Beiträge von Eva

    Ach, und noch was über den Schwimmunterricht: "Dann habe ich Startsprünge geübt. Ich kann alle Bestandteile ganz her-vor-ra-gend! Die Haltung auf dem Startblock mit Armen nach vorne und Kopf nach unten, das Gleiten im Wasser, das Hochspringen, nur zusammen geht das nicht! Wenn ich dann springe, komme ich immer mit den Füßen zuerst auf" (man stelle sich jetzt vor, wie jemand mit nach vorne gereckten Armen, gesenktem Kopf und gebeugten Knieen auf einem Startblock mehr oder weniger senkrecht nach oben hüpft und in dieser Stellung im Wasser landet), "also habe ich vom Rand geübt, dann habe ich aber zu wenig Schwung (man stelle sich nun vor, wie jemand aus dieser Haltung wie ein Kartoffelsack nach vorne ins Wasser kippt) und mache einen Bauchklatscher. Ich sehe jetzt aus wie ein Pavian, der sich mit der Anbringung seines Hinterns vertan hat."

    Mein Sohn kämpft gerade im Schwimmunterricht mit Kraulen, Wende im Wasser und Startsprüngen. Bis jetzt kriegt er von allem einzelne Bestandteile hin, aber die dann auch noch zu kombinieren ... #rolleyes. Gestern war er noch ein bisschen geladen, als er heimkam und während des Unterrichts zwar redlich und fleißig bis hin zu verbissen geübt hat, aber trotzdem nur sehr übersichtliche Erfolge hatte. Dann hat er mir das erklärt mit den Bestandteilen: ""Herr X hat gesagt, ich kriege die Atmung nicht hin. Das stimmt gar nicht, ich kann super atmen. Ich kann nur nicht gleichzeitig im Wasser mit den Armen wedeln!"

    Ich bin auch eine Eule und für mich könnte man die Zeitumstellerei zugunsten der Normalzeit gern sofort abschaffen #pro. Ich weiß gar nicht mehr, wann die Sommerzeit genau eingeführt wurde, ich muss da so ca. im 4. Schuljahr gewesen sein. Erinnern kann ich mich allerdings, dass ich die Uhrumstellung schon als Kind unangenehm und sinnlos gefunden habe und es sich damals für mich schon angefühlt hat, als hätte man mir dauerhaft eine Stunde geklaut. Heute kann ich zwar sehen, dass einige Menschen da ganz anders ticken als ich und auch Vorteile haben, wenn sie z. B. abends länger die Helligkeit genießen können. Ich selber aber finde gerade lauschige Sommerabende bei Kerzenlicht, wo ich mich nicht um 21.00 Uhr immer noch halb tot schwitze, viel schöner und kann so auch besser zur Ruhe kommen, wenn ich dann doch mal ins Bett gehe. Das habe ich übrigens gerade erst wieder im Urlaub auf Malta für mich feststellen können: Da plumpst die Sonne um diese Jahreszeit so ca. 19.10 Uhr ins Meer, man kann anschließend schön im Innenhof oder im Restaurant draußen sitzen und zu Abend essen, gegen 22.30 Uhr sind wir dann alle müde gewesen und konnten wunderbar schlafen (die Kinder etwas früher, so dass auch wir Erwachsenen noch genügend Gelegenheit hatten, auch mal anregende, gute Gespräche über Themen zu führen, die nichts für Kinderohren sind).

    Generell finde ich das Aufstehen um 6.00 Uhr morgens scheußlich früh, egal ob es dann schon hell ist oder nicht, aber wenn ich (bei dauerhafter Sommerzeit) im Winter um 9.30 im Büro sitze und es ist draußen immer noch duster, habe ich gleich wieder das Gefühl, ich habe nicht erst 2 Stunden Arbeit, sondern eigentlich schon wieder eine komplette Nachtschicht hinter mir.

    Mein Sohn hat (für seine Verhältnisse sogar ziemlich freiwillig und gewisenhaft) heute für seine Deutscharbeit geübt, Aktiv und Passiv und möglichst nicht mit Futur I durcheinander werfen. Wir haben also Beispiele erfunden. Ich also: "Wellensittiche, Salat, fressen." Kind: "Also, Aktiv: Die Wellensittiche fressen Salat. Passiv: Die Wellensittiche werden von dem Salat gefressen." Futur: Die Sittiche werden gefressen werden. Vom Salat. Also wirklich, Mama, so bescheuerte Sätze müssen wir in der Schule aber nicht bilden."
    Ähm, na ja, ich habe dann beschlossen,dass es für heute wohl reicht. #blink

    Ich glaube, ich muss demnächst mal wieder schauen, ob ich heutzutage nochmal den ein oder anderen Champignon ausserhalb des Supermarktes finden kann, das ist wirklich spannend. Das mit der gelben Verfärbung wusste ich auch noch nicht. Karbolgeruch würde ich wohl wahrnehmen, denke ich, ich habe eine relativ empfindliche Nase.


    Der Anisgeruch von Champignons hat bei mir nebenbei dazu geführt, dass ich in der Weihnachtszeit keine Anisplätzchen essen kann, gar nicht, weil ich Anis nicht mag, aber der Geruch ist in meinem Gehirn seit meiner Kinderzeit fest mit der Vorstellung von einem herzhaften Pilzgericht mit Ei, Kräutern, Speck etc. verdrahtet. Anis als Süssigkeit fühlt sich für mich seitdem total befremdlich an, wie die Kombination "Schokolade mit Senf" oder Bratwurst mit Schokosauce.

    Liebe Grüsse, Eva

    Huch, ich wusste überhaupt nicht, dass es au h giftige Champignons gibt, ohweia. Also die normalen Wiesenchampignons habe ich immer daran erkannt, dass die Lamellen je nach Grösse und Öffnungsstadium hellrosabraun bis kräftig braun sind und der Pilz auch je nach Alter deutlich anisartig gerochen hat. Sind giftige Champignons genauso, oder noch anders?

    Das mit den Eibenfrüchten finde ich echt interessant, das wusste ich gar nicht, dass die nicht komplett giftig sind. Wenn ich nochmal bei meiner Mutter bin, muss ich glatt mal eine probieren.

    Was mir noch einfällt, ist, dass ich mit meinen Eltern früher öfter im Wald Pilze sammeln war. Dabei kenne ich jetz tnicht sehr viele Pilze, aber Wiesenchampignons kann ich gut unterscheiden. (Die wuchsen mit Vorliebe genau in Kuhfladen, oder aber die Kühe haben die Fladen mit Vorliebe genau auf die Champignons fallen lassen.)

    Eibenfrüchte futtere ich immer alle heimlich auf, damit die niemanden verlocken können.

    Futterst du die wirklich auf (verwirrt bin :/) oder habe ich da was missverstanden? Sind die für Erwachsene nicht mehr giftig oder sogar lecker? Wir hatten eine große Eibe im Vorgarten. als ich ein Kind war, dass die Beeren davon giftig sind, wusste ich da auch schon, das war aber auch das Einzige, vor dem meine Mutter mich je explizit gewarnt hat.


    Ansonsten wusste ich auch, das Goldregen giftig ist, davon wuchs einiges auf einem verwilderten Grundstück bei uns neben unserem eigenen Garten. Ich habe da oft mit meiner Freundin immer gespielt, und die langen Goldregenstängel ließen sich immer gut zu Indianerspeeren umfunktionieren, wenn man oben die Blüte drangelassen hat und mit der Hand die Blätter runtergestreift hat. Wir wussten, dass Goldregen giftig ist und kamen uns deshalb einerseits sehr vernünftig und erwachsen vor, weil wir ihn deshalb nicht gegessen bzw. angelutscht haben und andererseits sehr verwegen, weil wir so mutig und umsichtig sogar mit gefährlichen Pflanzen hantierten #hammer. Wir haben unser Wissen, dass die Pflanzen giftig sind, aber vermutlich selbst nicht so hundertprozentig ernst genommen, weil meine Mutter einfach davon ausging, dass wir nichts einfach in den Mund stecken, selbst außer der Eibe und vielleicht noch Fliegenpilzen keine Ahnung hatte, was giftig war und sich ansonsten nie darum gekümmert hat, was wir auf dem verwilderten Grundstück so getrieben haben. Wir waren da so zwischen 7 - 10 Jahre alt.


    Einen großen uralten Holunder gab es dort auch, in den sind wir immer geklettert mit unseren Speeren und haben die dann von oben auf feindliche Eisenbahnbauer oder auch Büffel zum Essen geworfen (eindeutig Winnetou-geschädigt), da haben wir die Beeren sogar probiert, weil wir Holundergelee kannten, die waren uns aber so sauer und herb, dass wir nicht genug gegessen haben, um Bauchweh zu kriegen. Von Kontaktallergien und Hautreizungen wussten wir damals gar nichts, auch meine Mutter wäre auf die Idee nie gekommen. Trändende Herzen, Eiben, Buchsbaum und Oleander in Kübeln sind im übrigen bei meiner Oma im Garten immer vergnügt durcheinander rumgewachsen, meine Oma ist auch die Einzige, die mich über die Eibe hinaus überhaupt mal gewarnt hat, dass Pflanzen auch giftig sein können, wie z. B. die Blätter der Kartoffel- und Tomatenpflanzen, die rohen Stangenbohnen etc.

    Au ja, und das Zwergenbrot erst!

    Wenn Zwerge Marmorkuchen sagen, dann meinen sie Marmorkuchen. #super (Ist mir allerdings auch schonmal passiert)


    Und was die 6 m breite Schlange betrifft: Auf Hogwarts hatten sie so eine, die hatte auch genug Platz. Hat auch ziemlich lange gedauert, bis man sie gefunden hat, aber sie wurde dann getötet, weil zu gefährlich #nägel(Ähnlich wie die Schlange in Herne hat die auch irgendwo so eine Haut rumliegen lassen, meine ich mich zu erinnern)

    So, ich kann verkünden, die Besserung kommt langsam und zäh, aber immerhin ist das Fieber schonmal um 0,2 Grad runtergegangen, und das Kind hat heute Abend heldenhaft 1 1/2 Teller Möhren-Kartoffel-Gemüsebrühepampe sowie einen Teelöffel Reis gegessen und war schon 2 Stunden nicht mehr auf dem Klo #banane. Ausserdem habe ich ihn mit einem ganzen Glas Elektrolytlösung von erlesen widerlichem Geschmack gequält, aber ich bilde mir ein, das war hilfreich zum Aufmöbeln des Kreislaufs. Wir waren heute auch bei der Kinderärztin, weil das mit Schule wohl morgen noch nichts gibt (mal vom Durchfall abgesehen, der ja doch zumindest seltener geworden ist, hat er immer noch gelegentlich Bauchweh und wir wollen auch möglichst nicht gleich am ersten Tag die ganze bisher hoffentlich gut erholte Klasse verseuchen) und er für den ersten Tag nach den Ferien auch ein Attest braucht. Wenigstens hält es sich bei mir noch in Grenzen, der Brummschädel ist mit Aspirin einigermassen auszuhalten, nur ist mir ständig leicht übel und ich habe fürchterliche Blähungen, aber sowas von #schäm.

    Wenigstens ein Lichtblick war aber heute, dass meine Freundin mich besucht hat, nachdem ich das Gästeklo und Türklinken und mich selbst bzw. meine Hände etc. desinfiziert habe, und wir uns schnell nach draussen auf den hoffentlich weitgehend virenfreien Balkon setzen konnten. Das hat wirklich sehr gut getan.

    Schnief, jetzt habe ich aber echt den Kaffee auf. Mein Sohn bricht nicht mehr und Durchfall war heute auch nicht mehr, aber er fühlt sich, so sagt er, "matschig-modrig", sieht auch so aus und hat jetzt Fieber. Ausserdem habe ich mich anscheinend angesteckt, mir ist auch komisch und ich habe Mörderkopfschmerzen. Ganz grossartig. Werde ich mir also auch die Möhrchen reinpfeifen, sobald das wieder geht, und auf bessere Zeiten hoffen. Ich mag gerade nicht mehr.

    Gefrustete Grüsse, Eva

    Puh, guten Morgen (bzw. Mittag), ich glaube, wir haben es mittlerweile halbwegs geschafft. Bis heute sind alle Möhren und Nudeln drin geblieben, und der Durchfall ist viel seltener und weniger flüssig geworden. Nur ist er noch ziemlich schlapp, trinkt aber zum Glück jede Menge Kamillentee freiwillig. Vorhin hat er immerhin mal sein Etui durchgesehen, um zu schauen, was er für das neue Schuljahr neu braucht oder ersetzen sollte. Wenn er heute noch ein bisschen langsam und ruhig macht und halbwegs leichte Kost zu sich nimmt, sollte dann morgen die Welt wieder in Ordnung sein. Das mit den Gummibärchen merke ich mir fürs nächste Mal, das klingt gut! Bei uns hat, glaube ich, die Gemüsebrühe mit Nudeln und Möhren ein gutes Werk getan, das hat ihn anscheinend ganz gut wieder aufgemöbelt.

    Mir ist schon bewusst, dass wir insgesamt ganz gut davongekommen sind und das nicht allzu schlimm war mit der Magen-Darm-Grippe, aber diesmal war es ganz anders als sonst und ich bin einen so "klassischen" Verlauf gar nicht mehr gewöhnt. Sonst hat er immer ca. 30 mal im Abstand von ziemlich exakt 40 Minuten erbrochen, irgendwann hat dann ein Vomex-Zäpfchen gewirkt und nach ca. 18 - spätestens 24 Stunden war das Kind so gut wie neu. Das hatten wir öfters, und dabei hat sich nie jemand anders angesteckt. Auch absolut nicht schön, aber Durchfall hat er das letzte Mal vor knapp 10 Jahren gehabt. Auf jeden Fall danke Euch fürs Aufmuntern und mitdenken.


    Liebe Grüße, Eva

    Ach, danke, ihr seid echt lieb zu mir #blumeSpaziergang habe ich zwar nicht gemacht, weil es hier heute fürchterlich schwül war und ich, um in eine etwas schattigere, bewaldete Gegend zu kommen, erstmal ein Stück steil den Berg runter muss durch die pralle Sonne, und hinterher gemeinerweise auch wieder hoch (genau genommen muss man von hier aus immer erst den Berg runter, um egal wohin zu kommen, und hinterher auch leider wieder hoch). Dazu war ich heute zu faul. Ein bisschen unausgeschlafen war ich noch obendrein, da das Kind momentan etwas nachtaktiv ist. Ich habe aber statt Spaziergang ausgiebig, allein und in Ruhe die Blumen vor dem Haus bezupft und von Verblühtem befreit, das war durchaus erholsam.

    Die Nudeln mit Gemüsebrühe habe ich gemacht und noch zusätzlich etwas Möhre dazugetan. Da das Brechgefühl besser ist, hat er eine ganz ordentliche Portion davon gegessen, bis jetzt ist auch noch alles gut. Der Papa bringt ihn gerade ins Bett bzw. sitzt bei ihm und hofft, dass er möglichst bald einschlafen kann. (Naja, immerhin konnte er gerade schon wieder mal lachen und Interesse für Fussballergebnisse aufbringen, es scheint also aufwärts zu gehen.)

    Mimimi, ich muss mal ein bisschen rumjammern. Hier ist jetzt das letzte Ferien-WE, Mittwoch geht die Schule wieder los und das Kind hat set Freitag Abend eine wunderbare Magen-Darm-Seuche. Dementsprechend ist jetzt auch die Laune. Freitag Abend habe ich noch gedacht, dass er einfach viel zu wenig gegessen und getrunken und damit seinen Stoffwechsel nach längerer Zeit mal wieder zum Entgleisen gebracht hat. In der Nacht hat er dann aber zunächst nur einmal gebrochen, gestern Nachmittag noch einmal, aber er hatte permanent ein ganz ekligex Übelkeitsgefühl und hat viel Zeit damit verbracht, am Tablet zu daddeln und nebenbei vorsichtshalber trübselig in einen Eimer zu starren. Wenigstens ist aber Kamillentee mit Traubenzucker und ein bisschen Baguette (ca. 1 kleine Scheibe) dringeblieben. Heute Morgen ging es ihm erst gut, dann ist aber leider der Durchfall dazugekommen. Inzwischen ist anscheinend wenigstens das Kotzgefühl besser. Schlapp ist er aber ohne Ende, liegt jetzt auf dem Sofa und hört "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft". Fällt noch jemandem erwas ein, was wir ausser Kamillentee, Zwieback und heute Abend vielleicht eine Kartoffel noch machen könnten? Wahrscheinlich nix ausser abwarten, dass der blöde Durchfall aufhört und der Kreislauf wieder in Gang kommt, oder? Iberogast habe ich vorhin weggeschmissen, weil 2017 abgelaufen (seit er so 9 ist, hatten wir nur noch selten irgendwas mit dem Magen. Hätten wir auch jetzt nicht gebraucht). Kaufen kann ich leider jetzt auch nichts mehr, an Brot haben wir nur noch Vollkorn mit vielen ungemahlenen Körnern, das lieben wir sonst alle sehr, aber ist bei Durchfall eher kontraproduktiv. An der Tanke Toast kaufen könnte ich vielleicht, mache ich aber ungern, weil uns garantiert ab morgen der Rest eh nur vergammelt, weil wir das sonst nicht essen. Ich war schon ganz erleichtert, dass der Zwieback erst kurz abgelaufen, aber noch fest verschlossen war und somit noch geniessbar (Hüstel). Weiss jemand, wie lange normalerweise so ein blöder Durchfall dauert und diese Schlappheit?

    Bah, wenn es die Art von Kotzerei gewesen wäre, die wir schon kennen, hätten wir wenigstens heute bei meiner Freundin im Garten ein bisschen chillen und Kaffee trinken können, die Kinder hätten zumindest quatschen und was Ruhiges spielen können und auch die Männer hätten sich mal wieder gesehen und unterhalten können. Das ist nämlich nicht ansteckend. Aber den blöden Durchfall will ich jetzt niemandem anhängen. Also kriegen wir hier langsam Budenkoller (ehrlicherweise, vor allem ich, mein Mann schläft und das Kind hört Hörspiel, hat Bauchweh und üble Laune und bewegt sich nur, weil er ab und an zur Toilette muss.)

    Ehrlich gesagt, weiss ich gerade selber nicht, was ich konkret möchte, aber eine Runde rumjammern (zugegebenermassen auf hohem Niveau) hilft schon ein bisschen. Ich glaube, ich gehe jetzt mal die Blumen schnippeln.

    Vergehen eure Tage auch so langsam bei der Hitze?

    Ächz, die Zeit geht nicht rum. Gerade habe ich das Kind wieder abgeholt, und ich habe ihm ausnahmsweise erlaubt, novh eine weitere halbe Stunde am PC Trucksimulator zu spielen. Das Arbeitszimmer ist der heisseste Raum in der Wohnung. Wie man sich da auch noch freiwillig reinsetzen kann, ist mir ein Rätsel. Aber so kann ich mich ohne weitere Diskussion mal eine halbe Stunde aufs Bett mit Füssen hoch legen. Sogar unsere Sittiche machen jetzt erstaunlicherweise mal ein Schläfchen.

    Ich glaube, die Zeit geht auch nochmal langsamer rum, weil die Nacht heute noch nicht wirklich Aussicht auf Abkühlung bringt. (Wo ist der Schwitze-Smiley?)

    Äh, Fortsetzung: Ich habe dann per Telefon versucht, das weinende Kind wieder halbwegs aufzurichten, habe versprochen, ihn wieder reinzulassen, habe eine Kollegin aufgetrieben, der ich Bescheid sagen konnte, (die wusste nebenbei leider auch nicht, wo unser schicker Ventilator geblieben ist) und habe mich auf den Weg gemacht. Das Auto hat behauptet, sogar in der Tiefgarage seien es 28 Grad. Auf der Autubahn dann (11 Uhr, 38 Grad) hat die Klimaanlage beschlossen, jetzt keinen Bock mehr zu haben. Vor der Tür (bzw. gegenüber im Schatten traf ich dann ein wieder halbwegs gefasstes Kind an (die Nachbarin von gegenüber hatte ihn zwischenzeitlich grosszügig mit Eis beschenkt). Kind wieder reingelassen, zurück zur Arbeit gefahren, Klimaanlage noch immer nicht wesentlich leistungsbereiter. Im Büro selber haben wir diesmal erstmals die 30 Grad geknackt (Ventilator immer noch weg #warte). Ich habe dann noch die dringendsten Sachen gemacht, die nicht am Montag immer noch rumliegen sollten, währenddessen hat mir dann irgendein Viech das rechte Bein so zerstochen, dass es jetzt aussieht wie ein Streuselkuchen. Als ich dann wieder nach Hause gekommen bin (Tiefgarage: 30 Grad, Autobahn: 40,5 Grad, Klimaanlage: dröhnt, statt zu klimatisieren) , war das Kind fröhlich, hat riesige Berge Milchreis gekocht, vergessen, den Herd komplett auszuschalten und das Apfelmus in den Kühlschrank zu stellen und spielte im 35 Grad warmen Arbeitszimmer Eurotruck-Simulator am PC #hammer. Gleich hole ich ihn mit dröhnender Klimaanlage, geschwollenen Füssen und juckendem rechten Bein im ATZ wieder ab. Erwähnte ich schon, dass mir warm ist?

    Ächz, ich muss auch mal jammern. Ich habe heute morgen das Schlafzimmerfenster aufgerissen und festgestellt, dass es draussen um 8.00 Uhr schon wärmer ist als drinnen. Fenster also wieder zu, Jalousien runter, kurz darüber aufgeregt, dass das Küchendachfenster keine Aussenjalousie hat, wieder abgeregt, weil zu anstrengend. Dann habe ich das latent übellaunige Kind auf den Bauspielplatz und mich zur Arbeit befördert. Dort musste ich dann feststellen, dass irgendwer unseren Standventilator weggeschleppt hat. Bisher ist er nicht wieder aufgetaucht. Also hat mir ersatzweise der CPU-Lüfter von meinem Rechner an die Waden gepustet, bei 30 Grad im Büro ist selbst das geradezu kühl. Als ich so langsam feststelle, dass mein Gehirn sich nach und nach in gut durchgekochten Matschebrei verwandelt, weil ich auf alle Rechnungen unterschiedliche Daten schreibe, ruft das Kind mich heulend auf dem Handy an und braucht drei Anläufe, um mir überhaupt zu sagen, was eigentlich los ist. Währenddessen denke ich wunders, was passiert ist und kriege schon Panik (aber immerhin auch endlich sowas wie Blutdruck). Die Auflösung war dann zum Glück recht unspektakulär: Er hatte sich mit seinem Freund verabredet, dass der vormittags zu ihm auf den Bauspielplatz kommt, dass sie bleiben, so lange sie Lust haben und dann zu uns nach Hause gehen und sich was kochen und natürlich ohne mütterliche Aufsicht an die Playstation. (Auf dem Bauspielplatz essen können sie zwar auch, aber bei der Hitze halten sie so lange nicht durch.) Sein Freund hat ihn versetzt, weil zu heiss, er bewegt sich heute gar nicht. Darauf ist mein Sohn etwas trübselig nach Hause geschlurft, um dann bei mittlerweile 37 Grad vor dem Haus festzustellen, dass er seinen Schlüssel drinnen liegen lassen hat.

    Ein, wie ich finde, gutes Statement: https://taz.de/Arzt-ueber-Masern-Pflichtimpfung/!5607541/

    Ich finde den Artikel auch gut und vor allem angenehm sachlich angesichts der Diskussion über Masern und Impfung, die immer aufgeregter geworden ist und wo die Fakten mittlerweile anscheinend überhaupt keine Rolle mehr spielen, wenn es darum geht, eine politische Entscheidung auf Biegen und Brechen durchzudrücken. Und diese Tatsache, verbunden mit der massiven Grundrechtseinschränkung, die eine Pflichtimpfung (nicht nur gegen Masern, sondern gleich auch gegen Röteln und Mumps) mit sich bringt, macht mir persönlich mehr Angst, als es die Masernimpfung an sich tut. Angst macht mir auch der Umstand, dass ein solcher Eingriff in grundgesetzlich verbriefte Rechte anscheinend von vielen Menschen nicht nur hingenommen, sondern sogar befürwortet wird (ganz unabhängig davon, ob es dabei um Impfungen oder Anderes geht).

    Was die Fakten rund um die Masernimpfung angeht: weiß eigentlich jemand, wieso jetzt plötzlich die zweite Masernimpfung als unabdingbar notwendig dargestellt wird? Das ist auch so ein Ding, was mir halt wirklich Sorgen macht; zum Glück haben wir eine Kinderärztin, der wir vertrauen können und die ich auch solche Sachen fragen kann, ohne als bekloppte Impfgegnerin, die sowieso ein Loch im Kopf hat, angesehen und hingestellt zu werden. Nach meinem Informationsstand dient die 2. Masernimpfung dazu, etwaige "Impfversager", die keine Antikörper nach einer Impfung entwickeln, doch noch aufzufangen und so eine Immunität zu erreichen. Die allermeisten Menschen kämen also problemlos mit nur einer Impfung klar. Ich vermute jetzt mal, die zweite Impfung ist billiger und unaufwändiger, als eine Titerbestimmung durchzuführen, die zwar die Krankenkassen nicht bezahlen, aber die im Zweifel keinen Verdienst, sondern nur Arbeit einbringt und wieder die Gefahr mit sich bringt, dass die u. U. doch fällige zweite Impfung vergessen wird.

    (Nebenbei, ich halte Impfungen und auch die Masernimpfung für wichtig und sinnvoll, wir haben aber nicht alles und auch nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt geimpft und das Ganze mit unseren Kinderärzt*innen mit Blick aufs Kind so abgestimmt.)

    Hihi, da hast du eine Hybride der besonderen Art erwischt. Superresistent, aber irgendwas ist da bei der Züchtung falsch priorisiert worden

    Tja, da stehe ich dann mit meinem Basilikum, der ist dieses Jahr interessanterweise irgendwie scharf und bitter, also auch nicht ganz so lecker wie sonst. Dem war es vermutlich kurzfristig zu heiß und zu trocken, soviel kann ja kein normaler Mensch gießen. :( Dieses Jahr ist mir anscheinend kein Tomatensalat vergönnt, jedenfalls kein selbst gezogener.