Beiträge von huehnchen69

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    schaue gerade GNTM....da sind jetzt auch Männer dabei...und die Frauen rücken in die zweite Reihe...Redezeit und überhaupt 75% Männer...25 % Frauen

    Wie halt oft im Leben könnte ich mir vorstellen, dass die Männer in den nächsten Jahren ganz übernehmen

    Das ist etwas, wo ich sagen würde: Können sie gerne haben.

    Wie definieren wir den Erwerbstätigkeit


    Gilt die nur bei Vollzeit mit 40 Stunden?


    Nur Hausfrau mit Tätigkeit in geringer Qualifikation... klingt abwertend für die Frauen, die sich den Hintern aufgerödelt haben. Unzählige Frauen, die Betriebe (ihrer Männer) am Laufen hielten...die die Buchhaltung machten...für die Angestellten kochen, deren Wäsche machten, nebenbei den Haushalt, die eigenen Kinder ect...und als Dank ne Minirente und das Stigma der Hausfrau, die vom Gehalt/Einkommen des Mannes lebte.


    Das klingt für mich wie Genderkacke..passend zum Strang

    Und solange wir Frauen uns gegenseitig in Schubladen stecken, wird sich daran nix ändern

    Nach meinem Verständnis war das Thema gerade nicht, ob Frauen insgesamt so viel arbeiten wie Männer (meine Vermutung wäre: im Schnitt mehr), sondern woher es kommt, dass in den Köpfen Männer diejenigen sind, die die (bezahlten/wichtigen/Kompetenz erfordernden) Jobs machen.


    Diesem Bild wirken unbezahlte Jobs in der Firma des Mannes usw. ja nicht gerade entgegen.


    Und was daran Genderkacke ist, zu benennen, dass das früher so war, und teilweise noch so ist, verstehe ich nicht. Genderkacke wäre es für mich, wenn man sagen würde, dass Frauen das so wollen, weil sie genetisch darauf programmiert sind, sich lieber um Haushalt und Kinder zu kümmern, und den Job eh nur so nebenher machen wollen.

    aber mich hebelt tatsächlich immer dieses "haben wir keine echten Probleme?" aus

    Ich bin mal schier aus den Latschen gekippt, als ich mitten in der Corona-Hochphase mal eine Umfrage gelesen habe, welches Thema die Deutschen am meisten belastet/nervt (ich weiß die genaue Formulierung nicht mehr, aber es war etwas, wo man z. B. auch durchaus Klima, Gesundheitswesen, usw. hätte benennen können), und die Spitzenposition vom Gendern eingenommen wurde.


    Für mich hatte das damals eigentlich nur geringes Konfliktpotenzial. Diejenigen, die gendern wollen, machen das, und die anderen lassen es, und irgendwann sterben diejenigen, die es nicht machen aus - so dachte ich mir das damals. Abgesehen von dem einen Audi-Mitarbeiter, der vor Gericht ging, weil er von seiner Arbeitgeberin nicht genötigt werden wollte, in seinen beruflichen Mails zu gendern, kann ich mich auch gar nicht dran erinnern, dass Regulierungsmaßnahmen gedroht hätten und überhaupt nicht kapiert, warum anscheinend viele das Thema so belastend fanden.


    Beim Drübernachdenken komme ich allerdings zu dem Schluss: Vermutlich haben die Männer doch irgendwie ein Gespür dafür, dass es letztlich darum geht, das Patriarchat aus den Köpfen zu verbannen.


    Und ja, das ist in meinen Augen ein echtes Problem.

    Ich habe das selbst lange Zeit gemacht. Für mich (aufgewachsen in der DDR) waren Frauen in allen möglichen Berufen aber sehr viel selbstverständlicher als das in der BRD der Fall war. Und mich würde mal interessieren, ob man bei wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema wie generisches Maskulin verstanden wird, einen Unterschied merken würde zwischen Ländern, wo Frauen selbsverständlich auch in allen möglichen Berufen arbeiten und nahezu genausoviel arbeiten wie Männder und Ländern wie der BRD, wo dies ganz lange nicht der Fall war und auch heute noch Frauen viel häufiger relativ wenig und oft auch mit niedrigerer Qualifikation arbeiten. Ich glaube, das hat sehr viel mit Sozialisation zu tun, wie man das generische Maskulin wahrnimmt.

    Mich würde das auch sehr interessieren, wie das damals war. Aber zumindest beim Googeln habe ich spontan dazu nichts gefunden. Keine Ahnung, wo man heutzutage solche Untersuchungen machen könnte. In manchen skandinavischen Ländern vielleicht?


    Ich finde es jedenfalls faszinierend und erschreckend, wie diese Bilder in den Kopf kommen, und habe aus meiner persönlichen Erfahrung heraus den Eindruck, dass dem gar nicht so sehr das persönliche Erleben mit einzelnen Berufsbildern zugrunde liegt (mit Ausnahme derjenigen Care-/Unterstützer-Berufe, die zu einem großen Teil von Frauen ausgeübt werden und für welche die bevorzugte Verwendung der weiblichen Form üblich ist, z. B. Kindergärtnerin, Hebamme, usw.), sondern mehr das etablierte Verständnis: Mann = wichtig = Ernährer = Berufsausüber. So dass ihnen die Berufsausübung zugeschrieben wird, sogar in Berufsbildern, wo persönliche Erfahrung dem zuwiderläuft.


    Ich selbst bin in den 70ern in einem 500-Seelen-Dorf in Westdeutschland aufgewachsen, in dem die Männer arbeiten gingen und die Frauen Hausfrauen waren. Was die Männer arbeiteten, wusste ich bis auf drei Ausnahmen (mein Vater als Karosseriebauer, ein Getränkeverkäufer und ein Polizist) überhaupt nicht.


    Mein Kontakt mit anderen Berufsbildern war, bis ich etwa 14/15 war, recht übersichtlich, denn wir waren arm und selten unterwegs, und der Beruf, den ich aus dem Fernsehen kannte, war Cowboy.


    Meine Hausärztin, bis ich etwa 17 war, war weiblich. Meine Lehrerinnen in der Grundschule waren alle weiblich.


    Trotzdem ploppt vor meinem geistigen Auge, wenn jemand beispielsweise schreiben würde: "Mein Kind will mal Lehrer werden" nicht etwa das Bild meiner erste-Klasse-Klassenlehrerin auf, oder das meiner Englischlehrerin aus der Fünften, sondern das meines Mathelehrers aus der Fünften.


    Und obwohl ich weiß, dass die meisten in meinem Umfeld, wenn sie "ich gehe morgen zum Arzt" sagen, nicht ausdrücken wollen, dass das ein männlicher Arzt ist (sondern in manchen Fällen sogar eine konkrete weiblicher Person, was ich echt irritierend finde, und in den meisten Fällen nicht so genau bekannt, z. B. wegen Gemeinschaftspraxis), habe ich trotz meiner langjährigen Erfahrung als Kind einen männlichen Arzt vor meinem geistigen Auge.

    Für mich ist auch "ich gehe zum Arzt" überhaupt keine Aussage darüber, dass ich da zu einem männlichen Arzt oder einer weiblichen Ärztin gehe.

    Rational ist mir das auch klar, dass viele das so *meinen*. Das ändert aber nichts an meinen Bildern im Kopf. Die ich offenbar - wie die zitierte Studie zeigt - mit einer großen Mehrheit teile.


    Diese Bilder habe ich übrigens nicht bei Begriffen, die eher wertneutrale Sammelbegriffe sind, wie beispielsweise "Kind", "Mensch", "Person", usw. (in dem Zusammenhang erschließt sich mir auch überhaupt nicht die Verwendung des Begriffs "Gästin", der mir häufig begegnet - "Gast" fällt für mich nämlich in dieselbe Kategorie wie "Mensch").

    *Gähn* Jo, mei, dann tu es halt nicht...

    Ich finde dieses krampfhafte drauf bestehen, das einem Genderen ja so nerve auch schrecklich. In meiner Umgebung bevorzugt von Menschen, die es gar nicht merken, wenn ihr Gegenüber "gendert".

    Mich nervt das auch kolossal. Beim Sprechen geht mir das Gendern überhaupt nicht so flüssig von der Zunge, wie ich das gerne hätte. Da verwende ich zwar nach Möglichkeit und zunehmend geübter neutrale Begriffe, aber mit Sprechpause rede ich praktisch nie. Und bei zusammengesetzten Begriffen wie z. B. "Leherzimmer" oder "Arztbrief" mache ich das noch nicht mal beim Schreiben.


    Dementsprechend würde ich sagen: Den meisten meiner Gesprächspartner (bewusst männliche Form) fällt ebenfalls noch nicht mal auf, dass/wenn ich gendere (mal abgesehen von denen, die es schon für Gendern halten, wenn ich sage, ich habe mit der Lehrerin meines Sohnes gesprochen).


    Trotzdem muss ich mir dauernd anhören, wie nervig und überflüssig mein Gegenüber das Gendern und das Thema generell findet. Natürlich in 95 % der Fälle von weißen Männern Ü60. Von denen ich in der Mehrheit gar nicht erwarte, dass sie selber noch das Gendern anfangen.


    Aber das hier:

    Ich halte die Sprache der anderen aus und sie meine. Und im besten Fall hören wir uns einfach wohlwollend zu.

    fände ich wirklich eine schöne Grundlage.


    Auch wenn ich - abgesehen vom Patriarchat im Allgemeinen - über die Ursache der männerdominierten Bilder im Kopf immer noch am Rätseln bin, wäre ich froh, wenn diese - zusammen mit dem Patriarchat - verschwinden würden.


    Und meiner Einschätzung nach tun sie das mit der Beibehaltung des generischen Maskulinum ganz bestimmt nicht, selbst wenn das nicht die Ursache ist.


    Gendern hilft zumindest mir dabei, andere Geschlechter auch wortwörtlich zu "sehen", und die eingangs zitierte Studie zeigt ja, dass es anderen auch so geht.

    Wenn wir jetzt alle Unterrichtenden (m/w/d) "Lehrer" nennen würden, würden wir beim Wort "Lehrer" an Frau Mustermann und Frau Beispiel denken.

    Nein, das ist nicht so. Zumindest bei der großen Mehrheit.


    Das liegt zwar anscheinend ursächlich nicht allein am generischen Maskulinum. Denn das Phänomen gibt es auch bei Englisch-Muttersprachler*innen.


    Das folgende Rätsel kommt natürlich am besten, wenn es nicht in einer Diskussion wie dieser in die Runde geworfen wird:


    "A father and son are in a horrible car crash that kills the dad. The son is rushed to the hospital; just as he’s about to go under the knife, the surgeon says, “I can’t operate—that boy is my son!” Explain."


    Dazu wurde mal eine Untersuchung durchgeführt, bei der das Rätsel Kindern und Studierenden vorgelegt wurde. Meistens wurden sehr kreative Lösungen vorgeschlagen - ein schwules Paar, ein Adoptivkind, usw. Nur 15 % kamen durchschnittlich auf die Lösung.


    Hier ist ein Artikel darüber.


    Auch von Frauen, die sich als Feministinnen bezeichnen, hatten nur 22 % die richtige Lösung gefunden.


    Und selbst Kinder von Ärztinnen kamen nicht häufiger auf die Lösung als Kinder, deren Mütter etwas anderes arbeiten.


    Für mich bedeutet das: Das generische Maskulinum ist vielleicht nicht die Ursache des Problems. Aber es trägt sicherlich nicht zur Lösung bei.


    Und bei mir selber merke ich: *Obwohl* ich mir dessen bewusst bin und es mich stört - wenn jemand sagt: "Morgen muss ich mal zum Arzt" - dann ploppt sofort ein Mann im weißen Kittel auf, keine Frau.


    Mir ist das auch bei einer Kollegin immer sehr aufgefallen, die von sich als "Lehrer" sprach.

    Ich fand das immer maximal irritierend.

    Das ist allerdings etwas, das ich noch nie kapiert und noch nie unter das Thema "Gendern" einsortiert habe, und wo es mich immer irritiert, wenn jemand das macht. Wenn man für *eine konkrete Person* die zum Geschlecht passende Bezeichnung wählt, ist das doch kein Gendern.


    Mich würde das genauso irritieren wie dich, wenn eine Frau sich als Lehrer bezeichnet.

    Den Frust über die "versäumten" Lerninhalte teile ich zwar nicht, aber den Frust darüber, wie das bei euch mit dem Praktikum läuft, den hätte ich in eurer Situation auch. Insbesondere wenn es das bei den anderen Fachrichtungen gibt. Eine Liste vorzuhalten mit Firmen, die in der Vergangenheit schon Praktikant*innen betreut haben (und OK waren) würde ich für das Mindeste halten.


    T war auch in Bayern auf der FOS, und Q plant das ab September, und im Technik-Zweig läuft da das Praktikum nicht über Firmen, sondern wird als eine Art "Lehrwerkstatt-Praktikum" durchgeführt. Das war, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, nicht in der Schule, sondern irgendwo anders (IHK vielleicht?), aber nicht normale Mitarbeit in einer Firma. Zwei Themenbereiche, Elektrotechnik und mechanische Fertigung. Ich war ganz angetan, dass sich da niemand zu kümmern brauchte (er hatte bis dahin auf der Mittelschule schon 5 oder 6 Praktika gemacht).

    Wir waren 2017 mit einem Wohnmobil in den USA unterwegs. Wir fanden das absolut großartig, haben aber praktisch nur Nationalparks abgeklappert, praktisch überhaupt keine Städte (sind von/nach Las Vegas gefahren).


    Zum Einkaufen waren wir natürlich auch mal in einer Stadt, und dort sind an den Supermärkten die Parkplätze so riesig, dass es unproblematisch ist, dort ein 10 m-Wohnmobil zu parken.


    Allerdings waren wir im Sommer unterwegs und wollten auch ins Death Valley, dafür hatten wir vor der Wohnmobil-Übernahme einen Miet-PKW und ein Zimmer dort gemietet, denn mit einem Miet-Wohnmobil darf man wohl im Hochsommer nicht ins Death Valley fahren.


    Für die vielen langen Strecken fand ich (gerade mit den Kindern, aber auch zu zweit fände ich das glaube ich schick) das Wohnmobil geeigneter als einen Wohnwagen, denn dort gab es hinten gemütliche Plätze, die man während der Fahrt nutzen konnte, oder mal zum Kühlschrank gehen, usw.

    Das sollte nur meinen Eindruck widerspiegeln, dass es eine bestimmte Gruppe von Frauen, sogar unter Hebammen, gibt die ein grundsätzliches Misstrauen gegen Krankenhäuser haben.

    Ich kenne ja deine Hebamme nicht, aber meine Hebamme hatte gegenüber dem mir nächstgelegenen Krankenhaus auch großes Misstrauen - aus gutem Grund, vermute ich, denn das war ihr Ausbildungskrankenhaus. In dem zweitnächstgelegenen war sie Beleghebamme.

    Ich verstehe Dich, Du bist von Deinem Weg überzeugt.

    Aber wer sagt, dass dieser Weg der einzig richtige ist?

    Sie ist erwachsen, gebildet, kann sich informieren.

    Weshalb möchtest Du ihr absprechen, eigene -für sie richtige Entscheidungen- treffen zu können?

    Ich wäre auf und davon gelaufen, wenn jemand mir vermittelt hätte, dass mein Weg falsch ist und es nur diesen einen anderen Weg gibt.

    Das! Ich habe mir beim ersten Kind auch eine Hausgeburt gewünscht und Hebamme etc. danach ausgesucht. Geworden ist es ein Kaiserschnitt in der 31. Woche nach schwerer Präeklampsie mit HELPP-Syndrom und Corona-Infektion. Hätte ich das Krankenhaus auch noch als Feind abgestempelt, huiui. So habe ich es sehr gut als Ort annehmen können, an dem man das beste für mich und meinen Sohn wollte. Und der uns ganz primitiv ausgedrückt das Leben gerettet hat und das verdammt gut. Ein Krankenhaus ist nicht per se ein Ort, an dem einem nicht geholfen und an dem man schlecht behandelt wird.

    Ich weiß echt nicht, wo hier die Stimmen herkommen, die davon ausgehen, dass Jente ihrer Freundin etwas aufschwatzen wolle.


    Sie hat das ja inzwischen selber beantwortet, dass das gar nicht der Plan ist, aber Verständnis angesichts ihres Anfangspostings gezeigt. Das Verständnis geht mir ab. Für mich war da schon deutlich gemacht, dass sie ihre Freundin nicht von der KH-Geburt abbringen möchte, sondern denken würde, dass es vorteilhaft sein könne, wenn diese sich bewusst und unter Kenntnis aller (na gut, einiger) Fakten dafür entscheidet (oder auch noch mal umdenkt).


    Wie ich schon schrieb, würde ich diesen Drang, den ich verstehe, trotzdem unterdrücken (bis auf die minimalistischen Hinweise, die ja anscheinend gut aufgenommen wurden.


    Und das mit dem KH als Feind: Ich weiß nicht genau, woher die Idee stammt, dass (alle) Frauen, die für eine unkomplizierte Geburt das KH als geplanten Geburtsort ablehnen, das KH als Feind abstempeln. Ich hätte beispielswese extrem ungern eine Hausgeburt an einem Ort gehabt, von dem aus nicht in vielleicht einer Viertelstunde ein KH erreichbar gewesen wäre. Denn dieses Sicherheitsnetz schätze ich außerordentlich. Und ich nehme an, dass es anderen Schwangeren, die außerklinische Geburten planen, genauso geht.

    Und ich will es nun irgendwie gern schaffen, dass sie sich ihrer Entscheidung auch wirklich bewusst ist, versteht ihr? Also, sie kann natürlich tun, was sie möchte, aber sie sollte die Vor- und Nachteile kennen.

    Sie ist ziemlich intelligent und glaubt auch nicht alles, aber dieses "natürlich geht man ins KKH, alles andere ist doch lebensgefährlich" steckt halt in vielen Köpfen. Als meine Schwägerin schwanger war, da wusste ich schon, was anderes als KKH kommt partout nicht in Frage, weil sie große Ängste hat. Da habe ich auch über sowas wie Gewalt im Kreißsaal nicht informieren wollen. Aber jetzt... habe ich ein anderes Gefühl, eher eines von 'das macht man halt so' und das paßt nicht zu ihr.

    Ich hoffe, man versteht, was ich meine.

    Ich verstehe dich sooo gut. Denn ich habe das Gefühl, dein Ansatz ist da der gleiche wie meiner: Gerade für die Geburt, die ja ein einigermaßen einmaliger Vorgang ist, dazu noch sehr einschneidend, intim und herausfordernd - da wollte ich ganz, ganz sichergehen, dass ich den so weit es in meiner Macht steht so gestalte, dass es für *mich* zu einem schönen Erlebnis wird. Und auch wenn mir von vornherein klar war, dass nur eine Hausgeburt in Frage kommt, habe ich mich auch mit den möglichen Nachteilen usw. auseinandergesetzt.


    Aber die Bedürfnisse, wann man sich in eine Entscheidung richtig reinhängt, und wann man Energie spart, indem man etwas so macht, wie es alle machen, sind meiner Wahrnehmung nach total verschieden. Auch wenn ich nicht verstehen kann, *wieso* die Geburt bei einer Frau *nicht* auf der Top-10-Liste landen kann, habe ich festgestellt, dass genau das bei sehr vielen Frauen so ist. Auch bei solchen, die sich sonst durchaus einen Kopf um irgendwelche Entscheidungen machen und die von vielen Seiten beleuchten.


    Vielleicht ein bisschen vergleichbar damit, dass ich Kolleg*innen und Mitstudent*innen hatte, die meinten, man müsse die eigene Karriere ja strategisch vorantreiben. Praktika und Postdoc-Stellen gezielt daraufhin aussuchen, wie sich das im Lebenslauf macht und welche Kontakte man da knüpfen kann, auf Konferenzen Networking mit den Leuten betreiben, die in dem Gebiet tonangebend sind, usw. Äh, nö. Muss man nicht. Ich habe mich da ein bisschen treiben lassen, die Stellen angenommen, bei denen mir die Leute nett und das Thema interessant schien, und mich auf Konferenzen mit den Leuten unterhalten, die mir sympathisch waren. Wenn andere meinten, ich müsse aber doch auch Aspekt XY berücksichtigen, war das für mich OK, wenn es einmal kam. War ja lieb gemeint, und hätte ja etwas Interessantes dabei sein können. Wenn es mehrmals gekommen wäre (bin gerade am überlegen, ob das mal war #gruebel) wäre ich genervt gewesen.


    Das ist vielleicht mit ein Grund dafür, dass ich das bei anderen akzeptieren kann, wenn Fragen darum, wie sie ihre Geburt gestalten wollen, so unter Nebensache rangieren, obwohl das Thema für mich so wichtig ist.

    Wenn genug Zeit dafür da ist, fragen, wie sie sich ihre Geburt vorstellt. Wenn die Vorstellungen mit einer außerklinischen Geburt vereinbar sind, zumindest mal die Möglichkeit erwähnen.


    Wobei ich sagen muss, dass der Bedarf an Informationen in meinem Bekanntenkreis in der Richtung sehr übersichtlich war.


    Alle aus meinem Bekannten- und Freundeskreis, die nach mir schwanger wurden, wussten, dass ich meine Kinder zu Hause geboren habe und mich mit dem Thema (insbesondere außerklinische) Geburt gut auskenne. Spontan fällt mir aber nur eine einzige ein, die dadurch inspiriert nach 2x KH ihr drittes Kind im Geburtshaus zur Welt gebracht hat (und die - obwohl sie mit den ersten Geburten ganz zufrieden war - von der GH-Geburt total beglückt war).


    Bei allen anderen stand völlig außer Frage, dass sie ins KH wollen, und die Entscheidungskriterien waren dann eher Kinderintensiv ja/nein, Gebärwanne ja/nein, usw. Was ja auch total OK ist, wenn das ihren Vorstellungen entspricht.


    Aber meine Vorstellung, dass sehr viel mehr Frauen außerklinische Geburten in Betracht ziehen würden, wenn sie nur von dieser Option wissen, hatte sich überraschenderweise nicht erfüllt.

    Aber das betrifft doch nur den Stern, nicht Doppelpunkt und Punkt. Letztere bewirken einfach eine Pause - also genauso wie im gesprochenen.

    Und letztendlich machen solche Programm das, was man ihnen beibringt. Ich halte es für kein Ding der Unmöglichkeit, ein Text-zu-Sprache-Tool so zu programmieren, dass es ein in einen Text eingebautes Sternchen als Pause vorliest.

    Ich würde doch sehr hoffen, dass Lehrkräfte die Regeln der Kommasetzung beherrschen und auch umsetzen. #gruebel

    Wie kommst du denn darauf #gruebel


    Ich habe sicherlich schon mal einen Elternbrief, eine Notiz im Hausaufgabenheft, usw. bekommen, der/die korrekte Rechtschreibung, Kommasetzung und Beugung hatte. Aber das waren Ausnahmen. Meistens gibt es mindestens einen, oft mehrere Fehler.


    Stört mich nicht so arg, schon gar nicht bei Lehrkräften, die kein Deutsch unterrichten (aber auch bei den anderen nicht sonderlich). Aber von der Idee, dass Lehrkräfte immer richtiges Deutsch schreiben, habe ich mich schon lange verabschiedet.


    Ich bin erstaunt, dass es bei dir anscheinend anders ist.

    Bayern beschließt Verbot von Gendersprache

    BR

    Am geilsten fand ich diese Erklärung (habe ich von gmx, Hervorhebung von mir):


    "Es gehe mit dem Verbot aber auch darum, die "Diskursräume in einer liberalen Gesellschaft offenzuhalten". Eine ideologisch geprägte Sprache etwa beim Gendern habe dagegen eine exkludierende Wirkung."

    Ich hoffe, das muss ich nicht verstehen...

    Gesundheitlich geht es mir gut, nur vor zwei Wochen hatte ich eine komische sehr kurze Sehstörung

    Zu dem Rest kann ich nichts sagen, nur hierzu:


    Ich hatte mehrmals Augenmigräne.


    Das erste Mal war vor etwa 25 Jahren, und ich war so beunruhigt und irritiert, dass ich (natürlich) zur Augenärztin gegangen bin. Ihre Diagnose (soweit ich beurteilen kann eine Ausschluss-Diagnose): Augenmigräne, harmlos. Solange das nicht dauernd auftritt, brauche ich mir keine Sorgen zu machen.


    Im Unterschied zu dir hatte ich damals nie normale Migräne, und auch dieses Ereignis war weder begleitet noch gefolgt von irgendeiner Art von Kopfweh. Es war ein flimmernder Punkt, der zu einem flimmernden Kringel wurde und immer größer und größer wurde, bis er so groß war, dass er verschwand.


    Seitdem hatte ich das vielleicht weitere 8x. Der Verlauf war immer derselbe, dauerte immer etwa eine Viertelstunde. Ich hatte zwar mal so ein bisschen Sorge, dass es genau zu einem blöden Zeitpunkt auftritt - während einer zeitkritischen schriftlichen Prüfung, während eines Wettbewerbs, bei dem ich gut sehen muss, oder ähnliches. Aber das war nie der Fall. Bei mir kam es immer nur in relativ entspannten Situationen: Das erste Mal auf einer Party, einmal im Urlaub, einmal beim Sport, usw.


    Ich würde denken: Selbst wenn dir das im Urlaub noch mal passieren sollte - macht ja nichts. Liest du zur Not eine Viertelstunde später, oder lässt deinen Sohn lesen, oder wartest einfach, bis es vorbeigeht.


    Einen tollen Urlaub wünsche ich euch!