Beiträge von Hering

    Liebe Hella,


    Wenn Dein Buch seriös recherchiert ist, gibt es da bestimmt Literaturverzeichnis. Die Behauptung, Frauen haben mehr Medikamentennebenwirkzngen, ist sehr ernst, dazu müssen Quellen angegeben werden. Kannst Du mir bitte die Quellen, die im Buch angegeben sind, verraten? Dazu würde ich mich selbst gerne informieren.

    Ich möchte noch Zinksupplementierung empfehlen. In den letzten Jahren habe ich viel über ganzheitliche Medizin gelesen und unter anderem erfahren, dass gerade dieses starke unangenehme Fußgeruch in der Pubertät Zeichen für Zinkmangel ist, zumal Zink nun vermehrt gebraucht wird. Ich würde meinem Kind Zunk geben, damit kann man nichts falsch machen. Man sollte schon 6 Monate supplementieren, Ergebnisse werden auch erst nach 2-3 Monaten bemerkbar.

    Solch populäre, pauschalisierende Artikel entsprechen oft nicht ganz den Tatsachen, wobei diese Mischung aus Wahrheit und Lüge gerade so realitätsverzerrend wirkt.


    Wie Medikamente entwickelt werden, da kenne ich mich nicht aus, aber was medizinische Studien angeht, möchte ich mich meinen Vorrednerinnen anschließen. Patientenkollektiv wird anhand mehrerer Kriterien ausgesucht und schließt beide Geschlechter ein. Bei der Menge an Studien, die zu allen möglichen Themen an beiden Geschlechter durchgeführt werden, wäre es mit Sicherheit aufgefallen, wenn Frauen konsequent andere Ergebnisse liefern würden. Da bringt ethnische Zugehörigkeit zum Beispiel deutlich mehr Stoffwechselunterschiede.


    Tatsächlich ist es bekannt und ein Lehrbuchstoff, dass Frauen bei Herzinfarkt oft unspezifische Symptome aufweisen. Jedoch sagt meine persönliche klinische Praxis, dass individuelle Unterschiede in der Realität relevanter sind.


    Was ich zum Thema beisteuern kann, vor etwa 11 Jahren wurde eine relativ große Studie aus Deutschland publiziert, in der rausgekommen ist, dass bei gleichen Symptomen und gleich äem klinischen Zustand bei Männer öfter invasive weiterführende diagnostische Maßnahmen ergriffen wurden und invasive therapeutische Maßnahmen zum Einsatz kamen. Die gute Nachricht: Outcome war gleich#cool.


    (Damals hat es vielmehr die Diskussion ausgelöst bzw. angeheizt, ob die und jene Maßnahmen überhaupt sinnvoll sind. )


    Professionell Kamm ich über Bruttosozialprodukt nicht sprechen. Aber persönlich finde ich schon diesen Blickwinkel völlig frauenfeindlich. Warum wird selbstverständlich angenommen, dass die ganze unbezahlte Care-Arbeit durch Frauen erledigt wird? Da finde ich, müssen wir uns alle dafür einsetzen, diese gleichmäßig auf Frauen- und Männerschulter zu verteilen.


    Ich empfinde meinen Beruf deutlich leichter zu bewältigen, als die ganze Haushalts- und Elterntätigkeiten. Warum müssen Frauen das Schwerste erledigen? Das ist meines Erachtens eher Wert, daran zu arbeiten und es konsequent zu ändern.