Beiträge von Arya

    Pony Hütchen

    Ich glaube ich hab mich missverständlich ausgedrückt. Wenn jemand von meinen Lernenden die Möglichkeit hat, an einer tollen Veranstaltung teilzunehmen, ein Familienfest zu feiern, etwas Wichtiges anderes zu lernen, dann unterstütze ich eine Freistellung sofort. Aber, eine offene Handhabung funktioniert nur dann, wenn es nicht ausgenutzt wird. Und leider wird es das. Oft weil einige Jugendliche denken, sich damit einen Vorteil gegenüber den anderen zu verschaffen. Und das ist unfair und dafür ist mir auch meine Zeit zu schade. Ich unterrichte übrigens nicht im Vollzug, bzw. wo ich wohne haben die meisten die offizielle Pflichtschulzeit schon „abgesessen“. Kommen alle freiwillig...

    Wo ich unterrichte, ist man nicht so streng mit Freistellungen bzw. wir schreiben viele kleinere Prüfungen. Ob man gerade eine Prüfung hätte, wird bei der Freistellung nicht berücksichtigt. Zudem gibt es auch keine Attestpflicht, wenn jemand mal einen Tag krank ist. Für die Lernenden ist das super, für die Lehrperson weniger. Ich habe alleine diese Woche über vier Stunden aufgewendet um entweder Prüfungen umzuschreiben (leider gibt es da Spezialisten, die sich dann sehr genau informieren was so gefragt wird) oder aber Nachprüfungen zu beaufsichtigen. Gerade Lernende der Oberstufe fehlen sehr häufig. Da gibt es schon Massnahmen, aber was man an Zeit aufwendet, ist nicht zu unterschätzen... Das kann einem schon ärgern...

    Hab jetzt nicht alles gelesen, aber VivaLaVida weil du gefragt hast.


    In der Schweiz ist es so, dass man mindestens 5 Abschlussprüfungen hat und zwar in folgenden Fächern:


    - Erstsprache (Deutsch, Französisch oder Italienisch)

    - Mathematik

    - Zweite Landessprache (Deutsch, Französisch oder Italienisch)

    - Schwerpunktfach

    - ein weiteres Fach, wo die Regeln vom Kanton bestimmt werden.


    Viele Kantone haben zwei weitere Prüfungsfächer, wovon mindestens 1 oft früher abgeschlossen werden kann. Hier haben die Lernenden Wahlmöglichkeiten.


    Maturitätsfächer (also zählende Fächer) gibt es übrigens 13.


    Details: https://edudoc.ch/record/38112/files/VO_MAR_d.pdf

    Ich finde schon, dass in der Diskussion einige Dinge vermischt werden.


    Das Menschen so unfassbar reich sind, ist ein politische Problem. Ein Problem, was aber viele nicht als ein solches sehen. Natürlich wird der Durchschnittswähler auch stark beeinflusst, trotzdem werden sehen es sehr viele Menschen nicht als genug grosses Problem, dass Sie dem demokratisch Abhilfe verschaffen möchten. Ohne jegliche Wertung, scheint es doch auch irgendwie eine Mehrheit für die Position zu geben, das es in Ordnung ist, wenn einige Menschen sehr reich sind. Oder zwar ein Aufreger, aber nichts was dringend geändert werden soll.


    Dann ist ist da ein weiteres Problem, dass viele Aufgaben die eigentlich Aufgabe eines Staates (bzw. überstaatlichen Organisationen) wären, von diesem nicht wahrgenommen werden und an Freiwillige ausgelagert werden. Sei es die Rettung von Menschen die im Meer in Seenot geraten, die adäquate Betreuung von Flüchtlingen oder halt der Wiederaufbau eines berühmten und historischen Bauwerks. Also springen gewisse Private auf freiwilliger Basis ein. Und die haben dann natürlich das Recht


    Wenn man nun diese Private dafür kritisiert, dann hier " das Falsche zu tun" oder "Das Richtige aus falschen Motiven", ist das für mich Kritik am falschen Ende. Keinem wäre geholfen, wenn Sie auf die Spende verzichtet hätten. Ziemlich sicher hätten Sie dann auch nicht in andere Projekte investiert, die anderen Personen wichtiger erschienen wäre.


    Klar, kann man argumentieren, dass das Geld aus Sicht des Milliardärs gar nicht viel ist. Das ist sicher so. Das Geld dass ich privat spende, ist aus meiner persönlichen wirtschaftlichen Lage auch nicht besonders viel. Ich könnte wohl recht einfach mehr investieren, ohne selber an die Armutsgrenze zu gelangen. Das ist etwas was ich mit mir klären muss.

    Aber wann soll ich mich deswegen schlecht fühlen? Wenn ich nichts spende? Wenn ich eine grössere Summe spende, aber mehr hätte geben können. Wenn ich für ein Projekt spende, dass mir persönlich am Herzen liegt und nicht für die Leute, die es am Dringendsten nötig haben. Wenn ich z.B für eine Aktion für arme Kinder in der Schweiz spende, find ich das was Schönes. Vielleicht kann sich dann ein Kind ein Wunsch erfüllen. Ich hätte aber stattdessen an Seawatch spenden können und dann wäre vielleicht ein Mensch gerettet worden. Das Kind wäre so oder so nicht verhungert. Mach ich dann also was falsch? Oder hätte ich beides unterstützen sollen, weil das auch irgendwie funktioniert hätte?

    Und verhalte ich ich mich noch falscher, wenn ich reicher bin?


    Sorry, viele Fragen aber ich finde diese Bewertung von Spenden sehr sehr schwierig.

    Zu Fiawins Frage, ich bin auch schweizerisch sozialisiert und finde 130 eine angemessene Geschwindigkeit. Ich bin eher ängstlich im Strassenverkehr und wenn ich nach Deutschland fahre, bin ich eine von denen die mit 90km/h zwischen den Lastwagen klebt, weil ich immer Angst habe, es kommt wer mit 250km/h angeflogen und schubst mich von der Autobahn.


    Aber (auch OT) ich habe durchaus ein gewisses Verständnis für alle die, die an ihrem "Schnellfahrrecht" hängen oder auch das Auto nutzen, wenn es nicht umbedingt nötig ist (das mache ich auch öfters#angst). Für viele Leute die ich kenne, ist die grösste alltägliche Sorge nicht mangelndes Geld, sondern mangelnde Zeit. Man hetzt von A nach B, arbeitet viel zu viele Stunden und es kommen immer so viele Dinge zu kurz. Also nutzt man jede Gelegenheit, um auch nur 5 Minuten einzusparen. 5 Minuten die man dann einfach mal dafür nutzen kann, auf dem Sofa zu sitzen und nichts zu tun. Klimatechnisch beginnt das mit dem Auto und endet beim Kaffeebecher To-Go und dem dreifach verpackten Fertigsalat. Weil man damit wertvolle Zeit spart (auch wenn man dafür zu viel Geld bezahlt).


    Ich bin davon überzeugt, dass wir um das Klima wirklich retten zu können, unsere ganze Lebensart ändern müssen. Und zwar nicht indem wir einfach "Zug fahren" sondern indem wir eine Gesellschaft schaffen, in der genügend Zeit da ist um Innezuhalten und man nicht immer "rennen" muss. Wie man das angehen kann, weiss ich aber auch nicht.

    Ich glaube (ohne Faktenwissen) eher, dass viele SVP Wähler in die FDP rüberrutschen, die FDP gleichzeitig aber genauso viele Ex-Wähler an die GLP verliert. Ich sehe das schon als echte Alternative gerade für junge liberal denkende Wähler, die aber sehr akut mit den Klimaproblematik aufwachsen und auch etwas weniger konservativ sind. Ich glaube die GLP hat auch viel von der Operation Libero profitiert. Wo die ganzen Grünen Wähler herkommen finde ich aber schon faszinierend. Wenn da wirklich SVP Stammwähler sind, kann ich das auch nicht nachvollziehen.


    Ich hät lieber Vogel gehabt, weil ich finde mit Petra Gössi an der Spitze verändert sich die FDP gerade positiv. Und Rickli fand ich vorallem früher schon sehr sehr rechts.

    Schön#freu Du kennst mich ev. gar nicht, aber ich les dich immer sehr gern. Weil deine Beiträge sind sowohl authentisch wie auch oft sehr erfrischend...

    An meiner Schule wird das der Schule fernbleiben einerseits (sehr milde) sanktioniert andererseits auch ernstgenommen und nur neutral kommentiert. Ich finde das gut, weil es eben zeigt, dass die Lernenden auch bereit sind einen Preis für ihr Engagement zu bezahlen ( das unterstreicht für mich wie wichtig ihnen das ist), aber trotzdem kriegt niemand richtige Probleme. Zudem sind viele stolz darauf „zu streiken“ und nicht nur „langweilig zu demonstrieren“. Ich glaube so ein bisschen ziviler Ungehorsam ist belebend für Teenager. Mit einer Klasse als Exkursion hinfahren würde ich nicht. Es gibt hier doch auch viele Jugendtliche die die Streiks doof finden und dann sofort lauthals Beeinflussung schreien würden. Ich glaube das wäre zumindest hier für die Bewegung eher schädlich. Und ich glaube auch die Teilnehmer fänden das gar nicht so gut. Weil es eben aus der Aufmüpfigkeit einen Schulausflug macht. Meine Lernenden sind aber schon gross, bei Kindern würde ich ev. anders argumentieren.

    re: waschtag


    also wir wohnen im efh. früher war es tatsächlich so, wie von mir oben beschrieben (alles zwei wochen ein nachmittag).


    und anders als evt. im liberalen zürich wurde es in der rechten ostschweiz auch durchgezogen. mit baby war es nicht einfach, daher kamen stoffwindeln und was anderes als feuchttücher für uns auch nicht in feage.

    Ich wohne im liberalen Zürich und bei uns wird der Waschplan leider auch mit heiligem Ernst durchgezogen.#ja Aber ich darf immerhin alle 10 Tage ganze 15 Stunden waschen. #huepf

    Talpa Deine Tochter hört sich sympatisch an!


    Hab ich mich heute über Facebook-Kommentare geärgert. Echt, da herrscht die totale Unwissenheit (wie immer ich weiss). Einer beklagt sich, das Schweizer Volk hat ALLES falsch entschieden. Weil internationale Richter, entscheiden eh immer nur Quatsch. Gleichzeitig fand er es aber total daneben, dass es nun Sozialdedektive gibt...


    Äh ja, ich geb dir ja beim zweiten Recht, aber dir ist schon bewusst, dass du darüber nur wegen den pösen pösen fremden Richtern überhaupt abstimmen durftest?#haare


    Nun ja, bis zur nächsten Abstimmungsrunde.

    Dazu muss ich jetzt ergänzen, dass ich von Anfang an wusste, was ich stimmen werde, aber frau will ja trotzdem gut informiert sein.



    Ich war jetzt übrigens schon da (ich wohn fast direkt beim Abstimmungslokal) und ich fand es recht mühsam, dass man direkt vor dem Lokal von mehreren Parteien angesprochen wird, um neue Initiativen zu unterschreiben. Ich hab mich etwa einem Minute mit nem jungen Mann unterhalten. Erstens wurde in dieser Minute klar, dass ich mehr von seiner Initiative weiss, wie er und zweitens hätte ich nur direkt unterschreiben können, es gab aber keine Information zum mitnehmen und nachdenken. Das finde ich dann auch sehr unseriös.


    VivaLaVida Du darfst nicht abstimmen oder? Das stell ich mir sehr schwer vor, wenn man politisch so interessiert ist wie du.