Beiträge von Victoria

    Ich komme aus einer Autofahrerfamilie und war einigermaßen konsterniert, als meins vor drei Jahren die Grätsche machte und ein neues nicht finanzierbar war.

    Heute sage ich: Zum Glück. Ich falle vor dem Haus in die U-Bahn und wenige Schritte vor der Arbeit wieder heraus. Parkplätze und Stau haben keine Bedeutung mehr. Winterreifen und die jährlichen Steuer- und sonstigen Rechnungen fallen weg. Ich kann unterwegs lesen. Und abends ein Glas Wein trinken. Im Rückblick habe ich früher viel zu viele Wege mit dem Auto zurückgelegt, für die absolut keins notwendig gewesen wären. Allerdings ist meine Berliner Wohn- und Arbeitssituation auch sehr luxuriös, was die Öffentlichen angeht.

    Als das Kind im ersten Jahr Kindergarten war und noch im Buggy saß, war das allerdings nicht so komfortabel, damals hatte ich auch gerade kein Auto: Keine Aufzüge zur U-Bahn (die bauen sie jetzt...). Das hieß jeden Tag viele Treppen hoch und runter mit Kind und Buggy, und nur selten findet sich jemand, der hilft.

    Heute teile ich mir das Auto mit einem Freund, bei dem es nur herumsteht, ich nehme es allerdings nur, wenn das Kind zum Golfen gefahren wird, denn da fährt original nichts hin, ohne Auto kein Golf. Wir sind da wahrscheinlich die einzigen ohne Auto.

    Und wenn ich morgens vor fünf zum Frühdienst fahre, nehme ich mir eins vom Carsharing von der Straße. Nach etlichen echt unschönen Begegnungen um diese Zeit in der U-Bahn meide ich die um diese Uhrzeit, vor allem, wenn es aufs Wochenende zugeht.

    Aber wenn es für alle so einfach wäre, den Alltag mit Öffentlichen und gegebenenfalls einem Leihauto zu meistern, hätten vermutlich ganz viele kein privates Auto mehr. Mein Kind ist nicht mehr klein, ich bin gut zu Fuß, lege keine ewig langen Strecken zurück und muss nur selten was Sperriges transportieren.

    Mein Ziel für dieses Jahr ist ein funktionstüchtiges Fahrrad - allerdings scheue ich mich vor dem Weg zur Arbeit damit. Es geht lange bergauf, und ich muss meistens kurz nach dem Ankommen vorzeigbar sein, da möchte ich ungern keuchend und verschwitzt loslegen (und hab kein eigenes Büro, von einer Dusche ganz zu schweigen...)

    Sohn (11) spielt Klavier, seit er fünf ist, mit Höhen und Tiefen - vor dem Unterricht mault er gerne und Üben geht im Moment auch nur, wenn ich daneben hocke, und dann bekommen wir uns gerne mal in die Haare. Aber wenn er aus dem Unterricht kommt, ist er immer ganz glücklich.


    Und dann spielt er Golf, seit er sieben ist. Jede andere Sportart hat ihn damals nicht interessiert, Fußball nicht, Schwimmen konnte er schnell und hatte das für sich abgehakt, Judo fand er langweilig. Und dann hat mein Bruder ihn mal mitgenommen auf den Golfplatz und ihm eine Stunde lang erklärt, wie man den Schläger hält - und das Kind entbrannte in Leidenschaft fürs Golfen. Seitdem spielt er, und das bedeutet, da wir mitten in Berlin wohnen, jedesmal eine knappe Stunde Fahrtzeit hin und zurück, und ich muss mir jedesmal ein Auto leihen, ohne kommt man da nämlich nicht hin. Deswegen ist er noch nicht ganz so weit wie andere in seinem Alter, weil wir außerhalb der Trainingszeiten so gut wie nie auf den Platz kommen, dazu fehlt einfach die Zeit - aber er machts nach wie vor gerne. Und ich bin auch nicht böse - die Kinder sind bei jedem Wetter draußen, und ich habe Golf schätzen gelernt. Wenn ich Zeit und Geld hätte, würde ich am liebsten auch spielen.

    So, wie Du ihn beschreibst, klingt es, als wäre das Gymnasium die bessere Wahl. Langweilen sollte er sich nicht, er scheint ja eine sehr schnelle Auffassungsgabe zu haben. Ich habe keine Ahnung was da für Möglichkeiten bestehen, aber könnte er denn vielleicht diesmal eine Schulbegleitung bekommen, falls das nötig erscheinen sollte? Und wäre es für ihn von Vorteil, dass die große Schwester schon auf der Schule ist?

    Hier noch eine Stimme dazu, es zu erlauben. Ich war mit 13/14 mehrmals mit meiner Freundin auf Ponyhöfen. Sie hatte damals schon lange voltigiert (auch ganz früh angefangen, mit 6 oder so). Ich nicht. Ich bin bei den Ponyhofferien mehrmals vom Pferd geflogen, sie hatten mir eins mit chronischem Husten gegeben, wir hatten keinen Sattel, und wenn das Pferd beim Galoppieren husten musste, hat es den Kopf runtergerissen und ich regelmäßig den Abgang gemacht, mäßig schön, wenn drumherum noch mehrere andere Pferde und Pony schnell unterwegs sind, MIr ist zum Glück nichts passiert - aber wenn wir die Pferde getauscht haben, blieb meine Freundin immer oben, sie hatte ein ganz anderes Gefühl fürs Pferd und ich habe sie sehr beneidet dafür. Und vom Pferd fallen konnte sie auch entschieden formvollendeter als ich.


    Und noch ein Satz zu den sozio-kulturellen Codes im Reitstall: Vielleicht hinkt der Vergleich, aber so ähnlich war mir zumute, als das Kind hier angefangen hat, Golf zu spielen. Meine Bedenken haben sich aber zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst. Wir haben weder einen SUV, noch spielen wir Eltern Golf, noch kommen wir in den Osterferien braungebrannt aus irgendeinem schnöseligen Cluburlaub oder jammern im Herbst darüber, dass das Segelboot winterfest gemacht werden muss. Und siehe - ich fühle mich da trotzdem wohl und gut aufgehoben. (Und ja, klar, da sind natürlich auch ganz normale Menschen wie wir, die auch einfach nur Golf spielen wollen, oder dem KInd zugucken. Oder strickend in der Ecke sitzen und aufs Trainingsende warten).

    Mir ist Silvester eigentlich zu laut, ich bin mitten in der Hauptstadt, ich könnte auch gut drauf verzichten. Aber: Arbeitstechnisch "musste" ich diesmal zum traditionellen Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker, und das war schon schön.


    Dadurch hatte ich diesmal auch nichts mit irgendwelchen Vorbereitungen in der Küche zu tun. Und durfte mich nach getaner Arbeit an einen gedeckten Tisch mit Freunden und Familie setzen. So gefällt mir sogar Silvester.

    Ich habe keine Ahnung, und genau deswegen würde ich das einem Arzt zeigen, und das möglichst schnell. Es klingt für mich als Laie nach einer allergischen Reaktion. Duschgel, Creme, Putzmittel, Rasierzeugs, was anderes gegessen als sonst? Ganz blöd, dass er so stur ist.

    Autsch.


    Ich hatte mal einen wegen der vielen Fehler fast unleserlichen Krimi von Agatha Christie, den habe ich dem Verlag geschickt. Kam eine blumenreiche Entschuldigung zurück. Und ein paar Krimis als Entschädigung. Leider hatte ich seitdem nie wieder was Vergleichbares...

    Der Bahnhof war hier auch der Renner, und leider auch (leider weil teuer) der Lokschuppen. Ansonsten viele viele Schienen und Verbindungselemente.


    So ab sechs fand er auch die elektrischen Loks super. Da kann man 1350 Anhänger dranhängen und gucken, ob sie es schafft, die zu ziehen...

    Ich finde ja Golf ganz großartig. Damit fangen so viele Erwachsene erst spät im Leben an und bringen es auch zu etwas - da ist ein Zwölfjähriger noch früh dran.


    Hier hatte sich das Kind weder mit Fußball, noch mit Judo, Schwimmen oder irgendetwas anderem anfreunden können - aber eine Probestunde auf dem Golfplatz hat dann die ganz große Begeisterung ausgelöst, die bis heute anhält. Zum Thema "Ist Golf überhaupt Sport..."? - die Kinder machen zum Golftraining immer noch eine halbe Stunde Krafttrainig, kommen also durchaus auch aus der Puste. Und das Golftraining selbst ist, wie ich finde, ein bisschen wie Schach spielen auf dem Rasen - man muss sich ungeheuer konzentrieren und genau auf sich und seine Haltung achten, damit ein Schlag gelingt. Dazu kommt das geamte Regelwerk. Die Kinder sind ganz schön ausgepowert, wenn sie zwei Stunden auf dem Rasen gestanden haben.


    Die große Frage ist natürlich, ob Ihr einen Golfclub in der Nähe habt, der gut zu erreichen ist, in der Regel geht das kaum ohne Auto und Elterntaxi, das ist der Nachteil. Da alledings der Golfsport eine Weile um Nachwuchs gebangt hat, bieten die meisten Clubs ein bezahlbares Jugendtrainig an und nehmen gerne neue Mitglieder auf. Meistens gibt es Schnupperstunden, die man einfach mal unverbindlich mitmachen kann um auszuprobieren, ob das was sein könnte, was einem Spaß macht.

    Mir hat Cortison sehr geholfen. Allerdings war der Tinnitus da schon ein paar Monate alt, und kommt bis heute (seit zehn Jahren) immer mal wieder, vor allem in stressigen Situationen.

    Viel trinken, sagte meine Ohrenspezialistin. Von Gingkotabletten dagegen hält sie nichts, die ja immer mal bei Tinnitus empfohlen werden.

    Ich habe eine wabernde und leider gar nicht saubere kleine Terz im Ohr, zum Glück hält sie sich wenigstens in tieferer Lage auf...

    Ich habe in dem Alter selbst spiegelverkehrt geschrieben und dami bei den Erwachsenen eine Menge Eindruck geschindet. Mit der ersten Klasse löste sich das schnell wieder auf. Ich bin Rechtshänderin. Einfach machen lassen, ich meine auch, zu diesem wohl häufigen Phänomen mal eine einleuchtende neurologische Erklärung gelesen zu haben, Synapsenverknüpfung und so... ich weiß leider nicht mehr, wo.

    Wie traurig. So eine tolle Sängerin.


    Sie war auf der zweiten Seite einer Kassette, die mir mein Klavierlehrer in den 80ern überspielt hat. (Auf der anderen Seite das Schumann-Klavierkonzert. Seitdem warte ich nach dem Konzert immer auf Aretha wie ein Pawlowscher Hund.)