Beiträge von RoteDahlie

    Diese Gedanken schwirren mir auch den ganzen Tag durch den Kopf.


    Es ist einfach unbegreiflich. Mir kommen immer wieder die Tränen und ich muss meine Kinder ganz fest drücken.


    Mein Gott #crying

    Falls ihr einen örtlichen Schreibwarenladen habt, würde ich dort mit der Liste hingehen.

    Bei uns sind die Artikel immer auf die Listen der Schule abgestimmt und wer möchte, kann sich alles dort zusätzlich stellen und beschriften lassen.

    Oh je, ich kenne das Problem....#angst


    Wir waren die letzten Jahre immer zu viert im Bauernhofurlaub und die langen Wochenenden, Feiertage, Konzeptionstage usw. haben mich ziemlich erschöpft.


    Wegen Renovierungsarbeiten war ich meistens von morgens bis abends alleine für die Kinder zuständig und habe die Stunden gezählt, wann endlich der Kindergarten wieder aufmacht.

    Gewünscht hätte ich mir das anders, dass ich MIT den Kindern Zeit verbringen, nicht nur dne Tag herumbringe und auch selbst ein bisschen Freude daran habe.

    Ist mir leider nicht gelungen; ich hoffe, die Kinder nehmen es mir später mal nicht allzu krumm.


    Was mir damals geholfen hat:

    - Wir sind zweimal die Woche zu meiner Mutter gefahren. Da musste ich mich zwar auch größtenteils um die Kinder kümmern, aber in anderer Umgebung war die Stimmung besser und eine halbe Stunde auf dem Sofa liegen war dann möglich.

    - Andere Mütter mit ihren Kindern zu uns nach Hause einladen, sie besuchen, sich im Park oder auf dem Spielplatz treffen. Das war zwar keine Erholung im Sinne von "in Ruhe ein Buch lesen", aber ich hatte Kontakt zu anderen Erwachsenen und konnte mich auch mal über andere Dinge unterhalten oder Probleme besprechen.

    - Wasserspielplätze, Bäche, schattige Parks, mit Picknickdecke und ein bisschen Spielzeug ab in die Natur


    Meine Kinder sind jetzt etwas größer und ich merke, wie immer öfte lange Erholungsphasen für mich möglich sind. Einerseits, weil mein Mann wieder mehr Zeit hat und die Kinder ihn auch nicht mehr so stark "ablehnen". Andererseits, weil sie jetzt auch verstehen, wenn ich direkt nach der Arbeit nicht sofort mit ihnen auf den heißen Spielplatz gehen möchte, sondern erstmal 45 Minuten für essen, trinken, Toilette, umziehen, runterkommen brauche.


    Besuche im Freibad sind immer noch sehr anstrengend, weil ein Kind noch nicht schwimmen kann und obendrein nicht wirklich hört. Das andere Kind schwimmt noch sehr unsicher.


    Es war eine schwierige Zeit und wenn man finanziell und platzmäßig schauen muss, umso mehr. Und bei Krankheit sowieso.

    Ich würde mich deshalb wirklich freundlich mit anderen Eltern in Verbindung setzen; da sind bestimmt einige froh, weil sie auch nicht wochenlang in teuren Urlaub mit Kinderbespaßung (und pflegeleichtem Kind) fliegen können.


    Und wenn das Kind nochmal 1-2 Jahre älter ist, fangen ganz langsam die schönen Ausflüge an, wo man nicht mehr dauernd hinterher rennen muss, wo es im Auot oder in der Bahn nicht mehr ständig Geschrei gibt, und das Abendritual keine Riesenkraft mehr bedeutet.

    Ab Schulalter ergeben sich dann noch mehr neue Möglichkeiten in Form von Ferienspielen, mehrtägigen Workshops, Übernachtungen bei Freunden usw.

    [user='812']Bei mir ist es so, dass ich oft, wenn ich auf Arbeit ankomme, ziemlich geschlaucht bin. Teilweise schwirren mir so viele Sachen im Kopf rum und es fällt mir erst mal schwer umzuschwenken, sei es am PC oder beim Smalltalk auf dem Gang kurz nach der Ankunft im Büro. Deshalb meine Beispiele mit den Brotdosen. Auf Arbeit geht halt dann der Trubel auch gleich weiter, es ist sehr laut im Büro (8 Angestellte), jeder hat was zu erzählen, es wird gelacht... Nicht den ganzen Tag lang, wir arbeiten durchaus auch mal ;) Aber eben immer wieder und ich merke, es fällt mir viel schwerer als früher, da bei der Sache zu bleiben bzw wieder zur Arbeit zu finden ohne etwas zu vergessen.

    Das scheint ja weniger ein Problem von Mutterschaft als von Ablenkbarkeit zu sein. Mir helfen morgens kleine Rituale zum Umschalten. Zur Tür rein, PC an und erstmal eine Tasse Tee holen. Sowas in der Art. Handy auf stumm. Bin ich am Arbeiten, bin ich nicht zuständig und nur im Notfall für die Schule erreichbar. Da würde ich irre, wenn ich neben der Arbeit ständig Nachrichten bekommen würde. Im Großraumbüro habe ich auch schon mit Gehörschutz gearbeitet, weil ich echt nicht schreiben kann wenn ständig wo jemand labert. Kannst du dir da irgendwas ausdenken, was dir gut tut?


    Was mir noch auffällt: es kam mehrmals, dass Schusseligkeitsfehler nicht passieren dürfen... Gibt es echt Menschen, die ohne Fehler arbeiten? Ob nun mit oder ohne Kinder - Ich kann es mir nicht vorstellen.

    ich denke auch, dass es eher in diese Richtung geht.


    Nach jahrelanger Pause vom Berufsleben sind ein paar Monate nicht viel Zeit, sich als Familie eine neue Routine zu erarbeiten. Denn auch für Mann und Kinder hat sich ja die Dynamik verändert.


    Es braucht also in diesem Fall wahrscheinlich einfach auch noch Zeit und Routine. Zeit, um sich selbst an die Arbeitszeiten, das Tempo und dir Kollegen zu gewöhnen. Zeit, in der die Kinder immer selbstständiger werden.


    Ich würde mir ein paar Dinge zur Unterstützung erarbeiten:

    - wie Fliegfrosch schreibt, eigene Rituale am Arbeitsplatz. Ich komme zB immer gerne etwas früher, mache mir einen Kaffee und fahre dabei sämtliche Systeme hoch und checke die E-Mails. Für einen halben Tag packe ich mir immer das gleiche Essen ein. Da brauche ich mir abends nur eine Banane in meine Tasche legen. :D


    - den Weg zur Arbeit wirklich als "Cut" betrachten. Vielleicht einen kleinen Umweg nehmen? Mit dem Rad fahren? Oder zwar direkt am Gebäude parken, aber nochmal um den Block gehen vor Arbeitsantritt.


    - abends Dinge vorbereiten


    - Abläufe vereinfachen, Perfektionismus sein lassen


    Ich bin in Gedanken auch immer mal bei den Kindern,mal vergesse ich sie komplett während der Arbeit. Ich sage mir, dass sie in guten Händen betreut sind (sind sie wirklich) und ich daher mit freiem Kopf meiner Arbeit nachgehen kann und darf!


    Geht es dir gesundheitlich gut? Seit ich auf die 40 zugehe, muss ich schon auch ein bisschen eher auf die Signale meines Körpers hören. Schlafen, Bewegung, Ernährung....das beeinflusst mich jetzt viel mehr (positiv wie negativ) als noch vor ein paar Jahren.

    Calypso1981 , hast du einen weiteren Arbeitsweg?

    Ich fahre etwa 20 Minuten mit dem Auto. Während der Fahrt konzentriere ich mich bewusst auf die Verkehrsmeldungen und dass ich ruhig fahre.


    Ich parke extra etwas außerhalb, damit ich noch ein paar Minuten zu Fuß zum Arbeitsplatz laufen kann. Das hilft mir sehr, macht einen freien Kopf und entspannt mich.


    Bei großen Sorgen natürlich nicht so sehr, aber der morgendliche Stress lässt sich so gut abmildern.


    Und abends bereite ich so viel wie möglich vor.

    Schade, es läuft wie so oft auf Frontenbildung hinaus....


    Bei mir hing der Leistungsabfall nunmal tatsächlich auch (!) sehr stark mit meiner Mutterschaft zusammen. Mit den Geburten, der Zeit danach...das war ganz allein mein "Problem" und hatte wenig mit meinem Mann oder "der Gesellschaft" zu tun.


    Man kann nicht für etwas brennen, wenn man emotional und körperlich über Monate nur funktionieren kann. Und zwar nicht, weil der Mann so faul und gemein ist oder man zu viel (?) stillt.


    Zum Glück habe ich eine tolle Chefin, die mich als Mensch, Mutter und Arbeitnehmerin gleichermaßen respektiert. ;)

    Bei mir hing das gar nicht mit dem Arbeitspensum zusammen, denn beim ersten Kind war ich nur an zwei Tagen auf der Arbeit und trotzdem mental einfach nicht komplett bei der Sache.

    Es war nicht so, dass ich viele Fehler gemacht hätte oder unfreundlich war, aber mir fehlte einfach der "Biss", die Kreativität und Frische.

    Auch nach der Arbeit war ich nicht so wahnsinnig agil und bin früh ins Bett gegangen oder habe gar nichts mehr gemacht.


    Jetzt werde ich zwar auch nachts noch geweckt oder bleibe mal zu Hause wegen kranken Kindern. Aber ich bin wieder fit, traue mir beruflich mehr Verantwortung zu, bin einfach auch seelisch und geistig wieder mehr "da".


    Ich finde, es kommt auch auf die Art der Arbeit an? Ich habe kein ruhiges Büro, kann mich nicht ungestört für längere Zeit zurückziehen. Ich bin in Kontakt mit Menschen, muss Vieles zügig und parallel erledigen. Mir macht es viel Freude, aber wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist, ist das sehr anstrengend.


    Ich glaube gar nicht mal, dass das nur Mütter betrifft. Mein Mann zumindest ist auch nicht mehr immer so ganz bei der Sache, wenn er zur Arbeit geht. Früher musste er sich um nicht viel Gedanken machen; wir waren ja beide erwachsen und jeder hat selbstständig vor sich hin gewerkelt. Jetzt sind da die Kinder und wenn es Konflikte gab, unruhige Nächte, Geburtstagstrubel...dann hält ihn das natürlich auch teilweise von seiner Arbeit ab oder hängt ihm noch die nächsten Tage nach.

    Ich würde sogar sagen, ich bin zur Zeit leistungsfähiger als er.

    Ich war deutlich weniger leistungsfähig, als die Kinder noch recht klein waren. Baby plus Kleinkind, da war ich froh, wenn ich meine Körperpflege auf die Reihe bekommen habe. Außerdem war ständig jemand krank und wir haben alle oft schlecht geschlafen.

    Ich war beim letzten Kind 3 Jahre in Elternzeit und wäre meinen Kolleginnen auch keine große Hilfe in dieser Zeit gewesen.


    Jetzt arbeite ich maximal Teilzeit und bin besser in meinem Job denn je. Geduldiger, professioneller, kreativer, erfahrener und selbstbewusster.

    Aber: Ich merke, dass mir der körperliche Teil der Arbeit (Heben, Stehen) in einer "vollen" Woche durchaus mehr ausmacht, als noch vor 10 Jahren. Das liegt aber einfach auch an meinem Alter und lässt sich mit genügend Schlaf und gezieltem Workout noch recht gut auffangen.

    Ich bin auch recht klein und hatte in meinem Polo keine Probleme. Schmerzen auch nicht. Daher konnte ich in den Schwangerschaften immer bis zum letzten Tag mit dem Auto fahren.

    Allerdings kurze Strecken. Vielleicht hätten sich bei längeren Strecken meine Muskeln und Bänder auch bemerkbar gemacht.


    Kannst du vielleicht ein dickes Kissen als Sitzerhöhung unterlegen?


    Oder das Auto mit jemandem tauschen?

    Lustig, das könnten meine Kinder sein. :D


    Was hier gut ankommt:

    - Asterix und Obelix

    - Das Spiel Mr. Pups

    - Die Olchis (finde ich persönlich grässlich #angst)

    - Das Spiel Twister, weil man dann da so lustig übereinander kugelt

    - Tom und Jerry/Roadrunner/Bugs Bunny

    - Draußen im Matsch spielen und dann rutschen die Spielfiguren/Kipplaster/Boote "aus Versehen" aus oder werden mit Wasser übergossen


    Hört sich jetzt wahrscheinlich schlimm an alles, aber meine Kinder sind ganz normal und können recht gut und altersgemäß zwischen "Spiel und Ernst" , "lustig und verletztend" unterscheiden.

    Meine beiden Kinder wurden zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr zuverlässig tags und nachts trocken.


    Die Windeln weglassen wollten sie aber schon seit dem 2. Geburtstag, bzw haben wir bei Kind 1 ungefähr in diesem Alter angefangen, immer mal die Windel wegzulassen.


    Wir haben immer wieder auch Druck von außen bekommen, es gab auch immer wieder erfolgreiche Phasen ohne Windel.


    Letztendlich hat "Nichts geholfen" und die Kinder brauchten eben die Zeit, die nötig war.

    Wir warten bei jedem neuen Schritt darauf, bis die Kinder von sich aus ihre Wünsche an uns herantragen und es auch dringlich scheint.

    Dann versuchen wir das alters- und typgerecht umzusetzen.


    Spiele und Filme gibt es nur mit passender Altersbeschränkung, wobei das jüngere Geschwister naturgemäß nicht immer davon ausgenommen werden kann.


    Gegen Spielzeugwaffen habe ich nichts, bisher besitzen die Kinder Holzschwerter, einen Bogen und kleine Wasserpistolen.


    Wenn ich den Eindruck habe, dass das Spielen ihnen nicht gut tut, brechen wir das Ganze ab und machen eine Pause oder wir gehen an die frische Luft.

    Natürlich gibt es da auch mal lauten Widerstand, aber noch bin ich Herrin über die Geräte 😀 und sehe mich da auch in der Verantwortung, bei Bedarf einzugreifen.


    Wenn die Kinder älter sind, werden wir sehen wie wir es machen.

    Bisher funktioniert es so ganz gut. Die Kinder sind von ihrem Naturell her nicht aggressiv, kommen gut mit anderen Kindern zurecht und können sich auch gut und kreativ ohne Bildschirm beschäftigen.


    Edit: Verfügbar sind Computer, Playstation und Wii. Nur unter unserer Aufsicht, meistens auf Wochenende und Ferien begrenzt und gerne spielen wir auch mit.

    Nein, ich meinte auch nicht dich damit. ;)


    Unsere Tomatensoße besteht auch aus Salz, Pfeffer und etwas Zucker zu den passierten Tomaten.

    Wenn nur mein Mann und ich essen, kommt dann sogar noch Thymian, Oregano, Basilikum, Knoblauch etc dazu.


    Ich bin auch manchmal frustriert, wenn ich etwas Besonderes gekocht habe und Kind 1 will es nicht mal probieren.


    Oder ich kaufe extra irgendein teures Markenprodukt, weil das gerne gegessen wird. Genau in der Woche, wo ich extra viel davon gekauft habe, schmeckt es dann nicht mehr.


    Mein sehr leckere selbst gemachte Pizza wird zugunsten von fettiger 0815 Lieferpizza verschmäht...


    Bei Oma werden Hackbällchen gegessen, hier nicht immer.


    Usw.

    Oh, das kenne ich nur zu gut von mir...ich habe als Kind mal mit Begeisterung einen großen Teller "Gulasch" gegessen. Hinterher habe ich erfahren, dass die Stücke Leber waren.


    Manchmal bin ich heute noch ein bisschen misstrauisch und konnte zum Glück meine nächsten Angehörigen davon überzeugen, mir auch bitte nichts "unterzumogeln" oder in Soßen "zu verstecken". Ich rieche und schmecke das sofort und esse dann lieber nur ein Stück trockenes Brot oder ein paar Kartoffeln.

    also, ich meinte mit Futterneid natürlich nicht, dass wir uns die Teller mit Essen füllen und die Kinder nichts bekommen. Sondern, dass bei Kind 2 eigentlich ungeliebtes Essen interessant wird, weil ich es mir für mich in der Mikrowelle aufgewärmt habe.

    Oder wenn ich mir Kaffee mache, hat Kind 2 Lust auf Kakao (und bekommt den auch).

    Äh, wenn ihn das "Gesinge' stört, soll er halt in ein anderes Zimmer gehen und sich die Ohren zuhalten.

    Sachen gibt's....


    Wir lesen den Kindern eigentlich täglich abends etwas vor, entweder hören beide zu oder sie bekommen einzeln ihre Geschichte.

    Danach hören sie meistens noch Musik oder Hörspiele, bis sie entweder von alleine einschlafen oder wir das Licht/die Geräte/den Strom:D ausschalten.


    Als sie kleiner waren, sind wir oft noch bei ihnen liegen geblieben und auch heute noch brauchen sie mitunter Körperkontakt vor dem Einschlafen.

    braten Ich bin auch ein picky eater, wobei es als Kind und Jugendliche wesentlich ausgeprägter war als jetzt.


    Bei mir war die Ablehnung vieler Speisen eine bunte Mischung aus verschiedenen Faktoren:

    - manche Konsistenz war eklig (zB stückige Soße)

    - die Atmosphäre bei Tisch und allgemein war oft gespannt oder von Streit geprägt. Noch heute kann ich dann nicht essen, wenn die Kinder sich zanken

    - Gemüse mochte ich einfach nicht, egal in welcher Zubereitungsart

    - Ich mag bis heute keine Zwiebeln und muss daher auf viele Speisen verzichten, weil das für viele Köchinnen und Köche anscheinend in nahezu jedes Gericht hineinmuss.

    - Ich habe ganz oft eine spezielle "Idee/Vision" von einer Mahlzeit im Kopf, die ich appetitlich finde. Ist das Essen dann anders zubereitet, schmeckt es nicht so gut. zB der Klassiker "Schweinemedaillons mit Rahmsoße".

    - Brotdose war und ist auch ein heikles Thema. Ich esse sehr gerne ein Brötchen mit frischer Fleischwurst. Rieche ich diesen Geruch aus der Brotbox, muss ich würgen. Auch Apfel ekeln mich dann regelrecht, selbst wenn die Brotdose nicht schon stundenlang im Ranzen gegammelt ist.


    Mittlerweile esse ich wesentlich mehr Speisen, auch viele Gemüsesorten. Ich hätte mir gewünscht, dass es zu Hause öfter das gegeben hätte, was ich wirklich mochte. Auch wenn dies nicht als gesund/vollwertig gilt/galt.


    Daher mache ich es mit meinem picky eater anders. Brotdose wird auf eigenen Wunsch gar keine mehr eingepackt. Es sind immer Lebensmittel im Haus, die "gehen".

    Gemüse und andere Speisen werden immer mal angeboten, aber am Wochenende eben so gekocht, dass jeder satt und zufrieden ist.


    Wenn die Kinder Toastbrot mit Marmelade, Schokoflocken mit Milch, Cheesestrings, Würstchen im Glas gerne essen, dürfen sie das.


    Für mich und meinen Mann koche ich "Erwachsenenessen" und entweder dann eine "Kinderversion" davon oder nur Kartoffeln/Nudeln zB.


    Bisher gedeihen sie trotzdem gut, Zähne sind gesund, Gewicht liegt meistens in der unteren normalen Kurve.


    Zum Essen zwingen klappt übrigens weder bei mir, noch bei meinem picky eater. Das andere Kind lässt sich durchaus auch mit lecker geschnittenem Obst oder simplem Futterneid "austricksen". :)

    Einigermaßen regelmäßig kann ich erst wieder trainieren, seit die Kinder nicht mehr ganz klein sind. Davor war ich abends entweder müde, demotiviert, krank (oder Kind krank) usw.


    Ich bewege mich im Alltag bewusst mehr, indem ich Rad fahre oder Einkäufe zu Fuß erledige. Treppen steigen statt Aufzug zB.


    Abends mache ich entweder Pilates, Yoga oder ein flottes Workout mit leichten Kurzhanteln. Je nach Lust und Laune auch nur ein paar Minuten gezielte Übungen für die Bauchmuskeln oder den Rücken.


    Ich habe mir auch überlegt, was ich brauche und möchte. Springen und Rennen zB stehen nicht auf meiner Liste ganz oben. Für mein Wohlbefinden sind eher ein starker Rumpf/Bauch/Nacken wichtig.


    Aber wie gesagt, ansatzweise fit bin ich erst wieder, seit die Kinder nicht mehr jeden Monat krank sind, ich wieder arbeite und mehr Zeit nur für mich habe.

    Bei einem Baby finde ich es noch viel einfacher und nachvollziehbar, meine Bedürfnisse hinten an zu stellen. Auch wenn es mitunter trotzdem knüppelhart war.

    Mit steigendem Alter der Kinder stieg aber auch wieder mein Bedürfnis nach Ruhe, Durchschlafen, "Feierabend", Berufstätigkeit, Freundinnen außerhalb treffen usw.


    Und dann war es anfangs nicht leicht, wieder "umzuschalten". Dass ein Dreijähriges zwar immer noch mini klein und bedürftig ist, aber vielleicht eventuell doch auch mal ein paar Minuten warten kann, bis ich mit Duschen fertig bin.

    Oder dass das 7-Jährige mein Bedürfnis nach einem ungestörten (kurzen!) Telefonat respektieren lernt.


    Mich hat der hohe Anspruch an mich selbst schon ein Stück weit krank gemacht und ich bin froh, dass wir als Familie d heute eine bessere Balance gefunden haben.


    Auf andere Familien schaue ich selten, Erziehungsratgeber ignoriere ich.


    Mein Kompass sind meine Kinder und ihre individuellen Bedürfnisse. Nicht das, was in einem Blog unter "perfekter Kindergeburtstag" steht.