Beiträge von Möwe

    Susan Sto Helit deshalb schrieb ich “bedienen lernen“ und “verstehen“. Mir hilft keiner, der aus der Schule kommt und “weiß“, dass laserdrucker toll und schnell sind, wenn er nicht verstanden hat (oder auch nach Erklärung nicht verstehen kann), dass das kein absolutes Gesetz ist, sondern von diversen Randbedingungen abhängt, welchen Drucker man sinnvoll wofür benutzt. Wenn er schon mal mit einem modernen Drucker gearbeitet hat, wird er sich aber hoffentlich auch schnell in das Konzept eines anderen einarbeiten.

    ey, ich weiß, was ein CRM ist und habe bereits in der Schule gelernt, damit umzugehen, dann eröffnet das Chancen im Leben. Sicher mehr als wenn man sagen kann: ich kann eine email mit Anhang versenden.

    "kann damit umgehen" ist doch aber unmöglich, dafür gibt es viel zu viele.

    Wir brauchen tatsächlich Mitarbeiter, die mit Mails umgehen können. Und Anhängen. Aber hauptsächlich: Die in der Lage sind, mit Computern zu arbeiten. Die in der Lage sind, sich in neue Programme einzuarbeiten.

    Ich brauche niemanden, der von der Schule kommt und mit unseren Programmen umgehen kann, das lernen sie bei uns.

    Vor allem, weil die Firmen um uns rum andere Programme nutzen. Wenn die Schüler und Studenten da alle lernen sollen - das ist doch Utopie und verbraucht soviele Ressourcen, die anders sinnvoller zu nutzen sind.

    In der Schule sollen sie lernen, mit Computern sinnvoll zu arbeiten - vor allem, dass je nach Anforderung unterschiedliche Programme sinnvoll sind. Wie man Dateien sinnvoll ablegt, dass das je nach Brache, Firma und Anforderungen unterschiedliche Lösungen erfordern kann, aber dass nicht jeder in seinem Süppchen kocht und "seine" Dateien lokal auf der Festplatte hat, wenn man mit mehreren zusammenarbeitet.

    Jemand, der keine Ahnung von unseren Programmen hat, der logisch strukturiert an Dinge rangehen kann, die Randbedingungen betrachtet, alle Anforderungen liest und berücksichtigt - den nehme ich gerne.

    Und wenn der in Schule gelernt hat, wie Nadeldrucker funktionieren, dann finde ich das völlig in Ordnung. - Wenn er es so gelernt hat, dass er es verstanden hat. Die sind von der Technik nämlich noch recht einfach und vermitteln das Prinzip. Und für welchen Beruf muss man in der Schule lernen, wie ein Laserdrucker funktioniert? Bedienen sollte man sie lernen können. Und verstehen, dass je nach Druckertechnik es unterschiedlich ist, ab wievielen Ausdrucken der Kopierer schneller / ressourcenschonender ist. Dass so ein Ausdruck Geld kostet, in Farbe noch mehr. Dass auch bei Ausdrucken Datenschutz gilt.

    Ich möchte aus der Schule Allrounder haben, die viele Methoden lernen, viele Kompetenzen haben. Keine Fachidioten.

    Naja, das mit der Zentripetalkraft haben wir ja alle mal gelernt, aber gefühlsmäßig passt das einfach nicht zur unserer Erlebenswelt.

    Vielleicht geht es, wenn Du ihm das mit der Anziehungskraft invers erklärst anhand eines Karussells und eines geschwungenen gefüllten Eimers (am langen Arm gen Himmel und Boden drehen im großen Kreis)? Wo denn für die Milch im Eimer oben und unten ist, während sie sich dreht?

    Oben und unten sind Konzepte, die im Weltall so nicht existieren. Das haben wir auf der Erde und hat was mit dem Bezugssystem zu tun.

    Je nach Alter kannst Du ihm das etwas vermitteln mit dem Fußgänger im Zug - der kann sich mit dem Zug bewegen aber relativ zum Zug stehen.

    Das kömmt jetzt vielleicht drauf an, wie personengebunden personengebunden ist.:) die Freundin meiner Tochter ruft durchaus vom Handy ihrer Mutter auf meinem an. Wenn ich gerade keinen Anruf von da erwarte, meine Tochter aber schon, geht durchaus die gleich ran. Oder ich bitte eine Freundin, eben ranzugehen, weil ich gerade nicht kann.

    Also “wer ruft an“ und “wer nimmt ab“ ist da durchaus wichtig. Dazu gibt es noch Festnetz bei uns.

    Drahtesel : hier lernen sie auch noch Telefonnummern, das ging früher als Telefonbuch lesen.

    Aber dazu gehört doch noch mehr - sich mit Namen melden, erstmal hören, wer abhebt, begrüßen, sagen, wen man möchte, ...


    happy spider sorry, ich wollte dich da gar nicht auslachen.


    Xenia : und was für Strom nutzen sie da? Norwegen z.b. produziert viel Ökostrom, verkauft ihn aber u.a. nach d und kauft Atomstrom aus f. Und in n selbst halten sie diese Info recht flach.

    Und sonst: ob nu Ökostrom oder nicht - gar nicht erzeugter weil nicht gebrauchter strom ist schon noch der umweltfreundlichste oder?

    Daroan da bin ich nicht so sicher. Wenn die Kurse trotzdem angeboten würden (also z.b. Physik an der mädchenschule), könnten Mädchen sich freier entscheiden, müssten keine Angst vor Reaktionen im Kurs haben.


    Ich fand eine technische Schulung für Frauen mal sehr spannend. Es waren einige mit technischem Beruf dabei und einige “echte Frauen“. Es war sehr angenehm, keine musste sich profilieren. Es kamen viele Fragen, auch “dumme“, die wurden beantwortet, fertig. Es ging langsam und zögerlich los und im Verlauf wurde es immer offener. In den Pausen kamen viele Sprüche, dass sich jemand diese Frage nie getraut hätte, wären Männer dabei. Einige überraschten damit, zu Hause auch technisches Interesse zu haben und Dinge zu machen, was sie in der Firma nie erwähnten aus Unsicherheit.

    happy spider : Smartphone, tablet und pc sind doch keine alternativen, die ergänzen sich.

    Richtiges, ernsthaftes arbeiten, leistungsintensiv auf dem smartphone? *gg*

    Genauso lachhaft das mobile arbeiten von unterwegs mit pc.

    Re Programm und app - das eine ist doch nur ein neuer Name für das andere, auf dem Smartphone allerdings meist ohne hilfefunktion, damit fallen viele Möglichkeiten weg, weil niemand sie kennt.

    Re Mails: ob ich Mails verschicke oder ob das Kind einen anderen Namen hat, ist letztendlich egal, aber noch sind Mails stand der Technik. Und durch bisherige andere Dinge nicht zu ersetzen. Und da täten Jugendliche gut dran, das zu lernen. Was ich aber noch wichtiger fände, wäre die Fähigkeit, mehr als eine Frage pro Post / Mail registrieren und beantworten zu können, Beiträge zu strukturieren.

    Aber das ist nun endgültig ot.

    Trin : aber das stimmt doch eben nicht. Es ist (!) kein abgelegter Alter gendermist.

    Es sollte einer sein, aber er ist sehr lebendig.

    Zu meiner Schulzeit hat niemand mehr Mädchen auf Schulen gegeben, die sie zu guten haushältetinnen machten.

    Aber kochen statt Werken war üblich. Und als es um die Berufswahl ging, wurden viele beeinflusst - studieren lohnt nicht vor den Kindern. Bleib lieber in der Nähe, dann hast du Unterstützung mit den Kindern. Wähl lieber was anderes, damit du nicht so ein Mannweib wirst ...

    Und das war ja vorher schon immer subtil am Werk. Und ist es immer noch.

    elena : Nein, so isoliert klingt es deutlich härter als beabsichtigt. Und da nehme ich mich nicht aus - hätte eines meiner Kinder zeitlich passend zu einer Impfung eine schwere Krankheit gehabt oder wäre gar gestorben, würde ich sehr wahrscheinlich zumindest gefühlsmäßig die Impfung dafür mitverantwortlich machen, egal, was die Medizin dazu sagt.

    ich habe mir die Impfungen auch gut überlegt und nicht leichtfertig alles durchgeimpft. Aber gesellschaftlich gesehen ist das Risiko ohne Impfungen deutlich höher als mit Impfungen.


    Die Erzieherinnen hätten auch einen Unfall haben können.

    Ja, und? Wo ist die statistische Abhängigkeit von "Unfall" zu "fehlender Impfung mit Erkrankung"? - Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erzieherinnen einen Unfall haben, ist genauso hoch. Damit ist das Risiko eines Ausfalls so höher, nämlich nicht "Unfall statt Erkrankung" sondern "Unfall plus Erkrankung". Und das Risiko für andere ist so höher, das ist durch einen Unfall der Erzieherinnen nämlich gar nicht beeinflusst. (Lassen wir Betrachtungen durch veränderte Wahrscheinlichkeiten wegen Fahrten zu Ärzten und zur Arbeit mal außenvor).

    Kiwi : und niemand sprach von “bösen Jungs“. Stereotypen und deren zementierung funktionieren in beiden Richtungen.


    Mein Gedanke ist, dass man evtl. sich ohne diese genderka*** anders entwickelt, mehr weiß, was man kann. Egal, ob junge oder Mädchen. Und man dann irgendwann diese grabenkämpfe, dieses abgrenzen gar nicht braucht, wenn man zusammenarbeitet.

    Kiwi : ich auch. Und es war definitiv ein “trotzdem“.


    Und (wie oben schon geschrieben) klappt es im gemischten Unterricht bereits nicht, die stereotypen aufzuweichen. Seit Jahrzehnten nicht. Eher das Gegenteil.

    Und niemand sprach hier von “Geschlechter getrennt aufziehen“, lass doch die Kirche bitte im Dorf.

    Ich schrieb auch, dass ich nicht sicher bin, ob getrennter Unterricht die Lösung bringt, aber so wie bisher klappt es eben einfach nicht.

    Ich möchte, dass meine Töchter nicht mutig oder dickhäutig sein müssen, um Physik cool zu finden und das in der Schule zu zeigen. Ich möchte auch nicht, dass im schulumfeld erstaunte blicke kommen, weil sie so gut rechnet. Wo sie doch ein Mädchen und so ...

    Ich möchte auch nicht, dass es normal ist, dass sie so gut und gerne malt, weil sie ja ein Mädchen und so ...

    Naru : Wieso läuft das in die falsche Richtung? (Ohne hat jetzt alle Argumente und annahmen neu durchkauen zu wollen, finde ich das Verfahren an sich nur logisch und folgerichtig): zuerst wurde auf Aufklärung gesetzt, die reicht nicht aus. Das Ziel wird immer noch sehr wichtig genommen, also gibt es zwang. - Ob da jetzt welche eine aversion verspüren, ist doch dem Gesetzgeber egal?

    huehnchen69 : wenn das eigene Kind plötzlich stirbt oder schwer krank wird, sucht man natürlich nach Ursachen und Auslösern. Wenn da eine Impfung passend liegt - wie praktisch.

    Ich kenne das von dir beschriebene nicht und hoffe, dass da sehr genau geguckt wurde. Aber auch ohne Impfung sterben Kinder plötzlich, haben einen Unfall oder was-auch-immer - so sehr die Eltern sich das als einfachen schuldigen wünschen mögen, ist der Gesellschaft nicht geholfen, da Effekte einfach mal so auf die Liste der Nebenwirkungen zu setzen.

    Und gerade beim plötzlichen kindstod sind es doch die gesunden Kinder, bei denen vorher nichts abzusehen war.

    Kerstin_Pfalz : ob das daran liegt, dass die Jungs da immer noch voll im pubertätsmodus sind?

    Bei uns wurden zu spät kommende Frauen teilweise laut bejohlt und bepfiffen, also haben sich das viele gar nicht mehr getraut. Und einige Dozenten haben auch sehr klar gemacht, was sie von Frauen da halten.


    VivaLaVida ja, ich kenne auch welche - was die von der Atmosphäre im Unterricht erzählen klingt paradiesisch.

    Und die haben jetzt und hatten außerhalb der Schule immer normal gemischte Kontakte.

    Ludo : im gemischten Unterricht lernen sie jedenfalls nicht, dass es nicht darauf ankommt. Weder von den Lehrern noch von Mitschülern.


    Ob getrennter Unterricht die Lösung ist, weiß ich nicht. Früher habe ich ihn abgelehnt aus denselben gründen wie die frauenquoten.

    Inzwischen denke ich, beides hat Vorteile.

    Beim Unterricht nicht als dauerhafte Trennung aller Lebensbereiche, aber als schutzraum, in dem beide Geschlechter wirklich frei vom anderen gut in allen Fächern sein können, die ihnen liegen. Ohne sich zurückzunehmen, weil man das als Mädchen ja nicht können darf und ohne sich eine dicke haut zulegen zu müssen.

    Also ich verstehe einfach nicht, warum Mann und Frau sich so etwas nicht überlegen, bevor sie Kinder kriegen.

    Die Möglichkeit jedes Modell entsprechend zu gestalten hat man ja.

    Ich bin gerade nicht sicher, ob ich verstehe, was Du meinst mit "so etwas". Wenn ja, dann vielleicht ganz einfach, weil

    es for wahnsinnig viele Unwägbarkeiten gibt im Leben, dass das alles ganz schnell hinfällig sein kann?

    Einer verliert den Job. Einer bekommt eine Depression. Einer hält sich einfach nicht an Abmachungen. Was einer als Abmachung verstanden hat war für den anderen nur vorfamiliäres allgemeines Diskutieren und nicht auf das eigene Leben umsetzbar. Interessen ändern sich. Betreuungsmöglichkeiten ändern sich. Krankheiten kommen dazu.

    Gar so komplett lassen sich die Modelle halt einfach nicht selbst gestalten, dazu gibt es viel zu viele Einflüsse von außen.

    Und jeder Mann der sich anders verhält leidet kein Deut weniger als jede Frau unter der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

    Ich habe hier natürlich nur eine kleine Stichprobe in meiner Blase, aber da ist es durchaus so, dass die Männer weniger Nachteile haben - da wird wesentlich eher Home Office genehmigt; auch wenn es lästig ist, wenn der Kollege wegen Kind krank ausfällt, er kümmert sich ja schließlich um sein Kind; während die Frau gleich anders eingeplant wird, weil die ja eh nicht mehr voll einsetzbar ist. Der Mann, der wegen Kindern auf 30h reduziert, arbeitet "ja gerade etwas weniger", bei mir hieß dieselbe Stundenzahl dann "halbe Stelle" im Kollegenkreis - nein, wir haben keine 60h-Verträge.

    Geht er wegen Bastelnachmittag im Kindergarten, wird augenzwinkernd gelästert, bei den Frauen mit hochgezogenen Augenbrauen "oh, schon wieder früher gehen"?

    Der Kollege, der mal mit seinem Baby zum Babyschwimmen ist, wird durchaus lobend / anerkennend erwähnt bei Diskussionen rund um Beruf und Familie in der Firma. Ich nicht. Er war einmal, ich jedes Mal. - ich weiß das, weil unsere Babies im selben Kurs waren. Sonst war es übrigens seine Frau und deren Mutter, die da waren.

    Also, nein, zumindest hier in meiner Ecke leiden viele Männer weniger, wenn sie sich einbringen.


    Aber es ist beißen gegen die Falschen.

    Ich habe einiges hier gar nicht als Beißen gesehen. - Natürlich wäre das Ziel, nicht zu beißen, sondern gemeinsam zu kämpfen oder das gar nicht zu müssen, weil alle gute Bedingungen haben. Frauen und Männer. Und genauso nicht nur die leiblichen Eltern, sondern auch andere, die entsprechend viel übernehmen.

    Aber es wird doch relativ oft als etwas Besonderes herausgestellt, wenn der Mann viel übernimmt, so dass ich den Kommentar "das ist übrigens Normalzustand bei Frauen" durchaus gerechtfertigt finde.


    ausserdem ist die Zeit so wichtig um als Familie zusammenzuwachsen.

    Hier nehmen viele Väter die 2 Monate gleich ab Geburt. Selbst wenn sie in der Zeit viel machen, ist bei vielen danach dann doch wieder die Mutter die Hauptbetroffene.