Beiträge von RoteDahlie

    ich finde die letzten posts etwas schwierig. wir sind doch hier im rabenforum auch, um eben die extra-meile zu gehen? damit meine ich NICHT, x stunden am spielplatz festzufrieren, weil das kind es so will, aber ich meine damit, eben auch nicht diesen "ich will das und bin der boss"-gedanken zu pflegen. sondern nach gemeinsamen lösungen zu suchen, durchaus kompromisse zu finden, um die abläufe für ALLE zu optimieren. und vielleicht auch mal von festgefrästen pfaden runterzukommen. außerdem schreibt luxa-rosenburg ausdrücklich, dass sie sich mit der "basta"-mentalität NICHT wohl fühlt und das abstellen will. da hilft es wenig, wenn man sagt "aber basta ist doch toll und richtig" - sie fühlt sich damit unwohl und das verstehe ich als problemkern des threads.


    lg patrick

    Ich gebe dir im Prinzip recht.


    Jedoch habe ich gerade bei der TE den Eindruck, dass ein wenig mehr "Basta" mitunter für sie und das Kind besser wäre, als sich stundenlang gegenseitig aneinander aufzureiben.


    Eigentlich wollte ich daher hier in diesem Thread gar nicht mitschreiben; mich nervt nur immer diese Einstellung, man sei ja so entspannt, lässig und bedürfnisorientiert wenn man bis in den späten Abend hinein auf dem Spielplatz bleibt, während die doofen Spießermuttis schon um 17 Uhr ihre Kinder aus dem schönsten Spiel reißen. ;)


    Grundsätzlich möchte ich noch anmerken: Ich habe es mir beim ersten Kind definitiv nicht leicht gemacht; im Sinne von "Basta" und bin damit spätestens in der zweiten Schwangerschaft mehr und mehr ins psychische und körperliche Abseits geraten. Das zweite Kind ist dann von ähnlichem Kaliber wie bei der TE geraten.

    Meine mitunter "Basta"-Einstellung kommt also gerade NICHT von meiner Bequemlichkeit, sondern mein mitunter strenges Verhalten resultiert schlicht aus der Notwendigkeit heraus, die Bedürfnisse ALLER Familienmitgleider im Auge zu behalten. Und dazu gehört eben nicht nur das willensstarke Kind 2, sondern auch ich, mein Mann und das sensible Kind 1.


    Grundsätzlich finde ich es aus angenehmer, wenn in einem Beitrag auf "echt jetzt??!!" "Nicht dein Ernst??!!!" "Wie kann man nur?!"usw. verzichtet wird. Das schafft unnötige Fronten, wertet ab und verhindert eine interessante und wertschätzende Diskussion. Und dafür sind wir ja schließlich hier oder? ;)

    Anaho : Ich finde deinen Beitrag ziemlich dramtisch in der Wortwahl. Es geht nicht darum, täglich den Willen kleiner Kinder aus Bequemlichkeit und Bösartigkeit zu brechen.

    Sondern darum, ein Zweijähriges (!) gegen seinen Willen von einem Spielplatz zu entfernen. Und zwar nachdem es bereits seinen Wunsch nach "stundenlang Spielplatz bei Minusgraden" erfüllt bekommen hat.


    Vielleicht sind hier besonders viele hochintelligente, besonders verständige Kleinstkinder versammelt, aber bei meinen Kindern war in diesem Alter einfach wenig Raum für Diskussionen, Erklären und Kompromisse.

    Klar versucht man es erstmal mit gutem Zureden, Verabschieden von der Rutsche, Ablenken whatever.

    Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man tatsächlich nach Hause möchte und die Gründe dafür darf man doch bitte selbst bewerten und muss das nicht von anderen als "notwendig" abgenickt bekommen.


    Zumindest meine Kraft ist mit mehreren Kindern, Haushalt und Arbeit endlich. Und so bleibt nicht immer Energie und Zeit für geduldiges Puppenspiel mit einer Socke und liebevollem Verabschieden jedes einzelnen Spielgeräts.


    Das heißt aber noch lange nicht, dass ich grundsätzlich die Bedürfnisse meiner Kinder übergehe. Bedürfnisorientiert heißt nicht, dass ich gegen meinen Willen bei -9 Grad noch eine halbe Stunde länger ausharre, weil sonst mein Kleinstkind brüllen würde. Irgendwann muss ich für mich eine Grenze ziehen und dann bleibe ich für diesen Moment auch dabei.


    Zumindest bei meinen Kindern hat das Brüllen oder Weinen auch nicht lange angehalten. Auf dem Rückweg habe ich es dann mit Ablenkung versucht, Essen oder Trinken angeboten oder ein Lied gesungen.


    In solchen Diskussionen lohnt es sich, auch mal einen Schritt beiseite zu machen, mal eine andere Perspektive einzunehmen und die eigene Situation/das eigene Kind nicht als Maßstab zu nehmen.

    Ach naja, ich würde solche Aussagen jetzt auch nicht auf die Goldwaage legen. Vielleicht sind das auch nur Standardsprüche für die Öffentlichkeit. Oder das beste Argument, die Kinder nach Hause zu lotsen und sich selbst noch eine Tasse Kaffee zu gönnen. Das breitet man normalerweise nicht episch vor anderen Eltern aus. ;)


    Meiner Mutter war es immer unsagbar peinlich, dass ich als Kind beim Abholen vom Kindergarten immer nach dem Mittagessen gefragt habe. Sie wollte einfach nicht vor den anderen Müttern sagen, was es zu essen gab.

    Warum auch immer war es ihr unangenehm und so antwortete sie immer "Nudeln". :D


    Da haben sich die anderen Eltern sicher auch ihren Teil gedacht, aber es war einfach eine Standardantwort, damit sie dieses Thema nicht mit mir vor Ort diskutieren musste.

    rheinländerin : bei mir kamen deine Fragen nicht interessiert, sondern verurteilend an.


    Gründe, die genannt wurden nennst du "vorgeschoben", obwohl du die Familien doch gar nicht kennst?


    Und was bedeutet "an der Berufstätigkeit des Mannes ausrichten?" Wenn der Vater nunmal am frühen Abend nach Hause kommt finde ich es eigentlich schön, wenn die Kinder dann mit ihm spielen/kochen/baden/Hausaufgaben machen können.

    Oder wenn ein Elternteil selbstständig oder im Schichtdienst ist, hat das auch Auswirkungen auf den Tagesablauf der gesamten Familie.


    Ich zumindest kenne keine Schulkinder (Grundschule), die um 20 Uhr noch fit und konzentriert für längere Schulaufgaben sind, aber das mag es durchaus geben.

    Ich finde alle genannten Stichpunkte "glaubwürdig" und es muss sich niemand dafür rechtfertigen, warum er nicht stundenlang auf dem Spielplatz sitzen mag.


    Mir geht es da wie Freda, ich mag es einfach nicht wirklich. Schon gar nicht bei solchen Temperaturen oder wenn es regnet.


    Auch bei uns kippte gegen 17 Uhr oft die Stimmung oder ich wollte noch Essen vorbereiten. Warum soll das vorgeschoben sein?


    Meistens kenne ich die anderen Eltern auf dem Spielplatz gar nicht und daher muss ich mich auch nicht erklären, warum wir jetzt trotz Protest vom Kind nach Hause gehen.


    Und wer weiß, wenn ich die Gründe nennen würde, wäre das für manche Mütter sicher ein Grund sich darüber darüber das Maul zu zerreißen, wie unflexibel, spießig und gemein man ist, aus nichtigen Gründen schon nach 2 Stunden den eiskalten Spielplatz zu verlassen. ;)


    Zum Thema: Ich habe das in dem Alter kurz und schmerzlos gehalten und das Kind weggetragen oder im Buggy angeschnallt. In den meisten Fällen war schon am Nachhauseweg die Stimmung wieder heiter.


    Mittlerweile sind die Kinder alt genug, dass ich ihnen erklären kann, warum wir jetzt bald den Spielplatz verlassen und meistens klappt es ohne Streit oder Weinen.

    Ich antworte dann meistens sachlich und unaufgeregt, damit es für alle Beteiligten nicht peinlich ist.


    Manchmal fehlt mir aber auch die Geduld und Kraft; dann murmle ich ein "weiß nicht!" und hoffe, das Kind fragt nicht weiter. :D


    Wenn es mir unangenehm ist oder ich für die Antwort etwas weiter ausholen muss, sage ich, dass ich das gerne in Ruhe zu Hause erklären und besprechen will.

    Wir haben es nicht weit vom Kindergarten und machen es oft so, dass wir zusammen über die Hauptstraße gehen und Kind 1 dann schonmal mit meinem Schlüssel alleine nach Hause geht.


    Entstanden ist das aus der Situation, dass Kind 1 dringend aufs Klo musste und Kind 2 dann natürlich extra gemächlich gelaufen ist. #haare

    Das Experiment hat prima geklappt, aber es sind auch nur etwa 5-10 Minuten zu Fuß.


    Demnächst versuchen wir den obligatorischen Brötchenkauf beim Bäcker. Da hat sich das Kind noch nicht alleine getraut.


    Aber solche Aktionen tragen unheimlich zum Selbstbewusstsein der Kinder bei.

    Kind 2 war auch so ein kleiner Schreihals :D und verbrachte das erste Jahr fast komplett in der Trage.


    Die ersten Wochen schlief das Kind viel, dann ging es rund. Nix half, das Kind schrie stundenlang. Im Tuch, im Kinderwagen, im Babybett, bei uns im Bett usw.


    Wäre es mein erstes Kind gewesen, wäre ich sicher noch verzweifelter gewesen, als ich eh schon war.


    Stillen fiel komplett weg; das Baby bekam die Flasche und war damit genauso unzufrieden wie mit der Brust in den ersten Tagen. #weissnicht


    Es war alles verdammt anstrengend und ich habe das Kind tatsächlich mehrmals oben ins Bett gelegt, sämtliche Türen geschlossen und bin unten heulend auf dem Sofa gesessen. Voller Wut auf das Baby und Selbstmitleid mit mir.


    Als Tipp habe ich daher nur: Baby in die Trage und Kopfhörer auf. Und sich von der Vorstellung befreien, dass ein Baby ruhig und zufrieden ist, wenn man alles "richtig" macht.


    Übrigens ist das ehemalige Schreibaby auch heute noch gerne dramatisch. Aber dazu auch unheimlich selbstbewusst, lustig, ein Sonnenschein und guter Esser. :)

    Es tut schon gut zu lesen, dass es nicht nur uns so geht.

    Ich habe noch eine Frage zu der "Auszeit": wie genau würdet Ihr das gestalten? Wir machen das schon mal, dass das Kind Hörbuch hört und Lego baut. So in etwa oder nochmal anders?

    Ich weiß es selbst nicht so genau. :D

    Ich habe das noch nicht probiert; habe es aber von einer anderen Mutter gehört und im Hinterkopf für uns behalten.


    Hörbuch hören und Lego bauen ist normaler Alltag und kann ja auch jederzeit durch Telefon, Geschwisterkind etc. unterbrochen werden.

    Eine Auszeit stelle ich mir so vor, dass es wirklich keine Ablenkung von außen gibt und das Kind einfach nur im Arm gehalten wird, oder man liegt nebeneinander und hört eine Entspannungs-CD...sowas in der Art. Da kann man ja auch das Kind befragen, was ihm vielleicht gut tun würde.


    Im Kindergarten machen sie mehrmals in der Woche mit verschiedenen Kinder eine Traumreise. Dazu gehen sie in einen speziellen Raum, wo man auch den Lärm nicht so hört. Die Erzieherin erählt eine schöne Märchengeschichte oder spielt eine Meditations-CD für Kinder ab. Einmal bekamen sie jeder ein Gummibärchen und sollten das ganz bewusst und lange im Mund betasten und bewegen. Kam auch gut an. :D


    Mehr Veranwortung übertragen ist auf jeden Fall auch eine gute Idee. Leider kommt es zumindest bei uns dann oft vor, dass das Kind gleich verweigert, weil es nicht daran scheitern mag oder sich dafür anstregen müsste. Es darf also nicht zu anspruchsvoll sein.


    Kind 1 kümmert sich auf jeden Fall gerne: Eine ganze Plüschfamilie aus diversen Tieren, eine eigene Zimmerpflanze oder ein Kresseschälchen am Balkon, Tisch decken oder im Hof mit der Kehrmaschine durchgehen....

    Habt ihr schonmal so etwas wie eine bewusste Auszeit probiert? Mit Entspannungsmusik oder so?


    Kind 1 ist ähnlich veranlagt, wenn auch nicht ganz so "krass" mit dem In-den-Mund-nehmen.


    Kuscheln ging z.B noch nie wirklich gut, weil das Kind unruhig herumjuckelt, wieder aufsteht, mir irgendwie aus Versehen wehtut...es ist leider oft ein Krampf.


    Trotzdem bemühe ich mich weiterhin, jeden Tag Körperkontakt herzustellen, denn eigentlich mag das Kind es sehr gern und fühlt sich ungeliebt, wenn ich es nicht mache.


    Mein Kind steht auch kurz vor der Einschulung und ich habe den Eindruck, dass es mit jedem Monat schlimmer wird. Zur Zeit wird unheimlich laut und oft gebrüllt; gar nicht mal aus Ärger oder Wut. Sondern offenbar als Druckabbau; das kommt dann unvermittelt, erschreckt und verärgert mich jedes Mal aufs Neue.


    Das kleine Geschwisterkind dient abwechselnd als begehrter Spielpartner oder Punchingball. Zum Glück ist es selbst sehr selbstsicher und wehrt sich. :D


    Jetzt im Winter fehlt auch verstärkt die Bewegung, obwohl wir trotz Kälte fast täglich rausgehen. Einerseits möchte das Kind Fußball spielen, klettern, fangen oder verstecken spielen. Aber an irgendwelche Regeln möchte es sich nicht halten. Freies Spiel geht daher zur Zeit wesentlich besser.


    Insgesamt schwanken wir seit Monaten zwischen "Babysein" (Kind wünscht sich zum Geburtstag einen Schnuller, will fest gehalten werden, macht nervige Babygeräusche) und "Großsein" (Kind flucht ständig, will keinen "Babykram" gucken, hört nicht auf uns).


    Im Kindergarten bereiten sie die Vorschulkinder ein wenig vor. Jedes Kind hat eine eigene Mappe und bearbeitet einmal wöchentlich ein Arbeitsblatt. Auch sonst machen die Vorschulkinder besondere Sachen, die die anderen Kinder noch nicht dürfen.


    Das Spucken hatten wir vor ein paar Wochen auch. Uns wurde nicht ins Essen gespuckt, sondern einfach von oben im Gang das Treppengeländer hinunter. Ich war absolut wütend und so richtig konnte Kind das nicht begründen, warum es das getan hat. Es hat dann die Spucke unter meiner Anleitung weggewischt und dann war es auch wieder gut.


    Ich verbuche das alles unter die Aufregung über den Schulanfang. Das ist wohl eine Mischung aus Angst, Neugier, Vorfreude...uns ziemlich anstrengend für alle Beteiligten.


    Eigentlich ist das Kind eher ruhig, sehr empathisch, liebevoll und lustig. Zur Zeit kehrt es jedoch eher die "negativen" Seiten heraus und ich versuche, das nicht allzu dramatisch zu gewichten und dem Kind sicheren Halt (Liebe und Regeln) zu bieten.

    Wir hatten für das zierliche Kind 2 ab dem 2. Geburtstag ein Pukylino. Vorher war alles noch zu früh, da das Laufen eher spät kam.

    Wir konnten es ein Jahr nutzen; dann ist das Kind gleich auf ein Laufrad umgestiegen.

    Mit Beamer-Technik habe ich keine Erfahrung. Wenn es für euch nicht zu viel Aufwand ist, würde ich es einfach ausprobieren.

    Lebhafte Kinder in diesem Alter zeigen eigentlich recht schnell und deutlich, wenn ihnen etwas zu langweilig oder zu strange ist. ;)


    Kind 1 war in diesem Alter mal auf einem Geburtstag, wo an einer großen Leinwand kindgerechte Spiele auf der Wii gespielt wurden. Er kannte das von zu Hause nicht und war da auch noch nciht im Kino gewesen. Daher war er von dem ganze Setting ziemlich überfordert gewesen und hat sich zurückgezogen. Andere Kidner fanden es aber toll.


    Macht einfach wie ihr denkt. Wenn etwas nicht so läuft wie vorgestellt, ist das auch kein Beinbruch. Meistens freuen sich die Kinder einfach schon deshalb, weil es eine besondere Stimmung ist, es besonderes Knabbereien und Geschenke gibt. :)


    Ich schaue die Wochen vorher immer, was meine Kinder aktuell interessant finden und wähle dann danach die Servietten, Trinkbecher, Strohhalme etc. aus. Aber das macht mir auch Spaß und ist kein großer Aufwand.


    Ich wünsche euch eine gelungene Feier. :)

    Ich achte ehrlich gesagt gar nicht so drauf. Meine Kinder gingen im Kindergarten und zum Umzug als Astronaut/Ritter und Fee/Prinzessin.


    Die Kostüme der anderen Kinder schienen mir insgesamt bunt gemischt. Clowns, Indianer und Cowboys sind hier seit Jahren nicht mehr so aktuell.


    Auf der Straße dominieren eher praktische Kostüme, die robust und warm sind.


    Bei den Männern sind mir allerdings tatsächlich ungewöhnlich viele Soldaten, Polizisten, Swat Teams und FBI Agenten aufgefallen. Und Einhörner. ;)


    Präferenzen hinsichtlich der Herkunft habe ich nicht wahrgenommen, das war alles bunt gemischt.


    Aber so genau habe ich das wie gesagt nicht studiert, weil ich grundsätzlich in Kostümen zu Fastnacht kein Problem sehe.

    Kind 2 war und ist auch sehr empfindlich.


    Als Baby waren tatsächlich die Feuchttücher die größte "Gefahr". Egal ob sensitive oder nicht, egal welche Marke.

    Wir haben zum Säubern dann meistens feuchte Kosmetiktücher oder lieber gleich Waschlappen benutzt.

    Und immer mit trockenem Tuch gut trocken getupft.


    Windeln auch deutlich öfter gewechselt als bei Kind 1.

    Gecremt haben wir entweder mit Multilind (bei roten Pickeln) oder Bepanthen (starke Rötung).


    Heute sind es vor allem Fruchtsäfte und Tomatensauce, die Kind 2 zu schaffen machen. In Maßen ist es ok, aber mehrere Gläser Apfelsaft oder ein großer Teller Tomatensuppe führen ziemlich sicher zu Wundheit.

    Also ich finde es erstmal gut von der Ärztin, dass sie dich und das Kind nicht überrumpelt und die Untersuchung einfach durchgezogen hat.


    Ich würde tatsächlich versuchen, nochmal mit dem Kind darüber zu reden; vielleicht auch die Untersuchung mit Arztkoffer oder einem Buch schonmal ein bisschen vorweg zu thematisieren. Oft entsteht die Angst (auch bei Erwachsenen) daraus, dass man nicht weiß, was überhaupt gemacht werden soll.


    Zumindest bei unserer Ärztin dauerten diese Untersuchungen nie lange; höchsten ein paar Minuten. Das Kind musste also nicht ewig lange völlig nackig in der Praxis herumstehen. Was ich auch gut fand: Erst wurde der freie Oberkörper gecheckt und dann durfte sich das Kind wieder obenrum anziehen. So war es nie komplett entkleidet.


    Zwingen würde ich das Kind auf keinen Fall, aber den Termin gleich absagen auch nicht.


    Ich erinnere mich daran, dass ich mal beim Zahnarzt saß und partout den Mund nicht aufmachen wollte. Also bekam ich einen Termin die Woche drauf, nahm mein liebstes Kuscheltier mit und dann ging es. Die Tatsache, dass der Zahnarzt für meine Angst Verständnis hatte und mich zu nichts gezwungen hat, hat mich damals als Kind sehr positiv beeindruckt.