Beiträge von Sakura

    Also beim Ballengang läuft man quasi lautlos. Ich bin in meiner Familie die einzige, die den Gang beherrscht und mich hört keiner kommen. Ich bin auch die einzige die Nachts beim Toilettengang keinen wach macht #freu

    ...

    Ja, hier genauso. Ich bin schon immer intuitiver Ballengänger gewesen. Dazu kam noch jahrelanges Kampfsporttraining. Mich hört man nicht. Ich kann Indianer werden.


    Mein Mann kommt daher wie ein Trampel. #angst Das ganze Mehrfamilienhaus vibriert, wenn er läuft. Wenn er heimkommt, dann hören ihn meine Kinder schon ganz unten im Haus trampeln und weiter oben dann zusätzlich das Schlüsselbundklappern. Er selbst hört sich nicht trampeln. #haare


    PS: Ich habe schon seit meinen Kinderzeiten eine verkürzte Achillessehne und glaube, das hängt mit dem Ballengang zusammen. Hier also ein Negativpunkt zum lautlosen Gehen.

    Schade, mein Fall steht da leider nicht beschrieben: Ungeimpft, aber duchgemachte Krankheit mit jetzt (laut Titer) vielleicht nicht mehr vorhandenem Schutz.


    "Liegt der Nachweis über zwei erfolgte Rötelnimpfungen vor, ist von einer Immunität auszugehen, weitere Maßnahmen wie Titerkontrollen sind nicht erforderlich."


    Bedeutet doch eigentlich: 2 Rötelnimpfungen = Immunität. Angenommen, die Immunität lässt hier genauso nach wie bei mir, dann wird weiterhin von einer Immunität ausgegangen, weil Titerkontrollen nicht erforderlich sind?


    Aber es wird noch spannender: Ich habe jetzt mal zu Mumps beim RKI weitergelesen. Da steht, dass 30 - 40 % der Erkrankungen unbemerkt verlaufen. Vielleicht hatte ich also doch Mumps und meine Mama hat es nur nicht gemerkt? Und noch etwas, für einen guten Mumps-Schutz müsste ich zweimal geimpft werden statt nur einmal. Aber selbst dann ist der Schutz nur bei 83 - 88 % der Leute gegeben.


    Bis jetzt habe ich gedacht, ich mache eine MMR, um Röteln aufzufrischen und einen Schutz gegen Mumps zu haben. Habe nicht auf dem Schirm gehabt, dass ich für Mumps mindestens 2 MMR brauche. Na hoffentlich wirkt es dann bei mir wenigstens gescheit. Muss ich zwischen den 2 Impfungen eigentlich auch ein Jahr warten oder geht bei Erwachsenen ein kürzerer Abstand?

    Also ich DDR Kind wurde zwei mal geimpft und ob die dritte noch vor 89 stattfand, weiß ich grade nicht. Scheint also nicht immer nur einmal geimpft worden zu sein.

    Ich habe eben nochmal nachgeschaut und bin nun verwundert. Der Abstand zwischen meinen 2 Masernimpfungen beträgt 6 Jahre! Nicht nur 1 Jahr wie bei meinen Kindern. Ich werde doch wohl nicht so lange krank gewesen sein?

    Interessant, das könnte man dann ja möglicherweise auch auf meine Röteln-Geschichte übertragen. Vielleicht meinte meine Gyn das? Hoffentlich sind diese Gedächtniszellen besser als die Gedächtniszellen in meinem Kopf, die gefühlt schon an Altersdemenz leiden.

    Hallo.

    Ich hab kurzen Prozess gemacht und mich gleichzeitig beim Kinderarzt mitimpfen lassen.

    War unkompliziert.

    Die Angst vor Masern ist bei mir ziemlich groß.

    Kann der Kinderarzt das für Erwachsene abrechnen? Wäre praktisch, wir hätten beide nur einen Weg und ich könnte als gutes Beispiel für das Kind vorangehen. Masern bin ich zweimal geimpft, also immun.

    Wegen des Rötelntiters bin ich unsicher, weil meine Frauenärztin meinte, ich hatte ja mal die Röteln, das vergisst der Körper nicht???

    Entweder hast du einen Titer (und damit den Schutz) oder du hast keinen, egal ob durch Impfung oder durch eine durchgemachte Erkrankung. Wenn er bestimmt wurde und negativ war, dann bist du ungeschützt trotz der vermeintlich durchgemachten Erkrankung, bzw. es waren eben keine Röteln sondern etwas anderes.

    Ob eine dritte Impfung dann eine Immunität erzeugt ist natürlich ungewiss. Umso wichtiger ist der Herdenschutz.

    In jeder Schwangerschaft wurde der Rötelntiter bestimmt. Eine Impfung hatte ich nie, weil es diese damals gegen Röteln noch nicht gab. Ich war früher definitiv immun, muss also Röteln mal gehabt haben. Aber jetzt scheint keine Immunität mehr da zu sein. Ich dachte halt immer, einmal die Krankheit gehabt, für immer immun. Mit jedem Kind sank mein Rötelntiter. Habe gerade die Werte aus meinem Mutter-Kind-Pass herausgesucht:


    1:64 - Immunität ja

    1:32 - Immunität ja

    25 IU/ml - Immunität ja

    18 IU/ml - Immunität ja

    10 IU/ml - Immunität fraglich


    Es wäre meine 1. Röteln-Impfung.

    Ich wurde vor ein paar Jahren MMR geimpft, weil ich nie Mumps hatte. Wurde damals in Sachsen von der Kinderärztin mit gemacht und kostete nix.

    DDR und Impfpflicht heißt übrigens nicht, daß wirklich jeder geimpft wurde. Bei mir hatte sich die Schulärztin damals (Mitte bis Ende der 80er) geweigert gegen Masern zu impfen. Weil ich irgendwann vorher (halbes Jahr oder so) ne Augen-OP hatte. Meine Eltern sind mit mir dann zur Augenärztin, die hat gelacht und uns zur Kinderärztin geschickt - die hat die Augen verdreht, wegen der Feigheit der Schulärztin und ohne Bedenken geimpft. #hammer. Wären meine Eltern da nicht hinterher gewesen, wäre ich ohne Masernimpfung geblieben.


    LG

    Von meiner damaligen Freundin der Bruder wurde zu DDR-Zeiten auch nicht geimpft. Jeder Arzt hat sich geweigert. Nach der Wende wurden die Impfungen nachgeholt und es gab ernste Komplikationen. In diesem Zusammenhang haben die Eltern meiner Freundin dann erfahren, dass zu DDR-Zeiten die impfenden Ärzte wohl zur Rechenschaft gezogen wurden, wenn sie geimpft haben, obwohl irgendwelche möglichen Kontraindikationen vorlagen. Es seien angeblich recht viele Kinder nicht geimpft worden. Keine Ahnung, ob es dazu Zahlen gibt. Ich kann mich erinnern, dass bei mir die Impfungen auch immer erst spät stattfanden, weil ich ständig erkältet oder andersweitig krank war. Heute impft man ja bei Erkältungen trotzdem.

    1:32 ist volle Immunität. Steht wörtlich in meinem Mu-Ki-Pass.

    Danke für die Antworten.

    ...

    Wenn du Spritzen so gar nicht magst, könntest du dir theoretisch eine halbe Stunde vorher ein Emlapflaster auf die Stelle kleben (gibt es in der Apotheke). Dann ist es betäubt. So haben wir es für unseren Sohn gemacht, weil der eher empfindsam ist und Bedenken hatte. Der fand die Salbe und das Pflaster dann allerdings netto doch nervig und hat sich bei der nächsten Impfung lieber für den althergebrachten Picks entschieden und fand das dann auch okay. So oder so ist der Schmerz kaum der Rede wert. Zahnarzt ist viel unangenehmer. Es ist also egal, wann du dafür Zeit findest. An dem Tag soll man dann eher keinen intensiven Sport mehr machen, aber normale Tätigkeit ist auch in Ordnung.

    ...

    In eine frische Erkältung muss man auch nicht unbedingt reinimpfen. Allerdings hat eine Kinderärztin das bei meinem Sohn gemacht mit der MMR Impfung und mein Mann hat nicht protestiert. Ist auch gut gegangen, aber fand ich halt suboptimal.

    Solltest du ernsthaft noch eine Schwangerschaft planen, dann lass dich lieber bald impfen. Es ist sonst so unfassbar nervig, wenn man immer Angst hat den falschen Leuten über den Weg zu laufen.

    Achso, das mit dem Schmerz meinte ich gar nicht so. Das habe ich nicht richtig ausdrücken können. Meine Frage sollte mehr darauf abzielen, ob sich mein Körper leichter tut, wenn man um eine bestimmte Uhrzeit impft. Also so von wegen innerer Uhr: von a Uhr bis b Uhr ist die Herzinfarktrate am höchsten, von c Uhr bis d Uhr arbeitet die Verdauung...


    An meine Erkältung habe ich nicht gedacht. Aber die sollte ja bald vorbei sein.


    Geplant ist eine Schwangerschaft nicht so wirklich, aber für den Fall, dass sich mein Mann spontan umentscheidet, will ich zumindest vorbereitet sein. Man muss ja nach der Impfung noch mindestens 3 Monate warten.

    Wegen des Rötelntiters bin ich unsicher, weil meine Frauenärztin meinte, ich hatte ja mal die Röteln, das vergisst der Körper nicht??? In meinen Überlegungen bin ich halt zu dem Schluss gekommen, lieber auf Nummer sicher zu gehen. Und wenn es mit einer Schwangerschaft nichts mehr wird, wovon momentan eher auszugehen ist, dann hätte ich zumindest einen Schutz gegen Mumps. Wobei ich gar nicht weiß, wie die Symptome bei Mumps sind. Keine Ahnung, ob man das wirklich braucht. Ich muss mal googeln.

    Demnächst steht beim Kind die MMR-Impfung an und ich überlege, ob ich sie mir auch geben lasse. Mein Röteln-Titer ist nicht mehr vorhanden und Mumps hatte ich noch nie. Wegen des Röteln-Titers würde ich mir Sorgen machen, falls ich doch nochmal schwanger werden sollte. Wegen Mumps deshalb, weil die ganzen Kinderkrankheiten im Erwachsenenalter ja mit mehr Komplikationen einhergehen sollen. Masern bin ich zweimal geimpft.


    Meine Fragen:


    Gibt es einen Impfstoff nur mit Mumps und Röteln?

    Wenn MMR, welchen Impfstoff soll ich dann wählen?

    Ist es egal, von welchem Pharma-Unternehmen oder gibt es da Unterschiede?

    Bezahlt die Kasse den Impfstoff für Erwachsene oder müsste ich das selbst zahlen?


    Und was mir noch eingefallen ist, weil man immer gesagt bekommt, man soll Nachmittags zum Zahnarzt gehen, weil dann die Schmerzen nicht mehr so stark seien: Ist es eigentlich egal, ob man früh oder abends impft? Was ich schon im Rabenforum gelesen habe, ist, dass man im Impftag auf Sport verzichten soll. Ist sonst noch irgendetwas zu beachten?

    Nur jemandem etwas anzuhängen, was nicht stimmt und derjenige kann es nicht mal richtigstellen, geht doch nicht.

    aber das ist doch ein bischen des Pudels Kern....es scheint problematisch zu sein jemanden "anzuhängen" er sei homosexuell....was ist denn schlimm daran, heut zu Tage. Mir ist tatsächlich schonmal "angehängt" worden ich sei lesbisch...na und? Bin ich nicht ich bin heterosexuelle...aber wo ist das Problem?...

    Ja, es ist problematisch, weil es eben bei einigen/vielen (?) Leuten in meinem Umfeld negative Verhaltensweisen heraufbeschwört. Aber das Angehängte muss gar nicht unbedingt negativ besetzt sein, sondern einfach nur von gewisser Bedeutung. Ich möchte nicht über mich hören als wäre es eine feste Tatsache: ich sei schwanger, ich sei NPD-Anhänger, ich verehre Volksmusik, ich habe eine Affäre, ich habe im Lotto gewonnen, ich nehme Drogen, ich sei Veganer, ich sei katholisch, ich züchtige meine Kinder...


    Alle genannten Beispiele würden das Verhalten der Leute mir gegenüber verändern: ich dürfte nicht mehr schwer tragen (beim Krafttraining würden also alle denken, ich hätte eine Meise), ich würde misstrauisch beobachtet, ich würde nicht mehr zum fetzigen Rock-Konzert eingeladen, die Ehe würde kriseln, ich bekäme viele finanzielle Bittgesuche, man hält Kinder von mir fern, ich würde nicht mehr zum Spanferkel eingeladen, man macht keine gotteslästerlichen Witze in meiner Anwesenheit mehr, man würde mir das Jugendamt auf den Hals hetzen... Und das alles, ohne das ich weiß warum und schlimmer, es stimmt noch nicht einmal.

    Xenia , mir ist dein Anliegen mit der Minderheit immer noch nicht klar. Ich habe auch gewisse Päckchen an Erfahrungen gemacht, aber möchte nicht darauf reduziert werden.

    Mir wollte nicht in den Kopf warum es Tabu ist...Für euch reden die Menschen dann scheinbar zu großen gruppen stundenlang über person x in form von Sexpraktiken o.O


    ...


    Ich hab auch weiterhin kein Problem damit wenn mich wer für lesbisch hält. Oder denkt das wir ne polyfamilie sind. Oder mein Mann sich "zwei Frauen hält". Was ja durchaus sein kann, eigentlich bin ich mir sogar ziemlich sicher das irgendwelche Leute drüber reden/spekulieren. Ändert an unserem Leben aber so gar nichts, also na und...

    Dafür verstehe ich so langsam Manea (glaube ich zumindest). Es ist doch gar kein Tabu über Homosexualität zu reden! Es diskutiert bestimmt jeder Bayer gern mit dir darüber, gehe ich jetzt zumindest davon aus. Nur jemandem etwas anzuhängen, was nicht stimmt und derjenige kann es nicht mal richtigstellen, geht doch nicht. Aber auch allein die Tatsache, dass jemand dann genötigt ist, etwas richtig zu stellen, was niemanden etwas angeht. Und dann noch als Teenager. Ich war als Teenager ein übelst schüchternes Ding. Wenn ich mitbekommen hätte, wie man diesbezüglich über mich redet, ach du heilige Scheiße. Ich weiß nicht, was das mit mir gemacht hätte.


    Ich denke bei diesem Beispiel die ganze Zeit daran, wie mir alle Naselang unterstellt wird, ich sei schon wieder schwanger. Oder, wenn die Leute nichts sagen, meine ich zu sehen, wie sie es denken. Das ist mir jedes Mal so peinlich, obwohl schwanger sein für mich nichts Verwerfliches ist. Aber die Tatsache, dass ich ständig jedem Hinz und Kunz erklären muss, dass ich nur zuviel gegessen habe, reicht mir schon. Es darf gern Person X zu Person Y sagen, dass sie vermutet, ich sei schwanger, aber ich möchte das nicht als feste Tatsache hinter meinem Rücken behauptet haben.


    Ich persönlich denke bei sexueller Orientierung nicht an irgendwelche Sexpraktiken. Ich sehe halt einfach nur 2 Männer, 2 Frauen oder 1 Mann und 1 Frau vor mir. Mehr passiert da nicht in meinem Hirn. Aber bei solchem Getratsche in geselliger (und möglicherweise weinseliger) Runde stelle ich mir das tatsächlich so vor, wie du beschreibst. Es macht einen Unterschied, ob ich meinem Mann beiläufig sage, du ich glaube, der Kellner ist schwul, als wenn ich das genüsslich im Trachtenverein durchhechele.


    Hier in Bayern musst du Homosexualität auch nicht totschweigen. Und das Leben wird dadurch auch nicht zerstört. Nichtsdestotrotz, hat es eben manchmal Auswirkungen, die es nicht haben sollte.


    Ich hätte ein Problem damit, wenn alle davon ausgehen, dass mein Mann oder ich homosexuell sind, weil das hier unseren Ruf beschädigen und damit unser Leben beeinträchtigen würde. Sollte im Idealfall nicht so sein, ist aber momentan leider noch so. Es gäbe weniger berufliche Aufträge, ich könnte mir meinen Posten im katholischen Verein abschminken, bräuchte es auch gar nicht erst versuchen, in bestimmte Positionen der Lokalpolitik zu gelangen und die Kinder würden das anzügliche Getratsche mitbekommen. Es würde unser Leben nachteilig ändern, jedoch bei Weitem nicht zerstören.

    ...

    Das toxische an der Geschichte ist die Idee "wenn man nicht drüber redet, gibt es auch kein Problem"... Anständige Menschen machen sexuelle Orientierung nicht zum Thema - wer bleibt dann übrig?

    ...

    Ah, jetzt verstehe ich. Nein, darüber reden kann man hier sehr wohl. Ich kann sofort die Kongresshalle mieten mit dem Thema Homosexualität und die Leute würden genauso kommen wie zu anderen Vorträgen. Aber man hängt es nicht mal eben einfach so jemandem an.

    Seid Ihr echt alle so heilig? Kinder und Jugendliche jetzt mal ausdrücklich ausgenommen, habt Ihr noch NIE mit Freundinnen sowas wie "Mein neuer Kollege hat einfach zu gepflegte Augenbrauen um hetero zu sein" oder ähnliches gesagt? Ich will das nicht gut heißen, aber mich wundert schon, wie weit solche Sprüche hier von sich gewiesen werden...

    Heilig bin ich zwar leider nicht, aber ja, ich habe noch nie über so etwas mit Freundinnen oder so geredet (wohl aber gedacht). Wir quatschen lieber über andere Dinge. Vielleicht muss ich dazu erwähnen, dass in meinem engsten Freundinnenkreis auch niemand Sex and the City angeschaut oder 50 Shades of Grey gelesen hat, eben weil uns das völlig schnuppe ist, was andere Leute diesbezüglich umtreibt. Wahrscheinlich sind wir prüde. #weissnicht

    Ich erinnere mich an einen Thread hier im Forum, in dem eine Frau ein Beziehungsproblem geschildert hat. Die ersten drei Seiten der Diskussion sind mindestens drei Viertel der Antwortenden davon ausgegangen, dass es sich um eine heterosexuelle Beziehung handelt, obwohl das nirgends gestanden hat.

    Ja, aber macht das einen Unterschied? Es ging ja nicht um eine Vasektomie.


    Edit: Kommafehler zu später Stunde.

    Du hast insofern Recht, dass ich den Fehler begangen habe, meine Wahrnehmung zu verallgemeinern. Ich hätte konkreter schreiben sollen, dass es meiner Wahrnehmung nach bei den meisten Leuten unter Rufmord fällt, wenn jemandem Homosexualität unterstellt wird, obwohl dem nicht so ist.


    Interessant fand ich deine Aussage "gewisse christliche Kreise". Ich habe noch nie darüber nachgedacht, aber da könnte eine Verbindung bestehen. In meinem Umfeld (und meiner Wahrnehmung nach) ist den meisten Atheisten die Ehe für alle so ziemlich egal im Sinne von "warum nicht", wohingegen die Katholiken in der Mehrheit dagegen sind.


    Ich lebe übrigens auch sehr gern hier.

    ...

    Es wurden in dem Fall ja keine Informationen verarbeitet, die Daroans Tochter unter dem Siegel der Verschwiegenheit mit jemandem geteilt hätte, sondern es wurden frei verfügliche Hinweise zusammengetragen.


    Dass es völlig unsinnig ist, von Haarschnitt, Nichtvorhandenem Make-up und und Berufswahl auf die sexuelle Orientierung zu schließen, darüber müssen wir uns nicht steiten. Das würde mich auch ärgern. Aber es sind keine privaten Informationen, die da weiter gegeben wurden.

    ...

    Aber man spekuliert doch nicht als erwachsener Mensch laut in der Gruppe darüber, welche sexuelle Orientierung ein nicht anwesender Teenager hat! Ich kann nicht erklären warum, aber so etwas tut man doch einfach nicht. Welchen Zweck sollte das haben? Das hat für mich den Touch von Sensationsgeilheit. Hat man denn nichts Wichtigeres zu bereden oder wenigstens etwas Unwichtiges, was nicht den Intimbereich anderer Leute tangiert.

    Ja, in Bayern und Baden-Württemberg fällt es bei den meisten Leuten unter Rufmord.


    http://www.spiegel.de/politik/…i-lesbisch-a-329350.html:


    "Die baden-württembergische Kultusministerin muss sich auf den seit einer Woche laufenden Regionalkonferenzen immer wieder nicht nur fragen lassen, warum sie unverheiratet und kinderlos sei, sondern auch, wie sie zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen stehe. "Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch", wie die 49-Jährige sagte. Es werde unterstellt, sie lebe gar nicht allein, Frauen, mit denen sie in der Nähe ihres Feriendomizils am Bodensee spazieren gehe, würden mit einschlägigen Fragen konfrontiert, bis hin zu ihrer eigenen Mutter.

    "Das ist schäbig, absurd, das ist Rufmord", rief Schavan unter starkem Beifall in Tuttlingen aus. Sie bezog sich auch auf Zeitungsberichte. Immer wieder würden entsprechende Gerüchte gestreut oder werde über entsprechende Gerüchte geschrieben. Auf der ersten Regionalkonferenz vor einer Woche in Schwäbisch Gmünd hatten CDU-Mitglieder aus der Region Stuttgart ein Flugblatt verteilt, in dem absichtsvolle Mutmaßungen über angebliche "gleichgeschlechtliche Beziehungen" Schavans verbreitet wurden."


    Und für die Konsequenzen kann ich nichts. Ist nicht meine Erfindung. Ich bin nur "Zuagroaste".


    Und man muss nicht gleich Panik schieben, dass das Leben verpfuscht ist. Das geschieht subtiler. Abteilungschef wird eben doch eher der Heterosexuelle als der Homosexuelle. Sei froh, dass es in deinem Bundesland nicht so konservativ gehandhabt wird.


    Wenn das Kind von sich aus verkündet, homosexuell zu sein, ist es doch etwas anderes, als wenn über ein Kind hinterrücks von Erwachsenen getratscht und fälschlicherweise Homosexualität unterstellt und unter die Leute getragen wird. Diese Erwachsenen sollten sich schämen.

    Was hat das denn mit Pädobeschuldigungen zu tun? Außerdem vermute ich keine Homosexualität bei jemanden, weil es mich schlicht nicht interessiert. Ich nehme einfach jeden als Mensch war.


    Nur ein Beispiel betreffs der Ämter:


    http://www.lesmamas.de/adoption.htm:


    "In den Fällen, in denen sich Lesben und Schwule in Deutschland bisher um die Adoption eines Kindes bewarben, gingen sie gegenüber den Adoptionsvermittlungsstellen offen mit ihrer sexuellen Identität um...In der Regel haben sie aber geringe Chancen, in Deutschland ein Kind vermittelt zu bekommen. Hier stehen für ein zur Adoption freigegebenes Kleinkind durchschnittlich zehn anerkannte Adoptionsbewerber/innen – überwiegend Ehepaare – zur Auswahl. Die Jugendämter und die abgebenden Eltern, die der Adoption zustimmen müssen, vermitteln die Kinder nach wie vor am liebsten in "traditionelle Familienformen"."

    Nee, ich behandele da jeden gleich. Ich würde auch nicht mit einem heterosexuellen Teenager über dieses Thema sprechen wollen. Und ich kann nicht alle Probleme der Welt zu meinem Anliegen machen, zumal es mich nicht die Bohne interessiert. Kann doch jeder im Bett machen, was er will. Wenn ich ein Problem habe, muss ich ja auch damit leben oder nach einer Lösung suchen. Da kommen auch nicht zig Leute gesprungen, um mir mal eben beizustehen. Homophobie ist nicht mal ansatzweise mein Problem.

    ...

    Der einzige Grund der mir einfällt, warum ich das schlimm finden könnte, wäre wenn es für mich voll schlimm wäre das mich wer für lesbisch halten könnte. Da ist aber doch nichts schlimm dran #weissnicht

    ...

    Hoffentlich finden das die Leute, von denen man abhängig ist, auch nicht schlimm. Ich denke da an zukünftige Arbeitgeber, Ämter, Kreditgeber, Lehrer, Wähler, Fans usw. Hier in meiner Gegend (tiefstes Bayern) ist es doch recht konservativ. Da spricht man in einem solchen Fall noch von Rufmord.

    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Welcher homosexueller Teenager? Also ich meine, in welchem Kontext treffe ich einen und wieso sollte ich mit ihm über seine sexuelle Orientierung sprechen wollen. Ich meine, das ist doch so in etwa das Letzte über was ich reden wollen würde, wenn ich ein Teenager wäre, und dann noch mit einer Fremden? Ich glaube, ich habe im Leben noch nie mit Jemanden über seine oder meine sexuelle Orientierung gesprochen. Das geht doch keinen was an.

    Was hätte das denn für Auswirkungen, wenn du die Sachen wüsstest? Mich würde das alles tatsächlich nicht interessieren, weil ich eine Person nicht nach ihren Vorfahren be-oder verurteile und die körperlichen Gebrechen wären mir auch egal, warum sollte ich das wissen, ausser wenn ich der Person einen Nusskuchen backen will? Warum sollte ich die sexuelle Ausrichtung wissen wollen, wenn ich eh nicht mit der Person ins Bett will?

    ...

    Hier kann ich praktischerweise unterschreiben. Ich habe den Metzger, wo ich meine Wurst kaufe, noch nie gefragt, ob seine Großeltern Nazis waren. Außerdem könnte ja der Enkel auch nichts dafür, wenn es so wäre. Sippenhaft finde ich nicht gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so etwas fragt.


    Schlimm ist das Spekulieren sicher nicht, wenn es nicht in Tratschen und Hetzerei ausartet. Aber ich habe gar nicht so viele geistige Kapazitäten frei, um über etwas nachzudenken, was mich nicht interessiert, nicht tangiert und was ich auch nicht beeinflussen kann. Deshalb finde ich es nun wiederum interessant, zu erfahren, was diejenigen davon haben.

    Durch die Wohnung tanzen finde ich eine gute Idee. Mit der richtigen Mucke hilft diese Therapie erfahrungsgemäß gegen eine Menge Beschwerden!

    OT: Boah, jetzt habe ich Lust zu lauter Musik durch die Wohnung zu tanzen. Blöd, dass hier gerade Mittagsschlaf gemacht wird.