Beiträge von Nollaun

    Nollaun

    Mir geht es eher um mich, aber kinderlose Menschen haben tagsüber ja auch eher wenig Zeit um auf Spielplätzen rumzuhängen. #freu

    Das stimmt. :-)


    Aber von den Ideen muss man dann ja nicht so fokussiert auf andere Kinder sein. Da würden dann ja auch andere Mütter gehen, die z.B. mit Baby zu Hause sind. Ich habe auch (arbeitende) Freunde zu ausgedehnten Mittagessen getroffen. Oder lange telefoniert, entweder mit Freundinnen, die aus dem einen oder anderen Grund zu Hause waren, oder halt nach deren Arbeit. Aber es ist nicht einfach, genügend Sozialkontakte aufrecht zu erhalten.

    Ich bin übrigens so selbstsüchtig meine Kinder bis zum zweiten Geburtstag nicht in die Fremdbereuung zu geben. Ich geniesse die Zeit mit Ihnen (und habe das Glück, das wir uns das finanziell leisten können). Mein Anderthalbjähriges hat gestern allerdings fast eine Stunde lang durchgeschrien, da er nicht mit dem Geschwister in der Kita bleiben durfte. Vielleicht muss ich das also nochmals überdenken, wegen der Bedürfnisse des Kindes.


    Bei unserem Sohn habe ich mich für 18 Monate entschieden (danach 6 Monate Oma/Opa, ab 2 Jahre KiGa).

    Nun ist es bei ihm auch so, dass er morgens immer schön im Spielraum verschwindet und dann protestiert wenn ich ihn mit heim nehme. Bei unserer Tochter wäre Betreuung in einer Gruppe vor 2,5 Jahre undenkbar gewesen.

    So sind sie verschieden, nicht?

    Wie gesagt, schön wäre es natürlich, wenn jede Familie für jedes Kind so entscheiden konnte, wie es passt.

    Bei uns ist ein früherer Kitastart natürlich utopisch. Die Wartelisten sind hier lang, für August hat er einen zugesagten Platz. Mal eben "früher" anfangen liegt nicht so einfach drin. Hätte ich halt schon vor mindestens einem Jahr wissen müssen, dass mein Kind jetzt gerne einen Platz hätte. Und das nur, weil er Geschwisterkind ist und Priorität hat. Ohne den Geschwisterbonus muss man es eben schon im dritten Schwangerschaftsmonat wissen, welche Betreungsbedürfnisse die Familie in den nächsten drei Jahren hat.

    mia2018


    Rückendeckung ist immer gut. Ihr seid auf jeden Fall keine Aliens mit "späten" Kitastart.


    Für Berlin weiss ich es leider nicht. Folgendes haben mir noch Freunde aus (West-)Deutschland als gute Anlaufstellen erzählt: (Langzeit) Stillgruppen La Leche League oder AFS; "alternative" Spielgruppen wie Walldorf, Montessori, Pikler, Wald...; Treffs und Familienzentren;" Alternative Kurse" wie Babysigning, Windelfrei, artgerecht etc.; Facebook Gruppen zu den Themen.


    Wahrscheinlich hast Du schon alles durch...


    Und als Tipp hatte ich auch mal gelesen, sich mit Tagesmüttern anzufreunden und die dann auf dem Spielplatz zu treffen.


    Vermisst Dein Kind Spielkontakte? Reicht ihm eventuell der Nachmittag? Oder geht es mehr um Dich und Deine Sozialkontakte?

    Und ich muss sagen, ich fands nicht schön das fertige Kind nachmittags abzuholen, alle waren fertig vom Tag und die schönen Momente haben die anderen mit dem Kind gehabt. Wir gingen heim und dann ging das Abendessen usw. Pflichtprogramm los mit bißchen spielen zwischendrin. Da fand ich meine Tage an denen wir tolle Ausflüge gemacht haben und schön zeit miteinander verbracht haben einfach schöner.

    Das finde ich wirklich einen grossen Vorteil des Schweizer Systems: Eher wenige Tage, aber dafür ganze Tage. Das Kind geht drei Tage die Woche in die Betreuung und wir haben immer noch vier Tage für Ausflüge, gemütliches Gammeln etc.


    Ein Nachteil (für mein Kind) war, dass ihr am Anfang als Zweijährige die Tage zu lang waren. Ihr wären halbe Tage mehr gelegen gewesen. Ich denke, so für sie ersten sechs Monate, bis sie "richtig" eingewöhnt war.


    Ein wenig Flexibilität hätte ich mir also auch gewünscht, verstehe aber die derzeitigen finanziellen Zwänge der Kitas. Sie machen hier halbe Tage ungern bzw. die meisten Kitas bieten es erst gar nicht an, da dann meist der andere halbe Tag nicht ausgelastet wäre. Die Betreuerinnen wollen allerdings auch volle Tage arbeiten (und die anderen Tage frei haben) wegen der Betreuung ihrer Kinder oder Berufs begleitendem Studium etc.


    Eine Utopie wäre ja ein System, frei von finanziellen Zwängen, in denen alle Kinder zu einem tollen Schlüssel von gut ausgebildeten und engagierten Fachkräften (und dementsprechend bezahlten und Wert geschätzten) so viel betreut würden, wie die Familien es gerade brauchen und möchten.

    Dank Dir! Immer schön, Einblick in unterschiedliche Systeme und ihre Vor- und Nachteile zu bekommen!

    Interessant, dass Du mit so einem Einleitungssatz so ein pauschales Urteil fällst. Es gibt Eltern und Kinder, die haben eine gute Bindung und welche, die haben eine schlechtere. Ich glaube nicht, dass das statistisch mit der Betreuungszeit zusammen hängt oder gar damit begründet werden kann.


    Talpa hat ja schon die Väter als Beispiel, mit trotz Vollzeitarbeit oft guter Bindung genannt, wenn die sich bemühen.


    Der Tag hat 24 Stunden, zumindest meine Kinder brauchen davon unter drei auch 24 Stunden "Betreuung". Das sind in der Woche 168. Ich glaube nicht, dass es einen wesentlichen Einfluss auf die Bindung hat, ob das Kind nun von den 168 dreissig Stunden anderswo betreut wird.


    Ich bin übrigens so selbstsüchtig meine Kinder bis zum zweiten Geburtstag nicht in die Fremdbereuung zu geben. Ich geniesse die Zeit mit Ihnen (und habe das Glück, das wir uns das finanziell leisten können). Mein Anderthalbjähriges hat gestern allerdings fast eine Stunde lang durchgeschrien, da er nicht mit dem Geschwister in der Kita bleiben durfte. Vielleicht muss ich das also nochmals überdenken, wegen der Bedürfnisse des Kindes.

    Wie praktisch, beides wollte ich auch gerade schreiben. :-)


    Schweiz, Grossstadt Rand.


    Ich bekomme beide Welten mit: In der Innenstadt die meisten Kinder ab ca. 6 Monaten zwei oder drei Tage in Betreuung. "Draussen" sind die Kinder oft ohne Kita bis zum Kindergarten (=obligatorische Vorschule) ab dem Sommer nach dem 4. Geburtstag. Die meisten Kitafreien Kinder gehen davor ca. 2 Vor- oder Nachmittage in eine Spielgruppe (ohne Eltern).


    Angebote gibt es für Kitakinder trotzdem zu Hauf, da die Kinder ja meist 2-3 freie Tage haben.


    mia2018 Fragst Du aus generellem Interesse (und moralischer Unterstützung) oder suchst Du auch Tipps, wo die anderen Kitafreien zu finden sind?

    Spannend! Magst Du sagen, welches Land? Fängt Kiga bei Euch dann auch zum 3. Geburtstag an oder gibt es eine andere Regelung?

    Esther Ich habe jetzt noch die anderen Antworten gelesen: Es kommt natürlich auf den Kontext an. Bauherren bzw. Bauherrschaft ist ein klar definierter Begriff mit rechtlichen Konsequenzen und klaren Aufgaben. Als Architektin ist genau das mein Vertragspartner oder meine Vertragspartnerin. Mir ist egal, wer im Hintergrund da eventuell finanziert. Mein Ansprechpartner ist lediglich die Bauherrschaft und deren eingesetzte Vertreterinnen.


    Wenn es jetzt ein Stammtisch zum Austausch ist, bist Du natürlich freier. Ist es denn ein offener Stammtisch oder geht es um eine Austauschrunde eines bestimmten Projekts?


    Bei "Bauende" muss ich persönlich ja eher an BauerbeiterInnen denken als an die Bauherrschaft.

    Ganz anderes Thema, weiß jemand, wie der Begriff „Bauherren“ gendergerecht ausgedrückt werden könnte?


    Der Begriff InvestorInnen/Investierende ist ausdrücklich nicht gewünscht.

    Hier ist "die Bauherrschaft" üblich. Da steckt zwar auch "Herr" drin, ist für mich aber geschlechtsneutral. Wir verwenden das auch, wenn z.B. eine Firma die Bauherrschaft inne hat. Und ja, Investoren/ Finanzierende sind rechtlich nicht automatisch mit der Bauherrschaft gleichzusetzen.

    Ich fände es ja hochspannend wie sich solche Geschlechterklischees entwickeln würden, wenn alle Erwachsenen mit ähnlichen Ansichten einfach mal die Klappe hielten. Das müsste man zwei, drei Generationen durchziehen. Dann sähe die Welt vermutlich ganz anders aus.

    Das fände ich auch spannend. Leider eine Utopie...

    Ja, die sind wirklich beide blöde. Bei dem, was Karantez beschrieben hat, finde ich die ausgesprochene Abwertung des Kindes nochmal besonders schlimm.


    Übrigens noch ein Beispiel aus dem Alltag, von gestern: Die Kinder waren kurz in einer Betreuung, ich hatte eine Veranstaltung im Nebenraum. Eigentlich lief alles super, bis der Einjährige seine Lieblingspuppe (rosa Baby) aus dem Kinderwagen zum Kuscheln geholt hat. Ein anderes Kind wollte die auch haben und die Betreuerinnen haben die Puppe selbstverständlich dem Mädchen gegeben. Muss ja ihr sein! Nach Intervention der grossen Schwester hat er seine Puppe zurück bekommen, war aber schon ganz aufgelöst. Die Betreuerinnen haben mich dann dreimal gefragt, ob das "wirklich" seine Puppe sei.


    Edit: Jetzt seid ihr schon viel weiter...


    Schuhe kaufen haben wir auch immer wieder das gleiche: Schuhe, die dem vermuteten Geschlechtsklischee nicht entsprechen, werden erst gar nicht gezeigt. Schon mehrmals lassen Verkäuferinnen uns lieber ohne Schuhe gehen, als z.B. für das Mädchen die blauen Hausschuhe mit dem Fussball drauf zu zeigen.

    Karantez Das ist auch wirklich ein selten blöder Kommentar! Ich habe das Gefühl, diese Ketten laden wirklich dazu ein. Ich habe kaum erlebt, dass Kinder damit spielen, ohne dass blöde Kommentare aus der einen oder anderen Richtung kommen. Dabei spielen die Kinder einfach gern damit.

    Bei uns war es diese Woche umgekehrt. Mädchen hängt sich die Ketten um, stolz: "O, die wird mal eine richtige Dame. Ganz wie Mama!" Kurz darauf hängt ein Junge sich die Ketten um, selber sichtlich begeistert. Betretenes Schweigen und Schulterzucken...

    Für mich schwingt da eher mit, dass man selber nicht rassistisch sei, aber eventuell chinesische Geschäftspartner. Und dass man darauf Rücksicht nehmen möchte.


    Oder, dass das deusche Gleichbehandlungsgestz nicht greift, weil es sich um einen Vertrag in China handelt. Das wäre doch eine Nahe liegende Verteidungsstrategie gegen eine mögliche Klage.


    So oder so offensichtlich ein Versuch, sich irgendwie heraus zu winden. Eine vernünftige Erklärung wird es für den Kommentar ja nicht wirklich geben.


    Ich frage mich, ob sie ihn ein Praktikum anbieten, und ob er es dann annimmt. In einem Artikel stand, er hat schon einen Vorstellungsgespräch.

    In der Schweiz arbeiten in nur 6.5% der Haushalte mit dem jüngsten Kind zwischen 4 und 12 Jahren beide Eltern Teilzeit. 85% der Väter sind voll erwerbstätig. In 11.8% der Haushalte arbeiten beide Eltern Vollzeit. Dies ist wesentlich verbreiteter in der Romandie (französisch sprachiger Teil).


    Edit: Leider gibt die Quelle nicht her, in wie vielen Haushalten die Mütter Vollzeit arbeiten und der Partner gar nicht oder Teilzeit arbeitet.


    Auch sonst ein interessanter Bericht, also vor allem die verlinkte Quelle:

    https://blog.tagesanzeiger.ch/…-papa-kommt-meist-allein/


    Und immer wieder gut, sich vor Augen zu führen: Wir leben in eine Grossstadt, Akademiker Blase...

    Ich habe keine Erfahrungen mit Wellcome, möchte Dir aber Mut machen, es einfach auszuprobieren. Hier haben, nach anfänglichen Zögern, beide Grossmütter das Baby in der Trage umgeschnallt, als es nicht in den Kinderwagen wollte. Wohingegen gleich alte Freunde, es partout nicht verstehen konnten, dass wir das Angebot "Kinderwagen schieben" nicht annehmen konnten. Es liegt nicht unbedingt am Alter...