Beiträge von enfj-a

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    Dreizehneinhalb Monate. Jede Nacht ist anders. Absolut nicht erkennbar für mich, wieso und warum. Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag herrschten hier traumhafte Zustände, 10 Minuten ins-Bett-Bringen und dann 3-Stunden-Abschnitte mit ganz kurzem Stillen zwischendrin. Ich war also in der einen Nacht nur um 0 Uhr, 3 Uhr und 6 Uhr wach. Na gut, dafür war dann im 7.30 Uhr Ende, aber hey.


    Jetzt seit zwei Nächten wieder: alle 45 Minuten wach teilweise braucht es zwei Mal stillen hintereinander, damit sie wieder einschlafen kann. Zu allem Überfluss bin ich erkältet, das erste Mal seit der Geburt dass ich überhaupt was hab, und ich könnte den Schlaf echt gebrauchen... Papa ist keine Option aktuell, der ist office-gebunden und hat zusätzlich noch n gebrochenen Fuß.


    Läuft also bei uns. Freitag kommt meine Schwiegermutter. Bin gerade so froh darüber, dass wir so ein gutes Verhältnis haben, dass mich das Chaos hier überhaupt nicht stresst. Ich werde es schaffen, ihr das Bett frisch zu beziehen und Gästeklo zu putzen, that's it. Und bestimmt mag sie dann mal mit ihrer enkeltochter spielen und ich kann mal Päuschen machen.


    Halb vier Uhr in der Nacht, jetzt hab ich mir das wenigstens vom Herzen schreiben können und wieder zu einem positiven Gedanken gefunden #ja Danke euch und wünsche euch gute Rest-Nacht, wo das geht!

    Ein Internetforum macht eine Woche zu.


    Krass.


    Das ist so... anachronistisch irgendwie. Verrückt.


    Gut, jetzt ist das Forum hier in vielen Aspekten wenig repräsentativ für das, was im Internet so abgeht. Aber eine Woche "stille Treppe"?!


    Naja ich meine zu verstehen, dass es nur auf der einen Seite um das Abkühlen der Gemüter geht, aber vor allem auch der "Selbstfürsorge" dient für ein Team von ehrenamtlichen Moderatorinnen, die hier wirklich sehr gefordert werden und sich einigen Herausforderungen und Beurteilungen gegenüber sehen...


    Aber krass. Ich bin sehr gespannt, was danach passiert. Auch ich fühle mich mit dieser" Bevormundung" nicht so wohl, aber meine Neugier allein würde verhindern, dass ich nicht wiederkomme :D

    Findest du denn, Spinosa hat das völlig zu Unrecht als abwertend gegenüber einer Gruppe von Menschen empfunden?


    Ich kann sehen, dass man- so wie das Thema gerade in dem Moment diskutiert wurde- aus dem Entsetzen heraus über die Regelung in Texas etwas schreibt, das jetzt nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt.

    Spinosa hat dann auch eben nicht die Goldwaage ausgepackt, sondern nur kurz eingeworfen "Hey, mal nicht über einen Kamm scheren"


    Völlig zu Recht wie ich finde, und wäre an anderer Stelle hier im Forum, über andere Gruppen, eine Selbstverständlichkeit! Da hätten viele gesagt "oh, sorry, das muss man natürlich differenzierter sehen, wollte ich nicht so meinen!"

    Genau WEIL hier eigentlich so ein Klima herrscht, GIBT es ja z.B. genau diesen Thread hier! (Und darauf spielte Spinosa in ihrem Ursprungspost ja auch an, fand ich sehr elegant).


    Aber statt dass in diesen Fall auch so verfahren wird, fängt man an Definitionsdiskussionen zu führen ( und sie da mit reinzuziehen, so empfand ich dss beim Lesen).


    Achtung, meine persönliche Theorie: kann sein man merkt, dass Spinosa da vielleicht n Punkt hat, hat aber trotzdem n Hals auf streng gläubige Menschen, weil man sie eben doch relativ pauschalierend für "sowas" verantwortlich macht, und muss sich jetzt mit Definitions- und Wortbestimmungsnebenkriegsschauplätzen rechtfertigen.


    Ich versuche, sowas zu lesen und eine andere Gruppe einzusetzen, und dann wird da irgendwie was gruseliges draus.


    Deswegen bleibe ich bei meiner Auffassung, Spinosas einwurf war gerechtfertigt und angemessen, und vielleicht bellen dann einfach getroffene Hunde (das ist ein Sprichwort, ich hoffe das ist klar, ich setze hier niemanden mit Hunden gleich- bei der aktuellen Stimmung hier im forum fühle ich mich wohler, wenn ich das dazuschreibe).

    Mir geht es wie gesagt nicht um eine Diskussion über Werte oder Glauben. Meine Ausführungen dienten nur dem Zweck, Feindbilder abzubauen. Nicht: Auf der einen Seite die aufgeklärten atheistischen Bürger_innen und auf der anderen Seite die fiesen frauenfeindlichen Gläubigen. Ich wollte darlegen, dass es zwischen religiösen und nichtreligiösen Menschen mehr Verbindendes als Trennendes gibt. Dass es nicht sinnvoll ist, das Trennende zu betonen. Ich wollte dieses Lagerdenken in Frage stellen. Weil ich Lagerdenken in fast jeder Diskussion für schädlich halte. Weil es den Blick auf die Realität verstellt, die viel zu komplex ist, um die Menschen in nur 2 Gruppen aufzuteilen. Ich halte auch in der Politik das Denken im rechts/links Schema für schädlich. Und wenn das rechts/links Schema dann auch noch kombiniert wird bzw. gleichgesetzt wird mit dem Schema gläubig/nicht gläubig, dann wird es doppelt schädlich. Dann diskutiert man nämlich nicht mehr über die Sache (hier: welche Politik fördert die Gleichberechtigung der Geschlechter), sondern nur noch darüber: wer gehört zu uns und wer gehört zu "denen".


    Aber ich komme mit meinem Anliegen nicht durch. Kann irgendwie nicht verständlich machen, worum es mir geht. Daher halte ich ab jetzt wieder die Klappe.

    Ich sehe, was du sagen willst, ich halte es für passend und außerdem verständlich ausgedrückt. Zumindest bei mir kamst du durch :)

    Ich möchte diese Diskussion die sich hier jenseits des eigentlichen Themas entsponnen hat eigentlich nicht mit einem Beitrag noch weiter ausdehnen, aber es ist mir ein starkes Bedürfnis dir Spinosa zurückzumelden, dass ich deinen ganz ursprünglichen Einwurf hier für mehr als berechtigt und sehr prägnant formuliert halte. Und dass ich auch deinen weiteren Beiträgen in der Folge zustimme, obwohl ich selbst mich als nicht gläubig im religiösen Sinne bezeichne und auch deine Meinung zu manchen Themen bestimmt nicht ganz teile (mir ist deine Haltung zu Abtreibungen nicht geläufig, ich bin ja aber auch noch nicht so lange hier angemeldet...). Ich finde deine Erläuterungen nachvollziehbar und gehe ebenfalls davon aus, dass Menschen "Glaubenssysteme" haben, nach denen sie vor allem ethische Fragestellungen beurteilen, auch wenn es sich dabei nicht immer um einen ganz bestimmten, irgendwie institutionalisierten Glauben handelt. Aber ich finde ebenso, dass du dich hier dazu nicht weiter einlassen musst (nicht nur weil es hier OT ist). Du hast mit deinem ursprünglichen Beitrag sehr berechtigt auf eine Verkürzung hingewiesen, von der man sich durchaus angegriffen fühlen kann als gläubiger/religiöser Mensch. Ich denke das könnte eigentlich so stehen bleiben.

    Baby ist seit vier Uhr morgens wach. Keine Ahnung warum

    ungünstige Sternenkonstellation?! :D

    Hier war Viertel 7 nach viel Unruhe die Nacht vorbei, ein zartes (nein, nix zart, sehr fordernd...) Mama ertönte, gefolgt von "huuuhuuu" ("man reiche mir meine Eule") gefolgt von "uchs" (man reiche mir meinen Fuchs") gefolgt von "aaahhhhh" ("oh, Papa ist ja auch noch da, toll! Jetzt richtig Party")

    #lol

    Ich hab grad fast mein Baby geweckt vor Lachen!

    Das war übrigens heute morgen auch zwei Stunden früher wach als üblich, als ja: Sternenkonstellation.#cool

    Ich bin sehr traurig darüber, wie die Welt diesbezüglich ist :( Einerseits wird (und muss offensichtlich) bis zu den Zähnen abgesichert, andererseits sind da Patient:innen, die allein gelassen werden weil sie sich Schema F nicht anpassen wollen oder können. Ich bin zutiefst verzweifelt über diese Tatsache :(


    Beispiel Frau, die in den Kreissaal kam mit Wehen: vielleicht wollte sie menschlichen Beistand bei einer extrem schweren Situation? In unserer Gesellschaft wird einem von klein auf eingebläut, dass man nichts über sich weißt, dass medizinisches Personal es besser weiß und es nur dort sicher ist. Wenn man dieser Ansicht entwächst kann es dennoch zu Situationen kommen, da ist man in größter Angst und greift auf dieses Muster zurück. Und dann geht man ins Krankenhaus mit Wehen in der 33. Woche und möchte erstmal nur da sein. Wieso ist das heute so schwer zu verstehen? Also ... ich weiß, wieso. Aber es ist so traurig :( In einer anderen Welt könnte man sich erstmal zu der Schwangeren setzen, erstmal reden, erstmal Wasser reichen, erstmal die Angst mit aushalten. Dann würde sie vielleicht Berührung zulassen, ein vorsichtiges abklären dessen was abgeklärt werden kann. Ein Angebot annehmen, wonach man schauen könnte. "Friss oder stirb" lässt viele Menschen zurück. Ich sehe da keinen Menschen der fehl geraten ist und nicht weiß, was er will, sondern eine Frau in großer Not, die sich nicht Schema F beugen kann ohne menschliche Beziehung. Insbesondere in der Geburtshilfe müsste man dafür doch dreimal Verständnis haben. Aber dann kommt wieder die verfluchte juristische Absicherung, die uns alle in blöde Positionen drängt.


    Ich weiß, dass es so ist und wieso es so ist. Ich bin mehr als einmal dran verzweifelt - auf beiden Seiten. Und trotzdem wünschte ich, es wäre anders und frage mich, ob wir nicht alle - manchmal und in manchen Situationen - etwas mehr dafür einstehen könnten, dass sich was daran tut.

    Danke, dass du das geschrieben hast. Ich wünschte wirklich, es könnte wo sein...



    Hier: 1 US zur Feststellung der Schwangerschaft und es sollte nur noch einen weiteren geben, den 2. US.


    Und da war dann auf einmal die Plazenta auffällig... und ab da hatte meine wunderbare komplikationslose Schwangerschaft dsd Damoklesschwert über sich schweben, dass es mit der seit jeher gewünschten Hausgeburt vielleicht nichts wird... und es folgten natürlich weitere US, weil es eben nach einer Plazenta praevia aussah... aber keiner wusste es genau, es war einfach im US und auch in der Klinik nicht rauszukriegen, ließ sich nicht darstellen.


    Ich hab mehrfach gedacht "Wärst du nur nicht mehr hin (die restliche Vorsorge hatte ich bei der Hebamme), dann wüsstest du garnichts davon und würdest frohen Mutes in die Hausgeburt gehen, statt dich mit Wahrscheinlichkeiten und Prozentzahlen usw rumzuschlagen"


    Wir haben dann gemeinsam entschieden, ambulant im KH zu entbinden und waren damit versöhnt (sind es bis heute). Die Plazenta lag nicht im Weg, kam problemlos und stellte sich einfach nur als recht groß heraus. Deswegen tauchte sie im US an Stellen auf, wo man sie nicht erwartet hätte.


    Für eine nächste Schwangerschaft würde ich wieder den 1. und 2. US machen, und wenn bis dahin alles gut ist nichts mehr.


    Am Rande sei erwähnt, dass meine Frauenärztin, die kein Problem mit der Hebammenvorsorge hatte, das ganze Plazenta-Theater sehr kompetent und einfühlsam begleitet hat, abends nach Feierabend mit mir lange telefoniert, all meine Fragen und Nachfragen beantwortet, ihre persönliche Meinung eingebracht (die da lautete: bitte lieber keine Hausgeburt), aber mir zu jedem Zeitpunkt das Gefühl gegeben hat, dass ICH (bzw wir) diese Entscheidung haben und sie die Frau vom Fach ist, die uns versucht alles in die Hand zu geben, was sie beitragen kann.


    Sie ist noch nicht alt, familiär hier verwurzelt und hat die Praxis erst vor einer Weile übernommen, ich gehe davon aus, sie begleitet mich noch eine Weile! DAS gibt mir so viel mehr ein gutes Gefühl für potentielle zukünftige Schwangerschaften als es ein zusätzlicher US könnte.

    Ich bin mal wieder völlig entsetzt, was alles überlebt... Meine Schulzeit ist ja schon ne Weile her und naiverweise hätte ich angenommen, solche Merkwürdigkeiten gehörten längst der Vergangenheit an. 2021!! #freu#angst


    Wow. Noch sechs Jahre oder so, dann kommt unser Kind in die Schule. Ich dachte schon "Wenn die da im Ernst loch Schulbücher in größerem Umfang schleppen soll, mach ich n Aufstand."

    Joa. Das wird ja dann lustig.

    Ich nochmal. Kann seit zwei Stunden oder so nicht mehr schlafen. Bin im Nachtwache-Modus irgendwie, weil Baby unruhig und Mann auch (der hat mittlerweile das nachtlager geräumt und wälzt sich woanders, seitdem ist die Katze wie aufgescheucht und klopft hier immer wieder an die Tür).

    Und dann hab ich mich noch n bisschen im Forum verbissen #rolleyes Und lese parallel Bundestags-Plenarprorokolle, beides fehlt mir offenbar sehr... Debatten mit anderen Menschen über ganz schwierige politische/gesellschaftliche Themen und Plenarprotokolle (fragt nicht, ich bin ein Nerd #cool).


    Die Babyzeit... den anderen Muttis in der Krabbelgruppe fehlt die Arbeit, sagen sie. Die fehlt mir garnicht. Mir fehlt das Diskutieren und die Politik usw... Zum Glück ist Wahlkampf. Aber was mach ich im Oktober? #rolleyes


    Und mir fehlt die Zeit für sowas. Fürnsie Debatten und vor allem die Recherchen, das Bücherlesen, das zu-Podiumsdiskussionen-gehen und mich furchtbar aufregen. Hatte das in der Schwangerschaft vermeiden wollen #augen Aber konnte ja keiner ahnen, dass dann Corona kommt und die Gelegenheiten wegfallen und die Kontakte zu meinen liebsten Mitdiskutanten von anderen Themen beherrscht werden oder einfach zurückgehen, weil wir uns nicht mehr so häufig gesehen haben.


    Wenn mein Mann nicht wäre würde ich völlig aushungern was das angeht. Zum Glück geht es hier immernoch hoch her wenn die Nachrichten laufen. Ob das mal hoffentlich nicht dem Kind schadet #eek:P

    Ich aktualisiere mal, falls irgendwann mal irgend jemand hier liest mit ähnlichen Fragen.....Wir haben die Taktik gewechselt #cool

    Die Kleine tagsüber in Schlaf zu bringen ist so ein großer Aufwand geworden, es steht in keinem Verhältnis mehr und vor allem muss man sie ständig "rausreißen" aus Input, den sie aktuell halt einfach aufsaugt wie ein Schwamm! Nicht totzukriegen. Gestern war zum ersten Mal Krabbelgruppe, sechs andere Kinder und Mamas und völlig unbekannter Ort mit lauter tollen Spielsachen. Dann waren wir Sachen zum Schrotthändler fahren und im Baumarkt. Haben neues Essen probiert und waren dann noch abends aufm Spielplatz... also ICH war müde!! 8o


    Aber wir forcieren jetzt garnichts mehr in Sachen Schlafen, sondern bieten nur noch mittags einen Schlaf an, im leicht abgedunkelten Schlafzimmer mit Stillen und meist mit Mama oder Papa dabei (ohne Schlafpartner kann sie nicht so gut #cool) und sollte sie irgendwann anders am Tag einschlafen, dann ist das natürlich okay. Passiert aber nicht. Stattdessen achten wir drauf, ihr in den wachzeiten immer mal wieder ruhigere Beschäftigung anzubieten, im Zweifel nehm ich sie einfach mal ins Tuch und wir machen was im Haushalt und sie kann dabei sein, turnt aber nicht selbst in der Gegend rum sondern kann etwas "passiver" sein.


    Das funktioniert bisher ganz gut, die Bettgehzeit am abend ist dann auch genau "aufn Punkt", da ist sie schön müde und schläft meist sehr schnell ein und dann auch (NACH der 20-Minuten-Kontrolle natürlich) erstmal zwei Stunden am Stück oft, manchmal auch noch ein weiteres Mal 2 Stunden. Ab da ist es dann... gemischt.


    Jedenfalls habe ich dadurch abends mal Zeit. Ich hole dann natürlich auch auf, was ich wegen der ausgefallenen Tagschlaf-Phasen oder dem assistierten Mittagsschlaf nicht machen konnte... aber vor allem lass ich auch Fünfe gerade sein im Moment, ich brauch n bisschen Erholung.


    Als nächstes fange ich an, nachts Wasser anzubieten. Mal sehen was passiert. Ich werde ab und an mal berichten.

    Ich wink mal rüber, hier in der Stadt ist ein Fest, die machen richtig laut Musik und ich wundere mich, dass man die überhaupt bis zu uns hört. Aber ich wundere mich darüber auch nur, weil wir dieses Jahr nicht selbst dort sind...


    Wieso bist du nicht beim 18.?! :D

    Okay dann hatte ich deine Aussage in ihrer Verkürzung einfach zu einseitig interpretiert :) Gut, dass ich nochmal gefragt hab.


    zu den Frauen: ja natürlich, und es lastet auch ihnen nochmal als "Bonus" der stille Vorwurf irgendwie schuld daran zu haben, wenn es trotz eines Kinderwunschs nicht klappt...

    Super guter Punkt tulan , da ist eine Sprengkraft drin, die alleine vom wandelnden Rollenbild der Frauen garnicht ausgelöst werden kann/konnte bzw warum auch dieses Bestreben immer wieder isn Stocken gerät, immer wieder neu angefangen werden muss (nur um das nochmal so klar zu schreiben, dass ich die Privilegien der Männer nicht so zu sehen vermag heißt nicht, dass ich die Hemmnisse der Frauen ebenso nicht sehen würde!).


    Also muss man auch auf dieser Seite Bewegung reinbringen, wenn man die ganze Struktur aufbrechen will!! Und da sind die nächsten Steps aber mal ganz dringend auf Seiten der Männer, finde ich, da muss mehr Bewegung reinkommen, und zwar - finde ich - nicht mit ständigen Forderungen nach "die Männer sollen mal dies, die Männer sollen mal das", sondern erstmal durch das Anerkennen wie unfrei auch Männer durch diese Dinge sind!


    Ohnezahn Danke für deine Beiträge, bei den Jungs kann man das so gut beobachten, aber auch entsprechende Männer trifft das gesellschaftliche Urteil ja gerne recht unbarmherzig. Ich hab auch so ne Räubertochter wie es scheint und sie trägt ständig "Jungsklamotten", weil wir halt viel gebraucht bekommen haben, und wenn (falls) ich dann "aufkläre", dass es ein Mädchen ist, dann werden die Augen groß, aber stören tut sich keiner daran. Ich werd eher noch gelobt, dass ich das Mädchen so gemacht habe (nein, hab ich natürlich nicht, das ist ihr Naturell. Aber gut ist natürlich, dass wir als Eltern das total okay finden und sie eben nicht zu Zurückhaltung und leise-sein anhalten, weil sich das für Mädchen so gehört!). Bei dem Jungen mit den langen Wimpern und der Puppe in der Hand müssen die Eltern aber schleunigst mal zusehen, sonst.... #angst


    Xenia Würdest du sagen, jeder (heterosexuelle) Mann der in seinem Leben Kinder wollte hat am Ende auch welche??? Wirklich???

    Also ich bin echt erstaunt, dass du das schreibst. Ich kann aus dem Stegreif zehn mir persönlich bekannte Männer aufzählen, bei denen das nicht so ist. Und ich habe sogar schon mehrfach genau solche Gespräche erlebt, seit ich mit Kind unterwegs bin in jüngerer Stadt. Da kommt man vorm Supermarkt oder sonstwo mit einem älteren Herren ins Gespräch, der sich nett erkundigt, und im Verlauf kommt dann ganz oft ein großes Bedauern, dass man ja selbst leider keine Kinder hat. Sogar meinem Mann ist genau das schon zwei mal passiert, als er mit Kind unterwegs war!!



    Danke nochmal kurz in die Runde für eure Beiträge, ich hatte echt Schiss meine Beiträge fliegen mir um die Ohren und alle sind ärgerlich auf mich, weil ich mich sicher auch nicht so perfekt ausgedrückt hab und viel einfach aus mir rausgesprudelt ist. Aber stattdessen kommen so viele tolle Beiträge dazu und nochmal andere Aspekte und ich fühle mich jetzt auch nicht mehr so unwohl. Ich wollte auch niemanden aufbringen.



    Jetzt hat sie sich entschuldigt #rolleyes Aber das hab ich nicht gemacht, weil ich als Mädchen dazu angehalten wurde, mich möglichst immer zurückzunehmen (äh, nein. Wirklich nicht #freu), sondern weil ich den Umgangston hier im Forum so beobachte und sehe, dass auch andere hier sehr offen sowas thematisieren, also offen ansprechen wie es ihnen mit der Diskussion geht, sich entschuldigen, sich bedanken etc.

    Ich selbst in meinem privaten Leben agiere so garnicht. Und ich glaube, dass das schon auch ein Grund ist, warum ich manchmal (in Frauengruppen) anecke. In Männergruppen würde man da wohl hochgezogene Augenbrauen ernten.

    Meine Sozialisation ist scheinbar etwas anders und es hat mich lange Zeit gekostet, das aufzudecken und mein Verhalten entsprechend situativ anzupassen. Das führt jetzt alles bisschen weit weg, sorry, aber das fiel mir gerade an der Stelle nochmal auf.

    Nollaun Wenn Menschen nur aufgrund ihnen vollständig bewusster Prozesse agieren würden, würde ich dir recht geben #blink Aber das ist ja faktisch nicht der Fall, dass das so, wie du es schreibst, bewusst im Kopf bei jemandem abläuft. In der Regel sind das natürlich un(ter)bewusste Dinge. Bei Frauen ja auch. Es bedarf eines Prozesses, um sowas - auch den Betroffenen selbst - sichtbar und greifbar zu machen. Und für die Männer fehlt da eine "Emanzipationsbewegung", schon allein weil ihnen, und das ist ja in meiner Sichtweise genau das Problem, die Notwendigkeit einer solchen Emanzipation größtenteils abgesprochen wird.


    tulan Siehst du da inhaltlich einen Zusammenhang? Für mich scheint das nur ein eigenes Problem mit ähnlichen Schlagwörtern zu sein.

    Ach so, das muss ich irgendwie doch noch loswerden:

    Natürlich "leiden auch Männer unter dem Patriarchat". Die meisten. Würde ich mal so sagen. Der Anteil derer, der von diesem Mechanismen und vielbeschworenen Privilegien profitiert, ist irgendwie gering, die Mehrheit der Männer trägt ihr Rollenbild als Last, würde ich sagen. Auch und gerade im Jahr 2021.

    Sehe ich für die Frauen übrigens genauso. Aber da wird es gottseidank wenigstens seit geraumer Zeit thematisiert und frau hat eine Chance, auf solche Debatten zu stoßen und sich darin wiederzufinden und gestärkt zu werden im Finden eines Selbstbildes, das für sie passt und das postiv ist.


    Mann nicht. So nehme ich das wahr. Als Mann hörst du aktuell nur, wie sch** du bist, weil du Mann bist. Und weil du dss Patriarchat repräsentierst und so unfassbar viele Privilegien hast. Die der Einzelne so mit Blick auf sein Leben irgendwie schwer suchen muss.

    Also ich zumindest verstehe irgendwie nicht, worin die bestehen sollen, so für den 0815 Mann der eben nicht über viel Geld und Macht verfügt.

    (Ich verstehe dieses Konzept der "Privilegien" über die man sich bewusst werden soll, generell schon, z.B. meike Privilegien eine weiße (deutsche) Frau in Deutschland zu sein, ich verstehe auch, dass meine Privilegien aus dieser Quelle für mich erstmal "unsichtbar" scheinen, wenn ich sie eben nicht reflektiere, weil ich es halt als normal und gegeben ansehe und mir die entsprechenden Nachteile eben entgehen, weil ich sie nicht erleben muss. Aber bei den männlichen Privilegien fehlt mir genau das, ich seh das nicht. Und das obwohl ich ja eigentlich zu jenen gehören, die sie entbehren). Aber das ist auch ein eigenes Thema. Ich musste da nur nochmal einsteigen weil ich das Gefühl habe (so kommt es bei mir an, ich denke nicht dass du Xenia das so meinst!) an diesem Punkt ganz oft mit dieser Phrase (für mich wirkt es wie eine Phrase) "abgekanzelt" zu werden.


    Es ist kompliziert.

    enfj-a Ich finde Deine Ausführungen sehr interessant. Ich glaube auch, dass natürlich auch Männer in ihrem Denken und ihren Entscheidungen gesellschaftlich stark geprägt sind.


    Das Argument mit dem Chancen auf dem "Partnermarkt" finde ich immer wieder seltsam. Das entspricht so gar nicht meinem Umfeld. Ich kenne konkret hingegen in meinem Umfeld einige Mütter, ich auch z.B., die sich wünschen würden, dass ihr Partner weniger arbeiten und mehr zu Hause engagieren würden, zumindest solange die Kinder klein sind. Die Väter lehnen das fast alle entschieden ab.

    Das widerspricht sich aber in meinem Augen nicht, sondern ergänzt meine "Theorie" nur. Weniger zu arbeiten und damit auf diesen Ausdruck/Quelle des Selbstwerts zu verzichten ist halt schwierig, wenn man "sonst nix hat". Und gerade Männer (Menschen) die vile arbeiten neigen ja dazu, wenig Zeit in Freunde, Hobbys oder sowas zu investieren und daraus dementsprechend zehren zu können - und wenn "Familie" dann schon "belegt" ist durch deine Partnerin und du da gefühlt auch keinen Blumentopf gewinnen könntest... bzw selbst von einem Bild geprägt bist in dem du als Mann für sowas eben kein Prestige generieren kannst, sondern hakt beruflich erfolgreich sein musst..


    Ich hoffe das ist irgendwie verständlich, ich drück mich gerade irgendwie holprig aus. Schieben wir es mal auf die Uhrzeit #rolleyes


    Xenia Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass für mich nicht ganz offensichtlich ist, wieso du mir nicht nur nicht zustimmst, sondern meine Ausführung sogar "gewagt" findest. Ich glaube aber, dass das tatsächlich einen eigenen Thread brauchen würde, nur ICH brauche den nicht. Mir hat der Patriacharts-Thread gereicht.

    Was du wegen Sex/Gender schreibst kapier ich tatsächlich nicht. Wo es um Rollenbilder und eben nicht um biologische Abhängigkeiten geht, geht es um "Gender". Dachte ich. Aber du musst mir das nicht aufdröseln, kann ja sein du hast da mehr Ahnung, aber ich bin ja erstmal "losgeworden", was sich aus der Diskussion hier für mich ergab, ich muss/möchte das auch garnicht groß vertiefen und schon garnicht den Thread hier für so eine - zugegeben eigene - Diskussion kapern.



    Boah, manchmal hätte ich gerne ein Lektorat. Ich sollte nachts einfach schlafen, nicht hier rumhängen #blink

    Teil 2...



    Ich weiß, dass ich mich hier jetzt regem Widerspruch aussetze und ich vertrag das immer nicht so gut, vielleicht kann ich zweien oder dreien etwas wind aus den segeln nehmen wenn ich schreibe:

    Ich will damit nicht relativieren, was irgend jemand hier anders erlebt hat. Ich weiß dass meine Sicht auch subjektiv beeinflusst ist. Ich bin nicht der Meinung, dass die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft quasi von selbst gekommen wäre und alle feministische Kämpfe Schwachsinn sind oder sowas. Ich weiß, dass es da draußen widerliche Typen gibt, die all das wogegen ich angeschrieben habe genau so leben.


    Aber ich finde es gibt ganz handfeste Nachteile für Männer in unserer Gesellschaft und blinde Flecken die wir da haben, was psychische Erkrankungen und belsstungen von Männern angeht z.b., soziale deprivation, Lebenserwartung und selbstfürsorge, rechtliche und faktische schutzmöglichkeiten (Beschneidung, Förderung bei Behinderung, Gewlatschutz und -beratung), fast rein negative gesellschaftliche sicht auf "männliche" Verhaltensweisen und rollenbilder (und da sind in den letzten Jahren wirklich eklige Sachen geschrieben und getwittert und gesagt worden, das geht für mich nicht mehr klar).


    So den letzten Absatz lösche ich gleich wieder, dachte ich, weil ich jetzt nur drauf warte, dass mich jemand in eine Ecke stellt, wieder. Aber ich lass es mal stehen. Ich finde, selbst wenn meine Darstellung ein Ungleichgewicht aufweist, dann eben ein Ungleichgewicht zu der seite, die einfach am wenigsten beleuchtet wird, dann kann ich auch die schweren brocken mal liegen lassen.


    Ich hadere trotzdem.


    Ich hab halt einfach in meinem Leben, in meinem Umfeld vor allem Männer leiden sehen. Unter unserer Gesellschaft, unter dem Druck eine Familie ernähren zu müssen, unter den rechtlichen Regelungen für Eltern bei Trennung. Unter den nicht ausgesprochen erwartungshaltungen von Vätern, Frauen, Müttern. Unter den rollenbildern, und das auch noch, ohne dass sie es als solches erkannt haben, ohne dass man ihnen das aufgedröselt hat: "Hier schau, das bist nicht du, das macht die gesellschaftliche erwartungshaltung mit dir!", so wie wir es heute (zum glück) Frauen und Mädchen aufdröseln. Und sehr viel entschuldigen und Verständnis dafür haben, wenn sie nicht "mal eben einfach" die Dinge in die Hand nehmen und anders machen.

    Aber diese Männer hatten keine Ahnung davon, dass sie da irgendwie auch gefangen sind, und das hat ihnen auch niemand gesagt, wer denn auch? Und das macht es irgendwie noch schlimmer. Finde ich. Dass wir da auf dem Auge so total blind oft sind.

    Depression, Suizid, Alkoholismus, auch Gewalttätigkeit oder anderes delinquentes Verhalten, machen ja Männer auch nicht so aus Spaß oder weil sie halt nicht genug "domestiziert" wurden, sondern sind Ausdruck von solchen Nachteilen, zwängen, erwartungshaltungen, gesellschaftlichen konflikten etc.


    Ich setz das in Spoiler weil zu konkret:




    Anekdotische Evidenz? Ja, bitte. Aber ich finde es macht auch deutlich, dass zu dem was da schlimmes passiert, also zu dem eigentlichen leid, in manchen Fällen einfach noch erschwerend hinzukommt, dass wir Männer (oder Jungs) nicht auf diese Art und Weise ansehen oft. Sondern nur auf diese defizitäre Weise. Und das ist genderkacke.


    Ich hör jetzt auf, das wühlt mich alles etwas auf und ich fürchte ich krieg diesen Beitrag nicht mehr so redigiert, dass er stichhaltig genug ist um nicht zerpflückt zu werden. Ist es eine Option, das einfach so stehen zu lassen? Oder mich zumindest nicht persönlich anzugreifen. Ich will auch niemanden damit angreifen, meinerseits.


    Argh, Talpa, ich keine damit natürlich nicht dich. Eigentlich wollte ich nur dir antworten aber es lesen natürlich auch andere.