Nussi , bei meiner Tochter spielt das Finanzielle beim Wunsch nach einem dualen Studium kaum eine Rolle, sie verdient mit ihrer freiberuflichen Tätigkeit schon gut und kann erstmal pendeln, dürfte also auch so gut hinkommen.
Ihre Befürchtung ist, dass im Studium die gleiche Art von Lernen gefragt ist, wie in der Schule. Und sie ist einfach ein anderer Lerntyp. Also sie kann es schon, ihre Noten waren ja gut und sie brauchte nie Nachhilfe. Aber sie hat immer verglichen mit anderen viel Zeit dafür aufwenden müssen und hat es als wenig nachhaltig empfunden. Ein wenig beruhigt hat sie der Vorlesungsverzeichnis, da ist deutlich mehr dabei, was sie interessiert als das in der Schule der Fall war. Aber ähnlich wie das Abitur an sich ist das Studium für sie aktuell halt ein notweniger Baustein auf dem Weg zum Wunschberuf und nichts worauf sie sich besonders freut (also sogar eher ein wenig Angst macht)
In der Praxis hingegen, wie sie jetzt in den Orientierungspraktika wieder gemerkt hat, kann sie ihre Stärken voll ausspielen, das fällt ihr leicht und macht ihr Spaß.
Und sie möchte nicht umsonst Grundschullehramt studieren, gerade die Vielfalt an Fächern reizt sie. Ich hab mich nicht näher mit dem Studium beschäftgt, aber sie hat mir erzählt, dass sie Politk oder Geschichte als Unterrichtsfach wählen will. Das ist möglich, aber ein wenig frag ich mich schon, was davon jetzt nützlich für den Unterricht an einer Grundschule ist? In Bayern ist es ja oft so, dass die Klassenlehrer:innen fast alle Fächer unterrichten, so vertiefen kann man die einzelnen Fächer dann ja gar nicht.
Das mit den Stipendien hört sich aber gut an, ich geb es ihr mal weiter.