir übel wird - obwohl ich Gemüse liebe und normalerweise problemlos vertrage.


    Ideal ist es, wenn noch eine Eiweißkomponente dazukommt - Kohlehydrate für den Jetzt-Hunger, Eiweiß damit es wengistens ein bisschen vorhält. Etwas Fett ist dann meist von alleine drin.


    Ich hab mal gehört, daß sowohl "Ich komme mit einer großen Mahlzeit am Tag aus " als auch "Ich kann beim herumstreifen ständig was kleines essen, was ich gerade finde und komme damit klar" physiologisch sind, weil es früher halt solche und solche Zeiten gab und dann mal die einen und mal die anderen Vorteile hatten. Obs stimmt - keine Ahnung, logisch fände ich es.

    Hallo,


    Ich mach mir vor allem Sorgen um die Zähne und in der Tendenz schleichen sich da auch eher ungesunde Sachen ein als bei den Hauptmahlzeiten, wo ich eben frisch koche.

    Gewicht ist bei uns wie gesagt kein Thema.


    Hm.. Ich gebe zu, um die Zähne habe ich mir nie so große Sorgen gemacht, als daß ich ein jammerndes oder/und wütiges Kind ausgehalten hätte (und darauf wäre es bei uns hinausgelaufen) . Wir haben geputzt, so weit das gewaltfrei ging und waren regelmäßig beim Zahnarzt, der meinte auch, daß die Verfärbungen so oder so gekommen wären, aber dabei blieb es auch und die neuen Zähne waren OK.


    Zu trinken gab es seit jeher im Alltag nur (Leitungs)Wasser. Ich persönlich sehe ehrlich gesagt die dauernde Trinkerei von anderen Sachen als Wasser als riskanter an. Und das sehe ich viel öfter - Kinder, die ständig eine Trinkflasche in der Hand haben - selbst im Schulater empfinden es manche Kinder noch als Zumutung, sie mal ein paar Minuten wegstellen zu müssen - oder daß Eltern ihrem Kind ständig mit der Trinkflasche (gerne noch mit Zuckerhaltigem, aber auch ungesüßter Früchtetee enthält Säure) hinterherlaufen, damit es nur genug trinkt.

    Ich möchte da nicht urteilen, sie haben ihre Erfahrungen, die dazu führen - aber rein was die Zähne angeht, würde mir das mehr Sorgen bereiten als gelegentliches Essen + Wasser trinken.


    Und das Angebot bestimmen in dem Alter meist ja doch die Eltern durch den Einkauf und das Hinstellen. Klar bekamen sie zum Geburtstag oder zu Weihnachten usw. auch mal Süßkram geschenkt, aber das war nie so viel als daß es über einen längeren Zeitraum als Essensersatz hätte dienen können.


    Das hat es uns natürlich leichter gemacht, es locker zu sehen.

    Hallo,


    Ich musste lernen, daß Menschen da verschieden sind.


    Nachdem ich 3 Kinder hatte, denen nach der Babyzeit im Prinzip 3 Mahlzeiten ausgereicht haben, war ich geneigt, daß als Normalzustand und durchaus auch als meinen persönlichen "Erziehungserfolg" anzusehen.


    Nun ja, das Leben hat, wie an so vielen Stellen, daraufhin beschlossen, mich demütig zu machen und gab mir als viertes ein Kind, daß völlig anders gestrickt war. Daß lange, lange nur kleine und dafür häufige Portionen aß. Daß sich, egal mit welchen Tricks, nicht "satt essen" konnte - weil es schlicht mit der kleinen Portion satt WAR.


    Eine Zeit lang wachte dieses Kind sogar nachts auf und jammerte vor Hunger - etwas was all meinen Überzeugungen entgegenstand. Nur keine falsche Angewohnheiten fördern, schlimm für die Zähne, zu alt für so was (ich glaube er war 3 oder 4) usw.

    Aber nachdem ich 2 Stunden versuchte, das verzweifelte Kind in den Schlaf zu begleiten und ihm dann eine kleine Schüssel Nudeln gab nach der das Kind sofort seelig einschlief, war ich nicht mehr bereit, da groß zu experimentieren. Der Spuk dauerte 2, 3 Monate, dann war es zumindest nachts wieder vorbei.


    Na ja, mir blieb also nur, einen Dauerkampf aufzumachen, bei jeder Mahlzeit zu versuchen, mehr an Menge oder Kaloriendichte ins Kind hineinzubekommen, in der Hoffnung, es hielte länger vor - oder Zwischenmahlzeiten zu verweigern, in der Hoffnung, es äße beim nächsten Mal mehr. Beides traf nicht ein, aber die Stimmung, wenn das Kind hungrig wurde, war übel. Und - dann konnte das Kind vor lauter Wut und Verzweiflung oft genug nichts essen - toller Kreislauf. #hmpf


    Dazu fehlten mir allerdings sowohl die Kraft als - viel wichtiger - auch die Überzeugung, daß es sinnvoll wäre.


    Also blieb nur, es zu akzeptieren und entsprechend zu gestalten. Also die Snacks waren kein Naschkram sondern Essen und es stand immer was da, was sofort essbar oder schnell zubereitet war.

    Es gab Zeiten, da hat das Kind 5 (kleine) Portionen Couscous gegessen. Oder zwischendurch die Nudeln, die von der letzten Mahlzeit übrig waren. Auch gleich kalt, weil warm machen zu lange dauerte. Das war ihm egal. Obst und Gemüse stehen sowieso immer für alle bereit.


    Die Zähne sind übrigens OK (Kind ist inzwischen 16 und ich merke keinen großen unterschied mehr im Essverhalten zu den Geschwistern), obwohl er an den Milchzähnen durch einen angeborenen leichten Zahnschmelzdefekt bedingte Verfärbungen hatte.


    Komischerweise hatte ich vor einer Weile auch mal so eine Phase... zu den Mahlzeiten wenig Appetit und schnell satt - dafür aber dann schnell wieder Hunger und zwar von jetzt auf sofort und dann gleich richtig heftig. Inklusive heftigem Leistungs- und vor allem Stimmungsabfall usw. (Dauerte eine Weile, ehe ich das in Zusammenhang brachte).

    Wenn mir dann jemand das Essen verweigert hätte, wäre das recht unschön geworden...


    Ich denke, so muss jede Familie ihren eigenen Weg finden.

    Hallo,


    Irgend jemand hier im Forum schrieb, daß ihnen damals - zusätzlich zu unterstützenden Mitteln - geraten wurde, das Kind nach jedem Essen für 10 Minuten auf die Toilette zu setzen. Warmer Raum, was stabiles unter den Füßen, Lieblingsbuch dabei, Elternteil daneben, nette Stimmung...


    Nicht mit dem Ziel, daß dort immer etwas "machen muss" (Ich glaube "drücken" war sogar "verboten") sondern eher mit der Stimmung "wenn was raus will darf es, wenn nicht, haben wir es einfach gemütlich hier".


    Ich könnte mir vorstellen, daß das - sofern das Kind sich drauf einlässt - den Druck rausnimmt und das Gefühl, auf dem Klo MUSS was kommen (und andersrum, dahin geht man nur, wenn es gar nicht anders geht) und die Toilette sei ein Ort, wo es eventuell wieder weh tun könnte, mildert.


    Alles Gute!

    Hallo,


    Ich denke nicht, daß man da viel machen kann.


    Bei mir war es so, daß mir sowieso schlecht wurde. Meine Eltern haben mir zwar immer gesagt, das käme vom Lesen, aber da konnte ich keinen Unterschied feststellen. Also habe ich in der Zeit BIS mir schlecht wurde, gelesen - danach half eh nichts mehr. Wenn ich Glück hatte, schlief ich ein ansonsten - war es eben schlimm.


    Meinen Kindern hat Cocculus geholfen. Ich weiß, daß homöopathische Sachen sehr umstritten sind, aber mir war es in dem Moment egal. Was hilft, das hilft. (Und andere, Kügelchen einfach nur aus Zucker haben NICHT geholfen).

    Hallo,


    Ich habe ein Problem damit, wenn Lebensmittel als "Müll" (Trash) bezeichnet werden, egal, ob man selber sie mag oder nicht, ob sie als gesund oder ungesund eingestuft werden... Klar kann man bei vielen gekauften Sachen an der Zutatenliste herumkritisieren, aber ich denke, wenn es die deutschen Lebensmittelgesetze passiert hat, ist es kein Müll.


    Die Frage ist ja, bis wohin wird etwas dem hohen Standard gerecht? Ist der selbstgemachte Kalte Hund oder das Spekulatios-Tiramisu, daß mein Mann manchmal macht nun hochwertig und liebevoll selbstgemacht - auch wenn fertige Kekse verwendet werden? Oder nur, wenn die auch selbst gebacken wurden?

    Ist es trotz des extremen Zuckergehaltes hochwertiger als die Aufbackbrezel?


    Mir graust es vor der Zusammensetzung mancher Gewürzmischungen manchmal mehr als vor gekauften Weihnachtplätzchen und trotzdem gilt der damit gewürzte Nudelsalat als "liebevoll selbst gemacht".


    Bei manchen Sachen sind mein Sohn (Allergiker) und ich (Vegetarierin) auch schon auf die Nase gefallen. Entweder, weil nicht herauszubekommen war, wem der jeweilige Salat/Kuchen... gehörte und wir nicht nachfragen konnten oder auch, weil an bestimmte Inhaltsstoffe nicht gedacht wurde. (zu einer dritten Person: "Wir backen XY immer in Schweineschmalz aus..." (Ein Gebäck, bei dem ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, es könnte nicht-vegetarisch sein. Salat: "Nein, Eier und Milch sind da nicht dran, das kann er ruhig essen. Ach so, die Mayonnaise? Die ist meistens mit Eiern? Das wusste ich gar nicht..." ) . Aus diesem Grund hätte mein Sohn die gekauften Frikadellen essen können (wenn die Zutatenliste hergibt, daß kein Ei dran ist, was bei erstaunlich vielen der Fall ist), selbstgemachte in den meisten Fällen nicht.


    Wie will man gegeneinander abwiegen, was "hochwertig" ist, was Müll und was irgendwie "Halb-Müll"?

    Ich finde auch, daß Kinder viele gute Geschmacksrichtungen kennen lernen sollten - oder zumindest die Möglichkeit dazu haben sollten. Man kann mit der Klasse kochen, Salate zubereiten, Themenbuffets machen... Daß auf einem geplanten Obstbuffet die gekauften Wiener nicht ganz passend sind, ist denke ich ziemlich allen klar. Und wenn ausdrücklich und ausschließlich selbstgemachte Sachen Thema sind, dann ist es eben so. (Dann sollte man als Schule aber gut überlegen, ob das tatsächlich alle Familien so leisten können, Thema Chancengleichheit...)


    Und ja, ich finde es toll, wenn es auf einem Schulbuffet ganz viele tolle selbstgemachte Sachen gibt und man immer wieder Neues entdeckt, da ging manches Rezept hin und her. Trotzdem ist das andere eben aus meiner Sicht kein "Müll".


    Und ein Schulfest, an dem es meist ja auch sonst noch trubelig ist, ist für mich da nicht unbedingt der wichtigste Ort für entsprechende pädagogische Erziehungsarbeit. Und wenn doch, dann gehört für mich auf Erziehung zum Respekt dazu ...