Beiträge von Trin

    Hallo,


    . Er habe schon Freunde, im Grunde spiele er mit allen, und das sei ja auch gut, aber es sei doch eher normal, dass man auch einen festen Freund habe, mit dem man dann eben Abenteuer erlebt und das sollten wir mehr fördern. Da war ich auch völlig perplex, das war in einer Zeit, in der mein Sohn überhaupt keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht und wirklich mit jedem/r gespielt hat, der/die seinen Interessen entsprach, und die waren halt sehr vielseitig. Habe daran lange zu knabbern gehabt, weil ich es einfach so absurd fand.


    Ich finde wie gesagt schon richtig, zumidnest hinzuschauen.


    Es gibt Kinder, die haben nie einen "besten Freund" oder die könneneinfach mit dem in Kiga oder Klasse vorhandenem "Kinder-Pool" oder generell mit Kindern, die "ihrem" Geschlecht zugeordnet werden nichts anfangen.

    Das ist völlig in Ordnung, so lange es ihnen gut geht damit.


    Aber manchmal hat es auch andere Gründe und dem Kind geht es nicht immer nur gut damit. Vielleicht ist es schüchtern, vielleicht erfüllt es unbewusste Erwartungen der Erwachsen (das geht ja in jede Richtungen,. ich kenne ein Mädchen, das lange gebraucht hat, ehe sie sich mit Mädchen anfreundet und ich denke schon, daß es auch sein könnte, daß sie ein wenig mit den Erwartungen und dem Stolz der Etlern auf ihr "jungenhaftes" Mädchen kooperiert hat. Ich kenne ein Kind, daß schon im Kindergarten sagte, daß es kein Junge sondern ein Mädchen ist und daß gerne bestimmte Kinder als Freunde gehabt hätte, die halt zufällig Jungs waren. Aber es war für das Kind nicht einfach, gemeinsame Interessen und Anknüpfungspunkte zu finden.


    Es gibt eben auch Kinder, die ich einfach schwer tun, die Kontakte, die sie eigentlich haben möchten, auch zu knüpfen und da kann manchmal ein bisschen Unterstützung gut tun.


    Darum ist es für mich einen großer Unterschied, warum man auf bestimmte Dinge schaut. Weil man eine Norm vor Augen hat und Wege suchen will, das Kind auf Grund seiner äußeren Geschlechtsteile in eben jene Norm hineinzuzwängen, oder ob man das individuelle Kind im Blick hat und schaut, was es braucht, damit es ihm gut geht und es sich gut entwickeln kann.

    Ich finde diese ominösen sozialen Fähigkeiten in deutschen (oder zumindest hier in der Gegend vorherrschenden) Kindergärten wirklich raetselhaft. Keiner weiss so recht was das genau ist, aber staendig wird damit das Verhalten von Kindern bewertet und beurteilt.


    Auch hier - doch, ich finde es gibt bestimmte Fähigkeiten, die ein Kind möglichst im Laufe seiner Entwicklung erwerben sollte. Es lebt nun mal in einer Gemeinschaft und soll sich dort wohl fühlen. Beziehungsweise wenigstens selber entscheiden können, was davon zu ihm passt und was nicht.


    Mir persönlich geht es dabei nicht um bewerten und beurteilen sondern um "begleiten können" ums "Wege zeigen" udn Möglichkeiten öffnen".


    Und da ist es z.B. für mich ein Unterschied,. ob ein Kind bestimmte Freundschaften nicht eingehen kann (aber eigentlich möchte) oder ob es kein Interesse daran hat.Ob es gerne einen besten Freund hätte - oder ob es zufrieden damit ist, seine Spielpartner je nach Thema zu wechseln. Ob es viel alleine ist, weil es einfach gerne gerne alleine ist und das braucht und genießt, oder weil ihm andere Menschen ein Buch mit sieben Siegeln ist daß es nicht versteht - oder andersrum sein Verhalten für die anderen so irritierend ist, daß sie sich zurückziehen.


    Das ist mMn "bewertungsfrei" und natürlich komplett unabhängig von der Frage Mädchen oder Junge.

    Hallo,


    Zitat

    @Trin's Vorschlag mit Warum's den Wind aus den Segeln zu nehmen ist bestimmt nicht falsch, nur war ich gerade nicht so geschickt drauf.


    Wäre ich auch nicht. In solchen Momenten fällt mir nichts ein - oder ich reagierere harscher als ich im Nachhinein gut finde. Aber dann "arbeitet" es in mir und lässt mir keine Ruhe...


    Wenn es dich noch so wurmt - was mir so gehen würde - könnte man das Gespräch ja noch mal drauf bringen.

    "Mich beschäftigt, was sie letztens gesagt haben..." und dann nachbohren.


    Ist das Kind unabhängig von Mädchen/Junge aus ihrerer Sicht generell auffällig im Sozialverhalten? Wenn ja, würden sie das bei einem Jungen genau so sehen? Ist es z.B. fast immer für sich allein, kann im Spiel nur feste Rollen einnehmen, z.B. dann, wenn von älteren klar gesagt wird, was zu tun ist. Kann es generell nicht so gut mit anderen Kindern/Menschen oder kann es nur speziell mit jüngeren nicht so viel anfangen?

    Dann kann es sich schon lohnen, mal hinzuschauen, ob das einfach "sein Ding" ist und ob es ihm gut damit geht oder ob es gerne eine breitere Auswahl hätte und nur nicht weiß, wie es das machen kann.


    Oder könnte es an der Gruppenzusammenstellung liegen, so daß ihr das passende Gegenüber fehlt(e)? Du schreibst ja selber, sie hat sich bei den Kleinen nicht wohl gefühlt. Vielleicht braucht sie einfach eine Abgrenzung, um dann von sich aus (wieder) "hilfsbereit" zu sein? Auch da kann man schauen wie man das Kind unterstützen kann, sich in der jetzigen Konstellation gut aufgehoben zu fühlen.


    Und zwar komplett unabhängig von Junge/Mädchen.


    Vielleicht ist es einfach eine ganz normale Phase, in der sich die "mittelgroßen" Kinder manchmal ganz klar von den Kleinern distanzieren, weil sie eben "nicht mehr klein" sind? Manche fangen dann irgendwann an, ihr "Groß sein" zu zeigen, indem sie die Kleinen betüddeln, aber bei weitem nicht alle. Und das ist ja auch völlig OK so.


    Oder geht es tatsächlich speziell um das "sich in einer "Mutter"-/"Frauen"rolle (bewusst in "..." ) um jemanden kümmern? Dann würde ich tatsächlich hinterfragen, warum ihnen das wichtig ist und ggf. sehr deutlich machen, daß ich möchte, durchaus möchte, daß mein Kind ein gutes Sozialverhalten entwickelt - daß es aber sich doch bitte unbedrängt von solchen überholten Stereotypen entwickeln kann.


    Die Frage ist halt, ob man es erst mal im Guten miteinander versuchen möchte - viele Dinge kann man besser annehmen, wenn sie einem klar aber freundlich gezeigt und nicht gleich um die Ohren gehauen werden. Mir geht es zumindest so, daß ich eher bereit bin, mich selber zu hinterfragen, wenn mir der mich freundlich hinterfragt bzw. mir seine andere Sicht aufzeigt als wenn ich gleich

    Ich denke immer scharf nachsetzen kann man immer noch, wenn das nichts bringt.

    Hallo,


    Zitat

    Die Kita hat sich beschwert - meine Tochter solle doch bitte mehr mit Puppen und krippenkindern spielen. Sie als Mädchen müssen endlich lernen sich um jüngere zu kümmern.


    Das haben sie wörtlich so zu dir gesagt? #blink


    Ich glaube, ich hätte das Bedürfnis, noch mal ganz genau nachzufragen, wie sie das gemeint haben.


    Ich würde ihnen die ganz schlichte Frage "Warum?" bzw. "Warum sie?" zurückgeben.


    (Nach dem ersten Schock darüber, daß jemand immer noch solch altertümlichen Vorstellungen hat...)


    Geht es darum daß Kinder generell Fürsorglichkeit und Hilfsbereitschaft lernen und erleben sollten (Wäre OK für mich, würde aber auch anders gehen als mit den Krippenkindern zu spielen). oder speziell darum, daß sie als Mädchen bestimmte Eigenschaften erwerben "muss".


    "Warum denken sie das?", "Warum speziell als Mädchen?", "Warum in ihrem Alter?", "Warum auf diese Weise?" ...


    Und falls dir eine der Antworten tatsächlich überzeugend vorkommen sollte: "Und wie wollen sie das machen?" - schließlich kannst du von zu Hause aus kaum steuern, womit dein Kind im Kindergarten spielt. (und, falls mit die Antworten da so gar nicht gefallen und in Richtung "zu etwas drängen" gehen, durchaus mit dem Hintergedanken, ob mein Kind da gut aufgehoben ist...)

    Hallo,


    Ich versteh nicht, wie das in USA klappt. Die Kinder sind doch genauso Kind wie hier auch. Die Wohnzimmer fast alle komplett offen. IRgendwie scheint das da zu klappen. Hier klappt nichtmal Nikolaus (und ganz ehrlich - bei mir als Kind auch nicht).


    Sicher Gewohnheit, aber ich bin sicher, selbst meine Langschläferkinder wären an dem Tag zu 4-Uhr-wach-Kindern mutiert. Und dann beizeiten dank fehlendem Schlaf unleidlich geworden... (Und an den Gottesdienst am 25. früh hätten wir glaub ich gar nicht denken müssen und der war echt schön)


    Na ja, vermutlich hätte man sich auch daran gewöhnt, grad wenn es nie anders üblich war und den Tag drauf eingestellt, aber so generell "besser" oder logischerweise andersrum "schlechter" finde ich keine Version. #weissnicht


    Nikolaus - hier stehen die Schuhe vor der Haustür. Der der Erste Erwachsene der morgens aufsteht, füllt sie (Mein Mann hat glücklicherweise kein Problem damit sehr zeitig aufzustehen und hatte meist auch passend Dienst...) und natürlich sind die Kinder morgens sofort hingeflitzt, barfuß und im Schlafanzug... was ja auch völlig in Ordnung ist. (das war z.B. so ein "Frühaufsteher-Tag) .


    Ich denke so gerne an das eine Jahr zurück, wo unsere Kinder alle (bitte wörtlich nehmen!) Schuhe die sie im Haus gefunden haben, vor die Tür gestellt haben und augenzwinkernd zu mir meinten: "Och Mama, bei den vielen Leuten die hier wohnen, hat der eh keinen Überblick und wir teilen dann..." .


    Wichtig finde ich wie gesagt, daß man halt im Blick behält, daß man Familien-Traditionen nicht künstlich schaffen kann (und muss), schon gar nicht alle auf einmal in in einem einmaligen Akt, sondern daß sie viel besser als "Familien-Kleber" funktionieren, wenn sie sich entwickeln und "wachsen" dürfen". Indem man die Dinge, die gut passen, wiederholt und gleichzeitig offen ist für "immer wieder anders".

    Hallo,


    zur Weihnachtsmann-/Christkindsache kann ich nichts sagen (das gab´s bei uns nicht), aber generell habe ich im Laufe der Jahre gelernt, meine eigenen Erwartungen runterzuschrauben, weil sonst Chaos und Enttäuschung vorprogrammiert waren.


    Kleidung - nette, ordentliche Sachen, aber keine "Festkleidung". Dann ist es auch nicht schlimm, wenn der Kakao kleckert (und das passiert an solchen tagen IMMER - und zwar bevor das erste Foto gemacht wurde) oder das Kind auf dem Heimweg von der Kirche im Matsch landet (irgendwo war IMMER Matsch, wenn meine Kinder dabei waren).


    Singen - Wir Großen singen, weil WIR es wollen. Wer mitsingen will, darf das gerne, aber wenn außer uns alle schweigen - auch OK. Wenn wir nämlich erwartet haben, daß die Kinder singen, dann wollten sie es ganz sicher jetzt gerade nicht tun.


    Stimmung - besinnlich, ruhig und harmonisch darf sein - ist aber keine Voraussetzung fürs Weihnachtsgefühl (das ging mir in den ersten Jahren anders, da musste ich sehr umlernen) .


    Überhaupt alle Erwartungenm, wie es "sein sollte" oder wie es "sich anfühlen sollte" haben oft dazu geführt, daß es gerade so NICHT wurde. Nicht nur an Weihnachten, sondern generell mit Kindern.


    Wie gesagt, in den ersten Jahren war ich dann manchmal sogar recht unglücklich und hab mich "schuldig", weil unfähig gefühlt, meiner Familie die richtige Weihnachtsstimmung zu verschaffen. Aber irgendwann konnte ich das loslassen. Hey, das ist UNSER Weihnachten. Das darf harmonisch UND Chaotisch sein. Ruhig UND laut, glücklich UND grummelig.


    (Der fromme Teil: Jesus ist zu uns Menschen gekommen, so wie wir sind - nicht zu unsren perfekten Abbildern. UND Jesus war nicht nur Gottes- sondern auch ein Menschenkind und ganz sicher auch manchmal laut, chaotisch, mal überfordert und mal überdreht... Darum ist ganz sicher trotzdem - oder gerade darum - bei allen Weihnachten...)


    Essen auf der Treppe oder sonstwo finde ich ganz super. Unsere Kinder liebten "Besonderheiten" , die zu Ritualen wurden. die konnten gar nicht verrückt genug sein (aus einer Nacht auf der Terrasse schlafen wurden hier mehrere ganze Sommer...) .


    Und wenn es doch nicht so passt - was ist verloren? Dann wird es eben keine Tradition und es war an einem von noch vielen kommenden Weihnachten einmal ein ein chaotisches Essen. Eins, an das man sich vermutlich später lachend erinnert. "Wisst ihr noch, das eine Jahr, als wir versucht haben, auf der Treppe zu essen, damit wir die Stube zu lassen konnten? Was für ein herrliches Chaos, am Ende mussten wir euch alle erst mal umziehen - aber die Geschenke sind uns trotzdem nicht davongelaufen..."


    Also selbst dann etwas, was Erinnerungen und damit "Verbindung" schafft. :)

    Hallo,


    Kurz zum Mindestbestellwert...


    Ich verstehe absolut, warum er sinnvoll ist, natürlich sollen Aufwand und Gewinn in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Und wenn es Dinge sind, die ich problemlos anderswo bekomme, ärgere ich mich auch nicht, dann kaufe ich es nicht dort sondern anderswo, direkt im Laden oder da, wo es keinen Mindestbestellwert gibt.


    Aber manchmal, wenn es Dinge sind, die schon recht speziell, aber eben nicht teuer sind, finde ich es schwierig. Beispiel - eine spezielle Glühbirne, die in eine Lampe gehörte, die gleichzeitig das Terrarium erwärmte und die im normalen Laden so nicht zu finden war.


    Kosten ca. 1,50€. Plus Porto 4,50, damit kostete sie schon 6 Euro.

    Im Shop gab es nichts, was wir sonst in dem Moment gebraucht hätten, aber für den Mindestbestellwert hätten wir irgendwas dazulegen müssen, was nicht benötigt wird. Damit hätte uns das Lämpchen dann fast das 10-fache des eigentlichen Preises gekostet.


    Von daher kann ich die Nachfrage, ob es nicht doch auch mal ausnahmsweise anders geht, schon verstehen, auch wenn ich selber es nicht machen würde. Das "Nein" müssen dann eben beide Seiten aushalten.


    Ansonsten sehe ich es auch so - entweder abfragen, was die (Stamm)Kunden sich an Möglichkeiten wünschen würden und dann schauen, was für euch machbar ist und was nicht - oder aushalten, daß es einfach jedes Mal eine Weile dauert, bis sich alle an Neues gewöhnt haben und darauf vertrauen, daß die, denen euer Shop wichtig ist, das schaffen werden.

    Hallo,


    Bei uns war es im Grunde wie oben beschrieben.


    Die Stube war schon 2-3 Tage vorher zu. Räumlich war das prima machbar und hat uns die Möglichkeit gegeben, trotz wuseliger Kinderschar alles in Ruhe vorzubereiten. Zur Weihnachtsstube gehörten nämlich nicht nur die Geschenke und der Baum, sondern auch der (gefüllte) Kaufmansladen und das Puppenhaus, das sauber gemacht und eingeräumt werden musste usw. Die bleiben dann, so lange sie gut bespielt wurden (meist so bis Februar/März und dann wanderten sie in Absprache mit den Kindern wieder auf den Dachboden.


    Am 24. der ganz klassische Ablauf.


    Mittagessen wurde dank kompatibler Kinder schon zeitig in ein spätes ausgiebiges Frühstück umgewandelt. Dann traf jeder individuell die letzten Vorbereitungen (oder spielte, je nach Alter ...)


    Nachmittags kamen Oma und Opa (meine Eltern) und wir sind zum Gottesdienst gegangen. Danach kamen noch Onkel und Tante dazu und dann gab es in der Küche Kaffee/Kakao und Weihnachtsgebäck. Das war eng, aber gemütlich. Wenn alle satt waren, verkrümelten sich Oma und Opa mit den Kindern kurz ins Kinderzimmer.


    Irgendwann klingelte das Glöckchen und die Weihnachtsstube ging auf. Nur Kerzen in Kerzenständern und Pyramiden (viele) und Musik (immer die gleiche) , alle kamen rein, schauten sich um, sucht am Baum das "Weihnachts-Osterei" (und bemüht sich, nicht zu verraten, wo es hängt) und setzten sich.


    1, 2 Weihnachtslieder wurden gesungen. Ein Elternteil, später dann ein Kind bzw. die Kinder im Wechsel las(en) die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vor. Meist das klassische "Und es begab sich zu der Zeit...", eine Zeit lang aber auch eine Kinderbuchversion, weil die größer gedruckt und für Erstleser leichter zu bewältigen war.

    Wer etwas vorführen wollte (singen, Instrumente, Lieder, Gedichte...) machte das, danach gab es noch ein bestimmtes Lied als Abschluss.


    Dann war Bescherung, allerdings nur mit den Geschenken von uns Eltern. Wir haben verschieden Versionen probiert, bis wir eine gefunden hatten, die gleichzeitig ruhig, wertschätzend und trotzdem nicht langweilig war. Wenn die Kinder dann beschäftigt waren, haben wir Großen uns untereinander beschert.


    Danach hatten Oma und Opa noch Geschenke für die Kinder, wobei wir das zum entstressen einige Jahre lang auf den 25. verlegt hatten. Da sind wir eh traditionell bei meinen Eltern.


    Danach war´s dann meist schon Zeit fürs Abendessen. Bei uns gibt es schon in unerer eigenen Kindheit an Heilig QAbend traditionell Kartoffelsalat + "Kleinkram", Dinge, die man unkompliziert essen kann, die satt, aber nicht übervoll machen. Das war sehr entspannend . sowohl in der Vorbereitung als auch Durchführung. (keiner hätte Lust gehabt, satt in der Stube bei den anderen zu sein, in der Küche zu stehen und zu kochen).


    Na ja, dann wurde einfach geredet und gespielt, bis alle der Reihe nach müde wurden und nach Hause bzw. ins Bett gingen.


    Also im Grunde ganz unspektakulär.


    Ach ja und wer sich das jetzt gar so kitschig-besinnlich vorstellt, der mische in das Zenario 4 sehr lebhafte Kinder unterschiedlichsten Altersvariationen dazu :D


    Tja, jetzt sind sie groß, erwachsen bzw. fast erwachsen und alles ist ganz anders ... noch ganz genau so. (Nur Musikvorführungen gibt´s leider keine mehr, das ist ihnen peinlich)-

    Wir haben schon mehrfach vorgeschlagen, daß die Jugend doch den Baum schmücken könne, gerne auch kreativ-verrückt. Oder die Stube aufbleiben kann (so viel Geheimnisvolles passiert da ja nicht mehr). Oder man andere Musik spielen könnte, moderne Weihnachtsmusik...

    Nein, geht nicht. Weihnachten soll bleiben, wie es ist. Nun dann... so lange sie das möchten, gerne doch.

    Hallo,


    Auf alle Fälle zum Arzt, das kann sonst unschön enden.


    Ich habe letzthin bei einer etwas anderen, aber ähnlichen Sache vermutlich zu spät reagiert (wahrscheinlich nur Stunden...) und hab mir damit eine Woche KH eingehandelt. Keine Ahnung ob das KH sonst ganz vermeidbar gewesen wäre, zumindest wäre es weniger heftig geworden.


    Außerdem ist Gürtelrose ansteckend, wenn auch nicht ganz so sehr wie Windpocken. Darum würde ich auf jeden Fall wollen, daß es bestätigt - oder in meinem Falle z.B. eben auch ausgeschlossen - wird, um da ganz sicher zu sein, niemanden zu gefährden.


    Alles Gute!

    Hallo,


    Wie gesagt, ich gehe auch von der "Empfänger-Seite" aus.


    Wir hatten mal für ein Projekt einen Titel gewählt, der offenbar missverstanden werden konnte bzw. den einige Eltern nicht gut fanden (dabei ging es nicht um die Genderthematik sondern um kulturelles).


    Hätte mir jemand so einen "kurzen und knappen" (in meinem Gefühl "harten und kalten") Brief geschrieben mit Forderung (trotz "Bitte" ist es in meinem Gefühl eine) und Entsetzen, wäre bei mir und vermutlich vor allem bei meinen Kolleginnen zumindest erst mal als Hauptbotschaft angekommen "Wir geben uns hier echt Mühe - und nun hat jemand (mal wieder) was zu meckern.", das Inhaltliche wäre eventuell erst mal zweitrangig gewesen.


    So hat ein Elternteil einen netten Brief geschrieben, daß sie unsere Arbeit wert schätzen, sie aber der Projekt-Titel irritiert. Wir haben dann noch mal miteinander reden können - ihnen ist klar geworden, daß sie ein Satzzeichen übersehen hatten, daß einen anderen Beiklang reinbringt, uns ist bewusst geworden, daß wir noch besser auf so etwas achten müssen, eben damit es nicht wegen so einer Kleinigkeit missverständlich ist.

    Selbst wenn der Projekttitel inhaltlich tatsächlich so gemeint gewesen wäre, wie er für die Eltern erst mal klang, wäre das Team auf diesem Wege vermutlich eher ins Nachdenken über Formulierung und Inhalt gekommen als mit einer gefühlten "verbalen Abklatsche".


    Es ist eben wie gesagt immer auch die Frage, was man erreichen will. Einfach nur, daß die eigene Forderung umgesetzt wird oder daß man ev. in den Dialog kommt oder/und den anderen für ein Thema "öffnet". Dabei spielt es dann wieder reine Rolle, ob man so ein Thema erstmalig anspricht (und davon ausgeht, daß der andere einfach noch nie groß drüber nachgedacht hat oder nicht besonders sensibilisiert ist) oder ob der andere trotz Dialogversuchen auf einer Meinung beharrt, die mir/meinem Kind Probleme macht.


    Über ein Update würde ich mich auch freuen.

    Hallo,


    Ja eben nicht Anweisungs-Empfänger, sondern Empfänger einer Bitte.


    So wäre deine Formulierung bei mir aber eben nicht angekommen. Trotz des Wortes "Bitte" darin. Ich sage oft genug auch dann das Wort "bitte", wenn im Kontext klar ist, daß es eben doch eine Anweisung ist.

    Ich hätte eher das Gefühl, da ist jemand stinkig und knallt mir jemand "direkt und schmucklos" eins vor den Latz. Mag ja in dem Falle stimmen, würde bei mir aber zumindest im ersten Moment eher Abwehr und Selbstschutz als tieferes Nachdenken auslösen.


    Wie gschon geschrieben, es kommt aufs Verhältnis an, zu den Grundschullehrerinnen meiner Kinder hatte ich immer ein eher nettes Verhältnis (bzw. habe es angestrebt, so lange nichts massiv dagegen sprach). Ich hatte grundsätzlich großen Respekt vor ihrer Leistung, auch dann, wenn die eine oder andere Entscheidung mal nicht meiner Meinung entsprach. Das hätte ich auch mit meiner Formulierung rüberbringen wollen. Bei einer Lehrerin an einer späteren Schule hatte ich irgendwann das nett sein aufgegeben, dann haben sich meine schriftlichen Rückmeldungen dann auch entsprechend gelesen.


    Aber wie gesagt, Okra kennt die Lehrerin und die "regionalen Üblichkeiten" am besten und wird sicher eine Formulierung finden, die passend ist.

    Hallo,


    Ich kann zum Beispiel mit dem Geschwurbele "ich finde es schwierig..." nichts, aber auch gar nichts anfangen. Was soll ich damit? Was will die von mir? Was ist die Message? Schwierig, ok. Und nun? Soll ich was machen, wenn ja was?


    Wobei der erste Text von Okra ja kein 3-Seiten-Geschwurbel ist sondern gerade mal 4 Sätze lang ist. Und ich finde schon, daß die Kernaussage klar verständlich ist. (Gleichzeitig aber eben auch eine grundsätzliche Wertschätzung gegeben wird.)


    Ich fände das nicht zu viel, zumal es eben keine Situation ist, in der Person A berechtigterweise eine kurze und prägnante Handlungs-Anweisung an Person B übermittelt, sondern in der eher ein Hinweis gegeben bzw. das eigene Gefühl zu einer Sache beschrieben wird.


    Es kommt wie gesagt auch darauf an, in welchem Verhältnis man zueinander steht oder stehen möchte. Ist der andere eher Dienstleister bzw. Anweisungs-Empfänger oder strebt man doch ein Miteinander auf einer relativ gleichen Augenhöhe an.


    So verschieden kann das empfunden werden.

    Hallo,


    Ich kann nur von mir ausgehen. Gar so "kurz und knapp" klingt für mich schnell so, als ob jemand nur seinen Ärger über mir auskippen oder/und mir eine Anweisung geben will. Da macht in mir leider schnell etwas "dicht" und dann schleicht sich bei mir manchmal auch der Gedanke hoch, ob derjenige überhaupt das Recht dazu hat...

    Ein, zwei nette Sätze rundrum klingen eher nach grundsätzlicher Wertschätzung und Kommunikation, mehr nach einem "Hinweis". Ich kann gerade auch im beruflichen Kontext Hinweise in der zweiten Form besser annehmen.


    Sicher kommt es dabei auch immer auf den Kontext und den Stand der "Beziehung" zueinander an.

    Es gibt auch (wenige) Menschen, denen ich tatsächlich nur noch kurz und knapp mitteile, was ich von ihnen erwarte. Weil die Erfahrung gezeigt hat, daß wir wohl generell oder zumindest bei bestimmten Themen nie auf einen Nenner kommen und ich dann, wenn ich mich berechtigt dazu fühle, darum nun nur noch mitteile, wie etwas aus meiner Sicht zu laufen hat. Das gibt es schon auch.

    Bei allen anderen gehe ich eher davon aus, daß es ihnen geht wie mir und versuche entsprechend "weich und nett" zu formulieren (zumindest anfangs).


    Ich denke, Okra kennt die Lehrerin am Besten und weiß wie sie zueinander stehen und welche Form am besten ankommen wird.

    Hallo,


    Liebe Frau....

    Ich möchte mich nochmals für die Unterstützung und das Verständnis in den letzten Wochen bedanken.

    Ich habe länger überlegt, ob und wie ich Ihnen dazu schreibe soll.

    Bezüglich der Gruppeneinteilung, bzw. eher der Namensgebung ist es mir jedoch ein Bedürfnis meinen Eindruck rückzumelden. Gerade in der heutigen Zeit und im Umfeld Schule finde ich so stereotype Bezeichnungen für Buben und Mädchem (cool, stark für Buben, hübsch für Mädchen) schwierig und nicht im Sinne einer gleichberechtigten, gendersensiblen Erziehung.

    Ich hoffe, sie Sie mit meiner Kritik nicht vor den Kopf zu stoßen und weiß, Sie haben immer die Besten Interessen für unsere Kinder vor Augen.


    Ich finde es ganz gut.

    Eventuell kann man noch einen Satz einbauen, der würdigt, daß sie sich darum bemüht, die Situation kindgerecht zu gestalten, indem sie den Gruppen nette Namen gibt statt einfach Gruppe 1 und 2 zu schrieben.


    Den Teil mit der gendersensiblen Erziehung würde ich kürzen (es gibt tatsächlich noch Weiterbildungen, in denen "gendersenibel" gleichgesetzt wird mit "geschlechterstereotyp" und eher nur "gleichberechtigt" oder "ermutigend" oder so. Also eher "Gerade in der heutigen Zeit, wo es doch unser gemeinsames Ziel ist, alte Geschlechter-Stereotypen aufzulösen und alle Kinder zu ermutigen, sich gleichberechtigt auszuprobieren und zu entwickeln, finde ich Bezeichnungen wie ... problematisch. Wie wäre es, wenn die Gruppen selber einen geschlechterneutralen Namen wählen könnten? Das könnte das Zusammengehörigkeitsgefühl zusätzlich stärken. "


    Ich finde auch die Bemerkung mit dem "nicht vor den Kopf stoßen" ganz gut, es ist aus meiner Sicht kein "sich entschuldigen" sondern der Hinweis, daß am es eben nicht böse meint. Verstärken könnte man es durch "... denn ich weiß, Sie haben genau wie wir Eltern immer die Interessen für unsere Kinder vor Augen." ("Wir gemeinsam für die Kinder" ist, so lange es sich echt und nicht "geschleimt" anfühlt, aus meiner Erfahrung heraus immer ein Standpunkt, von dem aus man auch als Pädagoge Hinweise und Kritik besser annehmen kann als von einem "wir < - > Sie" Standpunkt aus)


    Was sagt denn dein Kind selber dazu? Vielleicht könnte man das noch kurz einflechten.

    Hallo,


    Bei uns war das ganz verschieden.


    Ich hatte Kinder, die schliefen im ersten Jahr eigentlich nur mit Körperkontakt und Kinder, bei denen es phasenweise auch mal so ging.


    Ein Kind ist sogar anfangs ganz alleine im Stubenwagen eingeschlafen, wenn es müde war. Das war eine völlig neue Erfahrung für mich (ich bin öfter mal hingerannt und habe geschaut, ob alles OK war, weil es plötzlich still war). Aber das war mit so 3-5 Monaten auch vorbei.


    Ob ich aufstehen konnte, war auch verschieden, Als Babys haben sie eigentlich immer da geschlafen, wo wir waren, und wenn wir ins Bett gingen, haben wir sie mitgenommen. Später dann habe ich sie im Familienbett "eingestillt" und konnte, wenn ich den richtigen Moment erwischte, auch wieder aufstehen.


    Bei den jüngeren Kindern haben wir es dann pragmatisch gelöst, Die auch noch recht kleinen Geschwister so lange alleine zu lassen bis das Kleinste endlich schlief, war keine Option, mein mann aber abends oft nicht da. Also kam das müde Baby/Kleinkind im Tuch auf den Rücken und wurde dann irgendwann irgendwo, wo es gerade praktisch war, schlafend abgelegt.


    Aus meiner Sicht gibt es da kein "richtig" und kein"falsch". richtig ist, was sich für alle richtig anfühlt. Egal ob das Kind nun erst mal im Wohnzimmer schläft oder ob es eine Weile alleine ist... Wichtig wäre mir, daß ich es höre und da sein kann bevor es wirklich weint. (Eine "Mecker und dann wieder Einschlaf"-Phase hatten meine nie, wenn sie wach waren, wollten sie nicht alleine sein. Daher kommt es auch auf die Wohnverhältnisse an. War ich in der Küche unten, hätte ich das Kind oben nicht gehört bzw., übers Babyphon erst, wenn es wirklich weint. Das wäre mir "zu weit weg" gewesen. Im Nachbarzimmer mit offener Tür dagegen OK.


    Ach ja und die wichtigste Erfahrung: Es gab - zumindest bei uns - kein "so ist es". Kein "So läuft es bei uns (immer)". Kein "Das KANN das Kind jetzt (und für immer).

    Was jetzt so ist und klappt, konnte nächste Woche schon wieder anders sein. Ohne daß irgendwer etwas "falsch gemacht" hätte. Einfach, weil es so ist. Enttäuscht sein hilft dann nichts, das macht es nur schlimmer.

    Und etwas, was im Moment ganz furchtbar anstrengend war, konnte nächste Woche schon wieder besser aussehen - oder ich hatte irgendwoher die Kraft gefunden, es als "so ist es im Moment eben" anzunehmen.


    Inzwischen sind sie groß und trotz aller Unkenrufe braucht schon lange keiner mehr Mama zum einschlafen ... ;)

    Hallo,


    Bei uns es ist so, dass Dinge, die aus den Augen sind, auch nicht mehr verlangt werden. Deshalb haben bei uns "rotierende Kisten" keinen Sinn gemacht.

    War mal etwas auf dem Dachboden, dann blieb es auch da.


    Das war bei uns ganz verschieden. Manches haben sie von alleine irgendwann angefragt (allerdings standen die Kisten auch nicht auf dem Dachboden sondern sichtbar im Kinderzimmer ganz oben auf dem Regal) , anderes habe ich nach einer Weile aktiv angeboten, wenn ich dachte, es könnte zum aktuellen Spielinteresse passen oder wenn ich das Gefühl hatte, das aktuelle Spielzeug ist nicht mehr so spannend.


    Und es klappte generell nur, so lange die Kinder klein waren, also so im Alter der Kinder von luxa-rosenburg. Später, so ab Ende Kindergartenalter wollten sie es nicht mehr so machen und das war dann genau so OK. Nur halt noch etwas chaotischer.



    Zitat

    Ich will einfach Mut machen, genau hinzusehen, was passt wirklich zu uns und unserer Familie.

    Manchmal hört sich etwas bei anderen Familien so toll an.


    Ja, das stimmt. Ich finde es bewundernswert, wenn andere Familien es schaffen, täglich komplett aufzuräumen. Oder wenn ich irgendwo sehe, daß Lego nach Farben und Größen sortiert ist. (Für meine war Lego immer nur "Zubehör" und nie "Selbstzweck" und "in der Kiste wühlen" gehörte als fester Bestandteil zum Spiel mit Kleindingen (Playmo, Schleich...) dazu).


    Ich finde auch klar strukturierte Zimmer mit wenigen, aber hochwertigen Dingen schön - aber ich hatte nie das Gefühl, daß meine Kinder sich am eigenen Chaos störten oder dadurch zu abgelenkt waren.um phantasievoll zu spielen. Eher im Gegenteil, als "Rollenspieler" wurden sie durch die Dinge, die sie zwischendurch entdeckten eher inspiriert und haben irgendwie alles miteinende "verwoben". So sind Kinder auch da ganz verschieden.


    Und bei 4 Kindern und einer großen und lieben Verwandschaft wäre "wenig" nur gegangen, indem ich großzügig Geschenke aussortiere und wegwerfe oder weiter verschenke - etwas, was meine Kinder ganz furchtbar gefunden hätten, es waren schließlich ihre Sachen.

    Hallo,


    Als die Kinder kleiner waren, habe ich versucht, das Chaos überschaubar zu halten, indem ich die Sachen in verschiedene Themenkisten gepackt habe. Dann stand die Briobahn unten und dafür die Kiste mit dem Duplo auf dem Schrank.


    Sie konnten jederzeit darum bitten die andren Sachen runter zu bekommen, um z.B. aus Duplo eine Brücke für die Briobahn zu bauen, aber in den meisten Fällen war es eher "Aus den Augen, aus dem Sinn". Und wenn dann mal gewechselt wurde, wurde das "Neue" intensiver bespielt.


    Das was unten war, durfte auch durcheinenderkommen, irgendwie war es logisch, daß die Tiere ein Haus aus Bausteinen brauchten und sich die kleinen Teile eines Steckspiels wunderbar als Futter eigneten ...


    Bestimmte Sachen kamen eh nur saisonweise herunter, das Puppenhaus und den Kaufmannsladen gab´s ganz klassisch jedes Jahr am Heilig Abend, die wurde nach der Bescherung aufgedeckt, oft mit einem kleinen neuen Zubehör. Sie blieben so lange, wie es gut bespielt wurde, dann wanderte es wieder auf den Boden (bzw. bei mir als Kind auf den elterlichen Schlafzimmerschrank), bis zum nächsten Weihnachten. Ich denke, wenn sie wirklich danach gefragt hätten, hätte ich ihn sicher auch zwischendurch geholt, aber irgendwie war es nie der Fall, das gehörte einfach fest zum Weinhachtsritual.


    Aufräumen - wollte ich, daß es ordentlich ist, lag es auch an mir, dafür zu sorgen. Das heißt nicht, daß ich es alleine gemacht habe, sondern ich habe natürlich vorgeschlagen, die Zimmer gemeinsam "schön zu machen". Mal wurde es angenommen, mal nicht. Wir haben viele verschiedene Aufräumspiele gemacht, das machte es unterhaltsamer und kurzweiliger. Generell klappte es besser, immer mal 5 Minuten aufzuräumen als einmal das Zimmer am Stück. Allerdings führter das auch dazu, daß es nie "ordentlich" im üblichen Sinne war. Aber damit konnten die Kinder recht gut leben, die störte das beim spielen nie.


    Als sie älter wurden, ist das nach und nach eingeschlafen und irgendwann waren die Zimmer ihre Sache. Ich hab angeboten zu helfen, mehr nicht.

    Was ich niemals gemacht habe - und was meine Kinder mir auch sicher nicht verziehen hätten - war, ohne ihr Wissen aufzuräumen und dann vielleicht gar noch Dinge wegzuwerfen.


    Das haben sie irgendwann von ganz alleine gemacht (Anfang der Pubertät). Da bekam ich dann plötzlich kistenweise Zeug hingestellt mit den Worten: "Schau mal, was du davon noch für den Hort gebrauchen kannst, der Rest kann weg!".

    Das war der Moment wo ICH dann schlucken musste, weil oft auch sehr geliebte Dinge dabei waren...


    In den gemeinsam genutzten Räumen haben wir es so gehalten, daß üblicherweise Freitags die Spiellandschaften aufgeräumt wurden (Freitags wurden die Tiere ausgemistet, die Stube aufgeräumt und dann gab es Film und Pizza...) . Aber oft genug fand ich selber die Sachen so grandios, daß wir uns drauf geeinigt haben, nur herumliegenden Kleinkram zu beräumen und den Rest stehen zu lassen.


    Also - ziemlich teilweise chaotisch zugegebenermaßen. Aber für uns war es OK so und hat uns am Ende weniger gestresst als ständiges Ordnung halten. Wem es anders geht, der wird andere Wege finden.


    Na ja, inzwischen sind sie groß und manchmal vermisse ich es sogar, über Kaplabauten und Playmowelten zu steigen... ;):D


    Das einzige, womit ich wirklich knipselig war, waren Bücher und Tischspiele. Mit Büchern gingen meine Kinder in der Regel sehr pfleglich um und Tischspiele lagerten bewusst nicht im Kinderzimmer, denn meine kreativen kinder hätten mit Sicherheit die Spielfiguren und auch die bunten Spielpläne für andere Dinge gebraucht. Kann ich verstehen, wollte ich aber nicht. Also langen diese Spiele im Stubenregel.


    Langer Rede kurzer Sinn: Im Alter von luxa-rosenburg s Kindern würde ich versuchen, ein "Rotationssystem" einzuführen und so die Menge etwas reduzieren.

    Hallo,


    Gitter war für uns übrigens keine echte Option, nachdem uns unser Ältester gezeigt hat, daß er sich aus dem Gitterbett stemmen konnte, kaum daß er sich zum stehen dran hochziehen konnte. Dabei war das Bett ganz niedrig eingestellt, er kam kaum mit den Fingerspitzen an die obere Gitterkante, aber wenn der wo raus wollte, hielt ihn nix. Samt Schlafsack übrigens. Der hielt ihn nicht vom Klettern ab, sorgte aber dafür, daß er sich dann beim runterfallen noch schlechter abfangen konnte...


    Da war das Risiko, daß er ungebremst aus größerer Höhe stürzte, viel größer als das, ihm zu zeigen, wie man sicher vom Bett kommt.


    Allerdings hat es auch dazu geführt, daß wir nach einem Umzug dann nur ein sehr niedriges Bett hatten. Das hat die Sache bei allen weiteren Kindern aber sehr entspannt.

    Das Bett niedriger zu legen wäre keine Option, wenigstens vorübergehend?


    Tagsüber könnte man noch versuchen, da Kind auf einer am Boden liegenden Matte in den(Mittags)Schlaf zu begleiten, dann wäre da das Risiko schon mal weg.

    Hallo,


    Ums Elternbett herum den Boden abpolstern? Und dem Kind zeigen, wie es rückwärts rausklettern kann?

    Das wäre mein Weg gewesen.


    Allerdings weiß ich nicht, wie hoch euer "hoch" ist, 50 cm sind ja etwas anderes als 1,20 cm...


    Ansonsten habe ich schon Bilder gesehen, wo so eine Poolnudel unter dem Spannlaken "eingebaut" wurde. Das hält ein Krabbelkind zwar nicht wirklich auf, bremst aber das unbewusste Herumwuseln im (Halb)Schlaf etwas.

    Hallo,


    Bei mir ist immer schwer etwas zu finden. Egal, wie es mir geht, egal, wie mein Flüssigkeitshaushalt ist. Manche, die mich kennen benutzen ganz dünne Nadeln, die eigentlich für Kinder sind, damit es überhaupt klappt und nicht gleich platzt. Und sticht an eher ungewöhnlichen Stellen, viel höher oder manchmal auch niedriger als "üblich", die Flexüle hatte ich jetzt z.B. mitten am Unterarm, nachdem im der Armbeuge so gar nichts ging.


    Wenn dann was drin ist, heißt daß nicht, daß lange genug was fließt, um 2, 3 Röhrchen voll oder eine ganze Infusion reinzubekommen. Ich warne schon vor - bitte im Zweifelsfalle lieber noch mal stechen und nicht "suchen" sonst ist die Wahrscheinlichkeit da, daß man mich unten aufsammeln darf, während das normale stechen nicht so schlimm finde.


    Das war schon so, als ich Kind und sehr dünn war, hat also auch nichts mit meiner "Speckigkeit" zu tun.


    Klar gibt es auch unterschiedlich talentierte "Stecher", aber "kein Problem" hab ich noch nie gehört.


    Das war auch ein Grund, warum ich das Blutspenden aufgegeben habe, jedes Mal tagelang mit blauer (und oft sehr schmerzender) Armbeuge bzw gar Unterarm rumzulaufen, machte keinen Spaß.


    (Aktuell sehe ich auch wieder lustig aus, da haben sich mehrere Leute dran versucht, aber nicht direkt nacheinander, sondern immer, wenn etwas anderes "dran" war. Da hatte dann jeder den Ehrgeiz/die Geduld, es selber zu schaffen zu wollen. Aber trotzdem hatte ich Glück, einmal drin, hat´s immerhin jedes Mal eine Weile durchgehalten..)

    Hallo,


    Ich kann mich nur anschließen - warum solltest du doch schlecht fühlen, wenn du etwas meisterst, was andere schon in der "einfachen Ausführung" kaum schaffen? Weil es nicht perfekt ist? Perfekte Eltern wären furchtbar für Kinder...


    Das leben mit einem Kleinkind IST anstengend. Und du hast gleich zwei.


    Sei lieb zu dir selber, erkenne an, was du schaffst, das ist auch das Beste, was du für deine Kinder tun kannst. :)