Beiträge von Sakura

    Rechtfertigung in Anführungszeichen. Mir ist klar, dass ihr lösungsorientiert herangeht und nicht die Lehrerin fertig machen wollt. Aber welche neuen Erkenntnisse können in so einem Termin gewonnen werden? Dadurch, dass die Bitte um ein Gespräch vom Elternbeirat kommt, würden bei mir Anspannungsgefühle entstehen. Dafür kann keiner etwas, es wäre aber leider so. Emotionen lassen sich ja so schlecht unterdrücken.

    Entschuldige, wenn ich etwas zu straight war.


    Ich denke gerade an die Lehrerin, die vielleicht dauermüde ist und zusätzlich von Übelkeit geplagt wird (schwangerschaftsbedingt). Da hätte ich keine Kraft mehr für ein "Rechtfertigungs"-Gespräch mit dem Elternbeirat gehabt, vermutlich auch noch abends, wenn ich lieber auf der Couch abhängen würde. Die Arbeit außerhalb der Schule (Stoff vor- und nachbereiten) flutscht vermutlich auch gerade nicht mehr so flott von der Hand und es geht mehr Zeit drauf. Außerdem weiß man ja nie, wie die Vorgeschichte war, vielleicht hat sie schon zig frühe Fehlgeburten hinter sich und mag' überhaupt nicht mehr als notwendig über dieses Thema sprechen.

    Ich weiß nicht, wie das Prozedere ist und ob jede Schule es anders handhabt.


    Meine Gedanken dazu:


    Super, die Kinder wissen schon Bescheid. Das ist toll, falls die Lehrerin kurzfristig ausfallen sollte.

    Wenn es irgendetwas Elternrelevantes geben sollte, wird es euch bestimmt mitgeteilt, sobald es klar ist.

    Zusätzlich würde ich der Lehrerin irgendwann nach der 13. Schwangerschaftswoche gratulieren.


    Wozu benötigst du weitere Infos? Deine gestellten Fragen kann ich meinem Kind auch beantworten, wenn ich die Antwort nicht weiß: Kann sein, dass die Lehrerin nicht mehr lange da ist, kann aber auch sein, dass sie noch einige Monate da ist. Das wird das Kind schon sehen. Wann sie wiederkommt, wäre mir egal. Das weiß doch eh keiner, vermutlich nicht mal sie selber. Eine Vertretungslösung gibt es vermutlich noch nicht, aber irgendeine Lösung wird es schon geben, wenn es so weit ist.


    Zu der Mail vom Elternbeirat waren meine spontanen Gedanken: Der Elternbeirat scheint Langeweile zu haben. Die arme Lehrerin, jetzt muss sie höflich sein und einem Gespräch zustimmen, welches für die Katz' ist. Welche Fragen möchtet ihr denn klären? Sie ist schwanger und gut ist. Alles ist möglich und keiner weiß es im Vorfeld. Und warum geht man davon aus, dass nicht von allen Seiten versucht wird, für die Klasse eine gute Lösung zu finden? Ich würde tatsächlich schicksalsergeben warten. Warum sollte mit den Eltern darüber geredet werden, welche Optionen bestehen? Das ist Sache der Schulleitung und Ebenen weiter drüber. Ich möchte die fertige Lösung mitgeteilt bekommen und wenn diese mir nicht zusagen sollte, dann kann man versuchen, da etwas daran zu ändern.


    Da die Mail an die Lehrerin vermutlich schon raus ist, würde ich versuchen, zu retten, was zu retten ist. Gratulieren, einen Blumenstrauß überreichen und fragen, wie man die Kinder im Hinblick auf einen Lehrerwechsel unterstützen kann. Alles andere von wegen wie lange sie in Elternzeit bleibt, ist meines Erachtens Privatsache der Lehrerin. Auch ob sie demnächst schon ausfällt, weil sie vielleicht gegen irgendeine Krankheit nicht immun ist, geht keinen etwas an und unterliegt dem Datenschutz.

    Mir ist noch nicht ganz klar, was genau du mit den Ohren hast. Ich würde in solch einem Fall wohl davon absehen, irgendetwas hineinzuträufeln.


    Achtung medizinisches Laienwissen: Bei Entzündungen kann es Schwellungen geben, die schmerzen. Ich würde dann wohl Homöopathie probieren: Apis, Hepar sulfuris, Kalium bichromicum, Lachesis. Aber da kennst du dich bestimmt besser aus als ich blutiger Anfänger.


    Kannst du nochmal deine Symptome beschreiben? Trommelfell ist intakt? Gibt es einen Paukenerguss? Hinter dem Ohr am Knochen ist alles fein, wenn man fest draufdrückt? Hast du eine verstopfte Nase? Irgendwelche gehäuften Infekte in letzter Zeit, die die Adenoide zum Wachstum anregen? Verspannungen? Irgendwelche Zahngeschichten?

    Ich habe gerade im TV die Aussage gehört, dass es normal ist, täglich zu duschen. Alles andere sei unhygienisch und widerlich. Da ich nicht als der letzte Ekel wahrgenommen werden will, frage ich mich, ob ich meine Routine überdenken sollte.


    #baden


    Ich muss zugeben, dass ich nicht täglich dusche. Sondern nur alle 2, manchmal sogar 3 Tage, außer ich schwitze oder bin sonstwie verdreckt. Ich meine aber, dass ich nicht müffele. Meine Familie hat diesbezüglich noch nichts gesagt.


    Schlimmer noch, seit ein paar Jahren dusche ich ohne Duschgel und Intimlotion. Aber meiner Haut geht es seitdem sehr gut. Keine trockenen Stellen mehr, keine Rötungen, keine Ekzeme. Sie sieht an jeder mir einsehbaren Körperstelle gesund aus und riecht nach nichts. Ich habe mich gerade nochmal intensiv beschnuppert. :) Auch der Intimbereich macht keinerlei Zicken mehr. Das war früher trotz intensiver Reinigung anders.


    Also, wie handhabt ihr das?

    Wenn es Wellness sein soll, dann die Therme Schwangau. Der Blick aus der Panorama-Sauna auf die Berge und Schloss Neuschwanstein ist einfach toll. Da gibt es noch mehr Saunen und halbstündlich sehr gute Aufgüsse. Und in den Sole-Becken fühlt man sich wie im Toten Meer. Man kann herrlich floaten. Und immer mit Blick auf die Berge... Ach herrlich.

    Ich persönlich gebe Bescheid, sobald ich erahne, dass ich so krank sein werde, dass ich morgen nicht zur Arbeit kommen kann. Ich teile dann mit, dass es sein könnte, dass ich morgen flachliege und melde mich dann nochmal am nächsten Morgen so zeitig wie möglich, dass ich krank bin.


    Meine Arbeit beende ich in der Regel noch, denn von einem Moment auf den anderen die Arbeit abzubrechen, das geht nicht, es sei denn, ich habe einen Herzinfarkt oder ähnliches. Falls ich etwas Ansteckendes vermute, verhalte ich mich dementsprechend vorsichtig, bin dabei aber grundsätzlich nicht panisch, weil ich ja in den meisten Fällen auch schon ansteckend war, als ich noch keine Symptome hatte. Bei vielen Krankheiten ist man ja schon mehrere Tage vorher ansteckend, da sind die 3 Stunden bis Arbeitsende jetzt auch nicht mehr entscheidend.

    JooBoo interessant. Du gefährdest dann also Neugeborene, die Mutter und dich selber sich mit Magen-Darm anzustecken, weil dein Arbeitgeber nicht für Ersatz sorgt?

    Ich würde lieber das Neugeborende und die Mutter durch Magen-Darm gefährden, als dass ich unter der Geburt alles stehen und liegen lasse und das Kind mit der Schulter steckenbleibt und beide daran sterben.

    Es ist illusorisch, dass ein "Arbeitgeber" zu jedem Zeitpunkt für jeden sofort Ersatz organisieren kann.

    Genau so.


    Mir ist Mondschein s Punkt schon klar, dass es Misstände gibt, die beseitigt gehören, aber dass sollte man dann im Nachhinein thematisieren, anstatt Personen zu gefährden, weil ich aus Prinzip die Misstände genau jetzt in diesem Moment ändern möchte. Ich vermute, dass es sogar vor Gericht kritisch werden könnte, sollte man in bestimmten Situationen "den Stift fallen lassen" und es führt zu einem größeren personellen oder materiellen Schaden, obwohl es noch gegangen wäre.

    Wir hatten mal alle sehr heftig MD, nur bei mir kam es nicht zum Erbrechen, weil ich über mehrere Tage nichts (gar nichts) gegessen habe, außer 3 mal täglich einen Teelöffel Heilerde, um das Virenzeug im Magen-Darm-Trakt zu binden und auszuscheiden. Durchfall war allerdings da (mäßig) und ein ständiges starkes Übelkeitsgefühl, bei dem ich immer wieder überlegt habe, doch zu essen und dann mal gepflegt zu kotzen, um es endlich los zu sein. Da aber der Rest der Familie über 2 - 3 Tage gebrochen hat, konnte ich mich motivieren, doch nichts zu essen. Mich zu übergeben strengt mich körperlich immer so an und einer von uns Erwachsenen musste wegen der Kinder halbwegs funktionieren.


    Edit: Bei mir hat die ganze Sache dafür allerdings doppelt so lange gedauert (6 statt 3 Tage) als beim Rest der Familie. Sich übergeben ist ja für den Körper ein hilfreiches Mittel, um Krankmachendes loszuwerden.

    Ich habe schon ein wenig gegoogelt, aber einige Punkte sind mir noch nicht klar geworden.


    Kommen mögliche Erkältungssymptome bei einer Borreliose erst im 2. Stadium oder schon im 1. Stadium?

    Wie lange dauert es vom Auftreten der Wanderröte bis zum Beginn der Erkältungssymptome, sofern man überhaupt welche hat?

    Wie lange dauert es vom Stich bis zu den Erkältungssymptomen?


    Wie lange mussten eure Kinder unter 9 Jahren Antibiotika nehmen?

    Die Leitlinien sagen das eine und 2 Arztaussagen ergaben 2 weitere Varianten.

    Wie verändert sich eine Wanderröte bei AB-Gabe? Und wie schnell?

    Muss man AB geben, wenn die Wanderröte innerhalb von Tagen von selbst verschwindet?

    Ich würde das (bin allerdings komplett unerfahren) als Zeichen deuten, dass der Körper allein damit klar kommt.


    Muss man unbedingt Antibiotika nehmen? In Untersuchungen wird immer wieder festgestellt, dass viele Leute Antikörper gegen Borreliose haben, aber nie Medikamente genommen haben, weil sie gar nicht bemerkt haben, dass sie eine hatten. Wie hoch ist das Risiko, irgendetwas Manifestes zu entwickeln? Woran liegt es, dass manche Immunsysteme damit klarkommen, andere nicht?

    Damit sich der Thread noch für Reinlesende lohnt:


    Wo könnte die Grenze liegen, wie lange die Temperaturen über 25° Grad sein dürfen, damit den Medikamenten nichts passiert?

    Also, 5 min machen da bestimmt nichts, 30 min könnten wahrscheinlich auch noch gehen, aber wie sieht es mit 1 Stunde aus oder mehreren Stunden?

    Nach einer Woche im Auto beim Strandurlaub würde ich jegliches Zeug nicht mehr verwenden.

    Außer Pflaster, das würde man ja dann beim Aufkleben merken.


    Oder jetzt bei der Sommerhitze, der ein oder andere hat ja um die 27 - 28° Grad in der Wohnung. Macht das was aus?

    Habe ich auch schon überlegt. Aber das geht eigentlich wirklich nicht. Das ist so fachfremd und dann noch eine unbekannte Mutter, welches das kranke Kind nicht dabei hat. Nur auf Zuruf ein Antibiotikum verschreiben, würde ich wohl nicht, selbst wenn es nicht fachfremd wäre.


    Aber neue Idee: Ich werde den Besitzer meiner Apotheke des Vertrauens anrufen, da geht bestimmt etwas. Unsere ganze Krankheitshistorie ist bei dem im Computer gespeichert, da könnte man sich wohl so weit aus dem Fenster lehnen und uns das immer gleiche AB vorab rausgeben.

    Nur kurz, da in Eile.


    Wir müssen auf eines unserer normalerweise zu Hause wohl temperiert gelagerten Antibiotika zurückgreifen oder heute noch zum Arzt wegen einem Rezept.


    Das Antibiotikum (Am*clav Trockensaft) war vor 3 - 4 Wochen etwa 6 Stunden im heißen Auto (geschätzt zwischen 60 und 70° Grad Lufttemperatur).

    Das Pulver war originalverschlossen in der Flasche sowie in der Umverpackung und in einer weißen Tasche im dunklen Bereich des Autos gelagert.

    Tja, und nun frage ich mich, ob das Pulver innendrin die 25° Grad überschritten hat und ob es dann komplett nicht mehr wirkt.


    Übermorgen ist der Termin an dem wir unser neues Ersatz-AB bekommen sollten. Wir müssen nur 2 Tage überbrücken.

    Wir sind heute bei anderen Ärzten vorstellig und ich weiß gerade nicht, wie ich noch einen zusätzlich einschieben soll.

    Würde dann sonst auf Krankenhaus abends und Notfallapotheke hinauslaufen, nur weil wir ein Rezept brauchen.


    die.lumme , zu Hilf...


    PS:

    Und wie verhält es sich mit Cipr*flox*cin (lokal), Nur*fen-Fiebersaft, Par*cet*mol-Tabletten, Hustensäften, Salben?

    Kleben vielleicht auch Pflaster dann nicht mehr so gut?

    Alles neu anschaffen?


    Edit: Pünktchen zwischen die Medikamentennamen gesetzt.

    Ich finde das spannend gerade, dass auch Gemüse schädlich sein kann und eben nicht immer Goldstandard, vor allem roh. Ist sehr ungewohnt.

    Die Frage ist immer - wie schädlich? Klar, alle Pflanzen enthalten Giftstoffe gegen Fressfeinde. Das bemerkenswerte bei Pflanzen ist aber, dass sich die Wirkstoffe oft ausgleichen, bzw. die gleiche Pflanze auch das "Gegengift" enthält. (In der Kräuterheilkunde kannst Du oft das gleiche Kraut für komplett gegensätzliche Krankheiten verwenden - und es hilft - wo die Pharmaindustrie auch komplett gegensätzlich wirkenden Medikamente anbietet.)


    Das ist aber auch mein Problem, wenn Pflanzen auf Grund eines einzigen Inhaltsstoffes als "gefährlich" gelten. Die Studien dazu sind zum Teil haarsträubend - die Dosis macht das Gift. (Dabei gibt es natürlich durchaus Pflanzen, die problematische und für Menschen giftige Stoffe in größerem Maße enthalten.)

    Genau, man kann nicht immer nur eine Seite der Medaille betrachten. Aber ebenso kann ich die Trends um Superfoods nicht nachvollziehen. Wir haben hier auch gehaltvolle Lebensmittel. Außerdem sind die Superfoods meist teuer und derart exotisch, dass sich die wenigsten Menschen hierzulande mit der richtigen Zubereitung auskennen.


    Den Hype um Chia-Samen beispielsweise kann ich nicht verstehen. Klar haben die gute Inhaltsstoffe (schlechte allerdings auch), aber die meisten Leute verwenden sie immer ungemahlen und auf diese Weise passiert schlicht und ergreifend nichts anderes als das man mehr kacken kann. Der menschliche Verdauungsapparat ist nicht in der Lage die Körner aufzuschließen. Die kommen im Ganzen mit allen wertvollen, jedoch unangetasteten Inhaltsstoffen wieder hinten raus. Zumindest hat der Körper dann auch nicht die schlechten Inhaltsstoffe aufgenommen. :D

    Und was spricht dagegen, das Einweich- und Kochwasser auch bei gesunden Därmen wegzukippen, damit diese Därme gesund bleiben? Es kostet nur ein paar Minuten Zeit und ein paar Cent Leitungswasser. Das traditionelle Vorgehen ist leicht umsetzbar.


    Der Krebs wird nicht durch die Hülsenfrucht an sich verursacht, sondern durch zu hohe Mengen Saponine. Im Übrigen ist die Krebsentstehung ja recht individuell aufgrund unterschiedlichster Lebensbedingungen: Bei dem einen entarten die entzündeten Zellen schneller und er erkrankt mit 50 an Krebs, bei dem anderen dauert es länger und er würde mit 120 erkranken, nur ist er dann meist schon vorher an anderen Ursachen gestorben. Fakt ist, chronisch entzündete Zellen machen irgendwann schlapp, wenn die Entzündung nicht gestoppt wird. Ist halt eine Frage der Zeit und Rahmenbedingungen.


    Da wir noch nicht über Quinoa geredet haben: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Quinoa nicht für Kinder unter 2 Jahren und Personen mit Darmkrankheiten, da trotz industrieller Schälung und Reinigung immer noch hohe Saponingehalte erreicht werden. Außerdem enthält es Phytinsäure, auch deshalb gut einweichen. Und der Vollständigkeit halber: Auch Phytinsäure ist in geringen Mengen positiv für den Körper. Aber beispielsweise nicht in der Weizenkleie mit sage und schreibe 3600 mg pro 100 g (zum Vergleich weißer Reis 240 mg pro 100 g). Veganer müssen gut aufpassen, da sie viel Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse verzehren (alles phytinhaltig -> alles nach Möglichkeit einweichen und ankeimen lassen). Irgendeine Studie zeigte bereits vor 2 - 3 Jahrzehnten, wie beispielsweise die Eisenaufnahme aus der Nahrung stieg, sobald der Phytingehalt gesenkt wurde. Das gilt für alle Mineralien, weil sie schwer lösbare Komplexe mit der Phytinsäure eingehen.


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    Ich glaube, mir reicht es jetzt erst einmal. Und die nächsten Tage bin ich eh nicht am PC. Die genannten Links schaue ich mir bei Gelegenheit an.


    Kann ja jeder machen, wie er will. Ich habe jedenfalls mein Wissen nach gutem Gewissen dargelegt. Ich finde Einweichen und Wasser verwerfen jetzt nicht dermaßen umständlich, als dass ich da noch tagelang weiterdiskutieren möchte, dass es nicht nötig sei. Ich mache es einfach. Außerdem ist es für mich nach der mir vorliegenden Faktenlage unabdingbar. Vielleicht ändert sich meine Einstellung dazu in 20 Jahren. Ich möchte das jedoch gut erforscht wissen, bevor ich hier mein Verhalten ändere. Und man mag es kaum glauben, selbst ich mache Ausnahmen, wenn es nicht anders geht. Mei, ich esse auch Schokolade und trinke Alkohol, beides ist auch nicht der Gesundheit dienlich.


    Gute Nacht.

    Und morgen gibt es Falafel (zumindest will ich es versuchen).

    Nein, Kichererbsen rufen nicht grundsätzlich und immer Entzündungen hervor. Hohe Mengen Saponine tun dies und die sind im Einweich- und Kochwasser von Hülsenfrüchten enthalten. Deshalb soll man dieses verwerfen und wenn möglich sogar den ersten aufgekochten Schaum abschöpfen, weil sich dann noch mehr Saponine ins Wasser lösen und abgegossen werden können.


    Zur Pilotstudie: Es ist allgemein bekannt, dass eine vitaminreiche Ernährung gesund ist und oxidativem Stress entgegenwirkt. Aber was hat das mit den Saponinen zu tun? Wenn jemand sehr vitaminreich ist, senkt er den oxidativen Stress, der Inflammationen begünstigt. Aber deswegen werden nicht alle freien Radikale vollkommen beseitigt und je mehr Saponine zugeführt werden, desto höher der oxidative Stress. Ob Vitamin C und E allein dies abfedern können, wage ich zu bezweifeln. Vor allem, wer weiß denn, welche Mengen man in diesem Fall von den genannten Vitaminen verzehren müsste? Da schütte ich doch lieber einfach das Einweich- und Kochwasser weg.


    Und erneut, ich habe es bereits geschrieben: Saponine haben diverse gesundheitsförderliche Wirkungen. Sie verflüssigen Schleim (Hustensaft), sind entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, besitzen antimikrobielle, antibakterielle und fungizide Wirkungen, können Wachstum bestimmter Tumorzellen hemmen, einige Arten senken Cholesterin, aktivieren T- und B-Zellen, unterstützen die Bildung von Antikörpern und Gedächtniszellen. Aber nur in geringen Mengen. Hülsenfrüchte besitzen hohe Mengen und dann kippt es. Die Dosis macht das Gift. Wasser ist gut für den Körper, aber in zu großen Mengen ist es akut tödlich. Bitterstoffe (Saponine) sind wie Gerbstoffe (Tannine) zu behandeln. In geringen Mengen ok und gut, aber bitte nicht überdosieren. Tannine verlieren dann auch ihre Heilwirkung und sind leberschädigend und führen zur Magenschleimhautentzündung.


    Zu Darmkrebsrate: Ich halte das für eine gewagte These, dass Ostasiaten eine geringere Darmkrebsrate als Western People haben, weil sie mehr Saponine essen. Ich denke, jeder kennt die Ernährungsunterschiede zwischen beiden Populationen. Es ist mit Sicherheit ein multifaktorielles Geschehen, denn ich kann doch nicht zahlreiche Variablen einfach unter den Tisch fallen lassen. Die höhere Darmkrebsrate bei Western People erkläre ich mir - was die Ernährung anbelangt, nicht die Lebensbedingungen allgemein - unter anderem durch: mehr Fast Food, weniger Gemüse, weniger Obst, weniger Ballaststoffe, zu fettreich, mehr rotes Fleisch, mehr verarbeitetes Fleisch, zu wenig Fisch, stark gesalzene, gepökelte und geräucherte Lebensmittel, Kuhmilch, mehr Alkohol, zu hohe Kalorienzufuhr. Aufzählung nicht abschließend.


    Wer weiß, vielleicht ließe sich die Darmkrebsrate der Ostasiaten sogar noch senken, wenn sie ihre unsäglichen Sojabohnen (Saponine, Phytinsäure, Lektine, Proteasehemmer, Goitrogene, Isoflavone, Omega-6-Fette) wegließen? Wobei, wer genau beobachtet, merkt, dass Japaner in der Regel hauptsächlich fermentierte Sojaprodukte essen (bekömmlicher, weil dadurch viele Antinährstoffe zum Teil abgebaut werden) im Gegensatz zu veganen Western People.


    Außerdem muss man immer bedenken, an welche Lebensmittel eine Population gewöhnt ist. Eine europäische Schilddrüse wird vor den irre hohen Mengen Jod, die japanische Küstenbewohner aufnehmen, schnell kapitulieren. Nur weil etwas jemand gut verträgt, ist es noch lange nicht gut für einen vom anderen Ende der Welt.

    ...Ich finde das spannend gerade, dass auch Gemüse schädlich sein kann und eben nicht immer Goldstandard, vor allem roh. Ist sehr ungewohnt. #gruebel

    Ich denke, Gemüse ist der gesündeste Teil in der menschlichen Ernährung. Der Mensch musste es nicht erst umständlich jagen und hatte Millionen Jahre Zeit sich täglich daran anzupassen. Deshalb ist aber eben dennoch nicht alles was Grün ist essbar und manches auch nur deshalb essbar, weil der Mensch gelernt hat, das Feuer (und andere Elemente) zu seinem Vorteil zu nutzen. Die Erfahrungen im Umgang mit Lebensmitteln sind Jahrtausende alt und mit moderner Wissenschaft sind wir immer öfter in der Lage zu erklären, warum, wieso, weshalb es gut so ist, wie es traditionell gemacht wird. Und gelegentlich werden auch mal ein paar Mythen ausradiert, die aber durchaus auch einen sinnvollen Ursprung hatten. Nur wussten die Leute nicht warum. Nachdem man dank moderner Kühltechnik Spinat nach dem Zubereiten schnell runterkühlen kann, darf man diesen in heutiger Zeit auch bedenkenlos nochmal aufwärmen. Früher war das keine so gute Idee, weil sich bei Zimmertemperatur das gesunde Nitrat in das gesundheitsschädigende Nitrit umwandelt.


    Und jetzt kommt der industrialisierte Mensch daher und meint bei jedem Furz Zeit sparen zu müssen (Verzicht auf das Einweichen und Keimen) und schädigt so seine Gesundheit. Schnellschnell und Wischiwaschi war halt noch nie gut.


    Im Übrigen sind beispielsweise in der Kichererbse sogar sekundäre Pflanzenstoffe mit hohem antioxidativem Potential enthalten: Quercentin, Kämpferol, Myricetin und weitere Phenolsäuren. Wenn man aber die Saponine nicht beseitigt, so gut es halt geht (etwa 40 % bleiben ja trotz Einweichen und Kochen in der Bohne aktiv), hat man davon halt wenig, weil hohe Mengen Saponine diesen positiven Effekt gleich wieder kompensieren.

    ...Die Paläo-Leute sagen das ja schon lange, dass Bohnen und Getreide (brauner Reis! Vollkorn!) schädlich ungesund und wenigstens nicht nahrhaft sind.

    Ich halte die Schalen von Reis und Getreide auch für ungesund, außer man weicht das keimfähige Korn ein, damit sich das Enzym Phytase bildet. Durch diesen Vorgang werden die komplexbildenen Phytate (Speicher der Pflanze für Phosphat und diversen Mineralien, die sie zum Wachsen braucht) aufgeschlossen und für die menschliche Verdauung überhaupt erst verfügbar. Ungekeimter Reis ist von der Mineralienverfügbarkeit genauso schlecht wie geschälter weißer Reis. Außerdem enthält brauner Reis meines Wissens nach mehr Arsen sowie Quecksilber, Cadmium und Blei als weißer Reis. Müsste ich aber erneut recherchieren, da bin ich mir nicht mehr ganz sicher.


    Teil 2 kommt sogleich