Beiträge von Arya

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    Aus Aussensicht - mit viel Interesse an deutscher Politik - finde ich das furchtbar. Gerade waren die Grünen die moderne Partei mit der zukünftigen Kanzlerin, die sich skandalfrei und anständig absprechen. Jetzt ist es die Partei der grossen Schlammschlacht. Ich glaube dieses Ausschlachtung in der Presse inkl. der sozialen Medien schadet massiv. Schade ist so etwas nicht pragmatischer und stiller gelöst werden kann. Natürlich inkl. Konsequenzen für den Typen, aber ohne das die Aussage immer wieder geteilt, interpretiert und auseinander genommen wird. Ohne die grosse Plattform für Palmer selbst, der das Ganze wahrscheinlich noch irgendwie geniesst.

    Die genauen Regelungen kenn ich nicht, aber es kann sein dass es bei dem Fall mehr um das Recht des Kindes auf einen Vater geht.


    Es sind nämlich hier auch anonyme Samenspenden verboten, nicht weil man diese Väter dann finanziell belangen kann, sondern weil das Kind das Recht hat später herauszufinden, wer der leibliche Erzeuger ist.

    Ich glaube schon, dass es teilweise auch um unsere Zahlungsbereitschaft als Kunden geht.



    Kinderbetreuung, Gesundheitswesen etc. finde ich noch etwas anderes, weil das staatlich mitfinanziert wird. Da gäbe es sinnvolle Möglichkeiten, Leute anständig zu bezahlen.



    Aber viele Produkte sind so günstig, da können logischerweise gar keine schlauen Löhne rauskommen.



    Also wenn man z.B. ein Kilo Fleisch für 4 Euro bekommt. In so einem Kilo Fleisch steckt über die ganze Produktionskette ziemlich viel Arbeit von ziemlich vielen Menschen über eine sehr lange Zeit. Wie soll mit solchen Preisen noch irgendjemand gut bezahlt werden.



    Oder wenn ich meine Haare machen lasse, dann sitz ich da zwei Stunden, es braucht Miete. Geräte, Produkte etc. Wenn das nur 30 EUR kostet (hier kostet das deutlich mehr), dann ist es rechnerisch absolut unmöglich, dass jemand auch nur annährend gut bezahlt wird.



    Für die Leistung eines Anwalts sind wir aber bereit ein Vielfaches davon für seine Zeit zu bezahlen.

    Ich hab die ganzen Rabendiskussion verpasst, will mich aber trotzdem mitfreuen. Ich gab nämlich - trotz Umfragen - um die Personenfreizügigkeit gebangt und bin nun froh. Auch wenn ich die Flugzeuge nicht gebraucht hätte, fand ich das doch ein sehr vernünftiger Sonntag.

    Ich bin ganz erstaunt, dass Warntag in DE so etwas aussergewöhnliches ist. Wir haben das in der Schweiz jedes Jahr... immer am gleichen Tag um die gleiche Zeit. Man hoff das eine echte Katastrophe nie an einem Mittwuch um 13 startet... Es gibt normaler Alarm und je nach Ort Wasseralarm. Beim Wasseralarm sollte man dann ziemlich schnell irgendwo hochrennen.

    Ja das wäre schön. Selber bin ich aber echt „picky“ und stelle die Übungen gerne aus den verschiedensten Lehrwerken zusammen. Das ist grundsätzlich vom CopyRight her erlaubt, solange man nicht zu viel aus einem Buch nimmt. Materialien zusammenstellen ist irgendwie fast ein Hobby:D was ich noch nicht digital habe sind teilweise Theoriebücher, ich finde das schadet nicht.


    Jetzt im Lockdown habe ich zusätzlich auch digital und mit Aufzeichnungsmöglichkeiten gearbeitet, immer aufzuzeichnen sehe ich aber kritisch. Die Kids sind sich der Aufzeichnung doch bewusst und sind entsprechend weniger unbeschwert und trauen sich nicht so recht Fehler zu machen. Selber find ich die permanente Aufzeichnung auch unangenehm. Wer gefehlt hat kann aber so immerhin den fertigen Unterricht mitnehmen, ohne alles mühsam zu suchen und abzuschreiben.

    Ich komm vom selben Ort wie Talpa und kann wenig neues erzählen. Ich arbeite super gerne mit OneNote, dort gibt es digitale Klassenbücher, mit denen man sich sozusagen eigene digitalen Lehrbücher basteln kann. Es gib einen Bereich, wo alle (fast gleichzeitig) arbeiten können, einen Bereich wo ich Dinge erfassen

    und den Lernenden zur Verfügung stellen kann und einen Bereich für jeden Lernenden (eine Art Arbeitsheft, wo ich Zugriff drauf habe). Ich kann Texte erfassen, „von Hand reinschreiben/ korrigieren, Bilder und PDFs hochladen sowie Videos bzw. Aufgaben einbetten. Das soll jetzt keine Werbung sein, aber ich finde es echt praktisch, weil es einfach ist und sehr übersichtlich und nett ausschaut. Ist es sowas was du dir vorstellst Freda

    Ich glaub auch, das gerade jüngere Menschen, den Begriff teilweise vielleicht gar nicht zuordnen können bzw. es könnten aber nicht aktiv tun. Meine Lernenden wissen sehr genau, dass man das N -Wort nicht sagt, aber ich glaube bei „Mohr“ fehlt die Verbindung. Der Ausdruck wird hier nur noch für die Süssigkeit verwendet und nicht für Menschen. Das macht es zwar auch nicht besser, aber weniger böse.

    In meinen Umfeld (Schule) habe ich das Gefühl, dass Greta bei den meisten Teens nicht mehr gross stattfindet. Klimaschutz ist noch ein Thema aber deutlich weniger zentral wie zu Beginn der FFF Bewegung. Was ja irgendwie auch natürlich ist.


    Ich finde die Fokussierung auf eine Person immer ein zweischneidiges Schwert. Great hat unglaublich viel Veränderung herbeigeführt, was eine grossartige Leistung ist. Ohne sie wären wir an einem ganz anderen Punkt. Doch wenn zu viel an einer Person hängt, kann die Bewegung auch abflachen, nur weil man der Identifikationsperson irgendwie überdrüssig ( ob gerechtfertigt oder nicht) ist.

    Wie lange habt ihr denn? Ich würde wohl schauen, dass ihr noch etwas mehr Canyons mitnehmt, das ist einfach wunderschön... Ich würde wohl das Dreieck Los Angeles, San Francisco und Las Vegas fahren (oder umgekehrt) und zumindest einen Abstecher in den Bryce Canyon machen.


    Am Highway 1 habe ich mich damals in Pismo Beach verliebt und die Teens könnten da ne Surfstunde nehmen. San Francisco ist auch toll, achtet euch aber unbedingt darauf, wo ihr euer Hotel nehmt, günstig und zentral kann ein sehr schlechtes Zeichen sein. Die Stadtgebiete Tenderloin und Civic Center würde ich mit Kindern Abends ( und für Hotels) meiden. Aber man kann da gut in die Falle tappen, weil es nur 10min Fussweg zu den touristischen Orten ist.

    claraluna mhm keine Ahnung. Ich fühle selten selten „eine Nation“. Ich hab aber einen komischen Hang zum Lokalpatriotismus und fühle mich wohl am ehesten als Zürcherin.


    Talpa das stimmt, aber eigentlich ist das doch auch komisch. Ich meine wenn ein, Urschweizer, mich „keine echte Schweizerin“ nennen würde, dann bin ich auf 180. Wenn das z.B. ein Albaner sagt, dann ist das als Kompliment gemeint und dann starte ich nicht durch. Dabei ist es ja eigentlich genauso bescheuert für eine Nicht-Nationalität gelobt zu werden.

    Ich habe unter anderem südeuropäisch Verwandte und das kann man an meinem Aussehen und am Namen erahnen. Ich finde es schon auffällig, dass ich praktisch nie von „Urschweizern“ auf meine Herkunft angesprochen werde, aber sehr oft von anderen Menschen mit Migrationshintergrund. Im Stil von: Du bist aber auch keine echte Schweizerin? Das sind dann immer sehr nette Gespräche. Und die Leute erzählen, dann sehr gerne von ihrer Heimat bzw. tauschen sich mit mir aus. Auch wenn meistens sowohl bei mir wie auch beim Gegenüber der Migrationshintergrund mindestens eine Generation zurückliegt.


    Ich frage mich dann immer, ob wie zu Unrecht die Frage unhöflich und stigmatisierend finden (bzw. selber nur zurückhaltend stelle) oder ob die Frage erst ab dem Moment wo der Migrationshintergrund irgendwie beidseitig vorhanden ist, ok wird. Oder generell schwierig ist.

    Grundsätzlich bin ich gegen Kollektivstrafen, finde es aber tatsächlich oft schwierig umzusetzen. Bzw. manchmal auch unklar, was jetzt schon als Kollektivstrafe gilt. Ein Beispiel zum Illustrieren was ich meine: In einer Schule gibt es offene Klassenzimmer, welche die Lernenden in der Pause nutzen können. Das wird gerne genutzt. Nun wird mehrfach aus den Zimmer etwas gestohlen oder Schuleigentum mutwillig zerstört. In Folge werden die Klassenzimmer abgeschlossen. Das ist einerseits eine logische Konsequenz, anderseits werden ganz viele Unschuldige bestraft. Ist das dann ok? Oder nicht? Und wie will man so etwas an grossen Schulen lösen?

    Shevek  Nele vielleicht bin ich da nicht optimistisch, aber ich lebe in der Schweiz und wir können über solche Dinge jetzt schon direkt anstimmen. Und naja zusammengefasst würde ich sagen, Abstimmungen zu Ökothemen haben es meist schwer, Antikapitalistische Dinge sind fast unmöglich durchzukommen. Natürlich liegt das auch am Kapital der Abstimmungskampagnen, aber mehr sozialer Ausgleich ist nichts was sich die Mehrheit zu wünschen scheint. Die meisten sind mit dem grundsätzlichen System durchaus zufrieden. Wobei man sagen muss, dass es zumindest gefühlt doch weniger schlimme Armut wie in unseren Nachbarländer gibt. Aber sogar Dinge wie höhere Erbschaftsteuern bei einer Erbsumme ab einer Million (!) wird abgelehnt. Interessant war auch die Abstimmung zur Erhöhung der jährlichen Autobahngebühre auf 100 Franken (92 EUR), auch das wurde abgelehnt.

    Ich habe dieses „gleich noch den Kapitalismus mitüberwinden“ nie verstanden. Es scheint jetzt schon fast unmöglich zu sein mehrheitsfähige und trotzdem griffige Lösungen für die Klimakrise zu finden. Und das liegt nicht nur an „den Politikern“ sondern daran, dass der Aufschrei riesig ist, sobald Menschen irgendwo nur auch ein bisschen eingeschränkt werden oder für etwas mehr zahlen sollen. Das ist eine riesige Aufgabe. Da gleich noch ein zweites Thema dazupacken, was noch viel umstrittener ist und wo es die viel grösseren Pfründe zu verteidigen gibt, halte ich für wenig zielführend.