Beiträge von Kajak

    Wenn es ein motorisches Problem ist, darf die Lehrerin doch keine Abzüge geben, oder?


    Mein Sohn hat schon immer motorische Probleme. Das kriegen wir durch Üben nicht weg.

    Es ist überall ersichtlich auch Sport, mit Besteck essen, Malen, Basteln etc.

    Es kostet ihn wahnsinnig viel Anstrengung für akzeptable Ergebnisse. Daher mache ich ihm da keinen Druck mehr. Das ist ein körperliches Defizit.

    Die letzten Kinder von Schewenborn fand ich als Kind auch schlimm.


    Ansonsten habe ich auch früh - vor Altersangaben "Die Wolke" und diverse Holocaust Bücher gelesen und fand das ok. Bis auf das Buch "Sternkinder". Das war auch schlimm.


    Die Wolke für 6. Klasse finde ich ok. Heute ist die Stimmung auch weniger aufgeheizt. Damals hatte man ja den Eindruck die Welt geht unter... Ok... Heute manchmal auch.... Aber sie steht ja noch.

    Meine kriegen seit Schulbeginn Taschengeld, haben es aber oft vergessen. Es war nicht wichtig.

    Jetzt mit 9 wird es aber wichtig, weil sie alleine in die Stadt einkaufen dürfen. Das ist für sie ein Riesenschritt zur Freiheit und da brauchen sie eigenes Geld!

    Sie wollen sogar- eigene Idee der Kinder- Geld verdienen und dafür Aufgaben erledigen. Ich überlege mir was.

    Was ich sagen will: solange man mit den Eltern einkaufen geht, braucht man eigentlich kein eigenes Geld. Aber wenn man alleine loszieht, wird es wichtig.

    Ich habe meinen Kindern es so beigebracht: Kind mit Schlittschuhen aufs Eisgestellt. Beine zusammen. Ich dahinter und Kind an den Hüften gehalten und geschoben, damit sie ein Gefühl kriegen.


    Dann an der Hand gehalten und gefahren.


    Dann alleine fahren lassen.


    Die ersten Male mussten sie Regenhosen tragen, weil sie oft hinfallen und der Po nass wird.


    Habe es beiden Kindern alleine beigebracht. Es hat gut funktioniert. Letztlich ist es eine Frage der Übung. Bei mir kann der Zwilling mit Tonusregulationsstörung übrigens besser Schlittschuh fahren und hat es schneller gelernt als der Andere, weil er ruhiger ist und nicht so viel rumhampelt.

    Es ist - finde ich - nicht so leicht zu sehen, wo das Problem ist. Die Noten deines Sohns sind ok, die Klasse ist nett...

    Nur weil er sich schwerer tut als der große Bruder damals muss er nicht auf der falschen Schule sein. Ein Schulwechsel ist ja auch mit Stress verbunden.

    Um eine Ausbildung zum Handwerker zu kriegen, reicht Hauptschulabschluss oft nicht aus. Weil die Ausbildung auch anspruchsvoller ist.

    Darum will keiner Hauptschüler sein und Hauptschulen werden dem Elternwillen entsprechend abgeschafft.


    Aber die Lehrer vergeben Noten, als wäre das nicht so, als gäbe es noch ein dreigliedriges Schulsystem.

    Das ist de facto hier in unserer Stadt in NRW nicht mehr vorhanden.

    claraluna

    Ich stimme Dir 100 prozentig zu.


    Plus: hier ist es voll die Verar...

    Sorry, Etikettenschwindel


    Man hat die Hauptschulen abgeschafft. Wo gehen die Hauptschüler dann hin?

    Was machen dann alle Realschüler mit Eltern, die halbwegs durchblicken?


    Eben.


    Die Politik weiss das seit fast 10 Jahren. Und tut nichts. Es gibt darüber Berichte von Ratssitzungen voller Bedenken.


    Mein Fazit: Wer sich an die Regeln hält, ist selbst schuld

    Mich nervt es grundsätzlich auch, wenn ich arbeite und die Kinder auf dem Sofa sitzen ... aber nicht mittags, da weiss ich, dass sie von der Schule fertig sind. Da möchte ich sie nur noch auffangen.


    Dafür helfen sie mir morgens mehr, wenn ich müde bin und sie wach.


    Ich komme auch aus einer Familie, in der die Männer sitzen und reden und die Frauen im Haushalt arbeiten aber das finde ich heute auch absolut unangebracht und erwarte von jüngeren Männern und meinen Söhnen ganz klar Mitarbeit.

    Nur bei alten Männern drücke ich ein Auge zu. Die sind eh unbelehrbar mittlerweile.

    Bei uns gibt und gab es auch immer wieder Mathe Aufgaben in der Grundschule, die ich trotz Mathe-abi nicht verstehen und lösen kann.


    Es gab Mathearbeiten mit Aufgaben, die niemand in der Klasse lösen konnte.

    Es gab Mathearbeiten bei denen sehr viele 5en und 6en verteilt wurden, so dass sie wiederholt werden mussten.


    Meine persönliche Elternmeinung geht in Richtung Kinder schikanieren, frustrieren und demotivieren. Aber ich habe gelernt, dass Eltern keine inhaltliche Kritik üben dürfen ohne eins auf den Deckel zu kriegen. Daher lächel und schweige ich zu solchen Aufgaben, beruhige meine heulenden Kinder und denke mir meinen Teil zu diesem Schulsystem.

    Ich habe 2 9-jährige Jungs hier.

    Sie kümmern sich selbst um Hausaufgaben. Ich kontrolliere und erkläre falls nötig. Sie packen selbst die Sachen für ihre Hobbies und bringen dreckige Wäsche zur Maschine. Nasse Schwimmsachen hängen sie auf.

    Sie halten ihre Zimmer selbst in Ordnung bzw. räumen alleine auf, wenn ich schimpfe.

    Sie helfen Tisch decken/abräumen.

    Das sehe ich als ihre Aufgaben an.


    Darüber hinaus freiwillig:

    Kind 1 hilft gerne in der Küche und kocht auch schon mal alleine oder fast alleine z.B. Spaghetti.

    Kind 1 ist technisch versiert und hilft beim Reparieren von Dingen gerne und gut.


    Kind 2 hilft bei der groben Gartenarbeit gerne mit Z.B. Äste Fällen oder Büsche schneiden und geht schon mal Brötchen kaufen oder so.


    Zu diesen freiwilligen Aufgaben zwinge ich aber nicht und belohne sie auch nicht.


    In schwierigen oder stressigen Ausnahmesituationen erwarte ich Hilfe von den Kindern und darauf kann ich mich auch verlassen.

    Ich finde, man kann den Wettbewerb fördern, indem z.B. jemand mit x Punkten die Urkunde kriegt oder durch diese Charts in der Klasse, auf denen man sieht wo die Kinder stehen. Das soll jeden Einzelnen anspornen besser zu sein als Andere.

    Oder man kannn versuchen als Klasse besser zu werden und sich zu helfen gegenseitig.


    Und da ist mein Problem: In meiner Schulzeit sollten Alle bestimmte Dinge lernen, das Klassenziel galt für Alle. Es gab mehr miteinander finde ich.


    Heute wird differenziert. Gute Schüler lernen viel, Schlechte lernen wenig und die Lehrer moderieren das irgendwie dazwischen und wer nicht mitkommt, Pech halt. Ist halt krank oder doof oder halt das Elternhaus. Muss halt jedes Kind selber hinkriegen oder halt nicht.

    Ich finde das einfach eine völlig andere Einstellung zum Kind, die sich in dem System der Belohnsysteme und Differenzierung in unserer Grundschule widerspiegelt. Ich finde es gruselig.