Beiträge von Kuekenmama

    Ah spannend, ist das wirklich eine feste Vorgabe? Tatsächlich gab es kürzlich eine Veranstaltung für Frauen, die wohl auch sehr gut war.

    Ich muss zugeben, dass ich etwa skeptisch gegenüber der Frau bin. Wir hatten bis letztes Jahr eine tolle Gleichstellungsbeauftragte, die aber weggezogen ist. Dann wurde die Stelle intern ausgeschrieben und die jetzige ist wohl aus der Verwaltung, hat aber vorher gar nichts in dem Bereich gemacht.


    Wenn sie eine Männerveranstaltung machen muss, hätte ich mir tatsächlich eine andere Ausrichtung gewünscht, aber vermutlich meldet sich dann erst Recht niemand mehr an.


    Edit: Hat sich überschnitten, ich beziehe mich auf Xenias Antwort.

    Die Beschreibung der Veranstaltung lässt für mich leider nicht erkennen, dass es dabei wirklich um Förderung anderer Wege geht. Es klingt schon sehr karriereorientiert.


    Naja, ich geh dann mal was arbeiten...oder mach erstmal eine Potentialanalyse bei mir selbst ;)

    Einleitungstext: "Sehr geehrte Männer bei *mein Arbeitgeber*, als Gleichstellungsbeauftragte für Frauen und Männer möchte ich mit folgender Veranstaltung mal einen Beitrag für unsere Männer bei *Arbeitgeber* leisten."

    Dann folgt die Beschreibung der Veranstaltung :diablo:

    Zum Opferbegriff: ich habe gerade das Buch einer Holocaust Überlebenden gelesen, die an diesem Begriff auch hing. Sie sagte auch, dass sie zwar einerseits Opfer der Nationalsozialisten war und unter ihnen gelitten hat, dass sie sich selbst aber eben auch nicht als Opfer sehen möchte, weil es für sie auch etwas passives, erduldendes hatte.

    Für mich hat der Begriff einfach mehrere Ebenen.


    Und jetzt sagt mir mal, ob ich spinne: Ich hab heute im Mailpostfach bei der Arbeit eine Einladung der Gleichstellungsbeauftragten an alle Männer zur Veranstaltung: Berufscoaching für Männer. "Potentialanalyse", "Eine Vision für berufliche Ziele entwickeln", Lebens- und Karriereziele entwickeln.


    WTF?! Braucht es echt in unserem konservativen System (bin im öffentlichen Dienst, größtenteils männliche Führungskräfte) eine extra Förderveranstaltung für Männer? Organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten?! Bin echt versucht der eine böse E-Mail zu schreiben.

    Ich finde die Diskussion spannend, obwohl es hier altersbedingt noch kein Thema ist. Ich bin wie die meisten mit Taschengeld aufgewachsen und habe das so verinnerlicht, dass ich es gar nicht hinterfrage. Aber da es in anderen Ländern auch anders geht und die Leute dort auch lernen mit Geld umzugehen, ist wohl nur ein Weg.


    Aus der Erinnerung war die lehrreichste Erfahrung des Taschengelds zu sehen, wie unterschiedlich wir Geschwister es ausgegeben haben. Ich war immer sehr sparsam, hatte immer genug und meine Schwester hat einen ständigen Mängel erlebt, weil wir im Vergleich zu anderen Kindern auch nicht so viel bekamen.

    Zu weiter oben nochmal: Ich wäre mir nicht sicher, ob ich ein Arschloch vorher erkennen würde. Klar gibt es die Machos und Kerle, die sich für das Zentrum der Welt halten. Das finde ich nicht nur grundsätzlich abstoßend, sondern auch extrem unattraktiv, so dass ich da keine Befürchtung hätte, eine Beziehung einzugehen. Aber ich erlebe doch auch, wie sich aus Verletztheit und Kränkung am Ende einer Partnerschaft die Partner zu völlig anderen Menschen werden, die Dinge sagen und tun, von denen man nie gedacht hätte, dass sie möglich wären. Insofern glaube ich nicht, dass man da immer sicher gehen kann, nicht in diese Kämpfe verstrickt zu werden. Umso schlimmer eigentlich, dass die rechtliche Situation jetzt nochmal schwieriger wird.

    #ja Genau das. Und dass wir halt alle so tief drin stecken, dass es echt schwer ist sich davon zu lösen und viel Reflektion erfordert.

    Meine Schwiegermutter hat kürzlich begeistert das Puppenhaus aus dem Keller geholt als die Enkelin zu Besuch war. Meinem Kind wurde das nie angeboten, obwohl es sehr gerne mit allen möglichen Figuren spielt. Sie meint das nicht böse und hätte ich danach gefragt, hätten wir es bestimmt auch bekommen, aber die Assoziation war halt schon erstmal "die erste Enkelin - jetzt kann ich das Puppenhaus rausholen".

    Ich frage mich wie man denn korrekt geschlechtneutral erzieht?

    Meine Kinder bestimmen selber was sie anziehen wollen Oder mit wem oder was sie spielen. Ich hab da keinen grossen Einfluß drauf.

    Das ist doch schön. Aber da muss man doch nur mal hier in den Genderkacke Thread schauen, um die Gegenbeispiele zu finden. "Nein, Mädchen interessieren sich nicht für Fahrzeuge!" Und ganz ehrlich, wie viele Jungs kennst du die kommentarlos rosa Kleider angezogen bekommen? Ich kenne neben meinem Kind noch genau einen einzigen. Natürlich wollen sie da ab einem gewissen Alter nicht mehr, aber dass doch vor allem, weil sie es so gelernt haben.

    Ja, sowas wie intersex oder transgender ist mir sehr bewusst und auch ein Aspekt der mich allgemein an der Fixierung der Gesellschaft auf das Geschlecht stört. Aber da man da ja normalerweise nicht über einen US feststellen wird, werden die betroffenen Familien wohl einfach ihren Jungen/ihr Mädchen feiern und müssen sie sich früher oder später umstellen. Aber das ist sicher auch für Eltern, die bis nach der Geburt warten ein Thema, wenn es dazu kommt.

    Interessant. Das gesellschaftliche Klischee ist ja eher anders herum, dass man den Jungs mehr zutraut und sie auch mal machen lässt.


    Wir hatten in der Schwangerschaft einen neutralen Spitznamen und haben den eigentlichen Namen dann nach der Geburt festgelegt. Den Spitznamen haben wir dann als auch die ersten paar Wochen nah der Geburt noch benutzt. Hat echt ein bisschen gedauert bis das umgestellt war.


    Gestern hab ich beruflich übrigens mit einem/einer Kay zu tun gehabt und es war echt irritierend gar nicht einschätzen zu können, ob das jetzt Mann oder Frau ist. Da hab ich dann doch wieder gemerkt, wie stark man sich doch auf diese Info einstellt und irgendwie doch auch haben möchte.

    Ok, aber was heißt, dass denn "Jungsmama" oder "Mädchenmama"? Der Begriff ist ja so gebräuchlich, aber ich hab eigentlich nie verstanden, was das genau bedeutet? Fühlt es sich anders an Mutter von einem Jungen oder Mädchen zu sein?


    Spannend, was du von deiner Familie schreibst. Auf mütterlicher Seite ist das bei mir auch so. Meine Mutter hat eine Schwester, dann kamen meine beiden Schwestern und ich und mein Kind ist das erste Enkelkind auf dieser Familienseite. Aber ich hab das gar nicht so verknüpft, dass er dadurch jetzt was "besonderes" (ähh, schwieriger Begriff) ist.

    man kann sich auch einfach mal Gedanken über die gesellschaftliche Ebene machen und persönliche Befindlichkeiten aussen vor lassen.

    Aha.

    Man kann sich aber auch totgenderdiskutieren. Man kann alles zerreden und hinterfragen.

    Oder Menschen den Spaß lassen, ne fette Party zu feiern und dabei mit viel Spaß und tamtam herausfinden, was da im Bauch zappelt.

    Schade. Ich will hier niemanden die Party verbieten und was Violetta schreibt macht für mich auch Sinn (also, dass man damit den Druck aus dem Wochenbett nehmen kann). Aber unabhängig davon finde ich es schon auch eine spannende Frage, warum dem Geschlecht so eine Bedeutung zugeschrieben wird. Für mich ist das eher eine rückschrittliche Entwicklung, weil es mich an Zeiten erinnert als sehnsüchtig auf den Stammhalter (=Jungen) gewartet wurde. Heute ist es aber ja gar nicht Mal so, dass unbedingt ein Junge erwünscht ist, sondern eher Mädchen, zumindest in westlicher Kultur.

    Dass andere das Geschlecht vorher wissen wollen kann ich schon verstehen. Ist ja quasi die einzige Info über das Kind, die man vor Geburt bekommen kann.

    Aber ich befürchte auch, dass damit dann irgendwelche Erwartungen an das Geschlecht verknüpft werden. Und so eine spannende Luftballonaktion o.ä. verstärkt das doch eher.


    Babyshower heißt doch erstmal nur eine Party für Mutter und Kind vor der Geburt, oder? Das muss man doch gar nicht mit dem Geschlecht verbinden.

    ich hab nie verstanden, warum man das Geschlecht wissen muss #weissnicht es ist doch einfach völlig egal.

    Ja, geht mir auch so. Deshalb finde ich das so verrückt. Mir ist jetzt aber auch eingefallen, dass ich kürzlich ein Video von einer schiefgegangen "gender reveal Party" gesehen hab. Da sollte das Paar irgendwie einen riesigen Luftballon kaputt machen und hat das nicht hhingekriet und es endete in völligem Chaos :D

    Ich hatte jetzt an nen Umschlag mit Geschlecht gedacht und eine dritte Person (Freunde, Verwandte) bekommen den dann vom Paar und organisieren was.

    Genau so.

    Man braucht aber gar keine Freunde / Verwandten, man kann den Umschlag einfach dem Bäcker/ Ballonmacher, ect in die Hand drücken.

    8o Gibt's das echt? Die Leute lassen sich dann quasi durch ihren Bäcker das Geschlecht mitteilen?

    zum eigentlichen Thema, ich freu mich, dass getragene Kinder gar nix besonderes mehr sind. Sogar letzte Woche aufm fränkischen Dorffest, viele Tücher/Ergos etc.

    Und gefühlt nehmen die Begegnungen mit "Gruseltragen" ab.

    Das fällt mir auch extrem auf. 2014 war ich hier in der Stadt die einzige Tragemama und wurde entsprechend häufig angesprochen oder angestarrt. Inzwischen gehören tragende Mütter hier zum normalen Straßenbild dazu. Die meisten übrigens in Tragen aus Tuchstoff.

    Ja, hier ebenso. Wobei ich selbst 2016 noch ziemlich "exotisch" war mit meinem Tragetuch 8o

    Hier gibt's glaube ich immer noch am allermeisten die Manduca. Das zählt ja inzwischen schon als Klassiker. Ich find die im Vergleich zu meiner Emei irgendwie nicht so bequem und unpraktischer aber so grundsätzlich ist das ja schon eine gute Trage (die im örtlichen Babyladen glaube ich sogar auch verkauft wird) . Ich glaub bis hier das ganze Spektrum an Tragen ankommt, was inzwischen so auf dem Markt gibt, dauert es noch zehn Jahre ;)

    Da ich im direkten Umfeld Leute habe, die das auch machen: Nein, die haben sich nicht großartig informiert. Sie haben sich halt von irgendwo her eine Trage oder Tuch organisiert und los gehts. Und der Gedanke, "so sieht das Kind auch was" ist tatsächlich bei vielen gut gemeint. Bei unserer Nichte war es auch so, dass sie tatsächlich zufriedener war mit Blick nach vorne. Ich hab ihre Mutter dann schon vorsichtig darauf hingewiesen, dass das für Hüfte und Rücken nicht so toll ist, aber sie hat es trotzdem oft gemacht.


    Fremde Menschen würde ich nicht darauf ansprechen, das finde ich übergriffig.