Hallo,
Uns Eltern treibt die Frage um, wieso wir nicht informiert werden. Manche Eltern reden vom ruhig stellen. Mein Kind ist Sprachentwicklungsverzögert und hat I Status. Für ihn ist Spongebob oder Ladybug viel zu schnell und überfordernd.
wie gesagt, erst mal nachfragen und dann weitersehen. Ich könnte hier etliche Geschichten erzählen, wenn alles genau so stimmen würde, wie es Kinder da über mich oder den Kindergartenalltag erzählt haben, wäre ich schon mehrfach ein Fall für eine Abmahnung gewesen - nur stimmte es eben nicht. Nicht, weil die Kinder gelogen hätten, sondern weil ihre Wahrnehmung oder auch ihr Wunschdenken nicht ganz der Realität entsprach oder weil sie Dinge vermischt haben usw. . Und andersrum, wenn alles so stimmen würde, was die Kinder so von zu Hause erzählen, hätte ich schon manches Mal sofort das Jugendamt losschicken müssen. Aber auch da konnte sich das meiste durch nachfragen klären und wenn nicht, dann immer noch die nötigen Schritte eingeleitet werden. .
Ich finde es richtig, achtsam zu sein und dann WENN sich Probleme und Missstände bestätigen, aktiv zu werden. Das Gespräch mit der Erzieherin und dar Leitung zu suchen, nachzufragen, gemeinsame Regelungen zu finden usw. Das Problem ist, dass es schwer ist, ruhig, einigermaßen wertschätzend und offen in so ein Gespräch zu gehen, wenn man innerlich ganz aufgewühlt ist, einen die Sache regelrecht "umtreibt" und man es dann noch tagelang vor sich herschiebt und eher unruhiger als ruhiger wird.
Ich bitte darum die Eltern mit deren Kindern ich arbeite, Sachen die sie irritieren und mit Fragen dastehen lassen IMMER und SOFORT anzusprechen, damit sich bei ihnen Sorge, Ängste und vielleicht auch Ärger und Wut nicht anstauen. Einfach weil es furchtbar sein muss, wenn man sich nicht sicher ist, ob das, was einem das Liebste der Welt ist, auch wirklich gut aufgehoben ist und weil es die Kommunikation nicht leichter macht.
Aber auch zu meinem eigenen Schutz, Gerüchte verbreiten sich schnell, die Richtigstellung dagegen nicht unbedingt. Und damit ich vor allem weiß, wovon sie reden. Denn im trubeligen Alltag kann es sein, dass ich schon 3 Tage später nicht mehr genau weiß, von welcher Situation die Rede ist, wie es konkret dazu kam wie es ganz genau ablief und und wie dieses Kind involviert war.
Wenn "Serie gucken" zum pädagogischen Konzept gehören und regelmäßig vorkommen würde, (was ich aber nicht glaube), müssten mMn die Eltern informiert werden. Wenn ich aber z.B. nur spontan ab und zu auf dem Handy mal ein Lied zum Tanzen anmache, würde ich da nicht erst einen Aushang oder ein Inforschreiben machen, auch nicht, wenn vielleicht ein Kind nebenbei auch mal auf den Bildschirm schielt und das Gefühl hat "XY zu gucken". Aber über die halbwegs freundlich formulierte Rückmeldung wäre ich dankbar, damit ich das Handy das nächste mal anders hinlegen kann.
Ach ja und ich schließe mich an, auch als Elternsprecherin bist du trotzdem noch Einzelperson und Elternteil DEINES Kindes und wenn es dir wichtig ist, eine Sache die DEIN Kind betrifft, sofort zu klären, dann darfst du das selbstverständlich, auch wenn andere Eltern noch abwarten möchten.
Ich wünsche euch ein gutes und klärendes Gespräch am Montag.