Beiträge von Cesalu

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    Da es ja im Picky Eater Bereich steht, würde ich auch sagen: Wegwerftüten fürs erste. Bei anderen Kindern hätte ich da ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt, aber wenn es bei Kindern so schwierig ist, muss man eben Alternativen finden. Und in ein paar Wochen, wenn sie sich an alles gewöhnt haben, finden sich sicherlich auch wieder andere Möglichkeiten.

    Mein Problem Mit Bus und Bahn ist wirklich, dass ich mich null drauf verlassen kann pünktlich wichtige Termine wahrzunehmen.

    Teilweise nicht nur nicht pünktlich, sondern sogar gar nicht. Wenn abends plötzlich einfach ein Zug ausfällt. Wir sind aktuell ständig damit beschäftigt, unsere Kinder an irgendwelchen Bahnhöfen abzuholen, weil sie nicht mehr weiter kommen. Blöd wäre das umgekehrt, wenn wir Erwachsenen am Bahnhof stehen und die Kinder zu Hause wären. Dann bliebe nur noch ein Taxi...

    RLP hat für Grundschulen den Klassenteiler auch bei 24.


    Ich wäre nicht für (noch) kleinere Klassen, sondern für häufigere Doppelbesetzung. Dann kann man selbst entscheiden, wie man die Klassen aufteilt. In manchen Stunden ist es sinnvoll, 5 Kinder zusammen heraus zu nehmen. In anderen Stunden halbiert man vielleicht die Klassen oder macht zwei verschiedene Angebote.

    Andererseits gibt es viele kinder, die noch nicht mal einen Stift halten können oder mit einer Schere schneiden. Auch das sind Themen, die in die Kita gehören.

    Das finde ich auch total wichtig. Stift benutzen und in einer Gruppe kurz zuhören können finde ich die wichtigsten Kompetenzen, bei denen sehr viele Kinder aktuell Defizite bei der Einschulung haben. Stift halten kann man als Lehrerin eben nicht mal kurz erklären, sondern das braucht Übung über Wochen. Das ist wirklich schwierig, wenn gleichzeitig inhaltlich gearbeitet wird also z.B. schreiben geübt wird.

    Das Zuhören finde ich auch extrem wichtig. Das hat so viel Zeit gekostet mit meiner letzten ersten Klasse, da so viele Kinder nicht in der Lage waren in der Gruppe kurze Erklärungen zu verstehen und umzusetzen.Für: “Holt bitte den roten Schnellhefter aus dem Ranzen und heftet das Blatt ein.“ brauchten viele noch eine persönliche Ansprache. Das ist kaum leistbar und das macht aus meiner Sicht einen großen Teil der oft genannten Langeweile zu Schulbeginn aus. Man wartet ewig, bis alle so etwas erledigt haben.

    Grundschule freier und mundgerechter machen gerne, aber das bedeutet bitte nicht, dass die Kinder nicht mehr gefordert werden.

    Individuelle Förderung ist da aus meiner Sicht das wichtige. Schauen wo die Kinder sind und dort ansetzen. Eben auch in der Kita bei den von dir beschriebenen wissbegierigen 5-jährigen, aber dann genauso in der Schule. Aber siehe oben, oft kommt man in der Anfangszeit leider kaumdazu.

    Was ich halt wirklich schön fand, dass die Kinder im Kindergarten langsam immer mehr an den Schulalltag herangeführt wurden. Das vor Schuljahr und das erste Schuljahr waren (an unserer Schule) so anders gar nicht. Denn zum einen wurde auch schon im vorschuljahr unterrichtet, zum anderen hatten die Erstklässler längere Pausen. Und die Lehrerin hatte zB den Sport Unterricht anders verteilt und ist bei Bedarf mit der ersten Klasse auf den Hof gegangen. Denn auch wenn der Lehrplan gleich ist, die Stunde Einteilung ist individuell

    Ich denke, das ist sehr schul- bzw. Kitaabhängig. Bei meinen Kindern in Deutschland war das Vorschuljahr dem 1. Schuljahr auch schon sehr ähnlich - insbesondere beim Großen. Die hatten einen richtigen Stundenplan mit verschiedenen Inhalten (Sport, Zahlenland, Bastelangebot, Sprachförderung etc.) Da empfand ich damals „strenger“ als in den meisten 1. Klassen. Ich habe für meine Erstklässer keinen festen Stundenplan und wir können z.B. jederzeit nach draußen gehen, wenn die Kids Bewegung brauchen. Nur für die Turnhalle gibt es feste Zeiten, weil es ja für alle Klassen passen muss.

    Schade finde ich oft, dass Vorschulprogramm teilweise gerade die negativen Aspekte von Schule in den Vordergrund stellt. Also alle sitzen still, kreisen Mengen bis 5 ein etc. Die Bezugserzieherin meiner einen Tochter hatte dagegen im Alltag einfach mal einen Blick darauf, welches Kind zählen kann. Das kann mit Perlen, Bausteinen etc. üben. Umgekehrt kann dann ein Kind auch bis 100 rechnen, wenn es das einfach schon kann. Das finde ich sinnvoll. Aber die Eltern bekommen das weniger mit, als wenn Arbeitsblätter ausgefüllt werden. Das Problem habe ich auch in der Schule oft. Man muss ja irgendwie zeigen können, was gemacht wurde.


    Edit: Trin hat das oben eigentlich schon viel besser beschrieben.

    Und nicht nur die Betreuungszeiten claraluna auch das Alter hat sich in den letzten Jahren ja sehr nach unten hin verschoben. Also früher kamen die Kinder hier frühestens am 3. Geburtstag oder sogar später in den Kindergarten, jetzt fast alle mit 2, viele auch schon ab einem Jahr oder noch früher. Das sind ja dann einfach insgesamt mehr Kinder und der Personalschlüssel ist für die Kleinen anders.

    Und welche Auswirkungen Arbeits- und Fachkräftemangel haben, spüren wir doch schon sehr deutlich. Es ist ein Privileg, nicht arbeiten zu "müssen"

    Da gebe ich dir absolut recht. Allerdings würde ich mir wünschen, dass das dann auch politisch und gesellschaftlich so ausgesprochen wird. Nicht „die armen Frauen möchten alle arbeiten und können nicht“ und erst recht nicht „für die Kinder ist die frühe Fremdbetreuung ganztags pädagogisch wichtig.“ sondern dann bitte: Wir brauchen leider auch die Mütter ganztags im Job, weil es wirtschaftlich nicht mehr anders geht. Das fände ich ehrlicher.

    Es gibt sicher Mütter, die gerne mehr arbeiten würden und für die es schwer ist, aber ich denke, es gibt genauso viele, die ihre Teilzeit genießen. (Väter auch, aber vermutlich deutlich weniger)

    Wenn es nur Betreuung bis 13 Uhr gibt und sechs Wochen Schließzeiten im Jahr und in der Schule keinen Hort, was soll man da planen?

    Bei uns in der Gegend sind die Kinder dieser Eltern früher teilweise nach der Schule zu Tagesmüttern gegangen. Mittlerweile gibt es das glaube ich nicht mehr (GTS eigentlich fast überall). Ferien wurden in meiner Kindheit überbrückt, in dem Eltern getrennt Urlaub genommen haben. War ja meist nur wenige Jahre so, dann waren die Kinder selbstständig genug, um auch mal eine Woche alleine zu Hause zu sein.

    Ich kenne das Betreuungsproblem aus meiner Jugend: Meine Freundinnen und ich waren oft mit den kleinen Geschwistern alleine zu Hause. Allerdings waren unsere Mütter überwiegend teilzeit beschäftigt, so dass wir nur am Vormittag für die Kleinen da sein mussten. Ferienbetreuung gab es damals noch nicht.

    Viele Kinder, deren Großeltern weiter weg wohnen, fahren hier auch in den Ferien ein oder zwei alleine Wochen hin.

    Deswegen braucht es beides, flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine gut ausgebaute und qualitativ hochwertige Betreuung

    Vielleicht ist das gegendabhängig. Aber zumindest hier bei uns würde ich sagen, bei der Betreuung hat sich wahnsinnig viel getan die letzten Jahre, bei den flexibleren Arbeitszeitmodellen nur sehr wenig, da wäre aus meiner Sicht großer Nachholbedarf. (politisch)

    Ich finde, es ist schon ein zweischneidiges Schwert mit den immer flexibleren und längeren Betreuungszeiten - und hier bei uns hat sich in den letzten Jahren wirklich sehr viel getan. Ich denke, wenn auf dem Arbeitsmarkt die Kräfte gebraucht werden, könnten auch viel Arbeitgeber flexiblere Arbeitszeitmodelle anbieten. Wenn es aber fast rund um die Uhr möglich ist, Kinder betreut zu haben, muss da auch weniger darüber nachgedacht werden, was möglich ist. Ich weiß natürlich, dass es nicht in allen Branchen möglich ist, aber sicherlich in vielen. Und es wäre mir persönlich wichtig, dass die Politik da in beide Richtungen schaut: Schon Förderung des Kitaausbaus aber auch Förderung von familienfreundlichen Unternehmen statt Förderung des Kita-Ausbaus, damit wir alle 42 Stunden und mehr arbeiten können.


    Das wurde ja auch irgendwo schon geschrieben, dass es z.B. in Dänemark durchaus möglich ist, zeitig Feierabend zu machen und keine 40 Stunden zu arbeiten.

    Cesalu - dein Mann muss ja dann aber irgendwie eine Vorstellung haben wie das in Zukunft laufen soll. Habt ihr da mal darüber gesprochen? Wer fängt das jetzt auf, was er derzeit macht? Bleibt es liegen? Oder alternative mutet er sich zu viel zu? Das sind doch alles irgendwie blöde Optionen.

    Was passiert mit dem zusätzlich verdienten Geld? Das verwendet er dann nur für sich alleine?

    Nein, das ist irgendwie schwierig. Mein Mann plant da nicht viel. Es ist auch schwierig, mit ihm darüber zu sprechen. Aber wir sind beide ständig am Limit, ständig überfordert und arbeiten eigentlich fast immer auch bis zum Schlafengehen und meist auch am Wochenende. Trotzdem bleibt sehr viel liegen (Steuererklärung wird immer wieder verschoben, Kisten von der letzten Renovierung sind immer noch nicht ausgeräumt etc.) Irgendwie ist die Zeit immer weg mit den ganz alltäglichen Dingen und wir schaffen es nie, ordentlich und halbwegs sauber zu haben. Das ist das, was mir Angst macht.

    Man führt ja keine Liste, wer was macht. Aber ich hatte - als ich noch weniger als er gearbeitet habe - immer ein schlechtes Gewissen, wenn er etwas machen musste, weil ich ja weniger Zeit erwerbstätig war. Deshalb hilft es mir vielleicht ein kleines bisschen, wenn ich es mehr so sehe, dass er ja freiwillig mehr arbeitet und das sein Entscheidung ist. Wenn ich noch mehr reduziere, habe ich zum einen Angst um meine Pension und außerdem bringt mir das in meinem Job viel weniger, weil ich dann so vieles unbezahlt mache.


    Mit dem Geld: Das ist natürlich nicht nur für ihn. Wir hatten schon häufiger Schwankungen im Einkommen. Was übrig ist, kommt eben auf ein Konto und wird geholt wenn es gebraucht wird. (neues Auto, Renovierung oder was auch immer) Das ist vielleicht ganz praktisch, wenn etwas mehr übrig bleibt, ist mir aber wirklich die Zeit nicht wert.

    Wir haben 75 % + 75 % - das passt gut.

    Schön zu lesen, dass es das doch noch öfter gibt. Ich habe hier immer das Gefühl, die absolute Ausnahme zu sein. Ich denke, deshalb fällt es meinem Mann auch so schwer, darüber darüber nachzudenken, noch mal zu verlängern. Das scheint hier in unserem Umfeld einfach keine Option zu sein, dass Väter in Teilzeit sind. Ich finde das so schade und würde mir einfach hier deutlich mehr Flexibilität wünschen.

    Das wäre für mich und meine Familie viel wichtiger als eine zeitlich längere staatliche Kinderbetreuung. Da hatten wir selten Probleme durch Großeltern in der Nähe, Gleitzeit meines Mannes, Ferienzeiten durch mich gut abgedeckt haben wir da viel weniger genutzt, als möglich gewesen wäre.

    Cesalu wenn er Hausarbeit nicht so mag und lieber die 20% aufstockt, könnt ihr für das Geld vielleicht eine Haushaltshilfe anstellen? Dann kann dein Mann mehr arbeiten und gleichzeitig seine Putzpflichten erfüllen.

    Das ist hier leider sehr schwierig. Angemeldet gibt es kaum etwas. Einen Putzroboter haben wir jetzt schon. Und es ist auch mehr so unser Chaos, Dinge die organisiert werden müssen etc. , Kinder die irgendwo geholt werden müssen oder einen Arzttermin haben... Da finde ich, ist das Putzen eigentlich das wenigste. Aufräumen können die ja schlecht für uns und auch das tägliche Spülmaschine einräumen etc. will gemacht werden, bzw. zumindest müsste mal jemand die Kinder daran erinnern. ;)


    Meine Traumvorstellung wäre zusammen 150% zu arbeiten und das möglichst paritätisch. Das finde ich gerecht, auch finanziell.

    Das sehe ich genauso.

    In der Schweiz (ok, ist jetzt aber auch ein paar Jahre her…) kannte ich ein paar wenige Paare die gemeinsam 100% gearbeitet haben. Mit einer 50/50-Aufteilung. Sehr cool fand ich das damals. Braucht es halt ein entsprechend hohes Lohnniveau und keine Gender-Pay-Gap.

    Also beide 100 % wäre für uns heute zu wenig, die Kinder sind groß genug so dass keine ständige Betreuung mehr nötig ist. (Bei der jüngsten noch teilweise) Aber zusammen 200 % schaffen wir - wenn wir ehrlich sind - nicht. Die 160 % die ganze Zeit waren ideal.

    Bezahlung ist bei uns übrigens kein Unterschied. Und ich kenne mehrere Familien, in denen die Frauen besser verdienen und trotzdem zu Hause oder in Teilzeit sind, während die Männer 100 % arbeiten.

    Also mein Mann möchte nicht in Teilzeit gehen und ich bin freiwillig in Teilzeit. Ich bin aber nicht in Teilzeit, um ihm den Rücken freizuhalten oder das Haus zu putzen oder die Kinder zu betüddeln, sondern um Zeit für anderes zu haben anstelle von Arbeit, zum Beispiel für Ehrenamt, (Arzt)Termine, Kaffee mit einer Freundin, eine Fahrradtour mit einem Kind, das gerade das Bedürfnis danach hat usw.

    Dass er seine Arbeitszeit nicht reduzieren möchte, finde ich nicht gut, aber ich kann es ja auch nicht erzwingen. Er wird schon noch merken, dass das auf die Dauer extrem herausfordernd ist.

    An deinen Aussagen überlege ich nun ständig in den letzten Tagen herum. Bei uns ist es so, dass wir aktuell beide 80 % arbeiten. Für mich wäre es ideal, das noch so weiterzumachen. Allerdings habe ich damals meinen Mann schon eher dazu überzeugt, die Arbeitszeit zu reduzieren und jetzt läuft Ende des Jahres diese Vertragsänderung aus und er denkt überhaupt nicht darüber nach, noch einmal eine Verlängerung der Teilzeitarbeit zu beantragen. Ich bin darüber unglücklich, weil wir es jetzt schon beide kaum schaffen. Wir sind leider nicht sooo gut in Organisation und auch in Ordnung halten und brauchen deshalb viel Zeit für Hausarbeit u.ä. Wenn er jetzt wieder voll arbeitet, bleibt wieder gar keine Freizeit mehr übrig. Ich will das nicht, möchte ihn aber auch nicht wieder überreden, weniger zu arbeiten. Deshalb gefällt mir dein Ansatz so gut: Ich entscheide mich für Teilzeit, er für Vollzeit. Dann kann ich auch Freizeit haben. Irgendwie war in meinem Kopf immer, wenn ich weniger außer Haus, arbeite muss ich ja auch mehr Care- und Hausarbeit übernehmen.

    Praktisch bin ich zwar noch unsicher, wie ich das machen soll - man rechnet ja nicht jede Hausarbeitsstunde aus - aber vielleicht gelingt es mir, zumindest ein bisschen umzudenken und das Problem mehr bei ihm zu lassen.

    Deshalb mal danke für deine Ausführung.


    Meine Traumvorstellung wäre zusammen 150% zu arbeiten und das möglichst paritätisch. Das finde ich gerecht, auch finanziell.

    Das sehe ich genauso.

    In Belgien, die Lehrer haben natürlich dann auch komplett frei bzw Ferien. Bis auf die Sekundarschullehrer (7 - 12. Klasse), die Ende August evtl noch Nachprüfungen für vereinzelte Schüler abhalten müssen.

    Ich weiß nicht, wie das in Belgien genau ist. Aber hier stelle ich auch immer wieder fest, dass so viele Menschen denken, die Lehrkräfte hätten in den Ferien frei. Wir haben uns in den letzten zwei Wochen zur Vorbereitung und zum Aufräumen einige Male in der Schule getroffen. Dort findet aktuell auch gerade die Ferienbetreuung statt. Ich weiß nicht wie oft ich von Eltern oder Betreuungspersonen gefragt wurde: Wieso arbeitet ihr denn in den Ferien? Und das was man zu Hause macht, sieht sowieso keiner. Aber anders würden wir das gar nicht schaffen. (Was ich übrigens auch völlig O.K. finde, andere Berufstätige haben ja auch nicht so viel Urlaub)

    Genau das! Wir sind ein Kollegium, das aus 80% Teilzeitkräften besteht und jeglicher Lehrermangel wäre bei uns sofort behoben, wenn die vielen Mütter - und nur die arbeiten in Teilzeit, das ist nun einmal die Realität - Stunden aufstocken würden. Die Bedingung wäre halt eine zuverlässige und in manchen Dingen auch flexiblere Betreuung und die gibt es nicht

    Also hier gibt es problemlos Ganztagsplätze sowohl in der Kita als auch in der Grundschule. Dennoch sind wir auch fast alle in Teilzeit. Die meisten von uns (alle?) wollen lieber auch Zeit mit ihrem Kind zu Hause verbringen. Viele auch mittlerweile mit Kindern, die keine Betreuung mehr brauchen, weil es anders einfach oft nicht zu schaffen ist.


    Zitat
    Zitat von Cesalu Wenn eine Kita aktuell 3 Wochen Schließzeit hat, würde das bedeuten, dass jede einzelne Erzieherin, jeder einzelne Erzieher im Laufe des Jahres 3 Wochen zusätzlichen Urlaub hätte.

    Wieso?

    Bei meiner Nachbarin, die Erzieherin ist, ist es so, dass sie zwingend 3 Wochen ihres Urlaubs für die Schließzeit im Sommer "opfern" muss.



    Annie Ja, damit ist deine Nachbarin eingeschränkt. Aber das sind ja Menschen in anderen Berufen auch oft. Trotzdem ist es doch so, dass durch diese 3 Wochen Schließzeit alle ErzieherInnen der Einrichtung auch 3 Wochen ihres Urlaubs aufgebraucht haben. D.h. wenn es diese Schließzeit nicht mehr gibt, hat ständig irgendjemand aus dem Team 3 Wochen frei. Das geht für mich nur, wenn die Kita eine feste Vertretungskraft hat, die dann immer einspringt. Ohne mehr Personal heißt das, dass eigentlich immer Personalmangel herrscht.

    Aber es ist irrsinnig, wenn Eltern Stunden reduzieren, um ihre Kinder dabei zu beaufsichtigen, As und Os ins Heft zu malen. :stupid:


    Bindung braucht Zeit - gemeinsame Zeit. Und ich möchte, dass sich Väter diese Zeit auch nehmen und nicht nur wieder das Betreuungsproblem lösen. Ich finde das unglaublich traurig.

    Und ich vermute einfach mal, andere Menschen priorisieren ähnlich und möchten deshalb gar nicht dass die Kinder von 8 bis 17 Uhr betreut sind.

    Ich empfinde das auch so. Natürlich ist es nicht wichtig, wer dabei ist, wenn die As und Os geschrieben werden. Aber für mich war es wichtig, da zumindest an manchen Tagen dabei zu sein, das mitzubekommen, vielleicht auch mal den Kampf damit zu haben. ICH wollte auch nie nur einfach ein müdes Kind aus dem Kindergarten oder der Ganztagsschule holen, sondern habe mir mehr Zeit mit den Kindern gewünscht. Und genau wie claraluna würde ich es auch schöner finden, wenn man mehr überlegt, wie beide Eltern Teilzeit arbeiten können und mehr für die Kinder da sind, als immer nur die außerfamiliäre Betreuung zu verbessern. Ich finde auch gar nicht, dass das immer nur tolle Zeit miteinander sein muss, spielen, Ausflüge etc., sondern einfach der Alltag.

    Und die Hausarbeit wird einem ja tatsächlich auch nicht gemacht, wenn die Kinder in der Betreuung sind. Das finde ich leider viel schwieriger, hier eine Haushaltshilfe als eine Kinderbetreuung zu finden.