Beiträge von Kajak

    Herzlichen Glückwunsch!


    Ich habe Zwillinge und den Zwillingsbuggy sehr viel genutzt.


    Habe ich einen Zwilling getragen, wollte der Andere auch auf den Arm und hat gebrüllt.


    Zwillingswagen war super, weil meine Zwillinge immer zusammen sein wollten. In einem Bett oder in einem Wagen. Wenn Sie getrennt wurden, schrieen sie.


    Sie sind heute 9 und haben ein eigenes Zimmer, schlafen aber meist immer noch in einem Bett. Die räumliche Nähe zum Zwilling war und ist extrem wichtig.


    Zwillingsbuggy war super weil:


    Man kann darin die grösseren Zwillinge festschnallen. Wenn man z.B. eine grössere Strasse überquert oder in einer Menschenmenge ist. Zwei Kleinkinder an der Hand führen kann schwer sein, weil sie sich los reissen und weg rennen und es evtl. gefährlich wird.


    Zudem kann man im Zwillingsbuggy Einkäufe und Laufräder und müde Kinder transportieren. Stell Dir 2 müde Kinder, 2 Laufräder, eine grosse Wickeltasche und noch Einkäufe vor und Du wirst froh sein, den Buggy zu haben.


    Das sind meine Erfahrungen.

    Zwillinge und Einlinge sind von der Situation oft nicht vergleichbar. Man muss eigene Lösungen finden und improvisieren.

    Wir wählen das Gymnasium, die Musikschule, den Schwimmverein o.ä. bewusst aus, um uns mit diesen Menschen um uns rum nicht beschäftigen zu müssen. Wir blenden das aus.

    Not und Elend schauen wir uns lieber weit weg im Fernsehen an.

    Das kann man jeden Tag ändern. Wenn man will.

    Ich glaube, man muss nicht so weit weg gehen. Leute, die es schwer haben sehen wir jeden Tag

    Die Zusteller der privaten Paketdienste (teilweise auch Post/DHL) klingeln z.B. an unserer Haustür und arbeiten hart für wenig Geld.

    Auch unsere Putzfrauen oder Altenpflegerinnen haben oft ihre Familie und ihre Kinder in den osteuropäischen oder afrikanischen Ländern zurückgelassen.

    Haben sie die Kinder hier, macht ihnen unsere Schulsystem es sehr schwer, ihre Ziele zu erreichen, so dass uns auch die Kinder noch als billige Arbeitskräfte erhalten bleiben.

    Nein, wir brauchen nicht weit zu gucken, um die Probleme zu sehen und wir könnten jeden Tag helfen.

    Vielleicht mal mit einem Trinkgeld für den GLS-Mann anfangen?

    Den eingewanderten Mitschüler zum Spielen/Hausaufgaben machen einladen?

    Mal im kleinen syrischen Laden einkaufen statt bei Aldi?

    Das ist kein theoretisches Problem sondern ein praktisches.

    Wir grenzen Migranten und generell Leute, denen es schlecht geht, gewohnheitsmäßig und oft unbewusst aus.

    Wir sehen diese Menschen und ihr Leben nicht, auch wenn sie vor uns stehen.

    Für meine Zwillinge ist es normal und schön gemeinsam Geburtstag zu haben. Sie kennen es nicht anders.

    Ein Jahr hatte ich auch 2 Kuchen. Das war der 3. Oder 4. Geburtstag. Aber es war letztlich unpraktisch und zu viel. Danach gab es wieder einen Kuchen.


    Seit der 2. Klasse feiern sie den Kindergeburtstag getrennt. Sie sind in verschiedenen Klassen und auch so total verschieden. (Zweieiig)


    Aber Zwillinge sind toll und was besonderes. Meine haben eigene Zimmer aber lieben es immer noch (Mit 9,5 Jahren) in einem Zimmer und in einem Bett zu schlafen. Es ist halt doch eine spezielle Bindung und das darf man auch mit einem gemeinsamen Geburtstag feiern.

    Wir fahren zwar nicht in Amsterdam aber sonst regelmässig in NL Fahrrad und ich finde es deutlich entspannter, geordneter und leichter als in D.

    Die Autofahrer nehmen mehr Rücksicht.

    Kreuzungsbereiche sind übersichtlicher.

    Ampelschaltungen scheinen mir zugunsten der Radfahrer zu sein, während in D Autos immer zuerst grün zu haben scheinen.

    Wenn es ein motorisches Problem ist, darf die Lehrerin doch keine Abzüge geben, oder?


    Mein Sohn hat schon immer motorische Probleme. Das kriegen wir durch Üben nicht weg.

    Es ist überall ersichtlich auch Sport, mit Besteck essen, Malen, Basteln etc.

    Es kostet ihn wahnsinnig viel Anstrengung für akzeptable Ergebnisse. Daher mache ich ihm da keinen Druck mehr. Das ist ein körperliches Defizit.

    Die letzten Kinder von Schewenborn fand ich als Kind auch schlimm.


    Ansonsten habe ich auch früh - vor Altersangaben "Die Wolke" und diverse Holocaust Bücher gelesen und fand das ok. Bis auf das Buch "Sternkinder". Das war auch schlimm.


    Die Wolke für 6. Klasse finde ich ok. Heute ist die Stimmung auch weniger aufgeheizt. Damals hatte man ja den Eindruck die Welt geht unter... Ok... Heute manchmal auch.... Aber sie steht ja noch.

    Meine kriegen seit Schulbeginn Taschengeld, haben es aber oft vergessen. Es war nicht wichtig.

    Jetzt mit 9 wird es aber wichtig, weil sie alleine in die Stadt einkaufen dürfen. Das ist für sie ein Riesenschritt zur Freiheit und da brauchen sie eigenes Geld!

    Sie wollen sogar- eigene Idee der Kinder- Geld verdienen und dafür Aufgaben erledigen. Ich überlege mir was.

    Was ich sagen will: solange man mit den Eltern einkaufen geht, braucht man eigentlich kein eigenes Geld. Aber wenn man alleine loszieht, wird es wichtig.

    Ich habe meinen Kindern es so beigebracht: Kind mit Schlittschuhen aufs Eisgestellt. Beine zusammen. Ich dahinter und Kind an den Hüften gehalten und geschoben, damit sie ein Gefühl kriegen.


    Dann an der Hand gehalten und gefahren.


    Dann alleine fahren lassen.


    Die ersten Male mussten sie Regenhosen tragen, weil sie oft hinfallen und der Po nass wird.


    Habe es beiden Kindern alleine beigebracht. Es hat gut funktioniert. Letztlich ist es eine Frage der Übung. Bei mir kann der Zwilling mit Tonusregulationsstörung übrigens besser Schlittschuh fahren und hat es schneller gelernt als der Andere, weil er ruhiger ist und nicht so viel rumhampelt.