Beiträge von ko_nijntje

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    Ja natürlich. Es gibt doch eine wahnsinnige Bandbreite von Reaktionsmöglichkeiten der Erwachsenen. Schimpfen, Hausarrest, Prügel, Hausverwaltung in den Läden, Ansprache durch die Polizei, die Schul oder das Jugendamt.

    Ah, jetzt verstehe ich dich. Ja, da sind wir uns einig. Ich hatte meine Frage auf die Strafvervolgungsbehörden bezogen, nicht auf das gesamte Umfeld des Kindes, aber das nicht eindeutig geschrieben.

    Ich muss vielleicht dazuschreiben, dass ich beruflich immer mal wieder mit Jugendlichen zu tun habe, die straffällig geworden sind, und mit Personen, die in verschiedenen Funktionen im Bereich Jugendstrafrecht arbeiten. Und habe in diesem Zusammenhang offenbar auch einfach ein anderes Bild des Ablaufs als viele hier. Da ist nichts mit Handschellen, Vorführen von Kindern vor einem Hohen Gericht usw. Sondern das ist in der Regel eine Vorladung der Heranwachsenden auf die Jugendanwaltschaft, zusammen mit den Eltern/Erziehungsberechtigten. Je nachdem werden dann Massnahmen und/oder Strafen ausgesprochen. Beides verfolgt im Jugendstrafrecht stets einen erzieherischen Ansatz. Eine "Strafe" ist daher in aller Regel nicht Wegsperren, sondern oft ein persönlicher Einsatz, also ein deliktspezifischer Kurs oder eine Wiedergutmachung in Form von Arbeiten für die Allgemeinheit. Eine "Massnahme" kann z. B. eine Therapie sein oder eine Familienbegleitung.

    Einen Unterschied sehe ich in den Systemen zwischen Deutschland und der Schweiz – neben dem unterschiedlichen Strafmündigkeitsalter, falls ich alles richtig verstanden habe: In Deutschland haben die Jugendämter (und damit das Sozialsystem) neben all ihren anderen Aufgaben auch bei Straffälligkeit von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Rolle inne. In der Schweiz gibt es eine Rollenteilung: Bei Straffälligkeit von Kindern und Jugendlichen ist die Justiz zuständig, mit Jugendpolizei und Jugendanwaltschaften inkl. spezialisierten Sozialarbeitenden. Vorteil des Deutschen Systems: kein Aufbau von Parallelsystemen, z. B. im Bereich Jugendsozialarbeit, stärkere Konzentration der Kräfte. Nachteil des Deutschen Systems: Keine Gewaltenteilung, weniger Spezialisierung im Umgang mit straffälligen Kindern und Jugendlichen.

    Ist das korrekt so?

    Und wie schon viele geschrieben haben: Es steht und fällt wohl mit ausreichend gut ausgebildetem Personal. Das System (und das Strafmündigkeitsalter) sind meiner Meinung nach dann eher zweitrangig.

    Das hängt sehr weitgehend von den Erwachsenen im Umfeld des Kindes ab.

    Auch mit 14? Dann ist das Kind ja auch in Deutschland strafmündig.

    Und vor der Strafmündigkeit: Inwiefern hängt es da von den Erwachsenen ab, wenn das Kind wiederholt klaut? Also Dinge wie Kosmetika, Elektronik, nicht eine Packung Nudeln, weil es nichts zu Essen hat. Könntest du das noch etwas ausführen bitte?

    In der Schweiz ist die Srafmündigkeit 10... heraufgesetzt von zuvor 7.

    Kinder in Handschellen sehe ich eher nicht, eigentlich. Was aber definitiv mit unserem Jugendstrafgesetz zu tun hat. Wie ist dieses in D?

    Das würde mich ebenfalls interessieren. Was geschieht in Deutschland mit einem Kind, das wiederholt beim Klauen erwischt wird? Das eine Bushaltstelle zerlegt? Das Pornoclips im Klassenchat verschickt? Das in einer Mobbingdynamik als Täter*in unterwegs ist und dabei wiederholt erniedrigende Kommentare und Bilder über ein anderes Kind verbreitet? ...

    ... wenn es 12 Jahre alt ist?

    ... wenn es 14 Jahre alt ist?

    In der Diskussion in Deutschland sehe ich momentan eine unselige Instrumentalisierung des Strafmündigkeitsalters durch politisch-populistische Kräfte. Das hat mit der Sache an sich imho wenig zu tun.

    Keine Studie, aber alte Knigge-Regeln lassen der Frau den Platz mit dem Rücken zur Wand – hier die letzten zwei Absätze: https://www.etiquetteer.com/columns/2022/2…vol-21-issue-11

    Zitat

    Ladies always sat against the wall because that gave them the better view. Gentlemen sat across from them because that gave them a view of the lady.

    Und ja, es gibt tatsächlich Studien zu geschlechtsspezifischen Sitzplatzvorlieben, hier z. B. inkl. Forschungsstand: https://scholarworks.calstate.edu/downloads/bk128h88h#page12

    die wand im rücken ist der sicherere platz. die person, die da sitzt, hat sich durchgesetzt oder die andere person hat ihr höflich den vortritt gelassen oder beides.

    Bisher mutmaßen wir, dass die Frauen sich "beschützt" fühlen mit der Wand im Rücken. Allerdings verhindert das, dass der Mann die Gefahr sieht, die sich von hinten nähert (also in seinem Rücken). Daher ist das schon widersprüchlich.

    es liegt dann in der macht der person mit dem rücken zur wand, die andere zu warnen. oder auch nicht. sie selber sieht ja die gefahr und kann sich darauf vorbereiten. (wobei wir uns ja wohl einig sind, dass das im restaurant eine ziemlich akademische frage ist. soooo viele gefahren stürzen ja jeweils nicht von hinten auf die essenden ein ;) )

    Sacre cœur

    wir waren erst kürzlich in paris. eines der highlights war die sacré-cœur-basilika frühmorgens gleich um 6.30 uhr, wenn sie geöffnet wird. die nonne war pünktlich da, aber der hausmeister hat verpennt und kam erst mit etwas verspätung und nach etwas aufregung mit dem grossen schlüsselbund angerauscht :D. knapp 10 personen wollten so früh schon rein. aber wir wohnten da auch in gehdistanz zur basilika, und der aufstieg frühmorgens war bereits ein erlebnis.

    paris s'éveille *träller*

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    Ja, es sind immer Nuancen dabei, die sich nicht 1:1 übertragen lassen. Für meine Ohren hört sich z. B. „Lehrkraft“ und „Lehrpersonal“ sehr technisch-bürokratisch an. Das in der Deutschschweiz breit etablierte „Lehrperson“ hingegen nicht, aber ich bin überzeugt, dass das für Deutschlanddeutsche Ohren ganz anders ist :)

    ich will das studiendesign gar nicht verteidigen und finde alle eure einwände und relativierungen völlig berechtigt.

    eine erklärung ist vielleicht, dass die studie international angelegt ist und einen zeitraum von 1950 bis (prognostisch) 2100 umfasst. das reale (familien-)netzwerk einer 65-jährigen frau auf dem gebiet des heutigen simbabwe im jahr 1950 ist halt noch schwerer zu eruieren als die leiblichen verwandtschaftsbeziehungen derselben frau.

    dass die situation einer einzelnen person im jahr 2024 in westeuropa so nur unscharf abgebildet wird, da sind wir uns wohl alle einig.

    yardbird : sehr gute frage 8o . ja wohl höchstens an zeiten und orten, wo man über generationen mit 15 das erste kind hat und sehr langlebig ist.

    martita : danke für deine beschreibung. so was ähnliches hat mimir (12) kürzlich gemacht. der hat mit meiner cousine und einem meiner onkel (nicht der vater der cousine) einen zweitätigen ausflug gemacht, um einen weiteren cousin zu besuchen. die cousine kannte er sehr flüchtig, vielleicht 3 mal gesehen, den onkel und den cousin gar nicht. sie fanden das alle super.

    Hallo

    Es gibt eine aktuelle Studie, die prognostiziert, wie massiv unsere Familiennetzwerke schrumpfen werden: *klick*. In der Studiendefinition gehören zum Familiennetzwerk alle lebenden Urgroßeltern, Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel und Urenkel, Tanten und Onkel, Nichten und Neffen, Geschwister und Cousin-e-s, wenn man selber 65 ist.

    Ich habe mal gezählt und komme für mich auf 31 Personen, bin aber noch nicht 65 Jahre alt. Das sind wohl eher viele. Ich finde es wertvoll, für mich und für meine Kinder, und bin dankbar, so in ein grösseres Ganzes eingebettet zu sein.

    Wie sieht es bei euch aus? Und wie findet ihr das?