Beiträge von Drahtesel

    Um beim Beispiel der Stifthaltung zu bleiben: Da fängt man aber auch nicht an den knapp 2-jährigen krampfhaft die Haltung zu optimieren sondern lässt ihnen die Fausthaltung. Hier habe ich einen knapp 7-jährigen, der das Gefühl von Wasser auf dem Kopf nicht abkann. Daran scheiterten bisher alle Schwimmversuche. Haarewaschen ist immer noch ein Thema. Wenn der Kurs mit Kopf unter Wasser anfängt habe ich die Wahl zwischen deutlich 4-stelligen Betrag in mehrjährige Kurse samt Verweigerungshaltung des Kindes zu buttern oder einen Nichtschwimmer auf Lebenszeit zu haben. Das ist einfach eine Stufe too mich für eher wasserscheue Kinder. Und erneut zu den im Schnitt 2-jährigen in den hiesigen Wassergewöhnungskurs schicken ist auch nicht so pralle für sein Selbstbewusstsein.

    Das ist glaub wirklich eine gewöhnungsfrage. Ich kann das wie gesagt auch nicht, wobei ich tauchen kann. Im Schwimmverein, in dem mein Großer schwimmen gelernt hat, konnten es irgendwann alle Kinder. Es wurde halt die ersten Monate (!) nichts anderes gemacht als spielerisch Gleiten unter Wasser geübt.

    Also bevor die Bein- und Armbewegung stand?

    Jette man übt mit ihnen den Kopf und Gesicht ins Wasser zu tun. Erstmal nur bis zum Kinn, dann Blasen blubbern, dann auch mit der Nase blubbern, dann die Augen. Das dauert bei manchen Kindern, aber die allermeisten lernen es dann in den Wassergewoehungskursen oder von den Eltern eben. Manche Kinder, das sind wohl aber wirklich nur sehr wenige, lernen es erst wenn sie älter sind, dann ist das halt so.


    So ganz verstehe ich auch nicht, wie ein Kind sicher im Wasser sein kann, ohne das Gesicht ins Wasser tun zu wollen. Was macht dieses Kind, wenn es mal ins Wasser faellt oder im Wasser das Gleichgewicht verliert?

    Die Frage ist halt schon nach der Reihenfolge: Die Gewissheit Schwimmzüge machen zu können (ohne den Kopf eintauchen zu müssen) gibt dem Kind vielleicht den Ansporn daran zu arbeiten, statt "alles auf einmal" können zu müssen.

    Ich hätte eine Frage (hoffentlich nicht zu OT): was ist daran so schlimm, nicht den Kopf unters Wasser zu nehmen beim Brustschwimmen? Ich finde Brustschwimmen immer sehr entspannt, bin bis zur Nase (also Nase ist draußen und prustet nur beim Ausatmen ins Wasser) im Wasser, gleite, habe mein Silber, aber ich bin ungern mit Nase oder Augen im Wasser.

    Ich will es später meiner Tochter ja nicht falsch beibringen...

    Das frage ich mich auch. Gerade wenn z.B. die Augen empfindlich auf Chlor reagieren oder die Haare nicht pitschnass werden sollen (mangelnde Föhne im Schwimmbad) ist das doch eine super Alternative.

    Wie gesagt ohne dass ein definierter Impfstoff zur Verfügung steht, für alle, kann da doch noch gar keine Aussage getroffen werden. Wir haben noch kein Wirksamkeits- oder Nebenwirkungsprofil. Und meiner Vermutung nach wird dieses nicht so eindeutig wie bei der Masernimpfung sein.

    Zumal: Eine Impfpflicht für Influenza gibt es ja auch nicht.

    Es wird (reine Vermutung von mir) wohl so laufen, dass erstmal Risikogruppen dran sind, dann alle.

    Da wird geguckt, wieviele sich impfen lassen.

    Sind das genug, braucht man keine Impflicht.

    Das ist genau der Punkt, der mich extrem beunruhigt.

    Aber auch da würde ich mir nicht solche Gedanken machen. Die Gruppe der alten weißen Männer welche keine 10 Pferde zu einem Allgemeinmediziner bringen ist wählertaktisch zu groß.

    Wir wissen ja auch noch gar nicht wie langanhaltend eine zukünftige Impfung gegen Corona sein wird. Wenn da alle 12 Monate nachgeimpft werden muss um 60% Schutz zu erreichen ist das eine ganz andere Aussage als bei Masern wo nach zweimaliger Impfung bei einem Großteil lebenslanger Schutz besteht.

    Das ist bislang auch mein Eindruck: Man versucht Impfgegner in eine bestimmte Ecke zu stellen. Und das sage ich als eher Impfbefürworterin.

    Keine Ahnung, ob sowas im Freizeitbereich klappt, aber im Unterricht habe ich gute Erfahrungen mit dem Klasse-Team-Spiel. Dabei bildet man Teams (z.B. Tischgruppen), die sich einen Namen und ein "Image" geben, und man setzt Regeln fest, z.B. in der Stillarbeit wirklich still sein oder in Deinem Fall vielleicht zuhören, wenn eine Betreuungs- oder Lehrperson spricht - und dann "spielt" man für vielleicht zehn Minuten oder eine Viertelstunde. Anfang ud Ende werden genau festgesetzt und benannt, das Spiel darf nicht zu lange gehen, grad am Anfang. Wenn jemand gehen die Regeln verstößt, bekommt die Gruppe einen Strafpunkt. Nach einer vorher festgelegten Zeit (z.B. nach einer Woche) wird geguckt, welche Gruppe die wenigsten Strafpunkte hat, und diese bekommt eine (möglichst attraktive) Belohnung. Vielleicht Hausaufgabengutscheine, Spielzeit, positive Aufmerksamkeit, wenn Süßigkeiten nicht helfen. Bei mir durften SchülerInnen z.B. schon für die letzten zehn Minuten einer Stunde in unserem Freizeitbereich spielen, mussten eine Hausaufgabe nicht machen, bekamen von den Fachkräften im Freizeitbereich in den letzten zehn Unterrichtsminuten etwas vorgelesen, durften für die letzte Viertelstunde in unseren betreuten Computerraum und dort Computerspielen, oder bekamen witzige Radiergummis, Washitape oder Sticker geschenkt. Bei materiellen Geschenken hat sich eine Wühlkiste bewährt, aus der die SuS selbst ihre Belohnung auswählen durften.

    Meine bisherige Erfahrung ist, dass SchülerInnen bei uns in den Klassen 5 und 6 super darauf ansprechen, selbst die Siebener mögen das oft noch gern.


    Leider gibt's so viele Kinder, die zuhause gar keine Regeln kennen, um die sich keineR kümmert, und für die sich keineR interessiert. Die sind erstmal nicht böse, die sind orientierungslos. Und in so großen Gruppen ist es soooo schwer, ihnen Orientierung zu bieten, weil man ja überall durchschlüpfen kann. Deshalb kann es manchmal (wenn man so einen oder wenige bestimmte "AnführerInnen" hat) sinnvoll sein, erstmal einzelne "einzufangen", über Lob, über ganz ganz viel positive Aufmerksamkeit. über Verlässlichkeit und Konsequenz.

    Vielleicht muss man auch erstmal Abstriche machen und sich ganz gezielt zwingen, auch kleinste Erfolge zu belohnen. Ein Kind kann schlecht streiten, ohne körperlich zu werden, aber diesmal blieb es bei verbalen Beleidigungen? Das ist zwar grundsätzlich auch kein akzeptables Verhalten, aber für dieses Kind womöglich ein Fortschritt, der positiv herausgestellt werden kann. Baby steps, so schwer es ist. Das kostet verdammt viel Kraft, aber kann sich lohnen. Natürlich geht sowas nicht alleine, sondern nur, wenn auch Klassenlehrkraft und evtl. weitere Leute mit an Bord sind.

    Das find ich aber ziemlich, hmmm, gewagt mit dem Team- Spiel. Da braucht nur eine Gruppe ein Kind mit Tick oder ADHS zu haben, schon war's das.

    Wir hatten ein FollowMe und ich fand es sehr praktisch, aber gerade auf Kopfsteinpflaster und unebenen Wegen schwer zu fahren. Kind wurde dann auch fahrfaul weil es ja bequem ist sich ziehen zu lassen. Daher hatten wir mit dem nächsten Fahrradwechsel verkauft, der Wiederverkaufswert ist recht hoch. In Berlin kann ich Dir einen Fahrradladen nennen der Erfahrung mit dem Anbau hat, falls Bedarf.