Beiträge von Trin

    Hallo,


    Ich glaube, dann würde ich als Eltern sehr deutlich und mit einigem Nachdruck vorschlagen, die ausfallenden Stunden dafür zu nutzen, daß das Kind den versäumten Stoff nachholen kann. Denn darum sollte es den Pädagogen doch gehen, nicht war? Und nicht um plumpe Strafe durch Zeit absitzen ...


    Ich denke, die Ironie dieser beiden zusammentreffenden Situationen darf ihnen gerne deutlich gemacht werden,


    Na ja, wenn ich mutig genug wäre jedenfalls....

    Hallo,


    Ich würde auch fragen, ob es für anderes "schwänzen" eine ähnliche Konsequenz gäbe oder ob das - was ich vermute - einfach im Zeugnis vermerkt wird.


    Oh man, ich bin so froh, daß die Schulen meiner Kinder das anders sehen... Eine Schule unterstützt es aktiv, die andere behindert es zumindest nicht,. In beiden gibt es lediglich die Auflage, daß die Jugendlichen selber dafür verantwortlich sind, den Stoff nachzuholen. das finde ich ja auch vernünftig.


    Als Eltern würde ich auch in der Schule frage, was denn passieren würde, wenn das Kind nicht erscheint.


    Ich habe übringens erst jetzt einen Bericht gelesen, nachdem Schüler nicht wegen den Demonstrationen sitzen bleiben oder dürfen. Wenn sie (aus diesem oder anderen Gründen) die nötigen Noten nicht schaffen, schon, aber nicht nur alleine wegen der Streiktage (also auch ohne Nachsitzen nicht). Wengistens was... nützt aber der Freundin deiner Tochter nichts.

    Hallo,


    Meine hatten ab Klasse 5 alle einen von Jack Wolfskin. Der älteste hatte den Board Walk 26, die anderen drei einen Berkeley.


    Einen Berkeley haben wir nach Klasse 8 ausgetauscht, der 2. hielt dann bis zum Abi, bei den 3 anderen waren jeweils auch nach der 10. Klasse noch gut genug um weiter genommen zu werden.


    Abgewartet und sie mit dem Grundschulranzen losgeschickt hätte ich sie eher nicht, allerdings hatten meine auch so klassische Grundschulranzen und keine Rucksäcke. Da mag das anders aussehen.

    Hallo,


    Ich habe gerade beim suchen eine Seite gefunden, wie man einen Kühlschal selber nähen kann.

    (klick)


    Klingt verlockend einfach, aber ich habe dank "Automaten-Deutsch" nicht ganz rausbekommen, womit man sie füllt? Sind das diese komischen Perlen, die man auch in Blumenvasen geben kann, die sich im Wasser aufplustern? Und wenn ja, geht das mehrfach oder muss man die dann immer austauschen (fände ich Mist)?

    Hallo,


    Wie weit werden sie denn damit laufen? Wenn es nur 2, 3 km sind, geht vermutlich jeder rucksack, der halbwegs passt. Wird es mehr, würde ich auf einen sehr guten Sitz achten UND darauf, daß das Kind weiß, wie es die diversen Gurte so einstellt, daß sie auch wirklich hilfreich sind. Und das jedes Mal, "einmal einstellen - passt immer" funktioniert nämlich nicht.


    Ich sehe immer wieder Leute mit hochwertigen Rucksäcken, bei denen ich mich frage, warum sie so viel Geld ausgeben, wenn der Hüftgurt dann doch am Becken rumschlabbert oder viel zu hoch am Bauch sitzt. Oder bei denen der Rücken verstellbar ist, aber nicht dem aktuellen Träger angepasst ist. usw.


    Also auch von mir: in einen guten Laden gehen und ausprobieren. Und zwar mit Ladung und auch nicht nur mal 2 Minuten sondern wirklich eine Weile umherlaufen und bewegen. Gute Geschäfte bieten das an, da gibt es Säcke mit verschiedenem Gewicht, die man reinpacken kann.


    Dort können sie einem auch gut erklären, was man wo hinpackt, damit das Gewicht sinnvoll verteilt ist.


    Von der Größe her finde ich es auch sinnvoll, wenn möglichst alles drin verschwinden kann, da gebe ich den Leitern absolut recht. Drangehängte und draufgeschnallte Sachen mögen in Filmen cool aussehen, "In echt" stört es aber in der Regel und verteilt die Last ungünstig, können hängenbleiben, runterfallen...


    Wenn man doch ein anderes Mal weniger drin hat, kann man das ganz gut mit den Kompressionsriemen ausgleichen.

    Hallo,


    Ich glaube, dieses "es ist heiß die welt soll zum erliegen können" Gefühl liegt einfach an der Masse der "Hitzewellen"-Themen die einem ringsherum überall , auch im RL, begegnen.

    Ich persönlich hab das auch, dass ich grad das Empfinden habe, alle reden von nichts anderem, als sei das eine Riesenausnahme, dass es im Sommer heiß ist.


    Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich denke schon, daß ich einschätzen kann, ob mir zu warm ist oder ob ich mir nur einbilde, daß es (zu) warm ist.


    Ich kann mich gar nicht groß erinnern, daß das (negativ) Thema war, als ich Kind war, es war halt Sommer, ab XY Grad gab es selbstverständlich und ohne daß die Schulen sich rechtfertigen müssten, hitzefrei und gut.


    ABER - schon damals ging es mir hundeelend, wenn es warm war, inklusive Kopfweh, teilweise erbrachen usw. Und ich kenne noch einige, denen es genau so ging.

    Und auch schon damals wurde bei Extremtemperaturen (und als solche empfinde ich die aktuellen durchaus) Aktionen in der schule, im Ferienlager.... abgeblasen/verschoben, ganz selbstverständlich, weil Gesundheit vor geht und keiner Lust auf Kinder mit Sonnenstich hatte.

    Nein, ich glaube nicht, daß man sich das nur einredet, weil es rundrum Thema ist.


    Heute kamen die Kolleginnen aus den Zimmern, die am wärmsten waren nach (vorzeitigem) Schulschluss raus und einige Kinder sahen schon sehr ... grenzwertig aus. Und alle, auch die aus den etwas kühleren Zimmern waren irgendwie... langsam und matt. So einen ruhigen Tag hatte ich lange nicht, ganz ohne daß ich was dafür konnte,

    Nun stelle ich mir vor, wie effektiv das gewesen wäre, man hätte bis zur 5. Stunde durchgezogen, nur damit klar ist, daß man durchzieht... Oder hätte gar ein Sportfest veranstaltet... schließlich kann man ja genug trinken und am anderen Tag ist der Platz nicht frei...


    Massive bauliche Maßnahmen für die paar Tage im Jahr fände ich aber jetzt auch nicht sinnvoll, da gäbe es X andere Dinge, die man mMn vorher richten müsste und für die ich das Geld sinnvoller verwendet fände.


    Eher Schluss, ab unter den Schlauch und dann in den Garten und zwar zum ruhig im Schatten spielen, lesen, im Sandkasten mit Wasser plantscheln... und nicht um noch mal Mathe zu pauken... und gut war´s.


    Zum Glück fanden das bei uns auch alle abholenden Eltern toll und keiner hatte ein Problem damit, weil das Kind in dieser einen Stunde duscht und spielt und nicht lernt oder besser gesagt versucht bei der Hitze etwas zu lernen...

    Hallo,


    Würde gerade zu der Zeit ein großes Gewitter mit stundenlangem Starkregen runterdonnern, müsste man auch eine Ausweichlösung finden.


    Außerdem - Wettkämpfe sind zwar vielleicht nicht moralisch aber doch rechtlich freiwillig. SCHULsportfeste unterliegen der Schulpflicht, da kann man nicht einfach so persönlich anders entscheiden.

    Hallo,


    Ich denke, daß man bei solchen Sachen (zu) leicht von sich selber ausgeht. Macht einem etwas nichts aus, nimmt man das als die "Normalität" an - warum sollte das dann bei anderen anders sein?


    Anderes Beispiel: Meine Kinder gingen fast ganzjähig gerne barfuß, Jacken oder gar Mützen brauchten sie selten und in jedem Wasser wurde gebadet, selbst wenn noch Schneehaufen daneben lagen. Das"Frühlingsbad" wurde dann eine richtig traditionelle Sache. Krank wurden sie davon nie, nicht mal, wenn sie blitzeblau und bibbernd, aber lachend raus kamen. Aber jede Menge Spaß hatten sie.


    Ich fand es anfangs immer komisch, wenn andere Eltern ihren Kindern das verboten haben. Aber vermutlich haben sie einfach andere Erfahrungen gemacht - nämlich die, daß es ihnen und/oder ihren Kindern sehr wohl etwas ausmacht und die dann krank werden.


    Wäre ich allein von unsrem Empfinden ausgegangen und hätte verpflichtend für andrer Leute Kinder im zeitigen Frühjahr einen Plantschnachmittag im sprudelnden kalten Frühlingsbach oder eine Wanderung auf dem Barfußpfad geplant, wären sie zu Recht nicht besonders glücklich damit gewesen...


    So wie ich nicht glücklich mit verpfllchtenden Sportverantsaltungen/ Wettkämpfe bei der Hitze wäre.

    Hallo,


    Da wo es wirklich heiß ist, kommt das Leben über viele Tagesstunden tatsächlich weitestgehend "zum erliegen".


    Ich denke es ist ein Unterschied, ob man schreibt:


    "Ich bin froh, daß es mir weniger ausmacht und daß wir darum auch am WE um Wettkampf gehen können oder ob man es so formuliert, als ob alle, denen es anders geht, maßlos übertreiben würden. Denn schließlich fühle man selber es ja nicht so. Vielleicht war es keine Absicht, aber so kommt es an.


    Ich könnte auch schreiben, daß ich mich wundere, warum Leute im Winter mit dicker Daunenjacke und gefütterten Stiefeln rumlaufen und trotzdem jammern, wie kalt es doch sei, meine Kinder und ich haben schließlich auch mit deutlich dünneren Sachen überlebt und heizen auch das Haus deutlich weniger als die meisten anderen. (Wenn es Gästen im flauschigen Pullover langsam anfängt etwas gemütlicher zu werden, gehe ich im Kurzarmshirt schon vor Wärme ein)


    Ist aber Quatsch, Menschen sind einfach verschieden.


    Im ganz normalen Hort haben wir derzeit immer wieder Kinder, die knallrot sind und matt wirken. Dabei haben sie die Möglichkeit zu trinken (werden dazu auch angehalten), müssen sich nicht bewegen und auch sonst keine Leistung erbringen und abgeduscht wird auch immer wieder mal. Und trotzdem...

    Da möchte ich mir ein Sportfest o.ä. aktuell nicht mal ansatzweise vorstellen.


    So wie man fragen kann, ob man es wegen Hitze absagen muss, kann man auch fragen, warum man es durchziehen muss. Sport kann man im Herbst so wunderbar machen, selbst bei kühlem Wetter und Nieselregen, wenn es die Möglichkeit gibt, sich unterzustellen und warmen Tee zu trinken. Das Risiko, daß dann jemand ernsten gesundheitlichen Schaden nimmt, halte ich für geringer. .

    Hallo,


    Ich finde Ideen wie draußen lernen usw. nett. an der Schule wo ich bin gibt es sogar einen Outdoor "Klassenplatz" für eine (von 8) Klassen.

    Allerdings wüste ich hier am Stadtrand schon nicht, wo die 8 Klassen mal auf die Schnelle sinnvoll hingehen könnten, ohne erst lange durch die Hitze zu traben (Wir haben deswegen sogar einen Ausflug gestrichen), ob das in der Großstadt in Citynähe besser ist?


    Und wie viel wird vom Stoff hängen bleiben, bei Kindern, die Outdoorschule nicht gewohnt sind? So viel, daß sich der Aufwand über das "nettes Erlebnis gehabt" auch wirklich lerntechnisch lohnt?


    Nur, damit man sagen kann "Wir ziehen durch, wir geben kein hitzefrei"? Das sind kleine Kinder...


    Es fällt so viel Unterricht aus weil es bei Erkrankung usw. keinen Ersatz gibt. Es sind so viele Lehrer (auch für die für die Kinderseelen deutlich spürbar) spürbar am Limit, weil es zu viel ist, die Klassen sind oft zu groß (25-28 Erstklässler SIND aus meiner Sicht zu viel und wären es im Park auch) .

    Der Lehrplan ist so, daß ich gelegentlich frage, aus welchem Jahrhundert der stammt, die Lehrmaterialien teilweise so grottig, daß sich mir als nicht-Lehrer alles zusammenzieht. Und dann wieder Ausfall, Aufteilung, stündlich wechselnde Vertretung, sogenannte "Stillarbeit (d.h. die Klasse bekommt Aufgaben und jeder soll sie für sich still lösen, während der Lehrer der Nachbarklasse gelegentlich rüberkommt und schimpft, wenn es zu laut wird.

    Und ja, natürlich muss auch bautechnisch an vielen Schulen was gemacht werden ("Schimmelfreies Haus" wäre mancherorts z.B. schon mal ein prima Ziel), wenn dann eine sinnvolle Klimalösung mit abfällt - wunderbar.


    Ich finde, in diesem System gibt es soooo viel, was man ändern müsste. Da wären dann aus meiner Sicht, 3-5 Tage im Jahr, in denen mein eine Stunde eher sagt: "So ihr Lieben, jetzt ist Schluss, ihr könnt heimgehen bzw. die Hortkinder können sich ein Spiel nehmen/mit mir raus in den Schatten gehen und dort spielen/lesen oder auch "ich dreh das Wasser auf, wer mag kann duschen kommen" wirklich nicht das, was den Lehrplan Frage stellen würde.


    Ich persönlich denke nicht, daß der Lernerfolg der Kinder ausgerechnet von diesen wenigen sommerlichen Stunden "Spaß haben statt durchziehen" abhängt.

    Aber da sind die Meinungen verschieden.

    Nein, es passt nur zum Rest. Wegen der paar Tage werde ich mich sicher nicht aufregen.


    Man könnte z.B. in Gebäuden unterrichten die im Sommer nicht zu heiß und im Winter nicht zu kalt werden. Sowas soll es geben.


    Ich arbeite in einer wunderbaren alten Schule mit vielen Vorteilen für Klein und Groß. Ehe ich in einen teuren, dafür klimatisierten Neubau ziehen oder an der Schule jede Menge bautechnisch verändern lassen würde (was es selten wirklich "besser" macht) , würde ich jederzeit für ein paar durch Hitzefrei ausgefallene und anderweitig betreute Stunden im Jahr stimmen. Und die meisten Eltern und Lehrer hier ebenso. ;)


    Würde man die anderen, die wirklichen Probleme in den Griff bekommen (fehlende Vertretungslehrer, daher Ausfallstunden oder Aufteilung bzw. ständig wechselnde Vertretung, mMn viel zu große Klassen, schlechte Ausstattung, überaltertes Lehrmaterial...) käme es auf die paar Stunden dann wirklich nicht an. #weissnicht


    Vielleicht erinnere ich mich auch noch zu gut an meine eigene Kindheit, wo es viel öfter hitzefrei gab (es wurde ohne Sommerzeit eine Stunde später gemessen und war dann logischerweise schon wärmer). Irgendwie gehörte das zum Sommerfeeling, zum "fast geschafft, bald sind Ferien"-Gefühl dazu....

    Den Schulstoff haben wir trotzdem geschafft, ich kann mich an kein Jahr erinnern, wo es durch Hitzefrei deswegen Probleme gegeben hätte.

    Hallo,


    Ich schicke das Kind eben nicht zum Spielen in die Schule.

    Für mich gehört das zum alten Thema "Schulpflicht besteht, aber der Staat sorgt nicht dafür dass gescheit gelernt werden kann" .



    Ja, dann sehen wir das verschieden. Ich bin sogar sehr froh darüber, daß Schulpflicht in diesem Falle mal nicht "stillsitz und lern-Pflicht " heißt.


    Ich finde z.B., daß auch beim Spielen eine Menge gelernt wird, daß das toben unterm Wasserschlauch eine hochsommerliche Sportstunde wunderbar ersetzen kann usw. Und ich glaube, daß es gerade im hiesigen System auf die paar Tage im Jahr (3? 4?) an denen sie wegen hitzefrei eine Stunde weniger Schule haben nicht wirklich ankommt. Da fällt aus anderen Gründen sehr viel mehr aus.


    Und mehr als eine Stunde eher Schluss ist es gerade in der Grundschule ja üblicherweise nicht. OK, morgen sind es in einer Klasse 2 Stunden Sport, die ausfallen. Ob da so viel an Training verloren geht? Oder mit 2 Stunden Mathe als Ersatz statt dessen viel Lernstoff gewonnen würde?


    Hausaufgaben geben zum Glück auch nur ganz wenige Lehrer im Moment auf, die Vorstellung, die Kids im heißen Klassenraum dafür noch mal für eine Stunde zusammentrommeln zu müssen, fände ich grausig.


    Es gibt wirklich vieles, was mich in Bezug auf dieses Schulsystem und die Ausstattung von Schulen ... ärgert. Daß es im Sommer ab und zu mal eine Stunde eher Unterrichtsschluss gibt, gehört aber nicht dazu.

    Hallo,


    Was würdest du denn für Schulen noch vorschlagen?


    Ich finde schon, daß die Lehrer und Erzieher hier sich alle Mühe geben, aber Wunder vollbringen können sie auch nicht. Dann ist für die Kleinen (Grundschule) eben nach der 4. Stunde Spielzeit statt sitzen und lernen - ich finde es nicht schlimm.

    Hallo,


    Puh, ich muss aktuell einen Haufen Schreibkram machen (das Schuljahresende rückt näher, da fällt immer einiges an).


    Tagsüber kann ich mich bei der Wärme nicht konzentrieren, das geht erst, wenn ich etwas abgekühlt bin. Also schreibe ich dann bis 2 oder so und versuche dann etwas zu schlafen, so lange es noch nicht ganz so warm ist. Aber spätestens 5 Uhr ist es so hell und laut (ich liebe Vogelgezwitscher, aber wenn sie 2m neben mir im Strauch laut um die Wette jubeln, und friert die Liebe trotz der Temperaturen ein.


    Und dann ist es auch bald schon wieder warm (falls es überhaupt kühler geworden war) , daß ich aufstehen MUSS, wenn ich nicht mit einem kompletten Wattekopf aufwachen möchte.


    Der Schlafmangel macht sich bemerkbar - genau, unter anderem damit, daß ich mich schlecht konzentrieren kann, vor allem, wenn es warm ist...

    Hallo,


    Na ja, es wird normalerweise schon was getan. Verdunkelt, Türen zum Flur geöffnet, wenn der kühler ist, darauf hinweisen, daß die Kinder genug trinken, auch zwischendurch ...


    Was will man denn sonst noch machen? Klimaanlage für alle Schulen dürfe sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht nicht sinnvoll sein. Das kann in 10 Jahren dank Klimawandel anders aussehen...


    Wir hatten mal einen Gast aus einem sehr warmen Land, der fand die hiesige Hitzefrei-Regelung auch ziemlich... witzig. Was er dabei vergaß war, daß er selber mit dem klimatisierten Auto bis vor die Schultür gefahren wurde und seine Schule dort tatsächlich eine Klimanlage hatte.

    Für die meisten Schulen seines Landes dürfte das allerdings nicht zutreffen... da möchte ich dann tatsächlich weder Schüler noch Lehrer sein.

    in unserer Schule heißt es seit Jahren, es gibt kein Hitzefrei mehr, weil in Bayern Eltern geklagt haben auf das Recht auf Schulbesuch gegen Hitzefrei und die haben gewonnen.

    Allerdings sind hier für Mi/Do 40 Grad angesagt und so kam heute ein Infobrief das der Unterricht an beiden Tagen um 12 Uhr endet.

    Find ich gut, die Kids sollen lieber ins Freibad gehen und sich abkühlen.

    Ja gut. Je nach persönlicher Situation. Wir schaffen es ja eh kaum, knapp 14 Wochen Ferien zu zweit und berufstätig mit jeweils 5 bzw. 6 Wochen abzudecken. Da kommt es auf weitere stressverursachende Tage auch nicht mehr an #cool.

    Hier ist es so, daß Grundschulkinder, wenn keine ausdrückliche andere Absprache vorliegt auf jeden Fall betreut werden, bis Schulschluss wäre und sie nach Hause gehen würden oder die Erzieherin (Hort) kommt. Da könnten weder Lehrerin noch Erzieherin Hitzefrei nehmen, selbst wenn es 40 Grad wären.


    Für die Kinder finde ich es aber schon einen Unterschied, ob sie im Klassenraum in der Bank sitzen und lernen sollen oder im Hof unterm Wasserschlauch herumspringen. Und für die Lehrer auch, ob sie vorne an der Tafel stehen und matte und müde Kinder unterrichten sollen - oder es etwas lockerer angehen dürfen.


    Ab Klasse 5 entscheiden die Eltern, entweder darf das Kind in so einem Fall gleich heimgehen (Das musste ich sogar für meine 16jährige am Gymnasium noch unterschreiben, das fand ich schon irgendwie schräg. weiß aber, daß es einfach rechtliche Gründe hat) - oder es wird im Schulclub oder auf dem Hof weiter beaufsichtig, bis regulär Schulschluss wäre (die meisten Kinder fänden das aber schon in Klasse 5 ziemlich... uncool...)

    Hallo,


    Das wusste ich nicht. In unserer Dienststelle wäre das nicht umsetzbar, dass alle ab 35 Grad den Dienst niederlegen #hmpf.


    Bei uns geht das auch nicht. Ich kann schlecht sagen: "OK, draußen und drinnen sind es über 35 Grad, also dann liebe Kinder, passt schön auf euch auf, ich mach dank Arbeitsschutzgesetz mal für heute Schluss hier!".#zwinker


    Aber da wo es geht, finde ich es vernünftig. Also entweder in andere Räumen umsiedeln oder tatsächlich für heute Schluss machen. Und mal ehrlich, wie viel lernt man mach dem Mittagessen noch in einem Raum, der über 35 Grad warm ist?

    Und wenn ein Mitschüler oder der Lehrer umkippt, mag das für eine Klassen ein Highlight sein, für die meisten aber doch eher ein Schock. Das muss man nicht riskieren...

    Hallo,


    Mich würde die Begründung interessieren, weshalb Lehrer dann ihren Dienst verweigern dürfen.



    Zitat:


    "Diese Vorschläge (anmerkung von mir: vorher erwähnte Maßnahmen wie Lüftung, Beschattung, Sonnenschuzverglasung ...) sind nicht mehr optional, wenn die Temperatur auf +30° C ansteigt. Das Arbeitsschutzgesetz sagt: Die Temperatur am Arbeitsplatz muss in diesem Fall durch effektive Maßnahmen gesenkt werden. Lüftungseinrichtungen, eine Lockerung der Bekleidungsregeln und das Bereitstellen von kühlenden Getränken sind dabei nur einige Möglichkeiten. Wird +35° C überschritten, ist ein Raum nicht mehr als Arbeitsraum zu gebrauchen. Auch die Raumtemperatur im Büro muss laut Arbeitsstättenverordnung also immer niedriger sein."


    Von hier: Arbeitsschutzgesetz


    Das gilt für alle, nicht nur für Lehrer. Es besteht kein Recht auf "Hitzefrei", aber schon ein Recht auf nicht-gesundheitsgefährdende Räumlichkeiten. Kann/will der AG die nicht bereitstellen, na ja, dann läuft es wohl auf Hitzefrei hinaus.

    Hallo,


    Hitzefrei gibt es hier nur an wenigen Schulen, dann dürfen in den weiterführenden Schulen die Schüler heimgehen, deren Eltern das am Anfang des Jahres unterschrieben haben.


    Üblicher als Ausfall ist übrigens "Hitzeplan", bei dem alle Stunden gegeben werden, aber statt 45 Minuten auf 30 und statt 90 auf 6 verkürzt werden. So fällt wenigstens kein Fach permanent aus.


    Es gibt zwar festgeschriebene Regeln, die greifen aber nur bei extremen Zuständen, alles andere legt die Schule selber fest. Meist wird morgens irgendwo im Haus gemessen und je nach dem wie dann die Temperatur ist, wird entschieden. Nun kann man unten an der kühlsten Ecke 7 Uhr messen oder gegen 10 Uhr im wärmsten Klassenraum... daraus ergeben sich schon deutliche Unterschiede.


    In der Grundschule müssen die Kinder betreut werden bis offiziell Schulschluss ist, einige wenig, bei denen zuverlässig jemand zu Hause ist, treffen eine abweichende Absprache mit der Schule, die meisten gehen aber ja sowieso dann in den Hort, weil die Eltern arbeiten. Da können die Elten dann die entsprechenden Vollmachten mitgeben, wann das Kind geht.