Beiträge von Trin

    Hallo,


    Nicht immer ist es eine Frage des Engagenemt, manchmal auch eine der technischen Ausstattung und Möglichkeiten.

    Hier hätte sicher ein großer Teil der Lehrerinnen gar nicht die Ausrüstung für Videokonferenz bzw. das nötige technische Wissen. Wie gesagt, hier gibt es ja nicht mal dienstliche Mailadressen. Und ja, das IST einfach so, ob man es glaubt oder nicht. Und das liegt nicht in der Hand der einzelnen Lehrer/Lehrerinnen.


    Und jetzt auf eigene Kosten extra ein geeignetes Gerät usw. anschaffen? Fände ich bei allem Engagement etwas viel erwartet, auch wenn ich eine grundlegende Erreichbarkeit (und wenn es über den Rückruf auf eine Nachricht auf der Schul-Anrufbeantworter hin ist) erwarten würde.

    Hallo,


    Ob es "normal" ist weiß ich nicht, aber an den Schulen her kann ich mir das vorstellen. Diens-EMail oder Diensttelefon (außer dem im Lehrerzimmer) gibt es nicht. Die Präsenzpflicht ist aufgehoben, d.h. es ist immer nur eine Person da um Notbetreuung und Organisatorischhes abzudecken, die anderen Arbeiten zu Hause.


    Wenn sie nicht bereit sind über ihre privaten Accounts Kontakt herzustellen (wofür ich vollstes Verständnis habe), dann sind sie tatsächlich nicht erreichbar.


    Wenn es etwas wichtiges ist, würde ich in der Schule anrufen und die anwesende Notbesetzung bitten, mein Anliegen weiterzuleiten.


    Wenn die Schule innerhalb der üblichen Schulzeit nie zu erreichen ist und auch auf den Anrufbeantworter nicht reagiert wird, fände ich das allerdings schon seltsam, denn zumindest für eine eventuell anfallende Notbetreuung für die Kontrollgänge, für Informationen vom Amt... muss ja täglich mal jemand da sein, so lange dich die Schule unter Quarantäne steht o.ä.

    Hallo,


    Hier ist der Knabe gerade angesäuert.

    Die Plattform, mit der die Schule arbeitet, funktioniert wohl nicht wie gewünscht. also haben sich die Leute aus der Klasse eine andere gesucht. Die ist für die Coronazeit Lizens- und kostenfrei geschaltet, muss aber von einem Lehrer freigeschaltet werden.


    Jetzt haben sie aber von der Schule die Rückmeldung bekommen, daß sie das nicht tun werden, denn es ist erwünscht, daß alle einheitlich und ausschließlich mit.... (der von der Schule genutzten Plattform) arbeiten.


    Ich kenne mich da sowohl technisch als auch rechtlich zu wenig aus, um da eine echte Meinung zu haben, weiß nur, daß die Klasse meiner Tochter (gleiche Schule) letztens mitten im "Unterricht" samt Lehrerin komplett irgendwo anders hin umgezogen sind, weil eben nichts mehr ging.


    Na ja, was hätte meine Mutter früher zu mir gesagt: "Klärt das selbst, ihr seid alt genug..." :D


    Ansonsten stehen hier immer noch die ursprünglichen Termine zur Abiprüfung, mal sehen, wie das wird.

    Hallo,


    Ich gebe zu, mir wäre es schon vor einer Woche zu heikel gewesen. Damit mache ich dir keinen Vorwurf, sondern äußere mein Unverständnis für die Situation in der Masern-Impfen offenbar immer noch eine derartige Priorität hat.


    Eine Bekannte schrieb auch, daß sie junge Eltern kennt, die sich gezwungen fühlen, ihr Baby(!) JETZT (bzw. ihr Kleinkind das 2. Mal) impfen zu lassen, aus Angst um den Kindergartenplatz, den sie arbeitsbedingt aber brauchen. Dabei halte ich das Risiko, daß das Kind selber an Corona erkrankt (z.B. in der Notbetreuung eingefangen) für sehr viel höher als das, daß es in nächster Zeit Masern einfängt uns andere ansteckt.


    Es gibt hier Ärzte/Ärztinnen, die impfen offenbar alles Mögliche ganz normal weiter und welche, die damit möglichst vorerst aussetzen, weil sie der Meinung sind, es gibt derzeit zu viele andere Risiken.


    Na ja, bei euch ist es wie es ist. Ich würde erst mal abwarten, dann ggf. titern lassen und wenn es doch nicht ausreicht, mit der Ärztin über deine Sorgen ausgerechnet jetzt die zweite Impfung zu geben sprechen (falls es dir Sorgen macht).

    Hallo,


    JETZT???


    Ich gebe zum, inmitten einer Pandemie mit auf Grund hoher Ansteckungsgefahr massiv eingeschränkten Sozialkontakten wäre Impfen etwas, was ich guuut überlegen würde. Damit meine ich nicht dich, sondern die Ärzte... Masern zu bekommen ist mMn sehr viel unwahrscheinlicher als Corona zu bekommen und ich würde nciht wollen, daß mein Kind dann mit Impfung und Erkrankung fertig werden muss.


    Ich finde es seltsam, daß die Leitung (bzw. der Träger) aktuell an solchen Maßnahmen festhält und Familien unter Druck setzt, zumal gar keiner weiß, wie es mit der Betreuung überhaupt weiter geht.


    Ob eingefärbt oder nicht, ein Titernachweis ist ebenfalls gültig, egal was jemand persönlich davon hält.


    Das ist eine süße Idee. #top


    Und wenn WA jetzt klappt täglich mehrmals ein aktuelles Bildchen oder einen Bilderwitz über WA und dann kurz was dazu erzählen. Mein Vater ist ziemlich stolz drauf, daß er das kann. Meine Kinder amüsieren sich zwar immer über die typischen Oma- und Opawitze, machen aber gerne mit, weil sie wissen, daß es den Großeltern gut tut und die Verbindung schafft.


    "Normal" anrufen ist ihnen auch wichtig, aber das geht z.B. für meinen Vater nicht mehr so gut über längere Zeit, weil er das mit den Hörgeräten und dem Telefon schwer zusammen bekommt.

    Hallo,


    "Können" sie WA?


    Denn könnten vielleicht die Kinder und die Enkel reihum per Videoanruf für etwas Ablenkung sorgen? Einfach mal den Hof zeigen, eine lustige Episode erzählen, etwas fragen,... Theoretisch kann man sogar Spiele spielen (Brettspiele wenn beide Seiten es haben oder Schach, wenn einer sagt, wo seine Figur hinsoll und der andere sie auch mit setzt...

    Hallo,


    eine weitere spielerische Umsetzung wären Schiffchen, mit genau 10 Sitzplätzen. Das kann man aus einem Brettchen aussägen oder aufmalen und mit Halmafiguren o.ä. spielen.


    Immer bevor ein Schiffchen losfahren darf, muss es voll sein, also wird immer zuerst des erste aufgefüllt, ehe ins zweite eingestiegen werden darf. Gleiches Prinzip wie oben, nur noch spielerischer umgesetzt. (Dann könnte man noch auszählen, wie viele noch zusteigen können und so schon mal ansatzweise auf 20 "auffüllen" üben)


    Im ersten Schiff sitzen 7 Leute, 6 wollen noch mitfahren. 3 passen ist erste Schiff, 3 bleiben übrig und müssen ins zweite, also 10 und 3 ... also 13.

    Aber dazu braucht es auch vorbereitete Aufgabenkarten oder Würfel für die 2 Personengruppe o.ä. .


    Aber auch da muss mMn der Übergang vom Spiel zur "mathematischen Darstellung" und zur Abstrahierung begleitet werden. Vor allem weil hier im Gegensatz zu den Perlen und Stangen usw. optisch nicht so wirklich deutlich wird, was genau Einer und Zehner sind und was passiert, rein optisch sind es ja einfach nur zwei Mal Einermengen in zwei Booten.


    Und ich denke, damit wird sich kein Kind freiwillig stundenlang am Stück beschäftigen (meine wären zu Hause definitiv spätestens nach 5 Minuten eher auf Abenteuerfahrt gegangen... :D Oder hätten alle Leute in ein Boot gequetscht, damit keiner aufs nächste warten muss... Oder... )

    Hallo,


    Ich weiß nicht, ob das so funktionieren wird. "Einfach selber üben" kommt ja erst dann, wenn das Kind das Grundprinzip verstanden hat, darum gibt es auch bei Montessori ja zu jedem Material eine Einführung und Begleitung.

    Neuer Stoff inhaltlich von Anfang an weitestgehend allein erarbeitet - das kann sicher bei manchen Kindern klappen, vor allem, wenn sie es "eigentlich" schon können und es nur noch in die passende "Schul-Form" bringen müssen, aber für wirklich neues finde ich Klasse 1 da für die meisten Kinder sehr früh.


    Ohne begleitete Einführung und der gemeinsamen Übung mit dem praktischen Material wird es nicht gehen (Nicht umsonst gibt es auch bei Montessori Lehrerinnen bsz. Lernbegleiterinnen...) , erst danach, wenn das Wissen da ist und nur noch automatisiert werden muss, käme das allein mit dem Material arbeiten, dann die Bearbeitung der beschriebenen Aufgabenkarten mit Selbstkontrolle (Vorne Aufgabe, hinten Aufgabe + Lösung, nie nur die Lösung), und erst danach kann man zur Festigung andere spielerische Übungen machen, bei denen das Kind nur noch durch nachzählen/nachrechnen kontrolliert.


    Falls die Zahlenfamilien noch nicht sitzen, kann man auch da ähnlich arbeiten, Einführen, mit Material legen (z.B. konkret anfassbare Zahlenkarten mit Farbpunkten auf der Rückseite) und dann erst Übungsaufgaben.


    Das Problem ist, daß die üblichen Arbeitsblätter, Lück-Kastenhefte usw. eigentlich eher Kontroll- und keine wirklichen Lehrmaterialien sind, auch da muss erst mal das Grundwissen vorhanden sein, wenn es keinen Frust geben soll.


    Das Schlangenspiel kommt bei Monte erst deutlich später dran, wenn die Kinder sicher sind bei einzelnen Aufgaben bis 100 und durch das "Schlangerechnen" eine neue Heausforderung finden. (Da rücken sie beim rechnen tatsächlich mit einer Klammer o.ä. eine "Schlange" entlang und kommen am Ende nach vielen Einzelaufgaben - hoffentlich - beim richtigen Ergebnis an)


    In eurem Fall wäre eventuell tatsächlich ein Programm am PC/Tablett eine Variante, das für auch das erklären und kontrollieren übernimmt. Da die Grundschulzeit meiner Kinder aber schon lange her ist, weiß ich nicht, was es da aktuell gutes gibt.

    Hallo,


    Völliges OT, aber damit schubse ich ja auch: Ich dachte gerade wie cool es ist dass es auch Montessorimaterial von Klasse 10 nach 11 gibt #zwinker


    Gibt es tatsächlich.


    Meine Kinder waren bis Klasse 10 auf einer Montessorischule, seit einer Weile führt die Schule auch bis zum Abi. Bei den älteren verändert sich das Material natürlich in Struktur und Form. Weniger kindlich wirkend, mehr zum selber einlesen, Anleitung zum strukturieren und wissenschaftlichen Arbeiten usw., aber gerade für neue mathematische Inhalte gibt es sehr wohl auch ganz praktische Materialien, genau so wie für Geschichte, Bio... eigentlich alle Fächer.


    Es geht ja beim Material vorrangig um die Isolierung der Schwierigkeit (also die Herausstellung des konkreten Lerninhaltes), die Hilfe zum selber tun und so weit es möglich ist auch die Selbstkontrolle.

    Hallo,


    Eine Methode: 9 Perlen und eine Zehnerstange, dazu ein Brettchen mit 9 dicht beieinander liegenden Mulden (oder zur Not ein Stück Pappe mit aufgemahlten Punkten, dann gehen Chips besser, die rollen nicht weg...


    8 + 1


    8 Perlen legen, dann eine , dann abzählen - klappt.


    Nun 8 + 3


    8 auflegen und dann 3 dazu - ups, die Mulden reichen nicht.

    Na klar, denn aus zehn Einzelnen wird ja etwas Neues - eine 10ner-Stange. Also tauschen wir die 10 einzelnen gegen die Stange aus. Nun ist noch eins übrig - also 10 und 1 = 11.


    Klingt erst mal komplizierter als es ist,d as mit dem tauchen haben die Kinder fix raus.


    Andere Variante: Hunderterbrett oder das Zwanzigerfeld (kann man beides ausdrucken oder schnell selber zeichnen, vielleicht hat das Kind ja Lust, es nett und bunt zu gestalten - bei einem Kind muss es ja nicht ewig halten).


    8 Chips auflegen, dann 3 dazu - oh, die Reihe ist ja zu Ende, also muss ich bei der nächsten weitermachen. eine volle Zehnerreihe und 1 dazu - wieder 11.


    Gut ist es, wenn die Kinder die Zahlenfreunde (Familien, Häuser, wie acuh immer man es nennt) bis zur 10 sicher können.


    2, 3 und 5 gehören zusammen (2+3=5, 3+2=5, 5-2=3, 5-3=2und das mit allen Zahlen varienten bis zur 10).Dann können die erstens leicht auf die 10 auffüllen (8 habe ich, also passen bier zur 10 noch 2 rein) und leichter erkennen, was noch übrig bleibt (3 soll ich addieren, 2 habe ich gebraucht,um zur 10 aufzufüllen, also hab ich noch 1 übrig) .


    Für viele Kinder ist dieses "Ritual" ganz wichtig, um es zu verstehen:

    Bis zu 10 brauche ich..., bleiben mir von meinen ursprünglichen ... also noch,. Die zur 10 ergibt ... Erst ausgesprochen, dann verkürzt zu 7+5= "Bis zur 10 (brauch ich) 3, (dann) bleiben (mir von 5 noch) 2, also 12. "


    Wenn das gut automatisiert ist, lässt es sich auf andere Übergänge übertragen, denn genau so kann man dann Zehner auf Hunderter auffüllen usw.


    Wichtig ist darum, daß die Kinder es wirklich so lange legen dürfen, bis sie sich ganz sicher sind und es von alleine nicht mehr möchten. Also kein "Versuch es doch schon mal im Kopf" sondern "Toll, wie sicher du mit dem Material bist!"


    Meine Tochter erzählt mal, daß sie bestimmte Sachen aus der Grundschule immer noch als Bild im Kopf hat und gar nicht rechnen muss, sondern sofort darauf zugreifen kann und es so auch sehr leicht übertragen kann. Ihr war immer klar, daß rechnen mit Hundertern, Tausender... im Grunde nichts Schwereres ist als das rechnen mit Einern und Zehnern".


    Alleine und spielerisch, wenn da Prinzip verstanden wurde (bis dahin braucht das Kind Begleitung und Anleitung, es heißt ja "Hilf mir, es selbst zu tun"...) :


    Würfeln lassen und die erwürfelten Zahlen in ein vorgegebenes Kästchen einschreiben. Dann die Aufgabe auflegen, das Ergebnis kontrollieren und hinter die Aufgabe schreiben.


    Anfangs kann man + und = als Strukturhilfe schon mal vorgeben, später das Kind selber schreiben lassen. Tipp: Von Anfang an darauf achten, daß bei einstelligen Ergebnissen an Stelle des Zehners ein freies Kästchen bleibt, so daß am Ende alle Einer untereinnder und alle Zehner davor stehen. Das zeigt optisch, was Thema ist und ist für spätere Rechenwege (schriftlche Addition) wichtig..


    Oder eine Zahl vorgeben und nur die zweite erwürfeln. (Ist es 3x hintereinander kann man sich über so viel Glück freuen und auch die Tatsache, daß in der Mathematik bei gleichen zahlen in der Regel gleiche Ergebnisse herauskommen ist eine wichtige Erkenntnis).


    Ähnlich könnte man 2 Kartensets mit Zahlen von 1 bis 9 schreiben und "losen". Dabei fehlt allerdings die Selbstkontrolle.


    Typisch für Montessori wären für die Anfangsphase Aufgabenkärtchen, bei denen vorne die Aufgabe ohne Lösung und hinten die Aufgabe mit Lösung steht. Und es wäre auch überhaupt nicht schlimm, wenn das Kind erst auf die Lösung schaut und dann erst beim handeln mit dem Material feststellt: Ui, stimmt ja!


    Viel Spaß!

    Hallo,


    Ich kenne einige Leute mit freikirchlichem Hintergrund und bin mir ziemlich sicher, daß die einen ganz normalen Projekttag zum Thema Afrika nicht boykottieren würden. "Die Religion" verbietet auch nicht, sich mit anderen Ländenr/Kontinenten/Kulturen... zu beschäftigen. Und nein, (evangeligkal) freiklirchlich heißt nicht rassistisch sein, auch wenn das hier gerade irgendwie so dargestellt wird. Genau so wenig wie "atheistisch sein" o.ä. einen automatisch frei von Rassismus spricht.


    Mein Gedanke war daher auch, wie es angekündigt wurde bzw. was genau an Aktionen geplant ist.


    Eine (vermutete) Faschingsfeier ist etwas anderes, das lehnen tatsächlich einige ab. Darüber kann man sicher diskutieren (/wobei ich nicht finde, daß jeder unbedingt alles mitfeiern müssen muss...) , aber rassistisch ist daran nichts.

    Hallo,



    Ist das nicht die Originalversion?


    Nur daß der Prinz nicht schon kommt, als sie 12 ist, das steht da nicht. Ich habe grade geschaut, im Original steht "eines Tages", ich bin schon als Kind immer davon ausgegangen, daß das einige Jahre waren.


    Vielleicht unglücklich gekürzt, so daß die "nach ein paar Jahren"-Passage mit weggefallen ist? Dann würde ich das ev. ansprechen, bei Kind oder auch der Lehrerin.


    Und am Ende findet zwar der Prinz das Rapunzel (ich finde es verständlich, daß man als alleinerziehende Mutter mit Baby-Zwillingen nicht unbedingt durchs Land zieht, um jemanden zu suchen), aber Rapunzels Tränen sind es, die ihm sein Augenlicht wiedergeben.


    Es sind halt Märchen und natürlich muss man drüber reden. Aber das finde ich nicht schlimm, ich glaube kaum, daß ein Mädchen heute allein deswegen wartet, bis ein Prinz sie holen kommt.

    Hallo,


    Ich würde ja auch sagen, völlig normal indem Alter. Eins meiner Kinder hatte das mit gelb/grün, ein anderes auch mit rot/blau.


    Wenn man es unbedingt testen will, dann wie schon jemand schrieb mit Zuordnung. Mehrere kleine Gegenstände, die ins richtige Körbchen/auf das richtige Tuch... sortiert werden müssen. Dabei anfangs eher Dinge, die in der Mitte der jeweiligen Farbe liegen (also eindeutig knallrot/grün sind), später dann auch dinge am Rande des jeweiligen Spektrums ("kurz vor lila" oder rotbraun, grün, Tendenz zu olive oder gelb-grün... so was halt.

    Oder einkaufen spielen, "Ich möchte gerne den roten Baustein kaufen und das grüne... (dann müsste es jeweils mehrere verschiedenfarbige geben).


    Und dann beobachten, ob er sich generell schwer tut oder eher bei "Rand-Tönen" oder ob es eher eine Lust- und Konzentrationsfrage als ein echtes Erkennungsproblem ist... (Da er es mit großer Konzentration schafft, tippe ich eher auf Wort- oder Konzentrationsfrage)


    Auch wenn man es nicht ändern kann, ist es mMn gut, wenn man es spätestens zu Schulbeginn weiß. Denn gerade in den ersten Jahren wird ja viel (aus)gemalt und es gibt auch Aufgaben wie: "Rechne aus und male die entsprechenden Farbfelder mit rot/grün/blau... aus. " oder "Unterstreiche alle Satzenden rot" oder "Male alle Bäume aus (in braun-grün natürlich, nicht in orage-lila...) usw.


    Ich kenne ein Kind, daß oft gesagt bekam, es höre nicht richtig zu, würde nicht gut überlegen oder hätte wohl keine Lust darauf die Aufgaben zu erfüllen... Später stellte sich dann heraus, daß er eine starke rot-grün-Schwäche hat, was dem Kind selber natürlich aber nicht bewusst war, es kannte es ja nicht anders und hielt sich für "zu dumm" die richtige Farbe zu finden. eine kleine Markierung am jeweiligen Stift war dann die Rettung.


    Aber wie gesagt, nach deiner Beschreibung tippe ich eher auf "alterstypische Verdreher".

    Hallo,


    OK, dann hatte ich das missverstanden. Ich schreib ja von meinem Gefühl als Kind/ Jugendliche/junge Erwachsene. Für mich klang deine antwort mit der SED daher etwas sehr nach "Aber so war das bei euch, egal was du sagst... " und darauf reagiere ich zugegebenermaßen etwas gnatzig.


    Wie man es besser machen kann, weiß ich nicht. Daß es in der Schule in Klasse 9 überhaupt das erste Mal thematisiert wird, wäre wenn es tatsächlich so ist, mMn ziemlich fatal. (Kenne es allerdings auch nicht so)

    Daß die Kinder das Thema vorher nicht verkraften würden, ist da für mich kein Argument, denn es kommt immer auf das WIE an. Natürlich wirft man ihnen keine krassen Bilder oder nackte, unfassbare Zahlen um die Ohren, aber das geht auch anders.


    Für mich waren (und sind) aktuelle soziale oder auch Umweltthemen z.B. emotional viel beklemmender und schwerer zu verarbeiten als etwas, was schrecklich war, aber vorbei ist (allerdings auch nie wieder passieren darf). Und trotzdem kommt ja kaum einer auf die Idee, daß das Thema Umweltschäden, Klimawandel ... erst 15-jährigen zugemutet werden dürfe, weil die Kinder sonst Angst bekämen.

    Hallo,


    Echt, ich hatte das Gefühl dass die SED einen Teil ihrer Legitimation aus der Tatsache zieht dass sie von Antifaschisten gegründet wurde.


    Ich war nicht "die SED".

    Ich war nicht IN der SED.

    #weissnicht

    Und trotzdem darf ich mich doch daran erinnern, wie ICH es empfunden habe. - "Schuld" nein (unsere Generation zumdeinst), aber Verantwortung ja, auf jeden Fall, auch die Verantwortung zu wissen und nicht zu vergessen. Und das finde ich bis heute richtig so.


    Im Deutschlandradio(?) kam letztens ein interessanter Beitrag zum Thema verschiedene Arten in einem Land Geschichte zu sehen/zu schreiben/zu lehren/zu ignorieren... leider finde ich ihn gerade nicht in der Mediathek.

    Hallo,

    Das Thema Nazizeit hatte ja in Westdeutschland und in der DDR einen komplett anderen Umgang.

    In der DDR war die Herangehensweise "das waren die Faschisten, wir sind jedoch die Guten " zumindest ist das mein Eindruck aus der ganz westlichen Ecke gewesen.


    So habe ich es "mittendrin" nie empfunden.

    Eher als "Das war schlimm und darf nie wieder passieren - und dafür haben wir eine Verantwortung"

    Verantwortung ist etwas anderes als "Schuld" und zur Verantwortung gehört "Bescheid wissen".

    Hallo,


    in meiner Kindheit war es auch anders. Das Thema war einfach "da". Und ja, manchmal war es heftig, aber traumatisiert habe ich mich nie gefühlt... Es war nie ein "So, jetzt öffen wir mal das Fass, egal wie weit ihr seid", sondern hm.. keine Ahnung. So wie bei Aufklärung, nie DAS Gespräch daruber, wie "das" nun so ist, sondern immer mal ein Stück Information.


    Ich glaube, es fehlt nicht so sehr das "im Lehrplan dran sein" (da finde ich es auch zu spät), sondern auch das "einfach Thema sein".


    Sicher durchaus auch aus Angst. Auf Arbeit (Grundschule) hatten wir z.B. jetzt mal eine Lexikon-Serie herumliegen und da war neben Steinzeit, den alten Griechen, Römern, ... auch eins vom 1. Weltkrieg dabei (vom 2. gab es keins) , inkl. Fotos von Soldaten, Waffen... nichts extra heftiges (Keine graphisch erkennbar Verwundeten usw.) , aber eben auch kein Eiepopeia. .


    Ich habe tatsächlich einen Moment lang überlegt, ob ich es wegräumen muss. Und zwar nicht wegen den Kindern - die kannte ich und denen habe ich das zugetraut und es waren schließlich Bücher extra für diese Altersstufe - sondern weil es immer wieder mal Eltern gibt, die sich über bestimmte Themen beschweren. Für viele der Kinder hochinteressant und es ergaben sich zum Teil sehr tiefe konkrete aber auch philosophische Gespräche. Und wer nciht wollte, musste es sich ja nciht anschauen.


    Dieses "Thema sein" fehlt da oft.