Beiträge von niheito2012

    Unsere 5 jährige Tochter gestern zu unserem Nachbarskind "du darfst hier heute nicht rein." Die Stimme wurde leiser. "Die (schaut in unsere Richtung) haben hier heute Mal aufgeräumt" #wisch




    Ich muss nicht erwähnen, dass eine halbe Stunde später doch alle hier durchs Haus stürmten.

    Nachtkerze Danke für deine Gedanken. Ich finde es sehr spannend und werde darüber nachdenken. Ob und wie es für uns passt, bin ich mir nicht sicher.


    Meine Kinder kennen übrigens andere POC, in der Kita war auch vorher schon ein KOC, auch meine Freundin ist POC und oft bei uns zu Besuch gewesen. Darüber hinaus arbeite ich mit Menschen, unterschiedlicher Kulturen und somit auch Hautfarben, meine Kinder sind da auch immer mal mit auf Veranstaltungen und kennen diese Menschen.

    Aber ja, die Namen, die so anders klingen, waren einfach trotzdem sehr spannend. Zumal meine Kinder, sie sich anfangs nicht merken konnten, da es eben amerikanische Namen waren.


    Wenn meine Kinder colorblind sind, dann sicher nicht, weil Hautfarben in unserer Familie kein Thema sind. Ganz im Gegenteil. Mein Sohn hat sich z.B. für die Schule Hautfarben-Stifte ausgesucht, "weil sonst ja alle Menschen gleich aussehen", die er malt.


    Und trotzdem ist mir bewusst, dass das Thema ein sensibles Thema ist und ich bin gerne bereit dazu zu lernen und mich weiter zu entwickeln.


    Edit: Die Locken wurden übrigens nur einmal erwähnt, als Alleinstellungsmerkmal meiner Meinung nach absolut passend und gut beschreibend.

    Ansonsten waren Äußerlichkeiten kein Thema mehr, sondern was sie gespielt haben und wie man die Namen ausspricht, also Dinge, die im Alltag in der Kita im Fokus stehen.

    Dadurch, dass die Hautfarbe nicht erwähnt wurde, war sie bei mir hell. Sehr eingeschränkt mein Denken.


    Und geprägt durch amerikanische Verwandtschaft, ist das Bild "weißer Amerikaner" viel präsenter.

    Bei Myrtes Beispiel muss ich an eine Situation vor zwei Jahren denken. Damals ist eine neue Familie in unseren (sehr kleinen) Ort gezogen ist.


    Unsere Kinder erzählten nach dem Kindergarten, dass vier neue Kinder im Kindergarten sind. Sie sagten, sie kommen aus Amerika und die Namen sind etwas schwierig. Dann sagte mein Sohn "Und bei denen ist was ganz Besonderes. Die haben ganz viele Locken."


    Von da an, erzählten sie oft von den Kindern, was sie gespielt haben, wie die Namen ausgesprochen werden,...


    Ca. 3 Wochen später traf ich die Mutter mit den Kindern zum ersten Mal am Kindergarten und war total überrascht, sie waren PoC. In der Erzählung meiner Kinder ist die Hautfarbe nicht einmal erwähnt wurden und so entstand in meinem Kopf das Bild "weiße Amerikaner".


    Umso schöner, dass es für meine Kinder nicht erwähnenswert war.

    Franzi11 das ist ja toll, wenn das alles gestellt wurde. Hier wird einfach erwartet, daß Schülerinnen, wie sich Lehrerinnen plötzlich die technische Ausstattung haben für solche Geschichten.


    Ansonsten bin ich aber auch voll bei dir und bin der Meinung, dass die Aufgaben so gestellt sein sollen, dass sie für jedes Kind ohne besonderen Aufwand und besondere Hilfe durch Erwachsene machbar ist.

    Wir sind sie letzten Jahre immer mit der Bahn verreist und haben meist so 3-4 Monate vorher gebucht. Wir haben über den Sparpreisfinder immer sehr gute Preise gefunden, für 9 Euro haben wir dann Plätze reserviert, geschlossenes Abteil (ggf. im Kleinkind oder Familienbereich).

    Ich habe Preise immer über einen längeren Zeitraum beobachtet, auch nach der Buchung und meiner Einschätzung nach, wurde es 2-1 Monat vor dem Reisetermin richtig teuer.


    Ich wünsche euch jetzt schon eine gute Reise :)

    Ja, das denke ich auch. Habe neulich ein KiTaTeam zum Thema Konzeptionsentwicklung begleitet, da kam der Vorschlag in der Konzeption ausschließlich eine Form zu verwenden und das zu Beginn mit besserer Lesbarkeit zu erklären. Ich kann euch gar nicht sagen, wie überrascht ich war, das diese Form "Erzieher" sein sollte. In einem komplett weiblichen Team. Auf meinen Einwand, dass ja auch "Erzieherin" genutzt werden könne, sagten alle 14 (!) Frauen, das sei doch egal.





    Mein 6 jähriger Sohn, der gerade lesen gelernt hat, fragte mich heute auf dem Parkplatz "Warum steht da Mutter-Kind Parkplatz? Wo sollen denn die Papas mit ihren Kindern parken?"

    Hier ist die Regel eigentlich "Nein", aber mit zunehmendem Alter (die Kleine ist 4) kann ich es besser aushalten, habe weniger Angst und deshalb ist es jetzt meist erlaubt.


    Edit: und geklettert wird hier immer, vorallem beim Fernsehen schauen, denn einfach eine halbe Stunde nur sitzen und sich berieseln lassen geht einfach nicht.

    Mich beschäftigt das auch schon den ganzen Tag. Waren letzte Woche noch mit den Kindern mit der Bahn unterwegs, auch in Frankfurt. Ich habe ständig drauf geachtet, dass wir uns in der Mitte aufhalten, sitzen bleiben bis die Bahn kommt,... Mein Mann hilt mich für verrückt...


    Mich lässt das gar nicht los und ich muss dauernd an die Mutter denken, die das ganze nicht verhindern konnte und auf so schreckliche Weise ihr Kind verlieren musste. So schrecklich und sinnlos.

    Ja, Leslie, das kann passieren. Wie bei Großeltern-Aktionen auch. Und bei der Wanderung, die ggf. auch durch ein naturgegebenes Kriterium nicht möglich ist. Das ist natürlich sehr schade. Aber es hat in meinem Fall auch Kindern die Teilnahme an einer Aktion ermöglicht, deren Familien sonst nie bei etwas teilnehmen. Denn es kamen tatsächlich Väter aus Familien, die ich sonst nie erreiche. Zudem gibt es auch mal Väter-Aktionen ohne Kinder, nur für Väter.

    Und ganz ehrlich, wenn eine Mutter unbedingt teilnehmen wollen würde, oder eine Oma, eine Tante,... wäre das bei mir gar kein Problem. Und trotzdem freue ich mich, dass ich Väter mit einem Angebot ansprechen kann, die sonst durch jedes Raster fallen.

    Das ist auch das Ziel, alle Familien zu erreichen und wenn es dafür eine Väter-Aktion braucht, finde ich das nicht optimal, aber dennoch legitim.