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Was ich aus meiner Recherche gelernt habe: Stand der aktuellen Schreibforschung ist, dass das Erlernen einer Schreibschrift unnötig Zeit braucht und es über die Grundschrift funktioniert.
Die Empfehlung der Schreibforschung wird aktuell in (bayerischen) Schulen nicht umgesetzt.
Aber es gibt ein Modellprojekt in Bayern um zu prüfen, ob es für die Schüler leichter gemacht werden kann und sie besser schreiben lernen.
Wie wir früher schreiben gelernt haben gilt als veraltet.
Und in meiner Erfahrungswelt bin ich da sehr froh drum, weil das für mein Kind im alten System aller Wahrscheinlichkeit nach sehr furchtbar gewesen wäre - so wie es das für seinen Vater war, der motorisch ähnlich geprägt ist.
Jette leider keinen Link nur eine Quelle (aus dem verlinkten Buch oben):
Kultusministerkonferenz (KMK): Vereinbarung zur Arbeit in der Grundschule, Anhang: Konzept zur Vermittlung einer verbundenen Handschrift. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.03.2024. -- ich finde auf die Schnelle nur die Vereinbarung und leider nicht die Anhänge.
Ich halte das für möglich - aber nur unter der aus meiner Sicht in Deutschland fast unmöglich zu erfüllenden Bedingung, dass KiGa-Erzieherinnen und Lehrkräfte den Schreiblernprozess sehr eng beobachtend und eingreifend begleiten und immer wieder auf die richtigen Bewegungsabläufe achten und die Kinder korrigieren. Denn man kann dem fertigen Schriftprodukt nicht ansehen, WIE es geschrieben wurde und ob die Buchstaben in einer motorisch sinnvollen Spurführung entstanden sind. Das ist aus meiner Sicht der riesige Vorteil einer guten(!) Ausgangsschrift, dass es sinnvolle Spurführung quasi erzwingt, auch wenn perspektivisch ein Teil davon später durch Luftbewegungen ersetzt werden sollte.
Wenn ich Schreiben lernen: was wirklich zählt richtig verstanden habe, dann wäre das schon möglich, wenn man andere Schwerpunkte legen würde. Man würde viel Zeit gewinnen, wenn man keine Ausgangsschrift mehr lehrt sondern eine Grundschrift vernünftig lernt und das dann gut begleitet. In Bayern gibt es dazu jetzt das Modellprojekt FlowBY.
Aber ich finde es eine interessante Frage ob eine gute Ausgangsschrift (wenn es die gibt) oder Schreibschrift pragmatisch vielleicht besser funktioniert. Weil man muss ja erstmal lernen den Schrifterwerb anders zu begleiten. Und das ist am Anfang jede Menge umlernen und das braucht Zeit und Ressourcen die eh oft knapp sind.
Ich lese mich da gerade noch ein. Aber für mich nehme ich mit, dass man auch aus der Grundschrift eine flüssige Handschrift entwickeln kann und die vielen Ligaturen die in Deutschland verwendet werden nicht unbedingt hilfreich sind. Dass echt Schwungübungen auch in der Grundschule noch hilfreich sind (und die nicht mit Nachfahrübungen verwechselt werden sollten). Und man aus einer Handschrift an sich nicht erkennen ob sie flüssig ist oder nicht, sondern man das nur wirklich aus dem Schreibprozess erkennt.
Auch gelernt: das Primarium Projekt trägt Informationen zum Handschrifterwerb weltweit zusammen und wo man sich auch alle möglichen Schriften einzelner Länder anschauen kann. Finde ich total spannend.
Hier heißen die Vokale Piloten - ein Außerirdischer kommt mit seinem Ufo geflogen. Die Vokale sind die Piloten, der Rest vom Ufo sind die Konsonanten. Am Anfang war ich skeptisch, aber irgendwie funktioniert es sehr gut. Für mich ist es inzwischen intuitiv sogar am besten mit Vokalen verknüpft.
Die Vokale werden auch oft angemalt und so hervorgehoben. Silben werden auch viel geschwungen.
Mein Eindruck ist (also hier bei uns) ist der Druck rausgenommen aber es wird sehr solide gearbeitet damit die Kinder ein gutes Gefühl für die Sprache bekommen.
Und aus beruflicher Sicht ist es meiner Meinung nach nicht mehr möglich, das Orthografie-Defizit ab Klasse 7 noch auszugleichen. Das schaffe ich neben dem normalen Unterrichtsstoff nicht.
Beim 5. Klässler gibt es jetzt am Gymnasium ein extra Rechtschreib und Grammatiknachhilfetraining für viele Kinder, weil sie da nach der 4. Klasse nicht fit genug sind. Da muss das Gymnasium den fehlenden Lernstoff aus der Grundschule nacharbeiten. Das sind nicht nur einzelne Schüler, wo man das mit einer individuellen Schwäche begründen könnte.
Das widerspricht sich doch nicht unbedingt. Vielleicht wurde einiges einfach zu schnell gemacht und so die Grundlagen nicht richtig eingeübt? Langsamer/weniger kann auch mehr sein. Dabei ist es auch nicht unbedingt langsamer oder weniger, sondern einfach anders und funktioniert vielleicht trotzdem oder genau deswegen.
Ich hatte in diesem Jahr Diskussionen von Schüler- (und Elternseite) woher, das Kind denn wissen soll, dass man denn mit doppeltem n schreibt. Wann das denn in der Schule gelehrt wurde. Und dass ich das deshalb nicht als Fehler werten dürfe.
Das finde ich etwas absurd - also darüber ernsthaft zu diskutieren von Schülerseite. Doppelkonsonanten sind jetzt in der 1. Klasse bereits schon Thema.
Hier BY, geht hier genauso. Es wird alles strukturiert aufgebaut ist mein Eindruck.
Jede Woche ein neuer Buchstabe, aber das betrifft das schreiben und auch "wie hört sich der Buchstabe an und wie erkenne ich ihn". Andere Buchstaben kennt mein Kind inzwischen auch, auch wenn sie noch nicht "gelernt" wurden.
Sie lernen wie Sprache funktioniert, lernen wie sie sich gewisse Dinge selbst erarbeiten können.
Für mich fühlt es sich stimmig und gut an. Habe aber auch kein älteres Kind.
Ende der ersten Klasse oder Anfang der 2. kommt dann Schreibschrift.
Ich habe quasi nie Flöte zu Hause geübt und habe viele Jahre gespielt. Bin auch nicht sonderlich begabt gewesen. Es war in einer Gruppe mit anderen Kindern. An Weihnachten haben wir in der Kirche gespielt, dafür habe ich ein kleines bisschen geübt. Irgendwann habe ich auf Altblockflöte gewechselt, das fand ich cool. Wenn es für die Lehrerin okay ist und es in der Gruppe soweit mitkommt und es ihm Spass macht, warum nicht?
Ich suche Bücher fürs Kind (Leseanfänger:in) in Grundschrift und bin etwas frustriert. Sehr oft scheinen Bücher für Erstleser in nicht-Grundschrift zu sein - a und L sehen anders aus und verwirren/frustrieren das Kind sehr.
So viele Kinderbücher haben keine Leseprobe, in der Bibliothek auch so viel in nicht-Grundschrift und ich bin inzwischen auch zu frustriert mich da durchzuwühlen.
Bildermaus habe ich gefunden, aber das passt nicht fürs Kind mit den Bildern im Text.
Wenn das ständig wäre, dann würde ich mich daran stören.
Was würde ich tun? Bei der Erzieherin nachfragen und einordnen lassen. Gab es einen konkreten Anlass? Schauen alle Kinder? Wird es zum ruhig stellen verwendet?
Ist es von der Situation und vom Umfang nicht okay, dann sehen wie die Erzieherin reagiert. Dann ggf. Gruppenleitung ansprechen. Wenn das nicht hilft, mit der Leitung sprechen.
In unserer Krippe wurde mal eine Sportveranstaltung in voller Länge gezeigt. Das hatte die pädagogische Leitung entschieden. Die Elternschaft und der Vorstand fand es nicht so Lustig und hat eine klare Ansage gemacht.
Im Kindergarten hat ein Erzieher in kleiner Gruppe mit den Kindern ein Video angeschaut und besprochen. Das kam von einem der Kinder und der Erzieher griff das auf. Das wurde nicht dauernd gemacht, sondern war eine Ausnahme. Das fanden alle beteiligten stimmig.
Silbermöwe Das probieren wir das nächste mal auch.
Wir tasten uns ans Reinspringen bisher über Schnelltauchgänge an. Wir sind im Wasser, Kind umarmt mich, dann springe ich auf 3 ein bisschen hoch (wie hoch sagt vorher das Kind an) und wir tauchen dann gemeinsam kurz unter und wieder auf. So fühlt sich Kind soweit sicher und hat ein bisschen die Kontrolle, gibt aber auch viel Kontrolle ab. Man merkt aber, dass das ein großer Schritt ist.
Das schriebst Du im Juli- kann sich das wirklich so schnell geändert haben? Das wundert mich etwas- innerhalb von drei Monaten? :
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, ja, das kann so schnell gehen:
Mein Kind hat bis zum Wechsel der Schneidezähne geschnullert (dann hat Schnullern nicht mehr funktioniert). Die Fehlstellung war moderat - bis die Schneidezähne sich langsam gelockert haben. Da sah es dann richtig, richtig schlimm aus und ich hab mir schon echt Sorgen gemacht. Die bleibenden sind hübsch gerade nachgewachsen.
Hat der Zahnarzt was gesagt, ob sich der Zahnwechsel vielleicht schon ankündigt? Das kann man etwa 6 Monate vorher sehen weil sich da schon bei den Backenzähnen einiges verschiebt.
Bei uns hilft es, sanft von außen die Backe an der Stelle zu berühren, wo ich putzen möchte. Dann entspannt sich die Stelle fast von selbst.
Aaaaaaaaah, das könnte auch der Grund sein, warum die eine Seite besser geht als die andere. Ich glaube ich mache das auf der einen Seite unbewußt ein bisschen.
miramis Ja, darauf achten wir schon - und es ist fürs Kind auch schon eine Herausforderung. Der Mund ist aber weit genug zu und es sind wirklich die angespannten Backen die es schwierig machen.
Zähneputzen an sich klappt gut bzw Kind (6 Jahre) bemüht sich sehr zu kooperieren, aber ich komme so schlecht an die äußeren Seiten der hinteren Backenzähne.
Kind spannt so sehr seine Backen an, dass ich nicht mit der Zahnbürste durchkomme. Wir haben auf Anraten der Zahnärztin schon eine Sonicare Bürste. Auch mit Einbüschel hab ich es schon probiert. Aber so richtig ist kein Durchkommen. Die eine Seite geht halbwegs, die andere ist echt schwierig.
Ein fester Ort für den Schnuller außer Sichtweite ist gut! Oma ist leider ein Problem - aber auch andere Erwachsene, wenn sie mit Schnuller unterwegs ist. Peinlich ist es ihr nur vor den Kindergartenkindern, die sie kennt. Alle anderen sind ihr egal.
Beim Zwerg war das auch lange so. Ganz am Anfang war es mit Kindergarten Kindern okay. Irgendwann dann nicht mehr. Erwachsene waren ihm auch sehr lange egal, irgendwann kamen aber öfters Kommentare.
Wir haben dann für Draußen Strategien gesucht. Kind hat dann im wesentlichen nur noch im Auto, Fahrradanhänger oder zu Hause geschnullert.
Mit der Oma fahren wir gemeinsam in den Urlaub, da muss ich mir noch eine Strategie überlegen.
Inwiefern ist Oma ein Problem? Kommentiert sie das dann? Sowas habe ich (besonders bei Kommentaren fremder Menschen) immer als Anlass genommen um mit dem Kind über die eigenen Bedürfnisse zu sprechen und wieviel andere da mitzureden haben (nämlich in dem Fall gar nicht).
Der Zwerg hat irgendwann eigenständig bei Erwachsenenbesuch den er nicht kannte immer in unbeobachteten Momenten geschnullert oder sich dafür zurückgezogen. Da hat er ganz eigenständig Orte gefunden wo er den Schnuller deponierte (hinter Sofakissen und in der Spalte der Matratze). Dabei habe ich ihn unterstützt.
Ansonsten haben wir einfach öfters im Alltag geschaut, zu welchen Zeiten es vielleicht auch mal ohne Schnuller geht.
Damals hat es mich auch teilweise sehr gestresst.
Und ich habe festgestellt, dass bei seinen guten Freunden (vor denen war es ihm nicht peinlich) teilweise ein bisschen ein Schnullerneid da war.
Beim Zwerg hat das intensive Schnullern auch recht spät angefangen (davor dachte ich, dass wir ihn spätestens am Ende der Krippenzeit los sind weil Kind ihn bis dahin einzig Abends zum Einschlafen verwendet hat).
Als er mit Ende 5 seine Schneidezähne verloren hat, war das Schnullern von heute auf morgen unbefriedigend. Das war sehr frustrierend für ihn, aber er hat dann sehr schnell andere Strategien gefunden.
Aussprache ist gleichbleibend gut, die Schneidezähne sind gut rausgewachsen.