Beiträge von Trin

    Hallo,


    Hm, das klingt für mich so als ob diejenige die es derzeit macht tatsächlich nicht so die Erfahrung mit Kindern hat. Was die Fürsorglichkeit angeht - da gibt es verschiedene Typen, das kenne ich auch von meinen (Erzieher9Kolleginnen. Die einen sind eher "huschelig", die anderen eher sachbezogen. Über das Verantwortungbewusstsein sagt das erst mal noch nichts aus (auch wenn ich selber den "huschelnden" Typ bevorzuge, manche Kinder mögn es tatsächlich eher trocken-sachlich, damit sie selbst ruhiig bleiben können.


    AUch dass sie nicht gleich die Worte findet, die die Kleinen verstehen ist erst mal nicht schlimm. Nur sollte sie das eben schnellstens merken und auf eine kindgerechte Sprache umschwenken können.


    Wie gesagt, auf und absteigen (hoch ggf anfangs mit Hilfe) gehörte bei meinen Kindern mit zu den ersten Sachen, die sie gelernt haben. Das kommt aber ja auch auf die Größe von Kind und Pferd an...


    Ob generell eine zweite Person am Pferd sein? Bei meinen Kindern war da nur der Fall, wenn eine neue Übung gezeigt wurden oder ein Kind durch Körper oder Worte signalisierte, daß es Angst hatte. Sonst wurde ihnen schon ugetraut, die bekannten Sachen alleine zu machen. Kinder sind ja verschieden, meine wären vermutlich von jemandem der nebenhertrabt eher irritiert bis genervt gewesen.


    Die Frage ist ja auch, was derjenige machen kann, wenn das Kind einmal fällt. Beim runterrutschen aus dem SItzt kann man sicher noch zugreifen, wenn es aber in einer Übung passiert, finde ich es besser, wenn die Kinder nicht drauf vertrauen "ach, der fängt mich schon" sondern ihnen klar ist, daß sie sich konzentrieren und selber kontrollieren müssen. (Nützt natürlich beim Scheuen nichts, nur hätte da wohl auch ein Helfer nicht schnell genug zufassen können)


    Zu den Kosten: Wenn ihr nicht weitermachen wollt, würde ich hingehen und es ansprechen. Schließlich ist ein Unfall mit Verletzung passiert, so daß sie im Moment vermutlich gar nicht reiten könnte. Vielleicht sind sie ja da kulant was den Austritt angeht.


    Mary - danke :o)

    Hallo,


    in ihre pädagogische Sicht lassen sich Leher erfahrungsgemäß wenig reinreden. Oft empfinden sie ihr Verhalten auch anders (ich kenne eine Lehrerin, die tatsächich meint nur "Klartext" zu reden, wenn ich das Gefühl habe, sie macht die Klasse oder einzelne Kinder nieder. Die würde leider nicht mal verstehen, was ich kritisiere...) .
    Da hilft wohl nur Fakten sammeln und dann weiterwenden.


    Aber vielleicht geht es erst mal über den Ansatz "zu Hause nichts sagen sollen".


    Ich würde das persönliche Gespräch suchen (allein oder besser noch mit anderen zusammen) und ihr sagen, dein Kind/eure Kinder hätten sie so verstanden als sollten sie ihren Eltern besser nichts vom Verhalten der Lehrerin im Untericht erzählen sollen.
    Wenn es denn so war, zumindest verstehe ICH den oben genannten Satz so - und finde das mindestens genau so schrecklich wie das Verhalten den Kindern gegenüber..


    Und sie fragen, ob das ein Missverständnis war. dass sie das ja ganz sicher so nicht gemeint haben kann. Denn sie als Lehrerin würde ja ganz sicher wie jeder andere Pädagoge auch wollen, daß ein Kind/Teeny jederzeit weiß, daß man zu Hause alles erzählen darf. Thema Vertrauen, Gewalt- und Drogenprävention usw.
    (ev. noch einfließen lassen, daß es doch wohl sicher in ihrem Unterricht nichts gäbe, was nicht auch die Eltern wissen können).


    Selbst wenn sie dann erst mal alles schönredet, kann man nur hoffen, daß sie das nicht für neues "runterputzen" nutzt, sondern ihr bewusst ist, daß die Kids DOCH zu Hause erzählen, was läuft und auch dazu ermutigt werden.


    Dann schauen, was sich entwickelt, nach den Erzählungen der Kinder Gedächtnisprotokoll schreiben und wenn nötig den nächsten Schritt weitergehen.


    Alles Gute!

    Hallo,


    Geht es wirklich ums voltigieren oder eher um Gleichgewichtsübungen mit Pad und Voltigiergurt statt Sattel?


    Am Anfang kann ich mir noch vorstellen, daß die ganz einfachen Übungen auch mit Helm gehen. Ob er tatsächlich ein Sicherheitszugewinn ist, mag ich nicht abschätzen.


    Er verändert mMn schon zumindest bei allen Übungen, bei denen der Oberkörper nicht mehr senkrecht ist (Flieger, Hänge z.B.) den Körperschwerpunkt und das wirkt sich damit wieder (irritierend) aufs Gleichgewicht aus.


    Aber wie machen sie denn dann später bestimmte Übungen? Schon bei der Schere wären meine vermutlich jedes Mal beim Schwung holen mit dem Helm auf das arme Pferd geknallt. Bei den diversen Rollen, Schulterstand... kann ich mir das gar nicht mit Helm vorstellen.


    Auch bei Partnerübungen (die bei uns einen großen Teil eingenommen haben) hätte ich mit Helm echt Angst, daß ein Kind dem anderen mit dem Helm ins Gesicht donnert. Klar kann das auch mit dem Kopf passieren, aber Helm finde ich härter und mein Gefühl ist, daß die Kinder den Umfang ihres Kopfes gerade in Bewegung aus Erfahrung besser abschätzen können als den eines einmal in der Woche getragenen Helms.


    Wichtig ist, daß die Übungen gut angeleitet werden und daß die Lehrer achtsam sind. Das sollte selbstverständlich sein.

    Hallo,


    Ich denke auch nicht, daß jedes kindgerechte Einrichten unbedingt "Montessori" heißen muss. Aber mir haben die Grundgedanken dieser Pädagogik oft gholfen, Lösungen zu finden - oder übrhaupt erst mal auf die Idee zu kommen, daß z.B. bestimmte Verhaltensweisen keine "Unart" sind sondern daß man sie auch als Lernfenster wahrnehmen kann.


    Zum Aufräumen:


    Der Montesorigrundsatz dabei ist: Jedes Ding hat SEINEN Platz. Also nicht irgendeinen sondern genau DEN. Möglichst keine Stapel und auch keine randvollen Kisten. Wenn möglich irgendwie markiert was wohin gehört (Bilder oder später Schrift).


    Also lieber ausdünnen und Spielsachen je nach aktuellem Interesse phasenweise anbieten statt nach besseren Stapelmöglichkeiten zu suchen.


    Nicht 7 gestapeltre Puzzles sondern 2, die immer mal gewechselt werden, die kann man auch schneller wieder zuordnehn, wemm es doch mal Durcheinander gab.


    Wenn Dinge tatsächlich nur ausgeschüttet werden, könnte man sie eine Weile wegräuemen und Dinge zum ausschütten anbieten, die leichter wegzuräumen sind.


    (Meine Kinder brauchten immer eine gewisse Menge an Chaos um sich rum, aber mehrere große Kartons und Decken machen ein wunderbares Chaoserlebnis und sind schneller aufzuräumen als X Spielkisten mit sowieso im Moment nicht bespieltem Kleinkram.)


    So weit die Theorie.
    Nun das ABER...


    Ich fände es absolut frustrierend und beziehungsfressend, zu Hause von meinem Kind auch nur annähernd den "Aufräumstatus" zu erwarten, der im Kindergarten Stanndart ist. Das sind völlig verschiedene Sachen.
    Zu Hause ist kein Kindergarten. Zum einen sind Erzieherinnen dafür da - neben vielen anderen Sachen - darauf zu achten, daß es nicht ins Chaos kippt. Das heißt, sie achten drauf, wer ein Spiel beendet, räumen so lange MIT den Kindern auf, bis sie es (auf Erinnerung hin) alleine tun können. Zu Hause habe ich aber auch nochz anderes zu tun und steh nicht ständig daneben. So was selbständig von einem Kleinkind (selbst noch von einem Kidnergartenkind) zu erwarten ist aus meiner Sicht zu viel verlangt. Da ist die neue Idee, der neue Impuls einfach viel zu groß.


    Zum zweiten habe ich in den seltensten Fällen im Zimmer so viel Platz, die Regale entsprechend einzurichten (also z.B. nichts zu stapeln, ausreichend Platz zwischen den Dingen zu lassen...)


    Und dritttens ist es eben.... nun ja, zu Hause halt. Da haben meine Kinder einfach ganz anders gespielt, die hätten gar nicht zwischendurch aufräumen KÖNNEN. Weil sie eben nicht "Eins NACH dem anderen" gespielt haben, sondern sich eins AUS dem anderen entwickelt hat. Dann erst unterbechen aufräumen sollen, hätte sie völlig rausgerisswen und vermutlich hätten sie irgendwann gelangweilt und genervt gar nicht mehr in ein Spiel gefunden.


    Von daher würde ich die Bedinungen so estalten, daß man (bei Kleinkindern als Eltern, später gemeinsam) relativ schnell das Chaos in den Griff kriegt, aufs "jedes Mal alles wegräumen" abr keinen Wert legen.


    Ausnahmen dabei sind für mich Würfelspiele, die hatten wir aber als sie sehr klein waren nicht frei zugänglich stehen, weil es mich da wirklich gewurmt hätte, wenn Teile im allgemeinen Chaos versinken.

    Hallo,


    Puh, den Schreck kann ich mir vorstellen und deine Sorgen auch verstehen. Trotzdem mal meine Erfahrungen....


    Ja, ich finde sie klein, aber je nachdem, was gemacht wird, nicht zu klein. Für "Spaß am Bewegen und sich ausprobieren"-Voltigieren finde ich das Alter absolut OK, für ambitionierten Leistungssport noch zu jung.


    Meine Kinder waren früher auch beim voltigieren, auch so ab 4 Jahren, bis etwa 10. Anfangs nur im Schritt, erst später Trab und Galopp (wobei meine Kinder Galopp einhellig einfacher fanden als Schritt und Trab, genau so fanden sie schmales Großpferd einfacher zu "beturnen" als den Sofa-Haffi, aber da waren sie dann inzwischen auch schon älter als 4).


    Bei uns wurde bei den Übungen z.B differenziert, die Kleinsten durften
    z.B. zumindest am Anfang bei der Fahne keine Hand vom Griff lösen,
    stehen ebenfalls nicht oder nur gebückt mit Festhalten, schwierige neue Sachen erst mal nur im Stqand oder mit "Sicherheitsmensch" o.ä.


    Sie haben kein extra Falltraining gemacht, aber Abgänge lernen gehörten vom ersten Tag an dazu. Anders kommen sie ja gar nicht vom Pferd runter. Dieses "Abgangskönnen" haben sie dann tatsächlich instinktiv angewendet, wenn es kribbelig wurde.


    Sicher gibt es Risiken, selbst das gelasenste Pferd ble3ibt5 ein Tier und kein Turngerät. Meine sind auch ab und zu mal runtergerutscht (passiert ist aber nie was). Aber wenn ich sehe, wie oft die kleinen Fußballer rundrum Verletzungen oder trotz Schützer dicke blaue Flecken haben, denke ich, kaum ein Sport ist wirklich risikofrei.


    Wenn es nur darum geht, mal das Gleichgewicht auf dem Pferd auszuprobieren und mal kurz die Arm vom Griff zu nehmen, mag das sicher auch mit Helm gehen. Wirklich voltigieren mit Helm und Sicherheitsweste kann ich mir nicht vorstellen. Weder das Turnen auf dem Pferd noch ein vernünftiges abrollen beim Fallen.


    Was man nun tun könnte (falls ihr es denn überhaupt noch versuchen wollt), ihr, wenn alles wieder heil ist, vorschlagen, noch einmal hinzugehen. Wenn sie dann mag, kann sie es noch mal (direkt geführt) mit dem Pferd probieren, wenn nicht, "verabschiedet" sie sich eben nur vom Pferd und den anderen Kindern. Also noch mal das Angebot ja, Zwang natürlich nicht.
    Ich denke, dann spürst du schon, was für sie dran ist.

    Hallo,


    Meien Erfahrung in wirklich vielen Kindergärten:


    Kindergartenbereich: eigentlich immer ungesichert


    Der Flur durfte zum Spielen, allerdigns NICHT zum wild toben genutzt werden, es hatte immer jemand den Blick drauf, damit es nicht ausartete.


    Eventuell könnte man am Boden eine Farbmarkierung anbringen, die beim Spielen nicht allein überschritten werden soll, sozusagen als Pufferzone.


    Krippenbereich: normalerweise gesichert, es sei denn, die Gruppenzimmer hatten einen Vorraum mit Tür (und nur von größeren zu händelnden Türknauf).


    IMMER mit zusätzlichem Handlauf in Kinderhöhe (gab es sowohl Kleinkinder als auch Kindergartenkinder gab, auch manchmal 2 bzw. 3 (Kleinkinder, größere Kinder, Erwachsene)


    Bei einer Türe, die man Richtung Gruppenzimmer aufdrücken muss, hätte ich Bedenken, wenn dieser Weg auch Fluchtweg ist. Im diesem Falle würde nämlich ein Gedrängel an dieser Tür genau das verhindern und das wäre dann wirklich gefährlich.
    Geht sie daggen Richtung Treppe auf, kann es passieren, daß sie nicht eingehakt ist, sich ein Kind beim Ranlehnen aber drauf verlässt, daß die Türe beim Öffnen mit viel Schwung rumklappt und das Kind hinterherpurzelt usw.


    Mir wärs lieber ohne Sicherung, dafür mit vernünftigen Absprachen.

    Hallo,


    Auch Montessorischulen sind sehr verschieden und selbst innerhalb derSchule kann es in den einzelnen Klassen/Lerngruppen große Unterschiede geben.


    Ich glaube auch, da hilft nur hospitieren und "Atmosphäre schnuppern".


    Die Altersmischung bei uns war 1-4, das war wirklich toll, Aber ich kann mir auch 1-6 gut vorstellen, dann muss es eben neben der Freiarbeit noch Angebote geben, die die verschiedenen Interessen und Entwicklungsstufen berücksichtigen.

    Zitat

    Und dann fehlt mir beim klassischen Konzept irgendwie die Bewegung.
    Waldorf hat ja ganz neue Ansätze, wie das Bewegte Klassenzimmer. Gibt es
    etwas ähnliches auch bei Montessori?

    Interessant. Ich kenne es gerade andersrum, daß Eltern sich Sorgen um Ruhe und Konzentration machen, weil in der Klasse ja immer jemand in Bewegung ist. ;o)


    Das arbeiten mit dem Material an sich ist ja schon Bewegung. Je nach Material wird gelegt, sortiert, Silben gesprungen, meterlange Matheketten im Gang ausgelegt, geschrieben, neu gelegt...
    Bei uns durften sich die Kinder aussuchen, ob sie am Tisch, auf dem Podest oder am Boden in einem der Zimmer oder im Flur arbeiten wollten, wobei viele Materialien vor allem für die Jüngeren so groß waren, daß es besser/nur am Boden ging. Da die Kinder vor allem in den ersten Jahren ja noch oft das Material wechseln, war damit auch immer ein aufstehen, zu den Regalen gehen, neuen Platz/neue Position suchen verbunden, so daß sowohl Körper als auch Geist Abwechslung hatten. Und das in dem Takt, in dem das jeweilige Kind es brauchte und eben nicht durch Lehrevorgaben.


    Es gibt nämlich auch Kinder, die gerne länger am Stück arbeiten, wenn es sie einmal "gepackt" hat oder die länger brauchen, ehe sie überhaupt richtig eintauchen und die durch ständige "Bewegungsangebote" durch den vom Leher ausgehenden Takt eher aus ihrer Konzentration gerissen würden und irgendwann genervt wären


    Wer zwischendurch noch mehr Bewegung brauchte, bekam die (mal kurz draußen rennen, einen kleinen Auftrag erfüllen...)


    Der tägliche Klassen-Kreis fand am Boden auf Kissen statt, also auch wieder ein Wechsel.


    Außerdem gab es viele Ausflüge, Exkursionen, die Pause war immer in Frühstückszeit und Gartenzeit geteilt (bei jedem Wetter) usw.

    Zitat

    Was mir während des Praktikums immer nicht so richtig eingeleuchtet hat,
    ist die doch sehr vorbestimmte Anwendung des Materials.
    Zweckentfremdung ist ja absolut tabu. Irgendwie kam mir das immer, hm,
    ja, so kreativitätsraubend vor?

    Montessorimaterialien sind ja vor allem Lernmaterialien und Freiarbeitszeit ist FreiARBEITSzeit (Das, was eben anderswo Unterricht ist). Die Materialien sind dafür konzipiert daß sie eben mit genau diesem Umgang ein bestimmtes Wissen vermitteln. Das geht nun mal schlecht, wenn man die goldenen Perlen durchs Zimmer rollt, statt sie in den Mulden zu zählen oder aus den Lernwortkarten Muster legt, statt sie zu lesen ;o)


    Auch in anderen Schulen ist es ja auch eher nicht üblich, daß die Kinder im Unterricht aus ihren Schulbüchern Türme bauen oder aus ihren Rechenstäbchen, statt sie zu zählen Straßen legen und Autos durchfahren lassen. Da sagt auch keiner, das wäre kreativitätstötend


    An der Schule meiner Kinder wurde Krativität echt groß geschrieben und im Unterricht (Forschungsprojekte, Postergestaltung, Kunstunterricht...) und auch in vielen zusäützlichen Projekten umgesetzt. Sie hatten es gar nicht "nötig" in der Freiarbeit Lernmaterial dafür zweckzuentfremden, denn es gab einfach ausreichend Zeiten und geeignetere Materialien dafür.
    Und kams doch mal vor (es sind nun mal Kinder), wurden sie freundlich drauf hingewiesen und damit war es gut.


    Aber wie gesagt, Schulen sind verschieden, eine richtige Meinung kann man sich wohl nur "vor Ort" bilden.