Beiträge von Solya

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    Genau so habe ich das in meiner binationalen Ehe damals auch gemacht. Problem: meine Schwägerin auch und bei gemeinsamen Treffen waren wir dann mal zwei Stunden zu früh da (sie nannte uns die Zeit mit einer Stunde Puffer, ich hab es an meinen damaligen Mann mit noch einer Stunde Puffer drauf weitergegeben 😂)

    #lol


    mausehaken82 für so was wie Gartenarbeit, wäre es nicht möglich einfach zu sagen du kommst am Nachmittag und klingelst dann (dann kannst du auch die Zeit wählen, die für dich und das Baby passt)

    Gerade im Status einer Kollegin gelesen...


    "Wie sie alle herum jammern, dass es heute 35 Grad im Schatten gibt... Ja Herrgott, dann geht halt nicht in den Schatten!"


    Sorry, der musste sein (als Mitleidende darf ich das, oder? Ich musste jedenfalls lachen. Äh, hysterisch. ) #angst

    Das war wohl der Durchbruch in der Resilienzforschung..

    Ich meine sogar, mich zu erinnern, dass das Konzept mit dieser Studie erst entdeckt wurde. Die Kinder dort wuchsen unter sehr schwierigen sozialen Bedingungen auf. Ursprünglich wollte man untersuchen, wie sich diese schwierigen Bedingungen auf das spätere Leben auswirkten (ich glaube es ging viel um Deliquenz). Nicht überraschend zeigte sich, dass sich schlechte Startbedingungen negativ für das weitere Leben auswirkten. Überraschend war jedoch, dass sich ein Drittel der Kinder, die man als absolute Risikogruppe identifiziert hatte zu völlig "normalen" Erwachsenen entwickelte, die stabile Lebens- und Beziehungsmuster entwickelt hatten.


    Resilienz ist echt ein spannendes Thema...


    Ich habe jetzt gerade mal in meinen Weiterbildungsunterlagen geschaut, und die sieben Säulen der Resilienz rausgesucht (von wem das Konzept ist, weiß ich leider gerade nicht mehr)


    - Akzeptanz - ich nehme an, was mir geschehen ist, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte

    - Optimismus - der Glaube, dass die Situation wieder besser wird

    - aktive Lösungsorientierung

    - Überzeugung der Selbstwirksamkeit - ich kann in meinem Sinne Einfluss nehmen

    - Günstiger Attributionsstil - Schuldgefühl oder Verantwortung

    - Netzwerkorientierung - Hilfe und Unterstützung aus dem sozialen Umfeld oder von Profis

    - Zukunftsorientierung


    Ich finde das eigentlich recht interessant, weil man sieht, dass es zwar vieles gibt, was man positiv von außen beeinflussen kann. Einiges ist aber vielleicht auch einfach eine Sache des Charakters, der Persönlichkeit, des Glückes, einmal auf die richtige Person getroffen zu sein, die diese Dinge in uns angeregt hat...

    Und natürlich kann es auch umgekehrt sein, das alle Signale auf grün stehen, und man dennoch körperliche oder psychische Leiden entwickelt (ich teile da Ohnezahn s Beobachtung). Und dann ist dennoch niemand "schuld" oder hat etwas "falsch gemacht"...

    Nur dürfte doch klar sein, dass man als Betroffener gar nicht anders kann als laut aufzuschreien bei (übrigens ja altbekannten und weitverbreiteten) Fehlannahmen, die schlichtweg nicht dem Stand der Forschung entsprechen und dem Alltag der Betroffenen sowieso nicht - das wäre umgekehrt ja genauso, würde ich jetzt allen die sich mit Trauma beschäftigen sagen: nee, nee, die Ursache ist bei denen allen ADHS, kann gar nicht anders sein, das ist total unterdiagnostiziert und keiner guckt wirklich drauf...

    Natürlich schreit man dann auf, besonders wenn der Diagnose und richtigen Behandlung ein langer Spießrutenlauf voranging. Und wenn Medikamente dann wirken, dann ist es ja auch erwiesen, dass es Adhs ist. Da wäre ich dann auch angepiekst, wenn mir das jemand absprechen wollte.

    Deinen letzten Satz kann ich auch gut verstehen, aber ich finde gerade das Forum ist ein Ort, wo mir die von mir angesprochenen Brillen total oft auffallen. Ich habe definitiv die Traumabrille auf, weil ich mich damit in den letzten Jahren viel beschäftigt habe, beruflich und privat. Und dann lese ich manche Beiträge und denke sofort "oh, da würde ich mal in Richtung Trauma forschen". Und dann kommt aber ganz oft die Nachfrage "könnte es undiagnostiziertes Adhs sein?" Und dann denke ich ja, das macht auch Sinn. Weil man von Symptomen eben nicht sofort auf die Ursache schließen kann. Deshalb können für mich auch beide Überlegungen wunderbar nebeneinander stehen. Eigentlich profitieren wir ja von diesen verschiedenen Brillen, wichtig ist nur, dass wir uns der unserigen bewusst sind.

    Das liegt aber nicht daran, daß es in Frankreich andere Erkenntnisse gibt, sondern, dass man hier in diesem Bezug der Wissenschaft hinterher hinkt. Das weiß ich vor allem in Zusammenhang mit Autismus, und da verursacht das nach wie vor großes Leid. (Ich kenne aber auch einige Kinder mit der ADHS Diagnose) Und das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern alle mir bekannten Betroffenenorganisationen kämpfen dafür, dass die wissenschaftlichen Standards auch endlich überall in Frankreich ankommen, eben weil es Betroffenen schadet, wenn ein Trauma behandelt wird, das nicht existiert, anstatt der tatsächlichen Störung.

    Ja, da gebe ich Dir recht. Wobei meines Erachtens nicht auf Traumafolgestörung behandelt wird sondern einfach psychoanalytisch (oder auch gar nicht) (das auch zu Deiner Frage Lina2 )


    Auch das "nur Medikamente ist falsch" - wer schon Mal erlebt hat, wie die Reizfilterschwäche eines Betroffenen mit Einnahme von MPH augenblicklich (!) verschwunden ist und das Kind damit plötzlich nicht mehr therapiebedürftig ist (und nicht mehr suizidgefährdet. Und plötzlich beschulbar und Teilhabe an Freizeitaktivitäten möglich wird) weil alles, was Therapie nötig gemacht hätte, nicht mehr vorhanden ist, der wird das anders sehen. Manchmal reicht "einfach nur Medikamente", so wie dem Sehbehinderten auch "einfach nur Brille" reichen kann.

    Therapie ist dann eher notwendig geworden aufgrund der langen Zeit gescheiterter Versuche dem Kind ohne Medikamente zu helfen - DAS kam massiv traumatisierend sein.

    Ganz genau das. Mein Mann und mein Kind bekamen Diagnose und Medikamente in etwas gleichzeitig. Und es war für beide (und im zuge damit für die ganze Familie) eine soooo große Erleichterung. Und das erste was wir uns anhören durften von Sozialarbeiter Seite, die wegen den vielen Problemen durch das unerkannte ADHS mit uns arbeiteten war "Ihr müsst schauen, so schnell wie möglich die Medikamente wieder los zu werden. Das ist ja total schädlich und überhaupt und sowieso." Und nein, es waren nicht die Medis schädlich, es war die Reaktion von professioneller Seite dazu schädlich.


    Es tut mir leid, wenn manche sich da in ihrern Vorstellungen angegriffen fühlen, aber wenn man sowas mal erlebt hat, dann ist das schon ein ziemlich rotes Tuch und da wird man uU heftiger als man sollte. Da steckt eine Leidesngeschichte dahinter.

    Ich picke Euch mal stellvertretend raus, es gibt ja sicher noch mehr, aber ich finde das tatsächlich faszinierend zu lesen, wie gut diese Medikamente wirken können. Da habe ich meinen Horizont durch das Lesen im Adhs-Strang echt erweitern können.


    Dennoch kann ich mir genauso gut vorstellen, dass das nur bei einem Teil der Betroffenen so ist. Die Jugendlichen, die ich begleitet habe hatten alle eine medikamentöse Einstellung, sagten aber alle, dass das nichts bringe (tatsächlich merkte man eigentlich keinen Unterschied, auch wenn in allen Fällen mit Dosierung und Präparaten experimentiert wurde.)


    Tatsächlich denke ich, dass es in diesem Fall daran liegt, dass die Ursache eigentlich Trauma war... und da erkenne ich den totalen Wert von dem, was Maté schreibt, denn das, was wir von ärztlicher Seite aus hätten machen sollen (Grenzen setzen, gutes Verhalten verstärken, Alltag strukturieren...) war genau das, was die Kinder/Jugendlichen nicht brauchten. Was sie eigentlich eher in Opposition vesetzte. Sie brauchten nämlich erstmal nur eines: Bindung Bindung Bindung.


    Das ist natürlich bei den Rabenfamilien hier anders, deshalb will ich auch niemandem seine Erfahrungen absprechen. Aber es gibt eben auch Betroffene, bei denen es so zu sein scheint, wie von ihm beschrieben. Das steht für mich nicht in Konkurrenz. Wir haben alle unsere Brille auf, durch die wir Dinge betrachten. Ganz sicher hat Gabor Maté die Traumabrille auf, welche auch sonst? Das ist DAS Steckenpferd seiner Arbeit. Aber vielleicht ist sein Ansatz eben nur für einige Beroffene richtig (was ihn aber nicht weniger wertvoll macht finde ich).


    Ganz allgemein frage ich mich gerade, ob man vielleicht den Adhs-Teil der Diskussion nicht verschieben könnte? Ich finde, da kommt ein völlig falsches Bild rüber von den Leistungen dieses Mannes, bis hin zu dass er jetzt aufgrund seiner Aussage zu Adhs nicht mehr als lesenwert empfunden wird. Das ist schade, denn es gäbe da so viele andere Aspekte (als ein einzelnes Buch zu Adhs, das vor zwanzig Jahren geschrieben wurde...)

    Was meint ihr?


    Das macht ihn für mich authentisch und glaubwürdig im Sinne nicht der allwissende unantastbare Wissenschaftler und Arzt zu sein, der die Hoheit hat alles zu wissen und nichts in Frage zu stellen.

    Ich habe Deinen Beitrag gerade erst gesehen, hab zu lange geschrieben, aber da möchte ich auch noch unterschreiben, Ich fände es total schade jetzt nur die Adhs-Thematik zu zerpflücken, weil es nur ein winziger Seitenstrang seiner Arbeit ist, und ich genau dieses Menschliche und Globale so beeindruckend finde.

    Ich habe nun einige Stunden nicht hier reingeschaut und bin gerade ehrlich gesagt sehr traurig, was aus dem Thread geworden ist... #crying Und fühle mich auf eine seltsame Art verantwortlich für den Verlauf, weil ich konkret wegen des Buches nachgefragt habe (völlig unwissend, dass es da anscheinend eine Vorgeschichte zwischen verschiedenen Ansichten oder Userinnen gibt).


    Aber erstmal möchte ich Kalliope danken für den link, Du hast das ja auch als Antwort auf einen Post von mir geschickt, Das sieht sehr komplett aus, ich muss mir das mal in Ruhe anschauen.


    Was mich nicht loslässt ist allerdings das hier:

    Statt des allgemeinen Rumgezeter kann man auch mal eine andere Position einnehmen, bevor man draufschlägt. Das geht ganz einfach, indem man sich vorher kurz mal fragt: was ist, wenn ich falsch liege und der andere richtig?

    Ja, das verstehe ich auch nicht... es gibt doch in jeder Wissenschaft verschiedene Schulen, Ansichten, Vertreter? Warum muss es denn ein entweder/oder sein, warum geht (in unserer nicht-wissenschaftlichen(!) Meinung nicht ein sowohl-als-auch? Zumal sich die beiden Aspekte ja nicht ausschließen, das zeigt ja auch der Link von Kalliope.


    Ich kann Euch hierzu keine Literatur zitieren, aber ich habe Erfahrungswissen aus 15 Jahren Arbeit im sozialen Bereich. Ich (persönlich) würde vermuten, dass Trauma im Vergleich zu Adhs extrem unterschätzt wird. (Bindungs-)trauma ist kein Thema in der Ausbildung von Erzieher:innen, Lehrer:innen, ich meine, es wird noch nicht mal im Psychologiestudium angesprochen. Wie sollen diese Personen etwas sehen, das sie nicht kennen? Ich habe einen Haufen Jugendliche mit Diagnosen kennengelernt (Adhs, Lernbehinderung, ...) wo ich mir heute sicher bin, dass der Ursprung Trauma war.


    Und genau deshalb finde ich diese Stimmen so wertvoll. Weil sich nämlich die Wahrnehmung der Person ändert. Ich durfte einige Jugendliche bei der Traumatherapie begleiten, und ich habe mir danach an den Kopf gefasst, was wir in der (vermutlich leitlinientreuen) Jugendhilfe alles gemacht hatten um dem vermeintlichen "Problem" (alle unsere Jugendlichen hatten die Diagnose hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens) zu begegnen. Diese Jugendlichen waren in den angesprochenen Momenten oft gar nicht "anwesend", sie waren komplett dissoziiert, hatten meist gar keine Erinnerung. Wenn ich aber nur das in Betracht ziehe, was ich von außen sehe, zeigten sie einfach nur einmal das komplette "Störungsbild". Es hat mich nachhaltig erschüttert, in der Therapie die Innensicht zu sehen (und sie gleichzeitig, und das fehlt ja dem/der Therapeutin mit der Außensicht vergleichen zu können).


    Gabor Maté ist ein Vorreiter einer traumainformierten Gesellschaft. Wir brauchen diese Menschen so dringend. Ich hoffe wirklich, es lässt sich keine von dieser Diskussion hier abbringen, seine Werke zu lesen.


    Und was ich auch wichtig finde: wissenschaftlicher Konsens ist kulturabhängig. Ich wohne in Frankreich. Ich kenne ganz genau 0,0 Kinder mit der Diagnose Adhs (wissenschaftlicher Konsens ist hier die Psychoanalyse). Gleichzeitig fallen mir spontan 20 Kinder ein, die in Deutschland ziemlich sicher die Diagnose Adhs hätten. Wo ist nun die Wahrheit? #weissnicht Ich weiß es wirklich nicht, ganz ehrlich... Daher mag ich mich wirklich der Sicht anschließen, immer wieder zu hinterfragen, was, wenn der andere recht hat? Wenn auch nur in Teilen?


    Ich laufe weiter geradeaus und suche nicht nach irgendwelchen kruden „Experten“ damit ich mir die Welt so mache wie sie mir gefällt.

    Entschuldige, dass ich das nochmal rauspicke, Du hattest Dich im Verlauf schon entschuldigt, und gesagt, es sei ein emotional besetztes Thema. Aber das klingt so, als würde man es sich einfach machen, wenn man GMs Argumentation folgt. Für mich ist das Gegenteil der Fall. Welcher Elternteil würde sich denn gerne hinstellen und sagen, mein Kind hat Adhs, das hat sicher etwas mit Trauma zu tun? Ich habe immer eher das Gegenteil erlebt, und jeder Elternteil, der das auch nur in Betracht zieht hat meine absolute Hochachtung.

    Pinguini ganz lieben Dank für deine Beschreibung! Ich werde da mal reinlesen. Das mit der Bindung deckt sich sehr mit meiner beruflichen Erfahrung.


    Misstress ich wollte gar nicht die adhs-diskussion aufmachen. Mich hatte das Buch interessiert, weil ich das Gefühl habe, dass es das am wenigsten bekannte von ihm ist. Schau Dir gern seine anderen Arbeiten an, vielleicht ist dennoch etwas für Dich dabei.

    Zum Ursprung von ADHS gibt es sicher viele Theorien, die sich meiner Meinung nach auch gar nicht unbedingt gegenseitig ausschließen müssen. Nicht umsonst ist eines der ersten Modelle, die man im Psychologiestudium lernt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell, also das Wechselspiel zwischen Prädispositionen und äußeren Stressfaktoren (bzw Schutzfaktoren , wo sicher Bindung mit reinspielt).


    Gleichzeitig hast du total recht, dass Menschen mit ADHS eher Traumata erleiden. Aber auch da ist ja der Trauma-Blickwinkel interessant, denn diese Traumata kommen ja noch oben drauf.

    Ich habe das Gefühl, dass er ein tiefes Verständnis der menschlichen Seele hat.

    Ja, das geht mir auch so. Auch seiner eigenen dunklen Anteile. Ich habe schon sehr berührende Interviews gesehen, in denen er beschreibt, wie sein früheres Workaholic-dasein sich auf seine Familie ausgewirkt hat. Oder wie er den Kontakt zu seinem Teen verloren (und wiedergefunden) hat. Ich finde ihn total authentisch.

    Ich hatte die Ehre, am Rande einer Veranstaltung in Berlin kurz mit ihm zu sprechen vor zwei Wochen und bin immer noch geflasht davon.

    Wow, toll :D

    Scattered Minds hatte ich auch überlegt zu kaufen. Ich glaube, es ist schon zwei Jahrzehnte alt, aber eigentlich ist sein Ansatz ja aktueller denn je ... Magst Du erzählen, was dir daran gut gefallen hat?

    Ich oute mich mal als Fan #cool ich hatte sogar mal einen Thread gestartet um Werbung für einen Kongress zu machen zu seinem Film "the wisdom of trauma", den ich total empfehlenswert finde. Der Kongress war auch super.

    Normalerweise gibt es im Jobcenter einen persönlichen Ansprechpartner, mit dem eine Integrationsvereinbarung erstellt wird. Da wird dann geschaut, was am sinnvollsten ist. Besteht ein Anspruch auf einen Integrationskurs wird normalerweise erst eine Verpflichtung zu eben diesem ausgestellt. Bei jungen Menschen würde eher in Richtung Ausbildung gedacht, dafür braucht es aber auch Sprachkenntnisse. Ich denke, es hängt auch vom ausländerrechtlichen Status ab. Normalerweise sind Menschen ohne gesicherten Aufenthalt beim Migrationsamt über Asylbewerberleistungen angegliedert und nicht beim Jobcenter. Kam die Person mit einem Visum? Dann könnte es nochmal anders sein... Dann wäre sie meiner Vermutung nach aber auch verpflichtet, jede Arbeit anzunehmen.

    Ich würde mich beim Jobcenter direkt erkundigen oder bei den Migrationsberatungen. Die sind meist richtig fit und kennen die lokalen Gegebenheiten.

    Ich hoffe, ich erzähle jetzt keinen totalen Quatsch, weil ich meine Werte nicht mehr kenne (ist zehn Jahre her ^^ ), aber bei mir war auch immer der Nüchternwert leicht zu hoch und zusätzlich noch Zucker im Urin. Ich habe dann den großen Zuckertest gemacht, und da sah man, dass der Blutzucker immer sehr schnell gesunken ist. So richtig recht war das der Hebamme allerdings auch nicht, denn sie meinte, es sei eine Art Hyperinsulinimus, dass also zu viel Insulin ausgeschüttet wurde, und das könnte ebenfalls eine Vorstufe zu einem Diabetes sein. Also scheint es auch nicht so gut sein, wenn der Wert zu schnell runter geht. Könnte es das bei Dir auch sein?

    Behandelt wurde dann während der Schwangerschaft nichts, aber ich hab auf die Ernährung geachtet, also generell wenig Süßes, und wenn, dann am Ende einer richtigen Mahlzeit (auch Obst nicht zwischendurch essen z.B. sondern nur direkt nach einer Mahlzeit).

    Bei mir hat das gereicht und auch Dir drücke ich die Daumen, dass Du es so in den Griff bekommst!

    Miss Ellie Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich mich mittlerweile recht wenig mit Politik beschäftige, ich kann dir nicht sicher sagen, wie glaubwürdig ich ihn finde. Ich kann mir schon vorstellen, dass er hinter dem steht, was er sagt, aber man kann ja viel sagen, wenn man sich eigentlich sicher sein kann, nicht an die Macht zu kommen #weissnicht die Frage von Realpolitik musste sich ja die französische Linke eigentlich nie stellen...

    Schokojunkie ich habe ja die gleiche Hoffnung. Ich habe jetzt aufgrund der Diskussion hier nochmal in den Analysen nachgelesen wer hauptsächlich Mélenchon gewählt hat (meiner Meinung nach sind vor allem die das Zünglein an der Waage): 18-24 jährige, die muslimische Bevölkerung (hier erreicht er 69 Prozent!), Menschen, die sich für Feminismus, Antirassismus, gender interessieren, Großstädter... Das macht mir Hoffnung, dass das nicht unbedingt die Gruppe ist, die Le Pen in Kauf nehmen würde...


    Aber ja, ich schaue auch gespannt auf Sonntag!

    Schokojunkie hmm, so klar war mir das nicht, ich hab bei der letzten Wahl mit vielen Mélenchonwählern gesprochen, und nicht alle sind zum zweiten Wahlgang... Ich stand da immer nur als Deutsche mit einem "wtf, nicht mal, um Le pen zu verhindern?" und ja, teilweise nicht mal dafür... Es ist kaum zu verstehen für mich, als Deutsche, auch nicht nach weit über zehn Jahren in diesem Land, dieses abgrundtiefe Gefühl der Franzosen, sich nicht von der Politik vertreten zu fühlen.


    Deshalb gibt es unter vielen Mélenchonwähler:innen die Tendenz "weiß" zu wählen, das heißt einen leeren Umschlag abzugeben. Diese Stimmen werden extra gezählt, aber nicht berechnet, es ist also technisch gesehen wie eine Enthaltung, aber die Zahlen werden später veröffentlicht. 2017 zum Beispiel haben im zweiten Wahlgang 8,51 Prozent weiß gewählt, ich finde das richtig viel, und das bestätigt meine persönlichen Erfahrungen. Die Botschaft ist "wir sind Demokrat:innen, aber wir fühlen uns in dieser Wahl zwischen diesen beiden Personen nicht repräsentiert". 2017 hat Mélenchon übrigens trotz Nachfrage keine Empfehlung gegeben, hat offen gelassen, ob er weiß wähle oder Macron (ich gehe wählen und zwar nicht le Pen war die Aussage). Deswegen lese ich auch die obigen Zeilen gar nicht so klar wie es vielleicht scheint. Aber natürlich hoffe ich dennoch, dass die Botschaft so ankommt, wie von dir beschrieben.

    Danke husky für's Raussuchen! Ich hatte das nicht gesehen, tatsächlich rät er von der Enthaltung ab :thumbup: wobei er technisch gesehen nichts über das vote blanc gesagt hat, aber immerhin...

    Nachtkerze Mélenchon hat offiziell dazu aufgerufen, Le Pen keine einzige Stimme zu geben, was aber keiner offiziellen Wahlempfehlung für Macron entspricht. Laut einer Umfrage wollen wohl die meisten (37prozent) seiner Anhänger "weiß" wählen, das heißt die Stimme ungültig machen, ein knappes Drittel Macron, ein knappes Drittel Enthaltung. Es bleibt spannend...


    Und tatsächlich sehr ich hier das große Problem Frankreichs. Frankreich ist viel zu zersplittert für ein reines Mehrheitswahlrecht. Denn die 22 Prozent Wähler von Mélenchon fühlen sich ja weder von Macron noch von Le Pen vertreten ...


    husky wir haben uns überschnitten, das mit dem abraten vom ungültig machen der Stimme habe ich gar nicht gelesen... Ist ja eine sehr verbreitete Technik bei den Linken ...

    Serien gucken auf deutsch, am besten eine, die er schon kennt? Eine Freundin von mir hat mit Friends spanisch gelernt #freu


    Ein Sprachtandem suchen? Und definitiv noch eine Stimme für Zeitung/Bücher lesen, B2 geht schon über Alltagsgespräche hinaus. Komplexere zusammenhängende Texte sollten verstanden und wiedergegeben werden. Hat er vielleicht spezielle Interessen?


    Ansonsten meiner Erfahrung nach unbedingt das B2-Niveau ernst nehmen, auch wenn es nicht nachgewiesen werden muss. Eine Ausbildung ist sonst eine frustrierende Angelegenheit und wird schwer zu schaffen ohne ausreichend Sprachkenntnisse, leider...