Beiträge von Appelstien

    Ich muss sagen, dass ich es immer noch nicht 100% kapiere, warum das Forum so heisst #pfeif.

    Rabeneltern sind im Allgemeinen ein Synonym für schlechte Eltern. Tatsächlich betreiben sie aber eine intensive Brutpflege. Das ist es sicher auch, wohinter die meisten User hier stehen. Außerdem ist es dieser Widerspruch, dieses Vorurteil. Das paßt zu den Praktiken, daß man Kinder durchaus mit Familienbett und Bedürfnisorientiertheit betüddeln kann ohne daß es ihnen schadet (im Gegenteil).

    Aha, irgendsowas hatte ich gedacht, aber schön, es jetzt mal deutlich lesen zu können! Danke Dir!

    Ah ja und zum Thema: ich bin ja in sudost Berlin. Ich hatte für meine Zwillinge kein Kitaplatz und habe damals auf Spielplätze regelmässig die gleichen Mutter mit Kinder getroffen. Es waren nicht viele aber wir kannten uns wieder. Nur habe ich mich nie getraut, mal ne Nummer zu fragen oder so... und wenn es dann doch klappte, fand ich es mit dem Verabreden immer so schwierig eine gute Zeit zu finden wegen Mittagsschläfchen, die von vielen Kinder doch ganz unterschiedlich gemacht werden.

    Liebe mia2018 Ich hatte es (von dir ;)) auch nicht als abwertend gelesen - ich fand es nur interessant, was man unter "rabig" versteht und wie auch das hier von Rabe zu Rabe sehr unterschiedlich ist - was auch schön ist.

    Ich kannte das Wort "Rabenmutter" gar nicht als mir damals jemand das Forum empfohlen hat, und war extrem verwirrt, was da als Bedeutung beim googlen raus kam #rolleyes. Ich muss sagen, dass ich es immer noch nicht 100% kapiere, warum das Forum so heisst #pfeif.

    Was ich interessant finde, ist die Aussage "unrabiges Umfeld" - darauf hin frage ich mich, was ist das - oder was ist "rabig".

    Ist sein Kind nach 6 Monate in der Krippe bringen, unrabig?

    Ich finde das nicht. Ich finde, das ganz bewusst schauen, was du und was dein Kind braucht, rabig ist. Aber dass es dafür keine klare Richtlinien gibt "Wer das macht, ist unrabig".

    Das ist jetzt keine Antwort auf deiner Frage, aber ich finde es schon sehr interessant.

    Eine ältere Dame erzählte mir zufällig gerade mit Tränen in den Augen von der Wende, und davon, dass sie von den Westfrauen dann alle Rabenmütter genannt würden und als schlechteste Mutter verurteilt worden sind, weil sie arbeiten gegangen sind. Geht's bei den Rabenmütter hier dann nicht genau darum, so was nicht zu tun?

    Ich denke, dass es für die meisten Arbeitsnehmer doch echt von Vorteil wäre, Stunden zu erfassen - auf eine möglichst flexible Art und Weise, nicht ortsgebunden wenn der Arbeit auch so gestaltet werden kann. Aber 80-90% der Arbeitnehmer hat wahrscheinlich doch ein Vertrag was sagt: soviel Stunden arbeiten an diesem oder jenem Ort.

    Uni-Arbeit und Forschung ist dann wahrscheinlich was anderes - wobei ich dabei bleibe, dass ich glaube, dass viele sich da auch ausbeuten (lassen) und dass die Arbeitskultur da häufig ziemlich ungesund sein kann (ich kann natürlich nur von meiner Erfahrung berichten an 2 Unis).

    Ich hoffe jedenfalls, dass wir auch bald mit dieser App der Schweizer KollegInnen arbeiten werden, und dann werden wir wohl merken, wie es sich auf unserem Arbeitsalltag auswirkt :). Vielleicht schreibe ich hier dann was ganz anderes :P.

    Mondkalb wäre es in deinem Bereich vielleicht dann nicht besser, nach erfüllte Aufgaben statt nach Stunden bezahlt zu werden? So was könnte ich mich tatsächlich auch vorstellen - das wäre für mich eine gute Alternative in einigen Bereichen, wie z.B. wissenschaft. Wobei es auch Risiken mit sich bringt. Viele Tenure Tracks sind ja eigentlich so angestellt, und ich kenne persönlich keine, die nicht vom Dauerstress fast umkippen - aber das hat vielleicht auch noch andere Grunde #rolleyes.


    Mein Mann hat offiziel auch keine Arbeitsstunden, sondern muss seine Aufgaben erledigen, wo/wann/wie dann auch. Er arbeitet viel mehr als 40 Stunden. Im Idealfall wäre es schön, wenn man nach Aufgabenerfüllung bezahlt wird und sehr viel Freiheit hat, aber bringt das meistens nicht noch mehr Druck? (Bei mir persönlich denke ich, dass ich eine Art Schutz brauche, der sagt: du darfst max. so viele Stunden arbeiten)...

    Wir haben eine Schwesterfirma in der Schweiz. Sie sind ja verpflichtet ihre Arbeitszeit zu erfassen. Meine Kollegin aus der Schweiz sagte uns, dass sie eigentlich genau so flexibel als uns arbeiten, sie arbeitet auch mal nachts und am WE und mal mehr, mal weniger. Nur haben sie einen App für die Zeiterfassung und werden für ALLE ihre Arbeitsstunden seit dem verpflichtete Zeitserfassung BEZAHLT! Wer kann doch was dagegen haben ausser Arbeitsgeber die dann erst merken werden, wie sie ihre ganze Firma auf ehrenamtliche Arbeitsstunden fundiert haben statt ein realistisches Bussinessplan zu haben?

    Einerseits kann ich verstehen, dass man in manchen Bereichen dabei ein anderes / schlechtes Gefühl bekommt. Andererseits habe ich auch an Unis und im wissenschaftlichen Bereich gearbeitet und habe auch damals meine Stunden erfasst für mich, weil ich sonst nur noch gearbeitet habe und das nicht gesund finde (für mich persönlich). Manche Wochen habe ich fast Tag und Nacht gearbeitet, aber danach immer ausgeglichen. Ich glaube auch, dass es für die meisten Menschen auf dauer besser ist, ein System zu haben, was dafür sorgt, dass man sich nicht ausbeutet oder ausgebeutet wird. Aber es wird auch immer Ausnahmen geben.

    Ich würde eigentlich sehr gerne eine Zeiterfassung haben. Das haben wir jetzt nicht und ich merke, dass von mir immer mehr erwartet wird, als das, wofür ich bezahlt werde. Vor allem weil die meisten Kollegen Vollzeit arbeiten und, so wie ich es wahrnimme, sich ausbeuten. Ich werde für 18 Stunden bezahlt, also möchte ich auch nicht mehr arbeiten. Sonst hätte ich auch gerne die extra Stunden in mein Vertrag und auf mein Konto gehabt. Für mich persönlich, erfasse ich schon meine Arbeitszeit. Ich möchte es auch anzeigen können, wenn mal danach gefragt würde.

    Wir arbeiten auch sehr flexibel und viele Kollegen sind immer erreichbar. Mails bekommen um 23u ist keine Ausnahme. Ich mache so was nicht (es sei denn, ich habe meine Arbeitszeit abends geplant weil ich tagsüber ein krankes Kind betreut habe und nicht zum Arzt möchte für eine Bescheinigung weil das Kind eh schon wieder gesund ist). Das geht auch nur ab und zu weil die meiste Arbeitszeit sind fest geplante Termine.

    Ich habe jetzt noch alle meine Urlaubstage von 2019 übrig und nehme sie jetzt auf. Ich habe die letzte Zeit so viel extra gearbeitet (nicht auf meine Initiative, aber Frage von Kollegen), dass ich immer Tage rekuperieren könnte und nie Urlaub nehmen musste. Das ist eigentlich echt doof und jetzt merken die Kollegen das auch, weil ich mein Urlaub jetzt verpflichtet nehmen muss und längere Zeit nicht da bin.

    Ich finde, dass ein Unternehmen dafür sorgen muss, dass die Arbeit geschafft werden kann in der Stundenzahl, der im Vertrag steht. 40 Stunden heisst bei uns häufig 50 (oder bei mir: 18 Stunden und man erwartet 24-30). Ich finde das nicht ok, weil es als "normal" gesehen wird. Wenn es mal so ne Woche gibt und man es danach ausgleichen kann, ok. Aber nicht ständig.

    Auch wer flexibel arbeitet hat doch kein Nachteil daran, seine Zeit zu verfassen? Nur wer zu wenig arbeitet...

    Ist vielleicht ein Eintrag in die Knochenmarkspendedatei eine Alternative?


    Ich darf nicht Blut spenden weil ich in den 90erJahren ein Jahr in Irland war, aber obiges geht

    Warum ist das ein Ausschlusskriterium? Hat das mit BSE zu tun? Könnte das nach 10 Jahren noch gefährlich sein #eek?

    Was ich merke, ist dass der Small talk mit den Kollegen fehlt. Dadurch bekomme ich manchmal Sachen nicht mit und mein PL reagiert manchmal auch nicht zeitnah auf Fragen von mir -würde man in einem Büro arbeiten, wäre es vermutlich leichter, ihn mal zwischendurch anzusprechen.

    Das fehlt mir auch sehr.

    Ich arbeite im Aussendienst und ich vermisse es, jeden Tag Kollegen zu sehen. Wir telefonieren manchmal aber mir reicht das irgendwie nicht. Die Kollegen sind auch nicht einfach zu erreichen, weil wir sehr häufig in Termine sind.
    Bei uns in der Firma ist es auch sehr schwierig, ein Gefühl von eine Einheit zu bekommen. Es gibt die "Büroler" und die Berater im Aussendienst, und man spürt sehr häufig, wie die beiden Gruppen einander echt nicht verstehen.

    Ich denke, dass ich doch besser funktionieren würde in ein Team, was ich jeden Tag sehe.

    Aber es hat natürlich auch Vorteile! Die Flexibilität und das gerade auch mit kleinen Kindern, finde ich schon sehr bequem.

    Hallo nochmal, ich sehe gerade, dass Du in Berlin wohnst. Vielleicht können einige Berliner Raben auch weiterhelfen? Ich wohne in Köpenick, wenn das nicht zu weit ist, könnten wir auch gerne mal schauen, ob es zwischen unseren Kinder vielleicht klappt und ob wir so euer 2,5 Jährige vielleicht mal "entertainen" könnten :) .

    Meine Wellcome-Helferin kam aus Altglienicke, wenn Du da nicht wohnst, ist die Chance sehr klein, dass Du auf sie trifst ;) . Ich hätte wahrscheinlich auch schneller Wellcome melden mussen, dass es mit der Chemie zwischen uns nicht so gut klappte - aber es gab damals keine andere Helfer in meiner Nähe und ich war zu unsicher.

    Ich hatte Hilfe von Wellcome.

    Die Erfahrung war nicht 100% positiv, aber andererseits war es in diesem Moment besser als keine Hilfe.

    In Kassel hatte ich eine Haushaltshilfe während meiner Schwangerschaft (mit den Zwillingen) und wir kamen mit einander sehr super gut zurecht. Sie passte unglaublich gut zu unsere Familie, war ein unglaublich einfühlender Mensch. Sie hat mich auch weiter geholfen die ersten Monate nach dem Geburt. Sie könnte das, weil wir uns gut kannten und weil sie wusste, dass ich die erste Monate fast nur im Bett am Stillen sein würde, und hat damit total gut umgegangen. Sie hat aber auch immer wieder mit A. gespielt, mich was zum Essen gebracht, Haushalt gemacht. Sie machte genau das, was ich und wir brauchten, mischte sich nicht ein, aber hatte Schritt für Schritt auch mit den kleinen Kontakte und es wäre so schön gewesen, wenn wir nicht umgezogen wären, dann hätte sie einfach weiterhelfen können.

    Leider sind wir umgezogen und in Berlin hatten wir keine Hilfe, also habe ich Wellcome angerufen. Uns wurde eine etwa ältere Dame mit ein erwachsenen Sohn ermittelt. Sie war von Anfang an für mich zu bestimmend, zu sicher von ihre eigene Meinung und Erfahrungen, zu anwesend. Aber ich hatte damals das Gefühl, ich muss es probieren, sonst habe ich überhaupt keine Hilfe. Ich hatte leider häufig ein Schwiegermuttergefühl. Und ich mag meine Schwiegermutter leider nicht ;) . Sie kann kein Haushalt machen, also, sie sind nur da, um mit den Kindern was zu machen. Aber mit kleine Baby's die nur stillen oder in der Trage schlafen, wird das schwierig. Es hat zwischen A. und sie auch nicht so gut geklappt. Sie war zu autoritär. Nach ein paar Monate, klappte es mit den Zwillingen dann doch ziemlich gut, um mit dem Kinderwagen eine Stunde spazieren zu gehen. Das hat sie dann regelmäßig gemacht und so war es eigentlich ok. Sie wollte auch gerne mit zu den U-Untersuchungstermine, was mit Zwillinge natürlich schon bequem sein kann. Ich habe es nach den zweiten mal aber nicht mehr gefragt / gemacht, weil sie immer vor mir redete und die Fragen der Ärztin an meiner Stelle beantwortete. Das war für mich dann echt zu viel und dann habe ich das Kontakt langsam abgebaut.

    Leider also keine komplette "Successtory", aber halt meine / unsere Erfahrung.

    Ich denke auch, es hängt vor allem davon ab, ob es persönlich zwischen euch klappt. Und das kann man nicht vorab wissen, wer weiss, bekommt ihr eine Frau wie unsere Haushaltshilfe war. So was wäre natürlich wunderbar (wobei die Wellcome-Frau also kein Haushalt machen darf - aber es gibt glaube ich doch auch Menschen, die echt gut helfen können, ohne echt Haushalt zu machen und ohne sich zu sehr einzumischen).

    Mein Großer ist von heute auf morgen in den Weihnachtsferien ausgezogen.. lang hats gedauert, fast 13 Jahre. Aber nun will er nicht mehr.. er will unbedingt in seinem Bett schlafen. Ich kanns verstehen, auch wenn es gerade irgendwie ungewohnt ist ;).

    Aber ja, natürlich ist es gut wenn er endlich den Absprung geschafft hat in sein Bett..

    Und wie reagiert Dein anderes Kind darauf? Die Zwillinge finden es schon komisch, dass der A. jetzt ganz alleine ist (wobei wir alle mit offenen Türen schlafen und es eigentlich echt nicht weit ist zwischen allen Betten).

    A. schläft seit über eine Woche jetzt alleine auf seinem Zimmer!
    Papa hat es A. vorgeschlagen, und er fand es dann doch auch ok (auch nachdem er gemerkt hat, dass alle anderen in seine Klasse ein eigenes Zimmer haben, nicht nur als Lego-Lager aber tatsächlich auch zum Spielen und Schlafen #blink!).

    A. wollte gerne ein Art Belohnung. Also sind wir beide am Sonntag schlittschuhlaufen gegangen, das hatte ich ihn versprochen. Wobei ich beim versprechen gesagt habe, dass wir das sowieso machen würden, ob er jetzt alleine schläft oder nicht. Aber es klappt gut. Wir mussen nur darauf achten, keine gruselige Geschichten mehr zu lesen. Er hat eine vorliebe dafür, aber schafft es dann doch nicht, einzuschlafen. Also jetzt erst mal einige Monate Gruselpause #taetschel.


    Die Zwillinge sind natürlich noch immer bei uns / mir ins Bett. Es ist so, dass wir uns meistens abwechseln, eine Nacht schläft Papa alleine, andere Nacht bei den Beiden und ich darf alleine. Hängt davon ab wie viel Schlafmangel ich habe, ob ich alleine schlafe oder mich doch zu den anderen kuschele #love.

    Interessant von euch zu lesen, wie es geht / gegangen ist!

    Hier sind beide zusammen in der Kita in eine Gruppe. Sie bekommen aber auch regelmäßig die Möglichkeit, separat an Aktivitäten teilzunehmen und das finden sie ok. Dann erzählen sie einander abends sehr ausführlich, was sie alles gemacht haben. Ich denke und hoffe, dass es so in der Schule auch möglich wird später. Es ist eine Schule, wo die Kinder vormittags in ihre Gruppen sin, und nachmittags und Freitags aus verschiedene Angebote wählen dürfen. Es dauert aber noch ein paar Järchen, bis es soweit ist ;) .

    Wow! Bei uns in Belgien war auch viel darum zu tun, ein Kind hat es bekommen weil die Eltern eine Spendeaktion gemacht haben, die Medien sind darauf gesprungen, überall Fotos von dem süßen Kind, und Millionen Belgier haben gespendet. Dann kamen aber die anderen Geschichten auch - es gibt noch so viele Kinder, die ein teures Mittel brauchen und vielleicht nicht so süß aussehen, oder keine Eltern haben die in jede Zeitung kommen möchten usw. Ich fand das ganze auch ziemlich schräg, aber habe auch überlegt: wenn es mein Kind wäre, würde ich es vielleicht auch so probiert haben...


    Ich selber habe auch eine Erkrankung wofür es ein sehr teueres Mittel gibt. Es ist nicht heilend aber könnte die Progression verlangsamen. Es war auch zuerst ein Mittel für etwas anderes, die japanische Firma hat es dann bei meiner Erkrankung ausprobiert, jetzt ist es dafür seit 2 Jahren anerkannt (als einzigste Arzneimittel überhaupt). Die haben also keine Konkurrenz. Ich habe Kontakt mit ziemlich viele Betoffene und fast alle Ärzte scheinen sehr viel Drück zu setzen, das Mittel zu nehmen. Ich möchte nicht wissen, was manche Ärzte dafür bekommen. Und das ist keine Fantasie, das passiert. Wir haben jetzt auch herausgefunden, dass der Hauptsponsor unserer Patientenverein... die japanische Firma ist. Diese Pharmawelt ist echt schräg.