Beiträge von Noa S.

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    Hihi. Dazu fällt mir ein: mein Mann knirscht heftig mit den Zähnen und schlägt sie oft auch laut aufeinander. Früher mehr als heute. Da habe ich nachts manchmal ihm das Kinn nach oben gedrückt. Da das aber bei jemandem im Tiefschlaf echt schwer ist, habe ich dazu oftmals meine Faust nutzen müssen. In einer Nacht habe ich ihm auf diese Weise jedoch mal einen heftigen Kinnhaken verpasst. Ich habe in diesem Automatismus die Distanz und Heftigkeit unterschätzt und ihm dadurch tatsächlich mal mit voller Kraft meine Faust unter das Kinn geschlagen. Da war auch erstmal Ruhe. :D #eek

    Bis wann schläft das Kind dann morgens? Und wie lange macht es ggf. Mittagsschlaf?

    Die Kleine (wird im Oktober 3) schläft bis halb 8/8 Uhr. Aber natürlich gibt es da die üblichen Schwankungen. Spät einschlafen heißt aber tendenziell schon auch , später aufwachen. In der Kita macht sie Mittagsschlaf. Ich denke Mal so ca. 1,5 Stunden. Zu Hause macht sie nur selten einen. Das entscheiden wir wirklich jeden Tag nach Tagesform, ob wir das versuchen. Damit schläft sie im gesamten zwischen 10 und 12 Stunden.

    Die große wird bald 9. Die hat noch eher mit dem Nachteulen Modus angefangen. Da war mit 2 Jahren der Mittagsschlaf auf jedenfall zu viel, aber das wurde in der Kita eben ignoriert und wir haben als Ersteltern ja auch noch viel probiert, bis wir so beim: "wir tun uns das Drama nicht mehr an" angekommen sind. Da gab es oft Nächte bis 23 Uhr und viel Quälerei oder übermüdetes Kind, weil nach solchen Nächten der Mittagsschlaf ja in der Kita dringend nötig war und man sich dort dann in der Grundhaltung bestätigt sah.

    Also das Schulkind geht schon lange mit mir zusammen ins Bett. Die Belastung der Schule regelte da vieles von selbst. So dass sie dann auch einfach eher ins Bett geht, wenn sie müde ist.

    Wir haben gar keine festen zu Bett geh Zeiten. Beide meiner Kinder (erst Recht das kleine) sagen zuverlässig "Mami, ich bin müde ich möchte schlafen gehen".

    So komme ich derzeit (aber das ist noch nicht lange so) ganz gut auf meinen notwendigen Schlaf. Ich gehe mit den Kindern ins Bett und brauche selbst nur durchschnittlich 7 Stunden Schlaf und die Kinder zwischen 10 und 12 Stunden. Manchmal länger, sehr selten weniger. Meine "Erwachsenen Zeit" habe ich dadurch früh.

    Aber: ich arbeite im Home Office und mein Mann und ich haben sehr flexible Arbeitszeiten. Die Kinder sind beide nicht vor 9 Uhr in der Kita (gewesen). Die große ist nachmittags nach der Schule im Hort. Bei uns muss vieles nicht, was bei anderen einfach laufen muss. Ich bin da sehr dankbar.

    Ich war ja beim ersten Mal dabe

    Ah, OK. Das hatte ich so nicht richtig verstanden.

    Und der Übergang von Anbieten zu Druck aufbauen ist halt echt schmal

    Ja, das ist es eben. Und wenn es grundsätzlich den Eindruck macht, dass das Windelthema die Erzieherin eigentlich nervt, dann wird sie das auch im Alltag wohl nicht lange verbergen können.

    Die Frage ist halt, ob man daran viel ändern kann. Denn wenn das so eine grundsätzliche Einstellung bei jemandem ist, wird man die nicht mit einem Gespräch ändern können.

    Dennoch würde ich es unter den Umständen wohl auch ansprechen und finde Esthers Formulierung gut. Auch Kuekenmamas Erklärungsansatz könnte plausibel sein. Wenn viele andere Sachen schon sehr gut gehen, werden Kinder oftmals überschätzt.

    Ich würde mich wohl in einem Gespräch langsam herantasten. Vielleicht reicht ja schon der Hinweis darauf, dass sie eben noch nicht drei Jahre alt ist, als Erinnerung, dass sie darauf wieder mehr Rücksicht nimmt. Und ich würde wohl auch ein Signal setzen wollen, dass ihr gerne bereit seid, das Thema anzugehen und euch daher wünscht, dass es nicht in eine Blockade Haltung endet, weil der Druck zu hoch ist.

    Ich denke halt immer, dass Erzieherinnen mit Berufserfahrung schon so viele Eltern und Ansichten gesehen haben und sie mich ja auch erstmal nur sehr oberflächlich kennen, so dass da vielleicht auch einfach manchmal eine Schublade aufgeht. Da finde ich so ein Brücken bauendes Signal wichtig. Man muss ja schließlich noch länger miteinander auskommen.

    Also, keine Frage, es geht vordergründig um das Bedürfnis des Kindes, aber man muss halt auch irgendwie schauen, wie man das Gegenüber auf seine Seite bringt.

    Also, von dem was du jetzt so geschrieben hast, finde ich es ehrlich gesagt ok. Ich finde es hängt stark davon ab, wie die Erzieherinnen das vermitteln und Kinder sind halt sehr empfänglich für den Subtext. Da würde ich tatsächlich im Gespräch unter Erwachsenen auch versuchen wollen, herauszuspüren, wo die Motivation herkommt. Ich hätte ein Problem damit, wenn ich merken würde, dass es hier darum geht, so schnell wie möglich Erleichterung im Gruppenalltag zu erlangen. Wenngleich ich sehr viel Verständnis für dieses Motiv hätte, würde ich dann davon ausgehen oder befürchten, dass in stressigen Momenten dann nicht mehr Zeit gelassen wird, oder zumindest zwischen den Zeilen Druck aufgebaut wird, den das Kind dann spürt, weil die Erzieherinnen dann doch genervt reagieren oder sich zu Nebensätzen hinreißen lassen. Dann ginge es nämlich um Erfolg oder Versagen.

    Das regelmäßige Anbieten, finde ich, baut noch keinen Druck auf. Jedenfalls keinen von der schlechten Sorte. Ich finde es nicht schlimm, wenn man dem Kind erklärt: da kommt das Essen rein, dort kommt der Rest heraus und der gehört ins Klo. Am praktischsten ist es, wenn man den direkt ins Klo macht, aber auf jedenfall kippen wir den Windelinhalt oder Töpfcheninhalt da rein, weil: da gehört es hin.

    Ich finde es auch in der Kombination mit der Eingewöhnung gar nicht so ungeschickt ehrlich gesagt. Also, klar ist sie noch klein genug, dass da nix klappen muss, aber doch auch alt genug, dass es klappen kann. Und in der Kita ist ja alles irgendwie anders als zu Hause. Das muss man als Kind irgendwie alles verarbeiten und damit umgehen lernen. Das Thema könnte sich da auch elegant und geräuschlos einfach einreihen.

    Aber eben: könnte. Das hängt aus meiner Sicht wirklich davon ab, wie die Grundhaltung der Erzieherinnen zum Thema ist und wie sie in der Situation dann mit dem Kind sprechen. Wie wird sonst mit der Selbstbestimmung so umgegangen bei den Kindern? Wird ein kindliches Nein als Willensäußerung akzeptiert und gefördert? Auch, und gerade, Erwachsenen gegenüber? Da lohnt es sich glaube ich, hinzuschauen und das losgelöst vom Töpfchen Thema in Erfahrung zu bringen. Denn dass hat ja auf sehr viel mehr in den nächsten Jahren Einfluss.

    Oh ja, die Wärme steht jetzt ziemlich im Schlafzimmer, die dicken Wände haben schön alles gespeichert. #rolleyes

    Das Hasenkind schaue ich mir mal an, meine Mutter bringt manchmal aus der Bücherei Mitmach-Bücher mit, die mag das Schlüsselblümchen gerne!

    Heute habe ich mich so gefreut, den richtigen Zeitpunkt erwischt zu haben, sie schlief relativ zügig beim Stillen ein. Tja. Es ist erst 21.45 Uhr, sie ist bereits das 2. Mal wach und spielt jetzt neben mir #hmpf.

    Oh man, ich schicke mal aufmunternde Durchhalteparolen! Es wird bestimmt bald ganz von alleine besser. Das ist jetzt nur noch der letzte Rest vom komischen Schlafverhalten und dann geht's zügig in die Richtung mit regelmäßiger fester Einschlafzeit und durchschlafen.

    Ich habe bei beiden Kindern in dieser Phase irgendwann kapituliert und mir gesagt, wer müde ist, wird wohl auch irgendwann schlafen und bin dann manchmal vor dem Kind eingeschlafen, weil's einfach nicht mehr ging. (Das ist auch echt grenzwertig, wenn nicht noch jemand nach dem Kind schaut, dass da bis Mitternacht im Bett spielt. Aber ich bin vermutlich alle paar Minuten sowieso hochgeschreckt und habe gar nicht richtig geschlafen)

    Es zeichnet sich jedoch auch beim zweiten Kind ab, dass die bevorzugte Einschlafzeit zwischen 21-21.30 Uhr liegt. Ich denke bei der Kleinen jedoch oft, dass gefühlt ihr Rhythmus ein anderer geworden wäre, aber der Familienrhythmus das jetzt schon überlagert. Ich komme gut damit klar. Gerade im Sommer kann ich dadurch ja auch lange was mit den Kindern abends machen. Und da gibt es auch echt viele. Ich habe immer so das Gefühl, im Freibad oder Park gibt es immer die Eltern, die 16.30 Uhr allerspätestens alles zusammen räumen, damit sie es mit den Kindern noch rechtzeitig nach Hause schaffen (essen, waschen, Geschichte, schlafen) und dann gibt es die Eltern, die 20 Uhr immer noch an der Rutsche stehen und überlegen, ob man den Kindern nicht doch noch Abendessen außer Haus kauft. ?☀️

    Ich oute mich mal wieder als total unwissend. Helft mir mal auf die Sprünge: wenn ich Wasser aus der Leitung, sagen wir mal, an einen Baum gieße: ist das so schlimm? Ich meine, es kommt dadurch doch erst wieder in den Wasserkreislauf...

    Welche Art von Urlaub macht ihr Zugfahrterfahrenen dann? Eher so Städte Urlaub für Erwachsene mit Unterbringung im Hostel Schlafsaal? Kurzurlaub mit kleinem Gepäck? Keine Angst, mit den Kindern mal irgendwo zu stranden?

    Ich hätte so Lust auf diese traumhaften Ziele, die ihr so nennt und allein oder mit einer Freundin würde ich das wohl auch wagen. Aber mit Familie?

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    Ich setze mal noch eine zweijährige dazu und tätschele ein bisschen. Ich hatte jetzt mehrfach Phasen im dritten Lebensjahr, die ähnlich waren. Also, inklusive morgens um zwei wieder spielen gehen, weil sie Nächte lang da einfach wach war. Das durfte aber auch der Papa machen und wenn ich krass erschöpft war, bin ich auch wieder eingeschlafen. Sonst bin ich einfach wach. Sofort und für weite Teile der Nacht. Kleinste Geräusche haben mich geweckt und ich konnte einfach nicht wieder einschlafen. Das ist sehr anstrengend. Ein Segen ist das Home Office. Da kann ich einfach auch mal Mittagsschlaf machen.

    Ich habe auch immer mal wieder am Einschlafstillen gezweifelt, es aber dann doch nie aufgegeben. Es erschien mir auch einfach als noch viel anstrengender Abzustillen. Dafür hatte ich keine Kapazität bisher. Und aktuell, klopf auf Holz, geht es, falls infektfrei, seit einigen Wochen wirklich gut. Ich hatte sogar erste komplett Durchschlafnächte dabei. Die kleine wird Ende Oktober drei.

    Ich denke, es gehört einfach in dieses Alter und verwächst sich von selbst. Daher nehme ich es auch eher stoisch und versuche, wann immer möglich, mir Freiräume zu schaffen.

    Heute beim Warten aufs Tochterkind auf dem Schulhof gesehen: die Erzieherin kommt mit einer Gruppe Kinder nach dem Mittagessen auf den Pausenhof. Alle stehen als Gruppe um die Erzieherin herum. Es wird etwas besprochen. Dann sagt sie: "So die Jungs können schon Mal losgehen, die Mädels bleiben bitte hier." Die Jungs rannten also los aufs Klettergerüst und konnten sichtbar schonmal Dampf ablassen, nach der Schule, die Mädchen mussten sich brav um die Erzieherin stellen. Es wurde ihnen in ruhiger Vernunftstimme etwas mitgeteilt. Ich habe nicht gehört worum es ging. Dann durften sie auch spielen. Was mag es nur geben, dass man nur den Mädels vor dem Toben sagen kann oder muss? Und warum dürfen die Jungs dann schon los rennen, während die Mädchen länger der Unterhaltung folgen und stillstehen müssen?

    Ich würde mir als Erzieherin wünschen, wenn Du zu mir kommst, solltest Du so etwas bei mir beobachten.....

    Bei mir wäre es etwas, was nur die Mädchengruppe anginge- ein Ereignis in der Mädchenumkleide beim Sport oder Schwimmen zum Beispiel.

    Ich hatte einmal in einer freizeitstunde alle Jungs aus der Klasse zu einen Gespräch, während die Mädchen spielen konnten, da ging es auch um etwas, was nur die Jungens betraf.

    Ja, beim runterschreiben der Situation gerade kam mir so ein Gedanke auch schon. Ich will ja nicht pauschal verurteilen. Aber weißt du, die ganze Situation so von Außen zu beobachten und zu sehen, wie die Jungs losrennen und sich austoben und die Mädchen so bereitwillig stehen bleiben ohne zu maulen... Es waren Erstklässlerinnen. Die wollten genauso losrennen und endlich frei haben und toben. Es gab überhaupt keinen Widerstand gegen diese Ansage. Auch den Jungs war es egal, was es da noch zu hören gab. Ich meine einfach, die Kinder sind ja jung. Ich hätte erwartet, dass die einen neugierig sind, was es da zu lauschen gibt und die anderen es ungerecht finden, dass sie noch nicht losrennen dürfen oder eben ungeduldig werden. Unabhängig davon, ob diese Unterteilung aus erwachsenen Sicht gerechtfertigt ist. Aber die ganze Haltung der beiden Kindergruppen war schon so krass Geschlechter differenziert. Sicher, das ist nur so mein Gefühl aus Beobachter Perspektive und ich hab totalen bias... Aber diese Kinder sollten irgendwie noch Kinder sein in erste Linie. Sind sie aber in der ersten Klasse leider nicht mehr. Die Jungs wissen: kompliziertes Gerede ist Mädchensache. Das muss ich nicht. Die Mädchen wissen: Jungs müssen sich mehr bewegen. Ich muss warten, bis ich dran bin.

    Und direkt noch eine Geschichte, die mich schon länger beschäftigt. Es gibt in der Klasse meiner Tochter (zweite Klasse) einen Jungen, der häufiger in ihren Erzählungen auftaucht mit Sachen, die so gar nicht gehen, aber die irgendwie von den Erwachsenen nicht gelöst werden. Beispiele:

    Er hat meine Tochter ungefragt geküsst oder umarmt.

    Er bedrängt Mädchen mit dem ganzen Körper. Schiebt sie in eine Ecke. Er macht anzügliche Gesten und lacht darüber. Er hat meiner Tochter unter den Rock geschaut - unter anderem, in dem er sich auf den Boden wirft.

    Neulich hat sie diese Geschichten einer Freundin erzählt, die zwei Jahre älter (10) und auf einer anderen Schule ist. Die Freundin ist sofort eingestiegen, die Jungs in ihrer Klasse sind genauso. Das ist der Grund, warum sie einfach keine Röcke mehr anzieht. Es wären nicht alle Jungs so. Sie hätten die "vernünftigeren" Jungs Mal um Hilfe gebeten. Die haben dann Mal mit denen gesprochen und versucht, sie zu beschützen, aber es hat nur kurz geholfen.

    Was tun? Ich habe das Thema gedanklich schon von links auf rechts gedreht. Ich weiß nicht, wie ich es anpacken soll. Also so anpacken, dass es zunächst meiner Tochter hilft. Natürlich hatte ich schon eine Menge erster Impulse und ich bin heute froh, dass ich denen nicht direkt nachgegeben habe...

    Heute beim Warten aufs Tochterkind auf dem Schulhof gesehen: die Erzieherin kommt mit einer Gruppe Kinder nach dem Mittagessen auf den Pausenhof. Alle stehen als Gruppe um die Erzieherin herum. Es wird etwas besprochen. Dann sagt sie: "So die Jungs können schon Mal losgehen, die Mädels bleiben bitte hier." Die Jungs rannten also los aufs Klettergerüst und konnten sichtbar schonmal Dampf ablassen, nach der Schule, die Mädchen mussten sich brav um die Erzieherin stellen. Es wurde ihnen in ruhiger Vernunftstimme etwas mitgeteilt. Ich habe nicht gehört worum es ging. Dann durften sie auch spielen. Was mag es nur geben, dass man nur den Mädels vor dem Toben sagen kann oder muss? Und warum dürfen die Jungs dann schon los rennen, während die Mädchen länger der Unterhaltung folgen und stillstehen müssen?

    Eure Geschichten sind toll! Und ich will auch wissen, wie die Geschichte mit dem Knochen weitergeht.

    Das aufregendsten für mich, war der Fund einer Flaschenpost im Urlaub nach sehr stürmigem Wetter. Ich war unglaublich aufgeregt, habe aber das gute Stück bis zum Ferienhaus ungeöffnet zurück getragen, um es mit der Familie gemeinsam zu öffnen.

    Innen befand sich ein Foto und eine Abschiedsnotiz. Ich denke, dort hat sich auf diese Weise jemand von einem lieben Menschen verabschiedet. Wir werden bei nächster Gelegenheit die Flasche neu verschließen und wieder auf Reisen schicken.

    Wenn Mann (ja, sozialisiert/erlernt! Echtes Problem, da bin ich bei ihm!) nicht lernt seine Energie für Sozialkontakte und Pflege von Freundschaften und Beziehungen einzusetzen, dann ist die logische Konsequenz, dass er spätestens im Alter allein ist und alle psychoszozialen Nachteile dieses Alleinseins trägt. Wenn dann aber nicht gesehen wird, dass das so ist, weil Mann auch lernt, dass Frau dafür zuständig ist und sich dann, wenn diese das nicht mehr macht/machen kann, an die nächste Stelle wendet (z.B. Staat) als "mach mal, damit ich das mache", dann hat das für mich einen schalen Beigeschmack.

    Uuuh, dreh den Text mal um:

    Wenn Frau (ja, sozialisiert/erlernt! Echtes Problem, da bin ich bei ihm!) nicht lernt ihre Energie für Erwerbstätigkeit, Karriere und Altersvorsorge einzusetzen, dann ist die logische Konsequenz, dass sie spätestens im Alter arm ist und alle psychoszozialen Nachteile dieser Armut trägt. Wenn dann aber nicht gesehen wird, dass das so ist, weil Frau auch lernt, dass Mann dafür zuständig ist und sich dann, wenn dieser das nicht mehr macht/machen kann, an die nächste Stelle wendet (z.B. Staat) als "mach mal, damit ich das mache", dann hat das für mich einen schalen Beigeschmack.

    Ich denke, in seiner Rolle ist es logisch, dass er sich auf die Nachteile konzentriert. Die Sachen, die er fordert, sind auch für Frauen sinnvoll, von daher würde ich sagen: ja, macht mal.

    Wow, wenn man es so liest... Da steckt durchaus eine sehr interessante Perspektive drin.

    Aber ein bisschen ist es doch genau so. Für beide Rollen. Es gibt ja durchaus die Frauen, die sich in die erlernte Hilflosigkeit hineinbegeben. Die das auch genau so wollen, weil sie so sozialisiert sind ("Laß das mal die Männer machen!") Und sie ist dann im Alter arm und trägt alle Nachteile daraus. Und sie wendet sich dann an die nächste Stelle und fordert den Staat/ die Gesellschaft auf, sie dann da zu unterstützen. Und ich finde im Einzelfall hat das tatsächlich auch einen schalen Beigeschmack. Man muss halt schon auch selber machen.

    Aber der Unterschied ist für mich: das ein Mann an dieser Stelle mit ganz anderen Mitteln dasteht. Er ist ja erst einmal aufgrund seines Geschlechts schon priviligiert. Er wird gehört, hat mehr Einfluss, hat eine Lobby... Und: es ist eben ein Unterschied, ob mir aufgrund meiner Sozialisation im Alter Einsamkeit droht (wegen mangelnder Pflege der Sozialkontakte) oder Armut (wegen mangelnder Pflege der Karriere).

    Ich vereinfache natürlich und verallgemeinere hier. Ich bin auch immer dafür, alle Geschlechter mitzudenken, wenn man Gleichberechtigung wünscht. Die gesellschaftlichen Rollen sind natürlich miteinander verwoben und von einander abhängig. Aber auf dem Weg dahin finde ich es wichtig, dass erst einmal die Privilegien benannt werden und es da auch zu einer Abwägung kommt: was wiegt schwerer? Und da kann man eben nicht einfach die Rollen oben umdrehen und das hat dann dieselbe Gewichtung.

    Aber ich finde es auch immer wieder hilfreich, es genau so zu tun. Es bietet eben doch dann eine weitere Perspektive.

    Meine 14-jährige Nichte war vor ner Weile auf Klassenfahrt. Im Vorfeld fragte ich sie, wohin es geht:

    "Nach München"

    Ich: "Und was macht ihr dann da so?"

    "Also wir fahren zu diesen Barbaria-Studios, dann zu Schloss Schwarmstein oder so und dann noch in ein Kontrollager oder so ähnlich?"

    Sie haut oft so Sachen raus, aber so geballt in einem Satz..:D #taetschel

    Bildungsauftrag erfolgreich? #zwinker :D