Beiträge von Libretto

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    Seit dem letzten Fieber im März geht bei Kalaf (bald 3) auch unter der Achsel oder im Mund. Rektal ging nicht mehr, Stirn und Ohr immer schon nur im Schlaf. Wir haben ein ganz einfaches Digitalthermometer, das relativ schnell misst. Mama oder Papa müssen erst bei der Puppe messen und dann während bei ihm selbst gemessen wird, auch bei uns selbst mitmessen. Das hat durchaus noch Effizienzpotential, geb ich zu, klappt aber ganz gut.

    ich habe gerade schwer beeindruckt, festgestellt, dass man die Strecke zu meinen Eltern, die ich sonst immer mit dem ICE zurücklege, in fast der gleichen Zeit mit dem Nahverkehr machen kann. 8o Mit einer Einschränkung: Ich muss von Celle starten und fahre dann über Göttingen und Glauchau in die Stadt mit den 3 „O“. Die Tour ist abenteuerlich, aber da wir an einem Juliwochenende eh in der Nähe von Celle bei den Schwiegereltern zum Geburtstag eingeladen sind, wäre das echt zu überlegen.

    Kalaf hat von seinem ersten Kindergeburtstag ein Mitgebsel bekommen, einen dieser 1-€-IKEA-Teddys. Ich frage ihn, wie der Teddy denn heißen soll. Antwort: „EDEKA.“ und drückte ihn glückselig an sich. #love


    Ich fühl mich grade sehr an die Ramonabücher erinnert. Dort nennt sie eine Puppe Chevrolet, wegen des schönen Namens.

    Jeden Morgen muss ich ein Guten Morgen-Lied singen. Singe ich also:“Guten Morgen, ein neuer Tag beginnt, da freuen wir uns alle, dass wir beisammen sind.“

    Ich frage Kalaf, ob sie dieses Lied auch in der Kita zur Begrüßung singen.

    Antwort vom Fahrradsitz: „Natürlich nicht.“ #blink

    Kontextfrei Da wär ich gespannt auf die Lösungsansätze, wie man mit der Feierei umgeht. :D Und erinnere mich an eine Leserzuschrift aus der Neon, muss so 8 Jahre her sein, wo ein Leser beschrieb, dass er in irgendeinem Nobelviertel einer großen Stadt an einem Spielplatz vorbeiging, von dem drei Kinder im Vorschulalter „Atzenparty“ und „Hey, was geht ab, wir feiern die ganze Nacht“ vom Klettergerüst grölten..

    Wir zelebrieren den Toilettengang:

    „Erst zieh ich mich mir die Hose runter...dann den Schlüpfer...dann setz ich mich hi-hin *reißt die Arme hoch* und dann geht’s los!!!“

    Kindermünder aus seiner Kita, sie füllen wohl inzwischen fast das ganze Portfolio. :D

    • Die Erzieherin beim Mittagessen: „Kalaf, du musst dem Kind neben dir nicht das Essen auftun. Bleib mal bei deinem Teller.“ Kalaf: „Aber das Kind möchte auch versorgt sein!“
    • Er hilft im Schlafraum, die Betten zu beziehen und wird gefragt, ob er mit einem Bettbezug schon fertig ist: „nein, ich bräuchte noch ein bisschen.“

    Ich habe keinen rechten Rat für dich, beobachte aber Kinder in der Altersgruppe täglich auf dem Spielplatz und mache meine persönlichen Studien. #zwinker Es ist normal und ich sehe es als eine Form der Kontaktaufnahme, meist von Kleinen, die noch nicht richtig oder nicht soo gut sprechen können. Mehr als ihm zu zeigen, wie es richtig geht, kann man gar nicht machen. Richtig lernen kann man es vermutlich nicht, einfach nur Vorbild sein, wie ihr es sicher eh tut, dürfte reichen. Aber die Scham, wenn dein Kind da „immer gleich der ist, der zuhaut“ ist sicher groß.

    Ich finde das Umarmen immer ganz besonders herzig, es drückt ja auch ganz viel Sympathie für jemanden aus. Später würde er vielleicht einen netten Passanten einfach fröhlich anlächeln. Je flüssiger die Sprache und je mehr soziales Verhalten von Eltern aktiv abgeguckt und aufgesaugt wird, desto schneller geht es vorbei.

    Ein bisschen ist es mit Sicherheit auch Typsache, wie sich jemand mit anderen gibt. Mein Sohn hatte als sitzendes Baby bspw. bereits das Hobby, Leute aus dem Kinderwagen heraus anzupöbeln, das hat sich in andere Bahnen kanalisiert. Sowas wie „oh, ein Hund - hallo Hund!“ oder „hallo Frau, ich hab einen Stein gefunden. Der ist groß und rund.“ Jeder beschreibt ihn als aufgeschlossen und freundlich, vermutlich wird er das auch bleiben, das hat aber eben auch zwei Seiten. Wir müssen immer mal drauf hinweisen, dass das nicht jeden Erwachsenen interessieren muss, was er da erzählt. Schlechte Erfahrungen hat er von selbst noch keine gemacht, aber als Eltern merkt man ja schon, ob sich Passanten „interessiert“ mit dem Kind unterhalten oder nicht.

    Im heutigen Kindergottesdienst ging es um die Geschichte als Jesus den Blinden heilt. Er fleht Jesus an, ihm zu helfen.

    Abends wirf sich Kalaf ins Treppenhaus und brüllt aus Lebenskräften: „Jesus, hilf mir! Ich krieg meine Schuhe nicht aus!“

    Hier auch ein Kind, das dagegen geimpft wurde, auf Empfehlung der Kinderärztin, weil Frühchen - und auch ein Bauchwehkandidat. Weil wir lange wegen der Frühgeburtlichkeit in der Klinik waren, hatte ich mich entschlossen, die Impfung machen zu lassen. Eintrag von außen war in dieser Zeit aber unwahrscheinlich, da kein Kontakt zu Kita-/Schulkindern, wohl aber zu Babys in Krabbelgruppen, die natürlich ältere Geschwister haben können.

    Ich habe mich mit der Invagination als Nebenwirkung regelrecht kirre gemacht, weil eben nach jedem Fläschchen schon der normale Bauchwehhorror losbrach. Das war auch der Hauptbestandteil der Aufklärung, neben dem Bauchweh und der Meidung Immunsuprimierter.

    Wir haben dann auch tatsächlich etwa 4 Tage, nachdem er geimpft wurde, abends beim Zubettbringen ein Geschrei gehabt, dass ich mir mit nichts Anderem erklären konnte. Mir fiel diese Nebenwirkung wieder ein, weil die Kinderärztin meinte "wenn es das ist, dann schreit Ihr Kind, wie sie es noch nie haben schreien hören", hab mein Kind gepackt und bin in die Kinderklinik. Wir waren da 3 Nächte in Isolation. :( Glücklicherweise hat es sich nicht als Darmeinstülpung entpuppt, sondern als Mörderverstopfung. Er hat 6 Einläufe bekommen, bis alles gelöst war, der arme kleine Kerl. #crying Aber den Stress, den man da durchsteht, hätte ich nicht gebraucht.

    Immunsuprimiert ist bei uns die Oma, zu der ließ sich der Kontakt aber unproblematisch einschränken. Wie man das löst, wenn die Person mit im Haushalt lebt... schwierig. Vermutlich kann man nicht mehr machen, als wenn Magen-Darm in der Familie kursiert: Desinfektion, Maske, Latexhandschuh? Kind übergangsweise woanders wickeln, sofern das geht (und der Rücken es zulässt).

    Wir haben noch schnell etwas eingekauft, in einem Supermarkt, wo wir sonst nicht sind.

    Kalaf faltet beim Rausgehen zufrieden die Hände im Kinderwagen und meint: “Das war ein sehr schöner Markt.”

    Man könnte meinen, wir sind von der Stiftung Warentest. :P

    Nach einem langen Tag ohne Mittagsschlaf allein mit dem müden Papa stemmt Kalaf zufrieden die Hände in die Hüften und meint: „So! Und jetzt geh ich noch lange nicht ins Bett!“

    Kalaf liegt im Bett und der Einschlaftonie dudelt seine Lieder runter, während ich wachend am Fußende sitze.

    Es kommt das Lied "Ich habe einen Freund, den kleinen hellen Stern" mit der Strophe: "Am liebsten les ich Bücher, das darf ich bis um 8. Dann werden ohne Rücksicht die Lichter ausgemacht. Die schönsten der Geschichten und manchmal ein Gedicht, die muss man weiterlesen, und wer schickt mir das Licht?" (Es käme jetzt: Ich habe einen Freund, den kleinen hellen Stern...)

    Kalaf ganz trocken in die Dunkelheit: "Feuerwehrmann Sam".

    Ansonsten wird grade alles und jeder begrüßt und investigativ befragt:

    Hallo!

    Wie heißt du?

    Hast du eine Frau?
    Warum nicht?

    Tschüß Mann - oh, hat nicht gehört... (jetzt über eine vierspurige Straße brüllend) TSCHÜSS MANN!!!

    VIelleicht ist er doch die Reinkarnation von Hausmeister Krause...