Beiträge von Anaba

    Eine spannende Diskussion!


    Aber: könntet Ihr die bitte auslagern (lassen)? Ich wäre sehr dafür das Thema weiter zu beleuchten und finde die trennung von Staat und Kirche in diesem Land.....suboptimal in vielerlei Hinsicht.

    Anni08 Dann warten wir mal noch ein Weilchen ab, ob jemand beide brauchen kann. Alternativ: Darf ich Dir beide schicken und Ihr nutzt einen zum tauschen oder verschenken?

    Ich hab hier einen mit einer Herzsonnenbrille und einen mit Fußballaugen.

    Ich würde sie am liebsten gemeinsam auf die Reise geben. Normalerweise nehme ich sie aus Müllspargründen nicht mit - die waren aber irgendwie doch in der Tasche gelandet.

    Von daher dürfen sie auf diesem Wege gerne ein neues Zuhause finden.

    Bikiniobterteil für (Klein- bis Grundschul)kinder hat für mich was von Kopftuch für Grundschulkinder.

    Beides stülpt Kindern "Frausein" über, zu einem Zeitpunkt wo sie noch Kinder sind. Erwachsene schreiben Kindern eine so noch nicht vorhandene "Weiblichkeit" zu und fordern einen "angemessenen" Umgang damit.
    Während das eine im Namen der Religion passiert, passiert es aus den USA rüber schwappend im Namen der "Anständigkeit". In den letzten Jahren ist aber ja deutlich geworden, dass da ebenfalls viel radikalisierende, evangelikale Bestrebungen hinter stehen. Die Frau möge dem Manne Untertan bleiben/wieder werden - und ja: Ich finde das beides Vergleichbar. Das Mädchen schön früh an seinen Platz stutzen.

    Nochmal: Warum erregt es die Öffentlichkeit bei einer Frau? Und ist diese Begründung universell betrachtet(!) stichhaltig?


    Das ist die Kernfrage.

    Mein Gedankengang (mangels zeitjsehr verkürzt dargestellt):


    Weil die Frau dem Manne gehört(e) und dieser natürlich das Recht an dieser erhalten wollte/( will siehe Incels). Da Männer bis Mitte/Ende des 20.Jahrhunderts Hauptformer der Gesetze und Normen waren (und dies in Umbrüchen immer wieder schnell an sich gezogen haben 68er, franz. Revoulotion) ist der Umgang der Frau mit ihrem Körper weiterhin reglementiert.

    Filme und Bücher über Dystopien verkaufen sich halt besser, als solche über Utopien. Gleichzeitig forciert das natürlich ein Denken in Dystopischen Bahnen und hemmt die Vorstellung von funktionierenden Utopien.

    So in etwa wie das patriarchale Denkmuster sämtliche funktionierenden anderen Sozialformen a) kriegerisch zerstört hat und b) die Vorstellung, sonstwo anders sein verunmöglicht hat. Letzeres wird sehr deutlich, wenn man schaut wie das Zusammenleben im Tierreich beschrieben wurde. Immer vom Gedanken an den Alphawolf und die Aufteilung in Macht oder Opfer dominiert. Soziales Miteinander und Kommunikation hatte keinen Raum.

    Ich danke euch für den vielen Input. Montag hatte sie Geburtstag, da wollte ich das Thema erstmal ruhen lassen. Jetzt will ich mich kümmern. Gerade hat sie aber keine Beschwerden und schwupps, verdränge ich das wieder. Vielleicht ist das gut so, weil eh nix ist? Oder ich verschleppe das ganze und dann wird es furchtbar schlimm? :wacko:

    Genau dieses Verhalten der Führungsperson ist wirklich tragisch für das geführte Menschlein (und das sage ich als Mensch, die selbst immer wieder in diese Falle tappt und den Mechanismus "nur geblickt, aber noch nicht immer verändert bekommt", von daher von Gleich zu Gleich). Es macht das Thema sehr groß, viel größer als es ist. Ich meine: es geht hier nur um einen pieks, evtl. einen kurzen Schmerz! Das ist NICHTS schlimmes! (auch wenn es für die Person schwer sein kann) Einerseits ist es "panisches Thema", wenn es akut ist, andererseits scheint es so schlimm zu sein, dass es bei Nichtakutheit ins letzte Eckchen gedrängt werden muss, weil man sich nicht traut es anzugehen.
    Angst wird jedoch nur weniger, wenn man erlebt, dass es "nicht so schlimm" ist. Idealerweise liebevoll und klar begleitet. Wenn Du also eigentlich weißt, dass es dran ist, dann empfehle ich einen Weg zu suchen (erst mal Ihr als Eltern, vielleicht kann ja auch der Papa das begleiten übernehmen, wenn er ruhiger ist?) und dann, wenn Ihr klar habt, dass es passieren wird, im zweiten Schritt mit dem Kind. Die innere Haltung, dass das DASS klar ist, dass Wie aber verhandelbar hat sich als sehr hilfreich erwiesen, auch wenn das nicht bedeutet, dass das Kind freudig mitmacht.

    Ein Interview mit UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer : Fall Julian Assange: „Die wirklichen Verbrecher sind bis heute straflos“

    Klicküberschrift: Der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer sagt: Mit Assange soll ein Exempel für alle Regierungskritiker statuiert werden.

    Und wenn man sich den unterschiedlichen Umgang der Staaten und der Presse mit diesem zur Landung gezwungenen Flugzeug vor wenigen Tagen anschaut (Russen: Böse, böse, böse) und dem mit einem vermuteten Snowden in ihm (GB, Schweden, USA: ja was eigentlich? notwendig?), dann gehe ich da eher mit....

    Ich finde es schwierig, dass als Begründung u.a. hauptsächlich der Lesefluss (egal ob durch Computer oder Assistenz#hmpf) und die (noch nicht) nichteinheitliche Lösung genannt wird. Das Vorleseprogramm, dass man auf der Seite lesen lassen konnte ließ sowohl beim Binnen-I, als auch bei : und * diese kurzen Pause, wie es auch in anderen verbalisierten Bereichen der Sprache mehr und mehr wird. Also quasi die gleichen Argumente, wie sie sehende bringen und irgendwie denken sie in dem Text zusätzlich sehr Binär....Das einzige "echte" Problem, dass aufgrund des Nicht/Schlechtsehens auftritt (bei Braille zusätzliche Vorzeichen vor dem :, Probleme, dass manche das Programm so eingestellt haben, dass : mitgelesen wird) geht in diesem Riesentext fast unter, während sowas wie " Liste nicht empfohlener Gender-Kurzformen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes." quasi alle Formen als "nicht empfohlen" nennt.
    Mir persönlich sagt der : so sehr zu, dass ich nur schwer wieder zum * zurückkehren kann. Einfach weil es so schön unauffällig inkludiert, Lesefluss (mit diesem kurzen Stop) ganz unspäktakulär ermöglicht und dennoch deutlich ist. Und je mehr ihn anwenden, desto näher sind wir einer einheitlichen Lösung....... Schwierig #hmpf#hmpf

    Anaba

    Ähm... weiß nicht, muss ich länger drüber nachdenken. Würde nicht ein Matriarchat genauso mit den toxischen Anteilen Außenpolitik machen? Ist das nicht der Kern des Verständnisses von "außen", dass das eben "die anderen" sind, und dass es da immer um Konkurrenz geht?! Und wären nicht nur die Mittel andere?!

    Spannend finde ich, dass Du die Forderung nach der Abschaffung des Patriarchats mit der Schaffung eines Matriarchats gleichsetzt. Auf die Idee bin ich im Leben nicht gekommen! Emanzipatiorion/Feminismus ist doch genau NICHT die Umkehrung der Machtverhältnisse, sondern das Sichtbarmachen und Einfordern der 50% weibliche Sicht/Bedürfnisse/Stück vom Kuchen, sowie die Aufklärung über die bisherigen, gewaltvollen Maßnahmen des Patriarchats um diese weibliche Seite der Gesellschaft klein zu halten. Konkurenz auszuschalten finde ich sehr passend! Das deckt sich auch damit, dass Frauen nach dem Versagen der Männer in "männliche" Positionen durften und nachdem sich die Wogen wieder geglättet haben, wieder auf "ihren Platz" zurück verwiesen wurden. Feminismus ist für mich überhaupt mal aufzuzeigen, dass die Männer 100% des Kuchen hatten und sie schlicht umdenken und anders handeln MÜSSEN, damit für alle genug da ist.


    Oder meinst du wirklich, dass eine von Frauen dominierte Welt keine Kriege gekannt hätte?? Und wenn sie nur anders ausgesehen hätten, wären sie doch nicht besser gewesen.

    Ich weiß nicht, ob es Kriege gegeben hätte. Vielleicht nicht in diesem toxischen, zerstörerischen Ausmaß, wie dies bisher der Fall war, weil Frauen durch Hormone, Sozialsiation und Erfahrung (Kinder gebären und versorgen) einfach anders unterwegs sind und vielleicht mehr auf das Ganze geschaut hätten? Schwierig zu beantworten, weil wir alle ja nur eine Welt des gewaltvollen Kleinhaltens ganzer Gruppen (Frauen, PoC) kennen und unsere Verhaltensmechanismen und Sicht auf die Welt darauf fußen. Vielleicht wäre die Bindungssuchende Seite der Menschen viel mehr im Fokus gewesen und dementsprechend anders mit Feinden umgegangen worden?
    Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der "Alphamännchen" als Krone der Schöpfung und natürliche Verhaltensweise galten. Heute sieht man, dass Alphas in der Tierwelt durchaus als Team fungieren und Führung und Dominanz sich eher ausschließen. Das Stärkste Männchen gewinnt nicht zwangsläufig, sondern das mit Führungsqualitäten. Kinder wurden ewig als Tyrannen dargestellt - heute gibt es Studien, die das widerlegen und zeigen, dass Kinder soziale Wesen sind, die helfen wollen und die auch gerne mal für andere ihre persönlichen Interessen zurückstellen. All das haben Männer in ihrer Versorgerrolle nicht erleben dürfen und dann anhand ihrer verkrüppelt wordenen Seele (Kriege, Jungs kennen keinen Schmerz usw.) der Welt erklärt wie Kinder/Menschen seien......also das ist schon ziemlich hypothetisch und philosophisch, wie eine Welt mit rein weiblicher Führung wohl gewesen wäre.....


    Auch wenn ich nach den wenigen Dokus und Berichten die ich kenne ein Matriarchat für erstrebenswerter, denn ein ein Patriarchat. In China(?) gibt es z.B. noch eine Gruppe die sehr lange abgeschieden war und deshalb noch lange im Matrarchat lebt(e?). Die meisten Gesellschaften sind ja früher oder später Patriarchal "als einzige Daseinsform" geworden. Und spannend finde ich auch den Aspekt: Immer mit Gewalt!
    Diese Doku von Arte ist mir sehr im Gedächtnis geblieben, aber in dieser Gesellschaft ware es zwar so, dass die Männer wenig/er zu bestimmen haben, aber die Strukturen dennoch so sind, dass sie FÜR ALLE bestmöglich sind. Männer werden mitgedacht, angehört und mitgemeint, auch wenn dort die Frauen bestimmen.


    Unstrittig, dass sich verfestigte Rollenbilder am liebsten möglichst überall auf der Welt auflösen und Menschen ein freies und gleichberechtigtes Zusammenleben ermöglichen sollten.

    Genau das fordert und forciert der Feminismus doch.....

    Ich finde zu allem Überfluss auch noch Spritzen aller Art selber echt furchtbar und habe ein schlimmes Erlebnis in der Kindheit gehabt mit festgehalten werden und einer Spritze - das könnte ich bei ihr also auf keinen Fall machen.

    Ich halte Festhalten und gegen den Willen des Kindes Blut abnehmen für ein echtes No-Go. Das mag eine gewaltvolle Lösung für gerade eben sein, schafft aber viele Probleme auf lange Sicht für Jahrzehnte.

    Andersrum kann es leider auch Probleme für Jahrzehnte schaffen. U.a. Angststörungsunterstützend, weil eben nie gelernt wurde, dass es in dem Moment blöd ist (das abzusprechen wäre ein No-Go), danach aber gut ist. Aus Angst etwas zu vermeiden führt halt zu mehr Angst und mehr Vermeidung. Das ist ein einfacher, psychischer Mechanismus und gibt der Angstsache immer mehr Macht.

    Wenn es vorher gut besprochen und nachher gut bearbeitet wird, die Erwachsenen in der Situation ganz klar haben, dass das jetzt sein muss und auch so stattfinden wird, kann das Kind auch lernen, dass man manchmal durch doofe SItuationen durch muss. Das kann ganz selten auch die körperliche Unversehrtheit betreffen. Notwendige gesundheitliche Untersuchungen aufgrund von Angst nicht zu machen, verstärkt die Angst nur. Das einzige, was Angst kleiner werden lässt ist zu erleben, dass Dinge weniger schlimm sind, als innere Filme dies einem vermitteln. Mit einer (idealerweise innerlich ruhigen) Bezugsperson an der Seite, sind solche Situationen besser aus- und durchlebbar. Wichtig ist, dass es OK ist, das nicht zu wollen, dass man versuchen kann sich zu beherschen und wenn das nicht geht auch das OK ist. Dann sucht man nach diversen Möglichkeiten (ohne das jetzt riesig "aufzubauschen") wie Bestechung, Emla, Ablenkung, sonstiges hilfreiches und in der Situaiton bekommt man den Halt, der nötig ist um die Situation zu meistern. Und danach kann eine Behandlung stattfinden, die dafür sorgt, dass es einem besser geht. Langfristig lohnt es sich also.

    Mittlerweile halte ich "zwanghafte Vermeidung" für durchaus auch schädlich. Nicht so sehr wie das früher übliche, bloße über den WIllen des Kindes hinweg gehen, beileibe nicht, aber ich halte Erwachsene, die die Führung übernehmen, dort wo nötig (!) durchaus auch gegen den Willen des Kindes, für sehr sehr wichtig. Gut abgewägt, immer ehrlich und offen für die Gefühle des Kindes und dabei als Fels in der Brandung die Situation gemeinsam durchstehend.

    Sehr spannende Aspekte zur Verknüpfung von Politik und Hirarchie/Feminismus, Ein Stück in Worte gefasst, was ich oft fühle ohne Worte dafür zu haben!


    https://taz.de/Feminismus-in-der-Aussenpolitik/!5763175/


    Zitat

    Die Autoritätspersonen im Dorf waren alle männlich, und das in den 2000er Jahren: der Bürgermeister, der Arzt, der Fahrlehrer. Bei Sportfesten sind ein paar Männer uns jungen Mädchen zu nah gekommen. Ich konnte das damals nicht artikulieren, ich wusste nicht, was Sexismus und sexualisierte Belästigung sind. Aber es gab einige, bei denen es hieß: Sei vorsichtig. Da stimmte was nicht, aber das war Normalität.


    So ging es mir auch. Es war einfach ätzend, aber irgendwie haben alle das mit einem Achselzucken abgetan und als normal bezeichnet. "Kann man halt nix machen" #weissnicht

    Zitat

    Was hat Feminismus mit Krieg und Frieden zu tun?

    Alles. Gewalt ist in Gesellschaften ein Mittel, um Hierarchien aufrecht zu erhalten. Das sieht man daran, dass Minderheiten und Frauen seit vier- bis sechstausend Jahren durch patriarchale Gewalt unterdrückt werden. Auch staatliche Gewalt, also Repression und Kriege, sind solche Mittel. Die Idee von Kriegen, Dominanz, dem Zerstören anderer, im Extremfall durch nukleare Waffen, ist ein zutiefst patriarchales Konzept.

    THIS!!!! :

    Zitat

    Und feministische Außenpolitik?

    Die fordert die Abschaffung des Patriarchats. Forscherinnen haben gezeigt, dass Gewalt und Unterdrückung, die Frauen im Privaten erfahren, direkt mit der Gewalt zusammenhängt, die ein Staat gegenüber anderen Staaten ausübt. Die Gründerväter internationaler Beziehungen haben ein Verständnis von Politik, in dem alle Menschen böse sind, alle Staaten böse. Alle brauchen Militär, um noch mächtiger zu werden und andere klein zu halten.

    Da kann ich nur erstaunt und voller Jubel Zustimmen! DAS ist es, warum wir weltpolitisch so katastrophale Systeme haben. Sie alle fußen auf männlicher Dominanz und diesem Gebahren ebendieser. Den Satz "Wir brauchen Feminismus in der Weltpolitik" finde ich großartig, wahr und so heilsam und hilfreich! Es wäre für uns alle so viel besser! Und damit meine ich nicht die Frauen, die sich in dem System männlich angepasst und ihren Platz erkämpft haben, sondern den Feminismus, der toxische Männlichkeit enttarnt und allen hilft einen gesunden, guten, heilsamen Umgang mit sich und der Welt zu entwickeln. Die Frau (Kristina Lunz) finde ich wirklich klasse und ich drücke ihr und uns die Daumen, dass sie durch Vernetzung und Aktivismus wirklich was bewegt! #applaus

    Ich hatte es gesehen und es bestätigt ja nur, was PoC und deren Umfeld rückmelden. Dass es so institutionalisiert ist, hat mir aber dann doch die Worte verschlagen....und tut es immer noch.

    Was für eine Drecksgesellschaft in der wir leben! #motz


    Und dann höre ich wieder weiße Männer, die einen auf mimimi machen, weil ja "alle gegen sie sind" #flop


    Edit: Die Einzelnen in dieser Gesellschaft erlebe ich eher als in diesen Strukturen gefangen, sie negierend oder bewusst außerhalb dessen in einer selbstgeschaffenen Blase lebend und dort auch gutes tun. Aber diese Gesellschaft fußt einfach auf Unterdrückung (PoC, Frauen, Kinder) und asozialem Verhalten (wer mehr hat kriegt noch mehr, wer wenig hat, wird zur Kasse gebeten)!

    Zum Thema Sprache denke ich immer, dass es doch eigentlich völlig logisch ist, dass Frauen NICHT mitgemeint sind.
    Bis ins 20 Jahrhundert hinein durften Frauen schlicht nicht "am gesellschaftlichen Leben" teilnehmen. Also waren es Männer, die gemeint waren und von denen gesprochen wurde. Die wichtigen Menschen halt. Das waren Professoren, Feuerwehrmänner, Ärzte, Lehrer (zumindest die oberen Klassen), Polizisten, Verkäufer, Sekretäre, ..... Frauen waren "Beiwerk" oder unsichtbare und günstige Zuarbeiterinnen. Höchstens im Krieg durften sie auch mal wichtige Posten übernehmen, ansonsten waren sie aber sehr "auf ihre Bereiche" reduziert und wurden dies nach den Kriegen auch ganz schnell wieder. Für die "öffentliche" Gesellschaft waren sie unwichtig.
    Dann, irgendwann im letzten Jahrhundert, haben sie sich nach und nach die Arbeitswelt und die ein oder andere, wichtige gesellschaftliche Position erkämpft. Sie durften studieren, statt "nur Hausfrau" werden zu müssen und dumm gehalten zu werden. Und so kämpften sie sich nach und nach in jeden Bereich.
    Nun gab es keine Begriffe für diese weibliche Menschen in beruflichen Positionen - also "entstand" das generische Maskulinum. Frauen waren halt "mitgemeint". Das wäre ja klar. Weder gesehen, noch gemeint, aber immerhin haben sie sich erkämpft mitgemeint zu sein. Noch in den 70ern haben Otto-normal-Menschen auf der Straße in Interviews für "Hier und Heute" bei der Frage, ob es richtig sei, dass Frauen arbeiten, bzw. gleiches Geld für gleiche Arbeit in einer Fabrik bekommen, mit Nein geantwortet! Die Hälfte wäre mehr als großzügig und angemessen.
    Nun sind wir einen Schritt weiter und dieses aus der männlichen Gesellschaft entstandene generische Maskulinum reicht vielen Frauen nicht mehr. Aus meiner Sicht: ZU RECHT!


    Es gibt unheimlich viele Studien, die prüfen, was im Gehirn passiert, bevor wir wörtlich denken. Und diese Studien zeigen deutlich (und unsere Kinder auch), dass das Gehirn das generische Maskulinum nicht kennt und nicht umsetzt. Es entsteht zuerst ein männliches Bild. Durch viel Übung und Wiederholung kann es abtrainiert werden, aber es bleibt immer eine Zeitspanne, die es für die Übersetzung braucht.

    Viper11 nee, die Apps sind mittlerweile sehr durchdrungen von InApp-Käufen und zwar unabhängig von der Plattform. Apple ist da nicht besser. MIt einem alten Handy sind die Spiele dann schlicht nicht installierbar, was das Problem dann nur nach noch weiter vorne schiebt, aber nicht verhindert.

    Und das hängt definitiv am Geschlecht - oder haltet Ihr es für Zufall, dass dies insbesondere in "Frauenberufen" der Fall ist. Frau macht sowas doch gerne und freiwillig und ist allein schon durchs helfen erfüllt genug. Da reicht Applaus und "Liebe" (also dass, was der Sender für Liebe hält)

    Ich hab nochwas nacheditiert #pfeif

    Was glaubst Du wie lang mein Mann und ich hin und her überlegt haben um aus dieser Selbstverständlichkeit raus zu kommen. Und auch wie sehr ich damit gehadert habe, dass mein Nachname tatsächlich schlicht schöner ist (ein Tier vs. Allerweltsmüller der Region), weil ich gerade als Feministin Angst hatte, dass das als "unter meiner Fittiche stehen" interpretiert wird. Durch Gespräche habe ich im Freundeskreis durchaus die Augen für diese "Selbstverständlichkeit" geöffnet und mir war es (mehr als meinem Mann) ein Bedürfniss da unseren gemeinsamen Prozess sehr transparent zu machen.

    Genau was Susan sagt.
    Es ist natürlich eine urgeigene Entscheidung, die für dieses Paar passen muss. Und ich kann auch MIT der gesellschaftlichen Prägung zu dem Ergebnis kommen es so zu leben, wie es gesellschaftlich "vorgegeben" ist. Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger), in Familien, wo die Frau mehr verdient überproportional häufig nicht dazu führt, dass der Mann zuhause bleibt und noch Gründe gesucht und gefunden werden, warum das nicht geht (meistens nennen sie nicht den Penis als Grund, sondern eher sowas wie "er ist so wichtig" oder "keiner macht das, dann hat er Nachteile im Beruf").
    Das Gleiche erlebe ich bei der Annahme des Nachnamens. Viele meiner Generation haben sich keine Gedanken gemacht oder nennen als Grund "sein Name war schöner" oder "wir haben gewürfelt". Da dies aber bei 90(?)% der Paare so zu sein scheint, muss da etwas anderes, unbewusstes mitspielen.
    Wenn ich darauf aufmerksam mache, geht es mir lediglich darum aufzuzeigen, dass die Entscheidung nicht unbedingt so "selbstgetroffen" ist, wie man meint und man vielleicht nochmal mit einem zusätzlichen, gesellschaftlich-feministischen Blickwinkel überlegen könnte. Einfach auch um wirklich frei zu werden in seiner Entscheidung.


    Edit: Zumal ich da auch sehr die Männer in der Pflicht sehe, ihr Leben mit Kindern zu erobern und sich zu holen, anstatt Beziehungsgestaltung alleinig der Frau zu überantworten. Mein persönliches Ideal mit Kindern wäre so höchstens 1 1/2 Stellen. Dafür muss jedoch auch die Frau auf 3/4 Kind verzichten, um dem Mann sein 3/4 zu ermöglichen. Da spielen viele, erlernte und vorgelebte "Idealvorstellungen" aka Prägung rein, gegen die man sich häufig bewusst entscheiden muss.