Beiträge von Rattenkind

    Ich hab da noch viel drüber nachgedacht und frage mich, ob sich das Entwicklungsstufen-Besser-Werden für die Kinder anders (vielleicht leichter oder lohnenswerter? Immerhin passiert das quasi "von allein", also bei Kindern, die wenig malen genauso wie bei Kindern, die viel malen.) anfühlt als das Besserwerden danach. Also, dass die Motivation zum Besserwerden innerhalb der Entwicklungsstufen von allein höher ist als die im Anschluss...

    Na, es macht schon vielen Spaß, aber grad in Kunst sind es eben auch oft SchülerInnen, die die verfestigte Meinung haben, sie "können kein Kunst",

    Was passiert da mit den Kindern? Fragt man Kindergartenkinder malen, basteln die fast alle gerne.

    Also, klar ist es auf der einen Seite die eingeschränkte Freiheit. Das ist ja auch irgendwie eine Zumutung: Da zeichnet man so gerne Kätzchen mit seinen 20 Buntstiften und plötzlich soll man Landschaften mit Acrylfarbe nur in Blau, Braun und Weiß malen. Wir reduzieren immer stark die Auswahl an Materialien und Methoden. Aber das hat natürlich seinen Sinn und führt auch zu den ansprechenderen Ergebnissen, wenn man sich drauf einlässt, schult den Blick für Bildaufbau, Strukturen, insgesamt Ästhetik,...


    Dann die Bewertung... weiß ich gar nicht. Ich glaube gar nicht so sehr, dass es die äußere Bewertung ist, die den Kids zu schaffen macht, sondern eher der innere Kritiker.


    Das hängt (und ich glaube das ist der wichtigste Punkt) mit der Entwicklungsphase der Kinder zusammen. Mit etwa zehn (also ungefähr am Übergang zur weiterführenden Schule) wollen Kinder immer realistischer malen und zeichnen und es fängt an, sie zu stören, wenn das nicht gelingt. Das ist vorher eher irrelevant, tritt jetzt aber so stark in den Vordergrund, dass viele Kinder ab dieser Entwicklungsphase gar nicht mehr freiwillig malen und zeichnen. Aber es ist halt genau so eine normale Entwicklung wie die von der Kritzelzeichnung zum Kopffüßer bei Kleinkindern.

    (Guckt mal hier.)


    Da kann man nur versuchen, die Motivation hochzuhalten und eben auch mal andere Sachen anzubieten, wie plastisches Arbeiten, digitale Bildbearbeitung, generell Film und Foto, Collagen, Drucktechniken,...

    Mit den Fünfern (die ja etwa am Ende der "Malzeit" stehen) mach ich gern Zufallsverfahren und Drucktechniken wie Monotypien oder so, und bespreche Künstler wie Max Ernst, damit sie sehen, dass realistische Darstellung nicht alles ist. Leider ist dann auch von Zuhause oft sofort das "So rumschmieren kann ja jeder!"-Bashing der modernen, abstrakten Kunst da, so dass der Versuch ins Leere läuft. Gegen die ganze "Kunst ist nicht wichtig, hat meine Mama auch gesagt!"-Fraktion kommt man halt nicht an.

    Ja, bei beiden. Das Katerchen ist ein klein wenig faul und bevorzugt schon länger das Pulvermilch-Fläschchen (hatten wir angefangen, weil mich das Abpumpen auf der Arbeit totgestresst hat), und mit dem Kätzchen wollte ich jetzt absolut nicht mehr. Sie trägt es mit Fassung, ich denke das passt schon so.

    Beim Kleinen bin ich etwas traurig drum, aber andererseits ist es auch echt gut, mal nicht mehr die Futterspenderin zu sein. Also... Ich hoffe, Ihr versteht mich nicht falsch...

    Deswegen halt auch :D und #heul.

    Na, es macht schon vielen Spaß, aber grad in Kunst sind es eben auch oft SchülerInnen, die die verfestigte Meinung haben, sie "können kein Kunst", und dann mögen sie es vorsichtshalber auch nicht, sonst könnte das gefühlte Nichtkönnen ja ein Versagen sein, anstelle der rebellisch-coolen Verweigerungshaltung.

    Manchmal kriegt man diese SchülerInnen mit ehrlichem Lob, aber letztens hatte ich drei Hauptschülerinnen, neunte Klasse (also Abschlussklasse), die auf meine Warnung, dass dauerhafte vollständige Arbeitsverweigerung auch in Kunst zu einer "Sechs" führt, grinsten und sagten, dann nähmen sie wohl die "Sechs". Den Abschluss könne man ja auch auf der BBS nachmachen. Da fällt mir dann nix mehr zu ein. Die Aufgabe war übrigens, ein Plakat zum eigenen Lieblingsfilm ( oder zur Lieblingsserie) zu gestalten.


    Hm... Ja... Manchmal ist es tatsächlich ein bisschen traurig...

    Was ist so schwer daran, die Arbeit mit Office beizubringen?

    Also, das fängt damit an, das wir da aus Kostengründen die Software nicht haben und so Open- oder Libre-Office-Krams benutzen müssen.

    Und, wie gesagt, es bleibt nicht hängen. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich habe den Eindruck, dass die frühen Digital Natives das mehr wollen und daher auch besser konnten als die SchülerInnen heute.


    Wegen meines Kunstunterrichts: Danke für die Blumen. Ich unterrichte SchülerInnen der Klassen 5 bis 10, Gesamtschule mit nicht zu wenigen I-Kindern. Die 6er sind die ersten, mit denen ich da an die Rechner gehe, die machen Fotos von sich, stellen sie frei und setzen sich dann in einen anderen Hintergrund. Einigen macht das echt Spaß und sie kommen auf tolle Bildideen (diese "Runde" standen dann Kinder auf Pilzen, ritten auf Hunden, saßen auf dem Schlitten von zwei kleinen Keramikschneemännern oder in der Mondsichel,... Klasse, echt!), aber der häufigste Satz, den ich höre, ist: "Das brauch ich nie wieder, wozu soll ich das lernen?". Es ist in Kunst echt frustrierend.

    Wenn man das vor dem Hintergrund des Strategiepapiers liest, ist eine Doppelstunde(!) lächerlich wenig.

    Die Doppelstunde ist für nur die Facharbeit! Wir haben damals unser Thema gekriegt und das Abgabedatum. Und dann durften wir die Fachlehrer mal in der Pause anquatschen. Unsere SchülerInnen haben ja vorher schon Unterricht am PC (in meinem Fach Kunst zum Beispiel arbeiten wir mit Grafik- und Schnittprogrammen, mit so einem kleinen Layout-Tool und halt mit Digitalkameras, neben eng geführten Internetrecherchen zu bestimmten KünstlerInnen; halte ich für Kunst für eine angemessene Auswahl, oder? Wir machen z.B. Stop-Motion-Filme, digitale Fotomontagen und Bildergeschichten), und dürfen eine Doppelstunde pro Woche an den Facharbeiten schreiben. Das finde ich sehr entgegenkommend, ist aber wohl nicht anders möglich.


    Es gibt übrigens auch organisatorisch echte Probleme beim Arbeiten mit dem Computer. Letztens war zum Beispiel die halbe Klasse schon fertig mit der Bildbearbeitung und sollte im Kunstraum malen. Die andere Hälfte brauche aber noch PC-Zeit. Ich kann nicht alle gleichzeitig beaufsichtigen. Das ist echt ein Problem.

    aber an deiner Einstellung kannst du noch arbeiten.

    Oha! Alles klar, mach ich dann mal... Und jetzt setz ich mich brav wieder in die Bank und schreib hundert Mal auf mein Schiefertäfelchen Tablet: "Ich soll eine bessere Lehrerin sein". Zum Glück kann ich Copy/Paste. #freu


    Nee, Monkalb, da ist nichts Überhebliches dabei und auch nichts, wofür ich meine Einstellung ändern müsste. Ich gelte nämlich als überaus geduldige, gute Erklärerin und halte auch sehr viel von meinen SchülerInnen - aberich weiß eben auch, was sie (individuell, aber auch quer durch die Altersgruppe hindurch betrachtet) nicht können. Mit Computern (oder den IPads, völlig gleiche Problemlage) umgehen gehört dazu. Trotz Hilfen, trotz Erklärungen, trotz der relativ häufigen Anwendung im Rahmen der Schule.

    Kleines Beispiel: Unsere AbschlussschülerInnen kriegen nach allen Methodentagen und der wie gesagt doch recht üblichen PC-Arbeit in der Schule eine Doppelstunde pro Woche (!) um unter Anleitung der Klassenleitung (!) an ihren Facharbeiten zu arbeiten. Sie dürfen in Pausen, Freistunden und nach der Schule ins Selbstlernbüro (!) und dort unter Anleitung der dort eingesetzten pädagogischen Kraft (!) daran weitermachen. Natürlich auch zuhause. Sie dürfen jederzeit zu den betreuenden FachlehrerInnen kommen, denen Leseproben schicken und Rückmeldung dazu bekommen (!). Und trotzdem ziehe ich jedes Jahr wieder nicht nur Punkte, sondern in Summe ganze Noten ab für Sachen wie falsche Seitenränder, fehlende Seitenzahlen, falsche Schriftgröße- oder -art, falsche oder fehlende Inhaltsverzeichnisse, Fußnoten oder Quellenverzeichnisse. Und wir haben jedes Jahr mindestens ein oder zwei Leute (von etwa 90 bis 100 SchülerInnen insgesamt), die gar nichts oder nur Bruchstücke abgeben, weil die Datei "plötzlich weg" war, oder da "plötzlich Seiten fehlten" oder so.

    Das ist echt desolat. Und wir erklären uns den Mund fusselig, wirklich.


    Ich bringe grade aktuell Siebtklässlern die Grundlagen für Schreibprogramme bei (aus Kostengründen Libre Office). Das ist eine Stunde wöchentlich. Seit den Hebstferien. Ich habe jedes Mal Leute dabei, die die Datei vom letzten Mal nicht finden können, weil sie am falschen Ort oder gar nicht gespeichert wurde. Und ich erkläre jedes Mal zum Abschluss mit Anschauung am Beamer, wie und wo gespeichert werden soll. Es ist zum Mäusemelken.

    Oder ich bekomme die Warenkorbübersicht ausgedruckt per Post zugeschickt. Oder dann gemailt, das ist auch beliebt. das Bild des Warenkorbs als Mail mit "Bitte schicken sie mir das."

    Immerhin kriegen die einen Anhang an die Mail... ;)

    Ich denke, man unterschätzt wieviele der heutigen Erwachsenen noch Mühe haben mit der Digitalisierung und dass die es deshalb ihren Kindern auch nicht beibringen können.

    das....

    Rattenkind , entschuldige ich wollte Dich nicht beleidigen

    Alles gut. :D


    Aber... mein Kind braucht keinen Computer. Das Lenren läuft ab wie früher. (ich schreibe das jetzt ohne Wertung). Und dann kommt irgendwann ein Referat. Insofern ist doch logisch, dass das wieder vergessen wird. Wenn man das wirklich ernst meinen würde, wäre das selbstverständlich in allen Unterrichtsfächern integriert.

    Aber wie gesagt alles wie zu meiner Schulzeit... inklusive die wunderbare grüne Tafel :-)

    Ich hab im Kunstraum ein Smartboard und bin ansonsten dauernd in den Computerräumen unterwegs. Aber es frisst unheimlich Zeit (und die hab ich für den Stoff eigentlich nicht übrig), denn es fehlt einfach nachhaltig an den Basics und auch oft an Motivation, mit einem Rechner was anderes zu machen, als zu daddeln oder youtube zu gucken.

    Das fandest du überheblich? Ich finde es eher überheblich, wie hier die Erfahrungen der anderen nicht für voll genommen werden.


    @ Schule: Wer soll denn die Homepage aktuell halten, wer die Technik betreuen, die die Kinder benutzen. Wer läd gegebenenfalls möbile Endgeräte, updaten sie zu günstigen Zeitpunkten (nicht im Unterricht). Sachen die zu Hause für eine Famailie gehen, haben in der Schule ganz andere Dimensionen. Die allermeisten Schulen sind unterbesetzt, einen IT Kraft dürfte fast keine haben.

    Danke, Miamaria.


    Bei uns machen das zum Teil die LehrerInnen, aber auch ein IT-ler von der Stadt. Und natürlich "brauche" ich keinen ITler, um ein Update zu machen oder Freeware wie GIMP zu installieren - aber in derSchule fehlen mir für sowas einfach die Rechte. Und das halte ich auch für richtig so. Unsere Homepage betreut aber zum Beispiel ein Kollege, der dafür eine halbe Stunde oder so weniger unterrichten muss.

    Und das andere ist, dass einfach bestimmte Skills unabhängig von digitalen Geräten Vorhandensein müssen, bevor ich anfange etwas am Computer zu machen. Eben meine Gedanken strukturieren können - bevor ich wie wild im Internet recherchiere. Es gibt wirklich tolle Seiten und Materialien. Aber wenn die SuS vorher nicht die Methoden beherrschen, dann bekommen sie es auch mit digitalen Medien nicht besser hin. Und ich habe den Eindruck (aber da kann ich mich täuschen), dass sie die Methoden erstmal besser analog lernen.

    Ja, da hast Du völlig Recht! Internetrecherche ist da das beste Beispiel. Das kann ja gar nicht gehen, wenn sinnentnehmendes Lesen noch eine Riesenherausforderung ist (und das ist leider bei überraschend vielen SchülerInnen überraschend lange der Fall).

    Ein bisschen erinnert mich die Diskussion an meinen Prof an der Uni, so um das Jahr 2000, der sich E-Mails von seiner Sekretärin ausdrucken ließ, weil er sich geweigert hat, sich mit dem E-Mail Programm auseinander zu setzen.

    Die Lehrer haben halt keinen Plan.

    Ja danke.




    Ich hab mit SchülerInnen etliche einfach zu handhabende und kostenfreie Dinge erprobt, von Corkboard bis Prezi. Von vielen Dingen weiß ich die Namen gar nicht mehr, da ging es auch um das gemeinsame Schreiben an einer Datei, um das Erstellen gemeinsamer Mindmaps und all solche Dinge.

    Es bewährt sich nicht. Zuhause greifen sie auf sowas eh nicht zu (und ich kann sowieso nicht voraussetzen, dass alle ein Smartphone, Tablet oder einen PC haben), und in der Schule fragen sie (nicht zu Unrecht), warum sie nicht einfach miteinander reden können. Einige "Witzbolde" machen auch immer wieder gern die Arbeit der ganzen Klasse zunichte, in der Hoffnung, noch eine Stunde im Computerraum rumhängen zu können (dieselben, die sich dann rauszuziehen versuchen und in jedem unbeobachteten Moment hier oder da sind. Unser IT-Mensch kann solche Seiten nicht so schnell sperren, wie die Kids neue finden). Und ich sehe den Mehrwert nicht, gemeinsam an einer Datei zu arbeiten, wenn man die fertige Datei weder speichern, noch wiederfinden, noch ausdrucken, geschweige denn in ein .pdf konvertieren und jemandem außerhalb des "Teams" zuschicken kann.


    Mir soll es ja auch egal sein, ob man die Datei an eine Email anhängt oder irgedeinen fancy Messenger nimmt. Wer keinen Plan mehr hat, wo er oder sie was abgelegt hat, oder glaubt, was im Internetbrowser zu sehen ist, sei auch auf dem PC gespeichert, dem möchte ich - und zwar zum achtundzwanzigsten Mal! - beibringen, wie man speichert, was ein Ordner ist, wie man verlorene Dateien sucht,... bevor ich Geld (das traditionell weder Schulen noch Eltern übrig haben) für Office 365 oder GoolgeDrive ausgebe. (Ich weiß auch gar nicht, ob ich amerikanischen Firmen überhaupt SchülerInnendaten hinterherwerfen darf. Ich nehm's erstmal nicht an, müsste ich mal unseren Datenschutzbeauftragten fragen.)

    Zumal wir ja wie gesagt ein Portal haben (IServ, wie viele Schulen), das wir super für viele Dinge nutzen könnten, wenn es denn nicht alles hier rein und da raus ginge. Denn selbstredend haben wir Methodentage und selbstredend bringen wir den Kids bei, wie die Dinge gehen, die wir hinterher erwarten. Sie können es nur großflächig trotzdem nicht.

    Und das ist echt zum Mäusemelken, weil sie diese Dinge, auch Emails, dann später halt doch gern nochmal brauchen, und sei es nur bei ihrer Facharbeit oder der Präsentation zur mündlichen Abschlussprüfung.

    Mein Sohn musste mal im Technik und Computer-Unterricht einen Vortrag über die Funktionsweise eines Nadeldruckers halten #hammer. Als wenn es da nichts aktuelleres zu lernen gäbe.

    Das liegt zum Teil auch an sehr veralteten Curricula. Wenn das Land seinen Informatik-Plan seit 1980 nicht aktualisiert hat, können die einzelnen Schulen ja auch nichts dafür. Da kann man dann entscheiden, ob man sozusagen tut, was der Arbeitgeber verlangt, oder was man selbst für sinnvoll hält.

    Ich meine, dass ich im selben BL wie Freda lebe und habe gerade heute den Informatiklehrplan vor mir gehabt. Der ist äußerst aktuell und echt anspruchsvoll! Von Druckern steht da überhaupt nix, da geht es eher um Konzepte, Methoden usw.

    Kann ja gut sein. Ich meine aber, dass das bis vor ein paar Jahren ein Problem in NRW oder Niedersachsen war.

    Mein Sohn musste mal im Technik und Computer-Unterricht einen Vortrag über die Funktionsweise eines Nadeldruckers halten #hammer. Als wenn es da nichts aktuelleres zu lernen gäbe.

    Das liegt zum Teil auch an sehr veralteten Curricula. Wenn das Land seinen Informatik-Plan seit 1980 nicht aktualisiert hat, können die einzelnen Schulen ja auch nichts dafür. Da kann man dann entscheiden, ob man sozusagen tut, was der Arbeitgeber verlangt, oder was man selbst für sinnvoll hält.

    Ich empfinde Aussagen wie "Generation Internet hat keinen Plan [vom Dateienspeichern, Email, etc], als diskriminierend, Stichwort "Ageism", weil mMn diese Dinge im Alltag von Kindern und Jugendlichen keine/wenig Rolle spielen und man/frau die deswegen nicht als Voraussetzung annehmen kann/sollte, aber mindestens nicht darüber herziehen...

    Ich ziehe nicht darüber her. Ich bin täglich damit konfrontiert, dass mich das wertvolle Unterrichtszeit und Nerven kostet , die SchülerInnen kostet's zuweilen die Facharbeit, weil die am Tag vor der Abgabe versehentlich überspeichert wird oder zwischendurch der Arbeitsfortschritt dauernd "verschwindet".

    Und natürlich haben wir ein Methodenkonzept undProjekttage dafür, natürlich wird das auch oft angewendet (ich zum Beispiel arbeite mit den Kids echt viel am Rechner, lasse Präsentationen mit PP oder Prezi machen, will Hausaufgaben getippt und geschickt haben,...), aber es ist oft nicht von Interesse und dann macht's die Freundin für einen und man kann es halt bis zur Facharbeit in 10 nicht.


    Ich rede ja nicht von Grundschülern. Ich rede von Leuten, die nach Wochen des intensiven Trainings (!) ihre Bewerbungsanschreiben und Lebensläufe nicht formatiert kriegen. Also, wenn etwas z.B. mittig gesetzt werden sollen, machen viele so viele Leerzeichen vor die Worte, dass es grob mittig aussieht.

    Ich hatte mal einen Schüler, der für die Facharbeit immer eine Seite getippt und sie dann gedruckt hat. Dann hat er den Text gelöscht und die nächste Seite getippt. Die Seitenzahlen hat er von Hand in die letzte Zeile getippt. Wir üben das alles selbstverständlich mit den SchülerInnen. Mir fällt da nix mehr zu ein.

    natürlich wissen sie nicht, wie man eine e-Mail verschickt, woher auch?

    Weil wir eine Schulplattform haben, über die sämtliche (nicht physische) Kommunikation läuft. Aber es ist ja nicht nur Email, es ist ja selbst das Abspeichern von Dateien. Und ich glaube schon, dass man sowas können sollte. Das ist doch wie... Weiß nicht... Handschriftlich schreiben? Brauch ich auch selten, machen meine SchülerInnen privat praktisch nie (außer sie "müssen" in der Schule, weil sie da keinen Messenger benutzen dürfen), würd in Zukunft kaum erforderlich sein, kann kein Mensch mehr richtig... Ist aber doch irgendwie etwas, das man können sollte.


    Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft SchülerInnen zum Beispiel bei der Facharbeit ernste Probleme haben weil sie keine Ahnung haben, a) dass sie speichern müssen ("Plötzlich ist alles weg!"), b) wo sie etwas gespeichert haben ("Find ich nicht mehr!") oder dass c)Sicherungskopien eine gute Idee sind.



    Und ich bin scheinbar ein Dinosaurier, denn meine Kommunikation mit außerschulischen Partnern, Praktikumsstellen der SchülerInnen, FreundInnen, KollegInnen, Leuten aus Theater- und LARP-Gruppe,... läuft (auch) über Email.

    Rattenkind Ich finde das super, was die Kinder in deinem Unterricht lernen!

    Danke. Hier auf dem platten Land scheinen das jedenfalls Fähigkeiten zu sein, die man noch braucht...

    Wenn es an die digitale Bildbearbeitung geht, sind ebenfalls beide Geschlechter gleichermaßen aufgeschmissen. Bin immer wieder erstaunt, wie wenig Plan von PCs die "Generation Internet" wirklich hat (Dateien in richtigen Ordnern speichern, Programme auf dem Rechner finden, Emails mit Anhang versenden,... Alles Bücher mit sieben Siegeln), aber das ist ein anderes Thema.

    Vermutlich weil sie es im Alltag gar nicht brauchen#weissnicht bei genauerem Hinsehen ist das ja auch eher Oldschoolwissen (wer nutzt schon noch PCs ;) )

    Ich verschicke keine Dateianhänge mehr. Überhaupt sind die einzigen, die mir privat Emails schicken, meine Eltern (und ich hoffe, in der Firma kapieren es bald alle, dass emails doof sind.


    Programme findet man in der Liste aller Apps 😁

    Naja, sie brauchen es in der Schule dauernd. Sie müssen Handouts zu Referaten, PPPs, manchmal auch Hausaufgaben über das schuleigene Emailsystem verschicken. Sie müssen Dateien gezielt ablegen und wiederfinden können (oder zumindest die Suche nutzen können). Sie müssen Programme finden können (und nein, sie finden sie nicht in der Liste aller Apps. Was nicht auf dem Desktop liegt, finden sie nicht. Was sie nicht finden, versuchen sie aus dem Internet runterzuladen. Egal, ob das an Schulrechnern nicht geht, egal ob die Programme kostenpflichtig sind...).

    Und wenn PCs oldschool und out sind... sie können das auch alles an den Schul-IPads nicht.


    Ich erwarte ja nicht, dass sie DOS-Befehle kennen oder den Arbeitsspeicher aus- und einbauen können. Ich erwarte, dass sie ein Bild in einem bestimmten Ordner gezielt speichern, es von da dann mit einem bestimmten Programm öffnen und mir per Mail schicken können.