Beiträge von Nigiri

    Mein Sohn findet Nagellack ganz toll. Er ist da total kreativ und stellt wunderschöne Farbkombinationen zusammen. Seit kurzem will er aber keinen mehr tragen, weil ihn dann ein Junge im Kindergarten ärgert. Ich habe die Erzieherin darauf angesprochen und sie beruhigte mich, dass sie (die Kindergärtnerinnen) da nichts dagegen hätten, wenn er Nagellack trägt.


    Ich war echt sprachlos. Ich dachte es wäre selbstverständlich, dass die Kindergärtnerinnen NICHT beim Mobbing mitmachen.

    Eigentlich wollte ich über die Auswirkungen von Magnetismus diskutieren und nicht über meine Beruf.


    Meine Aufgabe ist es NICHT irgendwelche Arbeitsschutzgesetze zu schreiben und auch nicht, diese Arbeitsschutzgesetze zu zitieren. Meine Aufgabe ist es, die Maschine und die von ihr ausgehende Gefahren zu beschreiben. Zusätzlich gelten natürlich die Gesetze des Landes, in dem die Maschine stehen wird, wozu in Deutschland auch das Mutterschutzgesetz zählt.


    Dank eurer hilfreichen Stichworte hat sich mein erster Eindruck bestätigt. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand geht für Menschen keine Gefährdung von Magnetfeldern aus. Es gibt Studien an menschlichen Schwangeren und der Beobachtung der Entwicklung ihrer Kinder, die keinen Einfluss erkennen lassen. Manche, von Alternativmedizinern durchgeführten Studien, weisen auf eine verbesserte Durchblutung hin. Im deutschen Mutterschutzgesetz wird auf eine Studie Bezug genommen, die im Tierversuch eine verschlechterte Durchblutung erkannt haben will und daraus eine mögliche Gefährdung von ungeborenen Kindern ableitet.


    Was allerdings zweifelsfrei erwiesen ist, ist der schädliche Einfluss von Magnetfelder auf Herzschrittmacher und ähnliche Implantate. Deshalb war mein Vorschlag, es wie alle anderen Hersteller zu machen, sich an die Fakten zu halten und nur vor dem Einfluss des Magnetfeldes auf Herzschrittmacher, Kreditkarten usw. zu warnen und den möglichen Einfluss auf Schwangere oder Menschen im Allgemeinen den örtlichen Arbeitsschutzgesetzen zu überlassen.


    Mein Kollege, ohne medizinische Kenntnisse, hat aber zusätzlich ein weiträumiges Beschäftigungsverbot für Schwangere in die Sicherheitshinweise hineingeschrieben, das beispielsweise die Regelungen des deutschen Mutterschutzgesetzes weit übertrifft. Als Erklärung hatte er nur eine mysteriöse physikalische Kraft, die ausschließlich auf Schwangere wirkt. Deshalb haben wir eine Diskussion, dass es sowas ja nicht geben kann. Entweder es wirkt auf alle Menschen (mehr oder weniger stark) oder es wirkt gar nicht. Aber Schwangere von irgendwas auszuschließen, ohne richtigen Grund, kam mir falsch vor.


    Es überrascht mich, dass so viele hier lieber etwas zuviel verboten bekommen wollen.


    Mich interessierte es, ob ihr alternativmedizinische Infos habt, die sich mit den Auswirkungen von Magnetfeldern befassen. Da es hier im Forum viele unkonventionell denkende Menschen gibt, dachte ich, dass ihr mir da weiterhelfen könnt. Denn vielleicht gibt es diese mysteriösen Kräfte ja doch. In diesem Fall hätte ich vielleicht ein bisschen weniger vehement gefordert, diesen, nach aktuellem Forschungsstand und gesetzlicher Regelung sinnlosen Absatz zu streichen.


    Interessante Entdeckung am Rande: Der von den Alternativmedizinern empfohlene Magnetschmuck hat teilweise höhere Tesla-Werte, als unsere Produkte.

    Ja klar gibt es Richtlinien für die Abstände je nach Stärke. Aber es macht ja einen Unterschied, ob die Schwangere oder der Fötus betroffen ist. Wenn z. B. nur der Fötus betroffen ist und der Abstand 1 cm sein soll, kann sie die Maschine ohne Gefahr in die Hand nehmen und bedienen.

    außerdem werden diese dinge doch normalerweise schon vom hersteller der maschine vorgegeben.

    Wir sind ja der Hersteller der Maschine und werden den Sicherheitsabstand vorschreiben. Die Frage ist aber, warum muss dieser Sicherheitsabstand eingehalten werden. Wir haben nicht das medizinische Hintergrundwissen, um die Auswirkungen auf den Körper zu kennen.


    Die Antwort "weil halt" und "lieber den Schwangeren zu viel verbieten" hat mir nicht genügt.

    Ganz konkret finde ich, dass du recht unbelesen klingst, wenn du zum einen Schwangerenschutz am Arbeitsplatz als diskriminierend empfindest und zum anderen vermutest, es könnte um das Eisen im Blut gehen bei der Frage nach möglichen Beeinträchtigungen durch Magnete.

    Genau das ist ja mein Problem. Der Sicherheitsbeauftragte vertritt die Theorie mit dem Eisen im Blut und dass die Eisenkonzentration in der Schwangerschaft erhöht wäre, weshalb es für Schwangere gefährlicher wäre, als für andere Menschen, was für mich nicht gerade logisch klingt. Denn erstens sinkt die Eisenkonzentration in der Schwangerschaft und zweitens habe ich keinen Hinweis finden können, dass das Eisen im Blut ferromagnetisch ist.


    Ich empfinde es als diskriminierend, jemanden ohne nachweisbaren Grund auszuschließen. Wenn es wissenschaftliche Studien gibt, die einen Einfluss (auf welche Organe auch immer) durch die verwendeten Magnetfelder belegen oder darauf hindeuten, ist das was anderes.

    Das biologisch gebundene Eisen, welches primär im Hämoglobin vorliegt, ist nicht ferromagnetisch und insofern unkritisch - jedenfalls nicht kritischer als Körperflüssigkeiten im Allgemeinen, denn in wirklich starken Magnetfeldern kommen Paramagnetismus und Diamagnetismus von Materialien zum Tragen. Ebenso werden elektrische Vorgänge beeinflusst. Die Idee mit dem Eisen im Blut ist aus X-Men.


    Träger von Implantaten jeder Art im Allgemeinen sowie von elektronisch gesteuerten Implantaten oder Hilfsmitteln im Besonderen sollten daher eine Exposition meiden, ebenso wie Personen, deren Nervensystem auf elektromagnetische Impulse empfindlich reagiert. Dazu gehören neben z.B. Epileptikern u.a. auch Embryonen, Föten, Babys und Kinder.

    Erwachsene, gesunde Personen sollten sich dem Feld auch nicht mehr aussetzen als nötig.

    Allerdings würde ich mir weniger um das Eisen Gedanken machen als um z.B. das Herz des Babies. Schließlich hat ein Magnetfeld Einfluss auf Ströme. Der Einfluss eines statischen Magnetfeldes mag da nicht so tragisch sein, aber wechselnde Magnetfelder - wie beim Linearmotor.

    Ich kennen das eben vom MRT (mit deutlich höheren Magnetfeldern), wenn man - grade bei den 3T-Geräten - zu schnell die Leute rein schiebt, wird denen gerne mal schwindlig oder ähnliches.

    Ich vermute, dass man deshalb aus theoretischen Erwägungen (Vorsicht ist die Mutter der Porzelannkiste) das Baby nicht wechselnden Magnetfeldern aussetzen mag. Es gibt durchaus einen physiologischen Effekt, (der vermute ich zwar recht klein und vermutlich unbedeutend ist), aber von dem man nicht weiß wie er bei Ungeborenen aussieht.

    Erkundige Dich doch mal bei Eurer zuständigen Berufsgenossenschaft, warum und wieso das so sein soll.


    Ich habe auf diesem Wege auch schon wertvolle Sachverhalte in Erfahrung bringen können, so dass ich für unseren Betrieb die allgemeine Empfehlung mit einer individuellen Nutzen/Risiko- Bewertung abändern konnte.

    Was ich eher noch recherchieren würde, ist der Einfluss auf Personen mit Herz- und Kreislaufproblemen. Die müsste man dann nämlich in den Satz mit einschliessen, um alle Risiken ausschliessen zu können.

    Danke für die Infos!

    Hallo liebe Rabinnen und Raben,


    ich formuliere auf der Arbeit gerade Sicherheitshinweise und die Suchmaschinen geben mir keine verständliche Antwort, wie gefährlich es wirklich ist, weshalb ich mal das RabInnenschwarmwissen um Hilfe bitte. Den Satz "Schwangere Frauen dürfen keine Wartungsarbeiten durchführen und müssen einen Sicherheitsabstand zu den Linearmotoren einhalten." empfinde ich als diskriminierend und würde ihn gerne streichen. Deshalb recherchiere ich die Auswirkungen von Magneten auf den menschlichen Körper.


    Haben Magnete in körpernähe Einfluss auf das Eisen im Blut und gibt es eine messbare Beeinflussung des Blutkreislaufs? Falls es diese Beeinflussung gibt, verstärkt oder schwächt sie sich in der Schwangerschaft?

    Mein Sohn hat inzwischen eine größere Sammlung an Lego-Feuerwehrautos. Ich finde aber, dass noch ein paar zivil gekleidete Figuren und Gebäude fehlen, damit die Feuerwehrleute jemanden zum retten haben. Deshalb habe ich ihm gesagt, dass wir noch von meiner Kindheit jede Menge Legosteine im Dachboden meiner Eltern haben.


    Sohn erzählt das der Oma und Oma antwortet "Das geht nicht! Das ist Spielzeug für Mädchen!"


    Wir haben die Legokiste trotzdem geholt und in den letzten zwei Tagen schöne Häuser damit gebaut. Meinen Sohn stört es übrigens gar nicht, dass manche der Balkongeländer rosa sind.

    Hier sind mir aus dem Zeitraum eines Jahres zwei Fälle bekannt, wo die alleinerziehende Mutter jeweils im Beisein ihrer Kinder verstorben ist, weil sie keine Betreuung für Arztbesuche oder Krankenhaus hatte.

    Irgendwas fehlt doch in der Geschichte. Wenn jemand mit Kindern ins Krankenhaus kommt und keine Angehörigen erreicht werden können, werden die Kinder notfalls in einer Pflegefamilie untergebracht.

    Sie versucht vom Jugendamt eine korrekt formulierte Ablehnung zu bekommen. Leider ist das schon mehreren Frauen in dieser Stadt passiert. Es scheint eine neue Masche der Stadt zu sein um Sozialleistungen zu sparen.

    In den meisten Städten ist es so, dass das Jugendamt antwortet, dass kein Vater amtlich festgestellt wurde und man deshalb keinen Unterhaltsvorschuss bekommt. Dann wird nur das tatsächliche Einkommen berücksichtigt und man bekommt die entsprechenden Leistungen.

    Die Diskriminierung von männerlosen Müttern wird übrigens immer weiter ausgebaut. Eine Bekannte von mir hat eine interessante neue Argumentation der Behörden erlebt:


    Nach der Geburt hat sie auf Teilzeit reduziert und wollte aufstockend Hartz 4 beantragen. das Jobcenter sagte ihr, dass sie Wohngeld beantragen soll. Die Wohngeldstelle sagte ihr, dass sie Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss beantragen soll. Das Jugendamt fragte nach dem Vater, der Unterhalt bezahlen soll.


    Die Frau sagte, dass sie den Vater nicht kennt. Sie wollte ein Kind und keine Beziehung, deshalb hat sie nur das Sperma und keinen Namen und Adresse bekommen.


    Das Jugendamt sagte, dass sie wegen mangelnder Mitwirkung keinen Unterhaltsvorschuss bekommt. Die Wohngeldstelle sagte, wenn sie wegen mangelnder Mitwirkung keinen Unterhaltsvorschuss bekommt, wird ein fiktiver Unterhalt auf ihr Einkommen angerechnet. Und das Jobcenter sagte, wenn ihr wegen mangelnder Mitwirkung Leistungen verwehrt wurden, bekommt sie erst recht kein Hartz 4.


    Soviel zum Thema "gründen wir einfach eine männerlose Parallelgesellschaft".


    Es gib noch mehr Beispiele, wie die Behörden gezielt unabhängige Mütter diskriminieren. Im ELSTER-Formular gibt es z.B. keine Möglichkeit "Vater unbekannt" einzugeben. Man kann nur das Feld freilassen und dem Finanzamt einen extra Brief schicken, dass man nicht vergessen hat, das Feld auszufüllen.

    Es ist kein Zufall, dass gerade die Interessen von alleinerziehenden Müttern so wenig gesellschaftliches Gehör finden. Wann sollen diese auspumpten Wesen denn noch eigene Lobbyarbeit machen, neben Job, Kinderbetreuung, Haushalt und Sozialverpflichtungen für die Kinder ?!

    Ich hätte jetzt gedacht, das es daran liegt, dass die Diskriminierung von männerlosen Müttern eine jahrhundertelange Tradition hat. Und dass diese Diskriminierung für die Männer notwendig ist, um zu gewährleisten, dass die eigene Ehefrau sich nicht trennt. In einer Gesellschaft, in der Singlemütter gut leben können, wäre die Trennungsrate viel höher und die Männer hätten weniger Zugriff auf die Kinder.

    Ich habe das verbesserte Formular bei der Bank abgegeben. Und erwähnt, dass es jede Menge wechselwillige Sparkassen-Kundinnen gibt, für die die Bank attraktiver werden würde, wenn meine Verbesserungsvorschläge angenommen würden.