Beiträge von Trin

    Hallo,


    Ich finde immer wieder spannend, wie verschieden die Wahrnehmungen und Erfahrungen sind.


    Den hier oft beschriebenen Wettbewerb um die natürlichste Geburt usw. habe ich z.B. nie erlebt, im Gegenteil selbst heute noch sind die Reaktionen in den meisten Fällen kritisch, wenn ich vom Geburtshaus erzähle. Langzeitstillen ist eher schräg angesehen, Familienbett sowieso und unser lockerer Umgang mit den Kindern wird bis heute wenn mal was aus Sicht der jeweiligen Betrachter nicht perfekt lief/läuft (Das Kind z.b. erst mal ein Jahr alleine ins Ausland geht, statt gleich zu studieren) oft als Ursache allen Übels angesehen. Komischerweise da wo es richtig gut lauft - und das ist wirklich an den meisten Stellen(und für mich gehört das oben erwähnte Jahr ganz eindeutig in diese Kategorie) - dann liegt das natürlich nicht an unserem Umgang mit den Kindern, da ist es dann eher "Zufall", "trotz dessen...", "Glück gehabt" (Wobei ich letzteres sogar auch selber unterschreiben würde) .


    Wie schon geschrieben erlebe ich es auch eher, daß erzählt wird, wie anstrengend, schwierig, ... das Leben mit den Kindern ist, worauf man alles verzichten muss, was nicht mehr geht, wie froh man ist, daß endlich wieder Kindergarten/Schule ist.... man schämt sich fast, es anders zu empfinden und ist lieber still.


    Und selbst hier im Forum, klar geht es im großen und Ganzen in eine bedürfnisorientierte Richtung, aber ich überlege schon seit Jahren genau zu welchen Themen und was ich schreibe, weil ich deutlich gemerkt habe, daß bestimmte Ansichten bestimmte auch eigene Erfahrungen als zu radikal, zu "perfektionistisch"... angesehen werden.

    Dagegen lese ich immer wieder Stränge, in denen sich über bestimmte Erwartungen, Einstellungen, Ansprüche, Sichtweisen... lustig gemacht wird, indem z.B. imaginäre Rabenpunkte verteilt werden und man regelrecht drum wetteifert, so wenig wie möglich abzubekommen oder damit kokettiert, was man alles n i c h t erfüllt.

    Das finde ich (so lange es in gewissen Grenzen bleibt und nicht zynisch wird, was mMn auch schon gelegentlich passiert ist) nicht schlimm, ist aber für mich eben ziemlich genau das Gegenteil von dem hier beschriebenen "Wettbewerb".


    Und generell liest man meinem Gefühl nach gerade im Forum - logischerweise - in der Regel eher Dinge die n i c h t gut laufen, denn die will man sich eher von der Seele reden oder fragt nach Tipps. Phasenweise kann/konnte man von der Menge her eher das Gefühl haben, daß die Sache mit dem stillen, Familienbett, eingehen aufs Kind, Umgang mit Wutanfällen ... ganz furchtbar schwierig sei, weil es ja bei so vielen nicht gut läuft.


    Wie gesagt, spannend, wie verschieden da offenbar die Umfelder und bei gleichem Umfeld (Forum z.B.) die Wahrnehmungen sind.

    Hallo,


    Ich glaube, schwierig wird es immer dann, wenn ich an ein bestimmtes Handeln von mir eine bestimmte Erwartung beim anderen verknüpfe. Dabei finde ich es völlig egal, ob es um bedürfnisorientierten Umgang geht oder um andre Miteinander-leben-Formen.


    Wenn also meine klare Erwartung ist: Wenn ich auf die Weise XY handle, dann reagiert/wird mein Kind (Partner, Kollege...) Z. Oft sind solche Erwartungen geprägt durch die Gesellschafdt, aber auch durch tatsächliche Erfahrungen oder mein ganz eigenes inneres Perfektionsstreben.

    Wenn dann Kind (Partner, Kollege...) diese Erwartung nicht erfüllen können, habe ich ein Problem - denn irgendwo muss es ja einen Fehler geben, entweder bei mir in meiner Unfähigkeit oder beim anderen, in dessen Willen, Fähigkeiten...


    Nur IST es dann überhaupt noch bedürfnisorientei? Aus meiner Sicht nein, denn die Haupttriebfeder ist eben nicht die Überzeugung, daß das, was ich gerade mache so richtig ist, um ein wichtiges Grundbedürfnis zu stillen - sondern mein Verhalten ist Mittel zum Zweck. Manchmal ganz egoistisch (ich will, daß meine Kinder nicht so viel trotzen) , manchmal schon mit dem anderen im Blick (Ich möchte, daß mein Kind ein glücklicher, selbstbestimmter Mensch wird).

    Aber das tatsächliche aktuelle Bedürfnis spielt eher eine untergeordnete Rolle.


    Ob sich diese Überforderung ändern würde, würde man nur den "Erziehungs-/Umganggsstil" ändern, das heißt,. ist DER tatsächlich die Ursache dafür? Ich persönlich glaube nicht, denn dazu stecken die meisten Probleme/Ansichten/Erwartungen... zu tief in uns - oder in den ganz realen Lebensumständen (zu wenig Unterstützung usw.) . Oder weil das Kind eben ist, wie es ist und auch im Kinderwagen oder mit Flasche oder mit mehr Strenge, Machtworten und co. nicht anders wäre.

    Hallo,


    Was wäre denn z.B. die Alternative zum stillen nach Bedarf, wenn man müde ist?

    Flasche zurechtmachen ist nicht weniger stressig. Also Schlafprogramm?

    Wenn es einen Partner gibt, der nachts einspringen und Flasche kochen und geben kann - fein. Viele Menschen, die ich kenne,m würden aber vermutlich tortzdem davon wacht... Und warum kann der nicht morgens mit dem Kind ausstehen und Mama noch eine Runde schlafen lassen oder abends das satte, aber noch nicht müde Kind herumtragen, damit Mama schon mal schlafen kann oder der Mutter tagsüber ein paar Stunden Schlaf verschaffen?


    Und ich bin wieder bei der Frage weiter vorne: Was ist wirklich Bedürfnis - und was Wunsch? Ist wirklich bei älteren Kindern das Stillen bzw. die Bedürfnisorientierung schuld und damit "falsch" - oder die Tatsache, daß man nicht dazu stehen mag, daß man selber nicht mehr kann/will und darum auch mal Nein sagt und es aushält?


    Ich erlebe es in meinem Umfeld übrigens spannenderweise eher umgekehrt, einen Wettbewerb wer am bedürfnisorientiertesten ist habe ich nie erlebt, eher genau das Gegenteil. Wie man sich durchgesetzt hat und mit welchen Mitteln und Methoden man XY erreicht hat...

    Und es war (und ist) viel üblicher, sich über die Kinder zu beschweren, zu erzählen, wie anstrengend sie doch sind, wie fertig man von den ständigen Machtkämpfen doch ist, wie froh man ist,k daß endlich die Kindergartenschließzeit bzw. die Ferien vorbei sind ... so daß ich mir teilweise fast blöd vorkam, zuzugeben, daß ich meine Kinder GERNE um mich habe.

    Aber es kann schon sein, daß sich das in den letzten Jahren derart gravierend geändert hat, meine Kinder sind ja nun schon größer. (in meinem beruflichen Umfeld ist das allerdings sehr durchmischt, die "man muss sich durchsetzen" Ansichten überwiegen aber mMn)


    Daß es in Blogs und co. anders aussieht, ist klar, aber das weiß man ja,m wenn man sie liest. Da würde ich, wenn ich einen schreiben würde, auch nicht vorrangig das erzählen, was schief läuft. M al mit in einem humorvollen Ton, aber eben nicht als Hauptsache (und ich würde auch keinen Blog lesen wollen, in dem nur ständig auf alles gemeckert wird...)


    So wie bei den Urlaubsfotos - da sind vielleicht auch ein paar verregnete dabei, vielleicht auch m a l jemand drauf zu sehen, der gerade schlechte Laune hat, die meisten aber doch glückliche Menschen mit tollen Erlebnissen zeigen. Und ich eher die schöne Landschaft knipse und zeige als die verdreckte Ecke im Gelände. Das finde ich irgendwie normal und würde trotzdem/deswegen nie erwarten, daß Urlaub immer perfekt und mit Gute-Laune-und-Sonnen-Garantie ist.


    Und ehrlich gesagt fände ich es den Kindern der Blogschreibenden gegenüber auch nicht fair und respektvoll, wenn da ständig stehen würde, was alles schief läuft, was sie angestellt haben, wie lange der Wutanfall gedauert hat. Das Net vergisst nichts und es muss später keiner sagen können:" Ach, der Paul aus deiner Klasse, das ist doch der, der als Kleinkind mal... hab ich im Internet gelesen....

    Und was soll das Kind von sich selber denken, wenn es später mal liest, wie anstrengend und furchtbar die Eltern die Kindheit mit ihm (teilweise) fanden - und dann noch zu wissen daß es im Grunde die ganze Welt lesen kann

    Ich glaube, das große Problem ist, dass man sehr oft automatisch in eine Verteidigungsposition kommt, wenn es Probleme gibt. Dann ist nämlich sofort das nach Bedarf/lange Stillen, das viele Tragen, das Familienbett, das (zu starke) Eingehen auf Bedürfnisse etc. dran schuld.

    Wenn man sich nämlich schon für diesen Weg entscheidet, dann ist man halt selbst schuld dran.


    Hat man es dagegen mit viel Strenge und mit Zeitplan etc. versucht und das Kind ist schwierig, dann kann man halt nichts machen.


    Genau.


    Gibt es Probleme, die des anstrengend machen, die einen sind so t r o t z der Erziehung, unsere w e g e n.

    "Ich geb mir ja Mühe, ich kann nichts dafür" vs. "Da bist du selber schuld".

    Das habe ich sooo oft erlebt.


    Ob so manche Überforderung ein kleines bisschen weniger stark, manche anstrengende Phase etwas besser auszuhalten wäre, wenn man mehr Anerkennung für sein Tun, seine Geduld, sein "sich Gedanken machen" bekommen würde? Ich kann´s mir gut vorstellen.

    (Wäre es bedürfnisorientiert, wenn ich etwas zum Thema Perfektionismus und Bedürfnisorientierheit schreibe, während meine Kinder ihr Bedürfnis nach der Maus-App stillen


    Wobei da sicher die Frage nach Wunsch und Bedürfnis interessant wäre (nein, keine Sorge, ich habe nix gegen die Maus), Wes denn grundlegende Bedürfnisse sind usw. , denn das finde ich gerade für einen tatsächlich bedürfnisorientierten Umgangs ziemlich wichtig....


    Aber ich denke, das ist hier nicht das Thema und dazu würde wohl auch die zeit bis Mittwoch nicht reichen. Aber es fiel mir nur beim lesen so ein, weil ich denke, daß das eine der Hauptschwierigkeiten sein kann...

    Hallo,


    Ich habe ja nun schon große Kinder und einen direkten Vergleich, weil ich erst in den Bedürfnisorientierten Umgang hineinwachsen musste.


    Mein Eindruck: Ob man das Leben mit Kindern anstrengend und überfordernd findet, hängt eher mit der persönlichen Einstellung und Erwartung, mit den persönlichen Ressorcen und vor allem mit der Frage, wie hilfreich und unterstützend ist das Umfeld (praktisch, aber auch mental).


    Und da ist - leider - meine Erfahrung, daß die "klassischen" Erziehungsmethoden deutlich mehr Anerkennung und Unterstützung vom Umfeld bekommen als die "weichen, ganz unabhängig von dem was rauskommt.

    Die einen sind in den Augen vieler anstrengend "trotz guter Erziehung", unser "w e g e n" der Art des Umgangs mit ihnen.... Das habe ich selber sooo oft erlebt.


    Aber Überforderung ist ja nun wirklich nichts, was sich an einer Umgangsform festmacht, allein durch stillen nach Bedarf und Familienbett wird keine PPD ausgelöst o.ä. das hat aus meiner Sicht andere Ursachen. Gerade auch Eltern, die ihre Kinder streng erziehen haben sehr hohe Erwartungen an sie u, gerade wenn es um Sachen wie das Sonntagspicknick geht. Ich erlebe oft, wie enttäuscht Eltern sind, wenn ihre Kinder nicht so funktionieren, wie es doch laut "immer konsequent sein"-Elternratgeber sein müsste. Und sie dann in Streit und Kampf mit ihren Kindern geraten, ggf. gar noch mit Strafen agieren und sogar denken, sie "müssten" das, "dem Kind zuliebe"...


    Dazu kommt, daß es oft nicht unbedingt die Eltern von "pflegeleichten" Kindern sind, die alternativen suchen. Wenn das Kind sich nach wenigen Wochen in seinem Bett hinlegen lässt und nach 3x muckern durchschläft - warum dann über nächtliches Stillen und Familienbett überhaupt nachdenken? Wenn das Kind nur milde Wutanfälle hat und auf ein "Machtwort" reagiert, dann muss man nicht lange überlegen, wie man solche Situationen meistert.

    Wenn es also zum Großteil Kinder sind, die generell ihre Bedürfnisse deutlicher machen, ist auch logisch, daß sie das a u c h bei einem bedürnfnisorientierten Umgang tun, also 2anstrengender" sind.


    Und wenn du mit einem Kind, daß seine Bedürfnisse stak äußert auch nur ansatzweise versuchst, den "klassischen Umgang" mit dem Kind durchzuziehen, kann dich das absolut fertig machen., seelisch und körperlich. Ich bin sooo dankbar, nicht nur für mein Kind sondern gerade auch für mich, daß ich alternative Wege lernen durfte.


    Und Leute, die es übertreiben und sich damit selber (oder auch das Kind) fertig machen, gibt es mMn ebenfalls in beiden Richtungen. Dar Perfektionismus entsteht mMn nicht aus der Form des "wie wollen wir miteinander leben" sondern aus ganz anderen Gründen (fehlende Anerkennung? fehlender Rückhalt? Eigenes Leistungsdenken? Schon vorhandener Perfektionismus? Angst, das Kind könnte "im Leben versagen"? Erfahrungen aus der eigenen Kindheit?...

    Ich fürchte, Menschen, die dazu neigen, würden bei jeder Erziehungs- und Umgangsform an ihre Grenzen kommen.


    Nur ist es bei einem Miteinander, daß wenig die Bedürfnisse aller Beteiligten in die Mitte stellt, leichter, dem Kind die "Schuld" zuzuschieben. Es ist nicht brav, es hört nicht gut genug, es ist in der Schule nicht fleißig genug, es könnte XY, aber es will nur nicht... (lernen, durchschlafen, trocken sein, an sein Zeug denken ...)


    Natürlich sollten Schwierigkeiten, die im Leben mit Kindern auftreten nicht verschwiegen werden, das ist klar. Drnn das Leben mit Kindern IST anstrengend (und schön und wunderbar und... ), schon allein, weil uns das "unterstützende Dorf" fehlt, daß eigentlich nötig ist, um Kinder groß zu ziehen.


    Aber ich finde eben, man kann die schwierigen Seiten nicht dem bedürfnisorientierten Umgang zuschieben. Mit einem anderen Weg wäre ich selber z.B. absolut in die Überforderung geraten. Und meine Kinder (so es denn dann überhaupt 4 gegeben hätte) ebenfalls. Für mich persönlich ist es also eher das Gegenteil, der bedürfnisorientierte Ansatz hat mir sehr viel mehr Handlungsmöglichkeiten in die Hand gegeben und mich weniger vor mir selber als "unfähig" dastehen lassen, das die Überzeugung, daß es so, wie es ist, normal ist und daß ich auf mein Kind eingehen d a r f, hat so viel Erleichterung und Entspannung in unsere Familie gebracht... Für uns alle.


    Na ja, das ist meine Meinung dazu.

    Hallo,


    beim nächsten mal am besten gleich fragen, was es für Schminke ist.


    Die auf Fettbasis geht auch nur mit Fett runter, selbst Wasserhaltige Creme ist da nicht so super geeignet. Wenn man einmal mit Wasser dran war, wird es aber meinem Gefühl nach schwieriger. Die habe ich generell versucht zu vermeiden, weil man da eigentlich immer noch nach Tagen Spuren sah und sie der Haut meiner Kindern auch nicht so gut bekommen ist. Gesicht vorher dick mit Fettcrem eincremen, damit es nicht so in die Poren dringt, hilft etwas.


    Die auf Wasserbasis geht mit Wasser und ev. etwas Seife gut und meist spurenlos ab. Aber nur - wenn man vorher nicht mit Creme rangegangen ist (auch nicht das Gesicht vorher "zum Schutz" eingecremt hat) , die macht das Ganze dann nämlich ziemlich "wasserdicht".


    Ich hab da meine Erfahrungen aus der Grundschulzeit meiner Kinder... die sich dann selber dann gerne im Hort geschminkt haben - aber natürlich mit einer Mischung aus Fett- und Wasserlöslicher Schminke. Fragt nicht, wie wir manchmal in der Musikschule o.ä. aufgeschlagen sind... (Na ja, so lange es nicht zum Konzert war, konnte uns das egal sein)

    Hallo,


    Bei uns galt immer: "Dein Zimmer, dein Kram". Wenn sich da Kind mit 328 Kuscheltieren oder Büchern und selbstgeschriebenen Geschichten rund ums Bett herum gestapelt wohl fühlt - alles ihre Sache. Wenn das geliebte Erstlesebuch im Regal bleiben musste und neben The Lord of the Rings zu stehen kam, auch gut.

    Nur auf Grundhygiene musste geachtet werden (=nix im Zimmer lagern, was wieder lebendig werden könnte), das war aber auch nie ein Problem.


    Ansonsten bestand jederzeit die Möglichkeit, um Hilfe zu bitten, aber nie Drängen dazu, irgendwas wegzugeben.

    Ich kann mich gut dran erinnern, wie es als Kind war, da gedrängt zu werden bzw. gar Dinge nicht mehr zu finden, weil sie plötzlich einfach weg waren... Am schlimmsten war aber das "Du bist doch ein großes vernünftiges Mädchen und XY brauchst du ja gar nicht mehr."

    Natürlich wollte man dann den Erwartungen entsprechen, schließlich wollte man groß und vernünftig sein und hat XY weggegeben... auch wenn innendrin das Herz zerbrach.


    Das wollte ich für meine Kinder nie.


    Und irgendwann sortieren sie ganz freiwillig aus und stellen dir eine Kiste hin mit den Worten "Brauch ich nicht mehr, kannst du verschenken oder wegwerfen".


    Und dann war ICH diejenige, die dachte "Ne, geht doch nicht,... sie kann doch nicht einfach DAS (Buch, Kuscheltier, Buch mit selbst verfassten Geschichten... wegwerfen wollen????" .#crying

    (und manches heimlich in eine Erinnerungskiste gesteckt hat...)

    Hallo,


    Nach meiner Erfahrung:


    Für meine Kinder wäre 1 1/2 viel zu früh gewesen. Und am Schlaf drehen lassen ging fast immer schief.

    Der Große brauchte bis zur Einschulung einen Mittagsschlaf. Er ging zwar sehr spät ins Bett, aber jeder Versuch, den Mittagsschlaf wegzulassen hat dazu geführt, daß er n i c h t eher schlief, dafür aber am Mittags der Tag zur Katastrophe wurde. Dann lieber Schlaf und ein vergnügtest Kind am Abend.


    Kind 2 hat mit etwas über zwei Jahren den Mittagsschlaf abgeschafft. das war für mich ungewohnt, zumal ja der Bruder ihn noch brauchte,. aber auch für sie wäre es vorher zu zeitig gewesen,. Kind 3 schlief sogar in der Grundschulzeit noch manchmal Mittags, der Kleine lag irgendwo dazwischen.


    MAL einen Tag den Mittagsschlaf übergehen, ging schon irgendwie, dann hat es allerdings 2, 3 Tage gedauert, eh die Stimmung wieder im "Normalzustand" war.


    Aber wie gesagt, jeder Versuch, etwas grundsätzlich am Schlaf zu drehen (ich hätte es auch gerne gehabt, daß das erste Kind vor 22 -23 Uhr schlagen geht...) hat nur dazu geführt, daß dann der Tag UND die Nacht im Eimer waren. Also haben wir es schnell wieder gelassen...


    Ich würde sagen: Den Ist-Zustand akzeptieren und das Beste draus machen. Es ist ja nicht für ewig, auch wenn es einem mittendrin so vorkommt, im Rückblick sind es ein paar Monate oder Wochen, bis sich bei Kleinkindern alles wieder ändert (und man sich nur all zu oft den Vorher-Zustand zurückwünscht ;))

    Andere machen andere Erfahrungen, was zum eigenen Kind passt, kann man nur selber schauen.

    Hallo,


    Mir geht es oft genau so. Und interessanterweise meiner Mutter auch und meinem Bruder (etwas zeitversetzt wohnt in einer anderen Region Deutschlands) auch. Von daher sind wir uns relativ sicher, daß es am Wetter liegt.


    Eigentlich immer, wenn das Wetter sich schnell "nach oben" ändert. Besonders übel ist es, wenn es im Frühling immer hin und herwechselt, da kann es passieren, daß ich wochenlang Probleme habe. Wenn alle jammern, daß es wieder so kalt ist, geht es mir gesundheitlich prima, freuen sich alle über die Frühlingstemperaturen, bekomme ich Kopfweh usw.


    Heute geht´s aber, hier ist es schon seit ein paar Tagen warm, da bin ich vermutlich durch damit (/mir ging´s am WE nicht so toll).


    Bei dieser Art Kopfweh miss ich mir mit Para nicht kommen, da kann ich die Schüssel schon zuechtstellen. Ibu geht besser. Zum Glück brauch ich generell selten Schmerzmittel, so daß ich mir die dann, wenn es wirklich nicht geht auch "gönne", vor allem wenn ich arbeiten muss ("langsam und ruhig machen" geht in meinem Job nicht).

    Hallo,


    Bei uns wiegen und messen nur ganz früher bei den Us und später mal, wenn es eine Rolle für ein Medikament spielte und ich keine ungefähre Angabe wusste (kam aber vielleicht 2x insgesamt vor).


    Ansonsten nie. Vermutlich hätte ich darum bitten können, wenn ich mir irgendwie Sorgen gemacht habe, aber selbst meinen früher (so bis 6 Jahre) untergewichtigen und unterdurchschnittlich kleinen Sohn hat sie sich eher als "Gesamtpaket" angesehen und so lange ich mir keine Sorgen machte, uns in Ruhe gelassen.


    (Ich selber wurde auch nur in den Schwangerschaften vom Arzt gewogen, ansonsten werde ich nur gefragt, wenn es z.B. für ein Medikament eine Relevanz hat). Da ich zu Hause sowohl Wage als auch Spiegel haben, reicht mir das vollkommen. )

    Ein Verleser an dem mein Gehirn schuldlos ist:


    Heute an einer Tür las ich die Einladung zu einem besonderen Sportevent. Da stand groß genau vor meiner Nase:


    "TOMATIK-LAUF"


    Was oder wer ist Tomatik? Ein Sponsor? Ein Park? EIn Mensch, an den man sich erinnernt? Müsste ich den kennen?


    Erst als ich fast raus war aus der automatischen Drehtür, fiel mir auf, daß da offenbar jemand ein U geklaut hatte und ich das A davor einfach übersehen hatte.

    Hallo,


    Ich finde immer wieder spannend, wie verschieden die Empfehlungen sind.


    Unser Zahnarzt fand z.B. den Daumen besser als den Nuckel (sofern das Kind einem überhaupt die Wahl lässt). Weil der Daumen dem Kind eine größere Autonomie lässt, was auch beinhaltet, daß er nicht "benutzt" werden kann wenn man das Kind mal ruhig haben will und weil er gerade nachts eben nicht gesucht werden muss. Beim Spielen und reden dafür in der Regel aus dem Mund genommen wird, während er wohl oft erlebt, daß bei starken Nuckelbedürfnis-Kindern der Schnuller oft drin bleibt.


    Was das Abgewöhnen angeht, war er sehr gelassen. Wenn das Kind sich leicht davon abbringen lässt, ist es prima, wenn nicht aber auch nicht schlimm. Er meinte, selbst ein lutschoffener Biss bildet sich in der Regel selsbt nach der Einschulung noch zügig von alleine zurück und im Zweifelsfalle würde er für sein Kind da lieber eine Zahnspange wählen statt Druck auszuüben (der außerdem meist eher zu verstärktem Nuckel mit höherem Druck - und damit größem Risiko zu Verformungen - sorgt).


    Zu den Nuckelgrößen hat er sich nicht geäußert, das war irgendwie nie Thema

    Für die Statistik 2 Kinder brauchten nix, eins nahm den Daumen, eins habe ich an den Nuckel gewöhnt, weil ich damals noch nicht so informiert war (würde aber heute wohl eher schauen, ob es den Daumen findet und einfach ohne schlechtes Gewissen komplett nach Bedarf stillen und dann schauen, wo es hingeht...). Als einziges von allen eine Spange gebraucht hat ausgerechnet eins der beiden "weder-noch"-Kinder)


    So unterschiedlich ist das...

    Hallo,


    PS: ist ja kein Wunder, dass die Kinder anderer Leute in der Grundschule schon Stress haben, wenn Ihr Eure Vorschulkinder schon auf den Stand der 1. oder 2.Klasse bringt.

    Die Kinder haben noch genug Zeit zum Lernen.


    Was meinst du mit "auf den Stand bringen"?

    Daß jemand hier seine Kinder zum lernen zwingt? Das lese ich hier bei keinem. #weissnicht


    Und wenn Kinder etwas lernen wollen, warum sollen sie damit bis zu einem willkürlichen Zeitpunkt X (Schulbeginn) warten müssen? Spannenderweise gibt es solche Vorwürfe eher nicht, wenn das Kind sich für Themen interessiert, die in den sogenannten "Nebenfächern" dran kommen.


    Könnte ein Kind alle einheimischen Bäume , ihre Blattformen und Früchte benennen, könnte die Uhr lesen oder alle relevanten Verkehrsregeln erklären würde vermutlich keiner sich aufregen, weil das doch erst Schulstoff im Sachkundeunterricht ist. Würde es unbedingt eine Rolle rückwärts lernen wollen, würde keiner, der in der Lage wäre, dem Kind dabei zu helfen, auf den späteren Sportunterricht verweisen. weil da Kind sonst einen unlauteren Vorteil hätte... usw.


    Meinen Kinder konnten alle vor der Schule einigermaßen lesen und etwas rechnen. Der Kiga meiner Kinder fand dieses Interesse völlig normal und selbstverständlich durften sie es ausleben. Gewzungen wurde eh keiner zu etwas. Das Lernen verhindern können hätte man vermutlich nur durch ein Verbot und engmaschige Kontrolle der Einhaltung. Und vermutlich nicht mal dann, man hätte auch jeglichen Input entfernen müssen (zu dem auch Kinderbücher und Geschwisterkinder gehörten)


    Der aktuelle Stand in der Pädagogik ist tatsächlich der, die Lernfreude von Kindern unabhängig vom zu begleiten und nicht zu verbieten. Nichts forcieren, aber auf jeden Fall ernst nehmen und ermöglichen und z.B. durch geeignete Materialien unterstützen.


    Und da Schulen auch einen pädagogischen Anspruch haben, sollten sie diese völlig normale Spannweite auffangen können ohne daß der eine sich langweilt und der andere Stress bekommt. Statt also Eltern Vorwürfe zu machen, die ihre Kinder gut und sinnvoll begleiten, sollte man lieber fordern, daß Schulen ihrem Auftrag diesbezüglich gerecht werden.

    Hallo,


    Beim Wickeln hatten wir beim ersten Kind aufwändig zu bindende Stoffwindeln.

    Beim zweiten dann Wegwerfwindeln für beide. Das war mir zu stressig mit zwei Wickelkindern.

    Wickeln an sich hat beim ersten Baby auch gefühlte Ewigkeiten gedauert, beim zweiten ging das nebenbei.


    Lustig, ich hab gerade ab dem 2. Kind viel konsequenter Stoffwindeln verwendet, weil ds Wickeln und waschen einfach zur Routine geworden war.


    Aber ansonsten - ja, vieles läuft beim 2., 3., 4. ... "nebenbei", dafür tun sich andere Sachen auf, damit es einem nicht langweilig wird und man keins "vergisst". ;)

    Hier war ehrlich gesagt die schwierigste Zeit gar nicht die Babyzeit sondern die, in der das jeweils jüngste Geschwisterchen mobil wurde, an alles ran wollte (und ran kam...) , was dem/den Größeren gehörte, nicht mehr mal eben ins Tuch gepackt seine Schläfchen hielt... usw.

    Hallo,


    Mit der Beschreibung würde ich neben allem anderen raten, weiter in Richtung Dyskalkulie zu denken und ggf. zu testen. Auch wenn eine 3 jetzt ja nun nichts Schlimmes ist, wäre es eventuell nicht falsch, abzuklären, warum genau ausgerechnet Mathe so schwer fällt und warum die Grudnlagen fehlten. Nur kein Interesse oder "Süäststarter" oder hat es doch andere Ursachen?


    Dann wenn es das ist, ist es mit "ein bisschen mehr tun" nicht getan, dann muss es mMn gezielt therapeutisch angegangen werden. Einfach so "mehr üben" könnte in dem Falle sogar schädlich sein, weil es erstens das Problem (zu) lange kaschiert, bis es nicht mehr geht und zweitens dm Kind das Gefühl vermitteln kann "Ich lerne MEHR als alle anderen und kann es am Ende doch nicht - also muss ich wohl zu dumm dafür sein.".


    Das muss jetzt kein plötzlicher Aktionismus sein, vor allem nicht, wenn es ab nun mittelprächtig, aber gleichmäßig läuft, aber das Thema im Hinterkopf behalten würde ich schon.

    Hallo,


    Ich habe gerade mal versucht, die Vorschriften zu finden. Ich finde leider nur Angaben von "angemessen" (was auch immer das heißen mag) bis 12m² pro Kind.


    Nehmen wir die höchste Angabe die ich gefunden habe, also die 12m². Klingt viel? Das wären das bei 100 Kindern 1200m². Umgerechnet eine Fläche von ca. 30 x 40 Metern. Echt groß, oder?


    Davon gehen Wege ab (die Kinder erfahrungsgemäß wenig nutzen und das mMn spielend im Freispielgelände auch nicht müssen), Spielgeräte, Sandkasten... man kann sich leicht vorstellen, wie viel Wiese da beibt. Und nicht jede Einrichtung hat Ausweichmöglichkeiten (wir laufen zum Wald ca. 30 min eine Tour, das geht nicht, wenn die Kinder noch Hausaufgaben machen müssen).


    Nun lass aber mal täglich 100 Kinder dort rennen, spielen, toben, dem Ball nachlaufen... Idealerweise stundenlang bzw. mehrmals täglich... auch dann, wenn die Wiese durch SChneematsch oder anderes ungünstiges WEtzter schon belastet ist, denn raus müssen die Kinder nun mal. Die müssen gar nicht wie die Hühner in der Erde picken, damit beizeiten alles platt ist. Leider.

    Hallo,


    Keine Ahnung was ihr macht, ich kenne nun einige Kindergärten, keiner hat solche Probleme mit dem Außengelände...


    Ich kenne leider vorrangig Kindergärten und Horte, die Probleme damit haben...


    Ausnahmen sind hier eigentlich nur die damals neu gebauten aus DDR-Zeiten die hier oft ein wirklich riesiges Außengelände mit einer guten Mischung aus Hartfläche (zum rennen, rollern, Ball spielen) , Fallschutzuntergrund (unter Kletterbereichen) und Wiese haben.


    Alle anderen mit ihren Mini-Geländen haben da echte Probleme. Zumal bei der Berechnung der (mMn viel zu gering bemessenen) Mindest-Außenfläche wirklich jeder Winkel mitgezählt wird, auch Ecken, in denen kein Kind spielt.


    Was wir machen? Nicht als ca. 200 Kinder nach 4-6 Stunden stillsitzen einfach mal rennen und spielen lassen... (Und im Sommer die Wiese wässern, bei Matsch schauen, wo wir sie anderweitig bewegen lassen können, damit nicht alles ein ein großes Schlammbad wird usw.)

    Ich ärgere mich gerade ein bisschen... das klingt irgendwie, als wären wir nur zu doof, ordentlich Wiese wachsen zu lassen...