Beiträge von PaulaGreen

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    Es muss doch keiner Daheimbleiben. Die Kleinstfamilie kann dann all das nutzen was leer ist, weil sich alle einigeln.


    In NRW gibt es und gab es im übrigen auch noch nie in der Privatwohnung Kontaktbeschränkungen.

    Da kann sich also treffen wer immer lustig ist. Ob das schlau ist, ist eine andere Sache. Aber das trifft ja auf alle zu.

    Hier in BaWü wird zwischen privaten und öffentlichen Raum nicht mehr unterschieden. Ih darf mich egal wo max. mit einem weiteren Haushalt treffen


    Und da alles zu sein wird, kann die Kleinstfamilie vermutlich garnichts nutzen. Und wie gesagt, ich gehe davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen nur für Verwandte gelockert werden.

    Naja, wo jetzt bei Weihnachten Blutsverwandte Familie einer Patchwork-, Wahl- oder sonst was- familie oder Freunden vorgezogen wird, weiss ich nicht.


    Im übrigen genießen die muslimischen Familien, die ich kenne die Weihnachtstage durchaus. Einfach als unkomplizierte Familienzeitschrift, oft mit Geschenken für die Kinder.


    Einsame Menschen zu Weihnachten ist immer eine Tragödie, was das aber mit Schulkindern zu tun, erschließt sich mor nicht. Einsame Menschen haben i.d.R. keine Schulkinder.

    Auch hier: eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind und keiner Verwandtschaft würde ich schon als tendenziell einsam bezeichnen.

    Ich habe doch den Eindruck, dass man versucht, immer mal irgendwem gerecht zu werden. Irgendjemand muss sich immer einschränken. Weil jemand anderes im Zentrum steht.


    Mir ist auch nicht klar, warum zwei Tage ohne Schule für Menschen ohne Familie mehr Einsamkeit sein soll?


    Ich glaub, ich hab den Beitrag nicht verstanden.#gruebel

    Weil sich alle daheim einigeln um ihre Verwandten zu treffen und eine Kleinstfamilie ohne Verwandten zwei Tage länger daheim sitzt und ihr die Decke auf den Kopf fällt. Und ich würde fast Wetten abschließen, dass die bisher bestehenden Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten ausschließlich für Verwandten in gerader Linie sowie Geschwister gelockert werden....

    Ich hab das eher so verstanden, dass man mehr den Fokus auf Kontaktreduzierung legen sollte, damit man eben dann an Weihnachten sicher ist,

    So verstehe ich das auch.


    Wobei ich das auch ziemlich christlich-zentristisch finde (sagt man das so?). In der Klasse, in der mein Mann ein autistisches Kind begleitet, ist eben dieses Kind eines von dreien ohne Migrationshintergrund und eines von vier christlich getauften Kindern. Für die Familien der anderen hat Weihnachten kaum eine Bedeutung (das ist jetzt nicht meine Interpretation, sondern die Lehrerin hat mit den Kindern darüber gesprochen). In manchen Kulturkreisen sind z.B. vielmehr Hochzeiten der Anlaß dafür, daß die erweiterte Familie zusammenkommt. Solche Hochzeiten waren in diesem Jahr zeitweise verboten, zumeist stark verpönt. Und jetzt geht man davon aus, es sei im Sinne "aller", im November fast dicht zu machen, damit im Dezember Weihnachten gefeiert (und vorher kräftig dafür geshoppt) werden kann, und man streicht die beiden letzten Schultage, um noch mehr Sicherheit zu erreichen (oder zu suggerieren).

    DAS! Möchte ich einfach dick unterstreichen - und ergänzen darum, dass es -wieder mal- eine sehr familienzentrierte Sichtweise ist. Für Menschen, die nämlich vielleicht keine Herkunftsfamillie haben oder keinen Kontakt haben, für die Weihnachten vielleicht ohnehin ein sehr einsames Fest ist und die sich fragen, wie sie die verdammten Feiertage rumbekommen, bis endlich wieder ihre Freunde Zeit für Freunde und nicht Eltern, Geschwister etc. haben, für die sind es zwei Tage länger Einsamkeit.


    Während der ganzen Corona Maßnahmen empfand ich es extrem diskriminierend, wie zwischen Bluts- und Wahlfamilie unterschieden wurde. So war es während des 1. Lockdowns die ganze Zeit erlaubt, sich mit einer unbegrenzten Zahl Verwandten in gerader Linie zu treffen und recht schnell nach dem Lockdown, als es generell hieß max. ein weiterer Haushalt waren Geschwister plus deren Familien in unbegrenzter Zahl in privatem Rahmen auch erlaubt. Es wäre einer 4-köpfigen Familie also erlaubt gewesen, sich mit Eltern (2 Pers.), Schwiegereltern (2P) und 4 Geschwisterfamilen mit jeweils 4 Personen, zusammen also 24 Personen zu treffen, wohin gegen 3 Familien ohne Herkunftsfamilie, die vielleicht nur aus jeweils 2 Personen bestanden, und die sich als "Wahlfamilie" definieren, sich nicht treffen durften.

    Juana rein schultechnisch war für uns das Wechselmodell mit wochenweise Wechsel ok. Ich vermute auch besser als tageweise. Bei uns fiel halt der HB-Zug weg - das war in Mathe sehr doof, denn es gibt ja Gründe warum man das macht - grundsätzlich jedoch verschmerzbar - ist halt Pandemie.

    Letztendlich war es in erster Linie emotional sehr belastend. Dem Großen war ohne den kleinen Bruder extrem langweilig und er ist mir quasi auf dem Schoß gehockt. Ihm haben die sozialen Faktoren der Schule sehr gefehlt und in den Wochen mit Unterricht war er viel ausgeglichener und zufriedener.

    Nochmal - ich hoffe wertschätzend- zum Thema Arbeitsschutz. Arbeitsschutz- und Gedundheitsschutz beinhaltet ja explizit auch die psychische Komponente. Und wenn man, wie hier vorgeschlagen, den Arbeitsschutz von LuL z.B. durch Wechselunterricht verbessern würde, würde es zwangsläufig eine deutliche psychische Gefährdung für zigtausende andere Arbeitnehmer nach sich ziehen. Es geht im Zweifelsfall nämlich garnicht, neben 8h täglichem Homeoffice auch noch mehrerer Kinder gleichzeitig nicht nur zu betreuen, sondern auch - und sei es nur organisatorisch - beim Aufgaben bearbeiten zu unterstützen. Und wenn da n noch ein Kind mit besonderem Bedarf dabei ist, oder der Elternteil eine Beeinträchtigung hat oder einfach nur allleinerziehend ist, dann ist der psychische Kollaps vorprogrammiert.


    Von den mannigfaltigen Gefährdungen für die Kinder, die, wenn die Eltern Präsenzpflicht haben, stundenlang dich selbst überlassen sind (siehe das Beispiel von Janos), rede ich garnicht erst.


    Und da möchte ich einfach auch mal sauer werden dürfen, wenn einerseits von Lehrern gerne Arbeitsschutz gefordert wird, dieser aber im Zweifelsfall mit der Gesundheit von berufstätigen Eltern und ihren Kindern bezahlt wird.


    Letztendlich muss es eine Interessensabwägung sein und die hängt sicherlich eng mit dem Alter der Kinder zusammen - eine Gruppe 17-jähriger ist für die Lehrkraft sicherlich infektologisch wesentlich riskanter als eine Gruppe 8-Jähriger und gleichzeitig sind die 17-jährigen wesentlich unabhängiger von Betreuung als die 8-jährigen.


    Von all dem abgesehen würde mich jedoch speziell von den LuL interessieren, wie sie selbst bei einem Wechselmodell die Betreuung der jüngeren Kinder sicherstellen würden? Vielleicht insbesondere Alleinerziehende oder mit präsenzpflichtigem Partner.

    Hier bei uns steigt schon auch der Druck von Eltern- und SuS-Seite, zum Wechselmodell überzugehen. Es sind ja nicht nur die Lehrkräfte, die sich mit der Situation unwohl fühlen. SuS und Eltern ebenso, meines Erachtens die Mehrheit. Ich finde das Wechselmodell einen guten Kompromiss zwischen "ganz zu" zwecks Gesundheitsschutz und "ganz offen" zwecks optimaler Betreuung. Mit Notbetreuung z.B. durch Studierende und ansonsten halbe Klassen im wöchentlichem Wechsel könnte ich ganz prima Unterricht machen. Es wäre auf meiner Seite mehr Arbeit, aber im Rahmen und auch für längere Zeit leistbar.


    Zur Einordnung: Ich spreche von einer weiterführenden Schule und speziell aktuell von meinen SuS, die in Klasse 8 und höher sind.

    Schau, ich spreche von SuS bis Klasse 7.

    Naja, in dem Moment in dem Schule geschlossen auf auf Hybrid umgestellt werden würden, um LuL zu schützen, würden die (psychischen) Gesundheitsgefährdungen für berufstätige Eltern größer werden.

    Das erschließt sich mir nicht.

    Rammelvolle Klassen und Superspreader-Lehrkräfte (die in vielen Lerngruppen unterwegs sind) führen unweigerlich dazu, dass irgendwann die Schulen tatsächlich wieder dicht sind. Und das verkleinert dann die psychischen Gesundheitsgefährdungen berufstätiger Eltern? (Übrigens können auch Lehrkräfte schulpflichtige Kinder haben).

    Naja, genau an dem Punkt scheiden sich ja die Geister... Für mich ist gerade im betreungsnotwendigen Bereich bis Klasse 7 nicht klar, inwieweit diese jüngeren Kinder ins Infektionsgeschehen involviert sind. Ich gehe momentan eher davon aus, dass sie es nicht sind.

    Es arbeiten aber nicht alle Eltern meiner Kids in Arztpraxen, Pflegeheimen, Fleischfabriken etc. pp., dennoch beschule ich gerade gigantische Mengen davon. DAS ist doch der springende Punkt.


    lg roma

    Es sind ja jetzt schon viele ins Homeoffice zurückgekehrt, vielleicht würden viele von denen auch gerne ihre Kinder fernbeschulen lassen, das würde vielleicht einiges entzerren. Es wäre zumindest interessant, wie viele das sind.

    Ich kann 90% meiner Arbeit im Homeoffice machen und mache das seit März. Mein Mann hat Präsenzpflicht. Von März bis August hatte ich genau 3 Wochen meine pflegeleichten und leistungsstarken Kinder nicht neben dem Homeoffice zu betreuen. Ich war im August psychisch komplett fertig. Und ich kenne zig Eltern in dieser Situation, denen es ähnlich geht und die kurz vorm Burn-Out stehen. Auch das ist Gesundheitsgefährdung.

    ainu

    Das Offenlassen von Schulen ist aber auch immer ein Risikofaktor für die entsprechenden Lehrkräfte.

    Ich lese hier kein Gefühl sondern eine Gefährdungsmeldung für alle LuL.


    Ich kenne keine Berufsgruppe, deren Arbeitskräfte so laut und vehement Coro-Arbeitsschutz fordern und die ihn in der ersten Jahreshälfte so gut von ihrem Dienstherrn gewährt bekommen haben. Ich kennen LuL die als Risikopatient bis August keine Schule betreten haben und dann ins Risikogebiete Kroatien in Urlaub gefahren sind.


    Ich werte als als massive psychische Gefährdung (wegen Überlastung) von allen Arbeitnehmenden im Homeoffice, wenn sie monatelang neben ihrer Arbeit auch ihre Kinder betreuen und im Distanzunterricht begleiten müssen. Und es macht mich wütend, wenn nach dieser gesundheitlichen Gefährdung niemand fragt. Sondern speziell der Arbeitsschutz einer einzigen Berufsgruppe immer wieder in den Fokus rückt.


    Für mich ist Schule genauso wichtig wie Pflegeheime -niemand würde Pflegefälle mal eben aus Personalschutzgründen den Angehörigen zur Distanzpflege geben. Aber bei der Beschulung wird genau das gefordert.

    ainu

    Das Offenlassen von Schulen ist aber auch immer ein Risikofaktor für die entsprechenden Lehrkräfte.

    Das ist das, was mir tatsächlich mittlerweile Bauchweh macht. Ich sehe, wie es läuft...die Hygienevorgaben KÖNNEN nicht eingehalten werden, weil der Rahmen einfach scheiße ist.

    Egal, wie mans macht, es ist blöd. Ich finde keine Lösung.

    Luftfilteranlagen wären mal ein Anfang.

    Ich verstehe nicht, warum dieses Argument bei den Schulen immer und immer wieder angeführt Wird.

    Das Offenlassen von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, Jugendhilfeeinrichtungen, Gurkenfabriken, Fleischfabriken, Autofabiken, Polizei, Feuerwehr, etc. Ist genauso ein Risikofaktor für die dortigen Beschäftigten. Sollen die auch auf Distanz-xxx umstellen?