Beiträge von Nollaun

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    Ich verstehe, dass man Gründe sucht. Ich finde es extrem wichtig, dass diese gesucht werden und hoffe für mich irgendwie, dass es unsachgemässe Umbauten sind, da kann man was dagegen tun, das gibt mir für mich ein Gefühl von "ich kann kontrollieren, ob ich in so eine Situation komme, ich muss nur dubios umgebaute Locations meiden". Wenn man nun Terroristen oder was weiss ich als umgehbares Setting abbucht, oder dass es dumme Teenies waren und man nicht in die Situation kommt wenn man sich nur anders verhält, dann gibt auch das ein Gefühl von Sicherheit.

    Ich denke, die Sicherheitsstandards in der Schweiz sind wirklich sehr hoch. Und die Behörden sind nun an einer sehr sorgfältigen Aufarbeitung des Geschehens. Ich vermute sehr stark, dass es nicht ein einzelner Grund war, dass es zu so einer grossen Tragödie kam. Es sieht aus, wie eine Aneinanderreihung von Fehlentscheidungen und unglücklichem Zusammenspiel davon.

    Mich persönlich beruhigt das auf eine Art. Es ist wirklich schlimm, was passiert es. Aber es muss schon viel zusammenkommen, dass es sich in der Form wiederholen könnte.

    Schnuck Ja, er hat geschwankt, zwischen Empörung und Stolz. Ich nehme an, die Lehrperson hat es noch gut begleiten können...

    Sie wird schon ihren Weg finden, die Kinder motiviert zu halten, erste Klasse auch für sie..

    Rübe guckt sich das an "so einen scheiß Babykram mach ich nicht!! Dann will ich doch lieber wieder in den Kindergarten, wenn ich in der Schule nichts lerne!"

    Erste Klasse ist hart... Die Erwartungen und so!

    Hier:

    "Ich war so super schnell in Mathe. Zack, Zack fertig! Blatt abgegeben. Wir hatten noch meeeega viel Zeit dafür" empört: "Und dann musste ich noch ein Blatt machen, als einziger! Nur. weil. ich. so schnell. war!!! Und dann gibt die mir mehr!!! und auch noch s.c.h.w.i.e.r.i.g.e.r.!!!"

    Kurz danach, leicht versöhnt: "Aber das zweite Blatt war auch soooo Baby, Mama! Das hab ich dann auch noch zack, zack, fertig!" Reisst die Hände zum Jubeln nach oben. "Bevor der Wecker geklingelt hat!"

    Hier auch "normal". Wenn ich mich richtig erinnere in der ersten Zeit kürzere Zyklen und längere, stärkere Blutungen.

    Wenn es so bleibt (auch "normal"), würde ich das Eisen gut im Blick behalten. Eisenmangel durch starke, lange und/ oder häufigere Blutung ging bei mir schneller als ich schauen konnte.

    Frag doch, ob M mit euch tauscht #freu

    Das frage ich auch oft. Irgendwie wollen sie nie...

    Aber wir haben tatsächlich Zettel mit "Ämtli" ausgedruckt und haben sie für die ganze Familie hingelegt. Es hat dann schon Eindruck gemacht, dass ich schon den halben Stapel gemacht hatte, bevor sich an den Frühstückstisch gesetzt wird.

    "Mama, Du lässt uns ja gar nichts mehr übrig!"

    Doch, mein Kind, da kommt immer mehr dazu...

    Und zur Benennung: als Klein-Talpo im betreffenden Alter war, nannte man 0-4 eigentlich immer Krippe. Unterdessen hat sich - sicherlich auch durch die grosse Nutzergruppe der deutschstämmigen Zürcher.innen - hier sehr stark Kita durchgesetzt.

    Kindergarten bzw eigentlich "Chindsgi" ist aber so geblieben.

    Die GFZ, als ältester und einer der grössten Anbieter von Kinderbetreuung und die Stadt Zürich benutzen für ihre Einrichtungen die Begriffe Kinderhaus, Kita, Kindertagesstätte.

    Ich weiss - aber im allgemeinen Sprachgebrauch war "Krippe" doch der gebräuchlichere Begriff. Auch wenn auf Klein-Talpos Vertrag Kindertagesstätte stand, war er doch schlicht in der "Uni-Krippe".

    Spannend, Dank Dir!

    Ich kam ja aus Deutschland und kannte für so Kleine auch nur Krippe. :)

    Und zur Benennung: als Klein-Talpo im betreffenden Alter war, nannte man 0-4 eigentlich immer Krippe. Unterdessen hat sich - sicherlich auch durch die grosse Nutzergruppe der deutschstämmigen Zürcher.innen - hier sehr stark Kita durchgesetzt.

    Kindergarten bzw eigentlich "Chindsgi" ist aber so geblieben.

    Die GFZ, als ältester und einer der grössten Anbieter von Kinderbetreuung und die Stadt Zürich benutzen für ihre Einrichtungen die Begriffe Kinderhaus, Kita, Kindertagesstätte.

    OK, Du hast geschrieben, Deutschlandweit...

    Aber in Threads schreiben ja auch Leute ausserhalb Deutschlands mit, sorgt manchmal für Verwirrung. Falls es interessiert:

    Schweiz, Kanton Zürich

    Wer sich besser auskennt, gern korrigieren. Es unterscheidet sich teils auch von Gemeinde zu Gemeinde.

    - Kita/ Kindertagesstätte/ Krippe: Betreuung von 3 Monaten (selten 6 Wochen) bis 4 Jahre, Ganztagesbetreuung meistens möglich. In den meisten Kitas Mindestbetreuung von 2 Tagen pro Woche. ausgebildete Fachkräfte vorgeschrieben. Betreuung das ganze Jahr, bis auf wenige Wochen Betriebsferien. Meist private Träger, auch städtische Kitas kostenpflichtig. In manchen Gemeinden Subventionen nach Einkommen. Öffentlich reguliert und kontrolliert.

    - Spielgruppe: Betreuung von meist 3 Jahren (frühestens 1.5) bis 4 Jahre. Meist 1-2 Vormittage pro Woche. Manchmal bis 5 mal pro Woche halbtags. Meist keine ausgebildeten Fachkräfte, private Träger. Öffentlich reguliert.

    - Kindergarten, zwei Jahre: Teil der Schulpflicht, keine Wahlmöglichkeit der Einrichtung, Eintritt mit 4 Jahren, Stichtag 31. Juli, Eintritt zu Schuljahresbeginn im August. Im ersten Jahr Vormittags 8:15-11:55 Uhr, im zweiten Jahr zusätzlich zwei Nachmittage pro Woche von 13:45-15:20. 13 Wochen Schulferien ohne Betreuung. Betreuung durch studierte Lehrpersonen. Kostenfrei.

    - privater Kindergarten, Alter wie öffentlicher Kindergarten, Eintritt vereinzelt schon ab 3 Jahren, Betreuung mindestens 18 (?) Stunden pro Woche, Zeiten und Tage je nach Einrichtung unterschiedlich, bis Vollzeit möglich. Betreuung durch ausgebildete Fachpersonen. Teils in Kitas integriert oder angegliedert, Schulferienbetreuung manchmal abgedeckt. Kostenpflichtig. Öffentlich reguliert und kontrolliert.

    - schulische Betreuung/ Hort (selten Mittagstisch genannt): ergänzende Betreuung zu Kindergarten und Primarschule (1.-6. Klasse). Morgen-, Mittags-, und Nachmittagsbetreuung möglich. Ferienhort und schulfreie Tage. Betreuung durch ausgebildete Fachpersonen. Den einzelnen Schulen (mit Kindergärten) zugeordnet oder angegliedert. Manchmal in städtischen Kitas integriert. Kostenpflichtig, nach Einkommen gestaffelt in den meisten Gemeinden.

    - privater Hort: teils Gruppen in privaten Kitas integriert, teils freie Träger. Meist nur für Kindergartenalter oder bis maximal 2. Klasse. Betreuungszeiten je nach Einrichtung sehr unterschiedlich, von ergänzend Vollzeit (inklusive Ferien) bis einzelne Nachmittage. Ausgebildete Fachpersonen. Kostenpflichtig. Öffentlich reguliert.

    - Mittagstisch: (meist) private Träger, ergänzende Betreuung für Kinder mit Schulpflicht. Ab Kindergarten bis maximal 6. Klasse. Zeiten je nach Einrichtung von nur Mittagsbetreuung zwischen dem Unterricht bis zu vier Nachmittage pro Woche bis 18 Uhr. Teils ergänzende Ferienbetreuung möglich. Keine ausgebildeten Fachkräfte vorgeschrieben. Kostenpflichtig.

    - Tagesfamilien: einzelne Personen, die Kinderbetreuung anbieten. Teils über Agenturen. Alter von sechs Wochen. Betreuungszeiten individuell, meistens ganztags möglich, teils auch über Nacht und am Wochenende. Betreuung im Zu Hause der Betreuungsperson. Keine ausgebildeten Fachpersonen gefordert. Öffentliche reguliert. Kostenpflichtig, je nach Gemeinde Subventionen nach Einkommen.

    - Kinderbetreuung/ Drop-off/ weitere Namen: offene Kinderbetreuung, welche stunden- oder tageweise gebucht werden kann. Teils ab 1.5 Jahren bis vier Jahre. Unterschiedliche Konzepte und Zeiten. Keine ausgebildeten Fachpersonen gefordert.

    - Nanny/ Kinderfrau/ Babysitter. Individuelle private Betreuung, teils über Agenturen. Betreuungszeiten individuell, von wenigen Stunden bis Vollzeit, Nacht, Wochenende, Ferien. Keine ausgebildeten Fachkräften gefordert. Maximale Stunden über den Arbeitsschutz der betreuenden Person begrenzt. Betreuung meist in der Familie des Kindes. Nanny-sharing: zwei bis drei Familien stellen gemeinsam eine Betreuungsperson an. Kostenpflichtig.

    Insgesamt ist es viel Zeit die dafür verwendet wird und mir persönlich ist es lieber sie ist fürs Kind da.

    Das ist natürlich eine wichtige Abwägung. In unserer Kita haben die Erzieherinnen Bürozeiten zur Erledigung der Dokumentation, in denen sich nicht auf der Gruppe eingeteilt sind. Den Kindern geht also akut nichts verloren.

    Natürlich könnten sie die Bürozeiten auch zur Vorber

    Nun ja - sie könnten halt die Zeit auch für Vorbereitung oder in der Gruppe verbringen statt im Büro zu verschwinden für Dokumentation. Insgesamt scheint mir Dokumentation in etlichen Berufen in den letzten Jahrzehnten in einer völlig sinnfreien Form zugenommen zu haben.

    Es war bei mir zu früh abgeschickt... Wie gesagt, man muss es abwägen. Gute Dokumentation von Projekten z.B. ist ja gleichzeitig auch Vorbereitung. Da kann man selbst und alle anderen darauf zurückgreifen in der Zukunft.

    Zusätzlich auf der Gruppe hätte bei uns nicht wirklich Sinn gemacht. Die Kitas hier haben einen Schlüssel von einer Betreuungsperson auf drei bzw. vier Kinder. Die Kinder waren schon gut versorgt. Nur z.B. während Covid mit hohem Krankenstand hat man gemerkt, dass sie statt Doku oft auf die Gruppe müssen, um den Schlüssel einzuhalten.

    Insgesamt ist es viel Zeit die dafür verwendet wird und mir persönlich ist es lieber sie ist fürs Kind da.

    Das ist natürlich eine wichtige Abwägung. In unserer Kita haben die Erzieherinnen Bürozeiten zur Erledigung der Dokumentation, in denen sich nicht auf der Gruppe eingeteilt sind. Den Kindern geht also akut nichts verloren.

    Natürlich könnten sie die Bürozeiten auch zu anderen Vorbereitungsarbeiten nutzen. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass es sich einigermassen ausgegangen ist. Ich habe mitgenommen, dass es im Team immer wieder mal diskutiert wurde, und zum Teil der Aufwand angepasst.

    Zum Beispiel gab es vor dem Kindergarteneintritt ein wirklich fantastisches Vorschulprogramm über zwei Wochen, in denen die austretenden Kinder jeden Tag Ausflüge gemacht haben, z.B. Besuch aller neuen Kindergärten. Das wurde eine Weile lang noch sehr umfangreich dokumentiert, mit Bildergeschichte für jeden Tag. Da hat sich gezeigt, dass Planung des Programms, Dokumentation und Betreuung nur durch Arbeit bis in den späten Abend zu leisten war, und dementsprechend die Dokumentation reduziert.

    Leistungsbeschreibungen gibt es nicht in der Mappe. Beziehungsweise, wenn nur im Positiven, im Rahmen der Interessen des Kindes, z.B. in der Art:

    - Du interessierst dich gerade sehr für das Balancieren und Klettern. Du warst heute ganz stolz, auf das grosse Gerüst geklettert zu sein.

    - Wir singen zur Zeit sehr viel. Du machst immer begeistert mit, kannst schon alle Texte. Man sieht Deine Freude an Rhythmus und Reimen auch heute beim Essen, wo Du mit den anderen Kindern Immer neue Reimwörter gesucht hast.

    In den jährlichen Entwicklungsgesprächen wurde auch immer sehr wert schätzend über den Stand des Kindes gesprochen, und vor allem die Stärken hervor gehoben, auch wenn es immer einen Teil für "Ziele und Förderung" gab. Hier wurden auch wie als Eltern gefragt, was uns wichtig wäre.

    Wir haben es nur von der Kita. In Hort und Schule gab es das hier nicht, bzw. lediglich einen Ordner mit Bildern oder Arbeitsblätter des Kindes.

    Die Portfolios in der Kita standen immer im Gruppenraum zugänglich. Die Kinder haben regelmässig darin geblättert. Sie enthalten, Fotos, von den Kindern gemalte Bilder, Steckbriefe, Projektbeschreibungen über die ganze Gruppe (Fotos und Text). Und etwas einmal im Jahr ein "Lerngeschichte", in dem eine Erzieherin den ganzen Tag des Kindes als Ausschnitt des Alltags, aktueller Interessen, Spiele, Freunde, und natürlich auch Entwicklungsstand beschreibt.

    Diese wenigen Beschriebe sind ein grosses Highlight. Sowohl die Aufmerksamkeit, die das Kind den Tag über bekommen, als auch wert schätzende Beschreibung.

    Meine Kinder schauen auch nach Jahren immer wieder begeistert hinein.

    Kurze Bemerkungen enthält die Mappe eher nicht. Ich kann mir vorstellen, dass das auch spannend wäre.

    Mein Ex und ich verdienten beim ersten und zweiten Kind genau gleichviel. Aber da ich damals keinerlei Mutterschutz hatte (bis auf die 10 Tage Jahresurlaub) bin ich nach dem 2. Kind ausgestiegen aus dem Beruf. Teilzeit war damals keine Option. Voll Zeit oder gar nicht.

    Das finde ich übrigens eine interessante Frage, wie viel bezahlte Elternzeit zu höheren Erwerbsquote der Mütter führt.

    In der Schweiz gibt es derzeit 14 Wochen bezahlten Mutterschutz, den viele dann noch mit kumulierten Ferien oder Überstunden verlängern.

    Noch nicht vor langem gab es nur 6 Wochen. Ich meine, da sind wesentlich mehr Frauen ausgestiegen aus dem Beruf, besonders wie Du schreibst nach dem zweiten Kind.

    Gepaart natürlich mit der Möglichkeit auf Teilzeit. Ich empfinde das in der Schweiz als sehr komfortabel und ganz klar durch den Fachkräftemangel getragen. Nach dem ersten Kind wurde mir gesagt, unter 80% sei es ganz ganz schwierig. Mittlerweile sind die Arbeitgeber wesentlich mehr bereit auch in 50 oder 60% einzustellen.

    Meine Familie und Freunde in Italien sagen immer noch, dass Teilzeit absolut nicht geht, selbst in Berufen wie VerkäuferIn, KellnerIn, FrisuerIn etc., die hier als klassische Teilzeitberufe gelten.

    Damals verließ ich mich auf sein Wort, dass wir Geld für mich bei Seite legen, dass ich oft mühsam vom Haushalts Geld bei Seite legte, dass er sich bewusst war, dass ich mit dem Ausstieg eher nie wieder in meinem damaligen Beruf Fuß fassen wuerde.

    Das Problem sich in finanziellen Dingen auf das Wort des Partners zu verlassen ist sicher kein Einzelfall.

    Da ist es dann aber wieder mit der Ehe und dem Vertrag.

    In dem speziellen Fall ist es ein Problem einer Ehe ohne Ehevertrag. In der Zugewinngemeinschaft kann kein Partner "für sich" vom gemeinsamen Geld zurück legen. Wären sie nicht verheiratet gewesen, hätte Nachtkerze das Geld separat in ihre Altersvorsorge investieren können, auf die der Partner kein Zugriff hat, so wie in Talpas Beispiel oben beschrieben.

    Ja, er fand das fair. Schliesslich hatten sie das gemeinsam beschlossen, wollten beide Kinder und er hatte eine Karriere, die tatsächlich nicht in Teilzeit möglich war.

    Das ist ja schon zu hören. Das ist dann natürlich ein Vorteil, wenn man es aktiv gemeinsam beschliesst, und nicht qua Eheschliessung vorgegeben ist.

    Ich glaube nämlich auch, dass der Grund wer in Teilzeit geht oder in Elternzeit geht eher am Einkommen, als am Geschlecht liegt. Nur ist das Einkommen bei Frauen eben oft niedriger, völlig unabhängig, ob sie in einer Beziehung sind oder nicht. Und das ist vermutlich das eigentliche Problem.

    Auch wenn es sicher eine wichtige Überlegung ist, scheint es statistisch nicht zu stimmen. Ich müsste es raussuchen, bin aber ziemlich sicher gelesen zu haben, dass eben auch bei Eltern, bei den die Frau mehr verdient, die Frauen wesentlich mehr in Elternzeit gehen, als es bei Elternpaaren der Fall ist, bei denen der Mann mehr verdient.

    Mondschein einige. Aber in meiner Bubble ist es auch sehr unüblich, dass nur die Frau für die Kinderaufzucht reduziert. Würden mein Mann und ich uns morgen scheiden lassen, stünden wir gleich da.

    Echt? Das heißt in deiner Bubble verdienen beide Partner gleich viel oder die Person, die mehr verdient gleicht das für den anderen aus?

    Das kenne ich hier so garnicht. Da ist meistens eine Person, die mehr verdient.

    Doch, das kenne ich tatsächlich auch viel... Ich stehe mit einem Bein in Talpas Bubble. Da hat es viele Paare, in denen beide Eltern etwa gleich alt sind, ähnliches Ausbildingsniveau haben und ähnliche Verdienstmöglichkeiten in ihren Branchen, wenn sie nicht sogar den gleichen Job haben. Auf der Arbeit oder im Studium kennen gelernt...

    Da hier in der Schweiz meist tageweise reduziert wird, arbeiten beide je 4 Tage die Woche und die Kinder gehen drei Tage in die Betreuung. Manchmal wird auch abgewechselt, mal der für ein bis zwei Jahre nur drei Tage, dann der andere. Über unterschiedlichen Mental load wird teils trotzdem geklagt, aber doch weniger...

    Ja, Nollaun, das ist das Modell für hohe Einkommen. Wir haben daher das Modell "Einbussen für Beide" gewählt #rolleyes

    Ich vergass zu erwähnen: Die Erziehungszeit hat diese Frau auch für Weiterbildung genutzt - sprich der Mann hat in diesen Zeiten seine Kinder betreut.

    Hohe Einkommen haben dann natürlich auch finanzielle Einbussen, auch wenn sie leichter zu Verschmerzen sein mögen. In dem Fall liegen die dann allerdings ausschliesslich beim besser verdienenden Mann. Fand dieser das dann auch nach der Trennung noch fair?

    Alle Eheverträge sind mit dem Ziel geschlossen, vorhandenes Vermögen zu schützen."

    Eben. Es gibt ganz gruselige Eheverträge, die Frauen noch viel schlechter dastehen lassen.

    Ich kenne exakt EIN Paar, die das Einverdienermodell wählten, bei dem die Frau durch verschiedene Massnahmen aus dieser Kinderzeit genauso gut raus kam wie der Mann - vom Verdienst wurde zum Beispiel ihre Alterssicherung weitergeführt, wie zu Vollzeit-Zeiten.

    Es war dann leider auch nötig, das Paar ist unterdessen getrennt.

    Dank Dir! Ich kenne auch ein Paar...

    Die Alterssicherung während der Ehe ist ja nur das eine... Wenn man z.B. mit Anfang 40 geschieden wird, hat man ja noch etwa 20 Jahre vor sich, in denen man die Alterssicherung weiter ausbauen muss. Wenn frau 10 Jahre für die Kinder zu Hause war, gestaltet sich das eventuell schwierig, selbst wenn der Wiedereinstieg gelingt. Es fehlen ja 10 Jahre Gehaltssteigerungen.

    Und, das ist natürlich nur bei sehr gut verdienenden Paaren möglich. Bei Durchschnittsverdienern mit Kindern bleibt meist schlicht nicht genug Geld übrig, um beide Alterssicherungen voll zu bedienen.

    Okay, da fällt mir dann langsam auch nix mehr ein. Sollte es dann eine Zwangsberatung vor der Ehe geben, ob Frau sich auch ausreichend schlau gemacht hat?

    Es macht nicht den Vertrag böse, nur weil man ihn unterschreibt, ohne ihn durchzulesen.

    Das sehe ich allerdings auch so.

    Nun, dann wieder zu den gesellschaftlichen Erwartungen...

    Es gibt weite, weite Teile der Gesellschaft, in der schon die Erwähnung, dass man über einen Ehevertrag nachdenkt, zu Entsetzen führt. Dann müsse man ja erst gar nicht heiraten, wenn man schon über die Trennung nachdenke...

    Die Ehe wird meiner Meinung nach, gesellschaftlich, kulturell, als Höhepunkt der romantischen Beziehung gefeiert. Nicht als rational klar abgewogener Vertrag, mit für und wider, je nach individueller Situation.

    Und, das Familienrecht ist durchaus kompliziert, wie man auch an der Diskussion hier sieht. Es betrifft so viele Lebensbereiche, von denen man als junger Mensch vielleicht noch gar nicht genau weiss, welche Entscheidungen man später treffen wird.