Beiträge von Fliegfrosch

    Achso: unsere quasi 13-jährige Langzeitstudie ergibt, dass es nicht immer von Vorteil ist zu schnell zu wachsen. Er hat Schwierigkeiten mit seinen Knien und ist immer wieder mal zwischendrin ziemlich ungeschickt, wenn Arme und Beine in die Länge schießen und der Kopf noch nicht mitkommt. Aber ich denke das ist mal etwas Natur gegebenes, dass man nicht ändern kann und soll, oder?

    Also also, ich habe mir mal eben den mutterkindpass meines inzwischen 13-jährigen riesenbabys gesucht. Der Bub hatte mit exakt drei Monaten eine Länge von 67 cm und über 6 Kilo. Ausgangswert war auch eine geburtslänge von 51cm. Inzwischen ist der Kerl weit über 180, genießt es mir auf den Kopf zu schauen und wird grundsätzlich immer auf 16 geschätzt. Was will man denn machen? Kannst ihnen ja keinen Stein auf den Kopf legen.#nägel

    Wenn kein 2. Kind dann vielleicht ein Hund? #zwinker In Bezug aufs Schlafen gibt es dazu auch Studien: nichts lässt so ruhig schlafen wie ein Hund im Bett oder im Zimmer. :D

    Bei uns war das Zaubermittel eine Katze.


    Seit die bei der Jüngsten im Zimmer schläft, schläft das Kind (jetzt 9) weitgehend alleine ein und vor allem sicher durch. #banane#banane

    Meine Güte, was hatten wir für Nächte. Bis ins gute Kindergartenalter stündliches Stillen, nur zusammen mit mir im Bett schlafen, klammern, am liebsten zurück in mich reinkriechen. Bis vor einem Jahr die Katze einzog. Seither schläft sie in ihrem Bett. Corona hat uns nochmal richtig durchgeschüttelt, da schlief sie erstens bei mir und zweitens kaum mal vor Mitternacht ein, aber nun ist sie wieder völlig im reinen mit der Schlafsituation.

    Ich nehme dafür sehr gern Sachen wie Katzenklo im Kinderzimmer in Kauf.

    Dahinter stand bei uns zunächst ein medizinisches Problem, später dann, wahrscheinlich wegen dieser Sache (nächtliche Epi-anfälle) auch aber vor allem Angst.

    Die konnte ihr die Katze nehmen. Plötzlich war sie nämlich nicht mehr die Hilflose, sondern "musste" sich kümmern, da sein für das Tier. Auch und vor allem Abends, wenn die Mieze zu ihr ins Zimmer kommt und Liebe will.

    Ich wünsche euch ganz stark, dass ihr eine Lösung findet, mit der es euch beiden gut geht!

    Nein ich wüsste ehrlich gerne worauf hinauswollt und welchen Umgang ihr euch mit diesen Leuten wünscht.

    Klare Worte, wie du vermutlich auch. Und ich für mich wo es mich betrifft, (denn solche Vollhonks begegnen mir tatsächlich im RL) klare Kante im direkten Umgang. Was mir schwer fällt, ist (das erlebe ich ebenfalls in echt, ich kann nicht beurteilen, ob das hier im Forum auch so einzuordnen wäre) wenn die Gegenseite sich zusammenfindet, um sich über diese Leute auszutauschen und sich der eigenen Gruppendynamik zu versichern. Alles was Gruppenbildung und Abschottung verstärkt, erlebe ich als wenig hilfreich.

    Himmel, hört auf, da drauf rumzureiten. ICH für MICH habe damit ein Problem. Weder sage ich, dass Elfchen "böse" ist noch äußere ich den Wunsch, das zu diskutieren. Aber nachdenken, was solche Hoppalas mit mir machen, darf ich ja dürfen, oder?


    Im übrigen merke ich langsam, wie meine Rolle hier langsam sehr unangenehm kippt, ich fühle mich wahrgenommen wie eine Anwältin für den Dialog mit Neonazis.

    Nachdem mir der Schuh nicht passt, werde ich mich etwas zurückhalten in der nächsten Zeit. Danke für die spannende und mMn gewinnbringende Unterhaltung gestern!

    Und zu Elfchen s umstrittener Aussage. Sowas hinzurotzen und dann lapidar sagen „war ja gar nicht so gemeint“ reicht als Klärung? Nachdem sich tagelang um ein humanistisches Weltbild gestritten wurde?

    Aber bitte, sie hat ja nun wirklich mehrfach und deutlich gemacht was sie meint und mitgeteilt, dass sie falsch formuliert hat, sie hat sich von ihrer falsch verstandenen Aussage differenziert, dich jetzt weiterhin daran ab zu arbeiten und so zu tun als wäre sie der fleischgewordene linksautonome Teufel ist nicht ok.

    Ich arbeite mich daran nicht ab. Es macht nur mit mir etwas, wenn solche aussagen kommen und zwar egal von wem. Das ist nämlich meine rote Linie. Die hat ja jede hier und ich eben auch.

    Für die weitere Debatte im Gesamten hat das vermutlich keine weiteren Auswirkungen, aber ich darf mir bitte überlegen, wie ich persönlich damit umgehe.

    Zu oben:

    Der untere Zitatteil ist von dir, geschrieben als Antwort auf meine Anmerkung zu den Einschränkungen von Toleranz. Ich beziehe mich ganz klar auf Vorgänge hier im Forum. Du sprichst von Nazis. Verzeih, wenn ich das in dem Kontext lese, in dem es steht.


    Und zu Elfchen s umstrittener Aussage. Sowas hinzurotzen und dann lapidar sagen „war ja gar nicht so gemeint“ reicht als Klärung? Nachdem sich tagelang um ein humanistisches Weltbild gestritten wurde?

    ok, one last turn: solange sich die Aussagen innerhalb des demokratischen Spektrums bewegen, fürchte ich bleibt nix übrig, als miteinander zu reden. Othering bring uns alle nicht weiter, sondern ist mMn nur ein Notfallinstrument.

    Natürlich ist es nicht vergleichbar. Es sind auch zwei völlig verschiedene Themen, wieso soll man die vergleichen?

    Willst du nun ernsthaft die Ausgrenzung von Flüchtlingen damit gleichsetzen, wenn sich hier gegen Nazis ausgesprochen wird?

    Hier wurde sich gegen im Rahmen des demokratischen Spektrums und vor dem Hintergrund einer humanistisch geprägten Kultur durchaus noch legitimen Sichtweisen ausgesprochen und nicht gegen Nazis. Es entstand daraus ein Wir gegen Andere. Sagst du mir eine Userin, die du guten Gewissens als Nazi bezeichnen würdest?

    Muss ich jetzt hier im Forum einen Nazi ausmachen, um mich gegen nazistische Aussagen auszusprechen?

    Liebe Shevek , wir haben offenbar so gänzlich unterschiedliche Ansichten darüber, was ein Nazi oder eine nazistische Aussage ist, dass ich hier einfach beschließe, schlafen zu gehen. Nimm’s mir nicht krumm, ich bin zu müde, um die letzten vier Tage wieder durchzugehen auf der Suche nach gefühlt hundert Ziaten, mit denen ich empirisch untermauern kann, dass vieles konservativ, manches zynisch und einiges unemphatisch geschrieben wurde, aber Nazimist hab ich tatsächlich nur ganz dezent an einer einzigen Stelle gesehen.


    Und nachdem ich eben gelernt habe - nicht von dir, um Misverständnissen vorzubeugen - dass es legitim ist, Menschen ihre unantastbare Würde abzusprechen, mag ich gerade auch nicht mehr so richtig reden. Da muss ich erst mal drüber nachdenken.

    Na dann mal Danke für dieses anschauliche Beispiel dafür, was für mich inakzeptabler Radikalismus ist. Und nein, du bist nicht die einzige Erleuchtete, die sich mit diesem Dreckmist befasst ab und an. Jemandem die Menschenwürde abzusprechen ist dennoch in keiner Weise mit dem, was du so als Wertekonstrukt hinter dir wähnst, vereinbar.

    Willst du nun ernsthaft die Ausgrenzung von Flüchtlingen damit gleichsetzen, wenn sich hier gegen Nazis ausgesprochen wird?

    Hier wurde sich gegen im Rahmen des demokratischen Spektrums und vor dem Hintergrund einer humanistisch geprägten Kultur durchaus noch legitimen Sichtweisen ausgesprochen und nicht gegen Nazis. Es entstand daraus ein Wir gegen Andere. Sagst du mir eine Userin, die du guten Gewissens als Nazi bezeichnen würdest?

    Im übrigen finde ich auch gar nicht, dass jede immer allen gegenüber tolerant sein muss. Bin da klar bei dir, Kiwi . Nur Toleranz und Gleichwertigkeit aller als den ultimativen Maßstab anzusetzen und dann Einschränkungen zu machen, find ich schwierig.

    Im dem SInne: lieber keine Ankündigung von Kuchen für alle, wenn ich mit dem Typen rechts außen Im Saal nicht Teilen will.

    Das ist allerdings nun eine Unterstellung von dir.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass der Kuchen nur an Leute mit korrekter Gesinnung gehen soll.

    Du nicht, sondern Kiwi

    Paradoxon der Toleranz



    Ich möchte euch einen kurzen Abriss zum Gedanken des Paradoxon der Toleranz dalassen.

    Schon klar. Klingt erst mal super, es Bleibt dennoch erstens die Frage der Deutungshoheit (jede*r für sich hat sie persönlich, aber in Gruppen und gesamtgesellschaftlich wird es schon interessanter) und zweitens die, ob es legitim ist, die Einschränkung der Toleranz nur auf, sagen wir mal, eine Gruppe anzuwenden oder ob es dann nicht gerade deshalb wichtig wäre zu schauen, wer wirklich wie tolerant und gesprächsbereit ist und wer jenseits dieser Schwelle ist.

    Shevek das mit der Wurzel: ich hatte dich so verstanden, als dass du radikal bevorzugst, weil es für dich besser ausdrückt, was gemeint ist: ganz streng am Kern, an der Wurzel der Sache, des Wertes bleiben. Ich wollte darauf hin sagen, dass sich meiner Erfahrung nach diese Art von Radikalität immer auch im Leben bewähren muss, dass jede*r einen Weg finden muss, das auch ins Leben zu integrieren, weil es sonst bedeutungslos bleibt. Meine Erfahrung ist, dass ich im Kern sehr radikal sein kann, aber das Leben (sinnbildlich Umwelt...) doch den einen oder anderen Umweg oder Kompromiss verlangt.


    Siehst, so eindeutig ist für mich gerade dein Beispiel mit Hitler nicht: sowas fällt mMn in den Bereich der Dilemmageschichten, weil es im Augenblick des Tuns immer mehrere moralische Implikationen gibt und die Folgen selten klar absehbar sind.

    Würd ich tatsächlich auf jemanden schießen, der jemanden anderen anzündet, wäre es ebenso. Sowas kann ich echt nur hypothetisch sehen und sollte mir jemals so ein Moment begegnen kann ich hoffen, dass ich das richtige tue, was immer das ist. Die Klarheit über gut und böse hat mir das Leben schon ein bisserl abgewöhnt.

    Vielleicht tu ich mich deshalb so schwer mit den hier vertretenen verbalen Radikalitäten, weil für mich hinter jeder Person diese große Geschichte steht, die ich nicht kenne. WIe kann ich dann urteilen? Und grundsätzliche Urteile über manche Userinnen wurden hier schon recht harsch gefällt in den letzten Tagen... Ich persönlich kann da echt nicht mit.

    So, sorry, das klingt jetzt so moralisch überlegen. SOll es nicht, ich versuche nur zu lernen und zu verstehen.