Beiträge von Anima

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    ... und ich liebe den, wo Calvin aufstehen soll, aber von der Bettdecke immer wieder zurück ins Bett geholt wird... OT, sorry.

    Ich habe soeben mit meiner besten Freundin geschrieben und sie um ihre Sicht gebeten. Sie ist seit 10 Jahren Krankenschwester auf Intensivstation, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, Säuglinge, Neu- und Frühgeborene. Sie schreibt folgendes (Zitat):


    "Klar ist Intensivmedizin weder schön noch angenehm. Und auch Corona macht da keine Ausnahme. „Am Beatmungsgerät“ ist ein Ausdruck, der für mich nicht eindeutig ist, da man einerseits intubiert, also invasiv beatmen kann, d.h. über den Tubus. Aber es gibt auch nicht invasive Beatmungsformen, mit einer Nasenmaske, Prongs, einer Fullfacemaske, dann geht das noch nur als Druckunterstützung wo der Patient selber armet, oder als eine gemischte Form (das Gerät gibt ein Minimum an Atemzügen, wenn der Patient Pausen macht).... Es ist ein riesiges Feld, und alles mit „Beatmungsmaschinen“. Ich geh jetzt mal davon aus, dass wir vom Tubus sprechen. Ein so beatmeter Patient kriegt, zumindest zu Beginn, eine Mischung aus Schmerzmitteln und „Schlafmitteln“ und ggf auch Medis zur Muskelrelaxierung während dieser Behandlung. Dies ist ähnlich wie bei einer Operation. Da man das aber wegen vieler Nebenwirkungen und aus vielen anderen Gründen nicht unbegrenzt hoch und lange so dosieren kann, werden Patienten immer wieder „aufgeweckt“, wovon sie im Normalfall später aber nichts mehr wissen. Ein Intensivpatient baut sehr schnell Muskeln ab, muss also passiv bewegt werden, die Lunge leidet natürlich unter einer maschinellen Beatmung, die Ernährung läuft über eine Magensonde oder über die Vene. Das ganze Überwachen per Monitor mal ganz aussen vorgelassen....

    Dies sind alles nur ein paar Beispiele aus dem Intensivalltag.


    ABER: einem beatmeten Patient kann man die Schmerzen nehmen, man kann ihn schlafen lassen und die kranke Lunge hat die Chance, zumindest ein Stück wieder zu heilen und ihre Funktion zurück zu übernehmen.

    Intensivmedizin ohne Beatmungsgerät ist ebenfalls absolut unschön! Es ist nicht das Beatmungsgerät, was den Patienten quält, sondern z.B. der SarsCov2 Virus. Und an Lungenversagen zu sterben ist grausam, so oder so.


    Bitte nicht falsch verstehen, ich bin absolut nicht gegen Patientenverfügungen, auch in Coronafällen. Aber wenn es nicht genug Menschen gäbe, die die Tortur einer Intensivbehandlung überleben und ein Leben danach haben, wozu würden wir das denn dann alles machen? Wir kennen seit letztem Jahr alle die Bilder von beatmeten Patienten auf dem Bauch und an Schläuchen. Viele Menschen haben das noch nie gesehen und es macht ihnen Angst, versteh ich sofort. Aber am anderen Ende dieser Maschinen stehen immer auch Menschen, Schwestern, Ärzte, die ihr bestes geben jedes einzelne Leben zu retten. Das hat sehr oft einen Preis. Und nicht jeder verlässt diese Station wie früher und ohne Folgeschäden. Aber ob jemand das möchte oder bereit ist diesen Preis ggf zu „zahlen“, das ist in unseren Ländern eine Entscheidung, die jeder treffen darf, und das finde ich sehr wichtig und richtig." (Zitat Ende)


    Ich darf sie für weitere Fragen annschreiben, also nur zu, Ziesel

    Ich bin immer noch für "in regelmässigen Abständen aufs Klo gehen". Melden klappt ja offensichtlich nicht (bzw du verstehst ihre Signale wie "komisches Verhalten" nicht).

    Verstauchungen/Bänderzerrungen tun ewig weh. Und ein Bluterguss ist nicht in einer Nacht weg. Ich würde abwarten. Gemacht wird (ausser bei Bruch) eh nichts. Und dann würde sie allerwahrscheinlichst den Fuss gar nicht belasten.

    Es gibt Stoffe die stark fruchtschädigend wirken. Der Arbeitgeber wäre mit dem Klammerbeutel gepudert würde er eine Frau im gebährfähigen Alter dort arbeiten lassen. Eine ungeplante Schwangerschaft wäre dann doch etwas blöd. Und als Arbeitgeber hat man nunmal eine Fürsorgepflicht.

    Und in unilaboren arbeiten schon vor allem junge Menschen.

    Schoko

    Danke, dass wollte ich gerade sagen. Es ist auch oft weniger ein Verbot als vielmehr eine Dienstanweisung. Bei uns im Labor wurden die Ethidiumbromidgele auch vorsorglich von den Männern gegossen (terratogenität ist nicht 100% nachgewiesen) . Ganze Berufe zu verbieten ist in meinen Augen etwas anderes und warum dich Kapitänin auf einem Passagierschiff negativer auf die Gebährfägigkeit auswirken sollte als auf einem Frachtschiff erschließt sich mir nicht, da steckt sicher auch noch was anderes dahinter.

    Zu den Kapitäninnen: es gibt doch diesen Aberglauben, dass Frauen an Bord dem Schiff Unglück bringen. Ist wohl nicht totzukriegen.

    Fuss zum Rumlaufen einbinden, möglichst hochlegen und schonen, kühlen. Mehr macht man da im Normalfall nicht. Ich hatte gefühlt meine ganze Kindheit lang immer mindestens einen eingebundenen Knöchel.

    Ich hörte als Kind den Begriff "sich einen Mann suchen" - worauf ich mir vorstellte, man würde, sobald man heiraten wolle, kreuz und quer durch die Stadt gehen und hinter jeder Ecke nachsehen, ob da etwa ein geeigneter Mann sei...

    Meine Mutter hat mir erzählt, daß ich als Kind mal gesagt habe: wenn ich groß bin und mir einen Mann suche.... Sie hat mich gefragt, wie ich denn meinen Mann suchen wolle. Meine Antwort war wohl: ich gehe durch die Häuser und klingele an allen Türen.

    Das ist definitiv effizienter als planlos durch die Stadt zu irren.

    Zum Arzt musst du, wenn die Beschwerden, insbesondere Fieber (= über 38 Grad) nicht nach 24 Stunden mit Hausmitteln besser geworden sind.

    Die Schmerzen kannst du noch ziemlich lange danach spüren.