Beiträge von huehnchen69

    Isst du viele Hülsenfrüchte?

    Das wäre auch meine Frage gewesen. Vegan, gesund und ohne Zucker und Weißmehl klingt für mich nach ganz viel Hülsenfrüchten (Linsen, Kichererbsen usw.), Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, etc. - daraus macht doch auch ein gesunder Darm genau das, was du beschreibst.


    Falls du solche Dinge nicht häufig isst, und das Problem einfach so ohne Ernährungsumstellung aufgetaucht ist: War es "nur" die SchwSch? Oder gab es vielleicht auch noch einen MD-Infekt oder ähnliches als Auslöser?

    musste dann abgebrochen werden seinerzeit, weil es weh tat

    Oh! Wenn es weh getan hätte, hätte das bei mir auch passieren können. Bei Schmerzen bin ich nicht so die Heldin, aber bei mir tat es zum Glück überhaupt nicht weh.

    Ich habe 1x bei der Magenspiegelung dem Arzt seine Kamera fast zerbissen, ich dachte nämlich ich ersticke.

    Das hatte ich zum Glück noch nicht, aber ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man sowas ohne Würgreflex hinbekommen soll #blink. Sofern ich nicht beim Aufklärungsgespräch hören würde, dass das gar kein Problem ist, wäre das für mich dann doch auch ein Fall für die Narkose - auch wenn ich eine Innenansicht meines Magens auch spannend fände.

    Du hast mein volles Mitgefühl! Das Zeug ist so widerlich - mich schüttelt's schon beim dran Denken <X

    Die Darmspiegelung verpennst Du ja eh,

    Ich hatte mir gar nichts geben lassen (ich finde es schlimmer zu wissen, dass Leute an mir rumarbeiten werden, ohne dass ich bei Bewusstsein bin - das vermeide ich, so gut ich kann) und fand die Darmspiegelung total spannend. Wann hat man sonst schon die Chance, mal eine U-Bahn-Fahrt durch den eigenen Darm zu machen? :D

    -Mittagessen für die arbeitende Mama kochen (zumindest bei uns ging das in dem Alter - beim anschließenden Saubermachen haben sie selbst jetzt noch Lernbedarf….)


    -Experimente/Bastelsachen im Internet zusammensuchen, Material bestellen und basteln lassen. Bei Q war das beispielsweise sowas wie ausschnappbare Wolverine-Krallen aus Mundspateln und Gummis (ich meine mich zu erinnern, dass du die Idee schon mal gut fandst) oder ein Roboter mit einer Hydraulik aus Einwegspritzen und Silikonschläuchen. Das ist vermutlich noch ein bisschen eine andere Altersklasse, aber sowas gibt es doch bestimmt auch für jüngere Kinder. Zum Beispiel Wasserfilter bauen aus PET-Flasche, Kohle, Sand, Kies usw.,


    -Knet- oder Legofiguren-Video aus Standbildern zusammenstellen


    -Origami

    Habt ihr denn oft Zecken?


    Wenn ich persönlich in den gefährdeten österreichischen Gebieten wohnen würde, würde ich mich impfen lassen (bzw. meine Impfung aus '97, als ich noch keinerlei Vorbehalte gegen Impfungen hatte und mich habe impfen lassen, auffrischen lassen). Denn ich bin ein absoluter Zeckenmagnet. Bevor ich meine Zeckenschutzhose hatte, hatte ich so 40-50 Zeckenstiche pro Jahr. Und auch wenn ich mit der Hose jetzt keine mehr aus dem Wald mitbringe, fange ich mir gelegentlich doch mal eine auf der Wiese oder so ein. Das wäre mir in einem "echten" Risikogebiet zu heikel. Hier bei uns ist zwar offiziell auch Risikogebiet, aber es gibt praktisch keine Fälle, da mache ich das nicht.


    Aber: meine Kinder und mein Freund haben nie Zecken. Selbst wenn sie auf derselben Wiese sind, im Wald hinter mir herlaufen - ganz egal. Ich glaube, T hatte seine einzige und letzte Zecke mit 4 oder 5, Q glaube ich noch gar keine, und mein Freund mal eine vor zwei Jahren oder so. Bei denen wäre eine Impfung absolut sinnlos.


    Deshalb die Frage: Wie ist das bei euch? Wenn ihr nie Zecken habt, ist das wurscht, ob ihr die zu Hause nicht habt, oder in Österreich nicht habt...

    Ich finde es zwar gut, dass zur SIDS-Vermeidung all die Maßnahmen zusammengetragen worden sind, die in Studien statistisch eine Verbesserung gebracht haben, so dass man dann davon umsetzen kann, was für einen selbst praktikabel ist. Aber zumindest ich hatte nicht das Bedürfnis, die alle sklavisch zu befolgen.


    Für uns hat das bedeutet, dass wir auf die 18-20° beim Schlafen verzichtet haben. Ich habe lieber 22-23° im Schlafzimmer, und während der Wochenbettzeit, als ich auch tagsüber viel im Bett rumgelümmelt habe, war es noch mehr. Der Große schlief zwischen uns im Bett, was ja auch nicht sein soll (der Kleine dann allerdings SIDS-Empfehlungs-optimal im am FB befestigten, einseitig offenen Kinderbett - schließlich war die Mitte noch besetzt), und der Kleine schlief schon mit wenigen Wochen nur auf dem Bauch anständig.


    Jetzt haben unsere Kinder ihre Zimmer unterm Dach - ich glaube, die wären für eine Klimaanlage echt dankbar...

    Ich halte einen absoluten lügen-radar für unmöglich.

    Es gibt Anzeichen für lügen und die erkennt man um so besser, je besser man jemanden kennt.

    Aber immer und bei fremden?

    Ich persönlich erkenne Lügen nur bei Q (wobei ich vermute, dass ich es bei meinem Partner oder bei T auch erkennen würde, aber da habe ich so wenig Möglichkeit zu üben).

    Aber bei Freund*innen, Kolleg*innen, Bekannten, Fremden gehe ich immer davon aus, dass sie mir die Wahrheit sagen. Und falle dann vom Glauben ab, wenn ich mal merke, dass das nicht stimmt.


    Mir ist übrigens eingefallen, dass ich gerade gestern auch von einer Person gehört habe, die offenbar auch als Erwachsener noch eine verschrobene Weltsicht hat:

    Jemand, den ich kenne, prüfte eine Mitarbeiter-Jahresumsatz-Abrechnung, die der/die Mitarbeiter*in angefertigt hat, stichprobenartig. Fand sofort einen Fehler, ließ die Abrechnung korrigieren. Das Spielchen wiederholte sich noch zwei Mal. Nach der somit dritten Korrektur sagte der/die Mitarbeiter*in: "Du kannst mir aber glauben, dass die Abrechnung stimmt" #blink

    Wie funktioniert so was? Meiner Vorstellung nach muss man der Welt irgendwie echt entrückt sein, wenn man als Erwachsener so etwas bringt. Und wenn sich sowas in verschiedenen Kontexten wiederholen würde, fände ich es auch viel zu anstrengend, mit so einer Person zusammenleben oder arbeiten zu müssen.

    Die Situation ist nervig, und er macht sich damit keine Freunde, aber sowas gibt es immer wiedermal, wo das Kind sich die Welt so hingebogen hat, dass es fuer das Kind stimmt. Es nimmt die Lüge als solche also gar nicht wahr.

    Interessant, dass du das erwähnst. Situationen, in denen ich denke: "Hoppla, wie kann es sein, dass er die Situation so anders abgespeichert hat als wir anderen?", in denen er sich seine Welt also so zurechtgebogen hat, dass sie für ihn besser passt, gibt es bei Q auch mitunter. Ich habe das bisher nicht in einem Zusammenhang gesehen, weil das Lügen und die "verkehrte Welt" gut unterscheidbar sind. Beim Lügen sieht man ihm genau an, dass er weiß, dass das, war er gerade sagt, nicht stimmt. In den anderen Situationen merkt man ihm an, dass er fest überzeugt ist, dass die Situation anders war (selbst wenn sie erst zwei Minuten her ist, und wir drei restlichen Familienmitglieder dabei waren und es anders in Erinnerung haben - meist geht es um ein "aber du hast doch gesagt..." - nein, hat die betreffende Person nicht).

    Aber vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang?

    Es könnte auch sein, dass die Kinder die "nie lügen" einfach gut lügen. Möglich, dass sie das bei Dingen tun, auf die die betreuenden Erwachsenen nie kommen würden.

    Das denke ich nicht. Ich weiß von mir selbst, dass ich bis auf diese eine Situation als Kind nicht gelogen habe, und auch bei T kann ich mir das nicht vorstellen. Zumindest lügt er nie in Situationen, in denen er sich durch Lügen einen Vorteil verschaffen könnte. Wieso sollte er dann in anderen Situationen lügen, in denen es keinen Vorteil bringt, es also niemand mitbekommt? Einfach zur Übung? #gruebel

    Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass es auch mal eine Situation gab, ähnlich wie bei mir als Kind, in der T gelogen hat. Aber ich bin mir vollkommen sicher, dass er es nicht häufiger macht.


    Jemand schrieb hier "Es passiert nichts, außer dass die Eltern sauer sind." Das hat bei mir schon gereicht. Ich bin harmoniesüchtig und HASSE es, wenn jemand sauer auf mich ist. Da arbeite ich dran, aber als Kind war das noch viel, viel schlimmer. Vor allem meine Mutter hatte dann so eine Art, stundenlang (gefühlt) zu meckern, wenn ich z.B. irgendwas verloren hatte.

    Das fand ich als Kind schlimm und ja, es hat mich zum Lügen "motiviert ".

    Das fände ich auch einen nachvollziehbaren Erklärungsansatz, passt auf meine Kinder aber auch nicht. Wenn hier einer harmoniesüchtig ist, dann ist das T. So sehr er die Schule und die Hausaufgaben immer gehasst hat - es wäre ihm im Traum nicht eingefallen, bewusst ohne Hausaufgaben zur Schule zu gehen. Die Aussicht darauf, dass die Lehrperson mit ihm schimpft, selbst wenn es jemand war, den er nicht mal leiden konnte, hätte ihn total gestresst. Trotzdem hatte er wegen seiner Schludrigkeit häufiger mal die HA nicht. Da kam er nie auf die Idee, irgendwelche Phantasiegeschichten zu erzählen, dass die Welt sich gegen ihn verschworen hat und es ihm unmöglich gemacht hat, die HA zu machen.


    Bei uns Eltern könnte das mit der Harmoniesucht eventuell dahingehend passen, dass er kapiert hat, dass wir nichts mehr hassen, als angelogen zu werden, und er dann wegen seines Harmoniebedürfnisses lieber den Stress für irgendwas Verbocktes in Kauf nimmt, als beim Lügen erwischt zu werden. Aber ich bin mir nicht sicher, dass das für die Lehrer auch gilt.


    Q ist deutlich weniger harmoniebedürftig als T. Ihm macht es beispielsweise wenig aus, Stress mit Lehrer*innen zu haben, die er eh nicht leiden kann (bei Lehrer*innen, die er mag, ist das etwas völlig anderes - da würde er sich ein Bein ausreißen, um die nicht zu enttäuschen). Uns Eltern enttäuscht er schon auch ungern. Aber er ist eigentlich ziemlich helle, und wir sagen ihm auch jedes Mal, wenn sich die Gelegenheit wieder aufdrängt #hmpf, dass nichts, was er jemals verbocken könnte, es Wert ist, uns anzulügen. Und schon gar nicht diese bescheuerten Pillepallenummern, bei denen er lügt (Hausaufgaben gemacht, unterschriebenen Zettel in der Schule abgegeben, usw.). Es kann eigentlich nicht sein, dass er das intellektuell nicht versteht.


    Ich bin wirklich ratlos und hoffe immer noch, das verwächst sich...

    Vielleicht machen meine Kinder es deswegen nicht? Weil ich, vorlebe, nicht zu lügen und eben auch immer spüre, wenn sie es tun? Vielleicht haben sie dadurch ganz früh gemerkt, dass ihnen Lügen eh nichts bringen?....

    Möglich, dass das einen Beitrag leistet, als alleinige Erklärung taugt es aber nicht, denn diese Bedingungen sind bei uns auch gegeben, mit dem "Ergebnis", dass ein Sohn mW nie lügt, der andere häufiger (siehe oben).

    Wir alle tun es mehrmals täglich. Wenn wir auf die oberflächliche Frage nach dem Befinden, lapidar mit "gut" antworten.

    Wenn wir der todkranken Dame von nebenan sagen, dass sie heute schon viel besser aussieht.

    Wenn wir der lieben Kollegin zur tollen, neuen Frisur gratulieren, obwohl wir ihr am liebsten einen Anwalt besorgen wollen.

    Diese Argumentation habe ich schon oft gelesen, und ich kann damit überhaupt nichts anfangen.


    Ich mache sowas nie.


    Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, erzähle ich vielleicht nicht meine komplette Lebensgeschichte. Aber wenn es mir nicht gut geht, antworte ich auch nicht "gut", sondern das, was gerade passt, selbst wenn es (wie vorletzte Woche) dann auf "so krank war ich in meinem ganzen Leben noch nicht" hinausläuft.

    Das geschieht täglich bis zu 200 mal, je nach Kontaktmenge. Und es ist wichtig für das soziale Miteinander. Der Chef morgens im Aufzug will nämlich auf seine Frage nicht hören "ach wissen Sie, mir werden kommenden Freitag zwei Knoten biopsiert und ich habe große Angst."

    Dann soll er das eben nicht fragen. Mich hatte mal eine Kollegin morgens, als ich ins Büro kam, gefragt, wie es mir geht, und ich habe angefangen zu heulen und ihr erzählt, dass ich gerade entdeckt hatte, dass der Marder in der Nacht all unsere Wachteln umgebracht hat. War ihr etwas unangenehm, dass ich sie vollgeheult habe, aber da musste sie dann durch.


    Wenn man nicht gerüstet ist, sich ggf. sowas anzuhören, muss man halt statt nach dem Befinden nach dem Wetter oder etwas anderem Unverfänglichen fragen, finde ich.


    Wenn ich auf eine Frage nicht antworten möchte, sage ich das. Und selbstverständlich kommentiere ich auch nicht ungefragt negativ. Wenn ich die neue Frisur blöd finde, sage ich nichts dazu. Wenn ich das Gefühl habe, die Person wartet auf eine Bemerkung, frage ich vielleicht, wie die Person auf die Idee gekommen ist, diese Änderung vorzunehmen. Aber aus "Höflichkeit" etwas zu loben, das ich Scheiße finde - nee, das kann ich nicht, will ich nicht, und ich will auch nicht, das andere das bei mir machen.

    huehnchen69 : vielleicht ist es ein Trainingsprogramm? Irgendwann klappt das dann besser mit dem Lügen

    #freu keine schlechte Idee.


    Aber seine Lernkurve ist dann flacher als bei allem anderen, was er macht. Er macht das mit dem Lügen schon seit er klein ist, und jetzt ist er schon 14 und kann es immer noch nicht… Und das, obwohl ich denke, dass er ein ausgezeichneter Schauspieler ist (ich habe ihm vorgeschlagen, in die Theater-AG seiner Schule zu gehen, und er hat sich immer gesträubt, und als die AG jetzt mal ein Stück vorgeführt hat, hat er auch eine Begründung gefunden - das fand er wohl unterirdisch…). Aber ich bin recht dankbar, dass es immerhin "nur" solche Lappalien sind, bei denen er lügt. Selbst bei all dem Ärger, den er in der letzten Schule hatte, war da nie eine Situation dabei, über deren Verlauf er mich bewusst belogen hätte.


    Esther, den Gedanken finde ich durchaus nachvollziehbar. Wie bei so vielen "Erziehungs"aspekten. Aber wie bei praktisch allen anderen denke ich auch da: Weder sind drastische Strafen eine sichere Methode, um Kinder vom Lügen abzuhalten (manche lügen - deshalb oder sowieso - nicht oder selten, andere nehmen das vielleicht als Ansporn, sich in Zukunft nicht erwischen zu lassen). Noch ist drüber Reden, versuchen herauszufinden, was der Grund dafür ist, Verzicht auf Strafen (außer ggf. den erschwindelten Vorteil rückgängig zu machen) eine zuverlässige Methode, um Kinder vom Lügen abzuhalten (sonst hätte das bei uns funktioniert).


    Ich selbst habe meine Eltern nur einmal angelogen, als ich Kind war, und mein schlechtes Gewissen war so nachhaltig, dass ich das heute noch weiß. Dabei ging es um so eine Lappalie, dass sie es noch nicht mal mitbekommen haben.


    Wenn ich jetzt mal nachgrüble, weiß ich ehrlichgesagt gar nicht, woher meine starke Aversion gegen das Lügen kommt. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern jemals gesagt haben "Lügen tut man nicht". Komisch eigentlich. Vielleicht war ich da noch so klein, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann.

    Mich würde eine Antwort auf diese Frage auch interessieren.


    Meine Kinder wissen, dass ich eigentlich so ziemlich alles abkann, außer angelogen werden.


    Mir ist nicht bewusst, dass T mich schon mal angelogen hätte. Q macht das regelmäßig.


    Normalerweise sind es die "bequemen" Dinge, die ihr auch schon angesprochen habt: "Ja, ich habe HA gemacht", "wir hatten heute nichts auf", "ich habe heute schon für Fach XY gelernt, aber ich kann mich nicht mehr erinnern, was das Thema war" #rolleyes, usw.


    Ein bisschen besser ist es schon geworden, aber ich verstehe nicht, was das soll. Er lügt so schlecht, und in so durchschaubaren Situationen, dass er eigentlich immer dabei erwischt wird - wo ist da der Wert? Kein Nutzen und Mama ärgert sich - ich kapiere es echt nicht. #weissnicht