Beiträge von ko_nijntje

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    nun muss ich doch noch eine lanze brechen für originaltexte im deutschunterricht. haben die radikalen kritikerinnen das gedicht mit den bildern zusammen angeschaut? hier z.b.: *klick*.


    literarische texte (und zeichnungen) sind was anderes als sachtexte. und die hier sind extrem deutlich als fiktional gekennzeichnet. ich meine ... das zebra! und generell die zeichnungen der personen: die "alte dame", der "mohr", der "bauer", der "jägersmann" und der "jude" etc. sind alle extrem überzeichnet. und alle nach heutigen massstäben politisch extrem unkorrekt.


    natürlich ist eine historische einordnung im unterricht nötig, da sind wir uns einig. um diskriminierung zu verstehen, ist es gar nicht verkehrt, solche "beiläufigen" stereotype zu kennen. die historische distanz hilft sogar dabei, das zu erkennen. das lässt sich recht unaufgeregt thematisieren im unterricht. es wäre aber schade, wenn wegen rigide ausgelegten heutigen wertvorstellungen auf historische originaltexte verzichtet würde.

    Das Gedicht ist von 1863. Die Bilder sind von Busch, der Text nicht. Quelle: *klick*


    Was gar nicht geht, ist die Verwendung ohne Einordnung und dieser Satz aus der im Eingangspost verlinkten Seite im Jahr 2021: "Dieses schöne Gedicht stammt von Wilhelm Busch (1832-1908, siehe wikipedia.org). Es ist eine schöne Übung für Kinder im Kindergarten, in der Vorschule oder in der Grundschule, um spielerisch das Alphabet zu üben." Offenbar ohne jedes Bewusstsein, dass sich die Zeiten seit den 1860er-Jahren doch etwas geändert haben.


    Und was ebenfalls nicht geht, ist das Gedicht ohne die Zeichnungen Buschs zu verwenden. Was für ein Verlust!

    angeb, sorry

    Etymologie Das Wort „Nudel“ war ursprünglich eine Abwandlung von Knödel (vgl. auch Dampfnudel) und somit Teil eines großen Stamms deutscher Wörter, die mit dem Laut kn- eine Verdickung ausdrücken (Knoten, Knolle, Knospe, Knauf, Knopf).[1] Der Name Schupf- oder Fingernudel bezieht sich auf Formung und Aussehen der Nudel, nicht auf deren Zusammensetzung. Schupf kommt von schupfen in der landschaftlichen Bedeutung „rollen, wälzen“.[2] Entstehung Schupfnudeln waren als Gericht der Landsknechte bereits während des Dreißigjährigen Krieges bekannt: Die Soldaten formten aus der ihnen zugeteilten Mehlration und Wasser längliche Nudeln, die sie dann zubereiteten. Mit Import und Anbau der Kartoffel im 17. Jahrhundert in Deutschland wurde das Rezept erweitert, und es entwickelten sich je nach Region unterschiedliche Rezepte und Zubereitungsarten.[3] Schriften des 18. und 19. Jahrhunderts berichten von Schupfnudeln (auch Schubnudeln, Schoppnudeln oder Schopfnudeln),[4] die nicht nur zum menschlichen Verzehr hergestellt wurden,[5] sondern auch für die Geflügelmast.[6][7] Es wurden fingerdicke Teigwürstchen bereitet und den Gänsen, Enten oder Kapaunen in den Hals geschoben, um sie fett zu mästen.[8] Auch die Fingernudeln sind seit dem 18. Jahrhundert in Schriften zu finden.

    Verdammt, Quelle gelöscht

    ergänzung (ebenfalls sorry wegen angeb):


    c) «Nudleⁿ schupfeⁿ», walken, nur im Kindervers: «Nudleⁿ macheⁿ, Nudleⁿ macheⁿ und schupfeⁿ», wobei man scherzh. auf dem Arm des Kindes die Tätigkeit des Teigauswalzens und Stossens nachahmt


    (Quelle: Schweizerisches Idiotikon, *klick*). ja, das heisst tatsächlich so #rolleyes.


    das wär doch mal ein kinder-fingerspiel zum wiederbeleben ... :D

    Ich habe vor Jahren mal "Forrest Gump" in der Schweiz im Kino gesehen. Da waren Untertitel in deutsch, italienisch und französich eingeblendet - und damit der halbe Film von Schrift überzogen.

    das ist sehr ungewöhnlich. zwei sprachen ja, in der deutschschweiz üblicherweise deutsch/französisch, an drei sprachen kann ich mich irgendwie nicht erinnern, trotz jahrelanger sozialisation in schweizer kinos. bis heute gibt es ja in der schweiz den luxus, bei grossen filmproduktionen die wahl zu haben, ob man die im kino in synchronfassung oder untertitelt schauen möchte.


    ich (schweizerdeutsche muttersprache) habe mir bei nicht allzu komplizierten dialogen übrigens machmal einen spass draus gemacht, bei englischen filmen die französischen statt die deutschen untertitel zu lesen ...


    ist offenbar schlicht gewöhnungssache. und zudem noch steigerbar:


    für mich kaum nachvollziehbar ist beispielsweise, wie gehörlose tv-sendungen schauen, mit gebärdenlometscherin und womöglich noch schriftlichen infos, z.b. bei nachrichten. aber gehörlose versichern mir glaubhaft, dass sie die bilder aus der nachrichtensendung und die dolmetscherin und die titel und grafiken parallel aufnehmen können #respekt

    Ich hoffe, du findest hier noch Gleichgesinnte. Ich gehöre zwar nicht dazu, aber das Thema interessiert mich. Wenn du also weiter berichten magst: Du wirst gelesen :).


    Viel Erfolg deiner Tochter!

    Da wäre ich vorsichtig. In manchen dieser Teile ist ein Farbstoff drin, der ausläuft, wenn sie unsachgemäß geöffnet werden. Dieser Farbstoff ist nicht mehr zu entfernen und das Kleidungsstück ruiniert.

    ja, das hast du recht.


    mit den farbstoffteilen würde ich das auch nicht machen. mit den andern aber schon: "selbst ist die frau".


    (btw: ist das wahr mit dem farbstoff? also hat eine von euch das schon jemals erlebt, dass das augelaufen ist und irgend ein teil tatsächlich dauerhaft eingefärbt hat? oder ist das eher psychologische kriegsführung der läden?)

    so um die Wende herum, da war ich 10 Jahre alt, habe ich bereits von Nonnen (kannte ich in meiner bisherigen Welt nicht) und Huren gehört.


    oh. da fällt mir ein: zu meinem geburtstagsfest in der vierten klasse habe ich meine schulkamerad*innen mit einer selbstgestalteten einladung zu einer "orgie" eingeladen #blink#schäm. asterix lässt grüssen, das war für mich einfach gleichbedeutend mit "feier".


    (das habe ich glaubs ehrlich noch nie erzählt, ist mir irgendwie immer noch etwas peinlich ... #hammer)

    Bei Falcos "Der Komissar" dachte ich immer (und das zugegebenermaßen bis ins Erwachsenenalter hinein) er singt "Dadideldum (...) der Kommissar geht rum"

    so, nun war ich neugierig und habe ich die kinder gefragt. die kennen falco, weil popkultur-allgemeinwissen #pfeif. und tatsächlich verstehen sie den refrain. den rap-teil des "kommissars" allerdings nur mit sehr viel konzentration und auch dann nicht hundertprozentig.



    und ich verfolge interessiert die krankenwagenausführungen. für mich ist das alles "spitalauto" und alles mit martinshorn "sirenenauto" oder "tatü-auto", weil ich die ja eh meist nur höre und nicht sehe #angst.

    Unser damaliger Nachbar hat sich einmal als Nikolaus für uns Kinder verkleidet. Ich habe ihn allerdings an der Stimme erkannt. Und anstatt, dass mir klar wurde, dass das wohl nicht der echte Nikolaus sein kann, dachte ich nur, dass der Nachbar in Wirklichkeit der Nikolaus ist und den Rest des Jahres nur so tut, als wäre er ein normaler Mensch.

    das finde ich allerliebst! die macht der fantasie ... #herz

    Mich kribbelt es immer, wenn Erwachsene zu Kindern sagen, "Wir gehen zu den Rehen", es aber keine Rehe sind. (Im Wildgehege oder in manchen kleineren Orten...). Klar muss man es nicht wissen, aber glauben (oder nachprüfen) oder es sich irgendwann mal merken könnte man es doch...

    das gleiche in grün gibts ja auch mit den hasen und den kaninchen. wir haben kaninchen im garten, die von kindern, eltern, grosseltern und kitas des ganzen quartiers besucht werden. deutlich über 50% nennen die tiere "hasen" oder "häschen".




    ... und zum thema: ich dachte, dass die werbung realität abbildet. dass also tatsächlich irgendwo versteckt menschen mit kameras unterwegs sind, die geduldig darauf warten, dass ein kind seiner mutter um den hals fällt und sich überschwänglich dafür bedankt, dass sie seine wäsche mit waschmittel xy wäscht (1970er halt), und die szene dann einfangen. leider war nie eine kamera zugegen, wenn ich das tat, deshalb kam ich nie im fernsehen #hammer. (und meine mutter hat sich bestimmt gewundert, als ich mich ein paar wochen lang so seltsam verhielt, aber hat nie was kommentiert).

    Bambi war wohl ein Hirschkalb, soweit ich weiß.

    *klugscheiss, sorry*


    bambi war im BUCH des österreichers felix salten ein rehkitz mit reheltern.

    im amerikanischen disney-FILM aber, wohl in angleichung an die nordamerikanische fauna, ein weisswedel-hirschkalb.




    aber ich bin nicht als klugscheisserin geboren :D


    ich dachte, es gibt zwei länder: "die schweiz" und "das ausland".


    dass kühltürme wolkenmaschinen sind, dachte ein freund von mir, der zwar in der nähe das akw-kühlturms, aber hinter dem hügelzug wohnte. da kamen die wolken immer von derselben stelle hinter dem hügel. da musste hundertrozentig eine wolkenmaschine stehen ...