Beiträge von Bryn

    Wir haben das für uns als Familie so zusammengefasst:
    Jeder gibt was er kann und bekommt was er braucht. *
    Das betrifft alle Bereiche und alle Mitglieder unserer Kernfamilie.


    Edit: Falls jemand das * kurz und knackig UND genderneutral ausdrücken kann wäre ich übrigens dankbar. Ich suche noch nach einer Formulierung.

    Ihr beschreibt, dass es für Männer bequem ist mit den aktuellen Privilegien zu leben. Aber was ist denn mit all den Männern, die eine Beziehung auf Augenhöhe wünschen? Die eben auch eine tolle Beziehung zu ihrem Kind möchten und Teilzeit arbeiten? Die unter dem gesellschaftlichen Druck des "Ernährers" leiden? Wo sind die denn alle? I


    Ich rede nicht von monetären Argumenten auch nicht von Rente o.ä.


    Ist es denn nur die Bequemlichkeit? Rollenvorbilder?.

    Das beschreiben hier viele, aber zum Glück (!) nicht alle.

    Ein Teil der Antwort auf Deine Fragen liegt m.M.n. darin begründet, daß wir in einem System leben, welches stark nach monetären Gütern ausgerichtet ist leben - im Kapitalismus.

    Ich bin als Sohn einer allein erziehenden Mutter aufgewachsen, bin jetzt Mitte dreißig, schaue mir einen großteil meiner Geschlechtsgenossen an und frage mich "Heieiei wo kommen die denn her?" Aber die unbequeme Frage, die dahinter steht ist doch, wie kann es sein, dass unglückliche oder unzufriedene oder feministische oder oder oder Mütter es in den vergangenen Jahrzehnten scheinbar nicht geschafft haben, ihren Söhnen Anstand, Respekt, Rückgrat, Eigenverantwortung, und Gleichberechtigung einzubläuen mit auf den Weg zu geben? Vor allem wenn es nachweislich in den vergangenen Jahrzehnten - leider - immer noch größtenteils Frauenarbeit war, die Kinder ins Leben zu begleiten.


    Versteht mich um Gottes Willen nicht falsch, ich will hier nicht einfach den schwarzen Peter zurück schieben. Aber das ist eine Frage, die mich wirklich beschäftigt.

    Danke, die Frage stelle ich mir nämlich auch.
    Ich habe eine Tochter und drei Söhne, schon deshalb stelle ich mir viele feministische Frage nicht nur mit Blick auf Mädchen/Frauen, sondern auch mit Blick auf Jungen/Männer.
    Glücklicherweise stelle dabei fest, daß bei meinen Söhnen durchaus einiges davon angekommen ist. Arfst übernimmt natürlich auch Haushaltsaufgaben, hilft bei der Betreuung der kleinen Geschwister usw.
    Und als ich ihn auf diese Umfrage ansprach meinte er: "Ich hätte keinen Bock mit kleinen Kindern Vollzeit zu arbeiten." und fände den Gedanken "Du bist der Vater, also mußt Du ordentlich malochen und Kohle ranschaffen" ziemlich mies.

    Ich habe einen Partner, den ich nicht verschweige. Ebenso wenig verschweige ich, dass ich alleine sorgeberechtigt bin und wofür ich verantwortlich bin. Das führt tatsächlich regelmäßig dazu, dass mein Partner auch in meiner Anwesenheit offen bemitleidet wird in der Annahme, ich würde ihn irgendwie unterdrücken. Und es führt dazu, dass ich angefeindet werde [...] Ich trage die Verantwortung, ich muss die Folgen abarbeiten. Mein Partner könnte das nicht, sagt er selbst. Mir ist noch nicht klar, was daran solche Panik auslöst.

    Naja, zum einem IST Euer Modell ungewöhnlich, das verwirrt.
    Ich schätze man geht einfach davon aus, daß ein Paar das zusammen lebt, deren Kind mit beiden Eltern aufwächst, sich auch die Sorge teilt. Im Normalfall finde ich das auch völlig richtig, nur gibt es eben immer auch Ausnahmen.

    ich bin total erstaunt, dass so viele Kerle das hinbekommen! Hand aufs Herz: Er trägt auch seinen Anteil am "mental load"? Organisiert selbstständig Geburtstagsgeschenke? Hat die Impftermine im Blick? Weiß, wann die Kids eine Klassenarbeit schreiben?


    Ja, Nein, Jein...
    Er schafft in dem Bereich einiges, nicht alles. Da das aber auch auf mich zutrifft ergänzen wir uns da ganz gut.


    ich stimme aber natürlich zu, dass das trennungsrisiko allein durch die frauen getragen wird.


    Erlebe ich anders.
    Die Trennungsväter, die ich kenne leben nach einer Trennung meistens vom Existenzminimum.
    Die Mütter meistens auch.
    Finanziell geht es beiden Elternteilen dann schlechter.
    Räumlich und emotional ist es ganz unterschiedlich, da kann ich (in meinem Umfeld) keinen klaren Vorteil auf einer Seite sehen.


    und "wirtschaftskritik", sorry, das ist albern. da kann ich mich vors VW-werk stellen und "mimimi" machen. das hat etwa denselben Effekt.


    "die wirtschaft" eskaliert immer zum schlimmsten, wo sie nicht eisern niedergedrückt wird. zur maximalen ausbeutung, zur minimalen verantwortung, kapitalismus als selbstzweck zermahlt _natürlich_ leute so, wie es nur geht.

    Man muß ja nicht "mimimi" machen, man kann Parteien und Gewerkschaften beitreten.
    Insbesondere Gewerkschaftsarbeit finde ich dabei sehr wichtig. Mein Mann wird dank der IG Metal nächstes Jahr 38 Tage Urlaub haben - denn es gibt 8 Tage Bonusurlaub für ArbeiterInnen mit kleinen Kindern (unter acht Jahre)
    Es gibt im aktuellen Tarifvertrag der IGM auch noch andere tolle Errungenschaften, für Menschen die Carearbeit in der Familie übernehmen. (Seine 8 Tage werden vermutlich tatsächlich für solche schulfreien tage wie Lehrerfortbildung oder Elternsprechtag drauf gehen.)
    Ich gebe Dir aber völlig Recht, wenn du sagst, daß die Wirtschaft sowas nicht freiwillig macht, dafür muß man sich organisieren.


    Dem kann ich mich so anschließen

    Ich bin für B.
    Ich weigere mich es hinzunehmen, daß B nicht funktioniert! Zumal ich es sehe und erlebe, daß es funktionieren kann.
    Um B zu erreichen sollte es C allerdings Absicherung geben. (Auch wenn ich es etwas anders ausdrücken würde.)

    Nun, das Frauenbild ist m.M.n. genauso konservativ wie das restliche Weltbild vieler Menschen.


    Interessant finde ich dabei, daß bislang niemandem aufgefallen ist, daß die Jugendlichen in der Umfrage ein ebenso konservatives Männerbild haben, was für mich unmittelbar zusammen hängt. Ein moderneres Frauenbild wird es in D nur geben, wenn es auch ein moderneres Männerbild gibt.

    Edit: Für mich heißt das: Wir brauchen insgesamt ein moderneres Weltbild.

    Na also, es geht doch:


    "...Das Amtsgericht Chemnitz verhängte gegen den 34-Jährigen am Freitag wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eine fünfmonatige Haftstrafe, wie ein Gerichtssprecher sagte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Mann auf einer Demonstration Ende August den Hitlergruß gezeigt.
    Der 34-jährige Chemnitzer hat demnach bereits eine Vielzahl von Vorstrafen, darunter wegen Körperverletzungsdelikten. Auch deshalb ist das Gericht davon ausgegangen, dass die Voraussetzungen für eine Strafaussetzung zur Bewährung nicht gegeben seien..."
    https://www.mdr.de/sachsen/che…lergruss-chemitz-100.html

    Und der Beitrag von Furrina verstehe ich nicht. Welche Band spielt denn am Montag, die schreit „Deutschland verrecke“???

    Ich vermute, da geht es um den Liedtext von Slime (die dort m.W. nicht auftreten), allerdings gibt es durchaus Bands/SängerInnen, die Teile aus dem Lied covern, zitieren o.ä.

    Es ist ein "wenn - dann" Lied und es aus dem Zusammenhang zu reißen verfälscht die Intention.
    "...Dieses Lied wurde vom Bundesverfassungsgericht wie folgt bewertet: „Das Lied „Deutschland muss sterben“ ist Kunst im Sinne dieses Grundrechts. (…) Der Verfasser benutzt die Formensprache eines Liedes, um seine Erfahrungen und Eindrücke zu bestimmten Vorgängen mitzuteilen, die man unter der Überschrift „Bedrohliche Lebensumstände in Deutschland“ zusammenfassen könnte.“ ..."
    https://www.bundesverfassungsg…k20001103_1bvr058100.html


    Wo Faschisten und Multis das Land regiern,

    wo Leben und Umwelt keinen interessieren,

    wo alle Menschen ihr Recht verliern,

    da kann eigentlich nur noch eins passieren:

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können.

    4

    Schwarz ist der Himmel und rot ist die Erde,

    stolz [richtig: gold] sind die Hände jener Bonzenschweine,

    doch der Bundesadler stürzt bald ab,

    denn Deutschland, wir tragen Dich zu Grab.

    5

    Wo Faschisten und Multis das Land regiern,

    wo Leben und Umwelt keinen interessieren,

    wo alle Menschen ihr Recht verliern,

    da kann eigentlich nur noch eins passieren:

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können.

    6

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können.

    7

    Wo Raketen und Panzer den Frieden sichern,

    AKW´s und Computer das Leben verbessern,

    bewaffnete Roboter überall,

    doch Deutschland, wir bringen Dich zu Fall.

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können.

    8

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können,

    Deutschland muß sterben, damit wir leben können.

    9

    Deutschland verrecke, damit wir leben können,

    Deutschland!

    Meistens fahre ich - egal ob sein oder mein Auto.
    Ich kann wesentlich besser ein/ausparken als mein Mann und ich fahre auch ganz gerne Auto.
    In Zukunft fährt dann aber bestimmt häufiger unsere Tochter.

    Die, um die es JETZT geht, die vor denen ich eine Scheiß-Angst vor allem um meine Kinder, egal wie groß sie sind, habe, sind keine, die nur ach so besorgt sind. Keine die überhaupt reden oder auch von mir aus auch schreien wollen. Keine, die sich mal eben ihr Angst wovor auch immer von der Seele reden wollen.


    Kann man locker anders sehen, wenn man weit weg wohnt. Ist schwer, wenn du am Montag Nachmittag warten wirst, ob dein Mädel [...] gut nach Hause kommt.

    Liebe Trin,


    es tut mir sehr leid, daß Du Angst um Deine Kinder hast, sowas ist wirklich, wirklich schlimm! :(
    Und ich hoffe nicht nur für Euch, daß Ihr Montag abend alle gesund und munter daheim seid.


    Was mich ein wenig ärgert ist der "wenn man woanders wohnt Ansatz"
    Das kam auch bei Midna2 durch und mich(!) ärgert das. Woher wollt Ihr wissen, wie es bei anderen ist? Wieso sprecht Ihr uns ab das beurteilen/einschätzen zu können oder eine (andere) Meinung dazu zu haben?
    Mich fixt sowas zugegebenermaßen stark an, auch in ganz anderen Zusammenhängen ("Komm Du erst mal in mein Alter", "Hab erstmal selber Söhne"...)
    Man weiß nie, was andere so erlebt haben, was sie so kennen und wissen.
    (Ich habe z.B. in unmittelbarer Nähe des NF Zentrums gelebt und bin damit aufgewachsen, daß manche Freundinnen von mir lieber deutliche Umwege in Kauf genommen haben, als an deren Haus vorbei zu gehen...) https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalistische_Front )

    Meine Tochter ist gerade durch durch so eine Klasse, mit einem Kind, das eine Schulbegleitung gebraucht hätte. Oder Unterstützung von den Eltern. Oder vielleicht eine Förderschule.


    Es wurde von seiten der Schule viel versucht, mit Schulpsychologen, Zusatzkraft, Einschaltung Schulamt, Verweise, und und und. 6 Wochen vor Ende der 4. Klasse wurde das Kind dann endlich aus der Klasse genommen (und wohl auf die Förderschule gegeben, wo er hoffentlich endlich die Hilfe bekommt, die er braucht). Ein Wahnsinn, du kannst NIX machen. Das Kind hat ein Recht auf Schulbesuch, einfach heimschicken war also auch nicht immer so leicht möglich. Es brauchte mehrere (!) tätliche, körperliche Angriffe, bis endlich reagiert werden durfte.

    Das kann ich leider ebenaflls so bestätigen, wenn die Eltern sich quer stellen, dann geht laaaange nichts, leider.

    3mal doof.

    Und eins der letzten Dinge, die man in Sachsen jetzt noch braucht sind (zu Recht) wütende und frustrierte Fußballfans.

    Oder Polizei von woanders anfordern? (Zu G20 waren auch Polizisten/Polzistinnen aus verschiedenen Bundesländern in HH.)


    Aber vielleicht würden die ja mal beide Augen benutzen. #stumm

    Oder es ist zu peinlich Unterstützung an zu nehmen?

    Liebe Rabinnen,

    ich bin froh, daß das Thema hier doch noch aktuell ist und Euch wichtig ist :-)

    Ich schaffe es selbst kaum mit zu schreiben, versuche aber das meiste zu lesen. Dabei möchte ich mich besonders bei Trin für ihre Beiträge bedanken! Und bei FrauIgel für ihren Bericht.

    Dort waren die Probleme noch überhaupt nicht zu spüren, sondern nur antizipiert. Die Angst, dass die Autoproduktion bald keine Arbeitsplätze mehr bietet, etc.


    Es reicht also aus, den Leuten Angst vor der Zukunft und dem sozialen Abstieg zu machen.


    Ängste funktionieren auch sonst sehr häufig, um Einfluß auf unser Leben zu nehmen.
    "Zur Sicherheit" werden drölfzig Versicherungsverträge abgeschlossen, "zur Sicherheit" werden werden Personen und Daten überwacht, "zur Sicherheit" gehen Menschen krank zur Arbeit...

    Ich meine schon lange, daß wir mehr Mut/Zuversicht und weniger Angst brauchen.
    Aber irgendwie ist Mut aus der Mode gekommen.