Beiträge von PaulaGreen

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    Ich denke tatsächlich nicht, dass sich IT-Kompetenz beliebig nachholen lässt.

    Ein Gedanke dazu:

    Mein Lieblingsfach in der Schule war schon immer Mathe und ich war in diesem Fach herausragend gut und wollte es gerne studieren (jedoch nicht auf Lehramt). Die damaligen Aussage sämtlicher Berufs- und Studienberater war, dass IT-Affinität eine wesentliche Voraussetzung sei, da sämtliche berufliche Perspektiven ohne IT schwierig wären. Meine Eltern hatten mir damals keine/ wenig Möglichkeiten gegeben, mit IT in Kontakt zu kommen, fast alle Gleichaltrigen (und damit potentiellen Kommilitonen) waren deutlich (!) weiter als ich. Ich habe mich komplett überfordert gesehen, dass in irgendeiner Form aufzuholen und habe einen anderen beruflichen Weg gewählt. Heute sage ich zwar, dass das gut war, das Leben hat mich so in eine gute Richtung gelenkt. Allerdings erst, seit ich in meinen dann gewählten Beruf in einem Technik- /Digitalisierungsunternehmen angekommen bin und so meinen wirklich sehr geliebten Beruf mit logischen/analytischen Fähigkeiten in einem digitalen Umfeld verheiraten darf.


    Für meine Kinder wünsche ich mir, dass sie mit einer möglichst breit gefächerten Palette an Kenntnissen und Fähigkeiten (und das reichr eben von handwerklichen Fähigkeiten bis IT-Kompetenz) in ihr Berufsleben starten können und so eine freie innere Wahl haben. Und dazu brauchen sie eben auch schon früh Kontakt und Anknüpfungspunkte sowohl zu analogen wie digitalen Angeboten.

    Ich bin immer wieder verwundert darüber, dass Medienkonsum, Bildschirmzeit, Medienverwendung tendenziell als "schlecht", "nicht förderlich" "ungut für Kinder"bewertet werden.


    Ich nehme digitale Angebote in erster Linie als Teil der Realität, des Lebens- und Arbeitsalltags wahr, mit Chancen und Risiken.


    Für meine Kinder wünsche ich mir, dass sie damit einen eigenverantwortliche Umgang finden, die Chancen nutzen und die Risiken einschätzen und adäquat damit können. Dies erreiche ich weder, indem ich digitale Angebote als schlecht bzw. per se schlechter als analoge Beschäftigungen bewerte, noch indem ich sie von den Angeboten fernhalten oder dies starr reglementiert.


    Für mich ist der Schlüssel die Kommunikation und Reflexion mit meinen Kindern. Im Sinne von "was macht Dir Spass", "was gefällt Dir", "was geht leichter", überhaupt "was spielst Du", "lass mich auch mal probieren", "erklärt mir das Spiel /Programm". Aber auch "was siehst Du kritisch", "was fühlt sich nicht schön an", "was bereitet mir Sorgen", "warum sehe ich das kritisch", "warum möchte ich das und das nicht so gerne" "was brauche ich, um mir weniger Sorgen zu machen". Und auch "wofür nutze ich digitale Medien", "wo erleichtern sie den Alltag", "wofür brauche ich sie beruflich", "was mag ich, was stresst mich manchmal", etc.


    Meine Kinder sind 8 und 11 und tatsächlich geht diese Reflexion auch jetzt (und auch vor 2-3 Jahren) schon gut. Ich halte das für wesentlich hilfreicher für die Entwicklung des 3igenverantwortlichen Umgangs als mehr oder weniger starre Verbote und Regelungen.

    casa zu Beginn des diesjährigen Homeschoolings war es mir zuviel Onlineunterricht bim 6. Klässler. Teilweise war der komplette Vormittag von 7:45Uhr bis 14 Uhr Online. Ich habe das dann rückgemeldet, dass ich das zuviel finde. Andere Eltern scheinbar auch. Die Schule hat dann die Maßgabe ausgegeben, dass maximal die Hälfte des am Stundenplan orientierten Unterrichts online sein soll. Dass sind dann ca. 12 Zeitstunden pro Woche.

    Für mich und das Kind passt das so.

    Würde das nicht passen, würde ich Rückmeldung geben und um eine Einzelfalllösung bitten. Wäre diese nicht möglich, wäre es für mich eine schwierige Abwägung, ob für mich der "Schaden" durch die Bildschirmzeit oder durch die soziale und auch schulstoffrelevante Ausgrenzung meines Kindes größer ist.

    Für mich ist nicht die Frage, ob und wieviel die Kinder mit Medien machen, sondern was sie machen. Meine Söhne spielen gerne Shogi und Go und Schach. Wenn sie das jetzt mit einem Schulkameraden online spielen oder auch gegen den PC spielen (oder auch einfach dann besondere Stellungen spielen), kann ich da nichts verwerflich dran finden.

    Sie lieben es auch, Stop-Motion-Filme zu entwickeln und zu erstellen. Das ist hoch kreativ, es geht auch prima mit anderen Kindern zusammen- auch hier werde ich das nicht einschränken.

    Oder Spiele wie Wort-Guru, die Mathe-Känguru App, etc....

    Selbst Minecraft - was meine Kinder da über Stromkreise und den Bau irgendwelcher Automatentechnik gelernt haben, warum nicht.

    Und natürlich wird dann auch sowas Profanes wie Brawl-Stars gezockt - aber halt in Maßen, weil es ein breites Angebot an schönen, klugen, interaktiven und kreativen digitalen Angeboten gibt.

    Und neben dem Fokus des "was" geht mein zweiter Fokus auf das "und was noch" - ich möchte, dass sie täglich raus gehen und sich bewegen. Das sie Musik und Sport machen. Solange die das auch machen, bin ich, was das Digitale angeht, entspannt.

    Im Sommer sind sie oft den ganzen Tag draussen, im Urlaub geht es ohne Medien. Manchmal bauen sie über Stunden Fischer-Technik oder Lego, zeichnen Comics, spielen Rollenspiele. Und manchmal machen sie das lieber digital.

    FrauMahlzahn ich hatte im Frühjahr mit meiner FK ausgehandelt, dass ich einen oder zwei Urlaubstage die Woche nehme, diese jedoch faktisch auf 5 Tage verteile.... also täglich weniger arbeite. War unser stillschweigendes Agreement... Ich glaube, er würde diesem Modell, solange ich nicht groß kommunizieren, auch bei Kindkrank zustimmen. Ginge das vielleicht auch bei Dir?

    Halb/halb geht nicht (was für ein Schwachsinn, ärgert mich schon seit Jahren)

    Sehe ich auch so. Und wäre (wenn ich denn dieses Kinderkrankengeld bekommen würde) für mich ein Grund, es nicht in Anspruch zu nehmen. Bei einem 7Jährigen ist es ja nicht so, dass ich gar nicht arbeiten kann - aber die volle Stundenanzahl ist halt schon deutlich anstrengend wenn man neben der Arbeit noch die Beschulung des Zweitklässlers übernehmen muss. Ich hätte es auch sinnvoller gefunden wenn man ähnlich wie beim Kurzarbeitergeld die Arbeitszeit reduzieren könnte und der Staat nur für die reduzierten Stunden einen Ausgleich zahlt.

    Ich hatte vor Jahren mal die Situation, dass mein Mann mit Kindkrank daheim blieb und ich arbeiten war. Abends ist mein Mann auf Dienstreise gegangen.... tatatata... kein Geld für diesen Tag

    OMG was für ein toller Plan. Da abonniere ich gleich mal. Wir sind 2019 6 Wochen zeltend einmal rund um die iberische Halbinsel gereist. Ich werde Dir, wenn ich mehr Zeit habe, gerne was zusammenstellen.

    Mir gefällt das Wort charmant.

    Insbesondere für eine Idee oder eine Herangehensweise. Also "ein charmanter Gedanke" . Weniger als Beschreibungfür einen Menschen.

    Schoko

    In dieser Verwendung liebe ich dieses Wort. Genauso wie "Das hätte /hat Charme"

    Ich gestehe, dass mit nicht bewusst war, dass Studente da so umworben wurden. Als ich Studentin war, wusste ich noch nicht mal, dass man sich hätte privat versichern können. Da war es für mich komplett selbstverständlich, kostenlos familienversichert zu sein.

    Ich hatte zudem einen Gemeinschaftskundelehrer, der uns vor der PKV massiv gewarnt hat ("Die ködern Euch und dann kommt ihr nie wieder raus"). Irgendwie bin ich wohl davon ausgegangen, dass dieses Wissen jeder mitbekommt.

    Für mich ist einfach schon immer (aufgrund meiner Sozialisation) ganz und gar selbstverständlich, dass jedes noch so attraktive Lockangebot wie z.B. auch AT Verträge immer einen Schattenseite haben und man an anderer Stelle den Preis bezahlt.

    Gwynifer auch das tut mir wirklich leid. Vielleicht bin ich da gerade aktuell in "Kampfstimmung", weil ich genau das Gleiche wie meine enge Bekannte hatte und bei ihr beim Wort "privat" die Türen aufgehen. Da hat es mir gestern einfach in meinem Gefühl der Ungleichbehandlung gut getan, auch wieder meine Vorteile zu spüren.


    Ich wollte Dir da nicht wehtun, da schwingt vielleicht viel Wut auf das System an sich mit.

    Ebura das tut mir sehr leid, dass diese Entscheidung für Dich ganz persönlich so eine schlechte Entscheidung war.

    Es ehrt Dich, dass Du auf die Vorteile verzichtet. Das würde ich tatsächlich nicht tun, denn Du trägst ja auch die Nachteile, dann kannst Du auch die Vorteile mitnehmen.

    Ich tue mich schwer mit "Vorteile mitnehmen und Nachteile beklagen" - so ganz grundsätzlich, unabhängig von diesem Thema.