Beiträge von Rattenkind

    Hab ich früher auch immer gemacht, und zwar sogar mit Drübernachdenken und Begründung: Ich fand zwei Formen doof, weil das sowas Trennendes hatte. Als würde ein Lehrer was grundsätzlich anderes machen als eine Lehrerin.


    Da bin ich mittlerweile von ab. ;)

    Obwohl ich ein Wort für alle immer noch gut fänd. Bloß eben ein geschlechtsneutrales.

    Unsere Gleichstellungsbeauftragte schreibt auf ihre Zeugnisse, ein Mädchen sei "als Klassensprecher", tätig gewesen, und musste erst ein wenig stutzen, als ich sagte, ein voreingestellter Satzbaustein enthielte nur "Lehrer", aber keine "Lehrerinnen". Dann meinte sie aber, ich hätte ja Recht und sie würde das mal ansprechen. Ich hoffe, zu den Ganzjahreszeugnissen wird das mal geändert!

    Er meinte, alle Figuren (Maus, Elefant, Ente und Hase) seien bewusst weder als männlich noch als weiblich designed worden und werden von den Machern nicht mit einem Geschlecht assoziiert sondern gelten eher sachlich.

    Er hat noch erklärt, dass sie als Familie zu betrachten sind und die Maus eher den Part der Eltern übernimmt, während die anderen eher die Kinder sind vom Verhalten her. Und wenn die Ente dazu kommt, wirbelt sie immer alles durcheinander und Chaos entsteht.;)

    #ja Sag ich doch.


    :D

    Mich würde irgendwie mal interessieren, ob ich hier eher eine Ausnahme bin? Mir ist es so etwas von piepegal, ob jemand z.B. Lehrer, Bauern oder Ärzte sagt und damit beide /alle Geschlechter meint. Es kratzt mich einfach nicht

    Jo, da biste hier in diesem Thread die Ausnahme (und draußen in der Welt der Mainstream ;) ).

    Mir persönlich wäre es ja auch nicht wichtig, wenn es nur um Worte ginge, die sonst nichts weiter tun. Aber die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt, und z.B. der Ausdruck "die Lehrer" löst halt das Bild von Männern mit Schultaschen aus und nicht von einer bunten Gruppe Lehrer:innen.

    Da gibt's ja Studien drüber, was diese sprachliche Verknappung im Kopf von Leuten, insbesondere Kindern, macht. Und wenn da die Krankenschwester und der Arzt abgespeichert sind, kommt man vielleicht nicht so leicht darauf Krankenpfleger oder Ärztin zu werden.

    Deshalb sind hier die meisten für sprachliche, gedankliche und letztlich reale "Grenzöffnung".

    Ich wurde hergerufen... also geb ich mal meine professionelle Meinung zum besten: Das hat die Kollegin gründlich verbockt!

    Ja, dass Bilder verschwinden passiert. Das ist irgendwie ein Naturgesetz, dass Kunstbilder sich ab und an in Luft auflösen, ist mir auch schon passiert. Aber genau deshalb mach ich mir doch in den Stunden Notizen, wie die Schüler:innen mitarbeiten und wie die Bilder aussehen. Manchmal mach ich sogar Fotos während des Arbeitsprozesses, grad bei längeren Aufgaben und in höheren Klassen.

    Würde mir sowas passieren, würde ich der Schülerin die Chance geben, noch was einzureichen und vor allem würde ich es sehr wohlwollend betrachten, denn der Verlust der Arbeit ist ja meine Schuld.

    Oh, und Notenschluss ist schön und gut, aber es gilt die Note, die bei der Zeugniskonferenz festgestellt wird. Man kann sich immer mal vertippen, unter anderem dafür gibt's ja die Konferenzen, damit man sich da korrigieren kann.

    Ich würd also vielleicht die schlechtere Note eintragen (also... wenn die wirklich ohne das Bild gerechtfertigt ist, siehe unten), dann eine Zusatzarbeit anbieten und die letztendliche Note im Zweifel auf der Konferenz dann korrigieren.

    Entschuldigte Fehlzeiten dürfen übrigens an sich nicht zu schlechteren Noten führen, ich versteh also nicht ganz, wie sie auf die Vier kommt, wenn Deine Tochter z.B. in den erwähnten drei Stunden fleißig gearbeitet hat...

    Überhaupt gibt es ja in Kunst praktische Arbeiten, theoretische und sonstige die je zu einem Drittel in die Note eingehen (wohlgemerkt: mein Bundesland und Mittelstufe!), unbenommen der pädagogischen Benotung. Gab es keine schriftliche Arbeit? Und gab es außer diesem Bild keine anderen praktischen Arbeiten?


    Was man der Kollegin jetzt anbieten kann... das ist natürlich schwierig, wenn sie nicht von sich aus was anbietet. Aber das Halbjahr war doch auch gar nicht sooo kurz... sie muss doch irgendwas als Bewertungsgrundlage haben...

    Hat Deine Tochter vielleicht ein Skizzenbuch oder so? Hatte sie nicht vor ein paar Monaten so Kawaii-Pflaster oder so gemacht? Sowas würd ich der Lehrerin zeigen, damit sie einen Eindruck von kreativer Leistung und handwerklichem Geschick Deiner Tochter bekommt.

    Ja, es fuchst mich ja selbst auch.

    Aber gleichzeitig weiß ich, dass der Großteil der LeserInnen über dieses Kriegerinnen stocken wird, weil es unüblich ist.

    Ich wollte Dir da nichts unterstellen oder so. Ich wollte nur sagen, dass ich das quasi gesamtgesellschaftlich Kacke finde. Aber es ist ein Teufelskreis. Die Autor:innen schreiben nicht so, weil die Verlage das nicht wollen. Die Verlage wollen das nicht, weil die Leser:innen darüber stolpern. Und die Leser:innen stolpern drüber, weil sie es nicht gewohnt sind, weil halt die Autor:innen nicht so schreiben. Wie soll man da rauskommen?

    Zum Thema Astrid Lindgren: Haben Eure Männer die als Lieblingsautorin gespeichert?

    Mein Mann findet sie im Gegensatz zu mir gut. Da wir in fast allen gendertypischen Belangen "verkehrtrum" ticken ist das wahrscheinlich echt ein Frauending. ;)

    Spannend, ich habe das Sams, den kleinen Maulwurf, die Maus und Pumuckl als Kind nie als was geschlechtlich männliches wahrgenommen, sondern neutral irgendwie?

    Ich war wahrscheinlich als Kind schon zu theoretisch unterwegs: Der Pumuckl ist ein Junge, das Sams weder noch und die Maus ist eine Frau. Und zwar ist sie schon groß und der Elefant ist noch klein und die Ente noch kleiner. Eine Mama oder höchstens eine sehr fürsorgliche sehr viel ältere Schwester, ein älteres Kindergartenkind und ein Krippenkind, so in etwa. Genau so ist das! ;)


    Ich kannte aber auch als Kind schon viele Frauen mit tiefen Stimmen und hätte die "Mausgeräusche" nie als männlich wahrgenommen.