Beiträge von Zephyr

    Jetzt bin ich aber doch neugierig. Hat es jemand von euch schon so gemacht, dass der Arzt es verschriflich hat und ihr es dann zusammen mit dem Partner bzw später angesehen habt?

    So ähnlich. Ich wollte es nicht wissen, mein Freund schon. Also hat es die Ärztin auf einen Zettel geschrieben, ihm den gegeben, und er hat es sich abends angeschaut. Und dann hat er sich mehrere Monate immer mal wieder "scheinbar" verplappert. #haare War dezent nervig, aber für uns die beste Lösung.

    Ich kann deine Gedanken gut verstehen, Leslie Winkle aber wenn es darum gehen soll, dass Mädchen überhaupt erstmal mit Fußball in Berührung kommen, finde ich das nachvollziehbar. Aber man könnte eigentlich auch eine "Fußball für Anfänger*innen" - Gruppe machen, um zu verhindern, dass die schon länger Spielenden (vermutlich überwiegend Jungs) das an sich reißen.

    Wäre es vielleicht eine Möglichkeit, sich die IGS anzuschauen und das Ganze dann erstmal noch eine Zeit ruhen zu lassen? Auf mich wirkt es so, als gäbe es keinen Grund, das unbedingt möglichst schnell zu entscheiden. Ihr könntet z.B. einfach schauen, wie das Halbjahreszeugnis aussieht und wie es bis dahin gelaufen ist. Vielleicht will euer Sohn zu Weihnachten schon wechseln - dann nehmt ihr das eben dann in Angriff. Oder er will die Skifreizeit als Abschluss noch mitmachen oder doch bleiben,...

    Vielleicht habe ich die ganze Problematik nicht verstanden, aber nach dem, was ich rauslese, wäre mein Weg vermutlich: sich Alternativen anschauen, erstmal weiterlaufen lassen und dabei gut beobachten.

    Und ich finde die Reaktionen hier teilweise übereifrig. Es geht um erwachsene, intelligente Menschen, die wissen niemandem etwas Böses wollen.

    Ich glaube, die Reaktionen sind so, weil hier die meisten auch schon Anderes erlebt haben. Nachdem ich von einem Vater am Telefon wegen der Note einer anderen Lehrkraft angeschrien wurde, hatte ich auch erstmal keine Lust auf Elterntelefonate mehr, auch wenn ich weiß, dass die meisten Eltern vernünftig und (meistens) freundlich sind.


    Als ich schwanger war, hätte so ein Gespräch nichts genutzt, denn über die Vertretungslösung war ich schlichtweg nicht informiert. Da hat die Schulleitung kurz vorher hin und her geschoben, ein paar Kolleg*innen konnten doch keine Überstunden abbauen, irgendjemand hat Stunden aufgestockt, eine Referendarin konnte bleiben, usw. Vertretungslehrkräfte gibt es bei uns sehr selten.

    Wie hier einige andere schon schrieben, wissen auch die Schulleitungen bis kurz vorher nicht, wie es dann weitergehen soll. Die Entscheidungen werden an anderer Stelle getroffen und die Schulleitungen versuchen dann, so gut es geht, mit den Ergebnissen umzugehen.

    Meine angekündigte Elternzeit habe ich z.B. 6 Monate bevor ich ursprünglich wiederkommen wollte, noch einmal verlängert, weil wir keine Betreuungsmöglichkeit gefunden haben. Das war vorher aber nicht abzusehen.


    ich Ich verstehe sehr gut, dass du dir Gedanken machst, verunsichert bist und dir eine möglichst gute Lösung wünschst. Das ist ja auch dein gutes Recht.

    Es müsste halt mehr männliche Grundschullehrer geben. Dann würd‘s nicht so ins Gewicht fallen. Aber das bleibt wohl Wunschdenken.

    Unsere Schulleiterin sagte irgendwann (leider nur halb) im Scherz, man dürfe eigentlich keine jungen Lehrerinnen mehr einstellen. Zu dem Zeitpunkt waren 2 oder 3 schwanger bzw. in Elternzeit. Dass aber auch zwei Lehrer für jeweils ein Jahr in Elternzeit waren, konnte sie offensichtlich sehr gut verdrängen... #hammer

    Da stimme ich dir ebenfalls zu Stadtkaninchen


    Als heute morgen allerdings die Justizministerin sagte, man habe das Problem mit dem Rechtsextremismus wohl unterschätzt, da konnte ich einfach nur fassungslos mein Radio anstarren. Denn diesen Satz habe ich schon so oft gehört und geändert hat sich - genau nichts. Ich befürchte ja leider, es wird auch noch lange nicht das letzte Mal gewesen sein, dass dieser Satz fällt...

    Zu der Ananas-Geschichte fällt mir ein, dass mein Freund früher als Jugendlicher aushilfsweise in einem Zoo gearbeitet hat. Es gab eine Großbaustelle für irgendwelche Affen und alle Mitarbeiter*innen hatten Affen-T-Shirts mit irgendeinem Spruch an. Bei allen anderen war das völlig unproblematisch, mein Freund konnte sich einen "witzigen" rassistischen Spruch nach dem anderen anhören, bis irgendwann eine Hauptamtliche kam und sagte, er solle das Shirt einfach ausziehen.

    wegwarte wenn du die Kapazität hast, würde ich es ansprechen. Dem Marktleiter ist die Situation vielleicht nicht klar und der Mann leidet still vor sich hin, weil ihn seine Kleidung zur Zielscheibe macht. Wenn es kein Problem gibt, kann er das seinem Chef sagen und alles ist gut.


    Zum Begriff: Ich erlebe auch im deutschen Sprachgebrauch "People of colour" als gebräuchlich und sonst meist "Schwarz". Da kann man am wenigsten falsch machen. Ich finde, Tupoka Ogette erklärt ganz schön wieso. Mein Freund sagt selbst allerdings selbst oft "farbig" und hat damit kein Problem.

    Interview mit Tupoka Ogette

    Den Text auf der FfF-Seite habe ich mit Bedacht nicht genommen, der klingt so belehrend, da würde ich mich als Lehrer drüber ärgern.

    Ich werfe nur mal in den Raum, dass es auch Lehrkräfte gibt, die sich über die fehlenden Schüler*innen sehr freuen und die jeweilige Einstellung ihrer Schulleitung selbst doof finden. Würde mir jemand die Martin Sonneborn Entschuldigung vorlegen, wäre er/sie meine Held*in des Tages. :D


    Fräulein Wunderbar das klingt echt ätzend bei euch!

    Wie lustig, dass du gerne "die kleine Meerjungfrau" machen würdest, dazu haben wir im Studium mit Schattentheater gearbeitet und es war wirklich toll! #ja

    Die Textgrundlage war eine stark gekürzte Version. Falls du dir das nicht selbst zutraust, würde ich mal nach Nacherzählungen suchen, da findet man bestimmt etwas.

    Wer hier aufm Land ein Windrad vor der Nase hat wird sehr wahrscheinlich keine Grünen wählen......

    Also hier wird auf dem Land durchaus grün gewählt, weil die Leute sich freuen, dass sie Windräder statt Atomkraft vor der Nase haben. #zwinker

    Irgendjemand weiter vorne schrieb, sie sei "entsetzt". War ich auch - vor ein paar Jahren.

    "Früher" gab es halt die böse NPD (und die DVU), wer die gewählt hat, war ein schlimmer Nazi. Und dann haben sich ganz viele in der CDU/CSU und ein paar vermutlich auch in den anderen Parteien getummelt, die nicht offen rassistisch waren, aber trotzdem rechtsorientiert/rechtsoffen/wertkonservativ, etc. Dort waren sie schön versteckt und keiner hat sie gesehen, außer wenn sie auf Familienfeiern betrunken waren oder unter ähnlich Denkenden. Jetzt sieht man diese Leute halt im hellen Tageslicht, weil eine Partei entstanden ist, die genau diese Wähler auffängt und die Lücke schließt.

    Mit einem humanistischen Weltbild wählt man nicht die AFD. Wer sich sonst in der CDU verstecken konnte und sich (auch vor sich selbst) nicht entscheiden musste, muss das jetzt tun und sich die Frage stellen, auf welcher Stelle der Linie humanistisch-menschenverachtend er genau steht. Da gibt es bestimmt auch einige, die irgendwann wieder zurückwandern zu einer anderen Partei. Das wird aber nichts daran ändern, dass sich jetzt ganz offiziell gezeigt hat, dass ein Drittel der Menschen in Brandenburg und Sachsen entweder klar rassistisch eingestellt ist oder dies zumindest akzeptabel/vertretbar findet.

    Und ich befürchte, einem Großteil dieser Menschen kann man es ohnehin nicht recht machen, denn die "heile Welt", die sie gerne (zurück)hätten, existiert nicht mehr. Wenn ihnen Lösungen für Teilprobleme angeboten werden, werden sie unzufrieden bleiben, weil ja nicht alle Probleme gelöst sind.

    Ich bin mit meiner Familie schon angefeindet worden, weil wir in diese Vorstellung einer heilen Welt offensichtlich nicht hineinpassen und das macht mir Angst und es macht mich unfassbar wütend. Ich bewege mich in bestimmten Gegenden Deutschlands vorsichtiger und versuche mich totzdem nicht entmutigen zu lassen und weiter aktiv für eine Welt einzustehen und zu werben, die offen und tolerant ist. Aber dieser Kampf ist auf Dauer sehr ermüdend...

    Krass, was ihr teilweise geschafft habt. Ich gehöre zur Kategorie sieben Tage im Bett liegen, weil ich von der Geburt sowas von durch war. Und auch danach ging es erst langsam los.

    Danke, ich habe das Gleiche gedacht.

    Meine Hebamme sagte: eine Woche im Bett, eine Woche ums Bett herum und eine Woche ums Haus herum. Ich war froh, als ich es nach einer Woche alleine zum Kühlschrank geschafft habe, mein Körper hat mir seine Grenzen sehr deutlich aufgezeigt. Daher hatte mein Kind zwangsweise Ruhe und ich kann erst ab 3-4 Wochen mitreden.

    Achte einfach sehr genau auf euch, und vielleicht lieber zu viel Ruhe als zu wenig.

    Und natürlich noch: herzlichen Glückwunsch!

    Mir ist als kleines Kind im Kindergarten mein heißgeliebter Teddy geklaut worden und ich habe ihn nie wiederbekommen, obwohl wir im Kindergarten Zettel aufgehangen und die Erzieherinnen das angesprochen haben. :(

    Ehrlich gesagt hat mein Glauben an das Gute in allen Menschen dadurch nachhaltig Schaden genommen, denn entweder waren da Eltern so unachtsam, dass ihnen ein unbekannter Teddy bei ihrem Kind nicht aufgefallen ist oder es war ihnen egal, was das für ein anderes Kind bedeutet.

    Ich kann definitiv verstehen, dass deine Töchter sehr geknickt sind und drücke euch trotzdem die Daumen, dass die Flosse wieder auftaucht!

    Schule ist nämlich nicht Arbeitswelt, es herrscht Schulpflicht und die Jugendlichen müssen dort hin gehen und können auch keine Auswahl treffen, wie auf der Arbeit, wo du dich in manchen Branchen auch nackt, im Schlafanzug oder im Batman-Kostüm hinsetzen kannst.

    Das sehe ich genauso. Ich persönlich freue mich über experimentierfreudige Schüler*innen, erst recht wenn sie stark vom Mainstream abweichen, weil ich da meistens das Gefühl habe, dass sie sich Gedanken machen, wer und was sie sein und darstellen wollen. Das ist ja ein unheimlich wichtiger Entwicklungsschritt und der kann (und muss?) sich mMn auch in der Schule vollziehen.

    Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass nichts davon meine Bewertungen beeinflusst, weder der Barbielook noch das klassische Punkeroutfit.

    Dankeschön Aylani (und VivaLaVida ). Ich empfinde das für mich einfach als den richtigen Weg. Und für mein Gefühl verdient man mit einer verbeamteten Vollzeitlehrer*innenstelle im Monat auch soviel Geld, dass es echt nicht auf 200€ mehr oder weniger für die Krankenversicherung ankommt. Aber das ist meine ganz private Meinung. #zwinker

    Stina82 ,wenn deine Freundin noch irgendwelche Fragen hat, kann sie gerne Kontakt zu mir aufnehmen und du schreibst mir ne PN. Und du darst mich auch gerne zitieren.