Beiträge von huehnchen69

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    Das, finde ich, erklärt einiges:


    "Bei einem faszinierenden Experiment in Schweden wurden Wähler gebeten, auf einem Fragebogen anzugeben, wie sie zu politisch umstrittenen Fragen stehen: mehr Steuern oder weniger, mehr Migranten oder weniger – solcherlei Fragen. Durch einen Trick wurde ihnen unmit­telbar nach dem Ausfüllen ein gefälschter Fragebogen zurückgegeben, der vielen ihrer ur­sprüng­lichen Antworten widersprach. Und? Die meisten Wähler haben die Widersprüche nicht ­bemerkt! Mehr noch: Sie haben sogar fließend die Positionen, die sie wenige Minuten zuvor noch abgelehnt hatten, erklärt und verteidigt."

    Gerade diesen Absatz fand ich beim verlinkten Artikel besonders wenig überzeugend. Für mich klang die daraus abgeleitete Erkenntnis so, als wäre unsere Meinung quasi ein Zufallsprodukt und könnte sich jederzeit beliebig ändern, ohne dass wir das merken.


    In meinen Augen ist das aber Kokolores, deshalb stimme ich Nachtkerze zu, dass ich über diese Studie gerne mehr wüsste.


    Denn in meinen Augen ist so etwas eher Ausdruck davon, dass wir oft verschiedene Aspekte abwägen und zu manchen Themen vielleicht zu wenig wissen, bei manchem vielleicht mal einen kurzen Gedankenblitz haben, der uns eher in eine Richtung neigt, und beim nächsten Nachdenken über die Frage vielleicht einen anderen Aspekt als dominant empfinden und in eine andere Richtung neigen, insbesondere vielleicht bei Themen, mit denen wir uns nicht so oft beschäftigen.


    Wenn ich an meine Erlebnisse mit dem Wahl-O-Maten denke, könnte man mit mir sicherlich genau so ein Ergebnis erzeugen. Aber nicht mit Fragen wie "sollte in Deutschland die Todesstrafe wieder eingeführt werden", "sollte die Zahl der in Deutschland aufgenommenen Asylbewerber stärker beschränkt werden", oder "sollte der Verkauf von Alkohol verboten werden".


    Wenn es aber (willkürlich aus dem 2022er NRW-Wahl-O-Maten rausgepickt) beispielsweise um eine Frage wie "Soll die Polizei mehr Befugnisse für die Verfolgung von Hasskriminalität im Internet bekommen?" geht, wäre meine Antwort nicht so eindeutig. Die schwankt zwischen "klar ist Hasskriminalität Scheiße und strafbar, mehr Möglichkeiten, die Täter*innen zu identifizieren, sind gut" und "die Polizei hat doch schon einige Befugnisse - was genau bedeuten "mehr Befugnisse" dann - die Berechtigung, sich willkürlich in irgendwelche Fremdrechner reinhacken zu dürfen? Nein, will ich nicht", und noch irgendwelchen Positionen dazwischen.


    Und bei sowas könnte es gut sein, dass ich letztlich bei einem Ergebnis rauskomme, und wenn mir jemand später sagt, ich hätte das andere angekreuzt, würde ich das ggf. für plausibel halten und die Begründung, die für mich dafür sprach, als Grund nennen, und nicht merken, dass ich eigentlich bei einem anderen Endergebnis angekommen war.


    Wenn mich aber jemand fragen würde, weshalb ich dafür bin, die Todesstrafe wieder einzuführen, wäre meine einzige Idee dazu, dass ich mich verklickt haben muss. Und nicht, wieso ich die Todesstrafe klasse finde.


    Dementsprechend halte ich die Schlussfolgerung, dass Meinungen quasi beliebig seien, nicht für zutreffend.

    "Mentale Gesundheit" ist eine falsche Übersetzung, DAS ist es, was mich stört. Mein Missempfinden ist rein sprachlicher Natur.

    Ich versuche zu verstehen, was du daran als falsch empfindest.


    Mir drängt sich der Eindruck auf, dass unterschiedliche Personen hier im Strang unterschiedliche Probleme mit dem Begriff an sich und/oder der (vermeintlichen?) Übersetzung haben.


    Was genau an der Übersetzung "mental health" zu "mentale Gesundheit" falsch sein soll, verstehe ich nicht. Der Begriff mental stammt ja anscheinend aus dem Lateinischen (->Wiktionary) und wurde (vermute ich ich mal) von dort aus sowohl ins Englische als auch ins Deutsche getragen. Mental (D) ist laut leo eine mögliche Übersetzung des Begriffs mental (EN).


    Was ist also daran falsch? Entspricht die Bedeutung, die dem Begriff "mental health" im Englischen konnotiert ist (wie manche hier im Thread anzudeuten scheinen - ich benutze den Begriff eigentlich nicht aktiv, weder im Deutschen noch im Englischen, vielleicht habe ich das deshalb nicht auf dem Schirm), nicht dem, was man im Deutschen damit verbindet, und du empfindest es deshalb als falsch?


    Ich würde echt gerne dahinterkommen.

    Da es aber noch nicht lange her ist, dass seelisch Kranke als Irre bezeichnet wurden oder als geistesgestört, verbunden mit einer sehr negativen Konnotation, finde ich es besser, den Begriff "mentale Gesundheit" bei seelischen Erkrankungen zu meiden.

    Lieben Dank dafür, dass du versuchst, es mir verständlich zu machen. Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich auf der richtigen Spur bin.


    Siehst du das Problem in einer begrifflichen Gleichsetzung (? oder Vermischung?) von Geist und Psyche, obwohl die Psyche umfassender ist?


    Und dass dementsprechend insbesondere eine eingeschränkte "mentale Gesundheit" suggerieren könnte, dass jemand im Denken beeinträchtigt sei, obwohl eigentlich das Fühlen betroffen ist?

    Ich bin ja in solchen Dingen auch gerne mal empfindlich.


    Haber bei "mentale Gesundheit" verstehe ich ehrlichgesagt das Problem nicht.


    Für mich ist "mental" auch im Deutschen ein normaler Begriff. Und zumindest der Duden sagt "den Bereich des Verstandes betreffend; geistig".


    Dass es im Englischen ein Teekesselchen ist und einerseits dieselbe Bedeutung wie im Deutschen hat, andererseits aber auch "durchgeknallt" bedeutet, sagt für mich gar nichts darüber aus, welchen Beigeschmack der Begriff im Deutschen bekommt. Wir haben ja sogar "rein deutsche" Teekesselchen, bei denen man nicht immer die Zweitbedeutung im Hinterkopf hat (auch wenn ich sogar noch Leute aus meiner Generation kenne, denen sich die Fußnägel aufrollen, wenn Kinder "geil" im Sinne von "toll" verwenden.

    Ich denke, es ist zumindest auch eine mentale Sache. Man muss sich tatsächlich treiben lassen können.

    *Auch* eine mentale Sache - das kann ich mir gut vorstellen. Bestimmt ist es möglich, aus einer "ohneinohnein, bestimmt gehe ich gleich unter"-Fokussierung heraus irgendwie die falschen Körperbereiche anzuspannen und dann erst recht unterzugehen.


    Aber bei meinem Freund und mir liegt der Unterschied (bzw. bei ihm das Sinken) ganz sicher nicht daran. Wir sind beide auch Gerätetaucher (bzw. -in), schnorcheln gern, er hat keine Berührungsängste vor Wasser in den Ohren, und geht trotzdem sogar beim Schnorcheln unter, wenn er sich einfach nur still aufs Wasser legt. Bei seinem Bruder ist es genauso, obwohl er schon praktisch immer ein sehr guter Schwimmer war.

    Ich rieche eine einzelne Fruchtfliege in unserer Küche. Und ich schmecke auch, wenn eine Rotwein oder sonstigem Getränk war.


    Ich habe mal in einem Fliegenlabor gearbeitet, seitdem ist das so.

    Ha, cool!


    Ich dachte, ob man die Fähigkeit dazu hat oder nicht, sei genetische Veranlagung. Aber vermutlich befähigt die Arbeit im Labor dich (zusätzlich) dazu, den Geruch/Geschmack auch einzuordnen, statt nur zu sagen: "Der Wein schmeckt aber komisch".

    Wobei ich da auch schon sehr überrascht wurde, weil Logik und gesunder Menschenverstand doch zum falschen Schluss kamen. Manchmal gilt da schon ein "ist aber trotzdem anders".

    Stimmt. Wenn mir meine SchwieMu erzählt hätte, dass man ein paar Nanogramm eines Fruchtfliegen-Sexuallockstoffs im Rotwein schmecken kann, hätte ich gesagt: "Meeeeensch, denk doch mal nach, wie soll das denn gehen?" #rolleyes .


    Äh, tja, hätte ich falsch gelegen... Also, ich selbst kann das nicht. Aber dass es Leute gibt, die das können, finde ich immer noch unfassbar.

    Beim zweiten Baby habe ich einen Rückbildungskurs gemacht und da waren echt viele Mütter, die schon ein Kleinkind zu Hause hatten. Trotzdem haben alle (außer ich) den Abend zur Babyernährung bei der Hebamme besucht, weil sich die Regeln geändert hatten. (Damals hatte die Firma mit dem großen N erfolgreich durchsetzen können, das die Beikostempfehlungen ein stückchen nach vorne gezogen werden, um bei sinkenden Babyzahlen immer noch genug absetzen zu können.)

    Ehrlich, ich fand das völlig absurd! Die haben ihre Kinder alle streng nach Plan gefüttert und weil sich der Plan zwei Jahre später geändert hatte, mussten die alle nochmal "umschulen", um ihre Kinder nach den aktuellen "Vorschriften" zu füttern.

    Heute ist es -glaube ich- wieder völlig anders. Ich finde es ziemlich gaga.


    Von der Zeit her hatten wir uns bei T wegen der Allergie-Sorge einigermaßen an die damalige Empfehlung halten wollen, bis er sich dann selber als erste Beikost Paella von meinem Teller gefischt hat.


    In meiner Erinnerung beruhte die Vorverlegung der Beikosteinführungsempfehlung damals auf dem Ergebnis der KiGGS-Studie. Aber vielleicht habe ich die Zusammenhänge damals auch einfach nicht überrissen.


    Aber ich verstehe immer mehr den Lieblingssatz der frischen Grosseltern und Uroma damals :"Früher haben wir das anders gemacht und die Kinder sind auch gross geworden." #freu

    Ich glaube, als T so klein war, gab es die Raben noch nicht. Aber bei Q fand ich es auch spannend und entspannend, hier über die verschiedenen Beikosteinführungs-Gepflogenheiten aus den unterschiedlichen Ländern zu lesen.


    Es gab Lebensmittel, die ich persönlich nach dem, was ich damals gelesen hatte, tatsächlich als nicht unbedenklich einsortiert habe. Honig mit der Gefahr für Botulismus beispielsweise (na gut, ich glaube, zusammen mit sowas wie ganzen Trauben, Nüssen usw. war das das einzige), so dass unsere Kinder im ersten Jahr keinen Honig bekamen. Aber ich glaube, auch das ist eigentlich in D so selten, dass es vielleicht sinnvoll gewesen wäre, wenn ich das unter Lebensrisiko einsortiert und mich entspannt hätte.


    Zum Thema unterschiedlicher UV Schutz bei unterschiedlicher Farbe: ich war Mal mit einer Freundin im Strandurlaub, und die hatte einen Badeanzug (sprich einheitliches Material) mit schwar weißem Blumenmuster. Am Abend hatte sie das Blumenmuster auf dem Körper 🤣 zum Glück nicht verbrannt, aber gebräunt.

    Dummerweise weiß ich nicht mehr, ob die Bräune unter den weißen oder schwarzen Blumen zustande kam.

    Das ist ja witzig :P . Ich würde auch auf schwarz als besser absorbierend tippen.

    ein dünnes weißes baumwollltshirt einen sehr geringen LSF.

    Hast du denn schon mal unter einem dünnen weißen Baumwoll-T-Shirt einen Sonnenbrand bekommen? Ich noch nicht, und mein Freund, der noch viel mehr dünne, weiße T-Shirts hat, auch noch nicht.


    Dementsprechend glaube ich zwar gerne den hohen LSF der UV-Schutz-T-Shirts, aber nicht, dass normale T-Shirts einen so geringen LSF haben.

    Die Autorin hatte genau die richtige Quelle zitiert - das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit mit dem Jahresbericht zu diesem Thema. Aber sie hat in ihrem Artikel ein genau gegensätzliches Fazit zu den dort präsentierten Ergebnissen eingebaut, also einfach die am stärksten belasteten Obstaren als "besonders sicher" bezeichnet (das waren exotische und empfindliche Südfrüchte wie Papaya, Maracuya, Sternfrüchte, Avocados) und die Obst- und Gemüsesorten, bei denen praktisch nie Rückstände gefunden wurden als "mit Vorsicht zu genießen" (heimischer Anbau, Möhren, Erdbeeren, Spargel).

    Auf meine Rückmeldung zu dem Artikel habe ich nie eine Antwort bekommen...

    Oh wow #blink


    Ich hoffe, es war der Autorin dann wenigstens heimlich peinlich.


    Manchmal ist es auch klar interessengeleitet, da mag ich nur auf diese obskure Studie zur Ökobilanz von Stoffwindeln aus den 90 er Jahren verweisen, die prakisch jede Person kannte, die mitbekommen hat, dass unsere Kinder in stoff gewickelt wurden. "Das ist doch total unökologisch mit dem ganzen Wasch-Aufwand, hab ich mal von einer Studie gehört." - Meine Antwort immer: Also benutzt du auc Wegwerf-Unterwäsche, weil das Waschen so aufwändig ist? Also wirklich, ich habe nie Stoffwindeln energieaufwändiger gewaschen als ganz normale Unterwäsche/Handtücher. Das ist für mich auch eine offensichtlich absurde Schlussfolgerung, die aber super weit verbreitet wurde.

    Ha! Die kannte ich tatsächlich auch, und interessanterweise haufenweise Leute, die niemals einen Gedanken daran verschwendet haben, selber Stoffwindeln zu benutzen, oder auch nur Kinder im richtigen Alter hatten.


    Ich habe dann immer langatmig argumentiert, was die Annahmen bei dem Vergleich waren, und dass die bei uns hinten und vorne nicht zutreffen. Auf deine so einleuchtende Antwort bin ich nicht gekommen #hammer


    Stimmt, das Babyessen...

    Mich macht das verrückt, deshalb wollte ich mal horchen, ob eine*r von euch eine Idee hat, wieso es das (so häufig) gibt.


    Aufhänger gestern und damit der Auslöser dafür, dass ich das heute aufschreibe, ist, dass mein Freund auf der Webseite des hier neu eröffneten Sportgeschäfts rumgesurft ist und über UV-Schutz-T-Shirts gestolpert ist, mit dem Fazit, dass wir sowas für den Urlaub ja vielleicht auch besorgen könnten. Woraufhin ich meinte, dass ich die ja vom Trockungsverhalten ganz angenehm finde, aber dass das mit dem überlegenen UV-Schutz im Vergleich zu T-Shirts, mit dem sie immer beworben werden, ja meiner Ansicht nach Kokolores ist.


    Also hat er gegoogelt, und es ist tatsächlich noch so wie vor 15 Jahren, als unsere Kinder für den Badeurlaub (wegen des schnellen Trocknens) solche T-Shirts hatten: Angeblich sollen normale Baumwoll-T-Shirts oder Leinenhemden je nach Farbe und Webart einen Lichtschutzfaktor von 10-15 haben. Das widerspricht komplett meinen Erfahrungen. Wenn ich mit Sonnencreme mit einem LSF von 10-15 ein paar Stunden in der Sonne rumlaufen würde, hätte ich einen Sonnenbrand vom Feinsten. Unter meinen Klamotten, egal ob T-Shirt, Kleid oder Bluse, hell oder dunkel, noch nie.


    Fallen solche Widersprüche den Autor*innen nicht auf? Dass man so etwas auf der Seite der Herstellerfirma findet, kann ich ja noch verstehen. Aber eine der Seiten, wo mein Freund das gefunden hat, war irgendein Prüfinstitut, ich glaube mit irgendwas "Bundes..." im Namen, habe aber selbst nicht nachgeschaut. Und selbst *wenn* in irgendeiner Labormessung tatsächlich rausgekommen wäre, dass unter diesen Bedingungen tatsächlich 10% der UV-Strahlung noch durch das T-Shirt kommen - versucht man dann nicht, diesem offensichtlichen Widerspruch auf den Grund zu gehen? Ich kapiere das nicht.


    Ähnlich mein Lieblingsbeispiel aus meiner Kindheit, das sich bis vor wenigen Jahren gehalten hat, dass Alkohol und Koffein entwässernd wirken und man unbedingt noch andere Getränke/Flüssigkeiten zu sich nehmen muss. Mein Onkel hat sein ganzes Leben lang nur schwarzen Kaffee, Bier und ganz sporadisch mal 'ne Cola getrunken. Ich kann doch nicht die einzige sein, die so ein Beispiel kennt, das einem ins Gesicht springt mit der Aussage: "Was für ein Quatsch!". Vor ein paar Jahren wurde das in den Ernährungswissenschaften (oder wer auch immer sich darum kümmert) dann doch noch erkannt.


    Oder etwas, das mein Freund wohl kürzlich auf gmx las (ich habe gerade gesucht, habe es aber nicht gefunden): Man solle Essen zum Energiesparen auf dem Herd oder im Backofen warmmachen, und nicht in der Mikrowelle. Hä? Weil es energietechnisch so supergünstig ist, auch noch den Herd, den Topf und/oder den Backofen mit warmzumachen, statt nur das Gargut?


    Schreiben die Autor*innen sowas nur wegen der Klicks (bei der Alkohol-/Kaffee-Empfehlung gab es das noch nicht..)? Oder was könnte sonst der Grund sein?


    Das mit dem Sonnenschutz und mit dem Erhitzen sind ja Allerweltserfahrungen - ich möchte gar nicht wissen, was mir in solchen Artikeln an Unfug untergejubelt wird, dem vielleicht etwas speziellere Erfahrungen direkt widersprechen würden.


    Ich wäre froh, wenn ihr Erhellendes beitragen könntet.

    Bei uns hängt alles von den beschränkten Busmöglichkeiten ab, Dorf halt… Eigentlich ist nur eine Schule sinnvoll erreichbar. 🙈

    Die eine Schule ist die Realschule, die ihr anpeilen würdet? Zumindest eine Mittelschule müsste doch auch noch erreichbar sein, oder? Zumindest dachte ich, dass die eigentliche Sprengelschule in Bayern immer die Mittelschule wäre.


    Die Gründe für einen Schulwechsel sind ja individuell und liegen bei euch anders als bei Q (der erste Wechsel wegen Mobbings, erst der zweite Wechsel dann wegen schlechter Leistung), so dass seine Erfahrungen wohl kaum auf deinen Sohn übertragbar sein dürften.


    Aber was bei uns wohl besser gewesen wäre, wenn wir das gemacht hätten: Vorher, sofern möglich, mit anderen Eltern/Schüler*innen reden, die die geplante Schule besuchen. Bei Qs erster Realschule pfeifen das hier im Einzugsgebiet wohl die Spatzen von den Dächern, dass es dort ein Mobbingproblem gibt. Wusste ich nichts von.


    Vielleicht wäre es beim ersten Wechsel dann schlau gewesen, der Erfahrung mit guten und teilweise tollen Lehrer*innen den Vorzug zu geben vor der Wahlpflichtfach-Richtung und ihn gleich in die Schule wechseln zu lassen, wo er jetzt ist. Aber das wird sich nicht mehr ergründen lassen.


    Jedenfalls hat auch Q (wie T vor ihm) einen ganz wundervollen Klassenlehrer, und ich bin mir sicher, dass der einen großen Anteil daran hat, dass Q jetzt ganz passable Noten hat.


    Ich bin mir sicher, dass die Erfahrungen an Mittelschulen in Bayern sowohl einzeln für sich betrachtet als auch jeweils im Vergleich mit den lokalen Realschulen und Gymnasien ganz unterschiedlich ausfallen und immer stark von den Lehrpersonen abhängen.


    Aber mein subjektiver Eindruck ist trotzdem - vielleicht aufgrund des ganzen "Übertritt"-Gedönses - dass die SuS hier an der Realschule und dem Gymnasium ihren Platz verdienen müssen und immer wieder beweisen müssen, dass sie dort richtig aufgehoben sind. Und dass es das stillschweigende Verständnis bei den Lehrpersonen gibt: "Wenn du hier an dieser Schulform richtig wärest, würdest du das, was ich in meinem Unterricht vermitteln will, auch verstehen". Dass man, selbst bei schlechten Noten nur in einem oder wenigen Fächern, schnell aufs Brot geschmiert bekommt, dass das vielleicht einfach nicht die richtige Schulform fürs Kind ist, und dass es vielleicht besser fürs Kind wäre, auf die Mittelschule zu wechseln.


    Demgegenüber habe ich bei der Mittelschule den Eindruck, dass dort das Bemühen da ist, wirklich alle SuS abzuholen. Ein "vielleicht solltest du mal über eine Förderschule nachdenken, vielleicht bist du hier falsch" kam dort nicht.


    Natürlich kenne ich eure Situation und deinen Sohn nicht gut, und ich weiß schon, dass es nicht möglich ist, in einer normalen Schulklasse jede*n Schüler*in in jedem Fach auf eine zumindest mittelmäßige Note hochzuziehen. Aber bei einem Schüler, der in der Grundschule mit Spaß Englisch gemacht hat und dann in der weiterführenden Schule in der 6. Klasse auf eine 6 abfällt, wohingegen die Nicht-Fremdsprachen gut klappen - da scheint das "Abholen" nicht passiert zu sein.


    Was ich mit dem vielen Gelaber sagen will: Vielleicht lohn auch eure lokale Mittelschule einen Blick. Wenn seine Leistungen weiterhin in den meisten Fächern so gut sind, kann er dort ja auch die Mittlere Reife machen, und vielleicht sind die LuL ja gut. Aber ich würde wohl (rückblickend auf meine Erfahrungen) die Schule nehmen, die menschlich gesehen ansprechender ist, und bei Bekannten dafür herumfragen.

    Meine Kinder sind nicht gegen Polio geimpft, weil ich nichts davon halte, Milliarden von Menschen jahrzehntelang durchgeimpft zu halten gegen eine Krankheit, die damals, als bei uns die Entscheidung anstand, nur noch in 4 Ländern vorkam.


    Mit ein Grund dafür, dass ich die Impfung abgelehnt habe, obwohl ich Impfungen im Prinzip schon sehr elegant finde, ist, dass ich nicht auf eine überzeugende Argumentation gestoßen bin, weshalb die vorbeugende Impfung für alle besser sein soll als Riegelungsimpfungen im Fall eines Ausbruchs, ggf. in Kombination mit Quarantäne.


    Im Umkehrschluss heißt das für mich aber, dass ich Riegelungsimpfungen prinzipiell unterstützen würde und meinen Kindern die Impfung nahelegen würde (T ist schon 19, aber auch Q würde ich die Entscheidung selbst überlassen).


    Deine geschilderte Situation scheint mir ein Sonderfall zu sein. Dazu hätte ich wohl Informationsbedarf, inwiefern eine weitere Impfung tatsächlich den Schutz verbessern würde. Wenn ich davon überzeugt wäre: ja.

    So eine Dauer-Nervosität hatte ich noch nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass mir, wie von den anderen auch schon vorgeschlagen, Pilzesuchen und Sport gut ablenken würden.


    Bei akuter Nervosität (Prüfungsangst) habe ich vor meiner letzten furchtbaren und sehr gefürchteten Prüfung Neurexan genommen, ein homöopathisches Komplexmittel. Das hat erfreulich gut geholfen.