Beiträge von Katielee

    Ich schaffe das Zitieren gerade nicht am Handy, möchte aber gerne den Text von Trin in vollem Umfang unterschreiben.


    Mich hält übrigens ein sehr männlicher Grund davon ab, nach meinem Ref an der Grundschule zu bleiben: die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung und das ständige Unterschätzen der Arbeit. Zumindest das Gehalt soll ja in den nächsten Jahren angeglichen werden - endlich.


    Ich würde an der Stelle der Lehrerin das Gespräch freundlich hinter mich bringen, wäre aber innerlich unfassbar genervt.

    Ich hab mir unglaublich stark ein Mädchen gewünscht und würde beim zweiten Kind auch sehr gern nochmal eines nehmen. Und zwar gerade weil ich den Wunsch habe, sie mit möglichst wenig Genderkacke zu begleiten. Ich stelle jetzt schon fest, dass das immer schwieriger wird, je mehr Zeit sie mit anderen /in der Welt verbringt. Wir leben nun mal in einer Gesellschaft voller Genderkacke und ich kann das schlecht ignorieren. Ich finde die Klischees für Jungs aber oft noch schwieriger als die für Mädchen und dachte schon im voraus, dass ich "Mädchen besser kann", weil Mädels in blau einfach leichter akzeptiert werden als Jungs in rosa - wie hier schon oft diskutiert wurde.

    Ach, ich merke, eigentlich ist es auch egal ;) Also ich muss mich nicht rechtfertigen, weil ich überzeugt bin, dass mein Wunsch niemandem geschadet hat und nichts Falsches für mich daran war. Ist okay, wenn man das nicht versteht.

    Trin Also ich sage in solchen Gesprächen, dass radikale Autoverbote aktuell unwahrscheinlich sind, aber ich persönlich über jede Veränderung dankbar wäre.

    Mein Vater macht sich zum Beispiel regelmäßig Sorgen über ein Autoverbot in der Innenstadt - eine Sache, die ich sehr begrüßen würde. Ich wohne in der Innenstadt von Hamburg und darf den ganzen Mist täglich einatmen, obwohl die Familie und ich nur die Öffis nutzen und ansonsten zu Fuß unterwegs sind. Ich erkläre ihm dann möglichst freundlich und entspannt, dass sie uns ja auch mit dem Zug besuchen könnten. Und Menschen mit Einschränkungen natürlich Ausnahme-Genehmigungen haben sollten. Aber dass es sooo grandios wäre, wenn die Städte nicht mehr mit Autos verstopft wären.


    Ansonsten: Ich will nicht vor den Kopf stoßen, aber ich will eben auch deutlich sein und die Fakten bei diesem Thema sind eben für viele Menschen schwer zu akzeptieren, weil es so unglaublich scheint, dass die Menschheit echt so katastrophal dumm ist, diesen Planeten zu ruinieren. Ich kann das mittlerweile ganz gut aushalten, wenn Freunde und Bekannte da Einzelheiten anders sehen. Ich kritisiere oder beurteile nicht das, was andere machen. Aber ich erkläre schon, warum ich bestimmte Dinge tue oder eben nicht, wenn mich jemand fragt. Ich finde es manchmal auch schwer auszuhalten, wenn ich merke, dass nahestehende Menschen aus Bequemlichkeit oder Angst oder wasweißich absolut gar nichts ändern oder ihr Verhalten auch nur hinterfragen wollen. Aber das ist dann halt so. Lächeln und mit dem eigenen Beitrag weitermachen :)

    Ich bin 36 - damit beim besten Willen nicht mehr jugendlich ;) - und darf eigentlich auf offizielle Dienstanweisung hin FfF nicht unterstützen.

    Und ich bin so froh, dass es diese Bewegung gibt und war letzten Freitag auch in Hamburg mit auf der Straße. In den letzten Jahren hatte ich immer wieder das Gefühl, langsam aber sicher wahnsinnig zu werden, weil selbst Menschen, die ich liebe bzw. die mir nahestehen, den Zustand unserer Welt so effektiv verdrängen können, dass sie keinerlei Anlass sehen, ihr eigenes Verhalten zu verändern oder wenigstens zu hinterfragen. Nicht weil sie schlechte Menschen sind, aber weil sie einfach besser verdrängen können oder nicht gut informiert sind oder nicht darüber nachdenken wollen oder ihnen einfach die Fantasie fehlt um sich vorzustellen wie schnell alles sehr schlimm werden kann. (Wird.) Oder weil sie denken, die Welt geht eh unter, ist doch egal wann. Was ja eine legitime Sichtweise sein mag, mich aber angesichts der Faktenlage zunehmend depressiv gemacht hat.

    Mir haben Greta und FfF ernsthaft Hoffnung gegeben, auch wenn sie klein ist. Und ich fühle mich seitdem viel weniger allein, weil ich durch die Präsenz des Themas jetzt auch im Alltag mehr mit anderen darüber rede.

    Ich glaube nicht, dass man sich um Greta Sorgen machen muss. Sorgen um unseren Planeten, die Eisbären, Haie, Bienen etc wären, wenn überhaupt, sinnvoller.

    Ich finde diese Panik vor einer Art Ökodiktatur ganz merkwürdig, weil wir hier wirklich soo unglaublich weit davon entfernt sind. Unbegrenzt Fleisch und freie Fahrt auf der Autobahn sind für mich keine Grundrechte und sind schon jetzt nur zu einem Preis möglich, den andere bezahlen. Niemand gibt gern Comfort ab - ich würde auch super gern mal in die USA, nach Japan oder nach Australien fliegen. Ich fand Fleisch irgendwann mal lecker und hab mein Auto geliebt. Mein Leben ist ohne Fleisch, Flüge und eigenes Fahrzeug aber nicht schlechter geworden und ich finde es unglaublich tröstlich, dass ich mich - auch dank dieses Threads hier - nicht mehr so mutlos, allein und verzweifelt fühle.

    Für mich ist Greta tatsächlich eine Heldin und die Negativität, die ihr entgegen schlägt, zeigt für mich nur, dass ihre Worte viele Menschen eben doch erreichen und berühren, auch wenn sie das nicht wollen und dann zumindest verbal um sich schlagen müssen.

    Aber selbst wenn sie keine kluge und selbstbestimmte junge Frau wäre, sondern nur eine Marionette (von wem??? Der "Rettet den Planeten" -Lobby?), wäre mir das völlig egal, weil das, was sie sagt, so wichtig und wahr ist.

    Und anders als eine Sektenführerin beruft sie sich auf wissenschaftliche Fakten.

    Klar ist es okay, wenn man festhält, dass Panik nicht weiterhilft. Aber nichts zu tun oder nur zu kritisieren ist aus meiner Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverständlich und zeugt von einer sehr ausgeprägten Fähigkeit zur Verdrängung.

    Könnte es vielleicht helfen, mit ihr das Aufräumen zu üben bzw sie dabei zu begleiten? Ich (Adhs) hatte als Kind ständig Ärger wegen meines Zimmers, war aber vom Aufräumen einfach überfordert. Ich brauche für größere Haushaltsprojekte, aber teilweise auch ganz einfache Sachen, bis heute detaillierte Checklisten, damit ich nicht zwischendurch frustriert aufgebe oder mich einfach völlig verzettele.

    Und das ritualisierte Aufräumen, das von den Vorschreiberinnen kam, kann ich auch definitiv empfehlen :)

    Ja klar, aber ich fände es in dem Fall besser, ihr das dann auch einfach mal zu sagen. Ich glaube aber auch ehrlich, dass Leuten oft gar nicht klar ist, dass ihr Verhalten daneben ist bzw nicht gut ankommt - und das kann man einfach nur in direkter Kommunikation lösen. Es stehen ja vermutlich die wenigsten Leute morgens auf und denken sich "Heute bin ich wieder ein Vollidiot. Das wird super." ;):P

    Hm. Also ich fände es nur dann okay, den Kindergarten auf die Luftballon-Lady anzusprechen, wenn man vorher wenigstens mal versucht hat, mit ihr zu reden. Ich hätte mich vermutlich auch genauso wie Rattenkind verhalten, aber ich fände es nicht okay, nachträglich zu versuchen, sie beim Kindergarten zu "melden", wenn man sie nicht selbst darauf angesprochen hat. Ich kenne persönlich soooo viele Menschen, die sich einfach gar keine Gedanken über das gesamte Genderthema machen. Aber nicht aus böser Absicht, sondern weil sie noch nie darüber ernsthaft nachgedacht haben bzw damit in Berührung gekommen sind. Ich würde da erstmal davon ausgehen, dass es die Leute nicht besser wissen.

    (Nicht bei der Mutter im Beispiel davor. Die klingt furchtbar. Aber Paul hat es ja selbst super gelöst ;)

    Also ich bin fast jede Woche auf dem Flohmarkt und würde vor allem zu denen raten, bei denen keine professionellen Händler sind. Es gibt eine ganz gute Übersichtsseite im Netz (einfach Hamburg Flohmarkt heute googlen), die ich sehr hilfreich finde. Ich weiß nicht, welche stattfinden, während ihr da seid? Im Goldbekhaus und in der Fabrik in Altona hab ich bisher immer was gefunden. Ansonsten würde ich eher zu den kleineren Flohmärkten raten. Und von dem an der Trabrennbahn rate ich ab.

    Dem Tipp von Sunflower schließe ich mich an. Wir haben das tatsächlich auch heute geplant um zum Strand zu fahren.


    In P&B sind wir heute aber auch noch - vielleicht begegnen wir uns ja unwissenderweise :)


    Dom ist nebenbei auch gerade, falls ihr eine Runde Karussell fahren wollt. Ist am Wochenende aber natürlich auch wirklich voll.


    Viel Spaß auf jeden Fall!

    Also ich hab eine Jahreskarte für Hagenbeck und denke, ich hab daher genügend Beobachtungsdaten um zu behaupten, dass die Elefanten nicht durchgehend an der Futterstelle stehen. Aber schon oft. Man kann übrigens auch Giraffen füttern, das aber wirklich nur innerhalb eines kleinen Zeitfensters.


    Ansonsten finde ich Dungeon toll, aber für Grundschüler tendenziell zu gruselig. Abhängig vom Kind natürlich.


    Bei der Hafenrundfahrt würde ich vor allem darauf achten, wann ihr sie macht bzw auf die Gezeiten. Bei Flut können die Schiffe nicht in die Speicherstadt. (Oder doch andersrum? Auf jeden Fall ist von den Gezeiten abhängig, was besichtigt wird.)

    Hallo Mia,


    Unsere Kinder sind fast gleichalt und wir stillen ebenfalls noch, wenn auch wirklich nur noch zum Kuscheln und für die Extraportion Nähe (statt Milch;)


    Was ich mich beim Lesen gefragt habe: Wäre es möglich, dass ihr für euch mal etwas Stress aus dem Essensthema nehmt?

    Wenn ihr Erwachsenen euer Essen so stark an Mini orientiert, kann ich mir vorstellen, dass das auf Dauer sehr anstrengend und eben auch wenig lecker ist. (Ich habe das zumindest so empfunden und für mich war es hilfreich, von dem dauerhaften Kinderessen wieder zu anderen Sachen überzugehen. Und siehe da hat schrittweise auch die Tochter ihren Speiseplan erweitert.)


    Zu der eigentlichen Frage kann ich leider wenig beitragen, weil meine Tochter bislang kein Fleisch mag. (Ich esse so tierfrei wie möglich, mein Mann isst alles.) Das heißt, sie klaut sich schon mal Salami oder Mortadella von ihm, aber aus ernährungstechnischer Sicht ist damit ja nichts gewonnen, wie Talpa schon erläutert hat.


    Meine Vermutung wäre, dass dein Spatz bislang einfach generell zu wenig isst und sich den Eisenmangel sozusagen "erstillt" hat. Bei uns kam es - so meine Vermutung - nur deshalb nicht soweit, weil Charlie ab einem Jahr in der Kita war und das ihr Essverhalten sehr positiv verändert hat. Gestillt haben wir trotzdem weiter, aber zwei Mahlzeiten plus Snack mit anderen Kindern haben doch einen spürbaren Unterschied gemacht.)


    Ich will zu dem Thema "Brauchen Kinder Fleisch" explizit nichts sagen - das ist mir zu heiß und ich zu harmoniebedürftig ;)

    Aber ich möchte dir auf jeden Fall da lassen, dass der Eisenmangel rein gar nichts mit dem mangelnden Fleisch zu tun haben muss und Vitamin B12 wie schon im Thread erwähnt auch im Fleisch standardmäßig gehaltener Tiere nur durch Substitution vorhanden ist.


    Alles Liebe und eine große Portion Gelassenheit :)

    Nachtrag: Liebe Trin, wir haben gleichzeitig geschrieben und nach deiner genauen Auflistung verstehe ich besser, was du mit 100 Prozent meinst und warum du das für unerreichbar hältst. Ich gebe dir völlig Recht und sage: Das ist für JEDEN unerreichbar. Wer macht das denn in der Praxis wirklich regelmäßig in dieser Form?

    Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen unseren Berufen kann ich die Vorgaben gut nachvollziehen, aber wo sich unsere Sichtweisen unterscheiden, ist dann in der Interpretation. Für mich ist das einfach ein Idealbild und in der Form kann man das doch gar nicht schaffen, egal ob jetzt mit 30 oder 40 Stunden. Ich zumindest nicht.


    So gesehen gebe ich dir recht, dass diese 100 Prozent nicht erreichbar sind. Aber in der Praxis komzentriert man sich ja doch meist mehr darauf, was wirklich ansteht und nicht auf ein unerreichbares Idealbild.


    Ich übertrage das zum Spaß mal aufs Muttersein.Wenn ich diesen Perfektionismus da auch anlegen würde, wäre ich längst verzweifelt, weil ich meine Tochter aufgrund meines Wunsches wieder zu arbeiten zum Beispiel um die Chance gebracht habe, ein windelfreies Baby zu sein. Oder weil ich ihr noch nie selbst etwas genäht habe. Oder weil sie regelmäßig aus Zeitgründen ein Quetschie bekommt, obwohl ich mich für jeden Kauf aufgrund des Mülls schäme. Oder weil ich es hasse, länger als zehn Minuten pro Tag Kaufladen zu spielen oder Kuscheltiere zu wickeln/füttern.

    Meine ideale Mutter-Version von mir in meinem Kopf begeht keine dieser Verfehlungen, aber ist eben auch nur das: ein Idealbild. Und obwohl ich davon weit entfernt bin, würde ich eben trotzdem sagen, dass ich als Mutter 100 Prozent gebe, weil meine Bemühungen nämlich (meistens zumindest) 100 Prozent ergeben, auch wenn ich kein perfekt funktionierender Roboter bin. Weder als Mutter noch im Beruf.

    Und natürlich finden das immer mal Leute blöd oder denken, dass ich meine Prioritäten falsch setze. Aber warum sollte ich mich mit ihrer Meinung belasten, wenn ich von dem, was ich tue, doch überzeugt bin?

    Liebe Trin, ich kann nachvollziehen wie du das siehst, aber ich sehe den Widerspruch zu meinem Text nicht und sehe das mit den "100 Prozent" vielleicht auch einfach anders.

    Ist ja auch okay so - es tut mir nur sehr leid, dass du für dich da anscheinend eher negative Erfahrungen gemacht hast.


    Für mich ist es einfach so, dass ich das Gefühl habe, jetzt leistungsfähiger als vor dem Kind zu sein. Aber das gilt eben für meine Situation und ich würde es mir ehrlich nicht zutrauen, mit zwei Kleinkinder oder mehr als zwei Kindern überhaupt noch zu arbeiten. Da wäre ich definitiv an der Grenze meiner Leistungsfähigkeit. Allerdings hab ich ja auch nur ein Kind und weiß - Job hin oder her - noch nicht, ob ich mir jemals noch ein zweites Kind zutrauen würde.


    Ich erlebe in meinem Umfeld durchaus Kritik daran, dass ich arbeite, aber klar auch mal Unverständnis, wenn ich irgendwas wegen dem Kind absage. Beruflich, aber auch privat. Aber das ist halt so - Leute reden und urteilen ständig über andere und das ist doof und anstrengend und ich finde, man kann eigentlich nur versuchen, für dich selbst die beste Lösung zu finden und bei Kritik auch mal auf Durchzug zu schalten. Ich werde es nie allen recht machen können, egal ob im Beruf oder im Rest des Lebens. Das ist okay so.

    Aber ich selbst bin eben wirklich überzeugt, dass ich in meinem Job als Mutter besser bin als vorher. Nicht perfekt, aber das ist auch gar nicht mein Anspruch. Und ich hatte auch das Glück, noch nie einen Arbeitgeber zu haben, der sich an fiktive und unerreichbare 100 Prozent klammert.


    Ich konzentriere mich durchaus bewusst auf das Positive, das ist mir klar. Aber das ist für mich persönlich besser für mein Selbstbild und mein Wohlbefinden.

    Ich bin durch das Eltern-werden im Job besser geworden. Bäm :D


    Ich bin verständnisvoller für andere Eltern und generell toleranter und geduldiger ggb. meinen Mitmenschen - und mit mir selbst. Ich habe ein viel besseres Verständnis für Kinder entwickelt und dank viel Zeit auf Spielplätzen auch praktische Erfahrungen im Umgang mit ihnen (und ihren Eltern...) gesammelt.

    Ich habe gelernt, auch mit wenig Schlaf zu funktionieren und dabei auch noch freundlich zu bleiben. Ich kenne aber jetzt auch meine körperlichen und psychischen Grenzen und schütze sie besser als früher. (Was im Hinblick für meine langfristige Gesundheit ja sehr schön für meinen Arbeitgeber ist) Ich bin deutlich organisierter geworden und habe eine realistischere Zeitplanung entwickelt, weil ich mit Kind gelernt habe, dass alles immer länger dauert als gedacht und Zeitdruck unnötig stresst.

    Ich habe von meinem Kind gelernt im Moment zu leben und während langer Einschlafbegleitung und Zahnnächte gelernt, auch in sehr stressigen Momenten ruhig zu bleiben und positiv zu denken.

    Ich verzettele mich seltener in Details und kann auch bei 100 Unterbrechungen immer besser meine aktuelle Aufgabe im Kopf behalten.


    Und klar, ich bin flexibel wie ein Stein, wenn es darum geht, spontan abends oder am Wochenende was extra zu machen. Und ich vergesse auch mal was und bin in meiner Freizeit nicht jederzeit erreichbar. So what? Das sind genügend andere Leute ohne Kinder aus anderen Gründen genauso - oder haben andere "Schwachstellen" - wobei ich das Wort ganz falsch finde, weil es ja eher die Eigenschaften/Eigenheiten des Arbeitnehmers beschreibt, die natürlich idealerweise zum Job passen sollten. Ich wäre mit meinem Profil zum Beispiel in vielen Bereichen der Medienbranche völlig fehl am Platz und auch eine katastrophale Wissenschaftlerin, aber das war vor dem Kind auch nicht anders.

    Vielen Dank für die Antwort, das beruhigt mich sehr!

    (Ich finde Sport toll und wünsche mir natürlich, dass auch meine Tochter da über den Kindersport hinaus etwas findet, das ihr Spaß macht - aber ein Auto will ich trotzdem nicht ;))

    Mal eine vielleicht etwas doofe Frage: Wie machen das denn Eltern ohne Auto - oder gibt es sowas bei euch nicht?

    Bei mir ist das alles ja noch graue Theorie, aber ich bin ganz baff wie sehr da auf den Fahrwillen der Eltern gezählt wird. Als naive Kleinkind Mutter, die nie einen Mannschaftssport gefunden hat, dachte ich, dass die Mannschaft gemeinsam zu Auswärtsspielen fährt, aber in den Beiträgen bisher klang das alles sehr nach Einzelanreise.

    Ich versuche zwar möglichst konsequent "Kind" anstatt Junge oder Mädchen zu sagen, stelle aber fest, dass das in der Praxis ständig von den Kindern korrigiert wird - egal ob in der Kita, in der Schule oder auf dem Spielplatz.

    Ich finde das sehr schwierig - ich wünsche mir sehr eine genderneutralere Gesellschaft, aber in meinem Alltag legen gerade Kinder zwischen zwei und 16 im Durchschnitt enorm viel Wert auf ihr Geschlecht und sehen das durchaus als Teil ihrer Identität. Da kann ich natürlich vorsichtig immer wieder darauf hinweisen, dass die damit verbundenen Einschränkungen vermeidbar sind, aber ich kann auch nicht gegen die Erziehung der Eltern bzw den Einfluss der Umwelt anreden. Ich glaube aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen auch, dass eine kritische Auseinandersetzung damit auch zumindest teilweise mit dem Bildungsstand (der Eltern) zusammenhängt. Anders ausgedrückt: Als ich meinen Kids in der Schule erzählt habe, dass ich auch männliche Freunde habe, waren sie völlig fassungslos. Und dass ich trotz meiner kleinen Tochter arbeiten gehe, ist für sie völlig außerhalb ihrer Lebenswelt. Das heißt nicht, dass ich mich nicht trotzdem weiterhin um eine möglichst gendergerechte Sprache bemühe, aber ich sage auch ganz ehrlich, dass ich seit meinem Berufseinstieg besser verstehe, woher die Leute kommen, für die das Thema Gender einfach nur "Gedöns" ist. Und so wichtig mir selbst das Thema ist, so weit ist das Thema von der Lebenswelt meiner Schüler*innen entfernt. Und klar hab ich den Anspruch, das zu verändern, aber vorrangig bin ich im Alltag damit beschäftigt, "schwul", "behindert" oder "Hurensohn" als Beleidigungen zu verhindern. (Grundschule, Alter 8 bis 12) Und wenn ich dann am Nachmittag mit meinem eigenen Kind auf dem Spielplatz bin, rutscht mir mittlerweile öfter als früher ein "Junge" oder "Mädchen" raus. Nicht aus böser Absicht, aber weil gendergerechte Sprache leider außerhalb des Forums seit dem Abschluss meines Studiums überhaupt keine Rolle spielt. Und doch, ich glaube ganz klar, dass Sprache einen großen Einfluss auf unser Denken hat. Aber angesichts der ganz praktischen Probleme bzgl. Gleichberechtigung, mit denen ich täglich kämpfe, fällt das irgendwie langsam hintenüber, weil ich sonst ehrlich gesagt nur noch frustriert wäre...

    Mir (Lehrkraft im Vorbereitungsdienst) wäre ein Auftauchen beim Standesamt tatsächlich zu privat - da ist aber bestimmt jeder anders. Weil es mich aber wirklich gestört hätte, würde ich es unbedingt vorher absprechen. Aber das machst du ja bestimmt ohnehin :)

    Ich kann mir vorstellen, dass eine flächendeckende Impfpflicht für Erwachsene ganz einfach nicht praktisch umsetzbar wäre und man sich deshalb auf Kinder konzentriert, da man diese durch die Us und die Schulpflicht zumindest in der Theorie erreichen könnte. Wie sinnvoll das wäre, ist natürlich eine ganz andere Frage...