Beiträge von Malaga1

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    Unter 16 Kindern wird dagegen eine Klasse meist nicht genehmigt, das heißt dann für Kleinschulen in der Regel, daß gar keine Klasse zustande kommt und die Kinder per Bus in eine (oft weit entfernte) größere Schule kutschiert werden.

    Wir haben hier auch eine kleine Schule mit 1 bis 1.5 Klassen pro Jahrgang, das heisst, das es Mischklassen gibt, wenn es nicht aufgeht. Meine Sohn besucht eine Klasse mit 12 Dritt- und 8 Fünftklässlern. Ich finde das super und die Kinder lernen selbständiges Arbeiten. Fremdsprachen (Englisch ab der dritten und zusätzlich Französisch ab der fünften Klassen) wird getrennt unterrichtet. Einzig für die Lehrperson ist es sehr anspruchsvoll, was dazu führt, dass es die fähigeren Pädagogen sind, die in solchen Klassen unterrichten. Ist dieses System in Deutschland unbekannt?


    Einschulungskorridor finde ich im Übrigen eine tolle Sache. Gibt es hier leider nicht.

    Da unterschreibe ich. Allerdings finde ich auch, dass man etwas tolerant sein muss, wenn man seine Kinder auswärts verpflegen lässt - weshalb auch immer. Der eine findet Kartoffeln mit Quark nicht ausgewogen, für den zweiten gehört Fleisch täglich auf den Tisch und der dritte findet nur vegan gangbar. So geht es nicht. Es braucht einen Kompromiss und zwar von allen Seiten. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es für meine Tochter immer eine wirkliche vegetarische Alternative gibt. Ja nu, dann isst sie halt mal nur Nudeln und Salat. Das ist keine Katastrophe. Man kann es einfach nicht allen 100% recht machen. Ausgenommen sind da selbstverständlich Unverträglichkeiten. Dass dein Zölliakie-Kind eine Sonderbehandlung braucht, ist selbstverständlich. Aber genau wegen solchen notwendigen "Extra-Würsten" kann man nicht auf jeden Spleen Rücksicht nehmen.

    Halal wird in der Schweiz tierschutzkonform geschlachtet nach vorhergehender Betäubung. Es ist durchaus möglich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Gut zu wissen, danke! Dann stört mich halal grundsätzlich nicht. Ich persönlich würde ja "Vegi für alle" bevorzugen. Wenn muslimische Kinder bei uns essen, gibt es immer vegetarisch. Da macht man aus meiner SIcht am wenigsten falsch.


    Meine Tochter wird am Mittagstisch (keine grosse Mensa, es essen pro Tag 20 bis 30 Kinder dort - keine Menuwahl, es gibt, was es gibt) übrigens auch ganz selbstverständlich vegetarisch verpflegt. Ich schätze fast, wir haben den gleichen Caterer wie Talpa. Der hat auch verschiedene Linien, also "Kinderverpflegung", "Büro" etc.

    Halal-Fleisch stammt von geschächteten Tieren und verstösst damit gegen das zumindest in der Schweiz gängige Tierschutzverständnis. Das möchte ich nicht essen, ich möchte nicht, dass das meine Kinder essen und ich möchte nicht, dass diese Prozedur in der Schweiz gefördert wird. Daher bin ich klar gegen halal-Mahlzeiten in Kantinen. Schweinefleischfrei und ein gutes, abwechslungsreiches vegetarisches Angebot finde ich ein sinnvoller Kompromiss. Wem das nicht passt, muss sein Essen halt von zu Hause mitnehmen - sei es nun Schweinebraten oder Halal-Fleisch.


    Für die Schweiz ist einfach ihre geografische Lage ein Nachteil, so als Insel in der EU. Sie sind einerseits sehr abhängig von der EU, andererseits wollen sie auch nicht mitmachen. Das ist natürlich eine ungünstige Ausgangslage zum verhandeln. Wobei ich die Erwartung, dass das doch sehr einzigartige Schweizer Demokratieverständnis unbedingt auf viel Akzeptanz außerhalb der Schweiz stößt, auch unrealistisch hoch finde. (Das letzte bezieht sich jetzt auf Malaga1 s Ausführungen weiter oben).


    Ob das Demokratieverständnis der Schweiz eigenartig ist, will ich nicht kommentieren. Ich schätze es sehr, in einem Land zu leben, in dem die Bürger effektiv mitreden können und ich wage zu behaupten, dass es die EU in der heutigen Form nicht gäbe, wenn die Bürger überall so viel Mitspracherecht hätten wie in der Schweiz. Ich erwarte auch kein Verständnis für die demokratischen Prozesse der Schweiz. Die kann man gut finden oder nicht. Ich erwarte einzig und alleine eine Akzeptanz, dass die Prozesse so sind wie sie sind. In der Schweiz hat das Volk sehr viel Mitspracherecht und der Bundesrat kann nicht einfach etwas beschliessen. Das ist nun halt mal so - ob es der EU passt oder nicht. Immerhin sind das in der Verfassung garantierte Bürgerrechte und die kann man nicht einfach umgehen oder abschaffen (das würde eine Volksabstimmung bedingen, die aussichtslos wäre).
    Ob die geografische Lage der Schweiz ein Nachteil ist, sei dahingestellt. Immerhin ist die Schweiz eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Nationen von Europa und das ohne EU-Beitritt. Ich fände eine starke EU übrigens geopolitisch auch sehr wichtig - aber so wie diese Betrieb heute funktioniert never ever.
    Und so gar kein Interesse hat die EU an der Schweiz und an GB auch nicht. Das sind zwei wichtige Handelspartner.

    Sie bei den Verhandlungen um das Rahmenabkommen massiv gängeln, erpressen und unter Druck setzen und nicht verstehen / akzeptieren können, dass es in der Schweiz einige demokratische Instrumente gibt, die sich mit der zentralistischen, diktatorischen EU nicht vertragen. Im Grunde genommen macht sie das gleiche mit der Schweiz wie mit GB.

    Für mich ist die EU ein zentralistischer, undemokratischer, bürokratischer und geldvernichtender Moloch, der nicht im Ansatz fähig ist, die zwei wirklichen Probleme (Eurokrise/Flüchtlinge) zu lösen. Ich verstehe, dass GB da raus will. Wie die EU (allen voran Juncker) mit Staaten umgehen, die nicht nach der EU-Pfeife tanzen, finde ich unter aller S... Die EU will an GB und an der Schweiz ein Exempel statuieren nach demMotto „Wagt ja nicht aufzumucken“. Lieber mal kurz etwas unten durch und dafür frei sein.

    Ich sehe: Der Doppelname wird in der Schweiz und in Deutschland komplett unterschiedlich gehandhabt. Meine Arbeitskollegin ist Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Sie hat einen Schweizer mit einem 0815-Bünzli-Schweizernamen geheiratet, der aber mit dem gleichen Buchstaben beginnt wie ihr lediger Name. Sie nannte sich erst mit Allianzname „Sein Name“-„Ihr Name“ und war etwas enttäuscht, dass ihr Name nie genannt/geschrieben wurde (Telefon, E-Mail-Anschrift). Es ist in der Schweiz total unüblich, einen Doppelnamen aktiv zu verwenden. Der steht vielleicht in der E-Mail-Signatur. Mittlerweile nennt sich meine Kollegin auch nur noch mit dem 0815-Bünzli-Schweizernamen...

    Talpa: Seit dem 1.1.2013 könnte man (oder eher frau) den Doppelnamen ablegeb. Ich habe das mal kurz erwogen, es war mir dann aber zu aufwändig.

    echt? will haben!

    Ja, das geht. Ruf mal bei der Gemeinde / Zivilstandsamt oder Einwohnerkontrolle an. Die können dir sagen, was du genau machen musst. Mir war es schlussendlich zu wenig wert. Man muss ja dann auch alles wieder überall melden, neue Ausweise machen etc. Da ich meinen Doppelnamen sowieso nicht verwende, sah ich schlussendlich irgendwie keinen Mehrwert drin.

    Mich dünkt, dass in Deutschland Doppelnamen effektiv verwendet werden, in der Schweiz dagegen stehen sie nur im Pass. Bei mir im Geschäft wissen die Leute nicht mal, dass ich offiziell einen Doppelname trage. Ich habe mich nie Müller Meier genannt, sondern immer nur Müller. Das machen hier eigentlich alle so.

    Selbe Stadt: ich trage einen Doppelnamen, nutze ihn aber kaum. In meinem Umfeld? Keine 10% der Frauen, Männer kenne ich genau einen, also im Promillebereich...


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Hier genauso, ausser, dass in meiner Wahrnehmung die Doppelnamen häufiger sind bzw. die Situationen, dass Mann/Frau/Kinder nicht gleich heissen - ich würde sagen 20%. Die Regel ist übrigens: Mein Mann heisst Meier, ich Müller. Der Familienname ist Meier, auch die Kinder heissen Meier. Ich habe meinen Namen dem Familiennamen vorangestellt und heisse Müller Meier OHNE Bindestrich.


    Seit dem 1.1.2013 gibt es in der Schweiz für neu Verheiratete laut Gesetz gar keine Doppelnamen mehr. Grundsätzlich behält jeder seinen Namen und das Paar muss sich einigen, welchen Nachnamen die Kinder tragen. Das ist aber theoretisch. Es ist immer noch so, dass die meisten Frauen den Namen ihres Mannes annehmen (was ich so gar nicht verstehe). Die Möglichkeit eines Doppelnamen gibt es aber nicht mehr.

    Genau! Finken = Hausschuhe


    Juana: Gugummer = Gurke?


    Meine angeheiratete Verwandschaft hat Emmentaler Wurzeln. Da bin ich auch immer etwas durcheinander:


    Nächtig = gestern

    Fern = letztes Jahr

    Hinäch = heute


    Und hier noch ein paar Berndeutsche Ausdrücke:


    Giel

    Modi / Meitschi

    gränne

    Zu den Sozialdetektiven: Ein bisschen differenzieren muss man schon: Ich bin bei Verdacht auf Sozialversicherungsmissbrauch Auch für Observation. Aber ich bin dagegen, dass die Versicherung alleine bestimmen kann, wer observiert wird. Und es geht ja nicht nur um IV-Bezüger, sondern um sämtliche Sozialversicherungsleistungen. Das war denke ich vielen nicht klar.


    Der Trend der SBI beruhigt mich aber sehr. Das Schweizer Volk scheint den SVP-Schreihälsen doch nicht alles zu glauben.

    von operation libero halte ich persönlich nicht so ganz viel. für mich geht das ein wenig zu stark in eine wirtschafts- und neoliberale ecke.

    ich sag ja, das ist politisch gefärbt. Sagt ja schon der Name. Die Seite trifft meine politische Einstellung sehr genau, sie ist insbesondere auch sehr gesellschaftsliberal. Ich informiere mich übrigens auch immer gerne bei Parteien, die nicht meiner Meinung entsprechen.

    Ich habe auch schon länger brieflich abgestimmt. Die SBI macht mich etwas nervös. Die Umfragen zeigten ja zuletzt klar in Richtung nein. Ich befürchte aber, dass viele sozial erwünschte Antworten gaben und jetzt ein nein einlegen. So nach dem Motto „Denä z‘Bern zeige mers!“ Das war ja schon bei der Masseneinwanderungsinitiative so.


    Hornkuhinitiative - na ja - direkte Demokratie in Ehren, aber so etwas gehört doch nicht in die Verfassung! Ich denke, diese Initiative wird scheitern.


    Und das Referendum zu den Versicherungsdetektiven wird sicher auch scheitern. Wie die Gegner bin ich aber der Meinung, dass das Gesetz schlampig ausgearbeitet ist. Und ich muss gestehen: Dieser Dimitri Rougy beeindruckt mich, obwohl er politisch gar nicht auf meiner Linie ist. Aber wie er in der Arena gegen gestandene Politgrössen aufgetreten ist, war sehr stark. Der wird es noch weit bringen.


    Ich bin jedenfalls auf die ersten Hochrechnungen gespannt.