Beiträge von Julchen86

    wir haben hier nach dem Kindergarten oft so ein "Ich will- Ich will nicht". In der ersten Zeit war es schlimm. Angefangen von Jacke anziehen bis in den Fahrradanhänger setzen etc.

    Ich nenne es: "Das Kooperationsbudget ist aufgebraucht"

    Der Vormittag war anstrengend und die Mama hat gefehlt.


    Nun hast du ja schon viele gute Tipps bekommen.


    Ich möchte auch aus Essen hinweisen. Ich konnte immer ziemlich direkt Essen in die Hand drücken. Irgendwas. Am Anfang war es auch etwas Süsses vom Bäcker (ja, vor dem Mittagessen). Das fand sie super. Ich hätte es sonst nicht bis zu Hause geschafft.


    Nein, ich kann mein Kind auch nicht gegen ihren Willen im Kinderwagen / Fahrradanhänger festschnallen.


    Ganz zu Beginn habe ich sie dann die Treppe herunter getragen, Die Jacke eben mitgenommen, etc. Einfach weil nichts mehr ging.

    Und das Weinen hat aufgehört. Bereits jetzt, nach 5 Wochen Kindergarten, ist sie viel entspannter beim Abholen. Erzählt mir sogar etwas usw.

    Deshalb: Die Zeit geht vorbei.


    Ich versuche so wenig wie möglich zu sagen oder zu ermahnen. Denn das kommt gefühlt in dem Moment eh nicht an.


    Ganz banal: Vielleicht erst einmal trösten? 2 Minuten im Kindergarten auf die Bank setzen, ordentlich kuscheln, Tränen trocknen und dann mit Essen in den Buggy verfrachten? Vielleicht gehts ja dann.


    Vielleicht sind meine Tipps auch doof. Dann ignoriere sie. Ist jetzt etwas wirr geworden.

    ich weiss es ehrlich gesagt auch nicht. Wir stehen hier auch immer wieder vor der Frage.


    Ich kann mich immer wieder bewusst gegen etwas entscheiden. Gegen eine Flugreise, gegen das neue Kleidungsstück aus ausbeuterischer Herstellung, gegen importierte Billigprodukte,...

    Ich kann mich auch bewusst für etwas entscheiden. Für ein Produkt aus Fairem Handel, ...

    Ich muss mir immer wieder bewusst werden, welch unglaubliches Glück ich habe, in diesem Teil der Welt zu leben und dass dieser Wohlstand nicht ewig garantiert und ein Naturgesetz ist.

    Ich muss mich damit auseinander setzen, dass wir wahrscheinlich irgendwann mit weniger auskommen müssen.

    Immer wieder darüber reden hilft manchmal. Nervt manchmal auch.


    Es heisst immer, die Konsumenten hätten so viel Macht. Das weiss ich nicht. Es kommt mir oft nicht so vor.


    #gruebel

    genau. Kreischend geht nämlich gar nichts. Da können die Kinder dann gut verkneifen. Da kommt dann nichts. Hilft ja alles nicht!


    Eine Freundin von mir hat ihren Kleinen so ca alle 20 Minuten aufs Klo gebracht. Das hätte meine nie mitgemacht. Sie kann aber schon immer einhalten. Nachts ist die Windel schon seit einer gefühlten Ewigkeit trocken. Und auch morgens ist es jetzt nicht das Erste, was sie tut.

    Danke für die Blumen.

    Also mir wäre es eigentlich auch recht, wenn wir das nicht unbedingt machen müssten. Ich mache das auch wirklich nur, wenn wir nicht von Menschenmengen umgeben sind.

    Ich habe gleich am ersten Tag der Eingewöhnung zwischendurch gestillt. Ich habe mich schon auf innerlich gewappnet. Aber die Erzieherin war cool. Trotzdem versuche ich das Stillen in der Öffentlichkeit tatsächlich immer mehr zu vermeiden. Denn 3-jährige Stillkinder sind nun mal kein so gewöhnlicher Anblick und mir ist es dann auch etwas peinlich.


    Wenn mir das mal jemand am Anfang gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt... 8o

    Kuekenmama etwas spät, aber ich möchte gerne noch etwas antworten:


    Wir haben hier auch die absolute Selbstbestimmtheit in Person. Die lässt sich beim Thema Toilette (fast) nichts vorschreiben. Feste Zeiten, Rituale, vor dem Essen, vor dem Weggehen, etc. vergiss es! Hier geht nur, wenn SIE will.

    Wir hatten echt Kämpfe als sie 2 war und abends beim Stillen so herumgehampelt hat, aber kein Pipi gemacht hat und auch auf dem Klo gab es nur Geschrei.

    Und wenn sie muss, dann ist es sehr dringend.

    Sie aufs Klo überreden geht nur, wenn es eigentlich schon sehr dringend ist.

    Egal ob ich vor dem Essen frage. Da muss sie nicht. Aber wenn wir alle das Essen auf dem Teller haben, dann ist es plötzlich dringend...


    Was hier hilft bzw. geholfen hat:

    Entspannen (ist leicht gesagt, gell?)

    Die Verantwortung fürs Klo tatsächlich ans Kind abgeben. Ich frage wirklich nur noch selten.

    Die Zeit. Hier werden die Unfälle weniger.


    Unfälle findet sie schon immer sehr schlimm. Unangenehm, ausserdem muss man dann die Tätigkeit unterbrechen, das Aufwischen dauert, etc. Und das auch wenn es mir echt egal ist. Ihr nicht.

    Meistens sage ich nichts. Wenn ich aber schon 3 mal darauf hingewiesen habe, dass sie mal gehen könnte, dann sage ich das auch so. Nicht böse, sondern für sie als Einordnung.


    Sie kann sehr gut verheben. Dein Kind wohl auch. Hier gingen noch fast nie Tropfen daneben beim Ausziehen vor dem Klo z.B. Sie hält es dann so lange aus. Es gibt durchaus Tage da geht sie um 8 und dann wieder um 15 Uhr.


    Ich habe mich damit abgefunden. Ich frage seltener, weil echt selten was passiert.

    Es ist einfach ihre ganz selbstbestimmte Art.


    Und ich würde überlegen, warum es mich so nervt. Mein Mann war auch ganz angenervt von der Aufwischerei. Er weiss auch nicht warum. Das hat irgendwas in ihm ausgelöst.


    Was ich hier immer wieder probiere ist zu erklären, dass man auch gehen kann, wenn man nicht mega dringend muss. Einfach weil es praktisch ist z.B. vor dem Raus gehen oder so. Mal sehen. Vielleicht funktioniert es in 10 Jahren #freu


    Und manchmal hilft es, wenn z.B. das Kuscheltier dringend aufs Klo muss.


    Ich glaube, es hat auch etwas mit Versuch und Irrtum zu tun. Also wie dringend ist dringend? Wenn es sich so anfühlt, ist es dann schon dringend, etc.


    Ich finde es auch gut. Denn ich bin ziemlich konditioniert auf dieses "Bevor wir das Haus verlassen" und muss da auch gehen, selbst wenn ich vor 5 Minuten war. Das ist ja auch ziemlich komisch.


    Klingt wirklich, als hätten wir da ähnlich eingestellte Kinder. (Bin ich froh, dass es noch andere solche gibt, die sich eben nicht "Aufs-Klo-setzen"-lassen)

    Es ist doch echt erstaunlich, wie sich Mythen halten und verbreiten. Da sollte man doch denken, dass die Kinderärzte sich irgendwann in den vergangenen Jahren mal zum Thema Kinderernährung fortgebildet haben. Aber falsch gedacht!


    Ich kann mir schon vorstellen, dass die Nacht nach dem Abendbrei sehr anstrengend war. Vielleicht hatte das Kind einfach schneller wieder Hunger, weil der Abendbrei eben doch nicht so satt gemacht hat, weil es einfach weniger war, als eine Stillmahlzeit.


    Wenn ich es richtig weiss, trinken voll gestillte Babys mit einem halben Jahr über einen Liter Muttermilch am Tag. Da geht die Kalorienaufnahme einfach schneller als bei dem gerade erst erlernten Brei essen.


    Lass dich nicht stressen. (Und erzähl dem Arzt nicht, dass es Kinder gibt, die ganz ohne Brei gross werden. Der kippt grad vom Stuhl) #angst


    Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, lass dich von einer Stillberaterin zu dem Thema beraten.

    Almarna "Nein, den hab ich unterwegs verloren" #lol


    Ich frage hier manchmal, ob sie sich denn vorstellen kann, dass es irgendwann keine Milch mehr gibt.

    "Nein, Mama. Das gibt es immer!"


    Sie wird also das erste Kind, das beim Auszug noch stillen will #lol