Beiträge von Joole

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    Meine Lateinlehrerin sagte mir damals (10. Klasse, ist schon bissel her ;-)), als ich sie nach den Ausspracheregeln fragte, dass es diese nicht gibt. Es gibt Länder da wird das c als z gesprochen, und Länder, da wird es als k gesprochen. Bei Namen wie Caesar und Cicero sei es historisch gewachsen, man vermute daher, dass es durchaus Regeln gab, aber eigentlich erfolgt es nach Gusto.

    Das bedeutet, ich habe es als takere gelernt, weil bei uns alle c pauschal als k gesprochen wurde, und Eigennamen waren die Ausnahme.

    Die Freizeitaktivitäten, die meine Kinder nachmittags unternehmen, sind: Schlagzeugunterricht, Schach-AG, Fußballtraining, bissel Fahrrad fahren, bissel draußen rumhängen.

    Das Fußballtraining ist das einzige, wo ich genauer hinschaue. Alles andere gehört aber nicht zu "quietschvergnügt im Café sitzen", und das ist einfach eine Vorstellung von dir und nicht die beschriebene Realität.

    Wenn eine Kollegin von mir nachmittag wieder fit ist, frage ich sie, ob es ihr besser geht. Wenn das ständig vorkommt, würde ich irgendwann grantig werden.

    Nur: hier schrieb niemand was von ständig. Meine Kinder haben im Schuljahr vielleicht 3 Fehltage, wo sie nicht RICHTIG krank sind (wo sich die Frage gar nicht stellt), sondern nur "halblebig". Wegen dieser 3 Tage mach ich keinen Aufriss.

    Ich hab Patienten mit Reizdarm, die manchmal morgens nicht arbeitsfähig sind. Krank sind sie ja laut der behandelnden Ärzte nicht - aber nicht arbeitsfähig. Wenn die dann nachmittags Yogastunde haben, wäre ich unbedingt!!!! Dafür, dass sie dahin gehen.

    Wenn mein Kind morgens Kopfschmerzen hat, nachmittags wieder fit ist, und am nächsten Morgen wieder Kopfweh hat, dann sage ich : "Mensch, das war wohl gestern doch zu viel. Dann erhol dich und HEUTE machen wir ganz ruhig." Wie oft kam das vor: ein einziges Mal. Sonst waren die Kinder entweder nachmittags noch zu unfit, dann fiel natürlich alles aus. Oder sie waren wieder fit, dann waren sie das aber auch am nächsten Tag.

    Ich selbst habe eine chronische Gastritis. Manchmal ist mir speiübel, dann habe ich mich dennoch zur Arbeit geschleppt, weil ich ja sonst x Termine absagen musste. Dann saß ich da und hab auf meinen Wangeninnenseiten gekaut, weil das still sitzen und ein zielführend Gespräch führen fast nicht möglich war. Was geholfen hätte, wäre Kamillentee und eine Wärmflasche auf dem Sofa, für 2-3 h, dann ist es in aller Regel besser. Ich überging da gnadenlos meine Grenzen, weil Arbeit so wichtig ist und ich eine Verantwortung habe und eine Verpflichtung. Ich will NICHT dass meine Kinder ihre Grenzen ebenso übergehen. Ich halte das für schädlich und bin dahingehend kein gutes Vorbild. Auf sein eigenes Körpergefühl zu hören halte ich allerdings für sehr erstrebenswert und daher finde ich die abwertenden und pauschalierenden Verurteilungen Kommentare hier wirklich schlimm.

    Das kommt drauf an weshalb ich morgens entschuldige. Hat das Kind morgens Bauchkrämpfe, weil ein Pups quer saß, dann war es morgens nicht in der Lage, zur Schule zu gehen, aber darf durchaus nachmittags machen was es will. Pauschal kann ich das nicht beantworten.

    Wenn es jemandem deutlich besser geht, wäre zuhause bleiben dann ja wie eine Bestrafung. Aber auch mir geht es manchmal vormittags ausgezeichnet und nachmittags mies und andersrum. Und da ich meine Kinder nicht in die Schule zwinge, wenn sie sich nur halblebig fühlen, kann es durchaus sein dass sich innerhalb einiger Stunden der Grund erledigt hat.

    Ich habe früher Beikostkurse gegeben, mit den üblichen Empfehlungen: halbieren, Vorsicht bei elastischen Sachen wie Würstchen, niemals unbeobachtet, immer in Ruhe. Habe on top zu Erste Hilfe Kursen geraten, und damit konnte ich nicht nur leben, sondern hab das auch wirklich so vertreten und konnte das mit viel Ruhe vertreten und über(!)ängstliche Eltern beruhigen (die ihrem Kind gerne bis zur Einschulung nur feinpüriertes gegeben hätten... das andere Extrem). Ich kannte vorher ein Kind, das fast erstickt ist, und da war es tatsächlich ein Wienerle. Also war das für mich ganz klar: man muss mit Vorsicht und Verstand da ran, und dann isses aber auch okay.

    Seit der Katastrophe hier bin ich sehr froh, keine Beikostkurse mehr zu geben, denn ich glaube, ich könnte das nicht mehr mit dieser Ruhe rüberbringen. Also das war nicht der Grund für das Aufhören, aber ich würde es ungern nochmal machen. Fakt ist, man muss niemandem etwas beweisen, wer am frühesten die tollsten Sachen isst. Mund- und Zungenmotorik lernt ein Kind auch mit geviertelten Weintrauben. Vorsicht ist besser als Nachsicht, und niemand, wirklich niemand sollte sein Kind auf diese Weise verlieren müssen.

    Mein Söhnchen war auch so. Ist schon ewig her... er aß dann lange Zeit auch nur weiche Sachen. Damit konnte ich leben und dachte (richtigerweise), dass der Rest irgendwie irgendwann noch kommt.

    Geholfen, also einen richtigen Schub gemacht, hat er nach 10 Terminen Logopädie (eigentlich wegen des nichtvorhandenen Sprechens), Therapie nach Castillo Morales (hat die Logo gemacht) und das Verständnis dafür, dass ihm viele Dinge sensorisch wirklich unangenehm sind und waren. Sie haben dort Krümelmonster gespielt, lang und ausführlich.

    Aber Tabletten z.B. gehen bis heute nicht. Auch nicht ganz kleine.

    Edit: ich finde es tatsächlich zwar nicht hoch besorgniserregend, wenn es dem Kind ansonsten gut geht, aber für mich wäre das schon ein Zeichen, dass da was unangenehm ist, was sonst nicht unangenehm ist. Eine gute IBCLC hat da aber sicher auch entsprechende Connections.

    Bildungsnah sind für mich Menschen, die den Wert von Bildung anerkennen, völlig unabhängig davon, welchen Abschluss sie haben.

    Offiziell sind Kinder aus bildungsfernen Haushalten wohl Kinder, deren Eltern "nur" einen Hauptschulabschluss haben. Sagt das statistische Bundesamt.

    Mein Opa war "nur" Winzer, ohne geregelte Ausbildung, einfach nur, weil in der Familie alle Winzer waren, aber es war ihm wichtig, dass seine drei Töchter die besten Ausbildungen bekommen, zu denen sie jeweils fähig sind. Daher wurde meine Tante Ärztin, meine Mutter studierte (und brach ab, wegen der Kinder, was meinen Opa anfangs echt unglücklich machte), meine andere Tante wurde Hauswirtschafterin. In dem Haushalt meiner Großeltern wurde viel gelesen, viel diskutiert. Das ist für mich dann kein bildungsferner Haushalt.

    Ich kenne hier Menschen, die sind Fließbandarbeiter, aber sie nutzen jede Möglichkeit, ihren Kindern über öffentliche Projekte, die Kirche, städtische Angebote Bildungsimpulse zu geben. Dinge, die wir alles nicht nutzen, obwohl wir Akademiker sind. Mein Großer zockt gerne Minecraft. ;) Diese Kinder spielen dagegen Theater im Jugendtreff.

    In der Nachbarschaft wohnt eine Familie mit Migrationshintergrund, die tun alles dafür, ihre Kinder auf dem Gym zu halten (obwohl der Jüngere wirklich kämpft). Sie wollen den höchstmöglichen Bildungsabschluss für ihre Kinder, weil sie selbst KEINEN haben, aufgrund ihrer Geschichte. Was sind die Eltern, wenn nicht bildungsnah? Sie haben nun zwei Kinder im Gym, die Ältere ist bei Großsohn in der Klasse und macht das super.

    Ich finde die Definition über den Hauptschulabschluss der Eltern daher schwierig und zu kurz gegriffen.


    Mein Sohn ist übrigens auf einer Sprengelgrundschule mit kolossal schlechtem Ruf. Es gibt in der Stadt keine Grundschule mit schlechterem Ruf. Es gibt große soziale Probleme, und drei Viertel der Kinder von Geflüchteten landet auf dieser Schule, weil die Unterkünfte im Einzugsgebiet liegen. Es gab daher im vergangenen Jahr ein zunehmendes Gewaltproblem zwischen den hier viel vorhandenen russischen und russlanddeutschen und den ukrainischen Kindern. Es gab auch große Probleme zwischen den bereits länger hier lebenden türkischen und arabisch sprechenden Kindern und den neu dazugekommenen syrischen und afghanischen Kindern. Mein Sohn war letztes Schuljahr Klassensprecher in einer dieser Klassen, ist sozial - wie DaLizas Sohn - sehr geschickt, weil verständnisvoll und vermittelnd, mitfühlend und wenig aggressiv. Er liebt seine Lehrerin abgöttisch, und die Zuneigung wird erwidert. Und ich glaube tatsächlich, dass eine Lehrkraft, die man mag, sehr viel raushauen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Lehrkraft, die einen verachtet, einen das Schulleben restlos verhageln kann, auch wenn die Schule an sich einen super Ruf hat.

    Mein Großer war das erste Schuljahr auf einer Heile-Welt-Dorfgrundschule. Ja, er war auch dort ein super Schüler (Noten gabs noch nicht). Aber die Arroganz, die wir dort erlebt haben, leider, war nicht ohne.

    Fresubin wurde leider die Produktion eingestellt. Ich habe noch kein 1:1 vergleichbares Proteinpulver gefunden.

    Die Puddings haben oft keinen Zucker, sondern Süßstoffe drin und machen daher wenig Insulinpeaks. Ich finde die auch sehr fest. Aber sie schmecken süß und sind halt auch einfach extrem künstlich, finde ich daher nicht ideal (aber auch nicht furchtbar).

    Wenn du weniger Fleisch, aber mehr pflanzliches Protein esse möchtest, gehen dann die veganen Varianten, wo das Protein ja oft extrahiert wurde? Soja, Lupine, Erbse? Oder Seitan?

    Hebammenwissenschaften werden an der Dualen Hochschule studiert, die haben viel Praxis.

    Und wenn ich mir überlege, wie oft ich völlig übermüdet Schülerinnen vor mir hatte, die dem Unterricht kaum folgen konnten, finde ich die neue Lösung eigentlich deutlich besser.

    Eine meiner Freundinnen ist ausgebildete Hebamme und hat jahrelang Hausgeburten gemacht in Karlsruhe. Sie studiert nun noch einmal, auch deshalb, weil sie studiert ein deutlich anderes Standing hat ggü Ärzten, denen gegenüber sie bei einer physiologischen Geburt NICHT weisungsgebunden ist. Aber sie wurde so behandelt.

    Bei den Hebammenwissenschaften finde ich diese Seite erhellend: https://www.unsere-hebammen.de/themen/akademi…akademisierung/

    Ich habe einige Jahre an einer Hebammenschule unterrichtet, vor der Abschaffung. Das, was ich curriculär habe unterrichten und prüfen müssen, war über Berufsschulniveau. Und ich denke, das was eine Hebamme macht und verantwortet (verantworten muss) rechtfertigt eine wissenschaftlich basierte Herangehensweise an den Beruf, und das wäre dann halt ein Bachelor.

    Es war auch vorher so, dass eigentlich alle Schülerinnen Abi hatten. Es sind auch jetzt noch 3 Jahre, und es gibt auch jetzt noch ausführliche Praxisphasen.

    Ich bin eine leicht übergewichtige Ernährungswissenschaftlerin und werde von vielen Ärzten nicht mehr erst genommen, wenn ich meinen Beruf nenne. Vor allem nicht von Orthopäden und Kardiologen, selbst von dem nach Tabak stinkenden Kardiologen nicht.

    Allerdings wird mein Berufsstand von vielen Ärzten per se nicht ernst genommen, mit wohltuenden Ausnahmen, ich bin es daher gewohnt.

    Mit meinen Master und dem Staatsexamen zu winken bringt mir allerdings nix.

    Ich habe seit über 20 Jahren ein Yamaha E-Piano, das einem originalen Klavier sehr ähnlich sieht. Es ist ca 16 x umgezogen. Die meisten Leute sind irritiert, wenn ich es anschalten um zu spielen, weil sie nicht mit einem E-Piano gerechnet haben. Es hört sich an wie ein Klavier, es hat einen Tastenanschlag wie ein Klavier, es hat zusätzliche Stimmen (und die Möglichkeit, eine Hand separat zu üben), und in der Summe bin ich damit sehr sehr glücklich.

    Ich habe es damals im super Sonderangebot für 1399 DM gekauft. Gebraucht gibt es die aber teils sehr günstig.

    Wenn jetzt noch meine Kinder Klavier spielen wollen würden, wäre es perfekt...

    Wir "verbieten" keinen Sprudel, weisen aber darauf hin, dass es oft nicht vertragen wird. Die allermeisten vertragen ihn zumindest die ersten beiden Jahre nicht, einige wenige schon. Viele trinken dann aber medium oder still.