Beiträge von Honigbluete

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    Wir haben gestern Oma und Opa vom Flughafen abgeholt und zu sich nach Hause gebracht. Oma wollte noch einkaufen und Jakob und ich sind mitgefahren. Unterwegs sagt Oma, dass sie zwar noch Wurst auf dem Eis habe, für abends aber doch lieber frischen Aufschnitt holen will. Kurz danach fragt Jakob, warum sie denn eine Wurst auf ihrem Eis hat... :D

    wir haben unseren Großen dieses Jahr an einer Gesamtschule im Kölner Umland angemeldet. Dazu mussten wir einen Anmeldebogen der Gesamtschule ausfüllen und eine Bescheinigung der Grundschule abgeben. Diese Bescheinigung soll sicherstellen, dass man sein Kind an nur einer Schule anmeldet. Hätten wir den Platz nicht bekommen, hätten wir die Bescheinigung so zurück erhalten, wie wir sie abgegeben haben und hätten uns dann damit an einer Realschule oder einem Gymnasium anmelden können. Der Anmeldezeitraum der Gesamtschulen liegt immer vor denen der anderen Schulen.

    und direkt noch ein Beitrag von mir. Wir sind mal wieder am Badesee und zum ersten Mal, seit der Kleine ein Baby war, war es total entspannt, weil mein Mann und ich gemeinsam auf unserer Decke liegen könnten, während die Jungs sich komplett selbständig auf dem Gelände bewegt haben. Der Kleine hat einen Freund gefunden und stromerte mit ihm durch Wald und Wiese, wir hatten sie dabei immer ungefähr im Blick. Der Große ist viel geschwommen und nun spielen die beiden mit einem anderen Geschwisterpaar im Wasser (knietief und vom Rest des Sees abgetrennt, Kinderbecken), insgesamt seit bestimmt 4 Stunden ohne Streit....

    Ich hatte gestern meinen 3-Jährigen mit zur Arbeit genommen, da der Kindergarten geschlossen war. Und was soll ich sagen? Ich habe ihn über weite Strecken gar nicht bemerkt.... Selbst in einem recht intensiven Notfallgespräch inkl. weinenden Mädchen hat er sich ganz alleine und ruhig beschäftigt... Unglaublich!

    Unter 10 nicht alleine die Straße überqueren? Himmel hilf! Ich erzähle heute noch gerne von einer Begebenheit zu diesem Thema: wir haben einen kleinen Ausflug gemacht und ich habe 2 Schülerinnen der 5. Klasse mitgenommen. Vor dem Einsteigen wollte ich den Kindersitz meines damals 3 oder 4-Jährigen ausbauen, da fragten die Mädels ganz entsetzt, wie sie denn mitfahren sollten, wenn nur ein Kindersitz da ist... Ich hatte gedacht, dass Kinder in dem Alter (11) es total uncool finden würden, in einem Kindersitz zu fahren... Da sie beide aber die 1,50 schon erreicht hatten, habe ich einfach die kleinere von beiden in den Sitz gelassen. Vom Zielort aus durften sie - nach Absprache mit den Eltern- alleine zu Fuß nach Hause gehen. Sie waren schon losgegangen, eine kam kurze Zeit später wieder zurück. Ich war etwas verwundert und fragte, ob sie was vergessen hätte. Nein, aber sie bräuchte Hilfe beim Überqueren der Straße 8o 8I Ich hab sie also zur Straße begleitet und wie meinen Dreijährigen angeleitet, wie man schaut, ob man gehen kann. Sie fragte mich dann auch noch, ob es jetzt ginge, da musste ich echt darauf hinweisen, dass es gerade nicht gut wäre, weil da ein Auto kommt... #hammer Unglaublich, oder?

    Ich war bei zwei nicht-christlichen Taufen, einmal ein heidnisches Namensgebungsritual und einmal eine Patenfeier. Es wurde beide Male zuhause gefeiert, die Eltern und Paten haben en paar kluge und schöne Dinge gesagt und ansonsten war es ein nettes Beisammensein. Ich glaube, jeder hat etwas zu Essen mitgebracht. Meine Freundin hatte eine tlle Idee für ihre Tochter zum Namensgebungsritual: jeder hat ein Stoffstück bekommen, das er irgendwie verzieren sollte, sei es mit einem Bild, einer Stickerei, einem Spruch oder oder oder... Daraus hat sie dann eine Patchworkdecke genäht.

    was sagen sie denn dazu? In dem Alter müssten sie ja schon eigene Vorstellungen haben...
    Wir sind damals mit Kleinkind (2,5) umgezogen und zum einen hat er im Haus schon beim Renovieren "mitgeholfen", sein neues Zimmer haben wir als erstes fertig gemacht und schonmal mit Spielzeug bestückt. Am Umzugstag selbst haben wir ein Picknick in der Wohnküche gemacht (Tisch und Stühle waren schon weg), das war total cool. Er hat dann gesehen, wie die ersten Kartons in den Umzugswagen gepackt wurden, dann haben wir ihn in den Kindergarten gebracht. Beim Abholen hat er dann mitbekommen, wie die letzten Kartons am neuen Zuhause ausgeladen wurden. Die Möbel standen da schon wieder und das meiste Zeug war auch schon versäumt.

    Bei deinen Teenies würde ich wirklich besprechen, was sie möchten und zur Vorbereitung können sie vielleicht helfen, ihre Zimmer zu renovieren oder wenigstens Tapeten/Wandfarbe aussuchen. Evtl. auch mit dem einen oder anderen neuen Teil fürs Zimmer "locken". Packen am besten mit ihnen zusammen, kannst ja vorher einen Umzugskartons geben, wo sie alles rein tun können, was du nicht sehen sollst.

    Mittlerweile ist mir meine Lebenszeit meist zu schade, um mich aufzuregen, aber als wir noch in der Stadt wohnten, wurde unsere Einfahrt regelmäig zugeparkt. Ich habe dann in dem benachbarten Geschäft gefragt, wem das Auto gehört und freundlich darum gebeten, es wegzufahren. Einmal hat eine chice Lady dann dreist geantwortet, dass sie erst noch zuende einkauft 8o Da war ich dann nicht mehr so freundlich und als sie noch meckerte, dass es nicht genug Parkplätze gebe, habe ich ihr gesagt, dass es 100 m die Straße rauf kostenlose Parkplätze in Hülle und Fülle gebe und sie sich das Fitnessstudio schenken könne, wenn sie ordnungsgemäß parken würde :evil: #motz

    Aber dreist ist das schon, was die Dame in der Bäckerei sich geleistet hat. Ich lasse gerne mal Leute vor, wenn ich unseren Wocheneinkauf erledige, aber dann biete ich das freiwillig an. Wenn jemand so dreist daherkommt, sag ich auch schon mal nein...

    Der letzte Geburtstag (9.) wurde mit Übernachtungsparty begangen. Wir haben zuerst selbstgemachte Hamburger gemacht und gegessen, dann einen Film auf Leinwand geschaut und anschließend, als es dunkel genug war, eine Nachtwanderung gemacht. Um Mitternacht gab es dann Geburtstagstorte und Geschenke, danach dann ab in die Betten... Fanden alle cool und war nicht sonderlich anstrengend, da es aus Platzgründen recht übersichtlich war...

    Ganz so viele sind es bei uns nicht, aber wenn wir Familientreffen haben, sind da auch 9 Enkelkinder meiner Eltern (beide aber leider schon verstorben) unterwegs, allerings breiter gefächert. Bei meinem Mann gibt es bei 4 Urenkel, die noch ihre Urgroßmutter kennen gelernt haben, die leider dieses Jahr verstorben ist.
    Ich persönlich finde, dass 2 Kinder reichen, finde es bei anderen aber toll, wenn sie mehr Kinder haben.

    @Selbständigkeit das ist ja auch ein Prozess, der für jedes Kind, jede Familie und jede Umgebung individuell ist. Ich finde es wichtig (und sehr schwer teilweise), da ein gutes Mittelmaß zu finden, das allen Beteiigten zugute kommt. Das Bedürfnis des Kindes nach Autonomie, das Sicherheitsdenken eines Elternteils, die Angst des anderen Elternteils, die gefährliche Kreuzung, etc etc. Unser Großer wollte im ersten Schuljahr immer begleitet werden auf dem Schulweg. Er hätte das schon alleine gekonnt und gedurft, wollte es aber nicht. Also haben wir uns so organisiert, dass es ging. Dann plötzlich wollte er alleine gehen, durfte er auch. So hat sich das im Laufe der Jahre immer ergeben, sein Radius erweitert sich, irgendwann ging er mit einem Kumpel in die "Stadt" (Ortskern) und hat sich was am Büdchen gekauft, dann kam letztens sein erster Alleingang zu McDonalds mit einem Freund... Wir wachsen gemeinsam an dieser Entwicklung. Dass er jetzt für 2 Wochen im Ausland ist, ist die nächste Stufe. Ab diesem Schuljahr wird er dann auch mit dem Bus zur Schule fahren müssen, inklusive Umsteigen... Ich gehe davon aus, dass er sein Ticket dann spätestens im nächsten Jahr auch für Fahrten ausserhalb des Schulwegs nutzen wird und sich sein Radius dementsprechend nochmal deutlich vergrößert.

    Ich wollte sagen, dass die Spielgeräte im eigenen Garten dafür sorgen, dass die öffentlichen Spielplätze leerer werden. Praktisch ist es allerdings schon, wenn man einfach das Kind im Garten spielen lässt und nebenbei was im Haushalt machen kann statt auf dem Spielplatz zu sitzen... Also bei kleineren Kindern, die man noch begleitet. Und wenn die Kinder von klein auf keine öffentlichen Spielplätze kennen, sondern den eigenen im Garten haben, werden sie auch später eher seltener zum Spielplatz gehen und ohne Aufsicht der Eltern mit anderen Kindern spielen, ganz ohne Verabredung...

    @Regenpausen die gab es schon in meiner Schulzeit. Aber nicht bei Nieselregen, sondern nur, wenn es richtig geschüttet hat...

    @Garten klar ist es bequemer, den Spielplatz im Garten zu haben. Aber das ändert ja nichts aran, dass die öffentlichen Spielplätze immer leerer werden.

    @Wohnumfeld das darf man nicht verachten. Bis unser Großer 2,5 Jahre alt war, wohnten wr direkt an der Hauptverkehrsstraße, da hätte ich ihn nicht ohne weiteres alleine Laufen lassen können. Nun wohnen wir ein bisschen ausserhalb, da ging das schon eher. Für mich als Landei sind so Dinge wie Kinder im Grundschulalter alleine Straßenbahn fahren lassen exotisch, aber auch nur, weil es das bei uns nicht gibt. Dafür kennen andere es nicht, dass 8-Jährige alleine mit dem Fahrrad zu Terminen fahren...

    @Ganztagsbetreuung das macht sich hier definitiv bemerkbar. Vor 15/16 Uhr ist kaum jemand auf dem Spielplatz, eben weil die meisten Kinder bis dahin im Kindergarten/ Hort sind. Lustig war, dass letztes Jahr, als die Kindergärten hier 4 Wochen gestreikt haben, überall auch vormittags Kinder zu sehen waren. Meine Schwiegereltern fühlten sich an die Zeit erinnert, als mein Mann Kind war. Sie wohnen in einer Stichstraße einer reinen Wohnsiedlung und zum ersten Mal seit Jahren waren dort ganztägig Kinder unterwegs #cool

    @Angst ich spüre die auch immer wieder, versuche aber, realistisch zu bleiben. Mein Großer kam letztens eine gute Stunde zu spät von einem Termin... Ich hatte da schon das Telefon in der Hand, um die Polizei anzurufen, als er endlich kam. Tja, es war hitzefrei und in der OGS haben sie eine Wasserschlacht veranstaltet. Darüber haben sowohl er als auch die Betreuer vergessen, dass er einen Termin hat und er ist bis Ende der Betreuungszeit in der OGS geblieben... Öfter brauche ich sowas nicht, aber es gehört dazu... Jetzt gerade ist er ja im Ausland mit einer Jugendgruppe und natürlich mache ich mir Gedanken, ob es ihm gut geht, ob ihm nichts passiert etc. Aber meine Ängste sollen ihn nicht daran hindern, Spaß zu haben und seine Umgebung zu erkunden.

    Ohje, das ist echt blöd! Aber es hat eine klare Ursache, die ja jetzt beseitigt wird und dann ist es auch gut.

    Wir haben schon mehrere Wasserschäden gehabt, der schlimmste war in unserer ersten gemeinsamen Wohnung, da erschien immer mal wieder Schimmel, der sich nicht dauerhaft beseitigen ließ. Nachdem wir der Vermieterin deutlich gemacht haben, dass wir ausreichend und richtig lüften haben wir jemanden kommen lassen, der sich das mal angeschaut hat. Er stellte fest, dass irgendwo Wasser ausläuft, konnte aber keine Ursache finden. Man hätte alle Wände aufschlagen können, um das Leck zu suchen oder halt wrten, bis es richtig platzt. Das hat noch ewig gedauert, dann hatten wir Gewissheit, wo das Wasser her kam: Eine Zuleitung zum Haus war defekt, als das Rohr dann geplatzt ist, hatten wir eine Fontäne im Waschkeller... ds war richtig krass, da wir die Souterrainwohnung hatten... das Rohr wurde repariert, unsere Wohnung ungelogen 2 Monate mit Geräten getrocknet (in der Zeit war sie unbewohnbar)...

    Dann hatten wir mal Wasser im Keller, als der Konvektomatofen der Bäckerei im Haus kaputt war. Das letzte Mal hatten wir einen feuchten Fleck hinter einer Kommode im Wohnzimmer an der Wand zum Bad. Da hat sich dann rausgestellt, dass der Ablauf vom Waschbecken defekt war. Die Versicherung hat alles anstandslos bezahlt und war froh, dass unser Parkett nicht betroffen war. Es war zwar etwas nervig wegen Baustelle und dann diese Trocknungsgeräte, aber es ging alles recht zügig über die Bühne. Das ist dann der Vorteil von Eigenum, da hat man ja ein großes Interesse, die Arbeiten gut und zügig über die Bühne zu bringen und ist selbst Auftraggeber der Handwerker.

    Alles Gute Euch!

    Interessantes Thema...
    @Rattenkind wir entlasten uns schon auch gegenseitig, wenn nötig. Im Allgemeinen versuchen wir, die anfallenden Aufgaben gleichmäßig zu verteilen. Wenn es einem von uns nicht gut geht, sei es gesundheitlich oder wegen einer beruflichen Stressphase, übernimmt der andere eben mehr Aufgaben und entlastet so den Partner.

    Bei uns ist es so, dass wir ungefähr das gleiche verdienen, obwohl mein Mann über 40 Stunden pro Woche arbeitet und ich "nur" 32... Dazu kommt, dass mein Job ziemlich sicher ist, wohnortnah liegt und ich recht flexibel arbeiten kann. Das alles ist bei meinem Mann nicht gegeben, trotzdem macht er im Haushalt, was er kann und versorgt morgens die Jungs, weil ich viel früher weg muss. Wir für uns haben eine gute Aufteilung gefunden, aber ich kenne leider viele, bei denen das nicht so gut funktioniert und einer, wenn nicht sogar beide Partner unglücklich sind. Bei einer Freundin habe ich erlebt, wie schnell einem das gewählte Lebenskonzept um die Ohren fliegen kann... Sie hatten die klassische Variante gewählt, er verdient Geld, sie übernimmt Kinder und Haushalt. Hat gut funktioniert, bis die Scheidung anstand. Jetzt geht er weiter arbeiten, nimmt alle 2 Wochenenden und die Hälfte der Ferien die Kinder und sie muss den Alltag mit 2 Kindern alleine bewältigen und arbeiten gehen. Da die Kinderbetreuung vor Ort nicht so gut ausgebaut ist, geht nur ein bestimmter Bereich, der zum einen schlecht bezahlt und zum anderen nicht besonders erfüllend ist... Dumm gelaufen! Da ich meine Arbeit liebe, war ein Hausfrauendasein für mich nie denkbar, und wenn ich solche Geschichten höre, bin ich echt froh darum, mich zur Not auch alleine versorgen zu können. Beim Hauskauf haben wir auch über das was wäre wenn gesprochen und dabei wurde nochmal deutlich, dass ich keine Probleme hätte, wie bisher weiter zu arbeiten und die Kinder zu versorgen, mein Mann da allerdings total aufgeschmissen wäre. Entweder er gibt seinen Job auf oder er bezahlt für teures Geld eine Kinderbetreuung, Haushaltshilfe etc...

    Noch was harmloses hinterher, woran ich beim Titel denken musste:
    Mein kleiner mag rosa total gerne und hat rosa Gummistiefel, eine rosa Anna und Elsa-Brotbox, sucht sich bei den IKEA-Plastikbechern immer den rosafarbenen aus etc. Ab und zu sagt er mal, dass andere Kinder behaupten, dass er Mädchengummistiefel hat... Find ich total doof! Noch können wir ihn darin bestärken, dass es egal ist, welche Farbe eine Sache hat, ich bin gespannt, wie lange noch. Der Große findet die Auswahl seines kleinen Bruders übrigens auch komisch #augen

    Kommt drauf an... Ich koche nun nicht besonders gerne (und ich behaupte, auch nicht besonders gut...). Würde mir jetzt meine Schwiegermutter ein Kochbuch (womöglich noch nach dem Motto Kochen für Anfänger) schenken, wäre ich, je nach Verhältnis, pikiert... Schenkt mir aber meine Kollegin ein Kochbuch mit Quiche-Rezepten, weil ich ihr schon öfters davon erzählt habe, dass wir gerne Quiche essen, finde ich das sehr aufmerksam :)

    Ich fürchte auch, dass diese Überbehütung uns schon lange erreicht hat... Was musste ich mir anhören, als unser damals 4-Jähriger auch schon mal einige Zeit alleine auf dem Spielplatz gegenüber unserem Haus gespielt hat, während ich das Abendessen vorbereitet habe. Dass mein 9-Jähriger alleine mit dem Rad zu Terminen fährt, oder er mit Freunden die Umgebung unsicher macht, ohne dass ich weiß, wo genau er gerade ist.. Der Schulweg ist nur deshalb gefährlich, weil viele Eltern ihre Kinder am liebsten bis in die Klasse fahren würden. Die letzten Meter vor der Schule sind die gefährlichsten, da überall geparkt und zurückgesetzt wird.
    Im Kindergarten gibt es Ecken auf dem Gelände, die nicht immer einsehbar sind. Gut so, denke ich, Oh Gott, was da alles passieren kann, denken viele andere. Mein Kleiner hatte gerade letzte Woche eine Platzwunde, keiner wusste so genau, was passiert ist. Ende vom Lied: er und ein paar Freunde haben im uneinsehbaren Eck mit Steinen geworfen, ihn hat ein Stein am Kopf getroffen. Passiert, alles ok, so schnell wird keiner der Beteiligten mehr mit Steinen werfen... Das sind wichtige Erfahrungen, die Kinder machen sollen und müssen. Meist geht alles gut, manchmal eben nicht. Mein Großer ist jetzt mit einer Jugendgruppe im Ausland, kannte keinen bei der Anmeldung, war noch nie so lange weg von uns, hat sich aber tierisch darauf gefreut. Also durfte er mit, stößt bei vielen auf Erstaunen bis Unverständnis.

    Auf Spielplätzen sind lange Zeit auch nur wenige Kinder gewesen, oft war ich mit dem Großen die einzige, als er klein war. Jetzt ist eigentlich immer was los, allerdings sind wir die einzigen dort, die hingehen, obwohl wir einen Garten haben. Die meisten Gärten sind besser ausgestattet als die öffentlichen Spielplätze, also muss kaum ein Kind mehr auf den Spielplatz zum Schaukeln, rutschen etc. Nachmittags ist eh wenig freie Zeit, weil es ja gilt, die verschiedenen Hobbys zu haben. Kaum ein Tag frei als Kindergarten- oder Schulkind, Verabredungen gestalten sich schwierig, weil die Kinder keinen gemeinsamen freien Tag haben (und freitags, wenn kein Programm ist, zu erschöpft sind zum Spielen...Original so gehört im Grundschulalter!)

    GsD gibt es immer noch Ausnahmen, aber die Tendenz geht in die Richtung. Daher freue ich mich einfach sehr, hier zu wohnen und täglich eine Horde Kinder von 2 bis ca. 14 Jahren draussen spielen zu sehen #super