Beiträge von Malaga1

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber meine 10jährige Tochter hat seit Kurzem eine Brille mit Korrektur +1 / +1.25. Der erste Sehtest bei der Orthoptistin ergab ebenfalls Werte von +0.25. Sie empfahl mir dann einen Untersuch beim Augenarzt mit den Tropfen (Pupillen öffnen und den Augenhintegrund untersuchen bzw. das Auge mit geöffneten Pupillen ausmessen). Sie meinte, Kinder können in Sehtests sehr gut kompensieren was falsche Werte ergebe und sie hatte recht. Bei geöffneten Pupillen ergab der Untersuche einen Wert von rund +1.75 - man korrigiert aber nie ganz, daher nun die oben genannten +1/+1.25. Meine Tochter ist superhappy und würde die Brille nicht mehr hergeben.

    Zu deiner ursprünglichen Frage kann ich nichts beitragen. Wir hatten aber mit einer extrem hartnäckigen Lausplage zu kämpfen (kam sogar in der Zeitung) und haben sehr gute Erfahrung mit Ra*sch Weidenrinde-Shampoo zur Vorbeugung gemacht. Einfach die Haare regelmässig damit waschen. Meine Kinder wurden nicht befallen. Google mal danach.

    naja, letztlich stellt sich die Frage tatsächlich nicht. Es muss halt. War auch hier so. Aber spass gemacht hat es nicht. und lustig finde ich ja die Idee, dass man sich "einigeln" solle und "in den tag leben" - das ist irgendwie sowas von weltfremd. Das Leben geht weiter, auch wenn man Kinder kriegt.

    Da unterschreibe ich. Ich brauchte jeden Tag einen Termin - das konnte auch nur Kaffee trinken bei meiner Mutter sein - sonst wäre mir die Decke auf den Kopf gefallen. Und ich musste raus - zu Fuss ein Brot kaufen gehen, in den Zoo, mit dem Zug in die Stadt etc. Das machte für mich die Tage kürzer und gab auch mir Struktur und Rhythmus. Zu Hause einigeln war nie etwas für mich - weder mit noch ohne Kinder.

    Diese Frage habe ich mir nie gestellt, denn hierzulande muss das einfach gehen. Kita-Plätze sind so teuer, dass man sich diese nur leisten kann, wenn man dann auch arbeitet (und selbst dann wird es knapp). Mutterschaftsgeld ist sehr minimalistisch geregelt (14 Wochen 80% vom letzten Lohn).


    Meine Kinder sind 17 Monate auseinander. Mit 6 Monaten ging meine Tochter zwei Tage in die Krippe, da ich wieder arbeiten musste. Bei meinem Sohn machte ich dann 4 Monate Pause. In dieser Zeit besuchte meine Tochter weiterhin zwei Tage pro Woche die Krippe, ansonsten war ich mit den Kindern zu Hause. Das ist streng und mein Sohn war ein anspruchsvolles Baby aber es ging - es musste gehen. Nach den vier Monaten gingen beide zwei Tage in die Krippe, ein Tag war Papa-Tag, zwei Tage Mama-Tag. Wenn man drin ist, ist die Situation halt so wie sie ist. Mir war ein Rhythmus immer wichtig, das hat vieles vereinfacht. Man überlebt es, aber ich bin froh, sind meine Kinder älter. Ich bin eindeutig auch keine Baby- und Kleinkindmutter. Ein drittes Kind hätte ich mir nicht vorstellen können. Das wäre aber nicht anders, wenn die Kinder hier früher und häufiger in die Krippe gehen würden.

    Ich habe das Tastaturschreiben am (Schweizer) Gymnasium gelernt (9. Schuljahr). Es war obligatorisch und musste mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Aufwand? Keine Ahnung mehr. Es war ein Schulfach wie jedes andere auch. Wer wollte, konnte Aufsätze auch immer am PC schreiben, selbst der Matura-Aufsatz. Das war vor über 25 Jahren!


    Im neuen Deutschschweizer Lehrplan ist das Ziel „können ausreichend automatisiert mit der Tastatur schreiben“ verankert - zu erreichen bis Ende der obligatorischen Schulzeit.


    Was es wert ist? Das ist in der Schweiz so selbstverständlich, dass man es nicht mal im Lebenslauf vermerkt. Das kann hier jeder. Wenn ich es mir aber überlege: Meine beiden deutschen Arbeitskollegen tippen wirklich im System Adler. Da verliert man doch soooo viel Zeit und ich bin auch nicht die allerschnellste an der Tastatur.

    ainu : Dann frag mal die Lehrmeister.... Wir vergeben keine Lehrstellen an Bewerber, die das 10-Fingersystem nicht beherrschen, weil sie zu bequem waren, es zu lernen. Wir haben genügend gute Interessenten, die es können.

    Bei uns hatte der 4. Klasslehrer die grösste Mühe mit der Umstellung. Er hat immer nur Schnüerlischrift geschrieben und jetzt kommen die ersten Schüler, die das nicht können - weder lesen noch schreiben. Am Elternabend hat er uns erzählt, dass er kürzlich einen Text ausgeteilt habe zum Vorlesen. Der erste stammelte etwas vor sich hin - da dachte er, der hätte einen schlechten Tag - beim zweiten auch nicht viel besser - er fragte sich langsam, was denn heute los sein - bis endlich jemand aufstreckte und sagte, sie könnten das nicht lesen :D. Da habe halt er vorgelesen.


    Latie : 14/15/16 finde ich viel zu spät - da haben sich die Schüler bereits ein ineffizientes "System Adler" angewöhnt, dass man fast nicht mehr wegbringt. Hier treten zudem die meisten Jugendlichen mit 15/16 in die Ausbildung ein und da wird flüssiges Tatstaturschreiben verlangt - wie die Handschrift aussieht, interessiert dagegen niemand.

    Hier auch CH, Kanton Zürich. Meine Tochter ist in der 4. und musste als erster Jahrgang keine Schreibschrift (heisst hier Schnüerlischrift) mehr lernen. Sie schreiben nach der Deutschschweizer Basisschrift. Ziel ist, eine eigene Handschrift zu entwickeln. Die Kinder lernen gewisse Verbindungen, Vorgaben gibt es aber nicht. Folgerichtig wurde jetzt auch die Schreibnote im Zeugnis abgeschafft. Ich finde das ein guter Kompromis. Diese Schnüerlischrift fand ich schon lange ein alter Zopf, für den unheimlich viel Zeit aufgewendet wurde. Aus meiner Sicht ist es weltfremd, dass sie in der 4. immer noch nicht mit dem Tastaturschreiben begonnen haben.

    Wo ich sie nie angemeldet habe/ anmelden werde: Hockey, Cricket und Fußball. Nicht zu vergessen die Fahrgemeinschaften, die man dann auch noch aufgehalst bekommt.

    Das erwischt mich etwas auf dem falschen Fuss. Ich weiss nicht, wie in D und in NL diese Aktivitäten aufgebaut sind, aber in der CH sind das ehrenamtliche Vereine mit ehrenamtlichem Vorstand, Trainer etc. Da opfern ganz viele Leute ihre Freizeit, damit meine Kinder etwas Tolles erleben können. Die Kosten belaufen sich auf einen jährlichen, sehr überschaubaren Vereinsbeitrag. Da ist es doch völlig logisch, dass auch von den Eltern/Kindern zusätzliches Engagement gefordert wird. An den Turnieren braucht es jemand, der das Bistro betreibt, Banden richtet, Kuchen bäckt etc.. Das gibt auch wieder Einnahmen für den Verein und hilft so, den Mitgliederbeitrag tief zu halten. Und da ich mich nun wirklich nicht als Unihockeytrainerin oder Schiedsrichter eigne, arbeite ich halt hin und wieder im Bistro und backe Unmengen Kuchen (bringt mein Sohn auch schon fast selber hin). Und irgendwie müssen die Kinder ja zu den Turnieren kommen, da sind Fahrgemeinschaften doch eine sehr intelligente Einrichtung. Ich habe jahrelang selber Jugendarbeit gemacht (im Schweizer Pendant des Jugendrotkreuzes) und habe mich oftmals über desinteressierte Eltern geärgert. Wir Leiter haben fast unsere ganze Freizeit für den Verein eingesetzt und von vielen Eltern kam nichts. Viele, viele Male sind schlussendlich die Eltern der Leiter eingesprungen, um die Kids irgendwo hinzufahren, zu helfen etc. Und das kann es ja wirklich nicht sein.

    Der Sohn einer meiner Freundinnnen spielt Unihockey und war schon immer das Vorbild meines Sohnes. Er wollte daher schon immer auch Unihockey spielen. Als er mit 5 in den KiGa hier im Dorf kam, war das möglich. Das Training fand an einem Tag statt, an dem ich arbeite und er im Hort war. Ich ging einmal mit ihm zusammen hin, danach schickten ihn die Hortfrauen zur richtigen Zeit in die Turnhalle, er zog sich selber um, quatschte eine Mutter an zum Schuhe binden und spielt seither begeistert Unihockey. Mittlerweile trainiert er zweimal pro Woche, spielt Turniere und springt überall ein, wo Not am Mann ist, hilft bei Turnieren mit, backt Kuchen dafür etc. Es ist SEIN Hobby. Zusätzlich spielt er noch Akkordeon wie das halbe Dorf, weil es soooooo eine tolle Lehrerin ist. Zusätzlich hat er mal noch ein knappes Jahr parallel zum Unihockey Fussball ausprobiert, fand dann aber Unihockey viel besser (war ich froh, ich find´s auch um Welten besser....).


    Tochter reitet, klar beeinflusst durch mich, sie ist aber auch eine sehr grosse Tier- und Naturfreundin. Sie spielt ebenfalls Unihockey, wenn auch nicht ganz so begeistert wie ihr Bruder. Ich vermute immer noch, dass die Freundlin, die auch spielt, diesen Entscheid massgeblich beeinflusst hat ;). Zusätzlich spielt sie seit 2.5 Jahren Klavier, was sie auch sehr gerne macht. Das Klavier entdeckt hat sie an einem Instrumenten-Workshop der lokalen Musikschule.

    Unter 16 Kindern wird dagegen eine Klasse meist nicht genehmigt, das heißt dann für Kleinschulen in der Regel, daß gar keine Klasse zustande kommt und die Kinder per Bus in eine (oft weit entfernte) größere Schule kutschiert werden.

    Wir haben hier auch eine kleine Schule mit 1 bis 1.5 Klassen pro Jahrgang, das heisst, das es Mischklassen gibt, wenn es nicht aufgeht. Meine Sohn besucht eine Klasse mit 12 Dritt- und 8 Fünftklässlern. Ich finde das super und die Kinder lernen selbständiges Arbeiten. Fremdsprachen (Englisch ab der dritten und zusätzlich Französisch ab der fünften Klassen) wird getrennt unterrichtet. Einzig für die Lehrperson ist es sehr anspruchsvoll, was dazu führt, dass es die fähigeren Pädagogen sind, die in solchen Klassen unterrichten. Ist dieses System in Deutschland unbekannt?


    Einschulungskorridor finde ich im Übrigen eine tolle Sache. Gibt es hier leider nicht.

    Da unterschreibe ich. Allerdings finde ich auch, dass man etwas tolerant sein muss, wenn man seine Kinder auswärts verpflegen lässt - weshalb auch immer. Der eine findet Kartoffeln mit Quark nicht ausgewogen, für den zweiten gehört Fleisch täglich auf den Tisch und der dritte findet nur vegan gangbar. So geht es nicht. Es braucht einen Kompromiss und zwar von allen Seiten. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es für meine Tochter immer eine wirkliche vegetarische Alternative gibt. Ja nu, dann isst sie halt mal nur Nudeln und Salat. Das ist keine Katastrophe. Man kann es einfach nicht allen 100% recht machen. Ausgenommen sind da selbstverständlich Unverträglichkeiten. Dass dein Zölliakie-Kind eine Sonderbehandlung braucht, ist selbstverständlich. Aber genau wegen solchen notwendigen "Extra-Würsten" kann man nicht auf jeden Spleen Rücksicht nehmen.

    Halal wird in der Schweiz tierschutzkonform geschlachtet nach vorhergehender Betäubung. Es ist durchaus möglich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Gut zu wissen, danke! Dann stört mich halal grundsätzlich nicht. Ich persönlich würde ja "Vegi für alle" bevorzugen. Wenn muslimische Kinder bei uns essen, gibt es immer vegetarisch. Da macht man aus meiner SIcht am wenigsten falsch.


    Meine Tochter wird am Mittagstisch (keine grosse Mensa, es essen pro Tag 20 bis 30 Kinder dort - keine Menuwahl, es gibt, was es gibt) übrigens auch ganz selbstverständlich vegetarisch verpflegt. Ich schätze fast, wir haben den gleichen Caterer wie Talpa. Der hat auch verschiedene Linien, also "Kinderverpflegung", "Büro" etc.

    Halal-Fleisch stammt von geschächteten Tieren und verstösst damit gegen das zumindest in der Schweiz gängige Tierschutzverständnis. Das möchte ich nicht essen, ich möchte nicht, dass das meine Kinder essen und ich möchte nicht, dass diese Prozedur in der Schweiz gefördert wird. Daher bin ich klar gegen halal-Mahlzeiten in Kantinen. Schweinefleischfrei und ein gutes, abwechslungsreiches vegetarisches Angebot finde ich ein sinnvoller Kompromiss. Wem das nicht passt, muss sein Essen halt von zu Hause mitnehmen - sei es nun Schweinebraten oder Halal-Fleisch.


    Für die Schweiz ist einfach ihre geografische Lage ein Nachteil, so als Insel in der EU. Sie sind einerseits sehr abhängig von der EU, andererseits wollen sie auch nicht mitmachen. Das ist natürlich eine ungünstige Ausgangslage zum verhandeln. Wobei ich die Erwartung, dass das doch sehr einzigartige Schweizer Demokratieverständnis unbedingt auf viel Akzeptanz außerhalb der Schweiz stößt, auch unrealistisch hoch finde. (Das letzte bezieht sich jetzt auf Malaga1 s Ausführungen weiter oben).


    Ob das Demokratieverständnis der Schweiz eigenartig ist, will ich nicht kommentieren. Ich schätze es sehr, in einem Land zu leben, in dem die Bürger effektiv mitreden können und ich wage zu behaupten, dass es die EU in der heutigen Form nicht gäbe, wenn die Bürger überall so viel Mitspracherecht hätten wie in der Schweiz. Ich erwarte auch kein Verständnis für die demokratischen Prozesse der Schweiz. Die kann man gut finden oder nicht. Ich erwarte einzig und alleine eine Akzeptanz, dass die Prozesse so sind wie sie sind. In der Schweiz hat das Volk sehr viel Mitspracherecht und der Bundesrat kann nicht einfach etwas beschliessen. Das ist nun halt mal so - ob es der EU passt oder nicht. Immerhin sind das in der Verfassung garantierte Bürgerrechte und die kann man nicht einfach umgehen oder abschaffen (das würde eine Volksabstimmung bedingen, die aussichtslos wäre).
    Ob die geografische Lage der Schweiz ein Nachteil ist, sei dahingestellt. Immerhin ist die Schweiz eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Nationen von Europa und das ohne EU-Beitritt. Ich fände eine starke EU übrigens geopolitisch auch sehr wichtig - aber so wie diese Betrieb heute funktioniert never ever.
    Und so gar kein Interesse hat die EU an der Schweiz und an GB auch nicht. Das sind zwei wichtige Handelspartner.

    Sie bei den Verhandlungen um das Rahmenabkommen massiv gängeln, erpressen und unter Druck setzen und nicht verstehen / akzeptieren können, dass es in der Schweiz einige demokratische Instrumente gibt, die sich mit der zentralistischen, diktatorischen EU nicht vertragen. Im Grunde genommen macht sie das gleiche mit der Schweiz wie mit GB.

    Für mich ist die EU ein zentralistischer, undemokratischer, bürokratischer und geldvernichtender Moloch, der nicht im Ansatz fähig ist, die zwei wirklichen Probleme (Eurokrise/Flüchtlinge) zu lösen. Ich verstehe, dass GB da raus will. Wie die EU (allen voran Juncker) mit Staaten umgehen, die nicht nach der EU-Pfeife tanzen, finde ich unter aller S... Die EU will an GB und an der Schweiz ein Exempel statuieren nach demMotto „Wagt ja nicht aufzumucken“. Lieber mal kurz etwas unten durch und dafür frei sein.

    Ich sehe: Der Doppelname wird in der Schweiz und in Deutschland komplett unterschiedlich gehandhabt. Meine Arbeitskollegin ist Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Sie hat einen Schweizer mit einem 0815-Bünzli-Schweizernamen geheiratet, der aber mit dem gleichen Buchstaben beginnt wie ihr lediger Name. Sie nannte sich erst mit Allianzname „Sein Name“-„Ihr Name“ und war etwas enttäuscht, dass ihr Name nie genannt/geschrieben wurde (Telefon, E-Mail-Anschrift). Es ist in der Schweiz total unüblich, einen Doppelnamen aktiv zu verwenden. Der steht vielleicht in der E-Mail-Signatur. Mittlerweile nennt sich meine Kollegin auch nur noch mit dem 0815-Bünzli-Schweizernamen...