Beiträge von Spinosa

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org


    Achtung, Gefahr der völligen Reizüberflutung bei diesem Video, aber wenn man sich drauf einlassen kann, echt lustig:



    Musikalisch ein bisschen düster, aber die Botschaft von Text und Video ist super:

    Ich drücke deinem Sohn die Daumen, dass nur dieser eine Lehrer so tickt, aber nicht die ganze Schule oder ein großer Teil des Kollegiums. Meistens wird der Brei ja nicht so heiß gegessen wie er gekocht wurde. Aber ich an deiner Stelle hätte mich gestern auch sehr unwohl gefühlt. Wie haben denn die anderen Eltern reagiert?

    Ich war ja 8 Monate lang in Pause und bin erst seit 3 Wochen wieder im Forum. Für mich ist es noch keine so große Umstellung jetzt. Das Rabenwandern wird aber auf jeden Fall stattfinden! Wer an Forenentzug leidet und mich mag, darf mich auch gerne per WhatsApp oder Signal kontaktieren.

    Mir geht es wie gesagt nicht um eine Diskussion über Werte oder Glauben. Meine Ausführungen dienten nur dem Zweck, Feindbilder abzubauen. Nicht: Auf der einen Seite die aufgeklärten atheistischen Bürger_innen und auf der anderen Seite die fiesen frauenfeindlichen Gläubigen. Ich wollte darlegen, dass es zwischen religiösen und nichtreligiösen Menschen mehr Verbindendes als Trennendes gibt. Dass es nicht sinnvoll ist, das Trennende zu betonen. Ich wollte dieses Lagerdenken in Frage stellen. Weil ich Lagerdenken in fast jeder Diskussion für schädlich halte. Weil es den Blick auf die Realität verstellt, die viel zu komplex ist, um die Menschen in nur 2 Gruppen aufzuteilen. Ich halte auch in der Politik das Denken im rechts/links Schema für schädlich. Und wenn das rechts/links Schema dann auch noch kombiniert wird bzw. gleichgesetzt wird mit dem Schema gläubig/nicht gläubig, dann wird es doppelt schädlich. Dann diskutiert man nämlich nicht mehr über die Sache (hier: welche Politik fördert die Gleichberechtigung der Geschlechter), sondern nur noch darüber: wer gehört zu uns und wer gehört zu "denen".


    Aber ich komme mit meinem Anliegen nicht durch. Kann irgendwie nicht verständlich machen, worum es mir geht. Daher halte ich ab jetzt wieder die Klappe.

    Ich finde auch, dass man in der letzten rot-grünen Bundesregierung den Einfluss der Grünen sehr deutlich gespürt hat. Sie waren damals angetreten mit dem Wahlversprechen, den Ausstieg aus der Atomkraft anzuleiern. Das war ganz klar der Wunsch der Grünen und nicht der SPD. Und die Grünen haben Wort gehalten. Dass der Atomausstieg später kurz nach dem Regierungswechsel von Angela Merkel einkassiert wurde (nur um dann nach Fukushima so zu tun, als wäre der Atomausstieg Merkels eigene Idee gewesen, durch das ganze hin und her ist aber alles sehr verzögert und verteuert worden), dafür können die Grünen nichts.


    Unter der letzten grünen Bundes-Landwirtschaftsministerin (Künast) gab es auch finanzielle Hilfen für Landwirte, die auf Ökolandbau umstellen wollten. Das Programm war sehr sinnvoll und sehr erfolgreich. Das wurde aber von schwarz-gelb wieder kassiert und von keiner späteren Bundesregierung nochmal neu aufgelegt. Deshalb haben wir in Deutschland jetzt die absurde Situation, dass man sich beim Einkaufen oft entscheiden muss zwischen konventionell und regional versus Bio aus Spanien.

    Ich würde es eher als Wertesystem ansehen, auf dessen Basis Wertungen vorgenommen werden.

    Und worin gründet sich ein solches Wertesystem? Lässt sich die Gültigkeit irgendeines Wertesystems nach naturwissenschaftlichen Kriterien beweisen?


    Oder ist es einfach nur Verhandlungssache? Wäre es z.B. okay, wenn eine 2/3 Mehrheit der Raben sich demokratisch darauf einigen würde, dass hier ab morgen nur noch Eltern von blonden und blauäugigen Kindern schreiben dürfen (ob das rechtlich ginge und praktisch umsetzbar wäre, sei mal dahin gestellt)? Würdest du die Änderung des hier im Forum gültigen Wertesystems akzeptieren, wenn sie nur lange genug diskutiert und demokratisch legitimiert würde?


    Oder stimmst du mir zu, dass bestimmte Werte Gültigkeit beanspruchen dürfen, ohne beweisbar oder verhandelbar zu sein? Dies ist die Auffassung, auf der das deutsche Grundgesetz beruht. Und diese Auffassung von einem Wertesystem ist schon relativ nah dran an religiösem Glauben. Nicht ohne Grund findet sich deshalb der Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes (das ja nichts anderes als ein verschriftlichtes Wertesystem ist).

    Shevek Ich habe mich hier nicht in der Absicht geäußert, eine Grundsatzdiskussion über Glauben und Religion anzufangen. Das wäre in diesem Thread auch off topic. Ich habe lediglich auf Anaba reagiert, die geschrieben hatte, in jedem Religionsbüchlein würde stehen dass die Frau hinter den Herd gehört. Da habe ich darum gebeten, solche Pauschalisierungen zu unterlassen. Daraufhin schrieb Annie, das Problem sei nicht die Religion, sondern der "sehr starke Glauben". Daraufhin habe ich geschrieben, wie ich Glauben verstehe. Weil meiner Meinung nach auch die Frage nach (sehr starkem) Glauben nicht taugt, um Menschen pauschal in Schubladen wie frauenfeindlich, menschenverachtend etc. einzusortieren. Und sandra schrieb, dass Leute die zu Pro Life tendieren, sich nicht für Bootsflüchtlinge interessieren. Daraufhin habe ich Gegenbeispiele aus dem kirchlichen Bereich genannt (mich selbst eingeschlossen).


    Ich mag einfach dieses Schubladendenken religiös/ gläubig = frauenfeindlich und rechts; Pro Life = menschenverachtend und rechtsextrem nicht. Nichts weiter will ich zum Ausdruck bringen.


    Über Religion und Glauben als solches diskutiere ich hier nicht. Und über Abtreibung auch nicht.

    Meine Haltung zum Thema Abtreibung ist im Forum ja bekannt. Mir ist bewusst, dass ich damit hier sehr allein dastehe. Deshalb möchte ich auch sehr bewusst nicht mehr darüber diskutieren und habe mich auch aus Leslie Winkles Thread rausgehalten. Es ist mir aber ein Bedürfnis klarzustellen, dass das Schicksal von Flüchtlingen mir überhaupt nicht egal ist. Auch den meisten anderen Menschen, die sich hauptberuflich oder ehrenamtlich aktiv in einer Kirche engagieren, sind Flüchtlinge nicht egal. In diesen Kreisen kann man, zumindest in Deutschland, sogar ein überdurchschnittliches Engagement für Geflüchtete feststellen (Stichwort Kirchenasyl).


    Und ja, natürlich hat das mit Glauben zu tun. Die Haltung zu Frauenrechten, Flucht, Abtreibung, aber auch zu Klimaschutz, zu absolut allem hat mit Glauben zu tun. Bei jedem Menschen, egal ob religiös oder nicht. Dass Menschen eine Menschenwürde und Menschenrechte haben, einfach nur aufgrund ihres Menschseins, das lässt sich nicht rein rational begründen. Das kann man nur glauben oder auch nicht. Dass die ganze Natur, alles Leben auf der Erde, gut und schützenswert ist, dass das Leben gut ist, dass das Sein gut ist, kann man ebenfalls nicht beweisen, nur glauben. Und zwar ganz unabhängig von einer spezifischen konfessionellen Ausformung des Glaubens.

    Auch Glaube losgelöst von Religion ist nicht per se frauenfeindlich. Auch sehr starker Glauben nicht. Genauso wenig, wie sehr starke Liebe frauenfeindlich ist. Ehemänner, die ihre Frauen aus Eifersucht einengen und kontrollieren oder sogar prügeln, begründen das zwar gerne mit ihrer großen Liebe zu ihrer Frau. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass je größer die Liebe, desto größer die Frauenfeindlichkeit. So ähnlich verhält es sich auch mit dem Glauben bzw. institutionalisiertem Glauben/ Religion (als Äquivalent zur Ehe).