Beiträge von Sakura

    Wenn du noch kannst, würde ich diese Personen nachträglich warnen. Da sind sie leider sehr schlecht informiert. Das waren doch Privatpersonen und keine Gastronomiebetriebe, oder? Es tut mir leid, dass sie sich unwissentlich ihre Gesundheit ruinieren.

    aha , vielleicht waren diese Bohnen wenigstens ein bisschen blanchiert? Wäre immerhin besser als nichts. Oder haben sie noch so richtig an den Zähnen gequietscht beim Essen? Schmeckt das überhaupt? In welchen Mengen wurden diese angeboten?


    Also die Gartenbohnen haben wirklich einen hohen Gehalt an Phasin. Die möchte ich nicht roh essen.


    Schnickschnack , in den Garten-Thread schiele ich schon ab und zu mal rein, bin aber immer völlig überfordert, weil ich da so überhaupt keine Ahnung habe. Der eigene Garten wird dann ein Großprojekt...

    Sahne , die gelben und orangenen Linsen sind bereits geschälte Linsen und zudem meist halbiert. Die härtere Schale mit Anteilen an Phasin und Saponinen ist also schon mal weg und das Kochwasser kommt gut an die gesamte restliche schmale Linse ran. Der Kochvorgang ist deshalb bedeutend kürzer und das Phasin baut sich in allen Hülsenfrüchten vor allem am Anfang überproportional ab. Bei diesen Linsen weiche ich auch nicht groß ein, weil das sonst alles Matsch wird. Ich wasche sie halt gut und lasse sie mal ein paar Minuten quellen.


    Da ich aber Getreide und Hülsenfrüchte generell gern ankeime, bin ich auf Keimfähigkeit angewiesen und kaufe bis auf gelegentliche Ausnahmen immer die ganzen und ungeschälten Linsen.

    Wenn ich Hülsenfrüchte zubereite, brauche ich bis zu 3 Tage. Da ist es egal, ob ich eine Stunde mehr oder weniger koche. Hauptsache, ich bekomme das Gift raus, damit mein Darm halbwegs heile bleibt.


    Im Übrigen verursacht das Einweichwasser für jedes Böhnchen ein Tönchen. Wir haben interessanterweise nicht mit Blähungen bei Hülsenfruchtgerichten zu kämpfen. Nach dem Chili con Carne in Restaurants aber gelegentlich schon.

    Man kann Zuckererbsen (Zucker- oder Kaiserschoten), Markerbsen und Palerbsen roh essen.

    Sie enthalten weder Phasin noch Blausäure und Saponine in geringeren Mengen als andere Hülsenfrüchte.

    Die Hülle bei den Zuckererbsen kann man essen.

    Bei den anderen beiden Sorten ist sie mit einer wächsernen Schicht auf der Innenseite bezogen und dadurch ungenießbar (aber ungiftig).


    Mais ist Getreide (Süßgräser). Die 1 oder 2 geklauten Minikolben vom Feld esse ich vor Ort roh. Der aus dem Glas kann auch direkt verzehrt werden. Die eingeschweißten Maiskolben sind zwar schon vorgekocht, aber ich mache die immer warm, indem ich sie in Butter und Salz schwenke. Ansonsten habe ich noch nie Mais selbst gekocht.

    Wenn ich mich richtig erinnere:


    - beim Einweichen gehen etwa 10 % verloren -> Einweichwasser verwerfen

    - beim längeren Einweichen mit Wasserwechsel etwas mehr, aber vermutlich marginal

    - beim Kochen werden etwa 50 % zerstört -> Kochwasser verwerfen

    - hitzebeständige Saponine bleiben über, da kann man nichts machen


    In kleinen Mengen sind Saponine sogar förderlich für die Gesundheit. Nur fehlen leider Studien darüber, welche Menge das ist und wo die Grenze liegt.


    Ich versuche, so viel wie möglich loszuwerden. Ich wasche so lange, bis das Wasser nicht mehr schäumt und wenn ich Zeit habe, dann wechsele ich sogar nach dem Aufkochen noch einmal das Wasser. Und ich weiche je nach Hülsenfruchtart immer 1 - 3 Tage ein (= ankeimen).


    Mein Prof meinte zum Einweichen "Bis auf Linsen alles einen ganzen Tag, da kann man nicht viel falsch machen". Sprich, wenn ich abends Appetit auf Hülsenfrüchte bekomme, dann weiche ich sie ein und kann sie am Tag drauf abends essen (gekocht natürlich).

    Zu Saponine:


    Pharmakognosie - Phytopharmazie

    R. Hänsel, O. Sticher, E. Steinegger

    2006 (es gibt bestimmt schon eine neuere Auflage)

    S. 943 ff.

    24.6 Saponine


    ---------------------------------------------------------------------------------------


    Weitere pflanzliche Stoffe, u.a. zum Abwehren von Frassfeinden:


    Allgemeine Toxikologie und Beispiele toxischer Stoffgruppen

    Behandelt Giftpflanzen beim Pferd, ist jedoch deshalb interessant, weil u.a. allgemein erwähnt wird, dass frühere Kenntnisse heute teils verloren gegangen sind und dass die Toxizität von Pflanzen wegen mannigfaltiger Einflussfaktoren schwierig einzuschätzen ist:

    - Vegetationsperiode

    - Witterung und Sonneneinstrahlung

    - Düngung

    - Bodenbeschafffenheit

    - Herbizideinsatz

    - Parasitenbefall

    - weitere Stressfaktoren


    Ich erwähne diese Seite deshalb, weil viele Pflanzeninhaltsstoffe auch in für Menschen verwendeten Lebensmitteln vorkommen können.


    Beispiele:


    Atropin, Scopolamin

    - theoretisch nicht zum Essen vorgesehen, aber praktisch lassen sich leider Lebensmittelkontaminationen auch durch Monitoring nicht vollständig ausschließen

    - betroffen v. a. Hirse, Buchweizen, Mais, die durch Samen des Stechapfels verunreinigt sein können

    - akut sehr toxisch (Säuglinge und Kleinkinder sind empfindlicher)


    Pyrrolizidine

    - Rückstände in Kuhmilch

    - lebertoxisch


    Solanin

    - in Nachtschattengewächsen, z.B. keine unreifen, grün gewordenen oder auskeimenden Kartoffeln und Kartoffelschalen essen

    - hitzestabil = wird beim Kochen nicht zerstört

    - selbst das Frittierfett (Pommes) sollte regelmäßig schon allein aus diesem Grund gewechselt werden

    - Schmerzen, Fieber, Schleimhautschädigungen, Entzündungen, Auflösung Blutkörperchen, Herzrhythmusstörungen, Atemlähmungen

    - die Schale von Kartoffeln isst man nur in Notzeiten, wenn man am Verhungern ist

    - zu allen anderen Zeiten ist es eine gefährliche Modeerscheinung, die hoffentlich bald wieder verschwindet


    usw. usf.


    Ärgerlich ist immer das Halbwissen von offiziellen Seiten bzw. die Schluderei, weil wichtige Infos vergessen werden:


    Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt, dass man das Einweichwasser von Kichererbsen zum Kochen verwenden kann, weil das Phasin zerstört wird. Stimmt ja auch, aber die Saponine bleiben halt übrig.


    Genauso wie im Thread Einkochen & haltbar machen


    Da schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass Botulinum-Toxine und -Bakterien zutreffend bei 100 Grad abgetötet werden, aber sie vergessen, dass die Botulinum-Sporen erst ab 120 Grad inaktiviert werden. Wichtig, weil diese im Weckglas unter Luftabschluss neue Bakterien und Toxine produzieren und man also dennoch erkranken kann. Da bringt das einmalige Einwecken keine hundertprozentige Sicherheit. Das haben die einfach vergessen und die Leute meinen, es sei sicher. Ich denke da nur an den Trend, sich für das Wochenbett vorzukochen und einzuwecken statt tiefzukühlen. Das kann ordentlich in die Hose gehen. Gott sei gedankt, ist es sehr selten.


    Edit: Rechtschreibfehler

    Wobei das mit dem Einweichwasser wohl nicht stimmt (bei blausäurehaltigen Sachen schon, warum auch immer.) Das Phasin wird ja durch Hitze zerstört und das Einweichwasser ist genauso heiß wie die Hülsenfrüchte selber. Darum spielt das nur eine Rolle, wenn die Kochzeit nicht ausreichend war. Und da wäre ich wohl bei 10 Minuten auch vorsichtig und würde versuchen, nachzugaren. Vielleicht in der Mikrowelle, vorher noch etwas Wasser dazu?

    Das Phasin wird zwar zerstört, aber die anderen nicht der menschlichen Verdauung zuträglichen Stoffe bleiben erhalten, wie beispielsweise Saponine. In größeren Mengen verursachen diese Entzündungen, Gewebsschädigungen am Darm mit der Folge Leaky Gut und den damit verbundenen gesundheitlichen Problemen und sind hämolytisch (Zerstörung der roten Blutkörperchen).


    Niemals Einweichwasser verwenden! Das gilt auch für Kochwasser. Da sind noch genügend Stoffe drin, die uns auf längere Sicht krank machen. Von ein paar Mal fällt man nicht gleich tot um, aber man stirbt auch nicht sofort, wenn man ein paar Mal am Auspuff schnuppert.


    Bei Kichererbsen gilt wie für andere Hülsenfrüchte auch:


    1. Ausgiebig lange waschen, das spült schon mal einige Schadstoffe weg.

    2. Ausreichend lange einweichen, mindestens 8 h (Kichererbsen) oder bis doppelte Größe erreicht ist.

    3. Das Einweichwasser alle 4 Stunden wechseln (nachts würde ich jedoch deshalb nicht aufstehen).

    4. Solange kochen bis die Kichererbsen gar sind = ohne große Mühe zwischen 2 Fingern zerdrückt werden können.


    Alle jenen, die Hummus mit rohen (nur eingeweichten) Kichererbsen zubereiten, empfehle ich alle 5 Jahre eine Darmspiegelung, um Tumore frühzeitig zu entdecken.

    Vom Prinzip her sehe ich es wie Gwynifer . Ohne meine Einwilligung darf ja nicht mal eine Kopie gemacht werden. Meinen Ausweis bekommt keiner, wenn es sich vermeiden lässt. Meinem Mann ist es schnurzpiepegal, wer seinen Ausweis hat, er gibt seinen immer ab, wenn die nachfragen. Vielleicht musste ich meinen Ausweis deswegen nie zeigen. Was hatten wir schon Diskussionen darum.


    Sollte er wegkommen, lässt er sich halt einen neuen ausstellen, sagt er. Ist zwar mit Zeit und Geld verbunden, aber ich schätze, er wird auch so durchs Leben kommen, hat ja bisher auch immer geklappt. Wie oft kam schon der Ausweis weg, nämlich nie. Er ist da pragmatisch, ich habe da mehr Aufwand, meinen Ausweis nirgendwo zu vergessen und immer bei mir zu tragen. Dafür könnte ich mich in Notlagen wie Erdbeben jederzeit ausweisen oder die Flucht ergreifen. Und wie oft kam das bisher vor, auch nie. Also kurzum, er hat weniger Stress mit seinem Ausweis. Er fährt auch ohne Führerschein und Geld, wenn es gerade nicht zu seinem Vorhaben passt.


    fibula , ich habe erst vor Kurzem gelernt, dass Ausweispflicht in Deutschland heißt, dass ich einen Ausweis (Perso oder Reisepass) besitzen muss, ihn aber nicht ständig mitzuführen habe. Man muss ihn wohl in einer angemessenen Zeit auf einer polizeilichen Dienststelle vorweisen können, was sich am Wohnort und näherer Umgebung unproblematisch erfüllen lässt.

    Ich habe in Italien bisher noch nie meinen Ausweis zeigen oder hinterlegen müssen. Auch die der Kinder nicht. Es hat immer gereicht, wenn mein Mann seinen gezeigt und hinterlegt hat. Bei der Abgabe an der Hotelrezeption frage ich mich immer, ob die Ausweispflicht in Italien genauso wie in Deutschland gehandhabt wird. Man muss einen Ausweis besitzen, aber nicht unmittelbar mit sich führen. Ich lese immer, in Italien müsste man ihn ständig bei sich führen, was aber nicht geht, wenn man ihn abgibt. Auch am Strand habe ich nie Ausweise dabei und werde ich auch zukünftig nicht.


    Außerdem missfällt mir, dass die Ausweise offen sicht- und greifbar neben den Zimmerschlüsseln aufbewahrt werden. Da möchte ich meinen Ausweis nicht stehen haben. Da steckt seit DDR-Zeiten so ein tiefes Misstrauen in mir, ich fahre nicht ohne Ausweis irgendwo hin, da fühle ich mich nackt. Schon gleich gar nicht, wenn ein Kind betroffen ist, dass im Zweifel von mir getrennt und festgehalten wird, im schlimmsten Fall, wenn es noch klein ist und sich nicht verständigen kann. Was für ein Alptraum. Wäre mir als Kind so etwas passiert, hätte ich wohl niemals wieder Deutschland freiwillig verlassen.


    Ich persönlich bin noch nie kontrolliert worden, aber ich bin blond und hellhäutig und damit wohl nicht in der primären Zielgruppe. Die ausländisch aussehenden Leute im Zug direkt neben mir sitzend, werden aber recht häufig kontrolliert (Bayern, Grenze mindestens 1 Fahrtstunde entfernt).


    Eine Bekannte von mir hat glatte, rabenschwarze Haare und sonnengebräunten Teint, hat aber ein blond gelocktes Kind (vom Papa geerbt). Sie verreist grundsätzlich nicht ohne Ausweise, denn sie muss immer nachweisen, dass es ihr Kind ist.


    Wenn keinerlei Chance besteht rechtzeitig an einen offiziell gültigen Ausweis für das Kind zu kommen, dann würde ich wenigstens die Geburtsurkunde mitnehmen, damit ich irgendetwas in der Hand hätte. Ob es aber etwas bringt, keine Ahnung.

    Runa , danke für deine Antwort. Wir wurden früher im Kampfsport immer darauf getrimmt, nur auf dem Ballen zu laufen. Ist aber bestimmt nur eine Ursache von vielen meiner heutigen Beschwerden.


    Rennen kann ich derzeit leider gar nicht mehr. Dann ächzen meine Knie (man kann es hören). Ich bin wirklich eingeschränkt. Ich fange mal niederschwellig mit Dehnübungen an. Viel Bewegung traue ich mich bei meinen Beinbeschwerden ohne Diagnose eh nicht. Tut ja auch weh.

    Ein guter Hinweis: Ich muss darauf achten, wieder vermehrt mit der Muskulatur zu laufen. Das hat in den letzten Jahren ohne Training gelitten. Ich komme tatsächlich sehr hart auf. Aber als die Probleme anfingen, war ich ja diesbezüglich noch gut in Schuss.


    Die Größe ist ein Punkt, über den ich auch schon gelesen habe. Da ging es um sehr große Menschen und dass diese Probleme mit ihrer Körperstatik haben, weil das Skelett und die Muskulatur nicht auf so viel Gewicht (aufgrund der Größe) ausgelegt sind. Tenor war, dass es nicht gut ist, dass heutzutage die Leute (durch unter anderem jederzeit leicht verfügbares Eiweiß) so groß werden. Aber ich weiß nicht mehr, ab welcher Größe die Probleme vermehrt auftreten.

    Kerstin_Pfalz , ich hatte schon beginnende Arthrose, als ich noch jünger und nie übergewichtig gewesen war. Und die Asiaten werden doch allesamt gesünder älter als wir Europäer.


    Meinst du den Vorderfußgang? Den hatte ich mir durch das Training (barfuß) unbewusst angewöhnt mit dem Problem, dass meine Achillessehne seit ewigen Zeiten stark verkürzt ist. Auch das intensive Laufen hat das Problem noch verschärft. Mittlerweile glaube ich, dass beides richtig ist. Lockerer Fersengang beim Gehen, Vorderfuß beim Rennen. Würde nur der Vorderfuß richtig sein, würden wir vermutlich über die Jahrmillionen Hufe entwickelt haben.


    Ich rufe mal Runa her, vielleicht kann sie als Kampfsportlerin Erfahrungen von sich und anderen beisteuern.


    Wie du sagst, denke ich auch, dass der harte Untergrund ein Problem ist. Geht auch Pferden so, die oft auf einer Straße laufen müssen. Momentan habe ich zwei weiche Einlagen in meinen Schuhen, um überhaupt auftreten zu können. Meine Beine sind seit einigen Wochen krank, nur wissen die Ärzte noch nicht warum. Ich hoffe, ich bekomme demnächst ein MRT. Vielleicht kann man da die Ursache finden.


    In eine Hyperbeweglichkeit komme ich mit meinem Alter bestimmt nicht mehr. Ich stehe ja gerade extrem am entgegengesetzten Ende, alles verkürzt und verkümmert.

    huehnchen69 , ich habe mal ein bisschen gegoogelt. Sehr interessant, damit werde ich mich weiterhin beschäftigen.


    Talpa , da hatte ich gar nicht mehr dran gedacht. Wenn ich mich nicht täusche, hatten die Leute aber kein Problem damit, dass das Schienbein abgeflacht ist. Ich kann mich nicht erinnern, mal etwas über die Sehnen und den muskulären Aufbau in diesem Zusammenhang gelesen zu haben.


    Momentan schlussfolgere ich, dass Europäer im Alter (oder auch schon eher) abgenutzte Kniegelenke und Schmerzen bis zur Bewegungsunfähigkeit haben, hockende Naturvölker abgeflachte Schienbeinknochen und vermutlich keine Schmerzen, sonst hätten sie vermehrt eine andere Sitzposition gewählt (diverse Arten des Schneidersitzes, Fersensitz oder die Beine links und rechts neben die Hüfte oder ausgestreckt oder stuhlmäßig auf einem Holzstamm oder Felsen).


    Zusätzlich denke ich gerade (bis ich Gegenteiliges lese), dass die Hocke für kurze Zeiten und ohne Bewegung den Muskeln und Gelenken gut tut. Mein Hohlkreuz fühlt sich danach entspannt an. Länger zu hocken und dabei große Bewegungen auszuführen, da weiß ich nicht. Man soll ja Dehnungen statisch ausführen.


    Da muss ich dranbleiben. Noch sind meine Kinder jung und man kann da vielleicht noch ein bisschen Einfluss nehmen. Ob es bei mir noch etwas bringt, wird man sehen. Ich wäre ja schon froh, wenn sich die Kniearthrose nicht so schnell verschlimmert.


    Danke euch beiden. Wenn ihr noch mehr Ideen oder auch Einwände habt, dann her damit.

    Also, meine sich verschlimmernde Kniearthrose erfordert jetzt langsam so wirklich meine ganze Aufmerksamkeit. Ich habe angefangen zu recherchieren. Nun beschäftigt mich die Frage, ob ich (wir als Europäer) uns grundsätzlich wider der Natur setzen. Wenn ich Dokus über irgendwelche Amazonas-Völker anschaue, dann fällt natürlich sofort auf, dass sie keine Stühle haben. Sie hocken oft und scheinen dabei auch entspannen zu können.


    Weiß jemand etwas dazu? Unsere Kinder machen das ja auch so.


    Wenn ich hocke, dann komme ich erstens schlecht runter, weil das Fett zwischen den Knien und Oberschenkeln nicht weiß wohin. Zweitens kippe ich nach hinten um, weil ich schon als Kind, die Ferse nicht auf den Boden gebracht habe. Drittens ist es aufgrund der ungewohnten Haltung unbequem, weil meine Muskeln darauf nicht mehr eingestellt sind.


    Habe ich vielleicht jetzt schon Arthrose, eben weil sich meine Muskeln bereits in der Kindheit aufgrund umfangreichen Trainings und nicht ausreichender (keiner) Dehnung so stark verkürzt haben? Die paar Jahre Übergewicht sind vermutlich auch nicht ganz unschuldig, aber das war im Vergleich zum restlichen Leben nur eine sehr kurze Zeitspanne.


    Ich frage mich, ob ich es in meinem Alter noch schaffen kann, meine verkürzte Wadenmuskeln und die verkürzte Achillessehne so weit zu dehnen, dass ich mich normal hinhocken kann? Da werde ich die nächsten Monate mein Hauptaugenmerk neben der Abnahme drauf richten. Also insgesamt, die kompletten Beine in alle Richtungen gut zu dehnen.