Beiträge von huehnchen69

    Ich wollte auch eigentlich schon lange einen normalen Vorsorgetermin ausgemacht haben. Zum letzten Mal bei der FÄ war ich aber letztlich vor 1 3/4 Jahren, weil ich da einen Knoten in der Brust ertastet hatte. Da hat sie dann sofort US gemacht und mit zu Mammographie und Biopsie überwiesen. War alles paletti, aber das war eigentlich der Anlass, dass ich auch mal wieder einen Abstrich machen lassen wollte. Da ist der letzte nämlich bestimmt auch schon 8 Jahre her.


    Irgendwie habe ich dann aber doch immer so viel anderes auf dem Plan und setze meine Prioritäten anders. Ende nächster Woche gehe ich immerhin mal zur Zahnärztin. Da war ich zuletzt auch vor 10 Jahren oder so.


    Was ich aber befremdlich finde ist, dass viele von euch sich besonders davon abschrecken lassen, dass sie dort womöglich "ausgeschimpft" werden, weil sie so lange nicht da waren.


    Ich sehe die Ärztin als Dienstleisterin. Die kann mir gerne erzählen, in welchem Abstand sie die Vorsorge für sinnvoll hält. Aber sie ist meine Beraterin und es geht um *meinen* Körper. Wenn irgendwas einen Beigeschmack von "ausgeschimpft werden" bekäme, würde ich sie wohl darauf hinweisen, dass sie sich im Ton vergriffen hat. Ich glaub' es hackt. Ich bin doch nicht in der Schule. Wenn sie das nicht kapieren würde, würde ich mir eine neue suchen. Meine jetzige scheint aber nicht so drauf zu sein (war erst einmal da).

    Ich weiß es hilft Dir gerade nicht weiter. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich viel zu viel Zeit mit dem Thema Impfung verschwendet habe.

    Insofern mein Fazit: Weniger nachdenken.

    Das wäre für mich als Weg undenkbar gewesen.


    Bevor T geboren wurde, habe ich darüber überhaupt nicht nachgedacht. Impfungen fand ich super, und immer, wenn mir eine empfohlen wurde (Td- und Polio-Auffrischungen, und sogar mal FSME), habe ich die, ohne mich zu informieren, einfach machen lassen.


    Aber als T dann auf der Welt war und ich mir vorgestellt habe, in mein winziges Baby mit 3 Monaten eine 5- oder 6fach-Impfung reinspritzen zu lassen, hat sich in mir alles gesträubt, und ich habe angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ein Zurück in den "nicht nachdenken, einfach machen"-Zustand wäre nicht mehr gegangen.


    Bücher habe ich einige gelesen und fand sowohl die extremen Pro-Impf-Bücher (ich glaube, Herr Heininger hatte eines geschrieben, in das ich reingelesen habe) als auch die extremen Anti-Impfbücher (irgendwas mit Geschäft mit der Angst oder so) einfach nur zum Haareraufen.


    Die von Astarte verlinkten Seiten finde ich gut, aber mir gefallen auch das Hirte-Buch und die impf-info-Seite.

    WO kann ich mich wirklich neutral belesen

    Sowas habe ich allerdings nirgends gefunden.


    Ich habe versucht, die vermeintliche "Vorbelastung" bei der Informationsquelle rauszufiltern und mir insgesamt eine für uns passende Entscheidung zusammengestrickt. Das hat dann auch rückblickend für uns bis auf einen Punkt gepasst: Hib hätte ich wohl impfen lassen, wenn es das als Einzelimpfung gegeben hätte, das hatten wir damals anders entschieden.


    Impfungen finde ich immer noch super, und vermutlich jede hat ihre Berechtigung - aber nicht alle in meinen Kindern, und schon gar nicht, wenn sie noch Säuglinge sind.


    Ich wünsche dir eine gute Entscheidungsfindung - um das Selberdenken und das Abwägen wirst du wohl nicht mehr herumkommen ;)

    Mir fällt auf, dass, wannimmer ich etwas über von Impfschäden Betroffene höre oder lese, immer auch von Schwierigkeiten die Rede ist, das der Impfschaden als solcher anerkannt wird. Das finde ich sch... Kann es sein, dass das auch zum Nicht-Impfen führt?

    Ja sicher.


    Ich denke zwar nicht, dass irgendwer denkt: "Ich lasse nicht impfen, sonst bleibe ich bei einem Impfschaden womöglich auf den Kosten sitzen". Sondern dass es jedem natürlich vorrangig darum geht, den Impfschaden selbst zu vermeiden.


    Aber wenn Impfschäden nicht als solche anerkannt werden, werden sie ja auch in Statistiken nicht als solche geführt usw. Das PEI sammelt ja fleißig Meldungen von möglichen Impfschäden. Aber mW muss für die Anerkennung als Impfschaden ein plausibler Wirkmechanismus vorhanden sein. Natürlich ist es logisch, dass man zufällig im Zusammenhang mit Impfungen auftretende Symptome ausfiltern will. Aber die Art, wie das geschieht, ist nicht immer vertrauenerweckend. Und das gibt manchen das Gefühl, nicht ausreichend objektiv die Gefahren (Nichtimpfung/Impfung) gegeneinander abwägen zu können.

    Meine Blinddarmnarbe sah furchtbar aus: Bestimmt 1,5 cm breit, wulstig und hart, gelegentlich hat sie gejuckt.


    Bei mir wurde das mit dem Wulstigen und dem Jucken dann mit der Schwangerschaft besser, das hat die Narbe "glattgezogen". Jetzt ist sie nur noch breit :D.


    Mich hatte das aber nicht sonderlich gestört, so dass ich gar nichts versucht hatte mit cremen, massieren, Narbenentstörung oder ähnlichem. Aber die SchwSch ist für deinen Sohn ja keine Option...

    Möwe , mag sein, dass es die Leute tatsächlich gibt, die sagen, es gibt keine Viren, oder Krankheiten sind gut für Entwicklungsschübe, oder die Pharmaindustrie zieht alle über den Tisch.


    Aber alle diejenigen, die ich persönlich kenne, die nicht nach Stiko impfen, sind Leute, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben und, soweit möglich, das Thema logisch durchdacht haben. Klar, die Studienlage ist dürftig, aber sie versuchen sich an einer Abwägung.


    Selbstverständlich gibt es auch bei den Stiko-Impfern diejenigen, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen. Aber diejenigen in meinem Bekanntenkreis, die aufgrund von Einzelfällen aus der Zeitung entscheiden, oder völlig ohne Informationen, sind nicht die Impfkritiker, sondern die Stiko-Impfer ("mein Kind hat alle Pflichtimpfungen bekommen #blink"; "ich mache das, was die Stiko empfiehlt, das sind ja die Profis").

    Hattet ihr denn nicht Masern? Das war in meinem Umfeld völlig normal (70er), mein Mann (anderes Bundesland) und alle Geschwister hatten es auch. Es war immer "schwer krank" im Sinne von lange hohes Fieber, sich sehr krank fühlen, lange strenge Bettruhe, lange Rekonvaleszenz. Ich habe noch von niemanden dieser Maserkranken, inkl. mir (meine Nichte hatte das in den 80ern, jünger kenne ich niemanden) gehört, dass sie diese Krankheit bitte hätten vermeiden wollen. Natürlich ist krank nicht schön aber anschließende gesicherte Immunität ist es schon.

    Doch, meine Schwestern und ich hatten alle die Masern. Ups, mir fällt gerade ein: ich glaube nur meine nächstjüngere und ich, denn ich glaube, ich war 4, sie war 1, und meine jüngste Schwester noch nicht geboren. Und ich fand es ehrlichgesagt sogar schön. Alle haben mich verhätschelt. Die Nachbarin kam vorbei und schenkte mir eine Packung Kirschsaft :). Das einzig blöde war, dass meine Mutter das Zimmer abgedunkelt hatte, um die Augen zu schonen, und ich nicht lesen durfte (und ich habe mich sogar ausnahmsweise dran gehalten...). Das ist aber nur *meine* persönliche Erfahrung, mit der ich die Krankheit nicht allgemein verharmlosen will. Mir ist klar, dass andere zumindest mehr leiden (wie du, elena , und deine Geschwister) oder sogar fiese Komplikationen bekommen können, und ich denke nicht, dass das etwas ist, das jeder mal mitgemacht haben sollte.

    Ich meine nicht "amtlich" beraten, sondern wie du doch äußern würdest, wenn dich junge Eltern dazu befragen würdest, huehnchen69? Vor und nach eine druchlittenen Infektion.

    Ich verstehe nicht ganz, was du von mir hören möchtest. Ich dachte, diese Fragen hätte ich oben beantwortet #confused.


    Wenn man davon ausgeht, dass eine durchlittene schwere Infektion die Einstellung zur Impfung verändert, wäre es dann nicht sinnvoll, den Berichten und Zahlen derer zu vertrauen, die selbiges schon erlebt haben?


    Erst den Schaden abzuwarten und danach zur Impfung zu tendieren ist doch dann unklug und nicht sehr rational

    Das sehe ich anders. Natürlich klingt eine Sterberate von 1:1000 bei Masern beachtlich. Aber ohne irgendeine betroffene Person oder die relevanten Umstände näher zu kennen, kann ich das schlecht in eine Wahrscheinlichkeit von 1:1000 für meine Kinder übersetzen. Beispielsweise tritt SSPE mW fast ausschließlich auf, wenn Säuglinge erkranken. Dass meine Kinder im Säuglingsalter erkranken hätte ich wegen Nestschutz für unwahrscheinlich gehalten. Wie sieht es mit den anderen Todesfällen aus? Waren das Erwachsene (von denen man ja weiß, dass die Erkrankung i.A. komplikationsreicher verläuft, und spätestens zum Ende der Grundschulzeit hätte ich ja eh impfen lassen)? Wie wurden sie behandelt (Fieber senken würde ich z.B. für problematisch halten), usw. Ich kann also nicht wissen, ob ich von keinem, 5, 10 oder allen Fällen denken würde: Na, das wäre ja bei uns wohl anders gelaufen. Oder umgekehrt eben denken würde: Ups, genau so hätte uns das auch passieren können. Allein wegen des SSPE-Aspekts würde ich das Risiko für meine Kinder jedenfalls deutlich kleiner als 1:1000 ansetzen (und so vom Rationalen her: Selbst wenn ich diese Statistik ungefragt übernehmen würde, wäre die Wahrscheinlichkeit 999/1000, dass ich mit dem Ergebnis rauskomme: nicht dran gestorben, lebenslang immun....).


    Auf der anderen Seite der Waagschale ist wohl ebenso unbestritten, dass es auch heftige Impfnebenwirkungen (ggf. auch bis hin zu Todesfällen) gibt. Zumindest die Todesfälle definitiv nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1000. Das wäre aufgefallen. Wenn man eine solche persönliche Erfahrung gemacht hat, prägt das mit Sicherheit auch die weiteren Impfentscheidungen. Die Impfungen, die meine Kinder bisher bekommen haben, haben sie gut vertragen. Deshalb würde ich nicht von einer erhöhten Gefährdung ausgehen. Aber auch (schwer) Impfgeschädigte kenne ich nicht persönlich (ach, doch, aber das war die Pockenimpfung, das zählt nicht). Selbst wenn es da verwertbare Zahlen gäbe, würde es mich interessieren, inwieweit die jetzt für uns relevant wären: Kam das völlig aus dem Blauen? Wurde in einen Infekt hineingeimpft? Hat das Kind früher schon mal heftig auf eine Impfung reagiert?


    Aufgrund dieser Aspekte finde ich es nicht "straightforward", die Sterberate von 1:1000 bei Masern einfach so mit der geringeren Sterberate bei einer Masernimpfung gegenzurechnen und dann bei einer Impfung mit 1 Jahr zu landen.

    huehnchen69, ich schrieb von Mumps- und Masernmeningitis, nix von Röteln.

    Das hatte ich dann falsch verstanden. Natürlich hatte ich es gesehen, dass du Meningitis nur im Zusammenhang mit MM erwähnt hattest. Aber da etwas, das entfernt als Verharmlosung im Sinne von "normale Kinderkrankheit" durchgehen könnte, mir nur im Zusammenhang mit Röteln untergekommen ist, und wir es ja kurz vorher auch noch davon hatten, dachte ich dass du das durchmischst mit MM. Tut mir leid.

    Was hättest du gemacht, wenn eins deiner Kinder die Masern dann eben doch "heftig" bekommen hätte? Wenn du also die Situation selbst erlebt hättest, dass das Leben plötzlich auf der Kippe steht, weil die Krankheit eben so verläuft, wie sie im Lehrbuch steht, mit zahlreichen Komplikationen? Wie würdest du andere Eltern beraten, wenn sie zu dir kämen uns fragen würden, was du von Masernimpfungen hältst?

    Wenn mein Kind doch heftig erkrankt wäre, wäre ich zum Arzt oder ins Krankenhaus gegangen - was denn sonst? Und das hätte möglicherweise auch meine Impfstrategie bzgl. anderer Krankheiten beeinflusst. Schrieb ich ja schon, dass ich MMR vermutlich auch früher geimpft hätte, wenn meine Kinder generell Krankheiten heftig durchgemacht hätten.


    Andere Eltern würde ich nicht beraten. Ich bin ganz schlecht im Beraten (im Sinne von Handlungsempfehlung) und habe da auch gar keinen Bock drauf - nicht umsonst bin ich nicht Ärztin geworden ;). Ich schildere immer nur das, was für mich als Entscheidungskriterium wichtig ist. Für andere kann das ganz anders aussehen.


    Wenn mich jemand fragt, was ich von der Masernimpfung halte, sage ich, dass ich es großartig finde, dass es sie gibt. Ich glaube, mir ist noch keine Impfung untergekommen, die ich total sinnfrei finde. Wenn ich eine Tagesreise von der nächsten Infusion entfernt wohnen würde, hätte ich vermutlich sogar Rota impfen lassen. Bestimmt gibt es für jede Impfungen jemanden, der sie wirklich braucht, und ich finde das Konzept sehr elegant und bin froh, dass die Impfungen entwickelt und hergestellt werden. Aber ich möchte für mich und meine Kinder selbst entscheiden können, was ich wann impfen lasse.

    Andere Argumente in Richtung harmloser Kinderkrankheit finde ich in anbetracht der hohen Komplikationsrate aus prä-impfzeiten sehr verwunderlich, weil nicht nachvollziehbar.

    Ich habe das Gefühl, dass hier jetzt wieder alle möglichen Kinderkrankheiten in einen Topf geworfen werden.


    Meines Wissens bestand (auch unter Impfbefürwortern) schon immer ein Konsens darüber, dass Röteln eigentlich nur für ungeborene Babys von sich infizierenden Schwangeren schlimm sind, für Kinder praktisch ungefährlich, für Erwachsene auch mal unangenehm, aber nicht so schlimm wie andere "Kinder"krankheiten im Erwachsenenalter. Und bei WiPos war es mW lange ähnlich (vielleicht mit etwas mehr heftigen Verläufen auch bei Kindern, aber wenig Langzeitschäden). In manchen Ländern (Schweiz, Frankreich) scheint es bei WiPos ja immer noch so zu sein, bei uns scheint sich die Wahrnehmung gerade zu ändern.


    Und dass Masern in seltenen Fällen ganz blöd ausgehen und häufiger mal mit heftigen Nebenwirkungen (Hirnhautentzündung o.ä.) verlaufen, stellen hier im Thread wohl auch wenige (niemand?) in Frage. Zumindest habe ich nicht gelesen, dass jemand die als "harmlose Kinderkrankheit" bezeichnet hätte.


    Davon abgesehen hätte ich in der Tat nichts dagegen gehabt, wenn *meine* Kinder im KiGa/Grundschulalter Masern bekommen hätten. Das liegt aber daran, dass ich noch Masern hatte, sie deshalb bestimmt einen guten Nestschutz hatten, und sie ansonsten alle Krankheiten problemlos weggesteckt haben (bei WiPos waren sie nur eine Nacht etwas knatschig und konnten erst spät einschlafen, Scharlach hatte T unbemerkt (erst an den schälenden Fingerkuppen aufgefallen), 3-Tage-Fieber hatte keiner von beiden, oder wenn dann unbemerkt, usw.). Das sagt zwar nicht grundsätzlich etwas darüber aus, wie ihr Körper auf Masern reagiert hätte. Aber wenn die beiden Krankheiten generell sehr heftig durchmachen würden, wäre es für mich keine Option gewesen, die Masern in Kauf zu nehmen.

    Diese Einstellung geht letztendlich aber auf Kosten ungeschützter Frauen mit Kinderwunsch oder schwanger.

    Mag sein, dass der Zug inzwischen eh abgefahren ist. Denn die Chance, sich Röteln in jungen Jahren einzufangen, ist wohl inzwischen verschwindend. Zumindest an unserem KiGa und unseren Schulen gab es, seit unsere Jungs dort hingingen, keine.


    Aber auch ich hätte es für besser gehalten, hinsichtlich Röteln die Impfpolitik aus meiner Jugendzeit fortzusetzen, als Mädchen in der 6. Klasse geimpft wurden. Denn durch die Impfung mit 1-2 Jahren gibt es ziemlich viele Frauen, deren Röteltiter mit 30 oder so, wenn sie schwanger sind, so weit abgesunken ist, dass sie keinen Schutz mehr haben. Und die davon überrascht werden, denn: Sind ja geimpft. Mit fehlender Wildviren-Boosterung dürfte das noch häufiger der Fall sein. In meinen Augen wäre es zielführender gewesen, Mädchen bis 12 oder so zu ermöglichen, durch die Krankheit selbst lebenslangen Schutz zu erhalten, und dann diejenigen zu impfen, bei denen das nicht der Fall ist.


    Aber vielleicht geht die Strategie, die stattdessen gefahren wurde, ja tatsächlich auf, und die Röteln werden schnell genug gründlich genug zurückgedrängt, dass die Schwangeren ohne Schutz nicht weiter ins Gewicht fallen.

    Meine (zwei verschiedenen) HG-Hebammen hätten auch keinen US verlangt. Bei T hatte ich aber tatsächlich auch Fein-US, weil ich mich damit für die HG sicherer gefühlt habe. Bei Q hatte ich das Bedürfnis nicht mehr. Beiden Hebammen war es sicher nicht unrecht, zu hören, dass beide US unauffällig waren. Im Vertrag stand aber nichts drin, dass ich einen machen müsse, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie mich dazu gedrängt hätten. Das war aber auch schon 2002 und 2005. Kann ja inzwischen anders sein.

    Fragt ihr Passanten nach dem Weg? Ja, aber nicht mehr so oft wie früher. Aber gerade neulich in Dublin mal wieder. Da konnten wir ein Café, in dem wir frühstücken wollten, nicht finden. Laut Navi mussten wir eigentlich schon vorbeigelaufen sein. Da habe ich einen Passanten gefragt und zum Glück auch sofort den Richtigen erwischt, der uns nämlich erzählen konnte, dass das Café im Untergeschoss eines Museums war. Das hatte uns das Navi nicht verraten.

    Fragt ihr in Bus und Bahn nach dem richtigen Bahnhof? Natürlich nicht auf meiner Standardstrecke, aber dort, wo ich fremd bin, schon (auch gerade in Dublin gemacht)

    Fragt ihr nach der Uhrzeit? Praktisch nie, habe ich aber auch noch nie gemacht. Ich hatte noch nie eine Armbanduhr und bin recht versiert im "Uhrzeit schnorren", wenn ich es mal brauche: rumschauen, bei wem am Arm eine Uhr rauslugt, wo an einem Gebäude eine hängt oder ähnliches. Das mache ich aus Gewohnheit immer noch so. Dass ich ja jetzt mit dem Handy immer eine Uhr rumtrage, vergesse ich meistens und schaue da höchstens mal drauf, wenn jemand anders mich nach der Zeit fragt.

    Benutzt ihr Lexika in Buchform? Nein, nicht mehr. Aber es steht noch auf dem Regal... Für den Blackout :D

    Telefoniert ihr privat, mehr als zu sagen, dass ihr gleich da seid oder das Brot vergessen habt... Also führt ihr privat so richtige Telefonate? Ja. Nicht sehr oft, aber dafür dann lange, meistens 1-2 Stunden. Deshalb geht das auch nicht so oft...

    Weil weiter vorne diskutiert wurde wann es schon mal Impfpflichten gab. Ich bin Jahrgang 81 und wurde in SH in der Grundschule gegen Polio per Schluckimpfung und in der 7. Klasse gegen Röteln geimpft. Also vom Arzt in der Schule und ich weiss noch dass bei Polio meine Eltern nicht gefragt wurden weil meine etwas verrückte Mutter das verweigert hätte 😊.

    Das war aber keine Impfpflicht. Das war bei mir auch so, und zusätzlich noch alle 1-2 Jahre einen TBC-Test in der Schule. Aber eine echte Impfpflicht gab es in der BRD nur gegen Pocken (auch die habe ich mitgenommen).

    Ich habe es jetzt nicht zum Zitieren wiedergefunden, aber mindestens eine von euch schrieb sinngemäß, dass mit einer Impfpflicht gegen Masern auch die Hemmschwelle sinken könnte, für andere Impfungen eine Pflicht zu etablieren. Passend dazu gab es heute einen Artikel in unserer Zeitung, dass eine Schule in der Nähe Schüler, die nicht gegen Windpocken geimpft sind (oder sie durchgemacht haben) bis zu den Osterferien vom Schulbesuch ausgeschlossen sind. Von einer solchen Maßnahme höre ich im Zusammenhang mit Windpocken zum ersten Mal #hmpf

    Den ersten beschriebenen Fall kenne ich nicht. Hast Du zufällig den Originaltitel zur Studie?

    Ich meine, damals, als ich einiges nachgelesen habe, gab es einige Studien, die so aufgebaut waren. Glaube mich aber konkret an eine HPV-Impfung-Studie zu erinnern.


    Meine jetzige Suche spuckt beispielsweise diese hier aus:

    "A Review of Clinical Trials of Human Papillomavirus Prophylactic Vaccines", Schiller et al., Vaccine. 2012 Nov 20; 30(0 5): F123–F138.

    Das war sicher nicht die, die ich damals gelesen habe, dafür ist sie zu neu. Sie zeigt aber, dass diese Praxis scheinbar auch heute noch verbreitet ist.


    Denn da wird (Tabelle 2) als "Control" gelistet: 225 µg Aluminum hydroxyphosphate sulfate (das ist das Adjuvans, der beim Impfstoff Gardasil verwendet wird).

    Drahtesel , und wie funktioniert die Argumentation dann mit dem Trägermittel als Placebo? Davon haben die Teilnehmer ja nun wirklich 0,0 Nutzen. Eher im Gegenteil.


    Und wieso geht das bei anderen Arzneimittelstudien? Dort gibt es doch mW reine Placebos. Auch die sind ja (spätestens als Nocebo) potenziell nachteilig für den Probanden.