Beiträge von PaulaGreen

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    Weißt Du, Gwynifer ich bekomme gerade aus meinem direktem Umfeld wird, wie gut und vor allem schnell jemand, der in der PKV ist, versorgt wird. Da sagt der Arzt am Telefon "ich habe hier eine Privatpatientin sitzen" und dann gibt's doch noch schnell eine MRT.

    Da schlucke ich schwer.

    Denn wir zahlen als 2x freiwillig GKV extrem viel Geld für die Solidargemeinschaft und verzichten dafür auf manche Leistungen.

    Das System ist komplett ungerecht und ich finde nur durch den Verblrib in der GKV kann man zu mehr sozialer Gerechtigkeit beitragen.

    Ebura entschuldige, irgendwie habe ich nur das an mich gerichtete gelesen. Mein Fehler.


    Naja, das was Du beschreibst, ist ja nicht unfreiwillig - Du hattest ja die Wahl und warst nicht umfassend genug informiert.

    Ich habe mit 19 den Fehler gemacht, einen der schlecht bezahltesten akademischen Berufe zu studieren. Da war ich auch nicht ausreichend genug informiert. Aber da sag ich jetzt auch nicht, dass das unfreiwillig war.

    PaulaGreen Aus meiner Sicht sollte es anders sein. Kindkranktage sollten weder über die Krankenversicherung der Mutter noch des Vaters, sondern aus Steuermitteln finanziert werden. Und wie gesagt - ich bin nicht mal sicher, ob das nicht "im Hintergrund" auch der Fall ist - bei Corona ist es das ziemlich sicher.

    So wie ich es verstehe, wird eine Summe dafür an die GKV fließen - wobei man nicht weiß, ob sie reicht. Dieses Jahr hat zumindest meine GKV u.a. wegen Corona die Beiträge erhöht- vermutlich wird das nächste Jahr wieder passieren. Ubd so zahlen des halt doch die Versicherten.


    Das ich prinzipiell das ganze System mit PKV und GKV ziemlichen Mist finde ist ein anderes Thema

    :thumbup:

    Jetzt gerne nochmal meine Sicht der Dinge:


    Mit Ausnahme der Beamt:innen ist mir keine Situation bewusst, bei der man "unfreiwillig" in der PKV gelandet ist (im Gegensatz übrigens zu vielen GKV Versicherten, die nämlich tatsächlich keine Wahl haben, sondern nur in die GKV dürfen). Auch Selbstständige können sich gesetzlich versichern. Und natürlich ist, bei gemeinsamen Kinder, die Entscheidung eines jeden Elternteil letztendlich eine Familienentscheidung - ich finde nicht, dass man das als individuelle Entscheidung werten kann.

    Und da bietet das System PKV eben gewisse Vorteile und gewisse Nachteile - und ich kann nicht die Vorteile mitnehmen und bei den Nachteilen autsch schreien.


    Zu den Beamt:innen sehe ich tatsächlich diverse Möglichkeiten über die Beihilfe und ich bin mir ziemlich sicher, dass da nachgesteuert wird. Ich kenne übrigens auch einige Beamt:innen, bei denen die Kinder nicht in der freiwilligen GKV des besser verdienenden Partners drin sind, sondern dennoch privat versichert werden.


    Zu der Argumentation, dass die finanzielle Entschädigung wegen geschlossener Schulen nicht über die Krankenkassen und "Kindkrank" laufen sollte:

    Wie ich oben schon schrieb kann sich jeder zur Betreuung seiner Kinder wegen geschlossener Schulen von seinem Arbeitgeber unbezahlt beurlauben lassen. Oder als Selbstständige befristet schließen. Nun muss das natürlich finanziert werden. Gesetzliche Kassen bieten hier in ihrem Leistungskatalog eine Lohnersatzleistung wegen durch Krankheit bedingter Betreuung des Kindes an. Die jetzige Betreuung des Kindes ist durch eine Krankheit bedingt, die mein Kind zwar nicht selbst hat, aber es ist eine Krankheit, die dies notwendig macht. Und wer, wen nicht das öffentliche Gesundheitsystems (also die GKV), soll das denn sonst zahlen? Und da die GKV Teil des öffentliche Gesundheitssystem ist, wird es eben durch Beiträge und Steuern mischfinanziert.

    Privatversicherte haben sich entschieden, aus der solidarischen Finanzierung des steuerlich subventionierten Gesundheitsystems auszusteigen, da finde ich es verwunderlich, jetzt doch von dessen Leistungen und der inkludierten steuerlichen Subventionierung profitieren zu wollen.


    Richtig fände ich, wie oben vorgeschlagen, mal bei der eigenen PKV anzufragen, warum sie das eigentlich nicht übernehmen.

    Gwynifer Du hast recht, die Kindkranktage sind über die Versicherung des Kindes geregelt.

    Deshalb korrigiere gerne:

    "Du hast Dich mit der PKV Deiner Kinder entschieden, zu Gunsten anderer Leistungen für Deine Kinder aus dem Solidarprinzip auszusteigen. Du kannst nicht erwarten, dass Du jetzt bzgl. Deiner Kinder von den Solidarleistungen profitieren kannst"


    Zum Rest schreibe ich gerne später mehr. Muss jetzt in meinen Call.

    Ob der Anspruch in NRW besteht, wo der Zugang zur Betreuung nicht eingeschränkt ist, ist nach wie vor unklar. Hier (und in etlichen anderen Bundesländern, glaube ich) gibt es ja keine Zugangsbeschränkungen sondern nur über Appelle und ggf. Stundenreduktionen.

    Das würde mich auch interessieren. Unser gestriges Homeoffice+Homeschooling+2Kleinkinder ist gescheitert. Die Kleinen gehen jetzt in den Kindergarten. So ganz wohl ist mir nicht dabei.


    PaulaGreen : sind die zusätzlichen Tage pro Elternteil oder pro Kind? ich hatte es so verstanden, dass es 10 pro Elternteil bzw 20 pro Alleinerziehender seien, unabhängig von der Anzahl der Kinder?

    20 statt 10 Tage pro Kind pro Elternteil

    Du hast auch als PKV das Recht, bei deinem AG Kindkranktage zu nehmen. Das mache ich auch, ich lasse mich wegen Kindkrank unbezahlt freistellen. Dein Job ist also gesichert.


    Den Verdienstausfall erhalte ich von meiner GKV. (Als freiwillig Versicherte mit Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt der aber -mit Recht- deutlich unterxden 90%). Diese ist nach dem Solidarprinzip aufgebaut.

    Du hast Dich mit der PKV entschieden, zu Gunsten anderer Leistungen aus dem Solidarprinzip auszusteigen. Du kannst nicht erwarten, dass Du jetzt von den Solidarleistungen profitieren kannst.

    Jette und Gwynifer sehe ich anders. Wollt ihr das ernsthaft diskutieren?


    Kontextfrei mit den Kindkranktagen werden grundsätzlich 90% deines Nettoverdienstes abgedeckt. Es gibt jedoch eine Obergrenze, die bei da. 100€ pro Tag liegt.

    Bei uns mit zwei Kindern haben jetzt mein Mann und ich jeweils 40 Tage für das Jahr 2021 zur Verfügung. Sind zusammen 80 Schultage. Damit könnten wir ca. Bis zu den Pfingstferien abdecken.

    Ich setze mich dazu. Bin im Alter vom Hasen.

    Mir ist beim Umziehen neulich das Buch 1000 Folgen in Wort und Bild in die Hände gefallen. Da wurde ich auch ganz nostalgisch.

    Deine Info, dass Du keine Lohnersatzleistung bekommst, wenn Du nicht als Begleitperson aufgenommen wirst, ist wohl leider richtig. Und Kind-Krank Tage wirst Du nicht bekommen, da diese explizit gedacht sind, "wenn die Betreuung und Versorgung nicht anders als durch den Elternteil sichergestellt werden kann" - und betreut und versorgt ist er ja im Krankenhaus.


    Ich denke, der einzige Weg um an Lohnersatzleistungen zu kommen, ist die Aufnahme von Dir als Begleitperson und eine Nachweis der Ärzte über die medizinischen Notwendigkeit dazu.

    Die medizinische Notwendigkeit kann begründet werden mit

    - dem Alter des Kindes (unter 6 sicher, teilweise je nach Kasse auch bis 8./9 Lebensjahr

    - einer Schwerbehinderung des Kindes

    - eine fortschreitenden sehr schweren Erkrankung

    - einem Miteinbezug der Eltern in das therapeutische Konzept (z.B. bei Diabetes einer notwendigen Schulung der Eltern)

    - oder massiven Trennungsängsten des Kindes


    Ich vermute mal dass bei Euch nur die beiden letzten Punkte In Betracht kommen - die Kassen zahlen, wenn der Arzt diese medizinische Notwendigkeit bescheinigt, wobei sich die Ärzte da gerne zieren, da ihnen sonst der MDK aufs Dach steigt. D.h. Du musst im Zweifelsfall einfach gut argumentieren können, warum die medizinische Notwendigkeit besteht. Ich persönlich finde ja, dass sie bei jedem Kind unter 12 besteht, leider sieht das der Gesetzgeber anders.....

    Kerstin_Pfalz Das Virus breitet sich überall da aus, wo (viele) Menschen zusammen kommen, das sind aktuell schwerpunktmäßig Schulen.

    Ja, überall wo viele Menschen zusammen kommen, breitet sich das Virus aus. Ich frage mich, woher Du die Gewissheit nimmst, dass es schwerpunktmäßig Schulen sind. Das weiss ja noch nicht mal das RKI, das in seinem heutigen Tagesbericht weiterhin schreibt:


    "Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen. So werden z.B. wieder vermehrt COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet. Zusätzlich kommt es in zahlreichen Landkreisen zu einer zunehmend diffusen Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in die Bevölkerung, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln"


    Ich würde mir wünschen, vielleicht etwas umsichtiger beim Herstellen kausaler Zusammenhänge zu sein. Aktuell sind für 75% der Fälle die Infektionsketten weiterhin unklar.

    PaulaGreen in BAWÜ ist es derzeit so, dass sich 10 Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Mehr Haushalte dürfen es sein, wenn gerade Linie verwandt ist (Großeltern, Kinder, Enkelkinder), aber trotzdem nicht mehr als 10 Personen. (erwachsene) Geschwister, Onkel, Tanten, Nichten, Neffen sind alles keine gerade Linie.

    Wir dürften uns bei meiner Mutter mit meiner Schwester und Partner und meinem Bruder treffen (wären dann 10 Personen aus vier Haushalten), bei uns würde die gleiche Konstellation nicht gehen, weil meine Geschwister keine gerade Linie sind (bei meiner Mutter wären wir alle Kinder und Enkelkinder). So hatte ich das gelesen, mein ich. Vielleicht hab ich das auch falsch verstanden.


    Aber zurück zu den zwei Tagen zusätzliche Ferien. Ich glaube nach wie vor nicht daran, dass man groß Weihnachten feiern lässt. Es kann sein, dass man für Verwandtschaft etwas lockert, vielleicht die Personenanzahl.... aber da glaub ich noch nicht dran. Und ehrlich, dann kann man das mit den zusätzlichen Tagen auch einfach lassen.

    Ich schrieb ja, dass es aktuell diese Ausnahme mit mehr als 10 Personen nicht gibt, im Frühjahr jedoch einer der ersten Punkte war, der ausschließlich für Verwandte gelockert wurden. Deshalb meine Befürchtung, dass die Schulen zwei Tage früher schließen werden, um genau DIESE Lockerung (Familienfeiern) möglich zu machen und Menschen ohne erweiterte Familie mal wieder weniger Kontaktmöglichkeiten zugesprochen werden.

    Patchwork galt insofern, dass ich mich bei geschiedenen Eltern mit meinem Vater+ meiner Stiefmutter (da ein Haushalt), meiner Mutter und meinem Stiefvater, etc gleichzeitig hätte treffen dürfen. Wenn mein Vater aber schon gestorben wäre, hätte meine Stiefmutter ohne meinen blutsverwandten Vater wohl nicht kommen dürfen. Absurd....

    Ich denke es wird mit dem verfassungsrechtlich verankerten besonderen Schutz der Familie begründet - mit dem auch eine völlig veraltete Bevorzugung verheirateter Paare gegenüber unverheirateten Paaren begründet wird- wobei das jetzt wirklich sehr off topic wird.

    Fiawin hier in BaWü gab es bis Juni oder so erhebliche Unterschiede zwischen Freunden und Verwandten. Aktuell gibt es diese nicht. Damals galt: Grundsätzlich max. 2 Haushalte UND nicht mehr als 10 Personen. Ausnahme waren jedoch Treffen mit Familie - da gab es bei gerader Linie und Geschwister samt der im Haushalt lebenden Personen weder eine Haushalts- noch eine Personenbeschränkung. Ich hätte mich also mit meinen Eltern, den Eltern meines Mannes, all unseren Geschwistern samt deren Kinder treffen können, aber mein Sohn nicht mit 2 Freunden aus 2 verschiedenen Familien gleichzeitig (weil 3 Haushalte) .


    Das war, wie Runa es perfekt ausdrückt, die Fixierung auf das klassische traditionelle Familienmodell.


    Die Gemeinsamkeit zum geplanten früheren Ferienbeginn ist, dass es sich (wieder) an den Bedürfnissen klassischer Familien, die sich an Weihnachten treffen wollen, orientiert. Ein Kind ohne Familie hat sozial sicherlich mehr von 2 weiteren Tagen Schule, mit Freunden und Film und sozialem Miteinander.


    Zumal ich davon ausgehen, dass bei einer möglichen Lockerung der Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten, erneut zwischen Bluts- und Wahlverwandschaft unterschieden wird.