Beiträge von enfj-a

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    Zunächst mal danke an ALLE für den Input und das Aufnehmen des Themas.

    sind die Bücher von Mo Willams (z.B. https://www.amazon.de/Das-Buch-%C3%B…s/dp/395470126X) vielleicht schon etwas? Die haben nur ganz wenige Wörter auf einer Seite und sind super witzig.

    Diesen Beitrag von dir Jette hatte ich glatt überlesen und eben mal geschaut: Die sind wirklich SEHR lustig, ich glaube die werde ich so oder so mal besorgen :)

    Brina Berlind

    Danke für den Link, da scheint einiges spannendes dabei zu sein!


    Als unser Kind in dem Alter viel Interesse am Lesen und Schreiben hatte, haben wir ihn in einem Word Dokument in großer Schriftgröße schreiben lassen. Manchmal habe ich ein Wort geschrieben, das er dann nachgetippt hat, manchmal hat er "Wörter" getippt, die ich dann vorgelesen habe. Dann durfte er die Wörter bunt machen und so weiter.

    und

    Das ist bei uns schon passiert, ziemlich genau so. Auch andere Beispiele, die hier so kamen, wie Produktverpackungen oder Aufschriften draußen, das begleitet uns schon eine Weile und wir beantworten das auch immer.

    Ihr Kinderzimmer ist mit diesen Puzzlematten ausgelegt, die Zahlen und Buchstaben darstellen, und es wird immer wieder thematisiert ("Mama, welche Zahl ist das?" - "Das ist ein Buchstabe, damit macht man Wörter. Das ist MMMM, der "MMMAma"-Buchstabe" - so ungefähr läuft das dann). Wir haben schon die Zahlen von 1 bis 9 legen müssen, sie hat die selbstständig dann durch andersfarbige Zahlen gleichen Werts ausgetauscht, wir haben die Anfangsbuchstaben zu den Zahlwörtern drunter gelegt...

    Ich versuche mal zusammenzufassen: Hier passiert einfach für mein Gefühl "viel" zu diesem Thema, ich bin aber jetzt froh zu lesen, dass das garnicht ungewöhnlich ist, und ich hatte einfach das Gefühl, dass wir da nur ganz dilettantisch mitmachen als Eltern und da irgendwie nicht so richtig wissen, was wir da tun/wollen/sollen.

    Dank weiteren Nachdenkens, auch wegen dieses Threads, sind wir zu folgender Überlegung gekommen: Die Idee, dass wir nicht irgendwie "künstlich", im Sinne von "lehren/unterrichten" bzw. mit Leistungsdruck oder so drangehen wollen, ist schon richtig. Uns kam es so vor, als wäre jeder Ansatz, der über die Ebene der Buchstaben geht, ein solch künstlicher Weg. Dass es mehr darum ginge, dem Kind einfach nur das "Produkt Wort" zu zeigen und es ihm selbst zu überlassen, das wahrzunehmen, auseinanderzubasteln, oder eben nicht.

    Zum Beispiel kann sie mittlerweile unglaublich viel Zeug auswendig. Lieder, Reime, aber auch ein Petersson und Findus Buch kann sie fast Wort für Wort mitsprechen. Und dann nimmt sie sich all diese Elemente, Reime, teilweise ja unbekannten Wörter,und bastelt sie neu zusammen, reimt, singt vor sich hin, ersetzt (teilweise absichtlich falsch) die Wörter, lacht sich kaputt... Wir dachten: Ihr jetzt noch die "abstrakte Ebene Schrift", also das fertige Wort, dazuzugeben, ist eigentlich gar nicht mehr so ein großer Schritt und dann soll sie damit ebenso verfahren... wie sie eben will.

    PaulaGreen Ich glaube du warst es, die es "verkopft" genannt hat. Es klingt vielleicht alles etwas kompliziert, weil ich versuche hier in Worte zu fassen, was sich in unseren Köpfen abspielt und das wir nicht richtig benennen können, weil wir eben nicht auf diesem Feld ausgebildet sind, und ich dachte eben: Bestimmt gibt es für diese "Methode" oder die Ideen, die wir da haben, längst Fachbegriffe und Methoden, ich kenne die nur noch nicht - also frage ich mal die Raben. Mir scheint aber, dass das gar nicht der Fall ist, tatsächlich kommt bei allem hier genannten die "Doman-Methode" dem noch am ehesten nahe, aber das ist ja 60 Jahre altes Zeug - ich ging davon aus, das hat längst einer besser beschrieben (und in diesem Doman-Buch sind auch echt ein paar gruselige Stellen #eek Ist halt schon alt).

    Kurzum: Glaube, es gibt nicht DIE Methode oder Lösung und es gibt - das war der nächste Gedanke, auf den wir jetzt kamen - auch überhaupt kein "richtig oder falsch". Wir machen NICHTS kaputt, wenn wir auf ihre Fragen antworten und wenn wir ihr IRGENDWAS in die Hand geben - wir werden an ihrem Eifer sehen, ob es für sie spannend ist oder nicht, und wir werden immer wieder etwas anbieten, und es wird auf jeden Fall etwas positives sein. Denn es bedient ihre Neugier und sie wird in ihrem interesse gesehen. Und mehr müssen wir gar nicht machen. Denn es ist uns ja explizit NICHT wichtig, dass sie jetzt früh lesen lernt oder so. Wir wollen ihr zum SPIEL Dinge anbieten, die ihr interesse geweckt haben - und das kann in einem halben Jahr ja auch wieder was anderes sein.

    Wir sind für uns überein gekommen, dass die pure Präsenz dieser "der Schule vorbehaltenen Inhalte" (was total dämlich ist, als müsste man Kleinkinder davon fern halten weil sie sonst Schaden nehmen könnten) kein Problem darstellt und vollkommen okay ist, solange das Kind dadurch nicht das Gefühl bekommt, es gäbe dazu eine Erwartungshaltung o. ä.


    Unsere Bauchschmerzen rührten womöglich einfach daher, dass wir beide die Erfahrung gemacht haben als Kinder, in unserem jeweiligen Umfeld aufzufallen, weil wir eben auch an "nicht altersgerechten" Dingen interessiert waren und unsere Eltern das jeweils womöglich nicht gut begleitet haben. Die Verunsicherung, die wir empfunden haben, kam aber ja nicht durch das frühe Verständnis (bei mir war es ebenfalls das Lesen, bei meinem Mann vor allem mathematische Dinge), sondern durch die UMWELT. Und genau hier ist ja der Unterschied: Unser Kind hat da eben jetzt ein anderes Umfeld. Und so wie wir jweils auch recht alleine uns einige Dinge erschlossen haben, könnte unser Kind das im Zweifel auch, aber es ist toll für sie, dass sie Eltern hat, die sie dabei begleiten und dabei aber nicht eingreifen, etwas vorgeben, einen Plan verfolgen oder oder...


    Wir "dilettieren" also mal fröhlich weiter :) Streng genommen macht man ja als Eltern eh nix anderes, die ganze Zeit. Weil die kleinen Menschen ja ohne Bedienungsanleitung geliefert werden - irgendwie krieg ich diesen Gedanken nur echt schwer aus dem Kopf, glaube ich. Aber der Hund liegt wohl an anderer Stelle begraben...

    Wenn jemand zum Thema noch was spannendes findet oder sich hier eine weitergehende Diskussion dazu ergibt, gerne. Aber meine ursprüngliche Anfrage ist jetzt erstmal "befriedigt". Danke an die, die beigetragen haben #top

    Ich hab nieit dem Finger vorgelesen. Nur bei diesen Büchern. Deshalb kam mir der Gedanke.

    Aber das Hilft ja nicht, wenn das Kind lesen will.

    Wir haben ein Baby-Pixi- Buch über Farben.

    Da sind lauter Sachen drin, mit Wörtern dazu. Meinst du so was? Oder sind die Wörter da zu klein?

    Ah, interessant, dass du auch selbst dadurch dazu verleitet wurdest, diese "Ebene" darzustellen, indem du den Finger dazu nahmst! Ich muss auch immer wieder feststellen, wie viele Annahmen man selbst ja schon lange durchlebt und verinnerlicht hat und erst angesichts eines kleinen Kindes erst wieder kapiert, dass das ja Einzelschritte sind, die die teilweise bene noch nicht haben/können! Deswegen verwundert es mich um so mehr, dass Lesen hier so ein Thema ist

    Freda So ganz hab ich glaube ich noch nicht verstanden, wie das "live" funktioniert, aber es gibt die wohl eh nicht mehr!?


    Ich muss gestehen, dass ich auch immernoch eine gewisse Scheibe empfinde, das "absichtlich" zu tun oder systematisch anzugehen. Weil das doch irgendwie "nicht richtig ist" in dem Alter.

    Zumindest scheine ich das so in meinem Kopf zu haben, wir haben jedenfalls auch irgendwie Angst vor den "Konsequenzen", aber andererseits kollidiert das natürlich mit unserem absoluten Willen, ihren Bedürfnissen nachzukommen, zumal sie sie ja so deutlich äußert

    Ab einem gewissen Punkt wird das sich sowieso dann verselbstständigen...

    Wir wollen jedenfalls nix irgwndwie "in das Kind reintrichtern", aber trotzdem im Alltag und vor allem als Spiel sowas einbauen können. Also, Madrone vielleicht hast du Recht mit der Idee, einfach bei der Tafel zu bleiben- oder wenigstens eine kleinere anzuschaffen, die wir mitnehmen können. (Stift und Papier würde einfach unmengen Papier verbrauchen, und unser paperverbrauch ist schon exorbitant, seit sie den Wasserfarbkasten hat #rolleyes )

    Julchen86 Ah okay, das ist tatsächlich eine Ebene die man erstmal haben muss. War mir nicht so völlig klar. Wir lesen halt mit Finger vor, ich glaube da hat sie das schon irgendwie geahnt, "zwischen den Zeilen" quasi ;)

    Madrone

    Also wir waren, weil ich ja eine Fehlsichtigkeit habe, kürzlich erst beim Augenarzt mit ihr, und die hat uns erklärt, dass Kinder in dem Alter eh Weitsichtig seien, das sei ganz normal. Da klingt das mit den zu kleinen Buchstaben für mich schlüssig. Und unsere Beobachtung ging ja auch in die Richtung. Die großen Wörter, die wir an die Tafel malen, und diese Papiere aus dem alten Doman-Buch haben direkt gezündet, wohingegen sie beim Lesen der sonstigen Bücher eher aus einer Art Langeweile heraus zu fragen scheint "was steht da" und dann mitten auf die Seite zeigt.

    Was die Sehentwicklung angeht, sei jedenfalls lt. Augenärztin nichts auffällig.

    Es gibt ja auch diese Bild-Wort Geschichten, aber das ist vermutlich nicht das,was du suchst,oder? Also quasi "Er ging aus dem [Bild eines Hauses] und sah eine [Bild einer Blume]"

    Solche Bücher haben wir hier auch, aber irgendwie kapiere ich deren Nutzen nicht ganz, denn genau das "tolle" Wort, das sich so gut eignen würde, ist ja eben NICHT da, sondern durch das Bild ersetzt. #confused

    Cupcake Ja Karte mit Bild ist schon mal gut, aber ich stelle mir vor, dass a) die Schrift größer ist und b) man Wort und Bild auf einer Seite der Karte hat.


    Aber... so wild kann das eigentlich nicht sein, das selbst zu machen.. #schreiben Aber drucken lassen, am besten auf Karton oder so... oder laminiert.. Hm.

    Brina Berlind Ah, das Stichwort "Literacy" hat mich schon mal in Richtung Ratgeber und Material für Erzieher gebracht! Vermutlich muss ich mir da mal das ein oder andere anschauen. Hoffe, unsere Bücherei hat da was. Davon würde ich mir versprechen, Ideen dazu zu bekommen, wie ich das im Alltag einbauen kann.

    Früher oder später wird das dazu führen, befürchte ich, dass sie selbst "was lesen" will. Dann bräuchte man eben geeignete Quellen, Kinderbücher mit sehr großer Schrift oder so. Nach dem wie ich mich jetzt belesen habe, hat ja die altersbedingte Sehentwicklung etwas damit zu tun, also muss die Schrift größer sein, damit sie überhaupt gut wahrgenommen werden kann.

    Auf vielen "Bildkarten" die ich so finde, ist die Schrift unter dem abgebildeten Tier o.ä, einfach recht klein... Deswegen habe ich schon überlegt, selbst was zu basteln. Aber SEHR gerne (und im Sinne meiner Selbstfürsorge... ) würde ich mir das tatsächlich gerne sparen und auf was "Fertiges" zurückgreifen.

    Hi,

    Ich hoffe jemand hat ein oder zwei gute Tipps hier. Ich suche nach "Material" für unser irgendwie sehr am Lesen interessiertes Kind (wird drei im Sommer) Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es ihr nicht schaden wird, wenn wir auf ihre Neugier eingehen und im Spiel eben Angebote machen. Aktuell schreiben wir Wörter auf ein ausrangiertes kleines Whiteboard, das sie zum Malen und Magnete-spielen nutzt. Ist aber so sperrig, dass ich es nicht durch die Gegend tragen will. Und auf die Dauer ist das ja vielleicht auch nicht ausreichend. Es geht uns darum, dass sie ganze Wörter sehen kann, nicht um ein Unterrichten im Sinne von Alphabet lernen oder sowas. Es geht um den Spaß am Mitraten. Schreiben ist etwas, das sie aktuell imitiert, aber ich glaube das hat allein von der motorischen Seite einfach echt noch Zeit. Aber Lesen scheint gerade (seit ein paar Wochen) sehr spannend und geht irgendwie ja auch logisch mit ihrer sprachlichen Entwicklung einher.. so unser laienhafter Ansatz.

    Gibt es geeignete Spiele für das Alter, vielleicht Apps, Youtube-Kanäle, Wortkarten, irgendwas, oder hat jemand mit anderem Material/Methoden Erfahrungen gemacht?

    Ich finde nichts wirklich passendes. Das liegt vor allem daran, dass wir nix zum Thema Alphabet suchen (wir wollen ihr ja nicht das Alphabet beibringen), dass bei anderem Material die Schrift oft zu klein ist (wir sind durch Zufall (Bücherschrank!!) an ein paar Karten nach Glenn Doman gekommen, die haben super funktioniert groß und rot... ich glaube, das war auch der Stein des Anstoßes womöglich). Und das meiste Material zum Lesen ist didaktisch und so logischerweise für etwas ältere Kinder...

    Ich freue mich über Material-Tipps, Empfehlungen, Links, Suchstichworte aber auch allgemeinen Input zum Thema. Wer noch etwas im Angebot hat und loswerden möchte, kann sich ebenfalls gerne melden.

    Talpa meine von dir zitierte Äußerungen bezog sich auf eine patzige Antwort, was ich für Frauen kenne.

    Ja wenn man keine Lust hat, dann ist das hier halt keine Plattform für mich. Da könnte ich mich aufn Kopf stellen, wer keine Lust hat, hat eben keine Lust. Selbst wenn uch noch so vorbildlich und sachlich und un-persönlich kommunizieren würde, als Einbahnstraße funktioniert es eh nicht.

    Wann werde ich es wohl nur endlich einsehen #rolleyes

    Wenn du so ein Exemplar mal live erlebst und vom Glauben abfällst.

    Wie genau stellst du dir vor, hätte ich das bisher fast vier Jahrzehnte lang vermeiden können?

    Bleibt also einzig und allein die Erklärung, dass es mit meiner Intelligenz nicht weit her sein kann. Sonst wäre ich längst derselben Meinung wie das ominöse "ihr".

    DARAUF bezog sich übrigens mein Kommentar.

    Bin raus, inhaltlich will ja keiner, es geht wieder nur um meine begrenzte Einsichtsfähigkeit, darüber kann man sich ja sicher auch in meiner Abwesenheit einig werden.

    Talpa Wie kommst du drauf? Ich lebe halt nur nicht in einem Land, in dem psycho-soziale Faktoren, Sozialisation, Umwelteinflüsse etc nur Frauen betreffen.

    Wenn aber Männer und Frauen davon beide betroffen sind, ist es deswegen natürlich noch nicht richtig oder gerecht?

    Das Yalchen ihr = du und die, die du ebenfalls "nicht mehr in den 60ern" verortest. Klang für mich, als würdest du dich als Teil einer größeren Gruppe verstehen, die das im vermeintlichen Gegensatz zu mir und den "60ern" anders wahrnimmt. Und da ich ebenfalls glaube, dass deine Meinung keine Einzelmeinung (von allein dir) ist, habe ich mich für den Plural entschieden.

    Magst du inhaltlich nochmal einsteigen?

    Ich frag mich manchmal, was ihr für Männer kennt #blink

    ausschließlich solche, die zu lebensunfähig und emotional unreif sind, um Kinder zu betreuen, abwe zugleich so durchsetzungsstark und egoman um jede kompetente Frau an den Herd zu drängen!?

    Ich denk auch - und duck mich schon mal vorsorglich - dass es doch umgekehrt eher interessant ist, dass Frauen so selten Ehrenämter ergreifen, die derart Arbeit sind und Einsatz über die eigene Freizeit hinaus erfordern, wie zB Feuerwehr, THW o.ä.

    Es macht Ihnen keinen Spaß? Okay, finde ich n legitimen Grund. Umgekehrt macht es den meisten Männern keinen Spaß, in anderen Bereichen ehrenamtlich tätig zu sein.

    Dass es oft "weiblich besetzte" Ehrenämter sind, die oft keine oder nur eine geringe Entschädigung vorsehen, hat sicherlich mehrere Faktoren: es war für Frauen in der Vergangenheit ggf völlig uninteressant, ob es dafür Geld gibt, weil der Bedarf für ihren Lebensunterhalt bereits innerfamiliär gedeckt war, und weil ihnen immaterielle Entschädigung vielleicht mehr wert ist?!

    Feuerwehrmann sein ist cool - wenn man 8 Jahre alt ist und davon ausgeht, es ist so wie im Buch. Feuerwehrmann-Sein ist in echt etwas, das Menschen an Leib und Seele verletzen kann und auf das wir alle bitter angewiesen sind.

    Will ich mich nochmal zum Fußballtrainer äußern?! Bei der funktion, die (Breiten)Sport gesellschaftlich erfüllt, jemand anders schrieb das glaube ich schon, halte ich auch hier eike Entschädigung für gerechtfertigt.


    Was die Ratssitzungen etc angeht - ist ja von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, aber hier in Hessen ist es so, dass es einerseits die "Aufwandentschädigung" gibt, und andererseits, also zusätzlich, den (nachgewiesenen) Verdienstausfall, nur für die Sitzungen

    Die Aufwandentschädigung ist auch für alles, was jenseits der Sitzungen an Zeit und Geld aufgewendet wird, und in der Regel ist das nicht so wenig. Was man da allein schon alles lesen muss..

    Hier dann aber wieder das bekannte Phänomen: für Vorsitzende, z.B. von Fraktion oder Ausschuss, gibt es oft zusätzlich was. Machen aber öfter die Männer als die Frauen.


    Diese Dinge sind so vielschichtig, da finde ich es einfach arg simpel, dahinter einfach nur Diskriminierung zu sehen, und nicht ein Geflecht aus ganz vielen Ursachen, Beweggründen usw.

    Keine Ahnung, warum Fußball (nicht „Sport“, in allen anderen Sportarten klappt das auch nicht) immer Sponsoren hat, und Büchereien oder andere kulturelle Einrichtungen eher nicht so.

    Ich denke, da hängt auch viel an dem genderkackigen „wenn Frauen das machen, ist es weniger Geld wert“ dran.

    Hier ist Handball auch nicht gersde unpopulär, und da klappt das mit den Sponsoren auch. Die drucken sich halt den Namen der Firma dann auf die T Shirts, sowas ist halt für ne Bücherei eher nix

    Für "mitten in der Nacht ausm Bett geholt werden um ein verunglückten Auto zu bergen/ ein Haus zu löschen / eine Ölspur zu beseitigen/ Erste Hilfe zu leisten" finde ich echt n deutlichen Unterschied zu "in relativ freier Zeiteinteilung Hilfsarbeiten in einer Bücherei" wahrnehmen. Von dem Eingriff ins eigene Leben, von der Selbstgefährdung, vom Anspruch an die Ausbildung usw...

    Zu den Fußballtrainern, nochmal: auch allem anderen Übungsleitern jeden Geschlechts und jeder Sportart wäre das möglich. Nicht immer verfügen andere Vereine / Vereinssparten über diese Mittel. Die förderrichtlinien für Sportvereine, die ich persönlich kenne, unterscheiden zB aber nicht nach Sportart - oder gar Geschlecht des Trainers. Vielmehr geht es oft um Anzahl der Mitglieder und sowas. Und da haben Vereine, die Fußball anbieten, in diesem Land häufig den größten Zulauf. Übrigens zum Glück auch immer mehr von weiblichen Spielern! Die dann manchmal auch eine weibliche Trainerin finden! Die dann dasselbe Geld bekommen müsste.


    Ich finde das wieder mal etwas reflexartig diagnostiziert mit der Benachteiligung... bzw mir greift die bisherige Darstellung arg zu kurz.

    Weiß nicht, ob man Feuerwehr und Bücherei so vergleichen sollte... Pauschalen und Aufwandentschädigung in Sportvereinen dürfte doch geschlechtermäßig recht ausgeglichen sein (beim einzelbereich Fußball eher nicht). Und gesellschaftliches engagement ohne terminlichen Rahmen (um mal kommunalpolitik und Flüchtlingshilfe noch anzusprechen) ist ja seiner Natur nach schon unterschiedlich..

    Hier (Hessen) ist das mit der kinderbetreuung bei Sitzungen sache des jeweiligen Gremiums, die geben sich eine entsprechende Satzung und in der steht häufig eine pauschale "oder nachgewiesen höhere Kosten", also man bekommt die tatsächlichen Aufwendungen. Und es ist Sache des Vorsitzenden (was hier nicht der Bürgermeister ist) und sehr unkompliziert. Wird aber nach meiner Erfahrung selten genutzt, weil die gremiensitzungen vorwiegend abends sind und damit oft eine familieninterne Lösung gefunden wird. Oder vormittags (Sitzungen auf Landkreisebene) Kinder sowieso in Kita oder Schule.

    Wie igel denke ich ebenfalls, es ist ein Problem der "neueren Autos" einer gehobeneren Preisklasse. Man ist darin wie in einem Raumschiff, man bekommt nichts mehr mit von der Umwelt, die direkte Rückkopplung mit Untergründen/Straßengeräuschen/Lenkbewegungen etc geht stark zurück. Und das verunsichert. Bzw es macht einen auf längere Sicht zu einem schlechteren Autofahrer.

    Vielleicht sind hier welche dabei, die wie ich auf nem uralt-Corsa die erste Zeit im Straßenverkehr verbracht haben und sich erinnern... da kennst du jede bodenwelle, da merkst du alles, ist wie Go Kart Fahren.. und das fehlt heute oft. Und je mehr Assistenzsysteme einem (vermeintlich!) abnehmen, desto weniger entwickelt man die Kompetenz selbst...

    "Hände waschen, Hände waschen muss ein jedes Kind" ist hier vom Ohrwurm zur feststehenden Redewendung aufgestiegen, bei allen möglichen Gelegenheiten sagt die Kleine (fast 26 Monate) "XY mudd ein hedes Kind!"

    So auch vor ein paar Tagen, abends beim Einschlafstillen. Plötzlich abgedockt, Augen auf, klarer Blick und feste Stimme "Andereseitemachen* mudd ein hedes Kind!!"

    *so heißt das hier. Klingt komisch, ist aber voll praktisch

    Ich persönlich (!) finde süße Brotaufstriche und auch Toastbrot für diese Altersgruppe nicht unproblematisch. Ich würde das als Eltern nicht gerne sehen.

    Haferbrei und ähnliches lässt sich auch gut mit Nüssen (gemahlen) oder Nussmus ergänzen, in unserer Einrichtung wird das aber wohl nicht gemacht wegen (vorhandenen) Allergien.